Predigt Talkirche, Sonntag, 16. Februar 2014

Gottesdienst für den Sonntag Septuagesimae

Text: Röm 9,14-24

Was sollen wir nun hierzu sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne! Denn er spricht zu Mose: »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.« So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Got­tes Erbarmen. Denn die Schrift sagt zum Pharao: »Eben dazu habe ich dich erweckt, damit ich an dir meine Macht erweise und damit mein Name auf der ganzen Erde verkündigt werde.« So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will.
Nun sagst du zu mir: Warum beschuldigt er dann noch? Wer kann seinem Willen widerstehen? Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich so? Hat nicht ein Töpfer Macht über den Ton, aus demselben Klumpen ein Gefäß zu ehrenvollem und ein anderes zu nicht ehrenvollem Gebrauch zu machen? Da Gott seinen Zorn erzeigen und seine Macht kundtun wollte, hat er mit großer Geduld ertragen die Gefäße des Zorns, die zum Verderben bestimmt waren, damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit kundtue an den Gefäßen der Barmherzigkeit, die er zuvor bereitet hatte zur Herrlichkeit. Dazu hat er uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden. „Predigt Talkirche, Sonntag, 16. Februar 2014“ weiterlesen

Predigt Wenschtkirche, Sonntag, 9. Februar 2014

Gottesdienst für den letzten Sonntag nach Epiphanias
 mit Taufe von Kristina, Nicole und Marcus Klejn

Text: 2. Petr 1,16-21

Wir schreiben das Jahr 120 nach Christi Geburt. Rund 90 Jahre sind vergangen, seit die Apostel sich von Jerusalem aus auf den Weg machten, um die Botschaft von Jesus Christus in alle Welt zu verbreiten. Sie hatten Erfolg damit. Rund ums Mittelmeer gibt es inzwischen christliche Gemeinden. Sie sind klein, sie werden misstrauisch beobachtet, manchmal auch unterdrückt und verfolgt. Aber trotzdem ziehen sie Menschen an und wachsen. Sie organisieren sich immer besser, sie knüpfen Verbindungen untereinander, und sie treten auch immer selbstbewusster an die Öffentlichkeit.

Trotzdem sitzt irgendwo in einer dieser Gemeinden ein nachdenklicher Mensch und macht sich Sorgen. Deutlicher als andere sieht er die Gefahren, die die junge Kirche bedrohen. Sie sagt von sich, dass sie erbaut ist „auf dem Fundament der Apostel und Propheten“ (Eph 2,20). Aber dieses Fundament droht brüchig zu werden. „Predigt Wenschtkirche, Sonntag, 9. Februar 2014“ weiterlesen

Predigt Wenschtkirche, Sonntag, 19. Januar 2014

Gottesdienst für den zweiten Sonntag nach Epiphanias

Text: Hebr 12,12-17

Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und macht sichere Schritte mit euren Füßen, damit nicht jemand strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde. Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn se­hen wird, und seht darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade ver­säume; dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden an­richte und viele durch sie unrein werden; dass nicht jemand sei ein Abtrünniger oder Gottloser wie Esau, der um der einen Speise willen seine Erstgeburt verkaufte. Ihr wisst ja, dass er hernach, als er den Segen ererben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obwohl er sie mit Tränen suchte. „Predigt Wenschtkirche, Sonntag, 19. Januar 2014“ weiterlesen

Predigt Talkirche, Sonntag, 12. Januar 2014

Gottesdienst für den ersten Sonntag nach Epiphanias

Text: Jes 42,1-4

„Was fällt, das soll man nicht auch noch stoßen.“ So lautet ein Sprichwort. Und wie es häufig mit solchen Sprichwörtern ist, reagiert es auf etwas, das leider sehr oft geschieht. Wir Menschen haben an­scheinend einen unbezähmbaren Drang danach, etwas den Rest zu geben, das ohnehin im Abgang begriffen ist. Schon bei Kindern lässt sich das beobachten: Ist bei einem Spielzeug irgendetwas kaputt, wird es mit Wonne ganz auseinandergenommen, auch wenn es durchaus noch brauchbar wäre. Oder ist bei einem leerstehenden Haus erst einmal eine Fensterscheibe eingeworfen, dann sind die übrigen unter Garantie auch bald hin. Aber auch wir gesitteten Er­wachsenen verhalten uns nicht viel anders. Wir mögen uns zwar dar­über beklagen, dass bei allem technischen Gerät ständig neue Mo­delle auf den Markt geworfen werden, aber im Zweifel kaufen wir uns dann doch die High-Tech-Kaffeemaschine oder den neusten Flachbildfernseher und verschrotten ihre Vorgänger, obwohl die vielleicht noch tadellos funktionieren. „Predigt Talkirche, Sonntag, 12. Januar 2014“ weiterlesen

Predigt Tal- und Wenschtkirche, Sonntag, 29. Dezember 2013

Gottesdienst am Sonntag nach Weihnachten

Text: Jes 49,14-20

Zion aber sprach: Der Herr hat mich verlassen, der Herr hat mei­ner vergessen. Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie seiner vergäße, so will ich doch deiner nicht vergessen. Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet; deine Mauern sind immerdar vor mir. Deine Erbauer eilen herbei, aber die dich zerbrochen und zerstört haben, werden sich davonmachen. Hebe deine Augen auf und sieh umher: Diese alle sind versammelt und kommen zu dir. So wahr ich lebe, spricht der Herr: du sollst mit diesen allen wie mit einem Schmuck angetan werden und wirst sie als Gürtel um dich legen, wie eine Braut es tut. Denn dein wüstes, zerstörtes und verheertes Land wird dir alsdann zu eng werden, um darin zu wohnen, und deine Verderber werden vor dir weichen, so dass deine Söhne, du Kinder­lose, noch sagen werden vor deinen Ohren: Der Raum ist mir zu eng; mach mir Platz, dass ich wohnen kann. „Predigt Tal- und Wenschtkirche, Sonntag, 29. Dezember 2013“ weiterlesen