Neues vom „Grünen Hahn“

 

Neues
vom „Grünen Hahn“

„Ganz
schön kalt heute beim Gottesdienst! Können wir die Kirche nicht
wärmer heizen?  Müssen wir jetzt schon beim Gas/Öl sparen?“
So oder ähnlich sind oft die Aussagen der Besucher am Sonntagmorgen
nach dem Kirchgang. Liebe Kirchengemeinde, wir möchten das Vorurteil
ausräumen, dass die Kirche nur aus Energiespargründen gering beheizt
wird.
Kirchen sind nicht nur was die Beheizung angeht ein Sonderfall,
man kann sie mit Wohngebäuden nicht vergleichen. Abgesehen von der
Nutzung unterscheiden sich Kirchen von anderen Gebäuden auch durch
die Größe und Raumhöhe sowie die schlechte Dämmung der Gebäudehülle.
Diese
Faktoren machen eine Beheizung auf Wohnzimmer-Temperaturen nahezu
unmöglich.
Ein weiterer Grund der niedrigen Temperatur im Innenraum
sind die spezifischen baulichen Eigenheiten des „Denkmals Kirchengebäude“.
Der Erhalt der geschützten Bausubstanz und  Einbauten steht
an erster Stelle.
Diese bestehen aus natürlichen Baustoffen,
zum Beispiel sind Orgel und Bänke aus Holz.
Auf zu rasche Temperaturschwankungen
und damit Änderung der Luftfeuchtigkeit reagiert die empfindliche
Orgel mit Ausdehnen und Schrumpfen des Werkstoffes. Je kleiner diese
Schwankungen sind, desto besser geht das Holz wieder in den Ursprungszustand
zurück, desto geringer sind die Schäden an unserem durch Spenden
finanziertem Instrument. Reparaturen an der Orgel sind meist recht
kostspielig.
Die Veränderung der Raumtemperatur sollte möglichst
langsam erfolgen, d.h. maximal 1,5° C je Stunde. Die Grundtemperatur
außerhalb der Nutzung sollte ca. 8-10° C betragen. Um die relative
Luftfeuchte zwischen den empfohlenen 50-70% zu halten, soll die
Raumtemperatur je nach Witterung 15-18°C nicht überschreiten.
Unser
Ziel muss es sein, einen Kompromiss zwischen der Nutzung des Kirchenraums
durch die Gottesdienstbesucher und dem Erhalt des denkmalgeschützten
Gebäudes zu erreichen.
Zugegeben, eine Raumtemperatur von 15°C
ist nicht unbedingt behaglich, aber wer von den Kirchenbesuchern
geht im Winter ohne Jacke oder Mantel vor die Tür?
Wir möchten
Sie bitten, beim nächsten Frösteln auch an die Orgel und die Umwelt
zu denken.

Ihr Umweltteam vom Grünen Hahn

Übrigens: Im Wohnungsbaubereich
gilt die Formel „Absenken der Raumtemperatur um 1°C spart ca. 6%
Energie“

 

 

„Meike – der Sammeldrache“

 

Umweltschutz? Na klar!

Wohin mit leeren Druckerpatronen, Tonerkartuschen und alten Handys?
Haben Sie sich das auch schon mal gefragt? Viel zu oft wandern
diese Dinge in den Restmüll wo sie gar nicht hin gehören. Vielmehr
können diese leeren Patronen gereinigt, aufbereitet und wieder befüllt
werden. Somit gelangen sie ein zweites Mal in den Handel. So werden
wertvolle Rohstoffe gespart.

„Meike – der Sammeldrache“

so heißt die Aktion, mit der sich die Kita Sohlbach-Buchen aktiv
für den Umweltschutz engagiert.
Wir haben entschieden, bei diesem Projekt mit zu machen, und
haben im Eingangsbereich der Kita eine Sammelbox aufgestellt. Dort
können die oben genannten Dinge von jedermann eingeworfen werden.
Wenn die Box voll ist, wird sie abgeholt und wir als Kindergarten
bekommen dafür „grüne Umweltpunkte“ die wir gegen Prämien für unseren
Kindergarten eintauschen können.

Unsere Bitte an Sie: Helfen Sie mit die Umwelt zu schonen und
gleichzeitig den Kindern etwas Gutes zu tun. Sammeln Sie für uns
und geben Sie leere Druckerpatronen und Tonerkartuschen sowie alte
Handys bei uns in der Kita ab.

Wir freuen uns, wenn auch Sie mithelfen und dieses Projekt unterstützen.

 J. Nies

 

Neues vom Grünen Hahn

 

 

Neues
vom „Grünen Hahn“


1. Wechsel des Stromanbieters

Die Kirchengemeinde Klafeld-Geisweid hat sich
dem Stromanbieterwechsel des Kirchenkreises Siegen angeschlossen.

Unser neuer Anbieter ist die Firma „Naturstrom“,
die Ökostrom aus 100% erneuerbaren Energien liefert (Wind, Wasser,
Sonne, Biomasse) und die ihre Gewinne zum größten Teil auch wieder
in neue Ökostromanlagen investiert.
Naturstrom ist Testsieger
bei Ökotest im Mai 2011, Testsieger bei Stiftung Warentest im Oktober
2009 und Testsieger beim Deutschen Institut für Servicequalität
im März 2010.
Somit bezieht die Gemeinde jetzt nicht nur günstigen,
sondern auch ökologisch unbedenklichen Strom.

Wie wäre es? Hätten Sie nicht auch Lust, unserem
Beispiel zu folgen? Es ist einfacher als Sie denken!

 

2. Effizienzpumpen für die Heizungsanlage

Sie haben sicherlich schon gehört, dass wir
2.000 € für den 2. Platz beim „Förderpreis Klimaschutz
Siegen-Wittgenstein“ gewonnen haben.

Wir freuen uns sehr, dass wir dafür 8 Effizienzpumpen
für Heizungsanlagen in unseren Gebäuden anschaffen können. Das bedeutet
eine Einsparung von 40 bis 50 € Stromkosten und 500 kg C02 pro Pumpe
und Jahr!

Wie wäre es ? Auch Sie könnten prüfen lassen,
ob sich so eine Investition, die sich bereits nach wenigen Jahren
amortisiert, für Sie in Frage kommt, um längerfristig Kosten und
C02 einzusparen.

 

3. Energie- bzw. Stromkostenmessgeräte

Kennen Sie Ihre Energiefresser im Haushalt
?

Es gibt eine einfache Möglichkeit herauszufinden,
welches Gerät wie viel Strom verbraucht, indem man ein Energie-
bzw. Stromkostenmessgerät zwischenschaltet.
Damit Sie es nicht
extra kaufen oder in Siegen bei der Verbraucherzentrale ausleihen
müssen, bietet der „Grüne Hahn“ an, ein solches Gerät
gegen 10,- € Pfand für einen Monat bei uns auszuleihen. Ein
Anruf genügt: Tel.-Nr. 82929, 88923 oder 8706685

 

4. Grüner Briefkasten

In Zukunft sollen Sie die Gelegenheit haben,
in einem „Grünen Briefkasten“ vom „Grünen Hahn“
Ihre Ideen, Vorschläge, Fragen und auch Kritik loszuwerden.
Sie
werden ab Januar einen solchen im Tal und im Wenscht vorfinden.

Wir sind gespannt auf Ihre hoffentlich rege
Beteiligung, mit der Sie unsere Arbeit unterstützen können.

DER GRÜNE HAHN

 

 

25. Geburtstag

 

Unser Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung feiert seinen 25.
Geburtstag:

Herzlichen Glückwunsch!

Auf einer Rüstzeit vom 26. – 28 September 1986 in Haus Nordhelle
widmete sich unser Presbyterium dem Thema „Verantwortung für
Gottes Schöpfung“. Schwerpunktmäßig ging es dabei um Art und
Ausmaß der Umweltzerstörung und um eine theologische Vertiefung
des gesamten Themenkomplexes. Allen Beteiligten wurde überdeutlich,
dass Konsequenzen für die uns anvertraute Schöpfung zu fordern sind.
In einem Katalog stellte man für unsere Kirchengemeinde einen 30
Punkte umfassenden Katalog zusammen. Und schon in der Oktobersitzung
des Presbyteriums berief man einen „Umweltausschuss“.
Er sollte die andiskutierte Problematik weiterverfolgen und dem
Leitungsgremium und der Gemeinde praktische Vorschläge unterbreiten.
Ein Anfang war gemacht!

Inzwischen sind 25 Jahre vergangen. Man nennt sich schon lange
„Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung“. Die Ziele haben
sich nicht verändert, und die Mitglieder sind überaus fleißig und
engagiert und kreativ und um Nachhaltigkeit bemüht – wie eh und
je. In den folgenden Ausführungen wird dies sehr deutlich. Alle
Arbeiten und alle Aktionen des letzten Vierteljahrhunderts zu nennen,
würde aber den Rahmen dieses Berichtes sprengen.

Am 26. Juni wurde in der Talkirche der „Tag der Schöpfung“
gefeiert, bereits zum 10. Mal. Barbara Leidel, die Vorsitzende des
Ausschusses, begrüßte alle Gottesdienstbesucher: „Lasst uns
wieder den Schöpfer und seine Schöpfung feiern und Gott danken.“
Das Thema lautete diesmal: „Unser tägliches Brot“. Noch
einmal die Vorsitzende: „Zusammen mit Kindern und Erzieherinnen
der Kindertagesstätte Ortsmitte haben wir gemeinsam nachgedacht
über das Wunder des Lebens, das uns im Keimen und Wachsen eines
Samenkornes begegnet. Wir können begreifen, wie wichtig es ist,
genug Brot zu haben, und wollen dabei die nicht vergessen, denen
es fehlt. Denn: Brot wäre für alle da, doch am gerechten Teilen
mangelt es noch!“

Der Gottesdienst war interessant und lehrreich, stimmte nachdenklich,
war andererseits aber auch sehr lebendig, nicht zuletzt wegen der
Kinder. Ganz gekonnt spielten sie das Gedicht vom Weizenkorn von
der Saat bis zur Ernte, und sie sangen freudig „Kommt, wir
wollen Gott danken“ und „Miteinander essen“. Die
Besucher erfuhren Neues und viel Wissenswertes über das Grundnahrungsmittel,
und die Predigt von Pfarrer Frank Boes beschäftigte sich – diesmal
ganz kindgerecht – mit der „Speisung der 5.000“. Danach
ein wunderbares Bild: Im großen Kirchenschiff ein Kreis aller Gottesdienstbesucher
und die Teilung des von den Kindern gebackenen Brotes. Alle Lieder
und alle Gebete rundeten das Thema des Tages ab. „Segne unser
Bemühen und unsere Spenden für die Aktionen von ´Brot für die Welt´.
Gib, dass überall da, wo es nötig ist, die gute Saat aufgeht und
Menschen in Würde arbeiten, ernten, essen und leben können!“
Draußen dann noch ein Samentütchen „Eine Augen- und Bienenweide
– Säen Sie mit!“ und eine „Brotzeit“ für alle: Stockbrotbacken
für die Kinder, Brot und leckere Dipps und Gartenfrüchte für die
Erwachsenen. Mein Fazit: Ein toller Gottesdienst mit einem gelungenen
Abschluss. Ein „dickes Lob“ für die Mädchen und Jungen,
ihre Erzieherinnen und für die Mitglieder des Ausschusses!

Doch der Tag war noch nicht zu Ende: Auf dem Programm stand des
Weiteren eine Kräuterwanderung in Lützel. Im Rahmen von „Autofrei
und Spaß dabei – der Schöpfung zuliebe“. Am 8. Mai 1994 wurde
der Startschuss für dieses Projekt gegeben – mit einer Radtour zur
Heesquelle. Inzwischen haben 78 Fahrten, Wanderungen und Besichtigungen
stattgefunden, immer sonntags, immer ohne Auto, aber immer mit vielen
schönen und bleibenden Eindrücken. Lützel – die Nr. 79: Michael
Düben, Apotheker in Bad Laasphe und Mitglied im NABU, zeigte den
Teilnehmern viele Kräuter, konnte sie benennen und alle jeweiligen
Inhaltsstoffe aufzählen. Dazu Erklärungen von Sprichwörtern und
Interessantes über das Zusammenleben in der Natur. Wussten Sie,
dass etwa 1.000 Lebewesen auf, in und an einer ausgewachsenen Eiche
leben? Dass sie rund 700.000 Blätter hat? Und das dort knapp 50.000
Liter Luft gefiltert werden? Oder dass 50 % der Arzneimittel aus
Pflanzen hergestellt werden? Barbara Leidel schwärmte nachher von
der Exkursion: „Es war mit das Beste, was ich im Rahmen von
´Autofrei´ erlebt habe!“

Am 9. Juli die nächste Alu-Sortieraktion, erneut in Birlenbach.
Diesmal kamen 162 kg Aluminium und 5 kg Kupfer zusammen; der Erlös
betrug insgesamt 129,90 Euro. Als der Ausschuss am 15. April 1994
mit dem Projekt in unserer Kirchengemeinde begann, ahnte niemand,
dass es so erfolgreich verlaufen würde. Inzwischen konnten ganze
3.777 kg Aluminium verkauft und dem Recycling zugeführt werden,
dazu größere Mengen Kupfer und Messing. Spätestens im Frühjahr nächsten
Jahres wird die 4.000 kg – Marke „geknackt“ werden können!
Welch ein Erfolg!

„Ohne Fleiß kein Preis!“ Wir alle kennen dieses Sprichwort.
Und auch die Mitglieder des Ausschusses zur Bewahrung der Schöpfung
und die des Arbeitskreises „Grüner Hahn“ wissen um dessen
Bedeutung. Spätestens als man jetzt im Siegener Rathaus den zweiten
Preis und zugleich 2.000 Euro für die Aktivitäten im Bereich des
Umweltmanagement-Projekts verliehen bekam, aus den Händen von Siegens
Bürgermeister Steffen Mues und von NRW-Minister Johannes Remmel.
Der Klimaschutzförderpreis wurde im Kreis Siegen-Wittgenstein bereits
zum dritten Mal verliehen, diesmal im Rahmen der Kampagne „1.000
Pumpen für Siegen“. Es ging um den Austausch von alten Heizpumpen
gegen moderne, Strom sparende Hocheffizienzpumpen. Den zweiten Preis
teilte sich Klafeld mit der ev. Kirchengemeinde Kaan-Marienborn.

Wir gratulieren unserem Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung
zum 2. Platz und zugleich zum 25. Geburtstag. Wir loben und schätzen
die sehr zeitaufwändige Arbeit, das großartige Engagement der ehrenamtlichen
Mitglieder und den beispielhaften Einsatz für Gottes gute Schöpfung.
Der Ausschuss leistet seit 1986 hervorragende Arbeit und ist aus
unserer Kirchengemeinde einfach nicht mehr wegzudenken!

Peter – Christian Rose