Predigt Talkirche, Sonntag, 1. September 2013

Gottesdienst für den vierzehnten Sonntag nach Trinitatis 

Text: Gen 28,10-19a

Aber Jakob zog aus von Beerscheba und machte sich auf den Weg nach Haran und kam an eine Stätte, da blieb er über Nacht, denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein von der Stätte und legte ihn zu seinen Häupten und legte sich an der Stätte schlafen.

Und ihm träumte, und siehe, eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. Und der Herr stand vor ihm und sprach: „Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. Und dein Geschlecht soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Westen und Osten, Norden und Süden, und durch dich und deine Nachkommen sollen alle Ge­schlechter auf Erden gesegnet werden. Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.“ „Predigt Talkirche, Sonntag, 1. September 2013“ weiterlesen

Predigt Tal- und Wenschtkirche, Sonntag, 25. August 2013

Gottesdienst für den dreizehnten Sonntag nach Trinitatis 

Text: Mt 6,1-4

Habt Acht auf eure Gerechtigkeit, dass ihr die nicht übt vor den Leuten, um von ihnen gesehen zu werden; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. 

Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir aus­posaunen lassen, wie es die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gas­sen, damit sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, damit dein Al­mosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verbor­gene sieht, wird dir’s vergelten. „Predigt Tal- und Wenschtkirche, Sonntag, 25. August 2013“ weiterlesen

Predigt Wenschtkirche, Sonntag, 21. Juli 2013

Gottesdienst für den achten Sonntag nach Trinitatis

Text: Joh 9,1-7

Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: „Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist?“ Jesus antwortete: „Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, son­dern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm. Wir müs­sen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden. Und er sprach zu ihm: „Geh zum Teich Siloah“ – das heißt übersetzt: gesandt – „und wasche dich!“ Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder. „Predigt Wenschtkirche, Sonntag, 21. Juli 2013“ weiterlesen

Predigt Wenschtkirche, Sonntag, 7. Juli 2013

Gottesdienst für den sechsten Sonntag nach Trinitatis

mit Taufe von Jan Emil Cochius und Marylou Patt

Text: Jes 43,1-7

Jedes Jahr im Sommer spielt sich am Kanal Kebar in Mesopotamien das gleiche Schauspiel ab. In der Siedlung Tel-Aviv hält die ju­däi­sche Landsmannschaft ihr Jah­restreffen ab. Seit dem verlorenen Krieg, der sie aus ihrer Heimat vertrieb, sind etliche Jahrzehnte ver­gangen. Aber am üblichen Ritual des Treffens hat sich kaum etwas verändert: Leviten und Tempelsänger treten auf, sie tragen ihre tradi­tionellen Gewänder und singen die alten Psalmen, die einst im Tem­pel von Jerusalem erklangen. Die wenigen Alten, die ihre Heimatstadt noch in alter Pracht gesehen haben, bekommen feuchte Augen. Die obligatorischen Festredner be­schwö­ren die ver­sunkene Welt des Königreichs Juda. Sie klagen darüber, wie die jet­zigen Bewoh­ner alles verkommen lassen, und sie fordern ihr Recht auf Rückkehr ein – allerdings nicht allzu laut: das könnte die babylonische Staatsmacht, die ihre Stadt zerstört und sie hierher verschleppt hat, in den falschen Hals be­kommen. Sie schließen ihre Reden mit dem frommen Wunsch: „Nächstes Jahr in Jerusalem!“ „Predigt Wenschtkirche, Sonntag, 7. Juli 2013“ weiterlesen

Predigt Wenschtkirche, Sonntag, 23. Juni 2013

Gottesdienst für den vierten Sonntag nach Trinitatis 

Text: Joh 8,3-11

Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau zu Jesus, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: „Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose aber hat uns im Gesetz geboten, sol­che Frauen zu steinigen. Was sagst du?“ Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“ Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. Jesus aber richtete sich auf und fragte sie: „Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt?“ Sie antwortete: „Niemand, Herr.“ Und Jesus sprach: „So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.“ „Predigt Wenschtkirche, Sonntag, 23. Juni 2013“ weiterlesen