Auf ein Wort…..

Liebe
Leserin, lieber Leser,

„Mit 66 Jahren,
da fängt das Leben an“, sang einst Udo Jürgens. Und viele singen
ein ähnliches Lied: Wenn ich erst in Rente bin, wenn die Kinder
aus dem Haus sind, wenn ich endlich volljährig bin, wenn ich meine
Ausbildung abgeschlossen habe, wenn ich erst den Mann oder die Frau
fürs Leben gefunden habe, wenn ich wieder gesund bin – dann geht
das Leben richtig los. Bis dahin scheint das Leben so eine Art Wartesaal
zu sein, in dem wir nur herumsitzen und auf bessere Zeiten hoffen.

Wie eine Einladung
in diesen Wartesaal kommt mir die Losung für das neue Jahr vor.
Christus spricht: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben.“ Lebe ich
denn noch gar nicht? Oder lebe ich vielleicht nicht richtig? Oder
nicht genug? Woher soll ich denn wissen, ob mein Leben wirklich
gut und sinnvoll ist? Ob ich meine Lebensmöglichkeiten voll ausschöpfe?
Natürlich, es gibt Tage, da rauscht das Leben einfach nur an einem
vorbei. Tage, an denen ich schon froh bin, wenn ich mit den Aufgaben,
die mein Leben mir stellt, einigermaßen zurechtkomme.

Aber es gibt eben
auch Tage, an denen ich viel Freude am Leben habe, Tage, die erfüllt
sind und die mich spüren lassen, wie lebendig ich bin – schon jetzt
und nicht erst dann, wenn bessere Zeiten anbrechen.

Für Jesus und
seine Jünger brechen an diesem Abend schwere Zeiten an. Es ist der
letzte Abend, den sie gemeinsam verbringen. „Ich lebe, und ihr sollt
auch leben“, sagt Jesus, obwohl er weiß, dass er schon bald verhaftet
und hingerichtet wird. Er wird also gar nicht leben, sondern sterben.
Und als der, der schon so gut wie tot ist, spricht er vom Leben:
Ihr sollt leben, wie auch ich lebe! Das verspricht Jesus seinen
Jüngern, die schon bald ohne ihn dastehen werden und sich verwaist
fühlen. Und sich dann fragen, ob es richtig und sinnvoll war, Jesus
ihr Leben anzuvertrauen.

Jesus hat den
Tod vor Augen, aber er spricht von einem Leben, das der Tod nicht
endgültig zerstören kann. Denn Gott schenkt das Leben und hebt es
auf, wenn es hier zu Ende geht. Nicht mehr der Tod setzt die Bedingungen
dieses Lebens, sondern Gott, der Schöpfer. Wenn Jesus sagt: Ich
lebe, und ihr sollt auch leben, dann spielt er also nicht ein Leben
nach dem Tod gegen das Leben vor dem Tod aus. Das Leben, das er
verspricht, ist kein Wartesaal, in dem ich nur auf bessere Zeiten
hoffen kann oder auf das Jenseits. Es gehört voll und ganz in unsere
Gegenwart, in unseren Alltag. Aber dieses Leben hat eine andere
Tiefe. Es lebt aus dem Vertrauen auf Gott, der das Leben schenkt,
erhält und neu schafft. Menschen, die ihrem Schöpfer vertrauen,
werden leben, schon hier und jetzt und dann auch in Ewigkeit.

„Ich lebe, und
ihr sollt auch leben“, spricht Jesus Christus. Das ist unsere Losung
für das neue Jahr. Ein Wort, das mich nach vorne schauen lässt,
auch wenn es gilt, Altes zurückzulassen. Und ihr sollt auch leben.
Ja, ich will leben, an das Leben glauben, auch wenn der Tod immer
wieder ins Leben hineingreift. Auch wenn es mir manchmal schwer
fällt, Lebensfreude zu spüren oder die nötige Lebenskraft aufzubringen.
Ja, ich will leben und mich nicht ständig fragen, ob ich schon lebe,
noch lebe oder genug lebe. Denn mein Leben, das mir an manchen Tagen
so klein und gewöhnlich vorkommt und dann wieder ganz großartig,
steht unter diesem Versprechen: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben.“

Ein Jahr voller Leben wünscht Ihnen

Ihre Pastorin
Almuth Schwichow

3 Pfarrbezirke + 2 Kirchen = 1 Gemeinde

3  Pfarrbezirke    +
   2  Kirchen    =    1
 Gemeinde

Liebe Gemeindeglieder,

2007 war in der
Geschichte der Kirchengemeinde Klafeld ein sehr schwieriges Jahr.
Das Presbyterium musste aufgrund der katastrophalen finanziellen
Lage 2006 Entscheidungen treffen, die viele Menschen durch die erfolgte
Umsetzung zum 1. Oktober 2007 erst jetzt in ihrer gesamten Tragweite
erkannt haben und als sehr schmerzhaft empfinden. Obwohl wir  ausführlich
über den Prozess in „Gemeinde jetzt“ und bei Gemeindeversammlungen
im Juni 2006 und März 2007 informiert haben, gibt es immer wieder
die gleichen Fragen. Deshalb möchte ich Ihnen im Folgenden nicht
nur die Gründe für unsere Entscheidung nennen, sondern auch auf
Alternativen zu den Stilllegungen der Kirchen eingehen.

Die Gemeindegliederzahlen
sind in 40 Jahren von 13.900 auf 7.500 Gemeindeglieder um gut 45%
gesunken (ohne Sohlbach und Buchen). Gleichzeitig sank, u.a. bedingt
durch Einkommensteuerentlastung bei gleichzeitiger Erhöhung von
Verbrauchssteuern, die Kirchensteuerzuweisung für die Gemeinde.
Dies alles führte zu einem Einnahmeverlust von insgesamt 350.000
€. Einsparungen in verschiedenen Bereichen in Höhe von 100.000€
konnten verwirklicht werden.

Das Haushaltsdefizit
betrug dennoch 250.000 Euro.  Der Ausgleich des Haushaltes
war trotz aller Bemühungen nicht zu erreichen, so dass nach §67a
der Verwaltungsordnung unverzüglich ein Haushaltssicherungskonzept
durch Beschluss des Leitungsorgans (Presbyterium) aufgestellt werden
musste. Die Haushaltssicherung dient zur nachhaltigen Sicherstellung
kirchlicher Aufgabenerfüllung. Sie ist jährlich fortzuschreiben
und soll höchstens vier Jahre umfassen. Dieses Defizit fällt ohne
einleitende Maßnahmen jedes Jahr an. Wir haben auch nicht die Möglichkeiten
wie Bund, Land und Kommune, den Haushalt durch Schulden auszugleichen.

Die Kirchengemeinde
hatte aber immer noch den  gleichen Gebäudestand (6 Kirchen
bzw. Gemeindezentren, 5 Pfarrhäuser und 7 Tageseinrichtungen für
Kinder) wie vor 40 Jahren.

Angesichts der
oben geschilderten Lage mussten deshalb neue Weichen für die Zukunft
gestellt werden. Nachfolgend möchte ich Ihnen die jährlichen Kosten
ohne Bauunterhaltung, aber einschließlich Personal, für die Gebäude
aufzeigen, die wir stillgelegt haben:

Hoher Rain:
Setzen:
Lutherhaus:
Birlenbach:
Sohlbach
/ Buchen:

Gesamt:

 19.500€
 20.400€
 34.000€
 23.800€
 54.300€
152.000€

(bereits ab 01.08.2005)

Die von uns eingeleitenden
schwerwiegenden Maßnahmen reichen dennoch nicht aus. Deshalb hoffen
wir, dass vom Kirchenkreis und der Kreissynode Beschlüsse gefasst
werden, die  im Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder erhebliche
Kostenreduzierungen mit sich bringen.

Besonderer Dank
gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch die Stilllegung
der Gebäude ihre Arbeitsplätze verloren haben. Aufgrund einer durchgeführten
Sozialauswahl sind dies die Organisten Simone Nassauer, Günter Drucks
und Rudolf Ziel, sowie die Küsterinnen Susanne Drechsler, Mechthild
Heide, Heike Leh und Heidi Soose. Diese Mitarbeiter waren alle geringfügig
bzw. teilzeitbeschäftigt. Frau Mechthild Heide aus Sohlbach ist
nun Organistin und  Frau Elvira Haberkorn aus Setzen Küsterin
im Wenscht. Alle Mitarbeiter wurden in Gottesdiensten verabschiedet
bzw. an den neuen Arbeitsorten begrüßt.

Besonders unbefriedigend
ist die Situation in Sohlbach und Buchen. Der Kirchenkreis sah sich
im Bezug auf das Paul-Gerhard-Haus in besonderer Verantwortung.
Dies wurde durch einen Beschluss des Kreissynodalvorstandes im November
2006 mit folgendem Inhalt unterstrichen: „Hinsichtlich der zukünftigen
Nutzung des Paul-Gerhard-Hauses in Buchen-Sohlbach wird sich der
Kirchenkreis darum Bemühen, das Gebäude einer anderen kirchlichen
Nutzung zuzuführen, ohne dass dazu finanzielle Mittel des Kirchenkreises
aus Kirchensteuereinnahmen eingesetzt werden.“ Leider fand aber
der Kirchenkreis keine alternative Nutzungs- bzw. Finanzierungsmöglichkeit.
Unser Presbyterium fasste daraufhin den Beschluss doch nochmals
über die Rückumgliederung der Ortsteile nach Buschhütten nachzudenken.
Ein dementsprechendes Votum seitens Buschhütten erfolgte nicht.
In einer sehr emotionalen Gemeindeversammlung, die auf Initiative
unseres Presbyteriums im Beisein von Herrn Menzel (Verwaltungsleiter)
und einem weiterem Mitglied des Kreissynodalvorstandes stattfand,
mussten wir leider am 24.09.2007 endgültig die Stilllegung des Paul-Gerhardt-Hauses
bekannt geben.

Gab es Alternativen
zu dem genannten Sparkonzept?

Wir hätten sofort
alle Tageseinrichtungen für Kinder an die Stadt Siegen abgeben müssen
und mit der Entlassung unseres Gemeindepädagogen die Arbeit mit
Kindern und Jugendlichen beenden müssen. Unabhängig davon hätten
wir dennoch zusätzlich Gebäude aufgeben müssen. Aber nach welcher
Reihenfolge? Egal wie diese ausgesehen hätte, irgendeiner würde
sich dann immer über den Tisch gezogen fühlen.

Einige sehen eine
Alternative in der Gründung von Fördervereinen. Warum hat dies das
Presbyterium nicht zugelassen?

  1. Die Unterhaltskosten
    einschließlich Bauunterhaltung sind bei den Gebäuden sehr unterschiedlich.
    Wie soll ein Presbyterium, dass für die Gesamtgemeinde verantwortlich
    ist, denen, die die erforderliche Summe nicht zusammen bekommen,
    dies erklären?
  2. Ein durchdachter
    Finanzierungsplan mit namentlicher Benennung von Gemeindegliedern,
    die bereit sind langfristig ein Gebäude zu erhalten, lag dem
    Presbyterium nicht vor.
  3. Alle Gruppen,
    Kreis und Chöre kommen in den noch vorhandenen Gebäuden unter,
    oder treffen sich ortsnah durch die Anmietung von Dorfgemeinschaftshäusern.
  4. Bereits 1997
    haben wir einen Förderverein für die Arbeit mit Kindern und
    Jungendlichen gegründet. Nachdem zu Beginn schnell mit 100 Mitgliedern
    ein gesicherter Betrag von 5.000€ pro Jahr erzielt wurde, ist
    inzwischen die Mitgliederzahl auf 80 gesunken. Viele Menschen,
    bei denen ich dachte, sie würden in den Förderverein eintreten,
    sind leider keine Mitglieder geworden. Der Vorstand hat sich
    bis heute immer wieder um Mitglieder bemüht. Aber sind nicht
    die privaten finanziellen Belastungen aller durch bekannte Preiserhöhungen
    angestiegen?
  5. Das Konzept
    sieht ein Zusammenwachsen der Gemeinde vor, in dem das Bezirksdenken
    der Vergangenheit angehört.
  6. Außerdem
    benötigen wir die Einnahmen aus den Verkäufen der Gemeindehäuser
    / Kirchen um die Defizite aus dem Haushalt auszugleichen.

Von einigen Gemeindegliedern
wurde bemängelt, dass das neue Konzept nur finanzielle Komponenten
hat. Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen!

Die in der Gemeindeumfrage
an erster Stelle genannte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird
an einem neuen Ort weiter geführt. Durch großes ehrenamtliches Engagement
unter der Leitung von Wolfgang Hofheinz sind kinder- und jugendgerechte
Räume entstanden. Hier fühlen sich die jungen Menschen wohl und
sie haben, wie dass im November erstmals im Wenscht durchgeführte
Spielkarussell zeigte, bereits hier ein Zuhause gefunden. Über 250
Kinder und Erwachsene fanden sich ein, um alte aber auch neue Spiele
auszuprobieren. Dies war ein voller Erfolg.

Die neue Konfirmandenkonzeption
unter Beteilung der Pfarrer, des Hauptamtlichen und der Ehrenamtlichen
möchte den Jugendlichen Entscheidungshilfen zu Glaubens- und Lebensfragen
geben.

Neben dem schon
traditionell gut angenommenen Kindergottesdienst am Samstagabend
um 18:00 Uhr im Tal ist in der Wenschtkirche um 11:00 Uhr Kindergottesdienst
parallel zum Gottesdienst. Dieses Angebot, mit monatlich stattfindendem
gemeinsamem Mittagessen für junge Familien, wird gut angenommen.
Außerdem ist wöchentlich am Sonntag um 11:00 Uhr im Kindergarten
Setzen Kindergottesdienst.

Ein traditioneller
Gottesdienst findet jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Talkirche statt.
Der hierfür extra eingerichtete Bus- und Taxidienst wird sehr unterschiedlich
angenommen.

Die neu eingeführte
„Guten-Abend-Kirche“ ist mit sehr großem Erfolg gestartet. Die im
Team mit großem Engagement vorbereitenden Gottesdienste zielen insbesondere
auf kirchendistanzierte Gemeindeglieder und stehen unter einem besonderen
Thema.

Neu ist auch das
 zweimal im Monat stattfindende Kirchcafe am Sonntagnachmittag
im Pfarrhaus, dass gut angenommen wird, und dessen Durchführung
durch unsere Gemeindekreise erfolgen soll.

In diesen für
die Kirche nicht einfachen Zeiten engagierte Frauen und Männer für
das Amt des Presbyters zu gewinnen ist sehr schwer. Deshalb möchte
ich allen, die Verantwortung tragen, ob als Presbyter, Mitglieder
in den Ausschüssen oder als Mitarbeiter in den vielen Gruppen und
Chören, recht herzlich danken. Wir benötigen jedoch noch mehr Mitarbeiter,
die sich für die Belange unserer Gemeinde einsetzen. Es lohnt sich.

Aus meiner Sicht
gibt es genügend Gründe, diesen schwierigen Weg der Umorganisation
mitzugehen. Mit Pfarrer Dr. Martin Klein haben wir einen guten Seelsorger
bekommen, der sehr fleißig mit viel Einsatz und Freude seinen Dienst
tut. Wir bitten Sie dafür zu beten, dass wir auch mit der Nachfolge
von Pfarrer Burkhard Schäfer Erfolg haben. Lassen Sie uns zusammenhalten
und nicht Salz in die Wunden, die wir sicherlich alle haben, streuen.

Mit dem Wunsch,
dass Gott  uns allen auch im kommenden Jahr beisteht und wir
uns bei allen Problemen gegenseitig unterstützen, grüße ich Sie
auch im Namen des Presbyteriums recht herzlich.

Hartmut Heinbach
(Finanzkirchmeister)

 

Durch die o.g. Umstrukturierungsmaßnahmen
war es erforderlich die Pfarrbezirke neu einzuteilen:

Zum Pfarrbezirk I gehören
folgende Straßen:

Adlerstraße, Adolf-Saenger-Straße,
Akazienweg, Albert-Nöll-Straße, Am Bauhof, Am Hochwald, Am Hohen
Feld, Am Rückelchen, Amselweg, Am Sohlbach, Am Wäldchen, Am Wiesenhang,
AufA der Schläfe, Bachstraße, Bruchwiese, Buchener Straße, Buchenweg,
Bussardweg, Dachsweg, Dohlenweg, Drosselweg, Eibenweg, Eichenallee,
Elsa-Brandström-Straße, Elsterweg, Eschenweg, Eulenweg, Falkenstraße,
Fasanenweg, Finkenweg, Friedlandstraße, Fuchsweg, Gewerbestraße,
Grüner Weg, Gutenbergstraße, Habichtweg, Hasenweg, Heesstraße, Hof
Schutte, Im Gartenfeld, Im Gensterfeld, Im Seifen, Im Struthwald,
Im Wiesental, Jakob-Scheiner-Straße, Kastanienweg, Kohlenbergstraße,
Lange Wiese, Lärchenweg, Meisenweg, Moosweg, Otto-Brenner-Platz,
Otto-Brenner-Straße, Pappelweg, Patmosweg, Rehweg, Rüsterweg, Salamanderweg,
Schwalbenweg, Sedanstraße, Sohlbachbrücke, Sohlbacher Straße (ab
Haus-Nr. 38 bzw. 51), Spechtweg, Sperberweg, Starenweg, Tannenburgstraße,
Taubenweg, Teichweg, Triftweg, Ulmenweg, Wacholderweg, Waidmannsweg,
Wasserweg, Wenschtstraße, Ziegeleistraße, Zum Schulwald.

Zum Pfarrbezirk II gehören
folgende Straßen:

Adalbert-Stifter-Weg,
Adolf-Wurmbach-Straße, Akeleiweg, Am Hohen Rain, An der Setze, An
der Talkirche, Asternweg, Bergstraße, Bilzestraße, Bodelschwinghstraße,
Braasfeld, Brachhain, Breitenbruch, Brentanostraße, Bruchstraße,
Buschhütter Straße, Dahlienweg, Dellweg, Dillnhütter Straße, Dreisbacher
Straße, Droste-Hülshoff-Straße, Erikaweg, Eschgarten, Ferndorfsteg,
Fingerhutweg, Fliederweg, Fontanestraße, Fuchsienweg, Geibelstraße,
Geisweider Straße (ab Haus-Nr. 62), Glabacher Ecke, Gottfried-Keller-Straße,
Grubenwiese, Hebbelstraße, Heidlofweg, Hofacker, Im Kölsbachgrund,
Im Ruhrstgarten, In der Burbach, Irisweg, Johann-Hus-Straße, Kastenweg,
Kirchwiese, Koomansstraße, Krauseburg, Kredenbacher Weg, Krokusweg,
Lambertweg, Lavendelweg, Löhstraße, Lohscheffelweg, Marktstraße,
Neuwiese, Philippstraße, Primelweg, Querstraße, Ritterspornweg,
Rudolfstraße, Ruhrststraße, Schilfweg, Schöntalstraße, Schützenwiese,
Setzer Straße, Setzetalstraße, Sonnenstraße, Steimelstraße, Stormstraße,
Suttnerweg, Tannenwald, Thymianweg, Unglinghäuser Straße, Unterm
Steimel, Veilchenweg, Vor der Ley, Wartburgstraße, Wilhelm-Busch-Straße,
Wollsbachstraße, Zum Kallenberg.

Zum Pfarrbezirk III gehören
folgende Straßen:

Abendröthe, Albichweg,
Am Birlenbach, Am Grünen Hang, Am Hüttengraben, Am Kindergarten,
Am Kirschenbäumchen, Am Klafelder Markt, Am Kopf, Am Nöchel, Am
Sammetshain, Am Sonnenhang, Am Sportplatz, Am Steinbruch, Am Westhang,
Am Zäunchen, An den Weiden, Bahnstraße, Birlenbacher Hütte, Birlenbacher
Straße, Bornstraße, Breitscheidstraße, Brunnenweg, Diesterwegstraße,
Eisenstraße, Erlenweg, Fichtenweg, Friedrichsplatz, Friesenstraße,
Fröbelstraße, Geisweider Straße (bis Haus-Nr. 61), Gerberstraße,
Ginsterweg, Goldregenweg, Hans-Böckler-Platz, Heckenbergstraße,
Heidenfeld, Hermann-Löns-Straße, Hofbachstraße, Hohe Straße, Hüttenstraße,
Im Söntchen, In der Furth, Jasminweg, Kalte Seite, Kiefernweg, Königstraße,
Kupferstraße, Lindenplatz, Ludwig-Kenter-Straße, Nussbaumweg, Rathausstraße,
Reckhammerstraße, Rijnsburger Straße, Röntgenstraße, Schießbergstraße,
Schwarzdornweg, Schweizer Seifen, Sohlbacher Straße (Haus-Nr. 1-37
bzw. 2-32), Stahlstraße, Turnerstraße, Viktoriastraße, Vor der Schule,
Wildweg, Wilhelm-Raabe-Straße, Zeppelinstraße, Zinkstraße.


Weltladenverkauf

Fair tut gut!

Ab dem neuen Jahr
möchte der Partnerschafts-Ausschuss einmal monatlich nach dem Gottesdienst
Waren aus dem Weltladen anbieten. An unserem Stand, den wir abwechselnd
in der Talkirche und im Wenscht aufbauen werden, finden Sie Kaffee,
Tee, Honig, Schokolade und manches mehr. Alle Produkte stammen aus
fairem Handel und wurden umweltverträglich hergestellt. Handwerker
und Kleinbauern erhalten angemessene Preise für ihre Erzeugnisse
und sind dadurch in der Lage, eine solide Lebensgrundlage für sich
und ihre Familien zu schaffen. Fairer Handel tut aber nicht nur
anderen gut, sondern auch uns selbst. Die Produkte überzeugen durch
ausgezeichnete Qualität und guten Geschmack.

Wir bieten die
Waren aus dem Weltladen jeweils am ersten Sonntag im Monat nach
dem Gottesdienst an: am 6. Januar nach der Guten-Abend-Kirche im
Wenscht und am 3. Februar nach dem Gottesdienst in der Talkirche.

Kirchenwahl 2008

Wahlen zum Presbyterium 2008

Am 24. Februar 2008 finden in ganz Nordrhein-Westfalen
evangelische Kirchenwahlen statt. In der Kirchengemeinde Klafeld
hat das Wahlverfahren mit der Gemeindeversammlung am 29. Oktober
2007 begonnen. Von den vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten
haben sich bisher sechs Männer und Frauen bereit erklärt, das Leben
in unserer Gemeinde verantwortlich mitzugestalten. Zwei Plätze im
Presbyterium bleiben also vorerst frei. Somit finden in der Kirchengemeinde
Klafeld keine Wahlen statt. Die Namen der Kandidatinnen und Kandidaten
werden im Gottesdienst abgekündigt. Sofern kein Einspruch erhoben
wird, gelten die Vorgeschlagenen bis zum Erscheinen dieses Gemeindebriefs
bereits als gewählt. In der nächsten Ausgabe von „Gemeinde jetzt“
werden die neuen bzw. wiedergewählten Presbyterinnen und Presbyter
sich Ihnen vorstellen.

Den Termin für die Einführung und die Verabschiedung
der ausscheidenden Presbyterinnen und Presbyter können Sie sich
heute schon vormerken: Sonntag, den 6. April, um 9.30 Uhr in der
Talkirche.


Berichte von der Kreis-Synode

„Ich wünsche mir ein neues
Bewusstsein für das Gemeinsame“

Rückblick und Ausblick der
Superintendentin vor der Kreissynode Siegen

Das zu Ende gehende
Kirchenjahr war für den Kirchenkreis Siegen nach Darstellung von
Superintendentin Annette Kurschus in ihrem Bericht vor der Kreissynode
geprägt von weit reichenden Veränderungen und schwer wiegenden Entscheidungen,
von notgedrungenen Abbrüchen und schmerzlichen Abschieden, von wagemutigen
Neuanfängen und hoffnungsvollen Aufbrüchen. Und: Auch bei uns werde
neu nach Gott gefragt.
Ein „Pfund“ des Kirchenkreises Siegen
liegt nach ihrer Einschätzung zweifellos im Bereich der gottesdienstlichen
Aktivitäten. Die tiefe theologische Überzeugung, dass der Gottesdienst
nach wie vor die Mitte des Gemeindelebens bilde, mache die Verantwortlichen
an dieser Stelle besonders erfinderisch und lasse sichtbar und spürbar
Neues wachsen. In fast allen Gemeinden würden inzwischen zusätzlich
zum traditionellen Gottesdienst am Sonntagmorgen weitere Gottesdienst-
und Andachtsformen ausprobiert, die jeweils besondere musikalische,
inhaltliche oder liturgische Akzente setzten und eine Vielzahl von
Menschen ansprächen, teilweise weit über die eigene Gemeinde hinaus.
Der
Blick auf die geringer werdenden Finanzen, so die Superintendentin,
habe inzwischen eine neue Wendung ins Konstruktive genommen. Neue
Finanzierungswege würden beschritten, fantasievolle Spendenmöglichkeiten
eröffnet und Menschen gewonnen, die ihr Geld gezielt für konkrete
Vorhaben der Gemeinde einsetzten. Das Projekt eines freiwilligen
Kirchgeldes unter dem Motto „Meine Kirche – dafür habe ich was übrig“
sei in einigen Gemeinden bereits verheißungsvoll angelaufen und
auf einem guten Weg.
Als Besorgnis erregend schildert sie, dass
es einem guten Drittel der Gemeinden nicht gelungen sei, genügend
Kandidatinnen und Kandidaten für die bevorstehenden Presbyteriumswahlen
zu finden. Presbyterien seien zunehmend mit unliebsamen Aufgaben
konfrontiert. Es müssten Gebäude geschlossen, Mitarbeitende entlassen
und Haushaltssicherungskonzepte erstellt werden. Großen Respekt
habe sie vor denen, die sich diesen Aufgaben seit Jahren stellten.
Menschen, denen ihre Gemeinde etwas bedeute, würden gebraucht.
Als
elementar und unaufgebbar zum Auftrag der Kirche gehörend bezeichnete
Kurschus, dass Kinder und Jugendliche in den Gemeinden ein Zuhause
finden könnten, wo sie willkommen seien, wo sie gefördert und angesprochen
würden, wo sie in lebendigen Kontakt gerieten mit dem christlichen
Glauben und dadurch Orientierung für ihr Leben erhielten. Dies sei
Gemeindeaufbau in seiner ursprünglichen Form. Kurschus: „Arbeit
mit Kindern kostet Zeit und Einsatz und Liebe und – Geld. Arbeit
mit Kindern und Jugendlichen braucht kompetente, gut ausgebildete
Männer und Frauen, die hauptamtlich in unseren Gemeinden tätig sind
und andere dazu ermutigen und befähigen und dabei begleiten können,
ehrenamtlich mitzuarbeiten. Ich beobachte mit Sorge, dass die Kapazitäten
ausgerechnet an dieser Stelle einzubrechen drohen.“ An dieser Stelle
sieht sie den Kirchenkreis in die Pflicht genommen, der die Kirchengemeinden
bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen habe.  
Im
Blick auf die Gesamtheit der Gemeinden wünscht sich die Superintendentin,
dass „unter uns ein neues Bewusstsein wächst für das, was unsere
gemeinsame Sache ist.“ Die Sorge für die eigene Gemeinde dürfe nicht
das einzige Motiv des Handelns sein. Die Kindergärten in evangelischer
Trägerschaft, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder die gemeindenahe
Diakonie gehörten zu den gemeinsamen Aufgaben, bei denen die entscheidende
Frage nicht laute, was die Gemeinden davon hätten, sondern „Wie
wollen wir unsern Auftrag als Kirche für die Menschen in unserer
Region evangeliumsgemäß und glaubwürdig gestalten?“
Sie hebt
hervor, die Bürgermeister und Landräte im Rahmen des Präsesbesuchs
hätten deutlich gemacht, dass sie auf das unverwechselbare Profil
der evangelischen Kindergärten aus inhaltlichen Gründen nicht verzichten
möchten. Deshalb setze der Kirchenkreis derzeit alles daran, die
Arbeit von Kindertageseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft
möglichst flächendeckend zu sichern.
Auch bezogen auf die Arbeit
der hauptamtlichen Jugendreferenten  und Gemeindepädagogen
sieht sie den Kirchenkreis in der Pflicht, diese Arbeitsfelder auf
Kirchenkreisebene anzusiedeln und sie damit zu sichern.
Die Arbeit
der Diakonie, so betonte die leitende Theologin im Kirchenkreis
Siegen, geschehe für alle Kirchengemeinden. Sie werde von den meisten
Menschen als kirchliche Arbeit wahrgenommen und geschätzt.
Die
Bildung des Krankenhausverbundes aus den drei evangelischen Krankenhäusern
und der beiden Häuser des Siegener Kreisklinikums böten die Chance,
das Miteinander als Gemeinde, Diakonie und Kirchenkreis noch einmal
gründlich zu bedenken und möglicherweise hier und da neu zu gestalten.
In den Presbyterien wünsche sie sich eine Diskussion darüber, wie
gemeindenahe Diakonie vor Ort konkret gestaltet werden könne, welche
Beratungs- und Hilfsdienste als unentbehrlich angesehen würden,
welche Aufgaben die Diakonie stellvertretend für die Gemeinden übernehmen
müsse.
Abschließend weist die Superintendentin in ihrem Synodenbericht
dankbar auf die vielen Zeichen im Kirchenkreis Siegen hin, die von
der Verantwortung in der Welt zeugten, von einem Einsatz in ökumenischer
Weite, von gesellschaftspolitischer Parteinahme für die Schwachen
und Benachteiligten, von der Sorge um Frieden und Gerechtigkeit
und von einem empfindlichen Bewusstsein für die Gefährdung der Schöpfung.


Ergebnis mit Unsicherheiten

Weg offen für Kindertageseinrichtung
auf Kirchenkreisebene

Es war eine lange
und schwere Geburt, die die Kreissynode Siegen jetzt auf ihrer Tagung
in der CVJM-Jugendbildungsstätte Wilgersdorf zu bewerkstelligen
hatte. Zu unterschiedlich waren für eine schnelle Entscheidung die
Einschätzungen der Kirchengemeinden darüber, ob die Trägerschaft
von Kindertageseinrichtungen auf Kirchenkreisebene mehr Nachteile
oder mehr Vorteile bietet. Schlussendlich wurde die Satzung für
die Ev. Kindertageseinrichtungen in der Trägerschaft des Kirchenkreises
Siegen beschlossen und der Weg für eine kreiskirchliche Trägerschaft
frei gemacht. 84 Synodale stimmten dafür, 34 dagegen. Insgesamt
zwar eine Mehrheit, aber bei 181 stimmberechtigten Synodalen wird
in dem Ergebnis die noch bestehende Unsicherheit Vieler deutlich.

Kann es der Kirchenkreis besser als die Gemeinden? Haben die
Gemeinden bei einer Kirchenkreisträgerschaft noch genügend Mitspracherecht?
Was kostet am Ende die Trägerschaft auf Kirchenkreisebene die Gemeinden?
Und, sind die fünf Gemeinden, die keine Kindertrageseinrichtungen
haben, bereit, diese Arbeit solidarisch mit zu finanzieren? Eine
große Unbekannte in der Diskussion war das neue KIBIZ (Kinderbildungsgesetz),
das zum 1. August 2008 in Kraft tritt. Ein Jahr lang sollen die
Kirchengemeinden mit den KIBIZ-Regelungen Erfahrungen sammeln, um
dann zu überlegen, ob es besser ist, die Trägerschaft der Kindertageseinrichtungen
an den Kirchenkreis abzugeben.  Niemand weiß bislang, welche
finanziellen Auswirkungen das Gesetz mit sich bringt. Daher betonte
die Superintendentin Annette Kurschus zu Beginn der Beratungen,
dass auf dieser Synode noch nicht ein Finanzierungsmodell zu beraten
sei. Ziel der Satzung sei, Kindergartenarbeit in kirchlicher Trägerschaft
zu sichern.
Pfr. Stefan König, Nikolaikirchengemeinde Siegen,
brachte die Vorlage ein. Er hoffe, dass das Ergebnis künftig für
eine gute Qualität stehe und dass es gelinge, eine Struktur zu schaffen,
die es erlaubt, einen Grundbestand an ev. Kindertageseinrichtungen
in der Fläche und in den Gemeinden zu erhalten.
Synodalassessor
Hans-Werner Schmidt machte darauf aufmerksam, dass es sich rechnen
könne, ein gemeinsames Finanzierungspaket für die Kindertageseinrichtungen
und die Jugendarbeit zu schnüren. Das könne aber erst auf der nächsten
Synode beraten werden.
Etliche Synodale sahen das neue Trägermodell
skeptisch und nicht losgelöst von der Finanzierung. Pfr. Herbert
Scheckel ist davon überzeugt, dass das Ziel durch die Gemeinden
mit weniger finanziellem Aufwand und Organisationsaufwand erreicht
werden könne. Immer größere Einheiten zu schaffen, hielt Pfr. Christoph
Meyer für die falsche Richtung. Dadurch gehe für die Gemeinden viel
verloren. So mancher Synodale hatte seine Befürchtung, dass durch
die Trägerschaft auf Kirchenkreisebene der Einfluss der Gemeinden
auf die Kindergartenarbeit zu gering werde.
Wie eng das Finanzbudget
mittlerweile bei den Gemeinden ist, machten die Kirchengemeinde
Burbach und die Erlöser-Kirchengemeinde deutlich. Die Kirchensteuerzuweisungen
für die Erlöser-Kirchengemeinde in Siegen, so Pfarrer Armin Pulfrich,
betrügen 130.000 Euro. Davon müssten 90.000 Euro für die Kindergärten
aufgegeben werden. Ohne kreiskirchliche Trägerschaft seien ihre
Kindertageseinrichtung in evangelischer Trägerschaft nicht zu halten.

Sichergestellt werden müsse allerdings, da waren sich die Synodalen
einig, dass sich die Kirche gegenüber Stadt und Kreis als ein verlässlicher
Verhandlungspartner erweist.


Verhaltene Zuversicht

Haushaltsplan 2008 beschlossen

Mit einer verhaltenen
Zuversicht beschlossen jetzt die Synodalen des Kirchenkreises Siegen
auf der Herbstsynode den kreiskirchlichen Haushaltsplan für das
kommende Jahr. Rund 14 Mio. Euro stehen dem Kirchenkreis und den
Gemeinden für die vielfältigen Aufgaben zur Verfügung. Pro Gemeindeglied
erhalten die Gemeinden im nächsten Jahr 38 Euro. Drei Euro mehr,
als noch auf der Sommersynode angekündigt. Und sie brauchen keine
Verwaltungskosten mehr abzuführen, was rechnerisch einen Wert von
1,31 Euro pro Gemeindeglied ausmacht.  Im vergangenen Jahr
erhielten die Gemeinden allerdings noch 44 Euro pro Gemeindeglied.
Friedhelm Knipp, Vorsitzender des Finanzausschusses des Kirchenkreises
Siegen, freute sich, dass in 2008 der Haushalt wieder ausgeglichen
werden konnte und auch in 2007 die 1,345 Mio. Euro Mehreinnahmen
in die vorgeschriebenen Rücklagen fließen, dank der sich zurzeit
positiv entwickelnden Kirchensteuereinnahmen. Grundsätzliche Entwarnung
konnte Knipp allerdings nicht geben. Die längerfristigen Prognosen
zeigen auf, dass die geschnürten Sparpakete geschnürt bleiben müssen.
Die
Kirchengemeinden, die so genannte Überhanggruppen in ihren Kindertageseinrichtungen
unterhalten, erhalten pro Gruppe eine Förderung von 5.000 Euro.
Das macht für die insgesamt 48 Gruppen 240.000 Euro zusätzliche
Fördermittel aus, die der Kirchenkreis zur Verfügung stellt. Ab
1.8.2008 tritt das neue KIBIZ (Kinderbildungsgesetz) in Kraft. Dann
muss die Gesamtfinanzierung der Kindertageseinrichtung neu überprüft
werden.  
Bereits für 2008 wird ein geringer Einnahmerückgang
gegenüber 2007 erwartet. Für die weiteren Jahre ab 2010 wird allein
aus demographischer Entwicklung eine Abwärtsbewegung von 1,5% jährlich
prognostiziert.
Die derzeitigen Mehreinnahmen werden im Wesentlichen
auf Landeskirchenebene für Einzahlungen in die Versorgungskasse
für die Pfarrer und Kirchenbeamte verwendet. Heute kommen in den
drei Landeskirchen in NRW (Lippe, Westfalen und Rheinland) auf 5200
aktive Theologen 4080 Versorgungsempfänger. Im Jahre 2030 werden
bei dann nur noch 1500 aktive Theologen rund 6200 Versorgungsempfänger
zu finanzieren sein.


„Auf dem Weg in die Irre ist
Rückschritt Fortschritt“

Ausschussarbeit neu organisiert

Mit großer Mehrheit
beschloss die Kreissynode eine neue Kreissatzung und eine neue Geschäftsordnung.
Damit wurde der bei Vielen unliebsamen Fachbereichssatzung ein Ende
bereitet. In ihrem Bericht war Superintendentin Annette Kurschus
bereits auf die Neuregelung eingegangen. „Auf dem Weg in die Irre
ist Rückschritt Fortschritt“, zitierte sie den österreichischen
Schriftsteller Josef Viktor Stummer. Die Fachbereichssatzung war
mit einem enormen zeitlichen, kräftemäßigen und finanziellen Aufwand
entwickelt worden. Dennoch erwies sie sich zwar nicht als ein Weg
in die Irre, aber doch als wenig tauglich im Blick auf das angestrebte
Ziel, nämlich eine Vereinfachung der Kooperation in den jeweiligen
Arbeitsbereichen sowie eine Entlastung des Kreissynodalvorstandes
und der Superintendentin herbeizuführen. Die Entscheidungswege seien
komplizierter geworden, so die Superintendentin.

Der Kreissynodalvorstand
hatte eine kleine Arbeitsgruppe eingerichtet, die eine neue Kreissatzung
und Geschäftsordnung erarbeiten sollte. Bis Mitte nächsten Jahres
hatte man das Zeitkontingent gesetzt, bis deutlich wurde, dass die
Presbyterwahlen im Februar 2008 ein sehr viel schnelleres Handeln
erforderten. Zwar gründlich, aber doch mit heißer Nadel musste das
Satzungswerk gestrickt werden.

Herausgekommen
ist eine Struktur mit Aufgabenbereichen, für die synodale Ausschüsse
zu bilden sind. Die Zuständigkeit der Ausschüsse wurde in Ansätzen
deutlich gestärkt, was zu den angestrebten Entlastungen führen kann.

In seiner Einbringungsrede
machte Rechnungsprüfer Hans-Joachim  Behm deutlich, dass noch
eine Zuständigkeitsordnung ausstehe, in der konkret die Entscheidungs-
und Beratungszuständigkeiten der Ausschüsse festzuschreiben sind.
Erst dadurch kann die angestrebte entlastende Funktionsfähigkeit
des gesamten Regelwerks herbeigeführt werden. Durch Einwirkung von
Pfarrer Günter Jochum wurde eine Regelung aufgenommen, dass der
Kreissynodalvorstand Ressorts einrichten kann, um die Kommunikation
weiter zu optimieren.

Neu ist auch,
dass die Synodalbeauftragten künftig einem Ausschuss zugeordnet
sind.


Reformierter Bund

Stärkung des Wortes in einer
bilderversoffenen Zeit

Der Generalsekretär
des Reformierten Bundes Pfarrer Jörg Schmidt erläuterte auf der
Kreissynode die Arbeit und den Nutzwert der reformierten Vereinigung
innerhalb des protestantischen Lagers. Auch im Kirchenkreis Siegen,
einem der wenigen reformiert geprägten Kirchenkreisen, überlegen
derzeit immer wieder Kirchengemeinden, aus dem Reformierten Bund
auszutreten, um die Mitgliedsbeiträge zu sparen. Dadurch wird die
reformierte Stimme schwächer. Schmidt machte deutlich, dass es nötig
sei, in einer bilderversoffenen Zeit das reformierte Gottesdienstverständnis
mit dem gebetenen, gesungenen, gelesenen und ausgelegten Wort zu
stärken. Das Nachdenken, Hören und Reflektieren des Gotteswortes
sei wichtiger den je. Dem entsprechend seien auch die reformierten
Kirchenräume gestaltet, die nur dazu da seien, das sich die Gemeinde
dort versammle. Die besondere Prägung des Reformierten mache der
Glaubensgehorsam aus, der sich auch in der Verantwortung gegenüber
Gottes Schöpfung ausdrücke.
Um das reformierte Profil zu schärfen,
und die reformierte Tradition zu verlebendigen, biete der Reformierte
Bund Tagungen für Presbyter und Theologen an. Dabei gehe es auch
um Themen wie Gemeindeverständnis, Frömmigkeitsverständnis und Gemeindeleitung.
Auf der Internetseite www.reformiert-info.de
seien Materialien für die Gemeindearbeit zur Verfügung gestellt.

Zu der Finanzierung des Reformierten Bundes merkt er an, dass
die Personalausstattung mit einem Generalsekretär und Bürokraft
auf dem absoluten Funktionsminimum liege.

Karlfried Petri


Wahlen spielten
auf der Herbstsynode des Kirchenkreises Siegen in der CVJM-Jugendbildungsstätte
in Wilgersdorf nur eine Rolle am Rande. Zum zweiten stellvertretenden
Synodalassessor wurde Pfr. Martin Eckey, Kirchengemeinde Olpe, gewählt.
Die Stelle war durch den Wechsel von Pfr. Ernst-Otto Menn zur Berliner
Stadtmission vakant.

Pfr. Martin Albrecht
vertritt den Kirchenkreis Siegen künftig in der Arbeitsgemeinschaft
Christlicher Kirchen (ACK) Südwestfalen.