Rückblick: ökum. Pfingstgottesdienst

GOTT VERBINDET

40 Jahre Ökumene im Wenscht

40 Jahre ökumenische Gottesdienste
im Wenscht

– das feierten
jetzt zahlreiche evangelische und katholische Christen in der St.
Marien-Kirche. Als besondere Gäste konnten Pfarrer Karl-Hans Köhle
und das ökumenische Vorbereitungsteam um Gemeindereferentin Ulrike
Weber und Pfarrer Frank Boes ehemalige Seelsorger aus dem Wenscht
begrüßen. Von evangelischer Seite waren Pfarrer Hans-Peter Adler,
die heutige Superintendentin Annette Kurschus, Pfarrer Herbert Siemon
und Pfarrer Burkhard Schäfer gekommen, auf katholischer Seite hatten
Pfarrer Herbert Korfmacher, Pater Bernd Hartwig und Vikar Michael
Melcher ihre Teilnahme zugesagt.

„Gott verbindet“
war das Thema des Gottesdienstes. Dass Gott die Konfessionen verbinden
kann, das machte Pastor Korfmacher in einem sehr persönlich gehaltenen
Rückblick auf die Anfänge der Ökumene im Wenscht deutlich. Vor dem
Altar gaben Symbole einen Einblick in lange ökumenische Verbundenheit
der Kirchengemeinden bei verschiedensten Veranstaltungen wie dem
ökumenischem Martinszug und Kinderfest, dem Weltgebetstag der Frauen,
der ökumenischer Bibelwoche, den ökumenischen Gottesdiensten beim
Siedlerfest und zum Buß- und Bettag, den Treffen von Pfarrgemeinderat
und Presbyterium…


Gemeindereferentin
Weber, Pfarrer Köhle, Pfarrer Boes und Mitglieder des Vorbereitungsteams
beim Fürbittengebet

„Bemüht euch,
die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält.“
Auf diesen Aufruf des Apostel Paulus im Brief an die Epheser ging
Pfarrer Boes in seiner Predigt ein. Ein ökumenisches Glaubensbekenntnis,
 fürbittendes Gebet und das Vater unser schlossen sich vor
dem Segen an. In einer anschließenden Agapefeier in der Kirche kam
es zum freudigen Austausch unter den Teilnehmern und zur persönlichen
Begegnung mit den ehemaligen Seelsorgern.

Für die St. Marien-Gemeinde
stellte dieses Ereignis einen weiteren Höhepunkt im Jubiläumsjahr
der Kirchweihe dar. Im Oktober wird die Marien-Kirche, übrigens
ein Jahr nach der evangelischen Wenscht-Kirche,  50 Jahre alt.


Bei
der anschließenden Agape

Wir haben uns
darüber sehr gefreut und sind dankbar. Auch über viele positive
Rückmeldungen haben wir uns gefreut. Danke wollen wir aber auch
allen sagen, die durch Salat, Brot, Kuchen, Quiche o. ä. mit dafür
gesorgt haben, dass niemand hungrig wieder gehen musste. Danke auch
denen, die ganz selbstverständlich mit angepackt haben, beim Kaffee
kochen, beim Würstchen erhitzen, Getränke ausgeben oder beim Geschirr
spülen, Aufräumen und, und, und….
Es mutete schon biblisch an,
dass am Ende noch viel übrig blieb, obwohl so viele gegessen hatten.
Allen noch einmal: Herzlichen Dank!

Das Vorbereitungsteam

Rückblick: Frauenradtour

Die erste Frauenradtour der
Kirchengemeinde Klafeld

Bei recht freundlichem
Frühlingswetter ging es los: Elf Frauen zwischen 40 und 74 trafen
sich am Geisweider Bahnhof mit Ihren Fahrrädern und leichtem Gepäck.
Das Bähnlein Richtung Erntebrück sah von außen winzig aus, aber
wir passten dann doch alle rein. In Aue-Wingeshausen stiegen wir
dann aus und jetzt hieß es selber radeln – immer an der Eder entlang,
meistens leicht bergab – und wenn es doch mal etwas steiler bergauf
ging, dann wurde eben geschoben. Unsere erste größere Pause machten
wir in Arfeld, wo uns zwei sehr nette ältere Herren im privat betriebenen
Museum ganz praktisch in die Kunst des Schmiedens einführten. Einer
der beiden geleitete uns dann persönlich zu einem sonnigen Tisch
mit Bänken direkt an der Eder, wo dann alle ihre mitgebrachten Schätze
fürs Picknick aus den Packtaschen holten. Was hatten wir es lecker
und lustig! Als wir wieder einpackten, stellten wir fest, dass wir
noch genug für den nächsten Tag übrig hatten. Frisch gestärkt radelten
wir weiter durch wunderbare Landschaft bis Hatzfeld. Dort schloss
uns eine freundliche Dame aus dem Rathaus das so genannte Ammenhaus
auf, ein kleines aber feines Heimatmuseum, das außerdem noch etwas
über die erste Hebamme des Ortes erzählte. Sie empfahl uns noch
ein Café, wo wir es uns dann gut gehen ließen. Auf zur letzten Etappe
des Tages, die leider an der Straße entlang führte. Zum Glück war
wenig Verkehr. Abends im Hotel „Waidmanns Heil“ trafen wir uns zum
Essen. Die meisten von uns verschwanden recht früh in den Federn,
wussten wir doch, dass der nächste Tag uns die längste Etappe bringen
würde.

Am nächsten Morgen
machten wir uns frohgemut bei bewölktem Himmel und angenehmen Temperaturen
auf. Wir. radelten voll Elan bis kurz vor Frankenberg, wo es plötzlich
einen lauten Knall tat: Ein Schlauch an einem Hinterrad war geplatzt,
aber keine 500m weiter befand sich ein Fahrradgeschäft, wo sofort
wieder ein neuer Schlauch und Mantel aufgezogen wurden. Und so konnten
wir mit funktionstüchtigen Rädern den Berg zur Altstadt raufschwitzen.
Es hat sich gelohnt.

Mittags machten
wir wieder unser Picknick, diesmal an einem Holztisch neben einem
Spielplatz. Und stellten fest, dass unsere mitgebrachten Sachen
auch noch für den letzten Tag reichen… Dialog am Handy nach Hause:
„Na, wie geht’s euch, seid ihr arg nass geworden?“ – „Nein, das
Wetter ist genial. es sieht zwar immer so aus, als ob’s gleich losregnet,
aber bis jetzt ist es trocken.“ – „Also, hier in Siegen regnet’s.
Wartet nur, das bekommt ihr auch noch ab.“ Haben wir aber nicht.
Erst auf dem letzten Kilometer fing es an zu tröpfeln. Da hatten
wir den schönsten Teil der Strecke hinter uns: Dicht am Südufer
des Edersees entlang radelnd wähnten wir uns angesichts einer bebauten
Halbinsel mal an einem norditalienischen See, mal dank des Pinienwaldes
in Südfrankreich. Müde, aber froh und stolz auf die zurückgelegten
70 Tageskilometer kamen wir dann unterhalb der Staumauer beim „Gockel“
an. Dort erwarteten uns Schnitzel in allen Variationen. Helga Vogel
brachte uns „Baptistenskat“ bei, so dass wir doch nicht so früh
in die Betten fielen…

Der letzte Tag
brachte uns Sonnenschein am frisch gewaschenen Himmel. Trotz des
einen oder anderen schmerzenden Hinterteils genossen wir den gut
beschilderten Radweg abseits der Straßen durch blühende Rapsfelder.
Kurz nach unserem letzten Picknick erreichten wir die malerische
Altstadt von Frizlar mit ihrem beeindruckenden Dom. Leider lag sie
wieder auf einem Berg… Jetzt waren es nur noch wenige Kilometer
bis Wabern, wo wir uns vor der Rückfahrt mit der Bahn noch in einem
kultigen, von Senioren betriebenen Café an selbst gemachten Torten
labten. Alle waren wir uns einig: Toll war’s  und lustig –
das müssen wir nächstes Jahr wieder machen!

Stephanie Kafka-Klein

25 Jahre in Klafeld: Wolfgang Hofheinz

Prägende Erinnerungen

25 jähriges Dienstjubiläum von Wolfgang Hofheinz

Als Wolfgang Hofheinz am 1. April 1984 als Gemeindepädagoge in
unsere Kirchengemeinde kam, war die Gemeinde noch in 5 Pfarrbezirke
gegliedert – und überall lief „volles Programm“. Das Ideal war in
jedem Bezirk Kindergottesdienst, Kinder- und Jugendgruppen zu haben.
So waren die Erwartungen an ihn sehr hoch. Neue Gruppen und Kreise
baute er in den einzelnen Bezirken auf, war stets Ansprechpartner
für die Mitarbeiter. Doch alles konnte auch er nicht schaffen: 5
Bezirke, ein hauptamtlicher Mitarbeiter, viele parallele Gruppenstunden.
Schnell keimt in ihm der Gedanke an einer bezirksübergreifenden
Arbeit und Mitarbeiterschulung.

 Zu seinen Stärken gehört, dass er einen guten und fördernden
Umgang mit allen Mitarbeitern pflegte und nach wie vor pflegt. Ungezählte
sind so z. B. durch die guten Erfahrungen in der KiBiWo zu langfristigen
Mitarbeitern geworden. Es gab und gibt sicherlich keine Mitarbeiterin
oder keinen Mitarbeiter in der Gemeinde, der noch nicht an einem
der wirklich schönen, informativen und geselligen Wochenend-Schulungen
in Dornholzhausen bei Gießen teilgenommen hat. Bis tief in die Nacht
wurden Rollenspiele geübt, Diskussionen geführt, gebastelt und viel
miteinander gelacht.


Bereits in den ersten Jahren seiner Tätigkeit baute er die Teestubenarbeit
im Lutherhaus auf. Wolfgang Hofheinz schaffte es mit der Teestube
im Lutherhaus, die unterschiedlichsten Charaktere an einen Tisch
zu bekommen. „Hard Rocker“ saßen neben „Techno-Freaks“, kamen ins
Gespräch und duellierten sich nach Lust und Laune am Kicker. Auch
aus dieser Arbeit sind sehr viele neue Mitarbeiter hervorgegangen,
die den Spaß am Umgang mit Kindern und Jugendlichen von Wolfgang
aufgenommen und ihn z. B. in die Sommerfreizeiten oder in die Jungscharen
weitergetragen haben.

So erinnert sich Pfr. Schäfer:
Schon bald kam bei Wolfgang
und mir die Überlegung auf, wie man Verbindungen zwischen der Teestubenarbeit
(bzw. der Jugendarbeit im Allgemeinen) und dem Konfirmations-Unterricht
schaffen könnte. Im Lutherhaus fand beides unter einem Dach statt
– und so bot sich eine Zusammenarbeit an. Seitdem haben wir alle
Konfi-Gruppen im Talbezirk gemeinsam begleitet. Teilweise kamen
noch ehrenamtliche Mitarbeiter aus der Jugendarbeit dazu (z. B.
Peter Geisweid). Es wurde für mich zu einer außerordentlich guten
und fruchtbaren Zusammenarbeit. Wolfgang brachte seine reichen Erfahrungen
aus der religionspädagogischen Arbeit und aus der Erfahrungspädagogik
ein. So habe ich viel von ihm lernen können.

Das veränderte den Kirchlichen Unterricht (KU) nachhaltig: aus
einem sehr kognitiven Unterricht wurde ein KU, der die Kinder bzw.
Jugendlichen bei Ihren Erfahrungen abholte und sie in die Lebendigkeit
biblischer Texte mit einbezog. Es wurden Gleichnisse nachgespielt
und erlebbar gemacht, Psalmen kreativer gestaltet und die Auszugsgeschichte
des Volkes Israel erfahrbar gemacht.

Eine wichtige Gruppenerfahrung bedeutete in jedem Jahr die Konfi-Freizeit
in Dornholzhausen – immer gemeinsam mit Pfrn. Schwichow und den
Konfis des III. Bezirks. Auch war Wolfgang daran gelegen, dass die
Arbeit mit Menschen in angemessenen Räumen stattfand. Bei dem ständigen
Geldmangel in der Kirchengemeinde wurde er dann selbst kreativ und
gestaltete zusammen mit den Mitarbeitern Gruppenräume, die Teestube
und den Konfi-Raum.

Das alles motivierte die Konfis vor oder nach dem KU die Teestube
zu besuchen oder zum „Konfitreff“ zu kommen. Für viele Konfirmanden
wurde so Wolfgang Hofheinz zum wichtigsten Repräsentanten der Kirchengemeinde
– und nicht selten auch zum Seelsorger.

Brücken hat Wolfgang in den vergangenen 25 Jahren viele gebaut:
zwischen den Mitarbeitern der verschiedenen (Bezirks)Gruppen, zwischen
„seinen“ Mitarbeitern und ihm und natürlich zu seinem Publikum –
der Gemeinde. Durch seine sehr offene Art, durch seine tollen Spielkreationen
und -ideen und durch seine Musik findet er schnell den richtigen
Draht zu den Menschen. Und nicht selten haben kleine und große Menschen
aus dem Publikum die Seite gewechselt, sind zu (seinen) langjährigen
Mitarbeitern geworden.

Seine Liebe zu großen und kleinen Spielen brachte ihn auch auf
die Idee, einen Spielnachmittag für die ganze Familie anzubieten
– das Spielekarussell. Im November eines jeden Jahres bietet es
eine fantastische Auswahl an Spielen, die jeder nach belieben ausprobieren
kann. Mittendrin und mit fachkundigem Rat steht natürlich Wolfgang
Hofheinz zur Verfügung.

Es gibt noch viele Aktivitäten, die Wolfgang Hofheinz in unserer
Gemeinde gestartet hat. Was ich hier zusammen mit Burkhard Schäfer
aufgeschrieben habe, sind unsere Erinnerungen an die Zusammenarbeit
mit ihm. Manche Dinge von denen wir hier erzählt haben, liegen schon
eine Weile zurück – so wie unsere aktive Zeit als Mitarbeiter mit
ihm auch schon etwas zurückliegt. Das was Wolfgang aktuell ausarbeitet
und anbietet, lesen Sie ja in jeder Ausgabe von „Gemeinde jetzt“:
Im April können wir uns wieder auf eine spannende KiBiWo freuen.

Marc Höchst
Burkhard Schäfer

 

 

Weltgebetstag 2009: Rückblick

Viele sind wir, doch eins
in Christus

Als bei uns in
Deutschland am 6. März mit den Weltgebetstagsgottesdiensten begonnen
wurde, war in Papua-Neuguinea schon alles vorbei. Die große Insel
und die rund 600 kleineren, die den Staat ausmachen, liegen für
uns „am anderen Ende der Welt“, nördlich von Australien,  neun
Stunden uns voraus. „Kommt mit uns in das Land der Überraschungen“,
luden die Verfasserinnen ein: Dicht am Äquator gelegen, hat das
Land keine Jahreszeiten, ist meist tropisch heiß und dennoch liegt
Schnee auf den hohen Gebirgen, besonders auf dem Mount Wilhelm (4509
m).

Der Name stammt
aus der Zeit, als Nordneuguinea bis 1914 deutsche Kolonie war und
dort Kaffeeplantagen angelegt und Kokospalmen gepflanzt wurden.
Überraschend ist auch, dass man erst vor rund 30 Jahren beim Überfliegen
des zerklüfteten Hochlandes menschliche Besiedelung im Regenwald
entdeckt hat. Als inzwischen Parlamentarische Monarchie – Königin
ist Elizabeth II. von England – macht Papua-Neuguinea eine rasante
Entwicklung ins 21.Jh. durch. Vom Grabstock zum Handy, von der Subsistenzwirtschaft
im Urwalddorf in den knappen Arbeitsmarkt der modernen Hauptstadt
Port Moresby, vom Geister- und Zauberglauben in eine globale Welt
mit ihrer Fülle verschiedener „Glaubenswahrheiten“.

Die christlichen
Kirchen (60 – 96% der ca. 6,3 Mio. EinwohnerInnen verstehen sich
als ChristInnen) stehen vor großen Herausforderungen. In der Vielfalt
menschlicher Möglichkeiten suchen sie einen Weg zum einigenden Glauben
an Christus, wollen ermutigen, alle Begabungen und Fähigkeiten einzusetzen
zum Wohl der Menschen und zum Aufbau der Gemeinden.

Die meisten Einwohner
leben in ländlichen Regionen und überwiegend von dem, was Frauen
in ihren Gärten anbauen, wie Süßkartoffeln und Gemüse. Überschüsse
und speziell Angebautes, wie Kaffeebohnen werden verkauft. um Geld
für den täglichen Bedarf, für Schulgebühren, medizinische Versorgung
oder Transport zu erwirtschaften. Hungern muss in Papua-Neuguinea,
diesem fruchtbaren Land mit tropischem Klima, niemand. Aber reich
sind auch nur Wenige. Derzeit lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung
unterhalb der Armutsgrenze. Nur etwa die Hälfte der Frauen und zwei
Drittel der Männer können lesen und schreiben. Aber mehrsprachig
sind in Papua-Neuguinea alle, denn in diesem Land werden außer der
Amtssprache Englisch und „Tok Pisin“, dem Pidgin Englisch über 800
verschiedene Sprachen von ebenso vielen Ethnien gesprochen – ein
Viertel aller in der Welt gesprochenen Sprachen! Wie wichtig angesichts
dieser Vielfalt die eigenen „Wantoks“ (one talk = engl. Begriff
für „eine Sprache“) sind, also die Angehörigen der gleichen Sprachgruppe,
ist nachvollziehbar. Wer die gleiche Sprache spricht, hilft einander
selbstverständlich – ein wichtiges soziales Netz in einem Land ohne
Krankenversicherung und ohne staatliche Sozialleistungen.

Viele sind wir,
doch eins in Christus. Fast beschwörend können die Weltgebetstagsfrauen
das Motto ihres Gottesdienstes sagen und beten. Ihr Land braucht
in seiner Vielfalt den einigenden Glauben an Christus. Darum wählten
sie aus dem Römerbrief den Text von dem einen Leib der Gemeinde,
in dem alle untrennbar zueinander gehören, weil Gott es so will.
Und doch bleibt der Friede untereinander ein immer gefährdetes,
zerbrechliches Gut. Mit Mut, Phantasie und Zähigkeit versuchen Frauen
in Papua-Neuguinea, für Frieden zu arbeiten. In ihren Familien,
zwischen Clans und Stämmen und bis in die Politik hinein. Mit Erfolg
retten sie Leben. Wie damals in Ägypten drei Frauen miteinander
den kleinen Mose aus dem Nil erretten. Mit dieser Geschichte feierten
sie mit uns und aller Welt Gottesdienst.

Viele sind wir,
doch eins in Christus: auf vielfältige Weise:  in unserer Gott
geschenkten Vielfalt und Einzigartigkeit, aber auch in Spannungen
und Spaltungen unter uns, die es im Glauben zu überwinden gilt.
Gott hat uns alle – Frauen und Männer – mit Gaben und Fähigkeiten
ausgestattet, die wir zum Wohle der Gemeinschaft einsetzen sollen
und zwar über Grenzen und Begrenzungen hinweg, damit wir „das Böse
durch das Gute überwinden“. Wir sind aufgerufen, wie ein großer
weltumspannender „Wantok“ alle unsere Güter gerecht miteinander
zu teilen.

Es ist jedes Jahr
wieder ein ganz besonderes Gefühl am Weltgebetstagsgottesdienst
teilzunehmen und zu  wissen, dass am gleichen Tag weltweit
in über 170 Ländern der Erde mit einer gemeinsamen Liturgie dieser
Gottesdienst gefeiert wird.

Auch unser Vorbereitungsteam
in Klafeld hat in diesem Jahr wieder viel über ein uns bisher eher
unbekanntes Land erfahren und wir hatten viel Freude bei den Vorbereitungen
im Team mit Pfrn. Schwichow. Unser Gottesdienst ist sicherlich auch
deshalb so gut gelungen, weil sich jede Frau mit ihren ganz persönlichen
Gaben und Fähigkeiten bereitwillig eingebracht hat, sei es beim
Singen, beim Schmücken der Kirche, bei den vielen Dingen, die durchdacht,
besprochen und besorgt werden müssen oder beim Zubereiten der Speisen
aus Papua-Neuguinea, die es im Anschluss an den Gottesdienst bei
einer Tasse Tee oder einer Tasse Kaffee aus Papua-Neuguinea in gemütlicher
Runde zu probieren gab.

Im Vorfeld des
Weltgebetstages informierte uns Pfrn. Schwichow auch über Geschichte,
Wirtschaft, Politik, Religion und die spezielle Situation von Frauen
aus Papua-Neuguinea, damit wir die Hintergründe des Gottesdienstes
verstehen und "informiert" beten können.

Dass zum Beten
auch das Handeln gehört, zeigen sowohl die große Spende, die in
jedem Jahr zur Unterstützung von Frauenprojekten in aller Welt gesammelt
wird, als auch die Aktionen, die im Nachhinein auf den Weg gebracht
werden.

Ein Beispiel von
vielen:
Nach dem Weltgebetstag aus Thailand entwickelte sich
1980 aus einer Unterschriftenaktion gegen Sextourismus eine Ökumenische
Asiengruppe in Frankfurt am Main, aus der eine Beratungsstelle für
Migrantinnen hervorging, heute FIM.
Vielleicht haben Sie ja im
nächsten Jahr auch Zeit und Lust sich unserem Vorbereitungsteam
anzuschließen und dabei zu sein, wenn wir den Weltgebetstag 2010
aus Kamerun vorbereiten. Wir freuen uns auf Sie!

Ute Kwarteng-Acheampong

Gospelworkshop 2009: Rückblick

Gospelworkshop vom 13. – 15.
Februar 2009

Dieses Jahr konnten wir vom Chor Wegweiser
nicht sagen,

„The same procedure as every
year“,

es kam alles anders.

Bereits Mitte
Januar hatten wir so viele Anmeldungen, wie sonst noch nie in den
Vorjahren. Dann der Schreck, Hanjo Gäbler teilte uns mit, dass er
aus gesundheitlichen Gründen, den diesjährigen Workshop nicht leiten
könnte.

Er
machte uns aber einige Vertretungsvorschläge, woraus
sich dann ergab, dass wir als Workshopleiter David Thomas
verpflichten konnten. Seine Wurzeln hat David Thomas
in der Karibik, aufgewachsen ist er in England und wohnt
seit ca. 16 Jahren in Deutschland. Wir waren natürlich
froh, solch einen Ersatz für Hanjo zu bekommen.

Eine Woche vor
Workshopbeginn stand dann fest, wir hatten 130 Anmeldungen für dieses
Wochenende. Guter Rat war teuer, diese vielen Teilnehmer konnten
wir nicht im großen Saal der Wenschter Kirche unterbringen. Nach
einigem Überlegen kam uns die rettende Idee. Die ersten 5 Reihen
der Kirchenbänke wurden abgeschraubt und an ihre Stelle wurden Stühle
gestellt. Wir hatten dadurch genug Platz für die vielen Workshopteilnehmer.
Natürlich mussten wir uns mit den Essenportionen auch auf die Menge
der vielen Teilnehmer einstellen.
Der Freitagabend konnte kommen.
Die genaue Teilnehmerzahl lag dann bei 120 im Alter von 12 bis Mitte
50. Zu aller Freude waren auch bestimmt ca. 20 Männer unter den
Teilnehmern.
Bis David alle sortiert hatte, wie sie nach Stimmen
sitzen sollten, dauerte es einige Zeit und dann ging es los. 5 bis
6 neue Lieder wollte er an dem Wochenende mit uns einüben.
Freitag
probten wir bis 21.30 und Samstag von 10.00 bis 18.00. Die neuen
Lieder waren gut einzuüben, bis auf einige“ Hänger“ im Sopran. Nach
längerem Üben klappte es dann fast bei Allen.
He Lives, A brighter
day, Tickin’ Away, The meaning of life und Gloria waren die Stücke.
Tickin’ Away hatte einen karibischen Einschlag und bei the meaning
of life sangen Tini und Gabi die Strophen solo. Der Renner unter
den Liedern war Gloria , gleichzeitig aber auch das Schwerste. Dieses
Lied, praktisch das „Vater unser“ auf Englisch, beginnt ganz langsam
und dann geht die Post ab.
Das Mittagessen am Samstag wurde von
allen Teilnehmern auf das Höchste gelobt. Es gab selbst gemachte
Salate, Würstchen und wer wollte, konnte sich mit der heißen Lauchcremsuppe
von Sybille Mackenbach den Bauch wärmen. Nachmittags gab es dann
zum Kaffee noch selbst gebackenen Kuchen.
Sonntag trafen wir
uns bereits um 9.00 Uhr zur Aufstellung und Generalprobe in der
Wenschtkirche. Die Kirchenbänke waren natürlich am Samstagabend
wieder fest montiert worden. Damit auch alle Chorsänger gut aufgestellt
sehen konnten, hatten Klaus Mackenbach und seine Helfer, fleißig
Podeste aufgebaut.


 
 

Zum Gospelgottesdienst war die Kirche fast
voll besetzt. Wir sangen in zwei Blöcken unsere eingeübten Lieder,
welche bei den Besuchern so gut ankamen, dass diese im Takt mitklatschten
und bei dem Medley auch mit sangen.

Fazit: Ich glaube es hat allen Workshopteilnehmern
wieder sehr viel Spaß gemacht. Schade, dass solch ein Wochenende
immer so schnell vorbei geht. Freuen wir uns also auf 2010, dann
findet bereits der 10. Workshop statt.

Heidi Georg