Neues aus Gemeinde und Presbyterium

 

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Peter – Christian Rose
und Almuth Schwichow

  • Rückgang
    und Gründe

Laut Gemeindegliederentwicklung
im Kirchenkreis Siegen (Stichtag: 31. 12. 2011) wohnen in unserer
Gemeinde nur noch 7.404 evangelische Christen. Zwölf Monate zuvor
waren es 7.510, was einer Differenz von 106 Kindern, Frauen und
Männern entspricht. Verantwortlich dafür sind in erster Linie zwei
Gründe: Zum einen mehr Sterbefälle als Taufen, zum anderen mehr
Wegzüge als Zuzüge. Die Kirchengemeinde Olpe bleibt mit einer Zahl
von 8.360 ev. Christen „Spitzenreiter“ im hiesigen Kirchenkreis.
Auf dem 2. Platz liegt weiterhin die Kirchengemeinde Rödgen-Wilnsdorf
mit 7.707 Gemeindegliedern. Trupbach-Seelbach (2.322), Eisern (2.214)
und Buschhütten (2.163) sind derzeit die kleinsten Gemeinden im
gesamten Kirchenkreis, in dem Ende letzten Jahres genau 127.891
evangelische Kinder, Jugendliche und Erwachsene lebten.

  • Vorlesung
    und Titel  

Immer wieder berichten
wir auch über wichtige Ereignisse und Veranstaltungen in unseren
katholischen Schwestergemeinden. Diesmal gibt es folgendes zu vermelden:
Am 17. Januar hielt Dr. Adrian Wypadlo seine Antrittsvorlesung an
der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität
in Tübingen. An der Universität, die zu den ältesten in Deutschland
zählt, sind über 25.000 Studentinnen und Studenten immatrikuliert.
Dr. Wypadlo gehört seit einiger Zeit neben Pfarrer Karl-Hans Köhle,
Vikar Johnson Achandy, Gemeindereferentin Ulrike Weber, Gemeindeassistentin
Nicoleta Balint und Pfarrer i.R. Bruno Knoche zum Seelsorgeteam
der Kirchengemeinden St. Joseph, Heilig Kreuz und St. Marien im
Wenscht. Nach der Vorlesung in Tübingen überreichte der Dekan der
Fakultät Dr. Wypadlo seine schon vom Juli 2011 datierte Habilitationsurkunde.
Derzeit hat der Privatdozent eine Lehrstuhlvertretung inne; wenn
er einen eigenen Lehrstuhl übernehmen wird, erlangt er auch den
Professorentitel. Bis dahin wird Dr. Wypadlo weiterhin in St. Marien
wohnen bleiben und als Subsidiar für die Sonntagsgottesdienste zur
Verfügung stehen; von Sonntagnachmittag bis Donnerstag weilt er
zu seiner Lehrtätigkeit in Tübingen und in Regensburg. Wir gratulieren
ihm ganz herzlich und wünschen ihm auch für die Zukunft alles erdenklich
Gute und Gottes Segen!

  • Tagesordnung
    und Buffet

Am 28. Februar
fand die Jahreshauptversammlung unseres Kirchenchores statt. Edith
Groos, die 1. Vorsitzende, konnte 37 der zurzeit 43 aktiven Sängerinnen
und Sänger begrüßen. Auf der Tagesordnung stand auch der Punkt „Wahlen“:
Mechthild Jung (2. Vorsitzende), Elke Jantos (2. Notenwartin) sowie
Edelgard Haardt und Günter Müller (Beisitzer) wurden einstimmig
in ihren Ämtern bestätigt. Außerdem wurde Jutta Winchenbach zur
2. Kassiererin gewählt. Der Ev. Kirchenchor wird sich auch im Jahr
2012 wieder am Bürgerfest und am Weihnachtsmarkt beteiligen und
im „Café im Pfarrhaus“ mitwirken; mitgestalten will man
auch das Benefizkonzert zugunsten des neuen Gemeindezentrums „mittendrin“.
Besprochen wurden außerdem das Singen im Altenheim und der obligatorische
Jahresausflug. Bei der Totenehrung gedachte man an Ute Rest, an
Alfred Falk und an Elfriede Otto, die im vergangenen Jahr verstorben
sind. Nach dem offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung gab es
ein gemütliches Beisammensein mit einem selbst zubereiteten Buffet.

  • Verfolgung
    und Hilfe

Am 7. Oktober
2007 begann sie, die Erfolgsgeschichte der Guten-Abend-Kirche. Inzwischen
endete schon die fünfte Staffel. Mit über 200 Besuchern am 4. März
in der Wenschtkirche. Und mit einer Rekord-Kollekte von genau 443,19
Euro. Die kam diesmal „Open Doors“ zugute. Das überkonfessionelle
Missions- und Hilfswerk setzt sich in über 50 Ländern der Erde für
Christen ein, die aufgrund ihres Glaubens von Misshandlungen, Gefängnis
oder Tod bedroht sind bzw. benachteiligt und diskriminiert werden.
Nach Quellen der „Evangelischen Allianz“ werden jeden
Tag viele Christen wegen seines Glaubens hingerichtet! Hartmut Nitsch
bezifferte im Gottesdienst die Zahl der derzeit verfolgten Christen
weltweit auf etwa 100.000.000. Sie haben richtig gelesen: 100 Millionen!
Der evangelische Bischof Markus Dröge (Berlin) bezeichnete diesen
Zustand neulich als Skandal und „zentrales Menschenrechtsproblem
unserer Zeit“. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Was
aber geschieht? Gibt es einen Aufschrei? Gibt es Demonstrationen?
Interessiert uns das Problem überhaupt? Fragen über Fragen. „Open
Doors“ jedenfalls leistet Hilfe durch Öffentlichkeitsarbeit,
durch den Druck und die Lieferung von Bibeln und christlichen Büchern,
durch Projekte zur Selbsthilfe, durch Schulung und Ausbildung christlicher
Mitarbeiter, durch Gebetsaufrufe, durch finanzielle Hilfen und Notprogramme,
durch die Bereitstellung von Zufluchtshäusern usw. Die Aufzählung
ließe sich noch fortsetzen. Übrigens ist Nordkorea seit acht Jahren
in Folge das Land mit der stärksten Christenverfolgung, gefolgt
von Saudi-Arabien und Iran. Es folgen die Länder Somalia, Malediven,
Jemen, Bhutan, Vietnam, Laos und Afghanistan.

  • Abschied
    und Dankbarkeit

Am 7. März verstarb
im Alter von 81 Jahren unser ehemaliger Presbyter Horst Lenzing.
Schon bevor er das Presbyteramt übernahm, sammelte er in der Gemeinde
für den Bau der Birlenbacher Kirche und setzte sich von 1964 bis
1970 im Presbyterium für die Belange des 3. Pfarrbezirks ein. Auch
nach seinem Ausscheiden aus dem Presbyterium blieb er der Birlenbacher
Kirche als treuer Gottesdienstbesucher verbunden. Dankbar erinnern
wir uns an das, was er für unsere Gemeinde getan hat, und wissen
ihn und alle, die um ihn trauern „von guten Mächten wunderbar
geborgen“.

  • Spuren
    und Zuversicht

11. März – Sonntag
Okuli – Gottesdienst für alle Gemeindeglieder in der Talkirche.
Während sich die  Bänke so langsam füllen, treffen sie sich
im angrenzenden Gemeindehaus: Diejenigen, die heute aus dem Presbyterium
ausscheiden und die, die ins Amt eingeführt werden. Hier durchaus
gemischte Gefühle, da doch teilweise spürbare Nervosität. Letzte
Absprachen zum Ablauf des Gottesdienstes und ein Gebet. Dann ist
es soweit. Zu festlichen Orgelklängen ziehen alle Mitglieder des
Presbyteriums in das altehrwürdige Kirchenschiff ein. Einen
besonderen Rahmen wird der Gottesdienst durch die musikalische Mitwirkung
des Kirchenchores bekommen. Die Predigt hält Pfarrer Dr. Martin
Klein über 1. Petrus 1,13-21; wir empfehlen, sie auf unserer Homepage
nachzulesen. Im vorletzten Satz heißt es dort: „Dann werden
die nächsten vier Jahre für unser Presbyterium und unsere Gemeinde
bestimmt eine gute Zeit, die unter Gottes Segen steht.“  

Lob und Anerkennung
fürs Engagement

Anschließend
die Verabschiedung von Winfried Krahl, Marga Kölsch, Sven Irle und
Rolf Langenbach. Nanu, da fehlen doch zwei Personen! Richtig! Pfarrerin
Almuth Schwichow teilt der Gemeinde mit, dass Erika Nöll derzeit
wegen einer Operation im Krankenhaus weilt. Und Heidi Soose habe
es sich anders überlegt, sie wolle doch weiterhin mittun und sich
erneut ins Leitungsgremium berufen lassen. Pfarrerin Schwichow findet
für die Ausscheidenden wunderbare Worte des Lobes und der Anerkennung.
Und: „Ihr seid für andere zum Segen geworden. Herzlichen Dank
für alle Spuren, die Ihr in unserer Kirchengemeinde hinterlassen
habt!“ Lang anhaltender Beifall und einige Abschiedsgeschenke.
Dann verliest sie ein Grußwort von Pfarrer Frank Boes. Ein herzliches
Dankeschön und diverse Präsente auch von Katrin Osterburg, Ulrike
Blechert und Ines Löwenthal vom Familienzentrum.

Begrüßung und
Bestätigung
der Neuen

Die Einführung
des neuen Presbyteriums nimmt Pfarrer Dr. Martin Klein vor, ihm
assistieren die wieder Gewählten. Nach drei Lesungen und der „Anrede“
an die neuen Presbyterinnen und Presbyter, an Katja Mohn, Wolfgang
Birkefeld, Armin Gotthardt und Karsten Krupp, folgt die Einführungsfrage.
Danach die Bestätigung, fünf biblische Voten, die „Anrede“
an die Gemeinde und ein kurzes Gebet: „Allmächtiger Gott, du
berufst Männer und Frauen zum Dienst der Leitung deiner Gemeinde
und gibst ihnen dazu Kraft und Vollmacht. Wir bitten dich, erfülle
sie mit deinem Heiligen Geist und leite sie mit deiner starken Hand,
damit sie ihr Amt in Treue führen zur Ehre deines Namens und zur
Auferbauung deiner Gemeinde. Amen.“ Der sehr feierliche Gottesdienst
klingt aus mit dem Lied „Vertraut den neuen Wegen, auf die
der Herr uns weist“, mit den Fürbitten, mit dem vom Kirchenchor
gesungenen „Vaterunser“ und dem Segen.

Gratulation und Gespräche
beim
Empfang

Zum sich anschließenden
Empfang bleiben über hundert Personen! Worte des Dankes und herzliche
Gratulationen. Emotionale Momente. Angeregte Gespräche über die
Predigt, über die stürmischen Zeiten und die Umwälzungen der letzten
Jahre, über die „Neuen“ und über ganz persönliche Dinge.
Eine sehr wohltuende Atmosphäre. Zuversicht. Erneute Aufbruchstimmung.

  • Dankschreiben
    und Aufruf

Am 17. März kamen
auf dem Postweg zwei Dankschreiben aus Bethel in unserer Kirchengemeinde
an, das eine im Gemeindebüro, das andere in der Pestalozzischule
(bis Sommer 2011 hieß sie Waldschule). Vier Wochen vorher war ein
großes Paket mit über 12.000 Marken an die von Bodelschwinghschen
Stiftungen versandt worden, gesammelt von Ihnen, liebe Gemeindeglieder,
und von der Schüler- und Lehrerschaft der Förderschule im Amselweg.
„Die Briefmarkenspende hat bei uns in Bethel eine große Freude
ausgelöst. Es ist schön, dass Sie/ihr zum wiederholten Mal an uns
gedacht haben/habt. Allen, die beim Sammeln mitgeholfen haben, sage
ich ein herzliches Dankeschön“, so Pastor Ulrich Pohl im ersten
Teil seines Briefes. Dann kommt er darauf zu sprechen, was in Bethel
alles mit den Briefmarken gemacht wird. „In mehreren Arbeitsgängen
werden die Marken abgelöst, gepresst, sortiert und für den Verkauf
vorbereitet. Bei allen Tätigkeiten müssen die behinderten Mitarbeiter
sehr konzentriert sein, denn die Marken dürfen nicht beschädigt
werden. Insgesamt haben 130 kranke und behinderte Menschen durch
die ständig bei uns eingehenden Briefmarken einen sicheren Arbeitsplatz
gefunden. Sie haben dadurch auch eine sinnvolle Arbeit und neuen
Lebensmut gefunden. Die kleinen Postwertzeichen entfalten so eine
ganz eigene segensreiche Wirkung.“ Zum Schluss ein Aufruf an
alle Leserinnen und Leser dieser Zeilen: Machen auch Sie mit! Denn:
Briefmarken gehören nicht in den Papierkorb. Abgeben kann man sie
in den Pfarrhäusern, bei den Presbyterinnen und Presbytern und in
unseren beiden Kirchen. Für Ihre Mithilfe schon jetzt ein aufrichtiges
Dankeschön!

  • Kirchmeister
    und Synodale

In der ersten
Sitzung unseres neuen Presbyteriums am 26. März im Gemeindehaus
Tal wurden erste Personalentscheidungen getroffen. In ihren Ämtern
bestätigte man Hartmut Heinbach als Finanzkirchmeister und Paul-Heinrich
Groos als Baukirchmeister. „So kann die sehr gute Arbeit der
letzten Jahre kontinuierlich fortgesetzt werden!“ Pfarrer Frank
Boes dankte beiden, dass sie sich erneut der schweren, zeitraubenden
und verantwortungsvollen Aufgabe stellen wollen. Beschlossen wurde
auch die Synodenbesetzung. Unsere Kirchengemeinde wird auf der Kreissynode
bis 2016 durch Pfarrerin Amuth Schwichow, Kirchmeister Hartmut Heinbach,
Pfarrer Dr. Martin Klein, Presbyterin Ute Kwarteng, Pfarrer Frank
Boes und Presbyter Peter-Christian Rose vertreten sein. Über die
Zusammensetzung der fünf Fachausschüsse und der drei beratenden
Ausschüsse werden wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, in den nächsten
Ausgaben von „Gemeinde jetzt“ informieren.

  • Spenden
    und Kollekten

Auch in dieser
Ausgabe von „Gemeinde jetzt“ wollen wir Sie wieder ausführlich
über Spendeneingänge und besondere Kollekten in den letzten Wochen
und Monaten informieren. Darauf legen die meisten Gemeindeglieder
inzwischen großen Wert. Wir meinen: Zu Recht! Denn jeder, der spendet,
möchte wissen, wie viel Geld zusammen gekommen ist. Außerdem möchte
er auch ein „Dankeschön“ vernehmen. Dem kommen wir – auch
auf diesem Weg – sehr gerne nach. Für das Projekt „Endlich
Kind sein“ (1. November bis Ostern) sind bisher 2.998,45 €
eingezahlt oder überwiesen worden. Für das neue Gemeindezentrum
„mittendrin“ konnten wir in den beiden Monaten Januar
und Februar 3.720,00 € auf der Habenseite verbuchen. Und für das
Projekt mit der Nr. 110 „Kinderbibelwoche“ (März/April)
wurden bisher 500,00 € gespendet. Damit erhöht sich Summe aller
Projekte seit Januar 1994 auf sage und schreibe 244.966,43 Euro.
Wahrlich ein stolzer Betrag! Ohne diese Hilfe unserer Gemeindeglieder
hätten wir vieles nicht anschaffen oder viele Arbeiten gar nicht
erst in Angriff nehmen können! Und wir hätten „Brot für die
Welt“ in all den Jahren nicht so großartig unterstützen können!
Wie Christine Albertin vom Gemeindebüro am 29. März mitteilte, gingen
aber noch weitere Gelder bei uns ein: Für die Orgel in der Talkirche
20,00 € und für den Chor Wegweiser 220,00 €. Last but not least:
Die Kollekte am Weltgebetstag (2. März) betrug 787,40 €, die der
Guten-Abend-Kirche (November 2011 – März 2012) insgesamt 1.882,74
€. Nochmals ganz herzlichen Dank für jeden Euro und für jeden Cent!

  • Bewerber
    und Wahltag

Wenn Sie, liebe
Leserinnen und Leser, diese Ausgabe von „Gemeinde jetzt“
in Händen halten, ist er schon gewählt worden, der neue Superintendent
in unserem Kirchenkreis. Die Wahlsynode wurde nämlich für den 25.
April in Wilnsdorf-Wilgersdorf anberaumt. Nach Sichtung aller Bewerbungen
und nach intensiven Gesprächen mit fünf der acht männlichen Bewerbern
haben sich die Mitglieder des Nominierungsausschusses des Kirchenkreises
Siegen einstimmig dafür ausgesprochen, der Kreissynode die beiden
Pfarrer Arnold Schütz und Peter-Thomas Stuberg als Kandidaten vorzuschlagen.
Pfarrer Arnold Schütz, Jahrgang 1958, stammt aus Niederschelden;
er ist seit 23 Jahren Gemeindepfarrer in der ev.-ref. Kirchengemeinde
Lipperode. Er ist verheiratet; das Ehepaar hat drei Kinder. Der
andere Kandidat, Pfarrer Peter-Thomas Stuberg, wurde ebenfalls im
Jahr 1958 geboren. Er stammt aus Schalksmühle. Von 1991 bis 2003
war er Pfarrer in der ev. Kirchengemeinde Iserlohn, danach wechselte
er in eine Pfarrstelle in Oestrich. Peter-Thomas Stuberg ist ebenfalls
verheiratet, und auch aus seiner Ehe sind drei Kinder hervorgegangen.
Am 19. März kam ganz überraschend ein dritter Bewerber hinzu: Heiner
Montanus, seit 2006 Pfarrer in unserer Nachbargemeinde Weidenau
und dort Nachfolger von Annette Kurschus. Er ist 49 Jahre alt und
sitzt seit 2005 als Scriba (Protokollant) im Kreissynodalvorstand;
auch in anderen Bereichen trägt er Verantwortung, so z. B. im Konzeptionsausschuss.
Heiner Montanus war bei der Vorauswahl durchs Raster gefallen; durch
15 Unterschriften aus den Reihen der wahlberechtigten Synodalen
aber befindet er sich nun wieder im Rennen. Wird er der neue Superintendent?
Oder wird es einer der beiden Auswärtigen? Für Spannung ist am 25.
April jedenfalls gesorgt! In der nächsten Ausgabe von „Gemeinde
jetzt“ werden wir natürlich von der Wahl berichten und „den
Neuen“ ganz ausführlich vorstellen.

 

Projekt Mai/Juni

 

Projekt   Mai/Juni

Chöre in der Kirchengemeinde
Klafeld

Sieben Chöre bereichern
unser Gemeindeleben sowohl im Gottesdienst als auch immer wieder
mit Konzerten. Dabei erstreckt sich die musikalische Bandbreite
vom Kinderchor über das Flötenensemble, zwei Posaunenchöre, den
Chor Wegweiser und den Gemischten Chor Birlenbach bis hin zum Kirchenchor
Klafeld. Beim Benefizkonzert am 16. Juni in der Talkirche können
Sie sich davon überzeugen, wie gut unsere Chöre singen und musizieren.

Gute Chorarbeit
macht viel Freude, kostet aber auch Geld, z.B. für Noten, Instrumente,
Proben-Wochenenden und Konzerte. Darum bitten wir Sie mit diesem
Projekt um finanzielle Unterstützung für die Chorarbeit in unserer
Gemeinde.

Ihre Spende können
Sie auf das Konto der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Klafeld überweisen:
Kto.-Nr. 30 306 872 bei der Sparkasse Siegen (BLZ 460 500 01), Kennwort:
„Chorarbeit“. Eine Spendenbescheinigung stellen wir Ihnen
gerne aus.

 

Neues vom „Grünen Hahn“

 

Neues
vom „Grünen Hahn“

Die regelmäßige
Autowäsche ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit für jeden
Autobesitzer geworden. Wenn die Sonne strahlt, soll auch das Auto
blitzen! Jedes Wochenende bietet sich dasselbe Bild. In Hauseinfahrten
und an Straßenrändern wird mit Hochdruckreinigern, Putzeimern und
Autoshampoo dem Schmutz zu Leibe gerückt. Dabei gelangen Pflegemittelreste,
aber auch Öle, Fette und Ruß, die bei der Wäsche vom Auto abgewaschen
werden, direkt in den Boden und das Grundwasser oder aber über die
Regeneinläufe auf Hof und Straße in die Abwasserkanäle und damit
entweder direkt in ein Gewässer oder in die kommunale Kläranlage.
Diese ist für die Behandlung von Ölen und Fetten nicht ausgelegt.

Drei Waschverfahren
stehen zur Diskussion:

  • die Handwäsche
    vor der Haustür
  • Selbstbedienungswaschplätze,
    an denen der Kunde dem Schmutz mit Hochdruckreiniger und Bürste
    zu Leibe rückt
  • Waschanlagen,
    die entweder das Auto auf einem Förderband durch die Waschstraße
    ziehen oder als sogenannte Portalanlagen wie eine Brücke über
    das Auto hinwegfahren.

Was ist
erlaubt?

In der Stadt Siegen
ist das Reinigen von Fahrzeugen vor der Haustür nur mit klarem
Wasser
ohne Reinigungszusätze erlaubt. Alle Reinigungen, bei
denen Öl, Altöl, Benzin oder ähnliche Stoffe in das öffentliche
Kanalnetz, den Boden oder in das Grundwasser gelangen können sind
unzulässig. Dazu gehört auch die Benutzung von Hochdruckreinigern.
Durch den hohen Druck werden Öle und Fette soweit zerkleinert und
zerstört, dass sie mit dem Wasser eine schwer abbaubare Emulsion
bilden.

Kritisch ist die
Autowäsche besonders in Gebieten, in denen die Abwasserbeseitigung
im Trennsystem erfolgt, d.h. Schmutz- und Regenwasser werden in
getrennte Kanäle abgeleitet. Hier gelangt das Reinigungswasser über
den Regeneinlauf vom Hof, der Straße und dem Regenwasserkanal direkt
in das Gewässer. In unserer Kirchengemeinde gibt es dieses Trennsystem
in den Ortsteilen Nieder- und Obersetzen, Dillnhütten sowie im Ortsteil
Birlenbach in einigen Straßen des Neubaugebiets ‚Am Zäunchen‘ und
bei einigen Hausgrundstücken, die  unmittelbar an ein Gewässer
grenzen. Hier sollte besonders darauf achtgegeben werden, dass durch
die Autowäsche keine Gewässerverunreinigung erfolgt (Straftatbestand).

Besser in
die Waschanlage

Experten schätzen,
dass das Durchschnittsauto in Deutschland ca. 17 mal pro Jahr gewaschen
wird. Dies ergibt ca. 561 Mio. Autowäschen im Jahr.

Der Wasserverbrauch
bei der Handwäsche liegt in der Regel weit über dem Verbrauch in
einer Autowaschanlage. Optimal waschen Sie Ihr Auto in einer Waschanlage
mit einer Wiederaufbereitungsanlage für das Schmutzwasser. Mehr
als 80 % des Wassers können hier wiederverwendet werden.

Tipps

  • Nutzen Sie
    Waschanlagen oder Selbstbedienungswaschplätze und kombinieren
    Sie diese Fahrt am besten mit der Erledigung von Einkäufen.
    Sie vermeiden so Schadstoffe und sparen Sprit.
  • Häufige Autowäsche
    kratzt am Lack. Darum sollten Sie Ihr Auto allenfalls alle   4
    – 6 Wochen waschen.
  • Nach einem
    Regen ist der Schmutz eingeweicht und löst sich bei  der
    Wäsche leichter. Vogeldreck und klebrige Blattausscheidungen
    lassen sich auch mit einem Schwamm beseitigen, dazu ist keine
    komplette Wäsche nötig.
  • Wasch- und
    Wachsmittel sollen einen witterungsbeständigen Film auf Ihrem
    Auto bilden, der vor Rost, Schmutz und Auftausalz schützt. Bei
    dem Gebrauch von kombinierten Wasch- und Wachsmitteln landet
    jedoch ein großer Teil der Inhaltsstoffe im Abwasser statt auf
    Ihrer Motorhaube, und der ohnehin dünne Schutzfilm auf Ihrem
    Auto bleibt nur wenige Tage erhalten.
  • Greifen Sie
    zu einem Hartwachs. Dieser schützt Ihren Wagen zwei bis drei
    Monate. Besonders empfehlenswert ist Carnaubawachs, welches
    aus der Carnauba-Palme gewonnen wird.
  • Spezial-Felgenreiniger
    sollen die Felgen zum Glänzen bringen. Manche enthalten Salz-
    und Phosphorsäure, die zwar für kurze Zeit Glanz erzeugen, das
    Metall langfristig jedoch verätzen. Greifen Sie lieber zu einer
    nicht zu harten Bürste.
  • Auf Insektenententferner
    können Sie verzichten, wenn Sie über Nacht eine nasse Zeitung
    auflegen. Danach lassen sich die Insekten mit Schwamm und warmen
    Wasser entfernen.
  • Silikon-Spray
    für Dichtungen wird verwendet, damit die Dichtungen nicht brüchig
    werden und im Winter nicht festfrieren. Dieselbe Wirkung hat
    auch ein Hirschtalgstift, der ebenfalls im Handel erhältlich
    und bedeutend umweltverträglicher ist.
  • Kunststoffoberflächen
    lassen sich gut mit Seifenlauge reinigen; Silikon-Spray erzeugt
    zwar eine glänzende Oberfläche, ist aber umweltschädlicher als
    Seife und bei Sonneneinstrahlung können die Flächen blenden.
  • Cockpitspray
    soll u. a. für “Neuwagen-Duft“ in Ihrem Auto sorgen. Um den
    Geruch von z. B. kaltem Rauch loszuwerden, können Sie auch einfach
    einen aufgeschnittenen Apfel über Nacht im Innenraum liegenlassen.

 

Und denken
Sie daran:
Eine saubere Umwelt ist wichtiger als ein sauberes
Auto, und wenn man ab und zu das Fahrad nimmt, wird das Auto weniger
schmutzig.

Ihr
Umweltteam vom Grünen Hahn


 

Konfirmation – „Geh mit Gottes Segen!“

 

Konfirmation –  „Geh
mit Gottes Segen!“

In diesen Tagen
begeht unsere Gemeinde das größte Fest im Jahreslauf – jedenfalls,
was die Zahl der beteiligten Menschen angeht. Fast achtzig junge
Leute feiern mit ihren Familien die Konfirmation. Und deshalb wird
an drei aufeinander folgenden Sonntagen jeweils eine unserer Kirchen
rappelvoll sein. Das schaffen wir noch nicht mal zu Weihnachten.
Die heimische Gastronomie wird gute Geschäfte machen, die Bekleidungsläden
auch. Und bei den Konfirmierten werden sich Geld und Geschenke im
Wert von rund 160 000 € ansammeln. Das ist – auf lokaler Ebene –
durchaus ein gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges und auch
ein ganz ordentlicher Wirtschaftsfaktor.

Aber wenn ich
das so schreibe, wird sich wohl bei vielen ein gewisses Unbehagen
breit machen. Konfirmation als Gesellschafts-Event und als lukratives
Geschäft? Darum geht es aber doch gar nicht, oder? Es geht doch
um Gottes Segen für den Lebensweg dieser jungen Menschen. Es geht
um das bewusste und persönliche Ja zur Taufe, die immer noch den
meisten als kleinen Kindern zuteil wurde, ohne dass sie sich selber
dazu äußern konnten. Es geht darum, ein mündiges Glied in der Gemeinschaft
der Christen zu werden.

Natürlich haben
Sie recht, wenn Sie so denken. Ich sehe das alles ja auch so. Aber
vielleicht machen die genannten Zahlen und Fakten deutlich, wie
schwer es für die Konfis ist, ihren eigenen Glauben in den Mittelpunkt
ihrer Konfirmation zu stellen. Dieses erste große Fest ihres Lebens
ist ein Ereignis, mit dem sich für Eltern, Familie, Freunde, Geschäftsleute,
Kirche und letztlich auch für sie selbst viele sehr unterschiedliche
Wünsche und Interessen verbinden. Und es kommt in einem Alter über
sie, wo sie gerade erst begonnen haben, ihren eigenen festen Standpunkt
im Leben zu finden und wo es ihnen unheimlich schwer fällt, aus
der Reihe der Menschen zu tanzen, bei denen sie gern anerkannt sein
wollen. Da wäre es ein echtes Wunder, wenn sie sich in großer Zahl
dazu bekennen würden, dass für sie der Glaube an Jesus Christus
im Mittelpunkt der Konfirmation steht. Denn das sagt „man“ eben
nicht einfach so unter Dreizehn-, Vierzehnjährigen. „Ich mach das
wegen dem Geld“ ist da die bequemere, plausiblere Auskunft, aber
nicht unbedingt die ehrlichere.

Um herauszubekommen,
was die Jugendlichen wirklich über ihre Konfirmation denken, muss
man also länger mit ihnen zu tun haben, mit ihnen vertraut werden
und ihnen gut zuhören. Und dann wird man Erstaunliches entdecken.
Zum Beispiel, dass viele Konfis durchaus nicht nur gelangweilt da
sitzen und sich ihren Stundenlohn ausrechnen, wenn wir uns samstags
zum „Blocktag“ treffen, sondern dass sie Spaß haben an dem, was
wir da tun. Zum Beispiel, dass sie am Ende ihrer Konfizeit zwar
kein einziges Gesangbuchlied auswendig können und mit dem Stichwort
„Katechismus“ nichts anfangen können, dass sie aber trotzdem sagen:
„Wir haben hier Wichtiges über den Glauben gelernt und mit dem Glauben
erlebt.“ Zum Beispiel, dass für die allermeisten eben doch das Stichwort
„Gottes Segen“ ganz weit oben rangiert, wenn es um die Bedeutung
der Konfirmation geht. Zum Beispiel, dass gar nicht so wenige bereit
sind, sich über das Nötigste hinaus zu engagieren, auch nach der
Konfirmation. Natürlich gibt es auch die anderen, die dem allgemeinen
Vorurteil eher entsprechen, aber sogar bei denen sind oft mehr Fragen
und mehr Interesse vorhanden, als sie zugeben – und außerdem gab
es die doch schon immer, oder?

Also sollten wir
die Konfirmation weder für eine verlogene Show halten noch sie mit
Bedeutung überfrachten. Sie ist nicht das entscheidende Ereignis
auf dem Weg zum Glauben oder mit dem Glauben, sondern sie ist nur
eine wichtige Station unter vielen auf unserer Lebensreise mit Gott:
ein Stück Erwachsenwerden, ein Stück persönliche Aneignung dessen,
was Glaube bedeutet, ein Sich-Öffnen Gott für seinen Segen und seine
Begleitung ins Leben hinein. Nichts ist fertig an diesem Tag, nichts
ist zu Ende, sondern vieles fängt jetzt erst richtig an. Wenn Sie
mal selber überlegen, was Sie seit Ihrer Konfirmation in Ihrem Verhältnis
zu Gott oder zur Gemeinschaft der Christen alles erlebt haben, wie
viel Auf und Ab und Hin und Her es da gab, dann werden Sie das bestätigen
können.

Also lassen wir
unseren Konfis und Ihren Familien ihr Fest, gönnen wir ihnen diesen
Tag, an dem sie endlich mal ganz im Mittelpunkt stehen, und gönnen
wir ihnen auch ruhig den warmen Geldregen, der sich über sie ergießt.
Sie werden schon was Sinnvolles damit anzufangen wissen. Aber vor
allem wünschen wir ihnen von Herzen, was sie selber sich auch wünschen,
nämlich den Segen unseres Gottes. Er ist der einzige, der ihnen
ins Herz schauen kann, und er tut es nicht kalten, prüfenden oder
gar argwöhnischen Blicken, sondern voller Liebe. Bei ihm und mit
ihm sind sie auch als Konfirmierte bestens aufgehoben – so wie wir
alle.

Ihr Pastor Klein

 

Konfirmation 2012

 

Konfirmation 2012

Same procedure as every year:
Am 29. April, 6. Mai und 13. Mai werden knapp 80 Konfirmandinnen
und Konfirmanden in die Tal- oder Wenschtkirche einziehen, in ihren
Anzügen und Kleidern plötzlich ganz erwachsen aussehen, den Segen
und den Konfirmationsspruch in Empfang nehmen und gemeinsam mit
der Gemeinde und ihren Familien das Abendmahl feiern. So geht das
seit Jahrhunderten. Und doch ist es jedes Jahr wieder anders, weil
es immer wieder andere Menschen sind, die da konfirmiert werden.
In diesem Jahr ist es nicht nur ein großer Jahrgang, sondern es
sind nach unserem Eindruck auch besonders viele dabei, die ihre
Konfizeit sehr bewusst und engagiert erlebt haben – wäre schön,
wenn das mit der Konfirmation noch nicht vorbei wäre! Aber wie auch
immer: eure Kirchengemeinde wünscht euch allen ein wunderbares Fest
und für euren zukünftigen Weg Gottes Segen!

Konfirmation 29. April, Talkirche,
(Pfr. Boes und Gemeindepädagoge Hofheinz)

        • Kevin Best
        • Laura Brach
        • Jannik auf dem Brinke
        • Alina Daub
        • Alicia Dücker
        • Jannis Fries
        • Jannik von Fugler
        • Artur Gasenganow
        • Katrin Gonska
        • Fabian Gotthardt
        • Marina Günther
        • Marie Hamel
        • Celine Hellinghausen
        • Marina Ingwald
        • Lisa Jürß
        • Andreas Jurzo
        • Alina Kalczynski
        • Celine Klein
        • Julia Knapwurst
        • Nicole Sophie Müller
        • Christoph Müller
        • Jason Neuser
        • Anna Lena Paap
        • Rosa Rau
        • Tristan Scheller
        • Kim Thore Schneider
        • Celina Siegmund
        • Alex Sreder
        • Lena Stein
        • Lea Verryser
        • Lauryn Wüstenhöfer

 

Konfirmation 6. Mai, Wenschtkirche
(Pfr. Klein):

        • Markus Becker
        • Jennifer Berg   
        • Lukas Birlenbach
        • Kim Josie Deukels
        • Niklas Ermert
        • Annika Ernst
        • Sarah Gotthardt
        • Anna Lena Grebe
        • Lena Greis
        • Tim Kattwinkel
        • Carolin Klanke
        • Eileen Klaß
        • Friederike Klein
        • Nina Malinowski
        • Chris Niklas Markowski
        • Jana Victoria Marx
        • Anna Maria Merle
        • Imke Johanna Mohn
        • Alina Ponwitz
        • Tristan Scheller
        • Laura Schmiegel
        • Kristina Suchinak
        • Sabrina Wettlaufer
        • Janik Wied

 

Konfirmation 13. Mai, Talkirche
(Pfrn. Schwichow):

        • Moritz Becker
        • Jona Benfer
        • Sophie Brombach
        • Julia Grall
        • Konstantin Jonathan Haas
        • Johannes Klein
        • Jasper Klingelhöfer
        • Hendrik Krämer
        • Finn Loxtermann
        • Jannik Lübke
        • Finn Oliver Obecny
        • Henning Ochel
        • Julian Quast
        • Patrick Reichmann
        • Marvin Silva Ferreira dos
          Santos
        • Tom Schutte
        • Sergio Seese
        • Lennart Stock
        • Max Strohmann
        • Lisa-Marie Titze
        • Benedikt Weber
        • Dennis Wilmes
        • Jonas Wüst