Oekum. Kinderfest 2007

Strahlende Augen beim Kinderfest
im Wenscht:

Unter dem Motto
„Kinder helfen Kindern“ fand am letzen Wochenende das ökumenische
Kinderfest im Wenscht statt. Seit 37 Jahren organisieren die kath.
Gemeinde St. Marien und die Ev. – Ref. Kirchengemeinde Klafeld gemeinsam
diesen Tag, der mit einem Gottesdienst um 11 Uhr in der kath. Kirche
„St. Marien“ begann.  Nach dem Mittagessen  wurde auf
dem Kirchplatz der ev. Wenschtkirche weiter gefeiert.

Theateraufführungen,
 Bauchredner, Zauberer, Tombola, „Lebender Kicker“, Torwandschießen,
Hüpfburg und vieles mehr sorgte für Kurzweil und jede Mende Spaß.
Eltern, Oma und Opa wurden mit Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien
versorgt.

Der Erlös in Höhe
von 2800 € geht in gleichen Teilen, wie in den Vorjahren auch, an
ein von der kath. Gemeinde getragenes Projekt nach Peru, ein von
der ev. Gemeinde mitfinanziertes in Tansania und verbleibt zu einem
Drittel vor Ort zur Unterstützung einer in Not geratenen Familie.

…..vom
Kinderfest (bitte anklicken)

Goldene Konfirmation 2007

 

Goldene Konfirmation

Vor 50 Jahren
wurden 144 Mädchen und Jungen von den Pastoren Biederbeck, Schmidt,
und Flick konfirmiert. Am 3. Juni 2007 konnte dieses große Ereignis
mit 64 ehemaligen Konfirmanden seine goldene Erneuerung in der Talkirche
finden. Mit Trauer mussten wir feststellen, dass doch so mancher
nicht mehr kommen konnte und viele aus gesundheitlichen Gründen
absagen mussten.

Für die Goldkonfirmanden
war der Gottesdienst sicher der Höhepunkt und so möchten wir uns
an dieser Stelle bei der Kirchengemeinde Klafeld für die Ausrichtung
und insbesondere auch bei Pfarrerin Almuth Schwichow für die ergreifenden
Worte der Predigt bedanken. Wenn auch unser alter Konfirmationsspruch
seinen Wert behält, so haben wir doch auch einen neuen als Leitfaden
aus der Predigt bekommen:

„Meine Seele hängt
an dir, Gott; deine rechte Hand hält mich.“ (63.Psalm)

Ein Dankeschön
gilt dem Bläserchor, als auch dem Gast aus Tansania für das Grußwort
und ebenso unserem Mitkonfirmanden K.W. Clever für seine Soli auf
dem Horn.

Erfreulicherweise
konnten wir aus dem Beitragsüberschuss und weiterer Spenden dem
Bodelschwingh-Haus in unserer Gemeinde € 321,53 übergeben.


 

Kirchenkabrett: Rückblick

Brillantes Kirchenkabarett
mit Sabine Henke

Der Förderverein
für die Kinder- und Jugendarbeit hatte anlässlich des 10jährigen
Bestehens zu einem Kirchenkabarett ins Lutherhaus eingeladen. Rund
120 Gemeindeglieder und Interessierte waren der Einladung gefolgt.
Sie erlebten ein Feuerwerk an Wortwitz, Situationskomik und Wandlungsfähigkeit
– gezündet von Kabarettistin Sabine Henke aus Dortmund.

Unter dem Motto
"Frohlocken aus dem Tiefkühlfach" verstand sie es in genialer
Weise, die Zuschauer in die Welt ihrer Bühnenfiguren zu ziehen.
Während das Siegerländer Publikum sich bei den anfangs angebotenen
Häppchen noch dezent zurückhielt war spätestens beim Auftritt als
Bayerin im Dirndl der Bann gebrochen. Sie demonstrierte, wie man
bei der Schrittweite des Dirndls auf der Karriereleiter gut überholen
kann. Auch in Sachen Trendsportarten erwies sie sich auf dem neuesten
Stand. Das Extrem-Fishing auf der Zugspitze hat vor allem für die
Hausfrauen einen positiven Nebeneffekt: Nach Aufwickeln der 2 Kilometer
langen Angelschnur ist der Fisch gefroren!

Auch hinsichtlich
aktueller politischer Themen war Sabine Henke auf dem Laufenden.
Ob Elterngeld, G8-Gipfel oder Schröders Autobiographie – sie fand
zu allem einen passenden Kommentar. Doch das Kirchenkabarett nahm
hauptsächlich kirchenpolitische Themen auf die Schippe. Da gab es
die Unternehmensberatung für Dr. Luther. Der musste marketingmäßig
fit gemacht werden und sollte seine 95 Thesen runterkürzen auf drei.
Am Ende hieß es gar: „Stellen Sie die Reformation zurück und arbeiten
sie erst noch am Image.“ Auch als Sprecherin von Radio Ecclesia
(„Nichts sehen – wenig hören – aber viel glauben“) löste sie so
manche Lachsalve aus. Besonders komisch waren die Liedvorschläge
für die Autofahrer auf der Autobahn. Bei Tempo 180 ist beispielsweise
zu singen: „Nun aufwärts froh den Blick gewandt“.

In Zeiten, wo
die Finanzlöcher wie galaktische Wurmlöcher über den Kanzeln schweben,
statt dass der Himmel über allen aufgeht, da hilft nur eins: die
Payback-Karte als Werbemittel für die Gemeinde. Die Zigaretten qualmende
Frau Fischer, deren Mann Manfred bei der „Agentur“ beschäftigt ist
und die seine ALG II – Einkünfte in Tupperprodukte anlegt, ist schier
begeistert davon. Im aktuellen Gemeindebrief liest sie: „Besuchen
Sie drei Mal einen Gottesdienst und bringen Sie jemanden mit, das
gibt 4 Würstchen gratis beim nächsten Gemeindefest“.

Sabine
Henke brillierte in ihrer Paraderolle als Küsterin Frida Finkeldey.
Und spätestens an dieser Stelle wurde den Besuchern klar, dass Sabine
Henke ihre kirchliche Herkunft nicht leugnen kann und will. Sehr
filigran ist in der Rolle der ehemaligen Küsterin, die nun für die
Seniorengymnastik zuständig ist, die aktuelle Entwicklung in den
Kirchengemeinden eingewoben. Der Bustransfer vom Dorf in das zentrale
Gemeindehaus wurde genauso aufs Korn genommen wie der nicht geheizte
Gemeinderaum, das selbst mitgebrachte Geschirr und der Reinigungsdienst
per Handfeger und Kehrblech. Und woher wusste Sabine Henke eigentlich,
dass es auch in Klafeld einen „beklebten“ Gemeindebus gibt? 

 

Zahlreiche andere
Rollen waren Sabine Henke ebenso auf den Leib geschrieben. Sei es
als Pfarrerin auf Fortbildung oder auf der Kanzel. Wobei der Gottesdienst
wegen Nennung der zahlreichen Sponsoren erst mit fünf Minuten Verzögerung
beginnen konnte und dann wollte ihr einfach der Hauptsponsor nicht
einfallen („Im Namen …… des Vaters“). Auch als Erzieherin, die in
Anlehnung an Herbert Grönemeyer „Nehmt den Kindern das Kommando
– Kinder an die Wand“ trällert, war Sabine Henke genial.

Dass Sabine Henke
zu den profiliertesten Kirchenkabarettistinnen in Deutschland zählt,
hat sie an diesem Jubiläumsabend des Fördervereins deutlich unter
Beweis gestellt. Bei den Zuschauern blieb kein Auge trocken. Eine
Lachsalve folgte der nächsten. Und das alles ausgelöst durch feinfühlig
beobachtetes und in brillanten Rollen dargebotenes Kirchen- und
Weltgeschehen.
 So muss Kirchenkabarett sein!

Matthias Hess


Pfarrer Dusza verabschiedet

„Dein Weg war ein Segen für
uns“

Pfarrer Jürgen Dusza in den
Ruhestand verabschiedet

Mit einem Gottesdienst in der Christus-Kirche
in Neunkirchen-Zeppenfeld wurde jetzt Pfarrer Jürgen Dusza von Superintendentin
Annette Kurschus in den Ruhestand verabschiedet.

Dreieinhalb Jahre lang hatte Dusza die für
ihn geschaffene  Pfarrstelle für Gemeindeaufbau inne. Mit seinem
profunden Wissen, seiner kontaktfreudigen und humorvollen Art sowie
mit viel Beharrlichkeit hat er gemeinsam mit Kirchengemeinden Zukunftspläne
entwickelt und Perspektiven ausgelotet.

In seiner Abschiedspredigt gab er den Menschen
in den Gemeinden des Siegerlandes drei Ratschläge aus seinem Erfahrungsschatz
mit auf den Weg: „Nehmen Sie sich Zeit zum Zuhören. Lassen Sie beginnende
Konflikte nicht chronisch werden. Behalten Sie in den Gemeinden
den Blick für die Armen und die Trauernden.“

Völlig überraschend für den scheidenden Pfarrer
nahmen die Kinder des Kindergartens Schatzkiste aus Neunkirchen
den Chorraum der Kirche in Beschlag. Sie sangen ein Abschiedslied
und überreichten Jürgen Dusza eine als Schiff gestaltete Lampe.

Im Bild von links: Pfr. Christoph Siekermann,
Dr. Matthias  Lagemann,
Superintendentin Annette Kurschus,
Christiane Dusza, Pfr. Jürgen Dusza,
Rolf Marxmeier, Pfr. Michael
Junk, Christiane Häusler-Gräb

Annette Kurschus in ihren Abschiedsworten
im Gottesdienst: „Du hattest keinen leichten Start im Kirchenkreis.
Etliche hatten zu Beginn Vorbehalte. Tag für Tag hast Du am Anfang
Klinken geputzt, die Menschen gesucht und Gespräche geführt – und
Du hast die Herzen der Menschen im Sturm erobert. Dein Weg war ein
Segen für uns. Du hast geholfen, Stärken zu entdecken und Perspektiven
zu entwickeln. Vielen bist Du zum Seelsorger geworden und manchen
zum Freund.“

Später im geselligen Beisammensein hob sie
die vielen Vorzüge des engagierten Pfarrers hervor, der zwei Rekorde
auf sich verbuchen konnte: „Niemand hat  bisher in nur dreieinhalb
Jahren so viele Kontakte in dreißig Kirchengemeinden und dem Kirchenkreis
aufgebaut wie Du. Und kein anderer Name wurde so oft so falsch ausgesprochen
wie Deiner.“ Mit Lust, Liebe und Beharrlichkeit sowie einer positiven
Grundeinstellung habe er viele Gemeinden auf die Beine gebracht.
Mit einem Rucksack als Präsent lädt Sie Dusza ein, den Rothaarsteig
zu erkunden. Passend dazu schenkte die Kirchengemeinde Hilchenbach
dem Ehepaar Dusza einen Wochenendaufenthalt in der Stadt am Rothaarsteig.
In Hilchenbach hatte Dusza bereits vor seiner Zeit im Kirchenkreis
 Siegen eine fruchtbare Beratungsarbeit geleistet, „mit seiner
unbekümmerten Art und seinem Ruhrgebiets-Charme“, wie Pfr. Roswitha
Scheckel befand.

Grüße kamen auch von Pfr. Dr. Peter Böhlemann,
der im Institut für Aus- Fort- und Weiterbildung der Evangelischen
Kirche von Westfalen das Pastoralkolleg leitet und ebenfalls wie
Dusza Perspektivberatungen durchführt. Von Dusza habe er gelernt,
das man im Team mehr sei, als alleine. Dusza habe immer betont:
Unsere Kirche hat Perspektive.

Für den Arbeitskreis „Gemeinsam unterwegs“
im Kirchenkreis Siegen fiel das Grußwort von Pfr. Rainer Heuschneider
wehmütig aus. Dankbar erinnerte sich Heuschneider an die gemeinsame
Zeit mit den vielen Impulsen und der Begleitung durch den Arbeitskreis.
Aber, die Pfarrstelle wird nicht wieder besetzt und fällt den Pfarrbeschlüssen
des Kirchenkreises zum Opfer. Offen ist, wie das Projekt „Gemeinsam
unterwegs“ künftig mit Leben gefüllt werden kann.

1947 geboren, wuchs Dusza im Ruhrgebiet auf.
Nach Studium und Vikariat war er 17 Jahre lang Gemeindepfarrer in
Bergkamen, danach 6 Jahre im „Amt für Missionarische Dienste“ der
Evangelischen Kirche von Westfalen zuständig für Gemeindeaufbau
und Förderung von Mitarbeitenden, besonders von Ehrenamtlichen.
Bevor er ins Siegerland kam, war er ab 1999  Gemeindepfarrer
in der Kirchengemeinde Dellwig bei Unna.

Auch mit der Verabschiedung bleibt Jürgen
Dusza ordinierter Pfarrer. Er verlässt allerdings das Siegerland
und geht zurück in seinen Heimatort Unna. Zur Ruhe setzen wird sich
der umtriebige Seelsorger nicht. Frei von dem Amtspflichten hat
er nun Zeit, neue Gemeindeprojekte zu entwickeln und auszuprobieren.

kp


Motorradfahrer Gottesdienst 2007

 

4. Motorradfahrer-Gottesdienst
im Wenscht am 17. Mai

Oft kommt es anders als man denkt, oder plant.
Und oft kann man, in diesem Fall das Vorbereitungs-Team des Motor
– Sportclubs Siegerland e.V. (MSC) und Pfrn. Schwichow, nun überhaupt
gar nichts dafür. Das Wetter spielte nicht mit in diesem Jahr am
Himmelfahrtstag. So kam es, dass nur eine Handvoll Motorräder am
diesem Himmelfahrtstag vor der Wenschtkirche parkten. Eigentlich
sollte man denken, Biker seien so richtig harte Jungs und Mädchen,
aber viele hatten ihre Maschine im „trockenen Stall“ gelassen und
waren zu Fuß oder mit dem 4-rädrigen Ersatzfahrzeug zur Kirche gekommen.

Sie hätten auch sonst etwas verpasst, nämlich
einen mitreißenden Gottesdienst. Pfrn. Schwichow (sie hatte sich
extra mit dem aktuellen Kinofilm „Born to be wild“ vertraut gemacht)
predigte vom unbändigen Willen der Menschen frei zu sein und wie
uns Christus befreit. Die Gruppe „Fo(u)r friends“ sorgte mit christlichem
Pop-Rock („Some kind of wonderful“, „God use so good“) für die musikalische
Begleitung. Der Rock-Klassiker „Sweet home Alabama“ durfte da, auf
besonderen Wunsch der Motorradfreunde, nicht fehlen. Eigentlich
fehlte nur der strahlende Sonnenschein an diesem Tag und so wurde,
in großer Vorfreude auf das nächste Jahr bei besserem Wetter, diesmal
auf die geplante Ausfahrt verzichtet. Ob die Enttäuschung bei Pfrn.
Schwichow, die als Beifahrerin zur Ausfahrt eingeladen war, unermesslich
groß war, blieb dem Chronisten verborgen.

Günter Gollos