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Am 12. September wollen wir zum dritten Mal „Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! |
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Dieses Staunen über Gottes wunderbare Schöpfung Albert Schweitzers Lebensgeschichte zeigt: Aus der Freude an Gottes Schöpfung erwächst In diesem Jahr bildet der „Baum“ als Schöpfungswunder Nach dem Gottesdienst laden wir ein zu einem Wir freuen uns auf Ihr Mitfeiern! Der Ausschuß zur Bewahrung der Schöpfung Thomas Hölzer, Pfarrer |
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Auf ein Wort
Auf ein Wort…. Juli/August
Liebe Gemeindeglieder,der neue Bundespräsident Horst Köhler sagte kürzlich in einem Es ist mein bestimmter Eindruck, daß sich viele Menschen nach Kaum ein Wort in unsere Sprache hat ja auch eine ähnlich bewegte Es ist ja nicht so, daß unsere Köpfe bzw. Herzen einfach leer Also: Jeder glaubt etwas. Aber vielleicht kann nicht jeder sagen, Zunächst gilt es zu sehen: Vertrauen und Glauben kann man nicht Der Glauben, das Vertrauen, das mich trägt, ist ganz und gar Ich kann das nicht wirklich erklären, aber immer wieder geschieht Solcher Glaube ist aber kein statischer Zustand, sondern er bleibt Vertrauen ist immer durch Mißtrauen gefährdet und zum Glauben Pfr. Burkhard Schäfer |
Herr, unser Gott, lieber Vater im Himmel,es
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Auf ein Wort…. Mai/Juni
Liebe Leserinnen und Leser,als Kind habe ich mich immer besonders gefreut, |
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Feuer fasziniert und erschreckt uns zugleich. |
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Aber wir wissen auch, wie schnell ein Feuer |
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Feuer fasziniert und erschreckt uns zugleich. |
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„Sie sind voll des süßen Weins“, das sagten Wo das Feuer fehlt, da fehlt oft auch die Wissen Sie eigentlich, dass dieses Feuer auch Gott erscheint auch uns im Feuer, wenn auch Feuer ist unser innerer Antrieb, unsere Kraftquelle. Ein frohes Pfingstfest wünscht Ihre Pastorin Almuth Schwichow |
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Auf ein Wort….(März./April.)
Auf ein Wort………….. März
/April 2004
Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort
mit Scheltwort,
sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, daß
ihr den Segen ererbt.
Wenn es im Unterricht um die Friedensliebe Gottes geht,
wie sie z. B. in den zehn Geboten zum Ausdruck kommt, dann beschäftigen wir
uns regelmäßig mit der satirischen Erzählung von Gerhard Zwerenz „Nicht alles
gefallen lassen“. Es fängt ganz harmlos mit einer ausgeliehenen und nicht rechtzeitig
zurückgegebenen Bratpfanne an. Es folgen dann Schritt für Schritt Beschimpfungen,
Verleumdungen und körperliche Auseinandersetzungen, die immer weiter eskalieren,
bis schließlich die Waffen sprechen und am Ende die ganze Stadt der beiden zunächst
befreundeten und dann verfeindeten Familien im atomaren Chaos untergehen.
Natürlich spüren die Kinder die Überzeichnung des Verlaufs,
aber zugleich erkennen sie auch die unaufhaltsame Spirale von erlittener und
sich entäußernder Gewalt.
Der Volksmund sagt: „Ein Wort gab das andere!“,
und wir wissen, was gemeint ist:
Ein falsches oder unbedacht daher gesagtes
Wort löst eine Verletzung aus. Der erlittene Schmerz wehrt sich und „schlägt“
zurück. Diese neue Verwundung setzt den Konflikt in Gang, bei dem schon bald
niemand mehr weiß, wo der Ursprung der Auseinandersetzungen zu suchen ist, denn
jeder macht ihn an einer anderen, zumeist für ihn schmerzlichen Stelle fest.
Irgendwann scheint sich dann gar nichts mehr bewegen zu
wollen, weil die gegenseitigen Vorhaltungen längst dem Willen zum Hinhören oder
gar zur Verständigung gewichen sind.
Schweigen und ein aus dem Wege gehen,
lösen die nicht enden wollenden Gespräche ab.
Es kann dann sein, dass ein
solcher Konflikt mit der Zeit sich scheinbar in ein Nichts aufgelöst hat. Es
sieht so aus, als sei alles in Ordnung, bis die Verletzungen an völlig unerwarteter
Stelle mit aller Vehemenz neu aufbrechen und zu(rück)schlagen. Dann sind vermutlich
Enttäuschung, Resignation und vielleicht sogar Verhärtung die Folge. Nichts
will sich mehr bereden, nichts will sich mehr klären, nichts will sich mehr
bereinigen oder gar lösen lassen.
So muss es unter euch Christen nicht zugehen, mahnt der
1. Petrusbrief:
„Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit
Scheltwort“. Lasst nicht die menschlich verletzte Seele auf vermeintlich
böse Untat reagieren, sondern die mit Gott versöhnte. Setzt Heil gegen Unheil.
Lasst nicht ein Scheltwort auf das erlittene Scheltwort folgen, sondern antwortet
mit dem Segen, den ihr empfangt.
Das mag mit Verlaub gesagt ein gewaltiger Kraftakt sein,
aber ein lohnender. Zunächst liegt mir nahe zurückzuschlagen, vehement, um alle
gegen mich gerichtete Aggression im Keim zu ersticken. Oder ich neige dazu zu
horten,, um alle jemals erlittenen Verletzungen in einem erdrückenden Beweis
auf den Tisch zu legen und so die Feinde ein für alle mal zum Schweigen zu bringen.
Das alles ist menschlich, das alles ist verständlich, aber unter euch muss es
so nicht sein, vielmehr:
„Vergeltet nicht Böses mit Bösem“, schon allein
weil ihr gar nicht wisst, ob euer Gegenüber überhaupt eine böse Absicht wagte,
vielleicht nur unüberlegt oder unwissend gehandelt hat und dabei noch in bester
Absicht;
„oder Scheltwort mit Scheltwort“, sondern durchbrecht
die Spirale der Gewalt, weil euch die Liebe Gottes zu allen Menschen viel mehr
am Herzen liegt, als immer nur auf das eigene Recht zu pochen;
„sondern segnet vielmehr“, d.h. lasst den Segen
Gottes auch durch euer Empfinden, Denken und Handeln in diese Welt gelangen,
lasst ihn nicht einfach am Ende des Gottesdienstes in der Kirchenbank zurück,
als ob er mit euch und eurem Leben nichts zu tun habe, sondern nehmt ihn mit
hinaus in diese Welt, die diesen Segen doch so bitter nötig hat, wie auch ihr
selbst für euer Leben und Zusammenleben;
„weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt“,
das ist mehr als nur Segen empfangen und ihn womöglich für die eigenen Bedürfnisse
verbrauchen. Das heißt: dem Segen zu seinem Recht verhelfen ihn ausbreiten in
und um uns herum, ihn hindurchfließen lassen in diese unsere Welt.
Das heißt: sich ganz sicher „nicht alles gefallen lassen“,
aber doch diesen Segen Gottes und ihn nicht allein für mich beanspruchen, sondern
vielmehr Gefallen daran finden, ihn wahr werden zu lassen an uns und durch uns
und in dieser Welt. Darum:
Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort,
sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen ererbt.
Pfr. Herbert Siemon
Auf ein Wort….(Jan./Feb.)
Liebe Leserinnen und Leser,
„schon wieder geht ein Jahr zu Ende. Irgendwie hat man den Eindruck, es geht
schneller und immer schneller“. So war der übereinstimmende Eindruck im Mütterkreis
am Hohen Rain bei einem Bibelgespräch, zum 90. Psalm, in dem es ja im Blick
auf unser Leben heißt:
„Es fähret schnell dahin, als flögen wir davon. (Ps 90,10)
Diese und ähnliche Gedanken bewegen viele Menschen in den letzten Tagen eines
alten Jahres. Was bewegt uns in dieser Zeit „zwischen den Jahren“? Welche Wünsche?
Welche Ängste und Befürchtungen? Was können wir festhalten vom alten und was
im neuen gewinnen?
Vielleicht kann uns eine kleine Besinnung, die sich gut auch als Hausandacht
gestalten läßt, helfen, diesen Fragen in Ruhe nachzusinnen und Antworten zu
suchen. Sie brauchen dazu nicht viel: Nur eine gute Stunde Zeit, dazu zwölf
Teelichter und den Mut, das Telefon abzuschalten. Wenn Sie möchten, laden Sie
Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte ein.
Und dann zünden Sie bitte eine erste Kerze an und überlegen: „Was kommt mir
dabei in den Sinn aus dem zu Ende gehenden Jahr? Wofür möchte ich danken? Was
bereitet mir Sorgen? Was möchte ich dem anvertrauen, der gesagt hat: „Ich bin
das Licht der Welt“?
Sie können diese Gedanken leise oder laut aussprechen, auf einen Zettel geschrieben
neben die Kerze legen oder für sich selbst still bedenken.
In Setzen und am Hohen Rain haben wir dies vor ein paar Jahren im Silvestergottesdienst
getan und so nach und nach alle zwölf Kerzen entzündet. Einige Beispiele, die
Sie übernehmen, verändern und ergänzen können:
„Dieses Licht leuchtet für alle Kinder, die uns im vergangenen Jahr geboren
wurden und die wir getauft haben und die wir lieb haben. Es leuchtet auch für
alle Kinder in der Nähe und in der Ferne, die unter Gewalt, Ungerechtigkeit
und Not leiden. Wir befehlen sie alle dem an, der gesagt hat: „ Lasst die Kinder
zu mir kommen.“
Diese Kerze leuchtet für alle jungen Leute, die wir im vergangenen Jahr bei
der Konfirmation eingesegnet haben. Sie leuchtet auch für alle, die mit Unsicherheit
nach von schauen. Die Ziel und Perspektive suchen. Die sich um eine gute Grundlage
ihre Zukunft in Schule und Beruf mühen und oft auch sorgen. Und sie leuchtet
auch und nicht zuletzt für die, die keine Zukunft sehen und deren Hoffnung vernagelt
erscheint. Die auf Rausch oder Gewalt setzen oder sonstwie aufgehört haben sinnvoll
zu leben. Wir vertrauen sie dem an, der gesagt hat: “Dein Wort ist meinen Fußes
Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.”
Dieses Licht leuchtet für die unter uns, die im vergehenden Jahr krank gewesen
und durch Zeiten des Leids hindurchgegangen sind. Es leuchtet auch für alle,
die im kommenden Jahr ein Tal der Krankheit durchschreiten müssen. Für Gottes
Beistand, seine Hilfe, seinen Trost – und auch unseren.
Diese Kerze leuchtet für alle, von denen wir Abschied nehmen mußten. Und
sie leuchtet für uns, wo wir vom Tod betroffen wurden. Sie leuchtet für die
Hoffnung und Zuversicht, daß Gottes ewiges Licht für alle unsere Toten scheint,
und daß wir mit Gottes Hilfe zurückfinden in unser Leben.
Dieses Licht leuchtet für unsere Gemeinde und unsere Kirche. Und zugleich
für alle, mit denen wir im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe verbunden
sind. Für unsere Partnergemeinde in Bagamoyo. Für unsere Schwestern und Brüder,
denen wir in Ökumene und Allianz verbunden sind. Für ihre Kirchen und Vereinshäuser.
Gott gebe uns und ihnen allen im neuen Jahr Kraft und Mut, für ihn, füreinander
und für andere dazusein.
Wir entzünden ein Licht für alle, die, die Arbeit suchen und nicht finden.
Es soll zugleich leuchten für die, die in Stadt und Land und in der weiten Welt
berufen und gewählt sind, für Gerechtigkeit und Frieden und ein menschenwürdiges
Leben für alle zu arbeiten und zu regieren. Und mit ihnen für uns alle, daß
wir unserem Auftrag gerecht werden und helfen, wo immer wir können.
Ein Licht für alle, die in der Nähe und in der Ferne Opfer von Haß und Gewalt
geworden sind. Die unter Ungerechtigkeit, Hunger und Unterdrückung leiden. Die
nach Solidarität und Frieden schreien.
Ein Licht Gottes Volk Israel. Für Frieden und Gerechtigkeit für sein Land,
für alle seine Bewohner und Nachbarn. Ein Licht auch für den Schutz für alle
Jüdinnen und Juden auch hierzulande, wo Antisemitismus leider Gottes nicht nur
an manchen Stammtischen sondern auch in manchen scheinbar guten Stuben salonfähig
ist.
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Drei Kerzen habe ich freigelassen, damit jeder und jede das einsetzen kann,
was ihm und ihr besonders am Herzen liegt. Das zwölfte Licht aber leuchtet wieder.
Es will dich in das neue Jahr begleiten. Es will dir sagen, daß Jesus Christus,
für den es das Zeichen ist, keinen Augenblick von deiner Seite gehen wird. Er
wird dich behüten in aller Gefahr, bewahren in jedem Dunkel und schützen vor
aller Anfeindung und Bosheit der Menschen. Dieses Licht wird dir leuchten. Sein
Schein dich trösten. Sein Glanz dich erhellen. Seine Wärme dich segnen. Dieses
Licht sagt dir: Ich bin bei dir alle Tage bis an das Ende der Welt.
Ihr Thomas Hölzer, Pfarrer



