Kinderfest 2008 – Kurzbericht

„Kinder helfen Kindern“

–  dies ist das Motto,
unter dem seit 38 Jahren im Wenscht ökumenisch gefeiert wird. Sicher
ist das ökumenische Kinderfest eine Traditionsveranstaltung, aber
immer wieder neu und immer wieder spannend. So wurden auch am 10.
August die vielen ehrenamtlichen Helfer der kath. Gemeinde St. Marien
und der Ev. – Ref. Kirchengemeinde Klafeld für ihren unermüdlichen
Einsatz bei der Vorbereitung und Durchführung durch strahlende Kinderaugen
entschädigt.

Nach einem Gottesdienst
um 11 Uhr in der kath. Kirche „St. Marien“ und dem gemeinsamen Mittagessen
spielte auch das Wetter mit und es  wurde auf dem Kirchplatz
der ev. Wenschtkirche weiter gefeiert. Neben Vorführungen der Hip-Hop-Tanzgruppe
des TV Gosenbach, Kaspertheater und Auftritten des Zauberers Raselli,
standen Kistenklettern, Kinderschminken und jede Menge Bastel- und
Aktionsspiele auf dem Programm. Der Erlös aus Tombola, Kaffee und
Kuchenverkauf, zusammen mit allen anderen  Aktionen betrug
3240.- € und ist in gleichen Teilen, wie in den Vorjahren auch,
für ein von der kath. Gemeinde getragenes Projekt in Peru (Trujillo),
ein von der ev. Gemeinde mitfinanziertes Waisenhaus in Tansania
bestimmt und geht zu einem Drittel an eine in Not geratenen Familie
nach Geisweid.


Diamantene Konfirmation 2008

 

Diamantene Konfirmation in
der Talkirche

Eine große Wiedersehensfreude
gab es am 08. Juni in der Talkirche in Siegen-Geisweid anlässlich
der Diamantenen Konfirmation. 50 Teilnehmer der Konfirmationsjahrgänge
1948 aus den Ortsteilen Klafeld / Birlenbach (Pastor Schmidt) und
Geisweid / Setzen (Pastor Gossing) begannen den Festtag mit einem
Gottesdienst. Pfarrerin Almuth Schwichow stellte den Lebenssegen
in den Mittelpunkt ihrer Predigt. Musikalisch begleitet wurde der
Gottesdienst von der Posaunenchor-Spielgemeinschaft CVJM Birlenbach
/ Geisweid und von Annette, Bernd, Julian und Laura Hoffmann.

Nach dem Gottesdienst
wurde die Feier in der Bismarckhalle fortgesetzt. Die Anwesenden
brachten die Freude über das Treffen zum Ausdruck und nutzten die
gemeinsamen Stunden zum Austausch über die erlebnisreichen Zeiten
der zurückliegenden 60 Jahre. Die weiteste Anreise hatte Pastor
Peter Niederstein. Er ist trotz Ruhestand immer noch vertretungsweise
als Seelsorger in der Schweiz tätig und wusste mit manchen Anekdoten
die Diamantkonfirmanden zu erfreuen. Das Treffen klang am späten
Nachmittag mit dem Kaffeetrinken aus.

Kurt Hess

 

Kirche für kids – Sommer 2008

„Gute-Nacht-Kirche“ am 28.
und 29.Juni

Woanders übernachten; das ist bei Kindern
immer beliebt. Das Ziel war diesmal: Ein Wochenende im Gemeindezentrum
verbringen und Kirche einmal anders erleben.

Spiele zum Kennenlernen, um sich als Gruppe
aufeinander einzustellen, standen am Samstag nachmittag im Vordergrund.
Dann verzierten die Kinder in einem kreativen Teil Teelichtgläser
mit Glasgravur oder mit buntem Papier, um sie später im Abendabschluß
mit einzubringen. Nach einer Stärkung mit Grillwürstchen, Salaten
und Brot versammelten wir uns in der Kirche. Ein kleines Würfeslpiel
stimmte die Kinder darauf ein, sich selbst an Geschichten zu erinnern
und etwas daraus zu gestalten.

Eine bekannte Geschichte sollte nun für die
Kinder spielerisch auf eine bekannte biblische Geschichte einzustellen:

Die Heilung des Gelähmten (Mk 2) Geschichten
sind nicht immer unbedingt geeignet, um sie nachzuspielen; wohl
aber können Kinder sich ansatzweise mit Personen oder Szenen in
Geschichten identifizieren. So stand am Anfang die Erfahrung, wie
es ist, wenn nach und nach Arme, Beine in ihrer Bewegung eingeschränkt
sind und schließlich ein Mensch schließlich nur noch halbwegs liegen
kann.

Hier begann die Erzählung von den vier Freunden,
die ihre Hoffnung ganz darauf setzten, das Jesus ihrem gelähmten
Freund helfen kann. Sie lassen sich nicht abhalten von dichtgedrängten
Menschen. Sie wählen den Weg übers Dach, brechen es auf und  lassen
ihren Freund an Seilen herab, direkt vor die Füße Jesu. Am Ende
reichen zwei Worte: Steh auf!

Wie es ist, wenn Freunde anpacken, probierten
die Kinder selbst aus.Anschließend entstanden Schuhkartonhäuser
mit Szenen aus der gehörten und erlebten Geschichte. Nach dem gemeinsamen
Abendessen war war Schlafplätze einrichten angesagt.Den Tagesabschluß
feierten wir um die „Matte“ des Gelähmten herum; hörten Klage- und
Vertrauensworte aus den Psalmen, die so vielleicht auch der Mensch
aus unserer Geschichte hätte sagen können. Nach einer ruhigen Nacht
und einem guten Frühstück am EM-Frühstückstisch“ stimmten wir uns
auf den neuen Tag ein mit Liedern und der wunderschönen Geschichte
vom „Kleinen Tag“, der auf die Erde kommt um großes bewirken zu
wollen; der aber Menschen sieht, die in kleinen Gesten füreinander
da sind.
Ein schönes Wochenende war das; Wiederholung ist nicht
ausgeschlossen.


Mit Kindern auf dem Weg in
die Ferien

Kindertag im Juni

„Komm bau ein Haus“

Es war der 10. Kindertag in unserer Gemeinde
und mit 27 Kindern wollten wir an diesem Haus arbeiten und es gestalten:
Nicht irgendein Haus sollte entstehen, sondern eines aus „lebendigen
Steinen“.

Doch erst einmal sollte ein vertrauter  Zugang
geschaffen werden: Verschiedene Hausbilder lagen aus und die Kinder
wählten sich das Haus aus, in dem sie gerne wohnen würden. Aber
wie soll ein Haus aus lebendigen Steinen aussehen und wie können
Steine lebendig werden? Darauf wußten die Kinder zunächst keine
Antwort.

Eine Erzählung half bei der Antwortsuche.

Wenn auf einem Stein etwas zu
sehen ist vom Leben miteinander, wenn Worte, Gedanken,
Bilder von Menschen und alles, was unser Leben bereichert,
sichtbar werden und diese Steine zusammengebaut werden
zu einem Haus, dann ist ein Gotteshaus aus lauter lebendigen
Steinen entstanden. Alles, was in der Kirche lebendig
ist, kann man von diesen Steinen ablesen.

So kann Kirche sein; und da ist jeder Mensch
wie ein lebendiger Stein. Alle zusammen bilden das unsichtbare Haus
Gottes, das keine Mauern braucht. So entstanden aus vielen Steinen
aus Schuhkartons ein farbenfrohes und lebendiges Haus.

Den Abschluß feierten wir zusammen mit Eltern
in der Kirche und was Menschen im Haus Gottes verbindet; das konnte
weitererzählt werden aus dem Leben der ersten Gemeinde (nach Apg2,
42 ff):

  • wenn Geschichten der Bibel erinnert und
    weitererzählt werden
  • wenn Menschen miteinander und füreinander
    beten
  • wenn helfende Hände da sind, wo es nötig
    ist
  • wenn das, was wir haben, geteilt wird.

Ein sichtbares Zeichen setzten die Kinder,
indem sie sich gegenseitig Brot und Saft reichten.


Sommer… Ferien… und was erleben

Im Juli fand im und am Gemeindezentrum Wenscht
an drei Nachmittagen eine Ferien-Spiel-Aktion statt.

Kleine Künstler ganz groß! Aus Ytongsteinen
wurden an einem Nachmittag individuelle Kunstwerke hergestellt.
Die Kinder brachten Ausdauer und Ideenreichtum mit. Mit Feilen,
Raspeln, Sägen und Schleifpapier bearbeitet, blieb kein Stein, wie
er war. Am Ende konnte jedes Kind sein eigenes Kunstwerk mit nach
Hause nehmen. Dort wird es sicher einen guten Platz gefunden haben.
 

„Waldabenteuer im Lande  OZ“ MitarbeiterInnen
hatten gemeinsam ein abenteuerliches Spiel vorbereitet, aber das
Wetter spielte nicht ganz so mit, wie wir es gerne wollten. Aber
mit Regenkleidung ausgestattet, lässt sich manches aushalten. Grundlage
für unser Waldspiel war die Geschichte des Zauberers von OZ. Dorothy
wird in das Land OZ verschlagen und sucht die Hilfe des Zauberers
von OZ, um wieder den Weg nach Hause zu finden. Sie trifft sonderbare
Gestalten: Vogelscheuche, den Blechernen Holzfäller und einen Löwen.
Gemeinsam machen sie sich auf den Weg und müssen sich mancher Gefahr
stellen. Das mussten unsere Kinder auch: Sich schützen vor „Wilden
Biestern“, die ihnen mit Großmasken auflauerten. Da musste schnell
gehandelt werden; einen Zauberspruch aufsagen, Bäume umfassen, um
sich unsichtbar zu machen usw.  Der Gang über den Hexenpfad
war nötig, um Utensilien der Hexe zu finden, wie z.B. einen goldenen
Becher oder Federn. Am Ende des Hexenpfades lag der kleine Hund
von Dorothy (nur ein Stoffhund), bewacht von gefährlichen Tieren.
Mit geschlossenen Augen fingen die Kinder die Tiere ein: Eine Schlange,
ein großes braunes, wabbeliges Insekt, eine Echse (alles keine echten
Tiere). Ein bisschen Überwindung kostete es aber schon, diese unangenehm
aussehenden Wächter anzufassen. Bei dem „gefährlichen Kugelpfad“
angekommen, konnten die Kinder ihre Beweglichkeit testen um nicht
von an  Seilen schwingenden Gummibällen getroffen zu werden.
Nachdem alle Gefahren bewältigt waren, hatten auch die „Wilden Biester“
ihre Macht verloren und zeigten den Kindern den Rückweg zu dem mächtigen
und schrecklichen Zauberer von OZ. So wie Dorothy und ihre Freunde
dem Zauberer ihren sehnlichsten Wunsch mitteilten, konnten dies
die Kinder auch tun. Einzeln traten sie dem Zauberer gegenüber,
um ihm einen Wunsch zu sagen. Die Erzählung von Dorothys Rückreise
mit den Silbernen Schuhen der guten Hexe rundete das Abenteuer ab.

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Frühstücks-Treff-Ausflug

 

Frühstücks-Treff-Ausflug

Mit ca. 60 Teilnehmern reiste der “Frühstücks-Treff”
am 16.5. nach  Nümbrecht im Bergischen Land. Bei gutem Wetter
und gutgelaunt ging `s durch herrlichen Maiwald und schöne
Landschaft in Richtung Nümbrecht.

Viele nutzten die Zeit vor dem Mittagessen
zu einem kleinen Spaziergang durch den Kurpark. Um 12 Uhr wartete
das Mittagessen im Park-Hotel auf uns. Anschließend  konnten
wir noch bei Sonnenschein auf der Cafe-Terrasse des Hauses
ein Eis oder eine Tasse  Kaffee genießen.

Dankbar schauen wir auf diesen wunderschönen
Tag zurück und freuen  uns schon auf den Ausflug im nächsten
Jahr.

Martina Hofheinz.

 

Rückblick: Jubiläum Wenscht

Nun danket alle Gott, mit Herzen, Mund und Händen

50 Jahre evangelische Wenschtkirche – mitten in der Siedlung


Evangelische Wenschtkirche Geisweid
Das evangelische Gemeindezentrum im Wenscht.
( Fotos Karlfried Petri)

Die
evangelische Wenschtkirche wird 50 Jahre alt. Am 29. Juni 1958 wurde
sie in einem festlichen Gottesdienst in Dienst gestellt. In einem
ökumenischen Festgottesdienst feierten jetzt die evangelischen und die
katholischen Christen gemeinsam dieses Jubiläum. „Kirche mitten in der
Siedlung“ sollte sie sein, die evangelische Wenschtkirche, und „Gottes
Wort für den Alltag an alle“ ausrichten, so hatte es Pfarrer Erich
Schmidt, der erste evangelische Seelsorger im Wenscht, formuliert.
In
seiner Predigt erinnerte Pfarrer Dr. Martin Klein an die Flüchtlinge,
die den Russen und Polen entkommen waren, die wiederum selbst unter den
Deutschen gelitten hätten. Die Flüchtlinge fanden hier im Wenscht ein
neues Zuhause, zunächst beargwöhnt von den Alteingesessenen. Mit Hilfe
der Stahlwerke hätten sie ihre Siedlung errichten können. Viele seien
Gott dankbar für das Behüten in schwerer Zeit. Neben dem neuen Zuhause
sei auch eine neue geistliche Gemeinschaft, eine Gemeinschaft der
Glaubenden entstanden. Klein: „Wir alle sind Kirche in der Welt. Dazu
gehört, dass wir gute Bürger und Nachbarn sind, denen ihre Mitmenschen
nicht egal sind.“
Den musikalischen Teil des Gottesdienstes
gestaltete der CVJM-Posaunenchor Setzen und ein Projektchor, der eigens
zu diesem Anlass aus ehemaligen Chormitgliedern des evangelischen und
katholischen Kirchenchores gebildet wurde. Für Landrat Paul Breuer, der
das Grußwort als Vorsitzender der Siedlergemeinschaft überbrachte, ein
Bild für die ökumenische Zusammenarbeit im Wenscht und vielleicht eine
zukunftsweisende Entwicklung. Zum Schluss sang die Festgemeinde das
Lied, das auch bei der Indienststellung des Gotteshauses gesungen
wurde: „Nun danket alle Gott, mit Herzen, Mund und Händen.“

Auf
eine kurze aber bewegte Zeit kann die evangelische Wenschtkirche
bereits zurückblicken. Drei Jahre nach dem Baubeginn der ersten
Siedlung im Obersten Wenscht, am 27. Juli 1955 beschloss das
Presbyterium der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Klafeld den Bau einer Kirche
mit Gemeindezentrum für die Wenschtsiedlungen; am 7. November erfolgt
der erste Spatenstich an der oberen Ziegeleistraße. Am 22. Juli 1956
feierte die Kirchengemeinde Grundsteinlegung und Richtfest. Noch vor
der Indienststellung im Beisein des Präses der westfälischen
Landeskirche Ernst Wilms am 29. Juni 1958 wurde bereits am 22.12.1956
im Gemeindesaal ein erster Gottesdienst mit vier Taufen gefeiert.
Erwähnt
werden muss in diesem Zusammenhang, dass am 22. Juni 1958, am heutigen
Hans-Böckler-Platz, der erste Spatenstich für die katholische St.
Marienkirche erfolgte – und damit zugleich der Grundstein gelegt wurde
für eine lebendige Ökumene, die bis heute gepflegt wird. Der
Weltgebetstag, das Kinderfest und der Martinszug sind seit Jahrzehnten
feste Termine, die gemeinsam gefeiert werden.
Am 1. Januar 1959
wurde im Untergeschoss des Gemeindezentrums ein behelfsmäßiger
Kindergarten eingerichtet, der dort bis Ende 1966 bestand. Er wurde
abgelöst durch die Kindertagesstätte am Jasminweg, die 1964 ihre Arbeit
aufnahm.
Im Mai 1979 fand die erste Kinderbibelwoche im
Gemeindezentrum Wenscht statt. Von 1993 bis 1998 hatte die
Superintendentin Annette Kurschus die Pfarrstelle im Hilfsdienst im
Wenscht inne.
Der Kirchenchor musste am 30. Juni 2002 seine Tätigkeit mangels Mitglieder einstellen.
Seit August 2007 ist Pfarrer Dr. Martin Klein Seelsorger der evangelischen Christen im Wenscht.
Aufgrund
der prekären Finanzlage der Kirchengemeinde hat das Presbyterium ein
Haushaltssicherungskonzept mit einschneidenden Sparmaßnahmen
beschlossen, von dem auch Beschäftigte der Wenschtkirche betroffen
sind. Mit der Stilllegung des Lutherhauses und der Gemeindezentren in
Birlenbach, Sohlbach-Buchen und Setzen erhält das Gemeindezentrum
Wenscht eine neue Funktion. Es beherbergt nun die Kinder-, Jugend-, und
Konfirmandenarbeit der Kirchengemeinde sowie besondere
Gottesdienstangebote für die ganze Kirchengemeinde; etliche
Gemeindegruppen aus den stillgelegten Häusern finden hier eine neue
Bleibe.

Mit
einem ökumenischen Festgottesdienst feierte die Christen im Wenscht das
50-jährige Bestehen des evangelischen Gotteshauses. Eigens dazu wurde
ein Projektchor unter der Leitung von Rolf Becker gebildet, bestehend
aus Sängerinnen und Sängern der beiden ehemaligen evangelischen und
katholischen Kirchenchöre. Im Hintergrund das von Hermann Kuhmichel
gestaltete Wandgemälde.

Karlfried Petri

Jubiläum:
50 Jahre Wenschtkirche
 
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