Predigt Talkirche, Samstag, 24.12.2016

CHRISTMETTE

Text: Joh 3,16-17

Es ist Nacht in Bethlehem. Dunkel liegt das Städtchen da. Nur die Sterne sorgen für ein paar Lichtpunkte am Himmel. In den kleinen Lehmhäusern liegen die Menschen auf ihren Strohmatten und schla­fen, geschafft vom anstrengenden Tagewerk der armen Leute. Wahr­scheinlich träumen sie nicht viel, müde wie sie sind. Und wenn doch, mögen es Angstträume sein – vielleicht von römischen Soldatenstie­feln, deren Marschtritt durch die Gassen dröhnt – oder auch Wunschträume: von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit, von einem guten Herrscher, den Gott schickt und der seinem Volk wieder auf­hilft. „Predigt Talkirche, Samstag, 24.12.2016“ weiterlesen

Predigt Tal- und Wenschtkirche, Sonntag, 04.12.2016

GOTTESDIENST FÜR DEN ZWEITEN ADVENT

Text: Mt 24,1-14

Mal angenommen, Sie wüssten, dass es ein Weihnachtsfest gibt, aber sie wüssten nicht, wann genau es gefei­ert wird. Woran könnten Sie dann erkennen, dass es Weihnachten wird? Blöde Frage, denken Sie jetzt vielleicht. Es weihnachtet schließlich hierzulande dermaßen zeitig und heftig, dass man gar nicht daran vorbei kommt – von den Gebäck-Stapeln in den Supermärkten kurz nach den Sommerferien bis zum Einschalten der kompletten Weihnachtsbeleuchtung gleich am Montag nach dem Totensonntag! Da müsste doch spätestens heute am zweiten Advent auch der unaufmerksamste Zeitgenosse bemerkt haben, was die Stunde geschlagen hat. Die Zeichen der Zeit sind so eindeu­tig, dass man Weihnachten gar nicht verpassen könnte, selbst wenn man es wollte. „Predigt Tal- und Wenschtkirche, Sonntag, 04.12.2016“ weiterlesen

Predigt, Wenschtkirche, Sonntag, 20.11.2016

GOTTESDIENST FÜR DEN EWIGKEITSSONNTAG

Text: Offb 21,1-4

Das Jahr ist alt. Nasskalter Wind hat die welken Blätter von den Bäumen geweht. Am Ende meist trüber Tage senkt sich früh die Dunkelheit übers Land, noch ungewohnt nach der langen Som­merzeit. Und während wir dabei zusehen, wie die Natur erstirbt, um im nächsten Frühling wieder auf­zublühen, denken wir an die Ver­gänglichkeit: Es geht uns durch den Sinn, was und wen wir alles verloren haben. Und es dämmert uns, dass auch unser Leben ein Ziel hat, und wir davon müssen. „Predigt, Wenschtkirche, Sonntag, 20.11.2016“ weiterlesen

Predigt, Tal- und Wenschtkirche, Sonntag, 13.11.2016

GOTTESDIENST FÜR DEN VORLETZTEN SONNTAG DES KIRCHENJAHRS

Text: Röm 8,18-25

Vor ein paar Jahren lief im Kino „Die Konferenz der Tiere“ – ein Animations­film in 3D, lustig und nett anzusehen, aber mit ernstem Hintergrund. In der Geschichte von Erich Kästner, die dem Film zu­grunde liegt, ging es ursprünglich um den Weltfrieden, jetzt aber drängt sich das Umweltproblem in den Vordergrund. Da gräbt näm­lich ein Luxus­hotel dem paradiesischen Okawango-Becken im südli­chen Afrika das Wasser ab. Damit droht einem der letzten Rück­zugsgebiete der Tierwelt die Vernichtung. Die Tiere kämpfen um die wenigen ver­bliebenen Wasserlöcher, und natürlich setzen sich die „Predigt, Tal- und Wenschtkirche, Sonntag, 13.11.2016“ weiterlesen

Predigt Tal- und Wenschtkirche, Sonntag, 30.10.2016

GOTTESDIENST FÜR DEN DREIUNDZWANZIGSTEN SONNTAG NACH TRINITATIS

Text: Phil 3,17-21

Folgt mir, liebe Geschwister, und seht auf die, die so leben, wie ihr uns zum Vorbild habt. Denn viele leben so, dass ich euch oft von ihnen gesagt habe, nun aber sage ich’s auch unter Tränen: Sie sind die Feinde des Kreuzes Christi. Ihr Ende ist die Verdammnis, ihr Gott ist der Bauch und ihre Ehre ist in ihrer Schande; sie sind irdisch ge­sinnt. Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel; woher wir auch erwar­ten den Retter, den Herrn Jesus Christus, der unsern nichtigen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann.

Wenn die Wutbürger von Pegida und Co. demonstrieren gehen, dann halten sie gern schwarz-rot-goldene Kreuze in die Höhe „Predigt Tal- und Wenschtkirche, Sonntag, 30.10.2016“ weiterlesen