Text: Spr. 3,1-8
„Mein Sohn (meine Tochter), vergiss nicht, was ich dir beigebracht habe; behalte meine Anweisungen im Gedächtnis. Dadurch sicherst du dir ein langes, erfülltes Leben!“ So haben wir es eben aus dem Buch der Sprüche gehört. Könnt ihr euch vorstellen, dass eure Eltern so mit euch reden? Eher nicht, denke ich, es sei denn sie sind besonders altmodisch oder sie machen sich gern über den salbungsvollen Ton früherer Zeiten lustig. Denn so läuft das ja heute nicht mehr. Jahrtausende lang haben Kinder von ihren Eltern alles gelernt, was sie fürs Leben brauchten, und wenn sie vernünftig waren, haben sie es beherzigt und später wieder an ihre Kindern weitergegeben. Auch, als es dann irgendwann Schulen gab, ging es dort nicht viel anders zu. Aber heute verändern sich Wissen und Fertigkeiten so rasant, dass eure Eltern oft mehr von euch lernen können als ihr von ihnen. Und auch in der Schule ist nicht mehr stures Eintrichtern gefragt, sondern kritisches Mitdenken und selbständiges Entfalten der eigenen Fähigkeiten. „Predigt Wenschtkirche, Sonntag 4.Mai 2014“ weiterlesen