Neues aus der Kreissynode

 

Synode Evangelischer Kirchenkreis Siegen I

Haushalt 2011 beschlossen

Sparkurs trotz unerwartet
höherer Kirchensteuer weiter angesagt

Eine
geringe Kirchensteuernachzahlung kann der Kirchenkreis Siegen für
das Jahr 2010 erwarten. Diese erfreuliche Mitteilung machte der
Vorsitzende des Finanzausschusses des Evangelischen Kirchenkreises
Siegen Rolf Marxmeier auf der Kreissynode Siegen, die am 24. November
in der CVJM-Jugendbildungsstätte Wilgersdorf tagte. Und auch für
das kommende Jahr 2011 sieht es nicht so schlecht aus, wie noch
vor Jahren befürchtet. Die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt haben
sich von den Auswirkungen der Finanzkrise schneller erholt als erwartet.
Dadurch kann der aus demographischen Gründen (es sterben mehr Evangelische
als Kinder getauft werden) eigentlich zu erwartende Kirchensteuerrückgang
zum Teil kompensiert werden. Die Prognose, dass die EKD im Jahre
2030 ein Drittel weniger Mitglieder hat und nur noch 50 % der heutigen
Finanzkraft besitzt, hat ihre Gültigkeit nicht verloren.

Die Kirchenkreise,
so Marxmeier, können für 2011 mit der gleichen Höhe der Kirchensteuerzuweisung
rechnen wie in 2010. Die Landeskirche kalkuliert für die weitere
Zukunft mit einem jährlichen Minus von 1%.

Der Kirchenkreis
Siegen erhält in 2011 voraussichtlich eine Kirchensteuerzuweisung
in Höhe von 12,707 Mio. Euro. Hinzu kommen noch zusätzliche Mittel
beispielsweise aus Zinseinnahmen und einer Rücklagenentnahme. Abzüglich
der Ausgaben wie Pfarrstellenpauschale, Jugendarbeit, Finanzierung
der Kindertagestätten, werden 3,596 Mio. Euro an die Kirchengemeinden
ausgezahlt, etwa 46.000 Euro mehr als in 2010. Künftig müssen die
Kirchengemeinden selbst bei konstanter Kirchensteuerzuweisung mit
jährlich reduzierten Einnahmen rechnen.

Sorge
bereiten Marxmeier die Synodalen Dienste, zu denen die Referate
im Kirchenkreis gehören: „Wir sind von dem Ziel, in diesem Bereich
ausgeglichene Haushaltsansätze zu erreichen, noch meilenweit entfernt.
Hier herrscht ein effektiver Fehlbetrag von 335.000 Euro jährlich.
Eine Reduzierung von Diensten ist nicht ausgeschlossen.“ Und auch
im Budgetbereich Leitung, Verwaltung und Rechnungsprüfung muss an
der Reduzierung von Kosten gearbeitet werden.

Verwaltungsleiter
Hartmut Menzel berichtete aus der  Arbeitsgruppe „Mittelfristige
Finanzplanung“. Die soll über einen Zeitraum von 5 Jahren Vorschläge
zur Ausgabenreduzierung erarbeiten. Menzel zeigte auf, dass viele
der auf der Kreissynode am 28. September 2005 in Olpe beschlossenen
Einsparungen umgesetzt wurden. Nun gilt es neue Einsparpotentiale
zu ermitteln, um bis 2016 einen ausgeglichenen Haushalt ohne Rücklagenentnahme
aufstellen zu können.

Der 12-teiligen
Beschlussempfehlung zum Haushalt 2011 folgte die Synode mit großer
Mehrheit.

kp


Synode Evangelischer Kirchenkreis Siegen II

Kritische Debatte um Kirchenkreiskonzeption

Mehr strategische Planung,
Leitung und Identifikation

Es
sollte nur ein erster Zwischenbericht zum Stand der Entwicklungen
sein. Die überaus kritischen Anmerkungen zur Vorgehensweise setzen
den Arbeitskreis unter Druck, erste Weichenstellungen schon auf
der nächsten Synode vorzunehmen. Mit einem Konzeptionsbeschluss
wird auf der Herbstsynode 2011 gerechnet. Seit über einem Jahr arbeitet
ein vom Kreissynodalvorstand einberufener zehnköpfiger Arbeitskreis
unter der Moderation von Rainer Cordes an der Entwicklung einer
Kirchenkreiskonzeption. Nicht nur die Beschreibung des Ist-Zustandes
ist vorgesehen, sondern vor allem die Entwicklung von Zielen und
Instrumentarien zur Steuerung, berichtet Dr. Detlef Metz aus der
Projektgruppe. Die jüngere Geschichte des Kirchenkreises wurde ebenso
aufgearbeitet wie die von der Synode in den vergangenen Jahren formulierten
Ziele. Die Stärken und Schwächen des Kirchenkreises sowie seine
Risiken und Chancen wurden ausgelotet. Ausgereifte Ergebnisse konnten
noch nicht präsentiert werden. Gründlichkeit vor Schnelligkeit lautet
offensichtlich die Devise. Als nächster Schritt soll das Profil
des Kirchenkreises möglichst genau gefasst werden. Danach sind eine
Bereisung der Regionen und die Beteiligung der Referate vorgesehen.

Vorgelegt wurde
der Synode auf zwei DIN A 4-Seiten ein so genannter „unstrittiger
Kern“, ein Papier, über das der Kreissynodalvorstand und die Projektgruppe
einen Konsens herstellen wollen. Auf diesen „unstrittigen Kern“
sollen die weiteren Diskussionen aufbauen.

Angestrebt wird
eine frühzeitige und längerfristige reflektierte strategische Planung.
Sie soll eine konzeptionelle und strukturierte Arbeit ermöglichen.
Bisher wird oft nur auf Umstände reagiert. Klarheit bei der Wahrnehmung
von Aufgaben soll ebenso erreicht werden wie eine Stärkung der Identifikation
mit den Zielvorstellungen und der Arbeit des Kirchenkreises. Dazu
ist ein Ausbau der internen Kommunikation erforderlich. Einer nach
außen deutlich erkennbaren Leitung wird das Wort geredet und einer
einheitlicheren Repräsentation nach außen. Dazu bedarf es der Stärkung
der Öffentlichkeitsarbeit und der Vernetzung.

Dass zunächst
der „unstrittige Kern“ gar nicht so unstrittig war, machte die kritische
Diskussion deutlich. Inhaltliche Unzufriedenheit mit dem vorgelegten
Ergebnis wurde ebenso laut wie Kritik am Ablauf des Prozesses.

Nach einer Pause
einigte sich die Kreissynode dann doch darauf, den begonnenen Prozessweg
weiter zu beschreiten. Nun sollen das Profil, die Eigenart und die
Situation des Evangelischen Kirchenkreises Siegen herausgearbeitet
und dabei die Referate und Kirchengemeinden stärker eingebunden
werden.

Einbezogen werden
sollen auch frühere konzeptionelle Äußerungen des Kirchenkreises.

kp


Synode Evangelischer Kirchenkreis Siegen III

Siegen ist nicht alles

Schlaglichter aus Kirchenkreis,
Landeskirche und Diakonie

Das Motto des
ökumenischen Gottesdienstes am NRW-Tag in Siegen setzte die Superintendentin
über ihre Informationen aus dem Kirchenkreis. Auch der Kirchenkreis
Siegen sei nicht alles, nicht die Superintendentur, die Verwaltung,
die Referate und die Gemeinden. Sie sind eingebettet in einen größeren
Zusammenhang. Kurschus: „Jede Kirchengemeinde ist ganz und gar Kirche
– aber keine Kirchengemeinde bildet für sich die ganze Kirche ab.
Wir brauchen einander. Unser Kirchenkreis ist die Gemeinschaft seiner
Kirchengemeinden und Dienste und Referate – und doch geht er darin
nicht einfach auf.“

Auf einem guten
Weg befinden sich die hauptamtliche Jugendarbeit sowie die Gemeindepädagogik,
die nach neuem Konzept in kreiskirchlicher Verantwortung vor Ort
in den Gemeinden gestaltet wird. Sie betont, dass die Konfirmandenarbeit,
die an einigen Orten von den hauptamtlichen Jugendmitarbeitenden
geleistet wird, für die Pfarrerinnen und Pfarrer zu den pastoralen
Kernaufgaben gehört. Sie dürfe nicht gänzlich delegiert werden.

Dem kreiskirchlichen
Kindergartenverbund EKiKS (Evangelische Kindertageseinrichtungen
im Kirchenkreis Siegen) gehören derzeit 15 von 53 Kindertageseinrichtungen
an. 6 Einrichtungen kommen in Kürze hinzu und drei weitere zu einem
späteren Zeitpunkt. Ein Beratungsprozess mit der Kienbaum Management
Consults GmbH solle in Kürze die Strukturen optimieren.

Zum Ende des Schuljahres
wird der Kirchenkreis Siegen die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschulen
in Birlenbach, Hilchenbach und Burbach aufgeben. Eine verstärkte
Einflussnahme auf die inhaltliche Gestaltung und das Angebot habe
sich nur begrenzt verwirklichen lassen.

Vakante Pfarrstellen
lassen sich im Kirchenkreis Siegen nur schwer wieder besetzen, was
für Pfarrerinnen und Pfarrer und ehrenamtlich Mitarbeitende erhebliche
zusätzliche Belastungen mit sich bringe.

Landeskirche

Pfarrerin Roswitha
Scheckel berichtete über die Landessynode. Die Taufe soll das theologische
Schwerpunktthema im kommenden Jahr sein. Taufe, nicht als einmal
vollzogener ritueller Akt, sondern ein lebenslanger Prozess bis
zum Sterbebett.

Durch das neue
Prädikantengesetz wird nun der Dienst der Laienprediger an die Regelungen
der EKD angenähert und erfährt eine ausdrücklichere Wertschätzung.
Gemeindeglieder, die die Gabe der Verkündigung haben, können zur
Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung berufen und als Prädikantin
oder Prädikant ausgebildet werden.

Die Landeskirche
rechnet mit einem Rückgang der Gemeindegliederzahlen von jährlich
1,1%. Die Zahl der Gemeindeglieder pro Pfarrstelle wird in den kommenden
20 Jahren auf 2.500 bis 3.000 ausgeweitet. Ab Mitte der zwanziger
Jahre können die prognostizierten Pfarrstellen voraussichtlich nicht
mehr besetzt werden. Es droht ein Pfarrermangel, den die Landeskirche
erkannt hat und dem sie entgegenwirkt.

Diakonie

Unfreiwillig in
die Schlagzeilen geriet in diesen Tagen die Diakonie in Südwestfalen.
Eine anonyme Strafanzeige wurde in der Presse bekannt gemacht, wonach
der Geschäftsführer Dr. Josef Rosenbauer und zwei Mitarbeitende
der Diakonie gegen Entgelt für eine politische Partei arbeiten sollen.
Die theologische Direktorin der Diakonie in Südwestfalen, Pfrn.
Jutta Ostermann, informierte über den öffentlich gewordenen Sachverhalt.
Zugunsten einer politischen Partei sollen anderweitig bestimmte
Personalmittel verwendet worden sein.

Nun sei die Diakonie
in die anonymen Vorwürfe verwickelt. Für die ehrenamtlich Mitarbeitenden
in den Gemeinden und den Mitarbeitenden in der Diakonie sei das
Ganze mit Aufregung verbunden.

Ärgerlich für
die Diakonie ist, dass die Vorwürfe in die beginnende Adventssammlung
fallen. Für die Sammlerinnen und Sammler wurden Informationen über
die Situation zusammengestellt. Darin heißt es: „Der Presse in Mainz
wurde Mitte der Woche ein anonymer Brief zugstellt, der Vorwürfe
gegenüber Dr. Rosenbauer beinhaltet. Der Staatsanwaltschaft liegt
bis zum heutigen Zeitpunkt keine entsprechende Anzeige vor. Die
in dem anonymen Schreiben erhobenen Vorwürfe bezgl. der Arbeitsverträge
der Mitarbeitenden der Diakonie in Südwestfalen entbehren jeglicher
Grundlage.“ Die Entscheidungsgremien der Diakonie in Südwestfalen
werden sich mit den Vorwürfen beschäftigen.

kp


Synode Evangelischer Kirchenkreis Siegen IV

Kreissynodalvorstand wieder
komplett

Cornelia Dreute-Krämer
und Helga Hoffmann (v.li) wurden mit großer Mehrheit in den Kreissynodalvorstand
gewählt, der nun wieder komplett besetzt ist. Dorothee Breyer wurde
als Stellvertreterin von Helga Hoffmann gewählt.

(Foto Karlfried Petri)

 

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

 

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Peter – Christian Rose

  • Wir trauern …

Mit der Familie
trauern wir um Lilli Biederbeck, die am 13. Oktober „nach einem
langen und erfüllten Leben friedlich eingeschlafen ist“. Sie wurde
97 Jahre alt. Viele werden sie nicht mehr kennen, die Älteren in
unserer Gemeinde aber haben sie als engagierte Pfarrfrau schätzen
gelernt, die ihren Ehemann, Pfarrer Wilhelm Biederbeck, bei vielen
Diensten tatkräftig unterstützte. Als Theologe und Seelsorger wirkte
er von 1949 – 1976 in unserer Kirchengemeinde, zu seinem Bezirk
gehörten Geisweid und Setzen. Lilli Biederbeck zog fünf Kinder groß.
Daneben leitete sie die Frauenhilfen im Lutherhaus und in Setzen,
dazu die Mütterkreise in Setzen und später auch am Hohen Rain. Sie
erzählte gerne von dieser Arbeit, „die sie mit großer Freude und
unermüdlichem Einsatz bis Ende 1976 geleistet hat.“ Näheres können
Sie, liebe Leserinnen und Leser, dem Kapitel „100 Jahre Frauenarbeit“
in der Festschrift (Mai 1998) entnehmen. Darüber hinaus war sie
auch in der Erwachsenenbildung in unserem hiesigen Kirchenkreis
tätig. Anfang 1977 zog Lilli Biederbeck mit ihrem Ehemann nach Oberholzklau,
nach dessen Tod im November 1998 zurück auf den Ruhrst, später dann
zu ihrer Tochter nach Brochterbeck im Tecklenburger Land. Dort wurde
sie nie so richtig heimisch, zu sehr hing sie an ihrer alten Heimat.
Sie hielt engen Kontakt mit Klafeld, besonders mit dem Ehepaar Inge
und Erwin Messerschmidt aus der Bergstraße. Lilli Biederbeck war
glücklich, dass sie die besondere Verbundenheit mit den Menschen
ihrer alten Kirchengemeinde bis zuletzt erleben durfte. Am 20. Oktober
wurde sie auf dem Geisweider Friedhof beigesetzt. Bei der Nachfeier
sprachen Pfr. i. R. Burkhard Schäfer und Alt-Kirchmeister Erwin
Messerschmidt für unsere Gemeinde, darüber hinaus fanden sie sehr
persönliche Worte.

  • Wir informieren

Am 29. Februar
2008 wurde er offiziell eröffnet, der Kirchenladen „offenBar“ in
der Siegener Oberstadt (Kölner Straße 8). Etwa 20 Ehrenamtliche
haben es sich dort zur Aufgabe gemacht, diese Ladenlokal zu einem
Ort der Gast- und Menschenfreundlichkeit zu gestalten. Hier soll
Kirche niederschwellig bei den Menschen präsent sein mitten im städtischen
Getriebe. In erster Linie möchte die „offenBar“ nichts verkaufen,
sondern etwas verschenken: Zuhörbereitschaft, Freundlichkeit und
Information. Man kann sich über alle Zweige der Ev. Kirche im Kirchenkreis
Siegen kundig machen, hier wird man kompetent an die entsprechenden
Stellen weitervermittelt, hier kann man ausgewählte Literatur oder
Weltladenprodukte erwerben. „Wir wollen Menschen, die die Nähe zur
Kirche verloren haben, neugierig machen. Und so kann man dann folgerichtig,
wenn man sich in einer bestimmten Lebensphase von der Kirche distanziert
hatte, hier auch niederschwellig ein- bzw. wiedereintreten.“ Davon
haben in der Zwischenzeit viele Leute Gebrauch gemacht! Am 21. Oktober
2010 ist laut Auskunft von Reiner Jung schon die 102. Person eingetreten.
„Es sind 53 Frauen und 49 Männer. 40% von ihnen sind jünger als
39 Jahre, ebenso viele sind im Alter von 40 bis 65, die restlichen
20% sind älter.“ Und er fügt hinzu: „Wir freuen uns sehr und sind
ganz dankbar!“ Dem können wir uns hier in Klafeld nur anschließen.
Hier die Öffnungszeiten des Kirchenladens: Di. – Fr.: 13-18 Uhr,
Sa.: 10-13 Uhr. Vielleicht sind ja auch Sie neugierig geworden?
Dann schauen Sie doch einfach mal vorbei!

  • Wir ermuntern

Es hat schon eine
lange Tradition, dass im Wenscht Mitglieder unseres Presbyteriums
sowohl bei der Kommunion als auch bei der Firmung in St. Marien
Grußworte sprechen. Zuletzt geschah dies am 5. November, als 18
junge Christen durch Weihbischof Hubert Berenbrinker aus Paderborn
das Sakrament der Firmung gespendet bekamen. Im Verlauf der feierlichen
Messe übermittelte Presbyterin Rosel Joppich die herzlichsten Glück-
und Segenswünsche. Dann verlas sie das Grußwort von Pfarrer Dr.
Martin Klein. „Ihr habt noch einmal ´Ja´ zu eurer Taufe gesagt,
euch bewusst zum christlichen Glauben bekannt und bestätigt, dass
ihr ein Teil eurer Kirche sein wollt.“ Leider sehe man die meisten
Gefirmten – wie auch die meisten Konfirmierten – erst einmal nicht
wieder. „Und das, wo wir doch jede Menge junge Leute brauchen können,
die sich einsetzen und bei uns mitmachen! Wie sollen unsere Gemeinden
sonst auf Dauer lebendig bleiben?“ Und weiter heißt es: „Wir wissen
nicht, wie ihr das seht. Wir würden uns mit unseren katholischen
Geschwistern freuen, wenn die Firmung für euch ein Anfang und kein
Abschied von der Kirche wäre. Bei einigen ist das gewiss auch so.
Aber auch den anderen wünschen wir: Geht mit Gott, wenn ihr geht!
Er begleitet euch, wohin ihr euch auch wenden werdet. Wenn ihr wollt,
ist er jederzeit und überall für euch erreichbar. Und wo ihr Menschen
findet, mit denen ihr über Gott reden und dann gemeinsam etwas tun
könnt, das wisst ihr ja nun.“ Am Ende des Grußwortes langer Applaus.
In St. Joseph fanden die Feierlichkeiten schon am 31. Oktober statt;
hier spendete Weihbischof Hubert Berenbrinker gar 47 Jugendlichen
das Sakrament der Firmung.

  • Wir gratulieren

Sein 60-jähriges
Berufsjubiläum als Kirchenmusiker konnte im Oktober Günter Drucks
feiern. Wir gratulieren auf Herzlichste! 1954 legte Günter Drucks
das C-Examen ab, 1973 verlieh ihm die Westfälische Landeskirche
den Kantor-Titel. Elf Jahre später bestand er dann das B-Examen
an der Hochschule in Dortmund. Sein 50-jähriges Berufsjubiläum wurde
im Oktober 2000 mit einem großen Festkonzert gefeiert. Günter Drucks
kann auf eine rege Konzerttätigkeit zurückblicken. Er machte sich
einen Namen als Chorleiter, als Organist, als Komponist, als Continuo-Spieler
und als Orgel-Solist, vor allem in den Kirchengemeinden Hemer und
Weidenau, aber auch im gesamten südwestfälischen Raum und sogar
im Ausland. Wir in Klafeld kennen Günter Drucks als kompetenten
Leiter unseres Gemeindeamtes (April 1966 – Dezember 1993) und als
hoch qualifizierten Organisten in der Wenschtkirche (September 2002
– Dezember 2007). Unvergessen sein tolles Orgelkonzert am 30. März
2003 zur Einweihung der renovierten Orgel und seine beiden nachweihnachtlichen
Konzerte!  Und seine Mitwirkung am 26. März 2004 bei „Lyrik
trifft Klavier“ und beim musikalisch-literarischen Advent am 9.
Dezember 2006, als er zusammen mit Pfr. i. R. Georg Kurschus die
Zuschauer und Zuhörer in seinen Bann zog. Seit Anfang 2008 arbeitet
Günter Drucks mit einer halben Stelle als Organist in der ev. Kirche
in Krombach. Für seinen weiteren Lebensweg – im August 2011 steht
sein 80. Geburtstag an – wünschen wir ihm Gottes gutes Geleit!

  • Wir sammeln

Derzeit ist Winfried
Krahl aus Dillnhütten der Dienstälteste in unserem Presbyterium,
schon seit 1982 gehört er dem Leitungsgremium unserer Kirchengemeinde
an. In der laufenden Amtsperiode wirkt er in zwei wichtigen Ausschüssen
mit, im Finanz-, Personal- und Bauausschuss sowie im Ausschuss für
Tageseinrichtungen für Kinder. Darüber hinaus engagiert er sich
im Bauteam und bei den Alu-Sortier-Aktionen. Und er ist Mitglied
der Kreissynode. Seit Oktober 2001 kümmert er sich zusätzlich um
Spendengelder für die Vereinigte Evangelische Mission in Wuppertal.
Dazu gehört in erster Linie das Austeilen und Einsammeln der Dankopferbüchsen.
Anfang November konnte Winfried Krahl 857,13 € im Gemeindebüro hinter
der Talkirche abliefern; von dort wurde das Geld sofort an die VEM
überwiesen. Wir danken unserem Dienstältesten für sein ehrenamtliches
Engagement und allen Missionsfreunden in unserer Kirchengemeinde
für ihre Spendenbereitschaft!

  • Wir diskutieren

6. November 2010:
Siegerländer Männertag. Seit fast 20 Jahren treffen sich die Männerkreise
aus den verschiedenen ev. Kirchengemeinden des Siegerlandes, diesmal
in unserer Gemeinde. Im Wenscht konnte Dr. Ing. Burkhard Leidel
vierzehn Delegationen mit über 90 Teilnehmern begrüßen. Er stellte
den Männerkreis „Hoher Rain“ und unsere Kirchengemeinde vor. Nach
vielen gravierenden Umwälzungen sei man in Klafeld in vielen Dingen
aktiver geworden. Und: „Die Gemeinde und das Presbyterium sind viel
enger zusammengerückt. … Alles in allem ist der Umbruch auch ein
Aufbruch auf einen neuen Weg gewesen. Das sei allen gesagt, die
vor ähnlichen schmerzlichen Schritten stehen.“ Im Anschluss daran
hielt Pfarrer Frank Boes eine Andacht. Der jährliche Männertag hat
neben vielen Gesprächen, dem gegenseitigen Kennenlernen und der
Impulsgebung für die christlich ausgerichtete Arbeit vor Ort auch
immer ein politisch und gesellschaftlich ausgerichtetes Tagesthema.
Diesmal hieß es „Gerechtigkeit im Wirtschaftsleben“. Martin Schneider
von der Geschäftsführung der hiesigen Firma „Hoppmann autowelt“
referierte u. a. über demokratische Grundsätze am Arbeitsplatz,
über die Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter und die Stiftung des
Unternehmens. Nach einer Diskussionsrunde und einem gemeinsamen
Mittagessen stellte ein Film den auswärtigen Teilnehmern die Wenscht-Siedlung
und deren Entstehung vor. Der nächste Siegerländer Männertag findet
in Neunkirchen-Salchendorf statt.

  • Wir bewirten

„Ich komme nach
wie vor sehr gerne hierher. Man ist in Gesellschaft, und wir spielen
zusammen“, so Ursula Stutte am Nachmittag des 7. November. Und Irmgard
Gütermann fügt hinzu: „Es macht Spaß, bekannte und unbekannte Leute
zu treffen und mit ihnen zu sprechen; dabei gibt es immer sehr leckeren
Kuchen und Torten und Kaffee.“ Die beiden sind Gäste im „Café im
Pfarrhaus“, zwei von über dreißig. So viele kommen immer, manchmal
sogar vierzig oder fünfzig. Und dann höre ich: „Wenn es das Café
noch nicht gäbe, müsste es schleunigst eröffnet werden!“ Ja, es
hat sich etabliert und ist aus unserer Kirchengemeinde nicht mehr
wegzudenken. Unser Dank gilt Pfr. i. R. Burkhard Schäfer und Kirchmeister
Hartmut Heinbach, den beiden Initiatoren des Café-Betriebes, und
Marga Kölsch, die sich mit großem Einsatz um die Organisation kümmert,
und schließlich auch den Gruppen, Kreisen und Chören für das Backen
der Kuchen und den gesamten Service. Dieser beginnt ja nicht erst,
wenn die Gäste ins alte Pfarrhaus strömen. Heute kommen die ersten
vier schon um 14.40 Uhr, um 15.08 sind es bereits 16, die sich bedienen
lassen und die Backwaren, die heißen Getränke, die Gemütlichkeit
und das ganze Ambiente genießen. Heute gibt es Ostpreußischen Käsekuchen,
eine Himbeer-Sahne-Torte, Apfelkuchen mit Rosinen vom Blech und
eine Käse-Sahne-Torte. Hmmm! Den Service haben Edith Groos, Mechthild
Jung, Inge Bäcker und Irmtraud Huhn vom Kirchenchor übernommen.
Als das Café schließt, sieht man nur zufriedene Gesichter. Und das
Kuchenblech uns alle Tortenplatten sind leer! Wieder ein toller
Nachmittag! Bei allem hätte ich fast etwas ganz Wichtiges vergessen:
Das „Café im Pfarrhaus“ wurde heute drei Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!
Außerdem: Ursula Stutte zählte schon bei der Eröffnung im Jahr 2007
zu den Gästen.

  • Wir begrüßen

Genau ein Jahr
lang war in unserer Nachbargemeinde Weidenau die Pfarrstelle im
3. Bezirk unbesetzt. Jetzt aber ist die Zeit der Vakanz vorbei!
Pfarrer Christoph Felten beginnt seinen Dienst am 1. Advent. Ende
September hatte ihn das Presbyterium als Nachfolger von Pfr. Berthold
Heiermann gewählt. Christoph Felten ist bei uns in Klafeld kein
Unbekannter, wohnen doch seine Eltern in der Droste-Hülshoff-Straße.
Sie haben jahrzehntelang mit großem Engagement in unserer Kirchengemeinde
mitgearbeitet. Christoph Felten studierte Evangelische Theologie
in Wuppertal und Münster. Nach dem 1. Examen absolvierte er sein
Vikariat in der Ev. Kirchengemeinde Krombach. Nach dem Bestehen
des 2. Examens arbeitete er dort von 1995 bis 1998 als Pfarrer im
Entsendungsdienst. Am 1. Januar 1999 wechselte er in die Kirchengemeinde
Rödgen, wo er bis 2009 für den Pfarrbezirk Niederdielfen-Flammersbach-Anzhausen
zuständig war. Für zehn Monate übernahm Pfr. Christoph Felten dann
eine Pfarrstelle in den Kirchengemeinden Lienen und Kattenvenne
im Münsterland. Die Arbeit dort war überaus schwierig, denn „zwischen
den beiden Presbyterien herrschte Funkstille, Voreingenommenheit
und Misstrauen; es gab kein richtiges Zusammengehörigkeitsgefühl“,
so der Wortlaut in einer Pressemitteilung. Den Umzug ins Siegerland
sieht Pfr. Felten als „Chance und Herausforderung“. „Ich bin neugierig,
was mich in Weidenau für eine Gemeindewirklichkeit erwartet; ich
bin gespannt, welche Schwerpunkte ich setzen kann und welche Ideen
sich – gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – ausprobieren
und umsetzen lassen.“ Wir heißen Pfarrer Felten mit seiner Ehefreu
Juliane und den drei Kindern Karlotta, Ludmilla und Benjamin herzlich
willkommen. Auf gute Zusammenarbeit!

  • Wir danken

Die Kirchennachrichten,
die Sie gerade durchblättern und lesen, scheinen in unserer Gemeinde
weiterhin „recht gut anzukommen“. Anders lässt sich das vorläufige
Spendenergebnis im Rahmen des Projektes nicht erklären: Bisher sind
4.072,00 € bei uns eingegangen. „Außerdem wurden in den ersten acht
Monaten des Jahre bereits 1.030,00 € auf unser Konto eingezahlt
oder überwiesen“, berichten Christine Albertin und Brigitte Veltzke
vom Gemeindebüro. „Zusammen sind das also 5.102,00 €!“ Ein aufrichtiges
Dankeschön allen, die die Arbeit unseres Redaktionsteams schätzen
und uns mit kleinen oder größeren Geldbeträgen unterstützt haben
oder dies noch tun wollen. Bedanken möchten wir uns auch für die
Spenden für das 100. Projekt („Renovierung Kindertagesstätte Jasminweg“
– Juli/August), hier kamen 1.514,35 € zusammen. Und last but not
least auch für die Traukollekten in Höhe von 1.204,64 €; sie kommen
der Arbeit unseres Fördervereins für die Kinder- und Jugendarbeit
zugute.

  • Wir helfen

„Am Anfang war
… die Gemeindeschwester. Sie war bei der örtlichen Kirchengemeinde
angestellt und besuchte und unterstützte Kranke und Hilfsbedürftige.“
So beginnt der Artikel von Sigrid Beschorner von der Diakonie Pflege
und Rehabilitation gGmbH in Siegen und des Freundeskreises unserer
Diakoniestation mit der Bitte um Veröffentlichung in den Gemeindebriefen
in Klafeld und Weidenau. Da der Artikel sehr lang ist, wird er hier
in einer gekürzten Zusammenfassung wiedergegeben. „Die Diakoniestation
in der Gärtnerstraße in Weidenau wurde 1995 gegründet, als die Gemeindeschwestern
der einzelnen Bezirke durch die ständig zunehmende Zahl an Hilfeanfragen
an ihre Kapazitätsgrenzen kamen.“ So wurden drei weitere Kräfte
eingestellt, die gemeinsam mit den Schwestern das Team der Diakoniestation
bildeten. Noch vor Einführung der Pflegeversicherung stand die Finanzierung
der Arbeit voll und ganz in der Zuständigkeit der beiden Kirchengemeinden.
Nach der Gründung des Freundeskreises ging der Vorstand unter dem
ersten Vorsitzenden Dr. Karl Schütz daran, die Leistungen der Diakoniestation
in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, das Interesse für Pflegebedürftige
und ihre Situation zu wecken und Mitglieder sowie Spenden für den
Freundeskreis zu gewinnen. Von dem verfügbaren Geld wurden viele
Arbeitsmittel und zusätzliche Einsatzfahrzeuge finanziert. Nach
der Einführung der Pflegeversicherung stand die Finanzierungsfrage
unter neuen Vorzeichen. Außerdem arbeitete ein Teil des Teams nun
von Geisweid aus. Unterstützt wurde die ambulante Hospizhilfe, wichtig
war weiterhin die Finanzierung von ergänzender Ausstattung und die
Kostenübernahme in nicht refinanzierten Arbeitsbereichen. Genannt
seien hier die „diakonischen Zeiten“. „Das sind Angebote, die durch
keinen Kostenträger finanziert werden, aber durchweg sehr menschliche
Bedürfnisse abdecken, wie z. B. der Wunsch eines Patienten, einmal
das Grab der verstorbenen Partnerin aufzusuchen, die Teilnahme an
einem Gottesdienst, die nur noch in Begleitung möglich ist, oder
der Wunsch eines Rollstuhlfahrers, nach langer Zeit noch einmal
durch die Siegener City zu fahren.“ Die zusätzlich entstehenden
Personalkosten werden vom Freundeskreis übernommen. Durch diesen
wurde es auch möglich, in Geisweid 1-2 Mal pro Woche einen Treffpunkt
für Senioren („60 Plus“) zu veranstalten. „Für die Mitarbeiter der
Diakoniestation ist es ein gutes Gefühl, dass derzeit 115 Mitglieder
im Freundeskreis ihre Arbeit spürbar mittragen und sich für ein
Mehr an Menschlichkeit engagieren!“ In den letzten 10 Jahren hat
der Freundeskreis die Diakoniestation Siegen-Nord mit ca. 115.00
€ unterstützt! Mitglied kann jeder werden, der Mindestjahresbeitrag
liegt bei nur 13 €. Auskunft erteilt Erwin Messerschmidt (Vorsitzender).
Zum Vorstand gehören weiterhin Manfred Brücher (Schatzmeister),
Ulrike Schlag (Schriftführerin) sowie Dr. Michael Klock und Heinrich
Rinsdorf. „Die jüngste Anschaffung, die durch den Freundeskreis
möglich wurde, ist ein Dienstfahrrad für den Innenstadtbereich von
Weidenau. So kommt alles wieder – auch die Gemeindeschwestern haben
ihre Patienten damals in vielen Fällen mit dem Rad aufgesucht.“

 

Rückblick: Ökumenische Bibelwoche 2010

 

Rückblick:

Ökumenische Bibelwoche

In diesem Jahr
war der Epheserbrief die Lektüre, mit der sich die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer auseinanderzusetzen haben. Es stellte sich heraus,
dass es keine ganz einfache Kost war, die es zu essen gab.

Doch es erwies
sich, dass der Brief besonders für den Dialog unter den verschiedenen
Konfessionen geeignet ist.

Das Thema des
Briefes ist nämlich die Wahrung der Einheit der Kirche. In den Gesprächen
gab es darum auch viel Diskussionsstoff. Das Leiden an den Problemen
untereinander, auch die gegenseitigen Missverständnisse und einfach
die Unkenntnis der jeweils anderen Auffassung  kamen zur Sprache.

Es war wieder
ein sehr offener Prozess und eine angenehme Atmosphäre, was eine
Fortsetzung der Bibelreihe im nächsten Jahr sinnvoll erscheinen
lässt.

Frank Boes

 

Rückblick: Spielkarussell 2010

 

Rückblick

Spielkarussell 2010

Auch die Verlegung
des Spielkarussells auf Allerheiligen (Grund: Überschneidung mit
Guten-Abend-Kirche) änderte nichts daran: Dieses Spielangebot kommt
nach wie vor, auch über 20 Jahren, gut an. Die Atmosphäre, auch
bedingt durch die offenen, miteinander verbundenen Räume bis in
die Kirche hinein, stimmte. Spiele an Tischen wurden in Ruhe ausprobiert,
in der Kirche standen eher die Groß- und Aktionsspiele im Mittelpunkt.
Gewinnen und verlieren stand nicht so sehr oben an; vielmehr: Kooperieren,
zusammenspielen und eben: Sich spielend begegnen. Der Spielbestand
ist mittlerweile recht umfassend, aber das eine oder andere neue
Spiel findet trotzdem seinen Platz. Das wird auch ermöglicht durch
Spenden für die Ausleihe von Großspielen  an Vereine, Schulen,
Nachbargemeinden usw.  So konnte erstmalig in der Kirche Mini-Golf
gespielt werden. Die kleinen Bastelangebote in den Jugendräumen
fanden auch wieder reichlich Zuspruch: Kerzen individuell formen;
das machte den Kindern sichtlich Freude. Für jede Altersgruppe war
was dabei bis hin zur gemütlichen Kaffeestube.

Öfters war zu
hören: „Kann dann denn nicht öfters sein?“  Vielleicht
wäre das ja eine Idee: Menschen, die Lust auf Spielen haben, treffen
sich ein paar mal im Jahr, testen vorhandene und neue Spiele, überarbeiten
und reparieren bei Bedarf Großspiele, bieten an und begleiten Konfirmanden
bei  dem „Praxiseinsatz Spielebau“……und bereiten
als „Trägerkreis Spielekarussell“ das Spielekarussell
im November vor.

So  wäre
auch wieder bestimmt für jeden was dabei!

Wolfgang Hofheinz