Bären, Maulwürfe und Igel ziehen um

 

Bären, Maulwürfe und Igel
ziehen um

Umzug der Kindertagesstätte
Jasminweg vom Wenscht auf den Hohen Rain

Die Kindertagesstätte
Jasminweg im Wenscht wird in diesem Sommer renoviert und bekommt
einen Erweiterungstrakt. Um die Lärmbelastung währen der Bauphase
für die Kinder und Mitarbeiter gering zu halten, ist der Kindergarten
am 29. Mai in die leerstehenden, aber nach wie vor kindgerecht ausgestatteten
Räume des ehemaligen Kindergartens Hoher Rain gezogen.

Dem Umzugstermin
ging eine nur 8-wöchige intensive Vorbereitungszeit voraus, in der
die Mitarbeiterinnen, die Eltern und die Kirchengemeinde auf verschiedene
Weise zum Gelingen des Umzugstermins beigetragen haben. Zum 1. April
stand fest, daß der ehemalige Kindergarten am Hohen Rain ein geeignetes
Ausweichquartier für 2-3 Monate darstellt. Als Alternative zu dem
Umzug stand nur die komplette Schließung der Tagesstätte mit kleinen
Notgruppen in den anderen 5 Kindergärten zur Verfügung, oder ein
zum Tagesstättenbetrieb parallel laufender Baubetrieb. Letzterer
hätte einen erheblichen Aufwand an Sicherungsmaßnahmen durch die
ausführenden Firmen bedeutet – der letztendlich die Baukosten in
die Höhe getrieben hätte. Eine Komplettschließung wollte auch niemand
– sie wäre zu Lasten aller Kinder, Eltern und Mitarbeiterinnen gegangen,
da die anderen Einrichtungen der Kirchengemeinde auch nicht mal
eben 12-15 Kinder zusätzlich in ihren Räumen aufnehmen können.

Um den Umzug möglichst
kostengünstig durchführen zu können, hat sich der Elternrat bereiterklärt,
den Umzug und deren Vorbereitung zu organisieren und zu koordinieren.
Dazu hat sich ein kleines Team aus Frau Löwenthal, Frau Koppenhagen
(beide Kita Jasminweg), Herrn Höfer (Kirchengemeinde) und Herrn
Dilling und Herrn Höchst (Elternrat) gebildet, das sich teilweise
mehrmals pro Woche getroffen oder abgesprochen hat.

So begann die
praktische Vorbereitung auf den Umzug bereits am 17. April mit einem
Helferteam aus Eltern, Mitarbeiterinnen und Gemeindegliedern am
Hohen Rain. Im August 2008 wurde der Kindergarten Hoher Rain wegen
zu geringer Anmeldezahlen geschlossen. Seit dem hat die Natur das
Außengelände mit den Spielgeräten zurückerobert. So galt es in einem
ersten Schritt Büsche und Bäume zu schneiden, Wege wieder freizulegen,
gepflasterte Wege von aus dem Pflaster wachsenden Bäumen zu befreien.
Es war im wahrsten Sinn des Wortes ein erster Grobschnitt nötig!
Mit
insgesamt 13 Personen haben wir mit viel Spaß und Engagement die
erste Hürde gemeistert, so daß die bestehenden Spielgeräte wieder
freigelegt und die Wege und Sitzgruppe wieder benutzbar waren. Über
die guten Kontakte von Herrn Dilling haben wir von der Firma Hilchenbacher
Rohstoffhandel kostenlos einen Großraumcontainer für den angefallenen
Grünschnitt bekommen, der bereits am Nachmittag abgeholt wurde.
Vielen Dank dazu! Eine kleine Mittagsrunde mit Würstchen und Kartoffelsalat
rundete die Aktion ab.

Die nun wieder
begehbaren Spielgeräte sind durch den Sicherheitsbeauftragen der
Kirchengemeinde Herrn Setzer begutachtet worden. Natürlich gab es
nach so langer Zeit Beanstandungen und nicht jedes Spielgerät konnte
so repariert werden, daß es den Sicherheitsauflagen genügen würde.
Der Sandkasten, die Holzburg mit Rutsche, die Tunnel , die Sitzgruppe
und die Wippe sind in einem 2. Arbeitseinsatz im Mai repariert worden,
diese Geräte stehen den Kindern nun zur Verfügung. Die Firma Gartenbau
Heinke hat sich bereiterklärt den alten Sand zu entsorgen und neuen
Sand in den Sandkasten einzubringen – dies alles kostenlos. Dafür
auch vielen Dank.

Die Mitarbeiterinnen
der Tagesstätte haben seit April kontinuierlich den Materialbestand
im Jasminweg durchforstet und brauchbares Material in Umzugskartons
gepackt. Gerade in der Woche vor dem Umzug wurde auch den Kindern
der Bären-, Maulwurf- und Igelgruppe bewusst, daß irgendetwas ungewöhnliches
passiert. Immer mehr Spiele und Materialien waren nicht mehr verfügbar
und die Kinder immer aufgeregter. Sie wussten zwar das umgezogen
wird, aber nicht wohin.

Der 27. und 28.
Mai waren die großen Pack- und Räumtage vor dem Umzug. Der Kindergarten
war geschlossen, die Kinder teilweise in Notgruppen in den anderen
Einrichtungen untergebracht. Die Mitarbeiterinnen haben mit einigen
Eltern die zwei Tage genutzt, um erste Kartons und auch Regale zum
Hohen Rain zu transportieren. An normalen Werktagen ist es schwer
an Helfer aus der Elternschaft zu kommen, müssen doch die meisten
Eltern arbeiten. Rolf Dilling aus dem Elternrat hat sich für die
2 Tage Urlaub genommen, um den Umzugstermin bestmöglich vorzubereiten.
Das ist sicherlich außergewöhnlich, seine Mithilfe an den Tagen
war sehr wertvoll. Dafür auch an dieser Stelle besten Dank. Dank
aber auch an die anderen Eltern, die nach ihren zeitlichen Möglichkeiten
geholfen haben. Auch wenn man „nur“ 2 Stunden hilft – es sind 2
Stunden in denen die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt wird.
Das macht es für alle leichter.

Der
Umzugstag selbst war dank der Vorbereitungen der Wochen und Tage
zuvor gut organisiert. 15 Personen aus Elternschaft, Gemeindeglieder
und Mitarbeiterinnen standen bereit, um den Umzugs-LKW zu füllen.
Schränke wurde abgebaut, Regale und Tische vor die Tür gestellt.
Es herrschte Sonnenschein an diesem Tag und auch die Laune der Helferinnen
und Helfer war bestens. „Container-Rolf“ hatte noch mal alle Beziehungen
spielen lassen und einen 7,5 cbm Container für alte Schränke, Matratzen
etc. besorgt. Herr Guschall vom Hilchenbacher Rohstoffhandel hat
auch hier die Kosten für die Abholung und Entsorgung übernommen!
Nur der Umzugs-LKW ließ auf sich warten. Die Spedition Müller hat
uns diesen kostenlos zur Verfügung gestellt, doch leider wurde der
Fahrer auf dem Frankfurter Flughafen aufgehalten, so daß der LKW
mit etwas Verspätung bei uns eintraf. Schnell alles einladen, den
Bericht über den Umzug auf Radio Siegen hören, einen letzten Kaffee
im alten Jasminweg trinken und dann alle ab auf den Hohen Rain.
Für die kostenlose Bereitstellung des LKWs sagen wir herzlichen
Dank!

Schnell war der
LKW und auch die anderen Fahrzeuge entladen. Die Gruppenräume sind
bis auf die großen Schränke schon eingerichtet, eine Sprossenwand
ist noch an die Wand zu schrauben und die kleine Hilfsküche mit
Arbeitsplatte, Spülmaschine und Wasserbecken anzuschließen. Viele
fleißige Hände waren bei der Arbeit im und um den Kindergarten.
Für den Hunger stand neben Brot und Brötchen auch eine leckere Maultaschen-Suppe
bereit.

Aller Stress der
Vorbereitungszeit fiel von den Beteiligten ab, als der fertig eingerichtete
Kindergarten nun funktionstüchtig war. Nicht nur die Kinder sind
von der Übergangslösung begeistert, auch viele Eltern sagen, daß
der Kindergarten viel schöner sei als im Jasminweg. Das liegt sicherlich
zu einem Großteil an den – im Bezug zum Jasminweg – moderner gestalteten
Gruppenräumen, jeder mit eigener Toilettenanlage und einem Nebenraum.
Es liegen über 10 Jahre zwischen dem Bau des Kindergartens im Jasminweg
und dem Bau auf dem Hohen Rain. Am Hohen Rain konnte in höheren
Gruppenräumen eine 2. Ebene eingebaut werden, die seinerzeit durch
Eigeninitiative der Eltern errichtet wurde. Es wird auch häufig
die Frage gestellt, warum dieser Kindergarten geschlossen werden
musste. Zum Schluß lagen nur noch 10 Anmeldungen vor und damit kann
kein Kindergarten wirtschaftlich arbeiten. Auch besitzt der Kindergarten
keine eigene Küche und Speiseraum, z. Zt. wird die Küche mit Speiseraum
im benachbarten Gebäude (ehem. Gemeindezentrum Hoher Rain) benutzt.
Für eine dauerhafte Tagesstättennutzung wären auch hier weitere
Umbaumaßnahmen nötig gewesen.

Die Beteiligten
des Vorbereitungsteams und die Mitarbeiter freuen sich, daß gerade
von den Kindern die Übergangslösung so gut angenommen wird. Dies
bestärkt uns darin, das der Umzug die richtige Entscheidung war.
Für die Mitarbeiterinnen und auch für die Eltern bedeutet der Umzug
aber auch Einschränkungen und Mehraufwand, der für das Wohl der
Kinder aber sicher gerne in Kauf genommen wird.

Marc Höchst

 

Wir wachsen – für unsere Zukunft

 

Wir wachsen – für unsere Zukunft

Die Ev. Kindertagesstätte Jasminweg wird erweitert und renoviert

Seit 45 Jahren ist die Ev. Kindertagesstätte Jasminweg ein fester
Bestandteil des familienfreundlichen Wohngebietes „Im Wenscht“.
Begonnen hat die Arbeit mit Kindern im Wenscht im Jahr 1965, damals
noch als Kindergarten wie es für die Zeit üblich war. Unzähligen
Kindern haben die Mitarbeiterinnen des Kindergartens das soziale
Miteinander, die Liebe Gottes und die Integration von Menschen anderer
Herkunft gelehrt und erlebbar gemacht.

Die Anforderungen an den Kindergarten und deren Mitarbeiter haben
sich in den vergangenen 45 Jahren kontinuierlich erhöht, das Gebäude
ist aber vom Umfang und den Möglichkeiten nicht mitgewachsen. Das
wird sich jetzt glücklicherweise ändern! Nach Jahren der Improvisation
im bestehen Gebäude wird nun ein 65 Quadratmeter großer Anbau realisiert,
der es ermöglicht, die bestehenden Räume den aktuellen Bedürfnissen
anzupassen.

Seit 2008 wird die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren (sogenannte
U3-Kinder) angeboten. Diese Vorgabe hat der Gesetzgeber seinerzeit
relativ kurzfristig beschlossen, die finanzielle Unterstützung bei
der Umsetzung aber „auf die lange Bank geschoben“. So werden heute
neben 45 Tagesstättenkindern und 12 Schulkindern der benachbarten
Albert-Schweitzer-Grundschule (Nachmittagsbetreuung) mittlerweile
6 U3-Kinder betreut, im neuen Kindergartenjahr werden es 12 sein.
Durch massiven Druck der Eltern und der Mitarbeiterinnen und des
Trägers ist es gelungen, die Zusage der finanziellen Zuschüsse für
den Neubau zur Betreuung der U3-Kinder vom Land Nordrhein-Westfalen
zu bekommen. Darüber sind wir sehr glücklich.

Jetzt gilt es im Zuge der Neubaumaßnahme auch das alte Gebäude
an die neuen Herausforderungen anzupassen. Dafür gibt es leider
von staatlicher Seite keine finanzielle Unterstützung, das muß der
Träger in Eigenverantwortung stemmen. Gerade in 2010 erst aus einer
5jährigen Haushaltssicherung herausgekommen, ist dies eine große
Aufgabe

Trotz der weiterhin angespannten Finanzlage der Kirchengemeinde
stellt diese für den Umbau und die Renovierung 50.000 EUR bereit
und geht mit weiteren 30.000 € in Vorlage. In Absprache mit den
Mitarbeiterinnen der Tagesstätte und dem Elternrat sowie der Unterstützung
der Eltern soll über Spenden und Aktionen im Laufe diesen Jahres
die Summe von 30.000 € im wahrsten Sinn des Wortes erarbeit werden.

Sie werden Eltern und Mitarbeiterinnen in den kommenden Wochen
bei verschiedenen Aktionen im Geisweider Raum antreffen, z. B. beim
Waffelverkauf vor verschiedenen Geschäften. Daneben werden in den
verschiedenen Geisweider Geschäften Spendendosen mit der Aufschrift
„Kita Jasminweg“ stehen. Mehrere Eltern haben sich bereiterklärt,
eine Haussammung im Wenscht durchzuführen. Anfang Juli werden sie
vielleicht auch an Ihrer Haustüre klingeln und um eine Spende zugunsten
der Kindertagestätte Jasminweg bitten. Gerne können Sie auch unser
aktuelles Projekt „Juli/August“ nutzen, um den Umbau zu unterstützen. Wir freuen uns über jeden Euro der uns dem großen
Ziel näherbringt.

Zum Erntedankgottesdienst im Oktober in der Ev. Wenschtkirche
– an dem auch die Kinder aus dem Jasminweg teilnehmen – wird ein
gemeinsames Mittagessen zugunsten des Umbaus angeboten. Auch ist
im Herbst ein „Tag der offenen Tür“ geplant, in dem die renovierte
Einrichtung vorgestellt wird.

Zu den Umbau- und Renovierungsarbeiten gehören:

  • Erneuerung der sanitären Anlagen für die Kinder und die
    Mitarbeiterinnen, Erneuerung des Wickelbereiches
  • Umbau des Schlafraums für die Kinder
  • Umbau/Umgestaltung der bestehenden Gruppenräume an den heutigen
    und zukünftigen Bedarf
  • Teilweise Neuverkabelung der Elektroinstallation an die
    aktuellen gesetzlichen Vorgaben
  • Teilweise Schallschutzmaßnahmen in den Räumen zum Gesundheitsschutz
    der Mitarbeiterinnen
  • Malerarbeiten in allen bestehenden Räumen

Die Neubau- und Umbaumaßnahme wird in kürze beginnen, seit 11.
Juni liegt die Baugenehmigung vor. Um eine möglichst kurze und für
die Kinder gefahrlose Bauzeit zu erreichen, ist der Kindergarten
für die 2-3monatige Bauphase in den leerstehenden ehemaligen Kindergarten
Hoher Rain umgezogen. In nur 2 Monaten Vorbereitungszeit haben Träger,
Mitarbeiterinnen, Eltern und Freiwillige den Umzug geplant, den
seit 2 Jahren leerstehenden Kindergarten Hoher Rain im Innen- und
Außenbereich wieder funktionstüchtig gemacht und schließlich am
29. Mai 2010 den Umzug durchgeführt. Das alles ehrenamtlich und
neben der normalen Arbeitsbelastung – Dafür danken wir den Helferinnen
und Helfern sehr!

Den Kindern gefällt die „Übergangslösung Hoher Rain“ sehr gut,
haben sie doch dort viele Möglichkeiten und Voraussetzungen, die
es im Jasminweg (noch) nicht gibt. Dafür haben alle die Mühe in
der Vorbereitungsphase und während des Umzuges gerne in Kauf genommen.
Vieles ist trotz aller Planung nur ein Notbehelf, so dass der Rückumzug
in den neu gestalteten Jasminweg mit Freude erwartet wird.

Marc Höchst

 

Rückblick: Kinderfest 2010

 

Kinder helfen Kindern

40 Jahre: Ökumenisches Kinderfest
im Wenscht

Seit
40 Jahren organisieren die kath. Gemeinde St. Marien und die Ev.
– Ref. Kirchengemeinde Klafeld gemeinsam das ökumenisches Kinderfest
im Wenscht. Es war wohl der Kirchenchor von St. Marien, der vor
vierzig Jahren als erster ein ökumenisches Fest für Kinder anregte,
um das damals neu entdeckte Miteinander der beiden Kirchen im Wenscht
zu stärken und voranzubringen. Und das mit Erfolg. Am 20. Juni wurde
in diesem Jahr für den guten Zweck gefeiert. Es begann mit einem
Gottesdienst in der kath. Kirche.  Der Kirchplatz der ev. Wenschtkirche
war zum riesigen Spielplatz umfunktioniert. Neben Mittagessen, Kaffee
und Kuchen, bis hin zu italienischen Spezialitäten warteten viele
Attraktionen, Bastelangebote und Spiele auf die zahlreichen Besucher.
Eine Tombola mit attraktiven Gewinnen lockte zum Loskauf. Nicht
nur die vielen ehrenamtlichen Helfer, die zahlreichen Sponsoren
der ortsansässigen Geschäftswelt, sondern auch das Wetter (es blieb
trocken) trugen dazu bei, dass es eine gelungene Veranstaltung war.
Highlight auf dem Kirchplatz war sicher ein riesiger, aufblasbarer
Kletterturm. Zahlreiche Vorführungen sorgten für Kurzweil. Der Kinderchor
„Singsalabim“ begeisterte die Zuhörer. Eine Kindertanzgruppe der
polnischen Gemeinde aus Weidenau, die Stelle chiare picolini (Kindertanzgruppe
der italienischen Gemeinde aus Geisweid) und Tanzgruppen der TG
Friesen und des TV Gosenbach zeigten ihr Können und brachten damit
einen multikulturellen Touch auf den Kirchplatz. Auch die Jugendfeuerwehr
aus Geisweid war mit dabei. Die „Nachwuchs-Floriansjünger“ zeigten
Teile der Übungen zur Leistungsspange, die sie einen Tag vorher
im Wettbewerb erfolgreich erworden hatten. Ebenfalls sehr spektakulär
war das Bobby-Car-Rennen, nicht zuletzt deshalb, weil auch die Pfarrer,
die Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Schule und der Kirchmeister
sich auf die allseits bekannten Fahrzeuge zwängen mussten.

Der Erlös des
Festes in Höhe von 3.620 € geht in gleichen Teilen, wie in den Vorjahren
auch, an ein von der kath. Gemeinde getragenes Projekt nach Peru,
ein von der ev. Gemeinde mitfinanziertes in Tansania und verbleibt
zu einem Drittel vor Ort und soll in diesem Jahr der Aktion „Hilfe
für Tamara“ (Delphin-Therapie) zu Gute kommen. Tamara wohnt in Geisweid
und war fast den ganzen Tag bei dem Fest dabei. Auch der Verein
Handycap, Siegen, der Tamara unterstützt, war mit einem Stand vertreten.
Spontan entschlossen sich die Anwohner des Hasenweg, Fuchsweg und
Rehweg den Erlös ihres Straßenfestes  in Höhe von 210 € ebenfalls
für „Hilfe für Tamara“ zu spenden.

Sei nur noch angemerkt,
das der Gesamterlös aus 40 Jahren Ökumenischem Kinderfest 80.297
€ beträgt. Ein toller Erfolg für die Aktion Kinder helfen Kindern
im Wenscht.

Günter
Gollos


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auf der Homepage St. Marien

 

Auf ein Wort ….

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

am
4. Juli wird in unserer Gemeinde wieder der „Tag der Schöpfung“
begangen. Was dort im Einzelnen geschieht, können Sie weiter hinten
in „Gemeinde jetzt“ nachlesen, aber im Mittelpunkt wird wie immer
der Dank für Gottes gute Schöpfung stehen. Lieder und Chorgesang,
Bibeltexte und Gebete werden diesem Dank Ausdruck gegeben.

Wenn wir uns allerdings
aufmerksam umschauen in unserer Welt, könnten wir auf den Gedanken
kommen, dass dieser schlichte, fröhliche Dank fehl am Platz ist.
Hüllen wir damit nicht nur ein schönes Mäntelchen um den tatsächlichen
Zustand der Schöpfung? Droht der Dank uns nicht die Augen davor
zu verschließen, was wir Menschen der Natur alles antun?

Dem Wasser zum
Beispiel: Bei uns sind Bäche, Flüsse und Seen zwar sauberer geworden.
Aber anderswo auf Erden fließen immer noch die meisten Abwässer
ungeklärt ins Meer – von Erdöl ganz zu schweigen – und ein Großteil
der Menschheit hat kein sauberes Wasser zum Trinken. Was die Menschen
in den Slums von Kalkutta oder Kairo wohl dazu sagen würden, dass
wir mit kostbarem Trinkwasser unsere Klos spülen, während sie für
einen Eimer halbwegs sauberen Wassers Schlange stehen?

Oder der Erde:
Theoretisch könnte sie noch ein paar Milliarden Menschen mehr ernähren.
Aber der Klimawandel, die Profitgier und falsche Bewirtschaftung
machen immer mehr Ackerland zunichte – und das schon wieder hauptsächlich
dort, wo es am meisten gebraucht würde. Bei uns dagegen bekommen
die Bauern Geld dafür, wenn sie Äcker still legen, weil sonst wegen
Überangebot an Lebensmitteln die Preise verfallen. Kann das jemand
einem hungernden Kind in Afrika erklären?

Oder der Luft:
Sicher, der Himmel über der Ruhr ist blau geworden, wie Willi Brandt
es einst verheißen hat, und der Himmel über Geisweid auch. Aber
an die Stelle des sichtbaren Drecks sind jetzt unsichtbare Gefahren
getreten: FCKW, Ozon, CO2, und wie sie alle heißen. Nicht auszudenken,
was passiert, wenn in China oder Indien erst genauso viele Autos
pro Kopf herumfahren wie bei uns!

Oder der Sonne:
Ihr können wir zwar nichts anhaben, aber sie heizt uns immer kräftiger
ein, weil wir Unmengen von Holz und Kohle und Öl und Gas verbrennen,
damit wir mobil sind, damit wir es schön warm haben, damit wir Elektrizität
haben für unsere schöne neue High-Tech-Welt. „Nach uns die Sintflut“
ist immer noch unser Motto, trotz aller Klimakonferenzen. Wir sind
ja auch nicht die, die zuerst untergehen, wenn der Meeresspiegel
steigt. Wir erleben es ja auch nicht mehr, wenn unseren Enkeln die
Rohstoffe ausgehen.

Wenn wir das alles
bedenken, ist es dann nicht zynisch, wenn wir an einem schönen sommerlichen
Sonntag in der Kirche sitzen und Gott für seine Schöpfung danken?
Müssten wir nicht zuerst unseren Lebensstil radikal ändern, bevor
wir ein Recht dazu haben? Ich weiß wohl, dass selbst die Grünen
in diesen Dingen schon mal radikaler waren. Aber glauben wir denn
im Ernst, ein Porsche Cayenne mit Hybridantrieb symbolisiere schon
einen hinreichenden Sinneswandel im Umgang mit der Schöpfung?

Trotzdem glaube
ich, dass es richtig ist, mit dem Dank zu beginnen, wenn es um die
Schöpfung geht. Denn dafür hat Gott uns geschaffen. Wir Menschen
sind dazu da, dass wir stellvertretend für alle Geschöpfe Gott Dank
sagen für seine Welt, die er uns geschenkt hat. Und deshalb bin
ich überzeugt: Wer nicht erst einmal wieder staunen lernt über die
Wunder der Schöpfung, dem wird sie niemals so viel wert sein, dass
er sich für ihre Erhaltung einsetzt. Dankbarkeit ist für mich der
wirksamste Antrieb für verantwortungsbewussten Umgang mit Gottes
Schöpfung. Wenn der „Tag der Schöpfung“, wenn das Projekt „Grüner
Hahn“ dazu etwas beiträgt, dann ist es gut. Und wenn das Danken
uns zum Denken anregt und das Denken zum Umdenken führt und das
Umdenken uns dazu bringt, anders zu handeln, dann ist es besser.
Gottes guter heiliger Geist möge uns dorthin führen und leiten –
und unsere Politiker und Wirtschaftsbosse auch.

Ihr Pastor Klein

 

Kurz notiert

 

 

  • Nach der
    notwendigen Reparatur ist der Wetterhahn in den letzten Apriltagen
    wieder auf den Turm der Wenschtkirche zurückgekehrt.
  • Vor fünfzehn
    Jahren öffnete das Ev. Hospiz Siegerland seine Türen; bisher
    haben dort mehr als 2.000 Menschen aus Siegen und Umgebung die
    letzte Phase ihres Lebens verbracht.
  • Küsterin
    Jutta Mühlnikel bleibt nach den Wahlen Vorsitzende der Mitarbeitervertretung
    in unserer Kirchengemeinde, Organistin und Chorleiterin Andrea
    Stötzel fungiert weiterhin als Stellvertreterin.
  • Margot Käßmann,
    ehemalige Ratsvorsitzende der EKD, geht im Spätsommer für vier
    Monate nach Atlanta (USA), die dortige Emory-University hat
    sie zu Gastvorträgen eingeladen.
  • In seiner
    Sitzung am 19. April bedankte sich das Presbyterium bei Wolfgang
    Hofheinz und dessen Team für die tolle Kinderbibelwoche und
    den schönen Abschlussgottesdienst.
  • „An einem
    Tag feiern sie dich als Helden, kurz darauf bist du der Depp.
    Aber auf Jesus kannst du dich immer verlassen“ (Cacau, Profi-Fußballer
    beim VfB Stuttgart).
  • Die evangelischen
    und katholischen Bahnhofsmissionen haben das 100-jährige Bestehen
    ihrer ökumenischen Zusammenarbeit gefeiert.
  • Bücherkiste
    im Eingangsbereich der Wenschtkirche: „Suchen Sie sich ein Buch
    aus. Wenn Sie es gelesen haben, können Sie es zurückbringen
    oder behalten und dafür ein anderes Buch in die Kiste legen.“
  • Vor 250 Jahren
    – am 9. Mai 1760 – starb Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf,
    Gründer und Bischof der Herrnhuter „Brüder-Unität“, die 1731
    die ersten „Losungen“ herausgab.
  • Die neue
    Konfi – Band probt inzwischen regelmäßig an jedem zweiten Donnerstag,
    ihr erster Auftritt erfolgt vielleicht schon bei der Sommer-Abend-Kirche
    am 11. Juli.
  • Der Diakonie-Ausschuss
    unter der Leitung von Pfrn. Almuth Schwichow ist dem Verein
    „gegen armut siegen“ beigetreten.
  • Ungeachtet
    der Wirtschaftsflaute greifen in Deutschland immer mehr Kunden
    zu fair gehandelten Produkten. Mit einem Umsatz von 267 Mill.
    Euro ist der faire Handel im letzten Jahr erneut um 26 % gewachsen.
  • Der Ausflug
    des Presbyteriums am Fronleichnamstag (3. 6.) ins Ahrtal wurde
    von unseren beiden Pfarrern Frank Boes und Dr. Martin Klein
    organisiert.
  • Das bundesweite
    Sängerfest des Ev. Sängerbundes fand am 12. und 13. Juni in
    Siegen statt.
  • Die Leiterin
    des Kindergartens im Hüttental, Eva-Kathrein Berg, begeht am
    1. 9. ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Auch von dieser Stelle
    die herzlichsten Glück- und Segenswünsche!

Peter – Christian Rose