Rückblick: Familienfreizeit 2011

 

„Ein feste Burg ist unser
Gott“

Familienfreizeit auf der Burg
Bilstein 29.10. bis 1.11. 2011

Wer hätte gedacht,
dass der Herbst so schön wird? Da hatten wir unter anderem wegen
Regen und Wind, die jahreszeitlich zu erwarten gewesen wären, unsere
Familienfreizeit in diesem Jahr auf drei Tage verkürzt, und dann
das: strahlender Sonnenschein und wärmer als an manchem Sommertag!
Aber natürlich kann einem Schlimmeres passieren, und so haben wir
(6 Familien, 14 Kinder und Jugendliche, 12 Erwachsene) unsere Zeit
in Bilstein sehr genossen: beim Erkunden der Burg bis in die letzten
Winkel (einschließlich Folterkammer), auf Spaziergängen durch den
bunten Herbstwald, bei Spiel und Spaß und bei den traditionellen
„Mitmachgeschichten“, die sich in diesem Jahr –  passend zum
Reformationstag – mit Martin Luther beschäftigten. Zwar ist Bilstein
nicht Wittenberg und die Burg nicht die Wartburg, aber trotzdem
passten Umgebung und Geschichten gut zusammen, und es kam etwas
rüber von dem, was Luther mit seinem Lied „Ein feste Burg ist unser
Gott“ ausdrücken wollte (auch wenn aus Luther-Chorälen wohl doch
keine Familienfreizeit-Hits mehr werden).

Kurz gesagt: Wir
hatten wieder eine gute Zeit miteinander, und nächstes Jahr soll
es
weiter gehen – dann wieder eine ganze Woche.

 

Rückblick: Kinder- und Jugendarbeit

 

JUBI-Abende (Jugendbibelabende)

„stark mit Gott!“

An drei Abenden
in den Herbstferien stimmten sich Jugendliche und junge Erwachsene
mit dieser Überschrift auf die KIBIWO 2012 ein.
Biblische Texte
und Geschichten erzählen von der heilsamen Nähe und Kraft Gottes.
Die
bekannte Geschichte von David und Goliath begleitete uns an zwei
Abenden und führte zunächst in die Fragen:

Was sind meine
starken und schwachen Seiten? Was zeige ich nach außen und was nicht?
Ein gestalteter Würfel mit eben diesen beiden Seiten, einer Außen-
und Innenseite, die auch zu jedem Menschen dazu gehören, sorgte
für genügend Gesprächsstoff und neue Fragen: Wozu brauche ich (mehr)
Mut?. Das sind sehr persönliche Fragen, die persönliche Antworten
herausfordern; aber dazu laden uns biblische Text auch ein.
Biblische
Personen können „neu zu uns sprechen“, wenn wir ihnen
Gelegenheit dazu geben. David, Goliath und andere Beteiligte wurden
befragt und die besondere Rolle Gottes in der Geschichte angefragt.
In solchem „Spiel mit Rollen“ verbinden sich persönliche
„Ansichten“ und Erfahrungen mit dem Bibeltext.

Den Abschlussabend
gestalteten wir mit Psalm 23. Mit Liebe zum Detail entstanden aus
Tüchern, Gegenständen, Figuren, Bildern verschiedene  Plätze
und Orte zu den einzelnen Versen des Psalms. Der Text wurde „anschaulich“
und in der anschließenden „Psalmbegehung“ konnten die
aufgebauten Orte mit der „Textlandschaft“ verglichen werden.
Das es auch hier zu Verwicklungen kommen kann, ist erwünscht. „Du
bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde“.
So
steht es im Psalm. So ein Tisch wurde hergerichtet.. und ein Schild
mit der Aufschrift „Feinde“ war auch dabei. Was aber ist,
wenn ich Platz nehme an diesem Tisch? Bin ich bereit, mich mit „dem
Feind“ an einen Tisch zu setzen? Was bedeutet jetzt Tischgemeinschaft
und was kann sich verändern?…

Diese Abende waren
ein guter Anfang für die KIBIWO. Die persönliche Auseinandersetzung
mit den biblischen Texten wird bei den Vorbereitungstreffen weitergehen
und nochmals sehr spannend; denn in der KIBIWO sollen Kinder etwas
von der heilsamen Nähe und Kraft Gottes in den biblischen Geschichten
spüren.


Rückblick Kindertag 5. November

Ein Kindertag
zum Wohlfühlen! So oder so ähnlich könnte man den Kindertag im November
letzten Jahres zusammenfassen. Eingeladen wurde mit der Überschrift
„das tut gut!“ Das konnten Kinder an diesem Nachmittag
auch erleben. Bunte Tücher auf der Erde, abgedunkelte Räume mit
Kerzen, Räucherstäbchen, ein Zimmerspringbrunnen und Musik schufen
eine einladende Atmosphäre, um sich dann Zeit zu lassen, sich an
verschiedenen Plätzen „etwas gutes zu gönnen“: Rückenmassage
mit dem Tennisball, sich in einer Decke schaukeln lassen, in einer
Ecke eine „Wohlfühlhöhle“ bauen, ein Vorlesezelt, Entspannungsmusik
hören und dazu Mandalas malen, oder einfach in einer geschützen
Ecke liegen und sich ausruhen.

Es gab keinen
Zeitdruck; die Kinder genossen diese Zeit, die sie ganz allein für
sich hatten. Anschließend ließen sie sich Kindercocktails schmecken,
um dann gemeinsam in der Kirche die Geschichte von „Nardy“,
dem Öltröpfchen zu hören, das dazu bestimmt war, von Indien nach
Israel zu reisen, um dort in Bethanien im Haus von Simon zu „duften,
was das Zeug hält“. Erzählt wurde hier die Geschichte von der
Frau, die Jesus Gutes tut und ihn mit kostbarem Nardenöl salbt.
Selbst
gemixte Duftöle und modellierte Salbgefäße rundeten die Geschichte
ab.

Der gemeinsame
Abschluss in der Kirche war sicherlich für alle etwas besonderes:
Mit
Öl gesalbt zu werden und so zeichenhaft zu spüren, das wir für Gott
wertvoll und kostbar sind, ist wie „Segen, der unter die Haut
geht“.

Gut, das es diese
Zeiten und Zeichen gibt!


Spielkarussell 2011

Alles in allem
war dieser Spiel- und Bastelnachmittag im November schön und entspannend.
Gut angedacht waren auch die Ideen, kleine „Wettbewerbe“
und Angebote zu starten: Fußboden-Memory, Jenga, Multi-Zeichner
oder Spielrunden auf der Empore.

Leider war der
Besuch nicht so reichlich, um das alles umsetzen zu können. Der
Termin in den Ferien und das schöne Wetter (so sehr wir das genossen
haben) sind eben keine optimalen Bedingungen für eine solche Veranstaltung.

Das SPIELKARUSSELL
bleibt trotz alledem eine gute Möglichkeit, jung und alt „spielend
zu verbinden“; auch in diesem Jahr.

Wolfgang Hofheinz

 

Eröffnung des Bauprojekts „mittendrin“

 

Eröffnung des Bauprojekts
„mittendrin“

„Feiern wir in
diesem Jahr denn gar kein Erntedankfest?“ Das haben manche sich
gefragt, als sie in der letzten Ausgabe der Gemeindenachrichten
gelesen haben, dass am 2. Oktober ein Gottesdienst zur Eröffnung
des Bauprojekts „mittendrin“ stattfindet. Der Termin war aus gutem
Grund gewählt worden. Denn genau vor vier Jahren, am Erntedankfest
2007, haben wir die letzten Gottesdienste in Birlenbach, Setzen
und im Paul-Gerhardt-Haus gefeiert und das Lutherhaus geschlossen.
Kirchmeister Hartmut Heinbach erinnerte nun daran, dass dieser für
viele so schmerzliche Schritt mit dem Versprechen verbunden war,
so bald wie möglich ein neues Gemeindehaus an der Talkirche zu errichten.
Wir freuen uns und sind sehr dankbar dafür, dass wir dieses Versprechen
demnächst einlösen können, und darum konnte es aus unserer Sicht
gar keinen besseren Tag geben, um das Bauprojekt im Rahmen eines
Gottesdienstes vorzustellen und zu eröffnen, als das Erntedankfest,
auch wenn mit dem eigentlichen Bau, wie Architekt Ulrich Höfer erläuterte,
erst im neuen Jahr begonnen wird.

Christa Wilhelm
hatte den Abendmahlstisch und den Chorraum mit einer Fülle von Erntegaben
aus heimischen Gärten geschmückt. Dass Gott gut für uns sorgt, das
konnten wir jedoch nicht nur sehen, sondern auch eindrucksvoll hören,
denn der Kirchenchor Klafeld führte die Erntedank-Kantate von Christian
Heinrich Rinck auf. Der Kinderchor „Singsalabim“ und die „Liederstrolche“
aus Wilnsdorf erfreuten die Gemeinde mit zwei Liedern und sangen
zum Abschluss des Gottesdienstes gemeinsam mit dem Kirchenchor „Verleih
uns Frieden gnädiglich“.

In seiner Predigt
über Jesaja 58,7-12 erinnerte Pfarrer Boes daran, dass wir Orte
brauchen, an denen wir die Vision von einem friedlichen und gerechten
Miteinander verwirklichen können. Er drückte die Hoffnung aus, dass
das neue Gemeindezentrum zu einem Ort wird, an dem wir Gott und
den Menschen auf diese Weise begegnen können.

Hartmut Heinbach
und Ulrich Höfer stellten das Bauprojekt in einem Interview vor
und erläuterten neben Finanzierung und Planung auch die Konzeption,
die sich mit dem Namen „mittendrin“ verbindet. Hartmut Heinbach
betonte, dass uns in den letzten Jahren gemeinsam und mit Gottes
Hilfe schon viel gelungen ist, so dass wir nun auch das Bauprojekt
voller Vorfreude und Zuversicht angehen können.

Nach dem Gottesdienst
nutzten etliche Gottesdienstbesucher die Gelegenheit, einen Blick
auf die Baupläne zu werfen, sich beim Kirchkaffee über die weitere
Planung zu informieren oder am Weltladenstand Waren aus fairem Handel
zu kaufen. Alle Gottesdienstbesucher verließen die Talkirche mit
dem noch druckfrischen Flyer über das Bauprojekt und mit der Aussicht,
dass wir uns in absehbarer Zeit „mittendrin“ in schönen neuen Räumen
versammeln können.

Almuth Schwichow

 

Rückblick: Eiserne Konfirmation

 

Eiserne Konfirmation 2011

„Mir wonn doch
och noch de Iserne Konfermation fiern.“ Mit diesem Vorsatz klang
im August 2006 die Feier der Diamantenen Konfirmation aus. Nun wurde
dieser Vorsatz in die Tat umgesetzt. Auf Einladung von Alfred Sünkel
trafen sich am 18. September gut 30 Jubilarinnen und Jubilare in
der Talkirche. Nach dem Festgottesdienst, der vom Gemischten Chor
Birlenbach und dem CVJM-Posaunenchor Klafeld mitgestaltet wurde,
wurden wir beim Mittagessen und Kaffeetrinken in Haus Patmos bestens
bewirtet. In den Gesprächen und auch beim Betrachten der Bilder,
die bei der Diamantenen Konfirmation entstanden waren, wurden viele
schöne Erinnerungen wach. Offensichtlich haben die Jubilarinnen
und Jubilare den Tag sehr genossen, denn viele erkundigten sich,
ob man nach der Eisernen Konfirmation denn noch ein weiteres Jubiläum
feiern könne.

Auch für mich
war das ein besonderer Tag, denn es war die erste Eiserne Konfirmation,
die ich mitgefeiert habe. Und nicht nur das: Der Konfirmationsjahrgang
1946 war der erste, der nach dem Ende des zweiten Weltkrieges von
den Pastoren Gossing und Schmidt eingesegnet wurde. Für Pastor Schmidt
war dies seine erste Konfirmation und für mich 50 Jahre später die
erste Goldene. Und nun hoffe ich mit diesem Jahrgang, dass wir 2016
auch noch das seltene Fest der Gnadenkonfirmation gemeinsam begehen
können.

Für die schöne
Gestaltung des Tages danke ich dem Vorbereitungskreis und besonders
Alfred Sünkel und seiner Frau.

Almuth Schwichow

 

Neue Konfirmanden

 

Gottesdienst zur Begrüßung
der neuen Konfirmanden:

„Es wird aber keine Butterfahrt!“

„So nett
und so freundlich sind wir damals nicht begrüßt worden“, sagte
mir ein Ehepaar beim Verlassen der Kirche. Und der Mann fügte noch
hinzu: „Es war ein toller Gottesdienst, er hat uns gut gefallen.“
Solch eine positive Rückmeldung, solch ein Lob hören wir ja nicht
allzu oft! Umso mehr freuen wir uns natürlich darüber. Außerdem
kann ich die Meinung nur bestätigen.

Der Gottesdienst
zur Begrüßung der Konfirmanden am 11. September im Wenscht war schon
beeindruckend und sehr feierlich. Und es war in der Kirche wohltuend
ruhig, obwohl es wie an Heilig Abend keine freien Plätze mehr gab.
Pfarrerin Almuth Schwichow sagte ganz zu Anfang zu den Mädchen und
Jungen: „Ihr werdet gut eineinhalb Jahre hier ein- und ausgehen.
Wir alle möchten, dass ihr gerne kommt und euch wohlfühlt; die ganze
Gemeinde begrüßt euch!“ Dann ging sie auf die bunte Bildkarte
ein, die jeder Gottesdienstbesucher am Eingang erhalten hatte, auf
die junge Frau mit dem weißen Geschenkpäckchen und der roten Schleife,
auf das Erinnerungszeichen zum Jahr der Taufe, aber auch auf den
abgedruckten Bibelvers „Ich will dich unterweisen und dir den
Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen
leiten“ (Psalm 32,8). Dann herzlicher Applaus, als Wolfgang
Hofheinz alle „Neuen“ aufstehen ließ. Er verglich die
jetzt begonnene Konfirmandenzeit mit einer Reise. „Es wird
aber keine Butterfahrt, keine Kaffeefahrt, keine Fahrt ins Blaue.
Sondern eine Entdeckungsreise in das „Land des Glaubens“!
Und: „Sie wird spannend und schön. Aber es ist keine Schnellstraße.
Wir werden Wegweiser sehen und Spuren finden von Menschen, die dort
lebten. Wir werden hier und da innehalten und uns umschauen. Und
jeder von euch darf fragen und zweifeln.“ Wolfgang Hofheinz,
einer der „Reiseveranstalter“, fuhr in seiner Ansprache
an die jungen Mitreisenden fort: „Ihr seid nicht allein, ihr
wandert mit anderen. Und Gott wird für euch sorgen. Habt Vertrauen!
Am Ende der Fahrt könnt ihr euch eine eigene Meinung bilden.“
Er beendete seine Reisevorschau mit zwei wichtigen Feststellungen:
„Vertrauen und Glauben lassen sich nicht erzwingen; Glauben
und Vertrauen kann nur Gott selbst schenken!“

Passend zur gesamten
Thematik die Gemeindelieder „Ich möcht´, dass einer mit mir
geht“, „Vertraut den neuen Wegen“ und „Möge
die Straße uns zusammenführen“; gut ausgewählt auch die Beiträge
des Chores „Wegweiser“: „Come into this house“,
„Sing out“ und „Erhör mein Gebet“. Danke an
Jochen Schnutz und seine Sängerinnen und Sänger für die tolle musikalische
Gestaltung des Gottesdienstes! Zum Schluss die Fürbitten mit Pfarrer
Frank Boes, Heike Katz als Mutter eines neuen Konfirmanden und Katja
Mohn vom Mitarbeiterteam.

Nach dem Segensgebet
verblieben die „Neuen“ mit ihren Eltern in der Kirche;
Pfarrer Dr. Martin Klein, gerade vom Gottesdienst zum Kartoffelbratfest
aus Sohlbach
eingetroffen, gab Hinweise und wichtige Informationen zu der Anmeldung,
zu den Blocktagen, zu den Wochenendfreizeiten und zum Besuch der
Gottesdienste. Und während sich unsere Hauptamtlichen mit den 83
(!) Mädchen und Jungen um die Bildung der vier Gruppen kümmerten,
durften sich die Eltern, Großeltern, Geschwister und Paten draußen
auf der Wiese schon einmal in die lange Schlange vor dem kalt-warmen
Büfett einreihen; es gab Würstchen, Salate, Fladenbrot und Getränke.
Auch für die „Konfis“ war dann noch genügend da. Gut,
denn eine Reise sollte man nicht mit leerem Magen beginnen. Auch
nicht die in das „Land des Glaubens“!

Peter – Christian Rose