Neues aus … Jan./Feb. 2006

Banner: Neues aus Gemeinde und Presbxterium

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Elvira Förster, Peter
– Christian Rose und Günter Gollos

  • Trauer

Nach langer, schwerer Krankheit verstarb am
30. September unser ehemaliger Presbyter Friedhelm Schäfer aus der
Sohlbacher Straße. Er gehörte dem Leitungsgremium unserer Kirchengemeinde
von 1969 bis 1972 an. Zusammen mit Hans Borski, Horst Achenbach,
Karl-Friedrich Julius, Gerhard Noll und Hans Klein sowie Waltraud
Heifer, der ersten Presbyterin in Klafeld, kümmerte er sich nicht
nur um die Aufgaben der gesamten Kirchengemeinde, sondern verstärkt
auch um die Belange des 4. und 5. Bezirkes. Das wurde deutlich in
den Sitzungen des Presbyteriums und in seiner regen Mitarbeit im
Wenscht. Friedhelm Schäfer blieb der Gemeinde als regelmäßiger Gottesdienstbesucher
und als Verteiler der Gemeindenachrichten treu. Seine große Leidenschaft
war zeitlebens das Wandern. Darauf ging Pfarrer Herbert Siemon am
Ende seiner Traueransprache ein. Er sagte: „Seine ´letzte Wanderung´
hat er nun angetreten in der Gewissheit, am Ende dem lebendigen
Jesus Christus zu begegnen.“ Friedhelm Schäfer starb im Alter von
fast 75 Jahren.

  • Dankopferbüchsen

Seit Oktober 2001 kümmert sich Presbyter Winfried
Krahl aus Dillnhütten um Spendengelder für die Vereinigte Evangelische
Mission (VEM) in Wuppertal. Dazu gehört in erster Linie das Einsammeln
der ausgeteilten Dankopferbüchsen. Jetzt konnte er insgesamt 1.156,28
€ im Gemeindebüro hinter der Talkirche abliefern. Wir danken Winfried
Krahl für den ehrenamtlichen Dienst und allen Missionsfreunden in
unserer Kirchengemeinde für ihre Spendenbereitschaft!

  • Abschied

„Meinen Geist will ich aufgeben, dazu mein
Leib und Leben legen in Gottes gnädig Hand.“ In diesem Vertrauen
verstarb am 7. Oktober unsere langjährige Gemeindehelferin Hanna
Buscher im Alter von 96 Jahren. Fast ein Vierteljahrhundert hat
sie ihre Gaben und Fähigkeiten mit großer Hingabe und starkem Willen
in die vielfältigen Dienste in unserer Gemeinde eingebracht. In
der schweren Zeit des Kirchenkampfes wirkte sie als Katechetin.
Nach Kriegsende leitete sie Frauen- und Mädchenkreise und machte
unzählige Haus- und Krankenbesuche. Hunger, Wohnungsnot und das
Elend der Flüchtlinge und Heimatvertriebenen führte dazu, dass die
Zahl der bedürftigen Gemeindeglieder sprunghaft anstieg. So mussten
zu Weihnachten 1947 mehr als 400 Familien unterstützt werden. Hanna
Buscher versuchte, die bitterste Not zu beheben. Ihre Tätigkeit
als Gemeindehelferin gab sie zeitweise auf, um sich uneingeschränkt
der Fürsorgearbeit in Klafeld widmen zu können. Sie überzeugte das
Presbyterium auch von der Notwendigkeit, eine Familienhelferin einzustellen.
Hanna Buscher organisierte zudem die Jugendarbeit mit den dazugehörenden
Freizeiten. Später leistete sie in all den Bereichen Aufbauarbeit
in der Wenschtsiedlung. Im Nachruf schrieb Pfarrer Burkhard Schäfer:
„In Dankbarkeit nehmen wir Abschied und sind gewiss, dass Gott ihren
Tod verwandelt in ein Nach-Hause-Kommen.“ Hanna Buscher wurde in
Gummersbach beigesetzt.

  • Treffpunkt

Ab sofort laden die Mitarbeiter der Diakoniestation
Geisweid und ihr Freundeskreis jeden Dienstag und Donnerstag von 14.00 bis 16.00 Uhr zum „Treffpunkt 60Plus“
in die Diakoniestation ein. Bei einem Stück Kuchen und bei einer
Tasse Kaffee finden ältere Frauen und Männer eine Gelegenheit, in
netter und zwangloser Atmosphäre eine Alltagspause einzulegen. In
erster Linie soll der „Treffpunkt 60Plus“ ein Ort für Begegnung,
Gespräch, Spiel und Kreativität sein. Darüber hinaus besteht aber
auch die Möglichkeit, sich rund um die Themen Älterwerden, Pflege,
ehrenamtliches Engagement und vieles mehr zu informieren. Pflegedienstleiterin
Sigrid Beschorner hofft, dass sich „60Plus“ zu einem viel genutzten
Treffpunkt entwickeln wird. Bei der offiziellen Eröffnung am 21.
Oktober richtete sie einen besonderen Dank an den Freundeskreis,
der die beiden Diakoniestationen Geisweid und Weidenau seit vielen
Jahren ideell und finanziell unterstützt. Kirchmeister Erwin Messerschmidt
verdeutlichte, das Konzept sei überzeugend, deshalb sei es für den
Freundeskreis auch keine Frage gewesen, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten
an der Realisierung dieser Idee zu beteiligen. – Sie sind neugierig
geworden? Dann kommen Sie doch einfach mal vorbei! Man freut sich
auf Sie! Die Diakoniestation befindet sich am Friedrichsplatz 6.

  • Erfolg

Wie immer machte sich der Text- und Bildredakteur
kurz vor 11 Uhr auf den Weg, um die eigenen Alusäcke abzugeben und
um erste Erkundigungen über die Sortieraktion einzuholen. Als er
in der Adolf-Wurmbach-Straße ankam, sah er, dass in und vor der
Garage der Eheleute Leidel schon gefegt wurde. „Dann ist nicht viel
zusammengekommen,“ war sein erster Gedanke. „Schade, denn heute
– am 5. November 2005 – hätte man die 2.000 kg – Marke knacken können.“
Als der Redakteur ausstieg, erfuhr er, dass der frühe Abschluss
der Arbeiten nichts mit einer möglicherweise geringen Alumenge zu
tun hatte, sondern mit der großen Zahl der Helfer. 9 (!) Frauen
und Männer, in erster Linie Mitglieder unseres Ausschusses zur Bewahrung
der Schöpfung, hatten sich ab 9 Uhr tüchtig ins Zeug gelegt und
ausgeschüttet und sortiert und aussortiert und abgefüllt. Aber wie
viel Aluminium war zusammengekommen? Neugierig fragte der Schreiber
nach der Menge. „Es sind sicherlich über 117 kg!“ Barbara Leidel
sagte den Satz mit einer gewissen Zufriedenheit und auch mit ein
wenig Stolz. Denn damit war sicher: Die 2. Tonne war geschafft!
Als der Ausschuss unter der Leitung von Barbara Leidel am 15. April
1994 mit der Sammlung, dem Sortieren und dem verkauf des hochwertigen
Materials begann, ahnte niemand, dass die Aktion in unserer Kirchengemeinde
so erfolgreich verlaufen würde.

Für die ersten 1.000 kg brauchte
man fast sieben Jahre, für die zweiten nur (noch) viereinhalb Jahre!
Ich meine: Dem Ausschuss und den freiwilligen Helfern muss man Lob
und Anerkennung zollen. Und herzlich danken für die Idee, das große
Engagement und das Bemühen, Gottes gute und schöne Schöpfung zu
bewahren!

Mitglieder des Ausschusses

Rekord: 2000 kg Alui gesammelt


Aber zurück zum 5. November: Schnell wurde ein Schild
erstellt, und schnell wurden einige Fotos „geschossen“, um
den tollen Erfolg zu dokumentieren. Das Abwiegen am darauf folgenden
Montag beseitigte dann endgültig alle Zweifel: Verkauft wurden 159
kg (!) Aluminium, dazu 2.000 g Zink und 1.000 g Messing. Der Erlös
betrug immerhin fast 77 Euro. Nochmals ein aufrichtiges Dankeschön
an Barbara Leidel, Rosel Joppich, Marga Kölsch, Inge Behm, Ute Setzer,
Ulrich Veltzke, Helmut Fick, Winfried Krahl und Wolfgang Seifert.

  • Radiomagazin

„Church on Air“ hat einen neuen Sendeplatz.
Ab 3. November ist das Radiomagazin aus dem Kirchenkreisstudio immer
donnerstags von 19 bis 20 Uhr auf der Welle Radio Siegen zu hören.
„Neue Sendezeit, neue Herausforderung; ein guter Anlass, das Programm
neu zu gestalten,“ war der Kommentar von Moderatorin Christina Stemmermann
vom Öffentlichkeitsreferat unseres Kirchenkreises. Hatte man in
den vergangenen fünf Jahren vielfach Beiträge außerkirchlicher Gruppen,
Kreise und Einrichtungen aufgenommen, sollen jetzt die gut 140.000
evangelischen Christen im Siegerland sowie die Interessierten des
Nachbarkirchenkreises Wittgenstein gezielter angesprochen werden.
Ein neues Team mit Vertretern aus den sieben hiesigen Gemeinderegionen
– Klafeld und Weidenau bilden eine Region – wird künftig dafür sorgen,
dass die dort anstehenden Themen redaktionell vorkommen. Neu ist
auch die Musikauswahl: Unter der Leitung des passionierten Musikers
Charles Adarkwah aus Kreuztal soll ab sofort die moderne Gospel-
und Kirchenmusik im Vordergrund stehen. Hören Sie am nächsten Donnerstag
doch mal rein! Weitere Informationen zu der Sendung erhalten Sie
unter www.kirchenkreis-siegen.de/radio.

  • Bauteam

Seit einem Jahr ist es in unserer Gemeine
aktiv: das Bauteam um Kirchmeister Solms, Helmut Setzer und Presbyter
Paul-Heinrich Groos. Dabei ist der Rückblick auf die vergangenen
12 Monate überaus erfreulich. Insgesamt wurden 52 Arbeitseinsätze
mit über 600 (!) Stunden geleistet. Legt man einen Stundenlohn von
30 € zugrunde, so kommt eine Summe von 18.000 Euro zusammen, die
eingespart werden konnte. Denn: Die 16 Mitglieder des Bauteams (15
Männer und eine Frau) arbeiten ehrenamtlich! 31 Einsätze wurden
in unseren Kindergärten geleistet, 13 in den Gemeindezentren und
in der Talkirche und 8 in den Pfarrhäusern.

Kirchmeister Herbert
Solms: „Das ist eine tolle Leistung! Deshalb ein herzliches Dankeschön
an alle, die so tatkräftig mitgearbeitet haben!“ Neben dem Bauteam
meint er auch die Eltern, die in den Kindergärten Setzen, Tal und
Wenscht bei den diversen Aktivitäten geholfen haben. Und er meint
auch die Presbyterinnen und Presbyter sowie deren Partner, die im
Bedarfsfall hier und da eingesprungen sind. „Bei den vielen Arbeiten
haben wir uns näher kennen gelernt, haben Erfahrungen ausgetauscht
und viel voneinander gelernt.“ Schön, dass auch die Chemie untereinander
gestimmt hat! So ist es nicht verwunderlich, dass der Kirchmeister
das gesamte Bauteam demnächst zu einem gemütlichen Abend einladen
will.

Baukirchmeister Herbert Solms
Baukirchmeister
Herbert
Solms

Toll! Auch wir meinen: „Wer arbeitet, sollte auch mal feiern!“
Für das nächste Jahr erhofft Herbert Solms auch wieder viel Einsatzfreude
bei all den kleinen „Klüngelarbeiten“, die in einer großen Kirchengemeinde
mit 20 Gebäuden anfallen. Da muss ein Geländer befestigt werden,
dort wartet ein Raum auf einen neuen Anstrich, hier müssen zwei
Bäume gefällt werden… Die Aufzählung ließe sich noch eine ganze
Weile fortsetzen. Alle Gemeindeglieder pflichten mir sicher bei,
wenn ich dem gesamten Bauteam ein „dickes“ Lob und ein herzliches
Dankeschön ausspreche. – PS: Lesen Sie in diesem Zusammenhang bitte
auch den kurzen Artikel über das Projekt Januar/Februar 2006!

  • Spendengelder

Unsere Kirchennachrichten „Gemeinde jetzt“,
die Sie gerade durchblättern und lesen, erscheinen alle zwei Monate.
Jedes Mal sind die Mitglieder des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit
bemüht, interessant, informativ und gemeindenah zu berichten. Nach
der Redaktionsbesprechung, dem Layout und dem Korrekturlesen wird
„Gemeinde jetzt“ von einer hier ansässigen Firma gedruckt und geheftet.
Die Kosten belaufen sich auf über 9.000 Euro im Jahr. Im Anschluss
an die Auslieferung übernehmen wieder Ehrenamtliche die noch anfallenden
Tätigkeiten. Die ca. 5.400 Exemplare werden eingetütet und zu den
ca. 160 Verteilerinnen und Verteilern gebracht. Sie opfern Zeit
und Kraft und bringen die kostenlosen Kirchennachrichten in alle
evangelischen Haushalte in unseren vier Pfarrbezirken. Und um die
Portokosten zu sparen, werden die Dankschreiben und Spendenbescheinigungen
schließlich auch noch unentgeltlich ausgetragen. In vielen Kirchengemeinden
wird der Haushalt durch den „Gemeindebrief“ belastet. Nicht so in
Klafeld! Durch die Werbeeinnahmen und vor allem durch Ihre Spenden,
liebe Leserinnen und Leser, sind die Druck- und Herstellungskosten
von „Gemeinde jetzt“ (bisher) in jedem Jahr voll und ganz gedeckt
worden. Auch in 2005: In den ersten acht Monaten gingen bei uns
980,00 € an Spenden ein, im Rahmen des Projektes (September/Oktober)
weitere 4.250,85 €. Allen, die uns mit kleinen und großen Geldbeträgen
unterstützt haben, ein wirklich aufrichtiges Dankeschön! Und jetzt
weiterhin viel Spaß beim Lesen und Schmökern im neuen Heft von „Gemeinde
jetzt“.

  • Zwischenergebnis

Vom Projekt „Brot für die Welt“ (November
2005 bis Ostern 2006) können wir Ihnen bereits ein erstes Zwischenergebnis
vermelden. In der Zeit vom 1. – 18. November sind schon 655,00 €
überwiesen oder bei Christine Albertin und Hella Jochum im Gemeindebüro
hinter der Talkirche abgegeben worden. Auch für diese Spendengelder
möchten wir uns ganz herzlich bedanken!


Logo: Brot für die Welt

  • Ausstellung

Gemeindezentrum Wenscht – 5. November –15.00
Uhr: Lydia Dornseifer eröffnet die Klöppelausstellung. Bei Kaffee
und Kuchen erzählt sie den fast 70 Besuchern zunächst von der Entstehung
des Kunsthandwerks im Jahre 1495 in Oberitalien und seiner späteren
Verbreitung von Frankreich nach ganz Europa. Schon damals ging von
den kunstvollen Arbeiten und Objekten eine gewisse Faszination aus.

Die Klöppelgruppe im Wenscht

Die Klöppelgruppe im Wenscht

Lydia Dornseifer beschäftigt sich seit 1983 mit dem Klöppeln. Zwei
Jahre später legt sie mehrere Prüfungen beim deutschen Klöppelverband
ab und bietet im Wenscht ihren ersten eigenen Kurs an. „Es ist ein
schönes, aber auch ein aufwändiges und sehr zeitraubendes Hobby,“
weiß sie nach nunmehr 25 Jahren zu berichten. Sie dankt den Kursteilnehmerinnen
für die Überlassung der vielen wunderschönen Exponate, den Helferinnen
für die Mitwirkung bei den Ausstellungsvorbereitungen sowie Hans
Steuber aus der Falkenstraße für die musikalische Gestaltung des
Nachmittags.

Glückwünsche

.. bei der Arbeit

Vorführungen


Dann haben die Besucher Zeit, die vielen kleinen und
großen Kunstwerke zu betrachten und einigen Klöpplerinnen bei ihrer
Arbeit über die Schulter zu schauen. Zum Schluss eine amerikanische
Versteigerung: Ein geklöppeltes Bild von einem Schmetterlingsstrauch
kommt „unter den Hammer“.

Verteigerung

Nach einer Viertelstunde ist alles entschieden:
Das Kunstwerk geht nach Niederfischbach! Lydia Dornseifer ist mit
der Ausstellungseröffnung sehr zufrieden: „Resonanz, Atmosphäre
und Erlös – alles war bestens.“ Das meinen wir auch! Apropos Erlös:Der Kaffee- und Kuchenverkauf erbrachte 210,30 €, die amerikanische
Versteigerung immerhin 123,00 €. Beide Beträge gehen nun nicht in
die Tasche der Veranstalterin, sondern sollen zur Anschaffung von
neuen Stühlen im Gemeindezentrum verwendet werden. Danke!

  • Wahlen

Am 5. und 6. November fanden in unseren katholischen
Schwestergemeinden St. Joseph und St. Marien die Wahlen zum Pfarrgemeinderat
statt. Das Motto lautete diesmal „Mitstimmen – Einwirken. Jetzt?!“
Sowohl in Weidenau als auch im Wenscht kandidierten neun Frauen
und Männer, darunter auch einige „neue Gesichter“. In St. Joseph
wurden Pia Biehl, Peter Ditsche, Klaus Hess, Thomas Kleber, Laurenz
Lohmeyer, Wolfgang Müller und Monika Tomas gewählt. In St. Marien
schafften es Christine Bänfer, Raimund Ditsche, Martina Geitzhaus,
Verena Linker, Michael Neuser und Dieter Patt. Für die nächste Amtszeit
sind die beiden neuen Pfarrgemeinderäte gefordert, bei der Konzeptentwicklung
im Pastoralverbund Hüttental – Freudenberg mitzuwirken. Es wird
darum gehen, durch eine profilierte Arbeit die Eigenständigkeit
der Gemeinden zu erhalten und gleichzeitig durch verstärkte Zusammenarbeit
im Pastoralverbund über den eigenen Kirchturm hinauszuschauen. Den
neuen Pfarrgemeinderäten in St. Joseph und St. Marien wünschen wir
für ihre Tätigkeiten bis zum Jahr 2009 viel Kraft, neue Ideen sowie
Gottes reichen Segen.

  • Festprogramm

Schon oft sind Kreise aus unserer Gemeinde
hingefahren, schon oft haben Klafelder Konfirmandengruppen dort
ein Wochenende verbracht, schon oft war unser Presbyterium zu einer
Rüstzeit zu Gast: Die Rede ist von Haus Nordhelle, herrlich und
ruhig gelegen zwischen Valbert und Meinerzhagen. Vom 18. bis 20.
November beging nun die Tagungsstätte ihr 25-jähriges Bestehen.
Auf dem Programm standen eine Rückschau, verschiedene Workshops,
ein Vortrag und ein Konzert mit Liedern von Juden und Zigeunern.
Der Festgottesdienst fand am Sonntagmorgen statt. Die Feierlichkeiten
endeten um 14 Uhr mit dem Reisesegen.

  • Afrikanische Gemeinde

Im Gemeinderaum Gerberstraße ist seit dem
8. Oktober 2005 wieder Leben eingekehrt. Der Raum wird seitdem am
Wochenende von „New Birth Of Believers Ministries“ benutzt.

Dazu schreibt man uns folgendes Grußwort:

Liebe Geschwister!

Wir danken dem HERRn, dass Er uns diese Möglichkeit
gegeben hat, die Räume mit zu benutzen. Wir sind eine evangelische,
pfingstlich ausgerichtete Gemeinde. Die meisten von uns sind Afrikaner – aber nicht
nur, auch einige Deutsche sind bei uns. Wir möchten Euch mit einem Wort aus der Apostelgeschichte
grüßen. Gott hat jeden Menschen gemacht und hat ihnen ihren Lebensbereich
gegeben, damit sie Ihn dort suchen, wo sie sind; und Er ist ganz
nah bei Jedem (Apg. 17, V. 26-28).

Wir haben in unseren Heimatländern den HERRn
kennen- und lieben gelernt.

Für uns bedeutet das Wort, dass Gott auch
hier in Deutschland bei uns ist; Er hat uns nicht allein gelassen.
Dafür wollen wir Ihn jeden Tag loben und preisen; und dies wollen
wir tun, wie es Afrikaner machen – wir wollen für Ihn Singen und
Tanzen !!
Gottes Segen,

E. Sarfo
New Birth Of Believers Ministries

  • Martinszug 2005

Etwa 800 kleine und große Laternenträger trafen
sich am 13. November um 17 Uhr zum traditionellen Martinszug im
Wenscht. Das Anspiel der in der kath. Kirche St. Marien stimmte
die vielen Teilnehmer auf das Motto „Teilen will gelernt sein“ ein.

Anspiel in der Kirche St. Marien

St. Martin im roten Mantel auf dem Pferd voran, musikalisch begleitet
durch die Bläsergruppe des Siegener Orchesters, begab sich danach
der Zug den Berg hinauf zur Wenschtkirche. Heftige Windböen trieben
mit dem Martinsfeuer ihr wildes Spiel. Durch den Helferkreis des
Kindergottesdienstes wurden die Wecken verteilt und die Sammeldosen
machten eifrig die Runde. 678,47 € wurden für das Projekt Valdivia
in Chile gesammelt.

Zusammen mit der Kirchengemeinde von Peter und
Paul, Siegen, unterstützen wir das Projekt, das für Töchter der
ärmsten Familien der Landbevölkerung neue Perspektiven schaffen
soll. Vielen Dank an die vielen Helfern und Sponsoren: der
Feuerwehr, der Polizei, den Bläserinnen und Bläsern des Siegener
Orchester, der Familie Ohrndorf (Pferd und Martin), den Familien
Julius und Hammer (Vorbereitung und Martinsfeuer), dem Frauentreff
Wenscht (Glühwein und Punsch), den vielen Helfer bei der Begleitung
des Zuges und Verteilung der Wecken und den folgenden Firmen: Fischbach,
Kottmann, Mackenbach, Siegener Seilwerk, Sparkasse Siegen und Willmeroth.

  • Kindergartenausschuss

In der November Sitzung 2005 hat das Presbyterium
einstimmig Frau Karin Osterburg als neue Vorsitzende im Ausschuss
für Tageseinrichtungen für Kinder eingesetzt. Notwendig wurde die
Neubesetzung durch die Abberufung von Pfr. Hölzer. Frau Osterburg,
die im Rahmen ihrer Tätigkeit als ehemalige Vorsitzende der Mitarbeitervertretung
und Leiterin der Tageseinrichtung für Kinder in Setzen viele Erfahrungen
sammeln konnte und bedingt durch ihr eigenes Engagement sehr gute
Kenntnisse über Stellenpläne und rechtliche Fragen hat, signalisierte
Bereitschaft, diese wichtige Aufgabe während ihrer Elternzeit, befristet
bis Ende 2006, zu übernehmen. Gefolgt von intensiven Gesprächen
mit der Steuerungsgruppe, dem Vorsitzenden des Presbyteriums und
dem Kirchenkreis, vertreten durch Frau Schäfer, die eine weitgehende
Unterstützung des Fachreferates zusicherte, konnten Rahmenbedingungen
und klare Aufgabenteilungen geschaffen werden, die die ordnungsgemäße
Arbeit des Ausschusses sichern. Wir danken Frau Karin Osterburg
herzlich und wünschen ihr für diese sicherlich nicht ganz
einfache Aufgabe Gottes Segen.

Auf ein Wort…. Januar/Februar 2006

Banner: Auf ein Wort

„Gott ist wie eine Ente,

….unter seinen Flügeln kann man prima kuscheln“
diese Worte hörte ich vor kurzem aus dem Autoradio auf dem Weg zur
Arbeitsstelle, gesprochen von dem 6-jährigen Joel in der Morgenandacht
von „Augenblick mal“. Ich denke viele von Ihnen werden diese Sendung
kennen. Erst musste ich schmunzeln, dann lachen. Ich habe zwar die
folgende Auslegung dieses Satzes noch interessiert mit verfolgt,
muss aber zugeben, das ich sie heute nicht mehr wiedergeben könnte.

Aber der Satz „Gott ist wie eine Ente, unter
seinen Flügeln kann man prima kuscheln“ hat mich nicht mehr losgelassen.
Ich war nämlich gerade dabei, mir Gedanken über die Jahreslosung
2006: „Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich
nicht.“ zu machen und diese Aussage eines 6-Jährigen zeigte mir
plötzlich einen ganz neuen Zugang.

Kinder haben es, ein Baby sogar ein sehr großes,
natürlich auch die Teenies und deren Eltern und Großeltern, alle
haben wir es: Das Bedürfnis nach Geborgenheit, das Bedürfnis nach
Halt und Gemeinschaft. Und ich denke das Bild des kleinen Joel will
genau dies ausdrücken und er kann aus seiner Sicht vollkommen darauf
vertrauen.

„Gott spricht: Ich lasse
dich nicht fallen und verlasse dich nicht.“
Was für ein Versprechen
!?

Jahreslosung 2006

Aber wie sieht es für diejenigen aus, die
Gott in ihrem Leben so noch nicht erlebt haben? Für die, die gefallen
sind, sich einsam und allein fühlen, ohne Hilfe? Eine Welt bricht
zusammen: Martin ist bei der Klassensprecherwahl nicht durchgekommen,
Julia hat ihr Abitur versemmelt und ihre Freundin ist gerade durch
die Führerscheinprüfung gefallen. Schwere Niederlagen für ein junges
Leben. Das wichtige Projekt in Deiner Firma hast du so richtig gegen
den Wand gesetzt. Drohende Arbeitslosigkeit, Hartz IV, ein Leben
am Existenzminimum. Der Tod eines lieben Menschen wirft Dich aus
der Bahn. Ein schwerer Unfall oder eine unheilvolle Diagnose des
Arztes kann einem schon den Boden unter den Füßen wegreißen. Trennung
nach langer Partnerschaft, oder Deine Freunde haben dich im Stich
gelassen, Dich fallen lassen, wie ein heiße Kartoffel. Und plötzlich
sieht Dein Leben von jetzt auf gleich ganz anders aus. Du fühlst
Dich schrecklich, nahezu hilflos am Boden zerstört. Du siehst kein
Licht mehr, weil das Loch so endlos tief ausschaut in welches Du
gefallen bist. Du kommst Dir einsam, hilflos und verlassen vor.
Wer in seinem Leben gefallen ist und sich von Gott und der Welt
verlassen fühlt, dem kann kaum etwas Schlimmeres passieren als dass
jemand freundlich lächelnd an ihm vorbei läuft und ihm einen solchen
Spruch um die Ohren haut. Besteht nicht die Gefahr, das die Jahreslosung
für viele auch nur wieder eine solche „Daumen hoch“ Parole ist ?
Ist manchem nicht der Vers „ Mein Gott, mein Gott, warum hast du
mich verlassen ?“ viel näher ?

Lassen Sie mich Ihnen eine kleine Geschichte
erzählen:

Hoch über dem Marktplatz in einer kleinen
Stadt hatte ein Seiltänzer sein Seil gespannt und machte dort oben
unter den staunenden Blicken vieler Zuschauer seine gefährlichen
Kunststücke. Gegen Ende der Vorstellung holte er eine Schubkarre
hervor und fragte die Anwesenden:" Sagen Sie, trauen Sie mir
zu, dass ich die Karre über das Seil schiebe?" – "Aber
gewiss", antworteten die Gefragten fröhlich.

Würden Sie sich dann meiner Geschicklichkeit
anvertrauen, sich in die Karre zu setzen und von mir über das Seil
fahren zu lassen?" fragte der Schausteller weiter. Da wurden
die Mienen der Zuschauer ängstlich. Nein, dazu hatten sie keinen
Mut. Nein, das trauten sie sich und ihm nicht zu.

Plötzlich meldete sich ein kleiner Junge.
"Ich setze mich in die Karre", rief er, kletterte hinauf,
und unter angespanntem Schweigen der Menge schob der Mann das Kind
über das Seil. Als er am anderen Ende ankam, klatschten alle begeistert
Beifall. Einer fragte aber den Jungen: "Hattest Du gar keine
Angst da oben?" "Oh nein", lachte der, "es ist
ja mein Vater, der mich über das Seil schob!"

(aus:
"Kurzgeschichten 3" von Willi Hoffsümmer)

Vater-Vertrauen. Eine entspannte, Sicherheit
gebende Haltung, vermutlich gewachsen durch viele Erfahrungen: Auf
diesen Vater und sein mich-Tragen ist Verlass. Vielleicht sollten
wir öfter wie das Kind des Seiltänzers sein? Vielleicht müssen auch
wir wieder öfter nach der Erfahrung suchen, dass wir behütet und
geborgen sind und bleiben, und zwar immer!

So wie der 6-jähre Joel, der im Brustton der
Überzeugung sagt: „Gott ist wie eine Ente, unter seinen Flügeln kann
man prima kuscheln“ und damit meint: „Gott spricht: Ich lasse dich
nicht fallen und verlasse dich nicht.“  (Josua 1,5b)

Ist diese Zusage nicht wieder Licht am Horizont?
Du darfst auf die wunderbare, uneingeschränkte Zusage Gottes bauen
und mit ihm kommst Du auch aus scheinbar schwierigen Situationen
wieder heraus, ja sogar mit ihm sind schwierige Situationen zu meistern.

Und noch ein letzter Gedanke: Hinfallen gehört
im Leben und gerade im Glaubensleben dazu. Wichtig ist jedoch, wieder
aufzustehen.

Im Vertrauen auf die Jahreslosung wünsche
ich Ihnen ein gesegnetes Neues Jahr.

Ihr Günter Gollos

Neues aus…….Nov. / Dez. 05

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Günter Gollos und Peter
– Christian Rose

(aus Gemeinde jetzt, Ausgabe November
/ Dezember)

  • Bassflöten und „Gemeinde jetzt”

Am 25. Juni feierte der Musikkreis unserer
Kirchengemeinde sein 25-jähriges Bestehen. Beim Jubiläumskonzert
am Hohen Rain kamen durch Spenden und einen CD-Verkauf genau 650,00
€ zusammen. Unser Projekt in den Monaten Juli und August erbrachte
dann weitere 685,00 €. Von dem Geld sind inzwischen zwei neue Bassflöten
angeschafft worden. „Die beiden wertvollen Musikinstrumente, die
1.300 Euro gekostet haben, sind somit bezahlt”, freute sich Christine
Wohlfahrt aus Setzen, die sich u.a. auch um die Finanzen des Musikkreises
kümmert.
Vom Projekt „Gemeinde jetzt” (September/Oktober) können
wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen ersten Zwischenstand
vermelden. Bis zum 20. September sind schon 2.343,10 € überwiesen
oder bei Christine Albertin und Hella Jochum im Gemeindebüro hinter
der Talkirche abgegeben worden. Hier erwarten wir in den nächsten
Wochen allerdings noch eine Reihe weiterer Spendeneingänge. Denn:
Seit 1997 sind für unsere Kirchennachrichten in jedem Jahr jeweils
5.000 bis 6.000 Euro aufgebracht worden. Allen Spendern und Spenderinnen
sagen wir – wie immer – ein aufrichtiges „Dankeschön”.

 

  • Resignation und Hoffnung

4. September – Sonntag der Diakonie – Zentralgottesdienst
in der Wenschtkirche: Es ist mucksmäuschenstill, als Helmut aus
seinem Leben erzählt. Er sitzt auf einer blau-weißen Bank im Chorraum
und berichtet den 130 Gottesdienstbesuchern ganz offen vom ständigen
Auf und Ab der letzten fünfzehn Jahre: Drogenabhängigkeit, Inhaftierung
in Düsseldorf, Montagearbeit, Unterkunft in einem Haus für Wohnungslose,
Kokainkonsum, Resignation, Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, Leben auf
der Straße, erneuter Rückfall, Aufnahme ins Methadonprogramm …
„Ich hatte ein schlechtes Leben. Und jetzt weiß ich: Eine Parkbank
ist kein Zuhause!”

Die Zuhörer wirken tief beeindruckt, betroffen.
Helmut erzählt weiter. Jetzt klingen seine Worte froh und voller
Hoffnung: „Seit einiger Zeit habe ich ein Zuhause gefunden; mir
geht es jetzt gut; ich bin dankbar, dass ich dort untergekommen
bin.” Er spricht vom Bodelschwinghhaus in der Wilhelm-Raabe-Straße.
Einige Mitarbeiter und Bewohner haben Helmut vom Schießberg ins
Wenscht begleitet. Zusammen mit der Wohnungslosenhilfe des Diakonischen
Werkes helfen sie bei der Gestaltung des Gottesdienstes.

Helmut erzählt:.....eine Parkbank ist kein Zuhause

Fürbittengebet

Sie lesen
die Gebete und Fürbitten und verteilen am Ausgang selbst gemalte
Bilder. Pfarrerin Almuth Schwichow hat die Begrüßung, die Moderation
und die Segensworte übernommen; der Gemischte Chor Birlenbach unter
der Leitung von Ingo Gieseler trägt Lieder vor, die Hoffnung ausdrücken
und Glaube und Verständnis und Zuversicht.

Zur Predigt steigt Arnd
Thomas auf die Kanzel. Er ist Diakon und war lange Zeit Krankenpfleger
in der Psychiatrie. Jetzt leitet er seit fünf Jahren das hiesige
Bodelschwinghhaus. Er predigt über Matth. 25, 31-46, über das Gleichnis
vom Weltgericht. Im Mittelpunkt steht der Vers 40, ein Vers, der
„uns zu diakonischem Handeln aufruft”: Was ihr getan habt einem
unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
Nach der Predigt überreicht Erika Nöll vom Diakonieausschuss unserer
Kirchengemeinde Arnd Thomas und Frieder Spies einen Scheck in Höhe
von 1.000,00 € aus den Sammlungsgeldern.

Diakon Arnd Thomas

Anschließend: gemeinsames Mittagessen

Davon sollen neue Möbel
angeschafft werden, damit „die Zimmer der Bewohner schöner und gemütlicher
werden”. Auch die Gottesdienstbesucher setzen mit ihrer Kollekte
zugunsten der Diakonie „ein deutliches Zeichen der Nächstenliebe”.
Über die Hälfte von ihnen verbleibt im Gemeindezentrum und nimmt
am gemeinsamen Mittagessen teil: Die Küche des Bodelschwinghhauses
hat einen leckeren Eintopf gekocht. Dann verabschiede ich mich von
Helmut. „Ich werde es schaffen,” sagt er.
Ich wünsche ihm Gottes
Segen.

 

 

  • Auszeit und Mehrarbeit

Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder
des Wenschter Bezirkspresbyteriums mit dem Pfarrgemeinderat von
St. Marien. Am 22. September kam man im Paul – Gerhardt – Haus in
Sohlbach zusammen. Bewusst wurde dieser Ort gewählt, um den Gästen
die Räumlichkeiten des „neuen” Gemeindezentrums zu zeigen. Thematisiert
wurde im anschließenden Gespräch u.a. auch die „Auszeit” von Pfarrer
Karl-Hans Köhle. Nach vier Dienstjahren in Weidenau und Geisweid
hat er sich im Einvernehmen mit dem Erzbischof in Paderborn von
Mitte September bis Mitte Dezember zurückgezogen, um Bilanz zu ziehen
„und vor Gott die Dinge neu zu ordnen”. Persönliche Fragen sollen
in dieser „Auszeit” ebenso zur Sprache kommen wie die arbeitsmäßige
Belastung mit zwei Gemeinden, die Leitung des Patoralverbundes Hüttental
– Freudenberg und der Studentenseelsorge (KHG) sowie der Dienst
als Siegener Caritas-Pfarrer. „Es wird eine Zeit der Aufarbeitung
und der Entscheidung”, so Vikar Michael Melcher. In einem Brief
an die Gemeinden hat sich Pfr. Köhle bei allen Haupt- und Nebenamtlichen
für die Bereitschaft bedankt, die anstehende Mehrbelastung während
der Vakanzzeit zu übernehmen. Angesprochen wurde auch die personelle
Situation in unserer Kirchengemeinde. Auf Pfarrer Burkhard Schäfer,
Pfarrerin Almuth Schwichow und Pfarrer Herbert Siemon kommt nach
dem Ausscheiden von Pfr. Hölzer erst einmal eine Menge Mehrarbeit
zu, denn der 1. Pfarrbezirk muss ja mitversorgt werden. Bei derzeit
8.400 „Klafeldern” kommen auf jeden Theologen nun 2.800 Gemeindeglieder!
Viele fragen, wie das zu schaffen ist, zumal in nicht allzu ferner
Zukunft die Advents- und Weihnachtszeit vor der Tür steht. Wir sollten
unsere Pfarrerin und unsere beiden Pfarrer jetzt nach besten Kräften
unterstützen und entlasten, wir sollten sie verstärkt in unsere
Gebete einbeziehen und ihnen viel Kraft und Durchhaltevermögen wünschen!
Das Presbyterium ist sich seiner Fürsorgepflicht bewusst!

 

  • Museum und Weihnachtsmarkt

Recht ansprechend und überaus abwechslungsreich
ist das derzeit laufende Programm des Frauentreffs im Wenscht. Zunächst
ein kurzer Rückblick: Am 14. Dezember z.B. drehte sich im Forsthaus
Hohenroth alles um das Thema „Ausgefallene Liköre”; eine Woche später
war man zu Gast im Aktiven Museum Südwestfalen in Siegen. Traute
Fries erzählte über den verspäteten Synagogenbrand im November 1938,
über das Schicksal einiger jüdischer Familien und ihren Abtransport
in verschiedene Konzentrationslager, über den Bunkerbau im Obergraben
sowie über die Aktivitäten des Vereins für Christlich-jüdische Zusammenarbeit.
Am 28. September stand traditionsgemäß die Gestaltung der jährlichen
Seniorenfeier im Gemeindezentrum auf dem Programm. Zum Herbstabend
am 19. Oktober hatte man dann den Frauenkreis aus dem benachbarten
Sohlbach-Buchen eingeladen. Eine Woche später informierte eine Referentin
über „Jin Shin Jyutsu”. Das ist eine Heilkunst zur Harmonisierung
der Lebensenergie im Körper und ist sowohl für alle die geeignet,
die unter Stress und Spannungen leiden, als auch für diejenigen,
die ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden steigern möchten. Soweit
die Rückschau. Am 9. November nun spricht Frau Panthöfer vom Frauenreferat
unseres Kirchenkreises über das Thema „weibliche Gottesbilder in
der Bibel”. Mit Freude wird dann die Fahrt zum Weihnachtsmarkt in
Erfurt am 26. 11. erwartet. Schon vier Tage später will man sich
mit der Thematik „Biochemie nach Dr. Schüßler” beschäftigen. Den
Abschluss des Programms für das zweite Halbjahr 2005 bildet wie
in jedem Jahr die gemeinsame Weihnachtsfeier. Haben wir ihr Interesse
wecken können? Möchten Sie an der einen oder anderen Veranstaltung
teilnehmen? Oder suchen Sie gar den Anschluss an eine Frauengruppe,
in der Spaß und Zusammenhalt wirklich groß geschrieben werden? Dann
wenden Sie sich bitte an Edith Groos (Tel.: 82757), Ulrike Rose
(88181) oder Annemarie Engert (84647). Auch die werden ihnen sagen:
„Wir freuen uns auf Sie!”

 

  • Fahrten und Wanderungen

Am 8. Mai 1994 gab unser Ausschuss zur Bewahrung
der Schöpfung den Startschuss für die Aktion „Autofrei und Spaß
dabei – der Schöpfung zuliebe”. Unter der Leitung von Barbara Leidel
fand damals eine Radtour zur Heesquelle statt. Inzwischen sind zwölf
Jahre vergangen; jetzt konnten die Sonntagsausflüge 51 bis 55 durchgeführt
werden. Am 1. Mai ging es zunächst mit dem Rad zur Mühle in Niederdielfen,
am 19. Juni wanderte man zum Hof Heckseifen zwischen Langenholdinghausen
und Meiswinkel. Am 17. Juli stand ein Ganztagsausflug nach Raumland
auf dem Programm. Nach dem Besuch des Gottesdienstes und einer Führung
in der Bonifatiuskirche, dem ältesten Gotteshaus in Wittgenstein,
begaben sich die 17 Mitfahrer aus Klafeld in das bekannte Schieferbergwerk.
Demonstriert wurde der Abbau und das Spalten der grauschwarzen Steine.
Eine Wanderung über den einmalig schönen Schieferlehrpfad nach Bad
Berleburg schloss sich an: Dort mehrere rauschende Bäche, hier steile
Felsen und Schieferhalden, da eine mannigfaltige und üppige Flora!
Fünf Wochen später ging es zum Birkenhof nach Wilgersdorf. Bio-Landwirt
Eckhard Jungclausen erklärte seine ökologische Arbeitsweise, und
er gab gute Tipps für alle Hobby-Gärtner. Verkauft werden die geernteten
Produkte ja bekanntlich in Sohlbach. Nach einer Kaffeepause führte
ein Mitarbeiter der „Biologischen Station Rothaargebirge” die interessierten
Ausflügler durch das Naturschutzgebiet Weißbachtal. Dort erläuterte
er recht anschaulich die sinnvolle Zusammenarbeit von Landwirten
und Naturschützern.

Eine außerplanmäßige Tour wurde am 25. September
unternommen. Ziel war Finnentrop und zwei Wasserkraftwerke in Bamenohl
und Lenhausen. Sie stehen heute unter Denkmalschutz, sind aber noch
voll funktionsfähig. Alle Mitfahrer waren begeistert von der Technik
der alten Anlagen aus den Jahren 1921 und 1927. Ein Spaziergang
an der Lenne rundete das Programm bei schönstem Sonnenschein ab.
Vielleicht können wir Sie ja beim nächsten Ausflug im Mai 2006 begrüßen,
wenn es wieder heißt „Autofrei und Spaß dabei – der Schöpfung zuliebe”!

Die Ausflügler an der Mühle in Niederdielfen

PS: Die nächste Alu – Sortier – Aktion startet am 5. November in
Leidels Garage in der Adolf -Wurmbach-Straße 57. Gefüllte Tüten
und Säcke können dort noch zwischen 9 und 11 Uhr abgegeben werden.

 

  • Urkunden und Blumen

Es war ein großer Tag für unseren Kirchenchor:
Vier der 47 aktiven Sängerinnen und Sänger konnten am 25. September
für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet werden. Margret Solms
aus Setzen und Günter Müller aus Dillnhütten gehören dem Chor seit
– sage und schreibe – 50 Jahren an! Sie erhielten wertvolle Urkunden
des Verbandes Evangelischer Kirchenchöre Deutschlands. Auch Renate
Kurde und Walter Engelhard (beide aus Setzen) wurden im Gottesdienst
geehrt, und zwar für 25-jährige Zugehörigkeit. Ihre Urkunden hatte
der Landesverband Evangelischer Kirchenchöre in Westfalen nach Klafeld
gesandt. Pfarrer Burkhard Schäfer fand lobende und anerkennende
Worte für die vier Sängerinnen und Sänger. Die Ehrungen nahm Edith
Groos, die 1. Vorsitzende, vor. Sie übermittelte die Glückwünsche
der Chorgemeinschaft, überreichte prachtvolle Blumensträuße und
dankte den Jubilarinnen und Jubilaren für ihr großartiges Engagement
seit 1955 bzw. 1980 und für den ungeheuren Zeitaufwand, der mit
dem Singen im Kirchenchor einhergeht. Sie führte die wöchentlichen
Übungsstunden an, die Mitwirkung in Gottesdiensten und den ständigen
Einsatz bei Geburtstagen, Hochzeiten und sonstigen Feierlichkeiten
und Veranstaltungen. Sie wünschte Margret Solms, Renate Kurde, Günter
Müller und Walter Engelhard weiterhin viel Kraft und Freude und
dem Chor unter dem Dirigat von Andrea Stötzel alles Gute auch im
112. Jahr seines Bestehens. Die feierliche Ehrung endete mit dem
Lied „Ich lobe meinen Gott“.

Die Jubilare
 

  • Kandidatensuche und Wahlrecht

Am 5. und 6. November finden in allen Bistümern
in Nordrhein-Westfalen die Wahlen zum Pfarrgemeinderat statt, so
auch in unseren beiden katholischen Schwestergemeinden St. Joseph
und St. Marien. Das Motto lautet diesmal „Mitstimmen – Einwirken.
Jetzt?!” Mit dem Pastoralteam trägt der PGR die Verantwortung für
das Gemeindeleben. „Kreativ und konstruktiv gestaltet er mit: Katechese
und Jugendarbeit, Liturgie und Besuchsdienst, Erwachsenenbildung
und Öffentlichkeitsarbeit, Ökumene und Feste und alles, was eine
Gemeinde lebendig und Gott in ihr erfahrbar macht.” Gesucht werden
nun Frauen und Männer, die für dieses Amt geeignet erscheinen und
die bereit sind, sich für vier Jahre mit ihren Fähigkeiten und ihrer
Zeit an der Leitung der jeweiligen Gemeinde zu beteiligen. Das Mindestalter
beträgt 16 Jahre. Wir wünschen unseren beiden Schwestergemeinden,
dass genügend Frauen und Männer kandidieren und sich zur Wahl stellen
und  dass auch viele Gemeindeglieder von ihrem aktiven Wahlrecht
Gebrauch machen!

 

  • Gottesdienst und Kartoffelbratfest

Der höchste Feiertag in Sohlbach – Buchen
fand in diesem Jahr am 25. September statt: das Kartoffelbratfest.
Begonnen wurde dieser Tag mit einem Festgottesdienst zusammen mit
der Freien Evangelischen Gemeinde Sohlbach. „Herzlich willkommen“,
so wurden die zahlreichen Besucher im Paul-Gerhardt-Haus begrüßt.
Mit diesem freundlichen Gruß war auch schon das Thema fixiert, das
sich durch den Gottesdienst zog: von ganzem Herzen. Zwei Pfarrer,
eine Idee, so Pastor Joachim Lang, der auch die Predigt hielt, in
der er von der Botschaft von Gottes offenem und weitem Herzen sprach,
denn er und auch Pfarrer Siemon hatte jeweils eine Kartoffel in
Herzform mitgebracht. Musikalisch mitgestaltet wurde der Gottesdienst
vom Gesangsverein Siegen Sohlbach unter Leitung von Herrn Paulus.
„Viele herzliche Begegnungen beim Fest“ diesen herzlichen Wunsch
gab Pfarrer Siemon den Kirchgängern am Ende des Gottesdienstes mit
auf den Weg zum Feuerwehrhaus, wo bereits die Kartoffeln auf diversen
Feuerstellen brutzelten und ihrer natürlichen Bestimmung, dem Verzehr,
gelassen entgegen sahen.

 Der Gesangsverein Siegen Sohlbach

 

  • Jubiläum und Zirkus

Bunt war er, der Gottesdienst zum 10 jährigen
Bestehen des Kindergarten Sohlbach am 25. September im Paul-Gerhardt-Haus.

Bereits am Eingang wurden die zahlreichen kleinen und großen Kirchgänger
von einem Clown mit roter Knollennase begrüßt und auf das Thema
des Tages „Zirkus“ eingestimmt. Es wurde eine Geschichte von einem
traurigen Clown vorgetragen und die spritzigen Lieder der Kindergartenkinder
stammten auch aus der bunten Zirkuswelt. Vergessen wurde aber auch
nicht der besondere Dank an die Erzieherinnen für ihre gute und
wertvolle Arbeit.

Begrüßung durch den Clown

Der Kindergarten Chor

Nach dem Gottesdienst hieß es dann "Manege
frei!" auf dem Schulhof beim Kindergarten. Hier konnte man
die kleinen Artisten beobachten, die auf einer großen Rolle balancierten,
Hula-Hoop-Reifen und Teller drehten, schwere Gewicht stemmten oder
Riesenseifenblasen zauberten. Die Löwendressur fehlte ebenso wenig
wie die Clowns, jeweils angesagt vom Zirkusdirektor.

Den Schluss
bildete ein farbenfroher Bändertanz, an dessen Ende alle Artisten
unter dem Applaus der Zuschauer noch einmal die Manege durchschritten.
Nun lockte ein kalt/warmes Buffett von herzhaft bis süß, bevor das
Fest mit einer Zaubereraufführung im PGH seinen gelungenen Abschluss
fand.

 

  • Kunst und Kaffee

Das mustermäßige paarweise Kreuzen und Verzwirnen
von Fäden zur Herstellung von Geflechten (flach: Litzen; hohl: Kordeln;
durchbrochen: Flechtspitzen) von Hand oder einer besonderen Maschine.
Diese Erklärung finden wir im „Neuen Brockhaus“ unter dem Begriff
„Klöppeln“. Um diese Kunst dreht sich alles in der Ausstellung,
die am 5. November um 15.00 Uhr bei Kaffee und Kuchen im Gemeindezentrum
Wenscht eröffnet wird. Lydia Dornseifer (Tel.: 86801), die Organisatorin
der Ausstellung, würde sich über eine große Zahl von Gästen freuen.
Sie führt seit 1985 Klöppelkurse für Anfängerinnen und Fortgeschrittene
durch. Die Ausstellung bleibt noch bis zum 28. November geöffnet.
Zu besichtigen sind die vielen Werkstücke vor und nach den Gottesdiensten
und allen sonstigen Gemeindeveranstaltungen sowie speziell am 12.
und 19. November in der Zeit von 14 bis 16 Uhr. Kommen Sie, schauen
Sie und staunen Sie!

 

  • Perspektiven und Strukturen

Strukturen, die über 50 Jahre alt sind, müssen
überdacht werden. Besonders dann, wenn sich die Rahmenbedingungen
dramatisch ändern. So auch in unserer Kirchengemeinde. Waren es
ehemals 13500 Gemeindeglieder, sind es heute nur noch 8400 und über
immer knapper werdender Kirchensteuerzuweisungen ist z.Zt. fast
täglich in der Presse zu lesen. Stichworte dazu sind z.B. Pfarrstellenabbau
und Schließungen von Gebäuden und Einrichtungen, die auch in Klafeld
nicht mehr unbekannt sind. Immer mehr wird die Arbeit in den Leitungsorganen
durch Finanzsorgen gelähmt. Resignation kann sich schon breit machen,
wenn man immer nur mit Themen wie Haushaltskürzungen, Renovierungsstaus
in Millionenhöhe und Personalfragen befasst ist. Doch Kürzungen
nach dem „Rasenmäher – Prinzip“ kann sicher nicht das Allheilmittel
sein. Daher hat die in unserer Gemeinde eingerichtete Steuerungsgruppe
das Presbyterium am 12. Nov. zu einem Studientag ins Paul-Gerhardt-Haus
eingeladen. Unter Moderation von Pfr. Dusza (Pfarrstelle für Gemeindeentwicklung
im Kirchenkreis) soll in dieser Perspektivberatung über Inhalte
der Gemeindearbeit nachgedacht werden, die wir noch leisten können
und wollen. Klare Perspektiven und Schwerpunkte sollen erarbeitet
werden, die dann positiv gestaltet werden können und unserer Gemeinde
dann neue Strukturen geben. Wir wünschen diesem Studientag Gottes
gutes Geleit.

 

  • Neue Mieter

Anfang Oktober zog Pastor Celestin Kalambyn
mit seiner Frau und sechs Kindern in das Pfarrhaus I ein. Er ist
Pastor der Afrikanischen Kirchengemeinde in Siegen. Diese Gemeinde
war in den vergangenen Jahren einige Male zu Gast im Lutherhaus
bzw. in der Talkirche. Wir konnten der Familie so aus einer akuten
Notsituation heraushelfen. Der Mietvertrag ist allerdings auf den
31. März 2006 befristet. Dann werden wir (hoffentlich) wieder Eigenbedarf
haben, wenn die I. Pfarrstelle zur Wiederbesetzung kommt.


Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Peter – Christian Rose

  • Ein erfolgreiches Projekt

In der letzten Ausgabe von „Gemeinde jetzt“
haben wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen Zwischenstand
vom 69. Projekt vermeldet. Vom 1. bis 25. Mai waren exakt 2.425,00
€ für die Renovierung der Orgel in der Talkirche bei uns eingegangen.
Inzwischen schreiben wir den 11. Juli. Christine Albertin vom Gemeindebüro
gibt mir am Telefon den Endstand des Projektes bekannt: 8.411,52
Euro. Allen Spenderinnen und Spendern ein aufrichtiges Dankeschön!
In der Summe enthalten sind ein größerer Betrag der Frauen und Männer,
die am 3. Juli ihre Diamantene Konfirmation feierten, eine Spende
der Sparkasse Siegen in Höhe von 3.000,00 € und jene 745,90 €, die
in den letzten Wochen und Monaten bei einer Aktion der Geisweider
Geschäftsleute zusammenkamen. Sie hatten in ihren Läden und Verkaufsräumen
originale, zu Spardosen umfunktionierte Orgelpfeifen aufgestellt.
Auch für diese Mithilfe herzlichen Dank!

  • 43 Jahre Chorgemeinschaft

Eine Ära ist zu Ende gegangen! Nach 43 Jahren
fand am 1. Mai die Abschlussfeier des Chores unserer katholischen
Schwestergemeinde St. Marien statt. Die Vorsitzenden, die Chorleiter
und viele Sängerinnen und Sänger erinnerten sich mit Freude und
gleichzeitig mit Wehmut an die lange Zeit des Probens und Singens,
aber auch an die unzähligen Konzerte. Gedacht wurde zudem an die
gemeinsamen Veranstaltungen und Auftritte mit dem evangelischen
Kirchenchor im Wenscht. Von der Regsamkeit und der Ideenvielfalt
der Chorgemeinschaft profitierte die ganze Gemeinde. Hier seien
das noch heute stattfindende „Ökumenische Kinderfest“ und der Gemeindekarneval
erwähnt. In St. Marien hofft man, dass sich irgendwann eine neue,
sangesfreudige Chorgemeinschaft bilden wird.
 

  • Eine „historische“ Wahl

22. Juni 2005: In Wilndorf-Wilgersdorf tagt
die Kreissynode. Um 9.00 Uhr beginnt der Tagesordnungspunkt 3. Einige
Wahlen stehen an, auch die eines neuen Superintendenten bzw. einer
neuen Superintendentin. Die Spannung steigt, als das Ergebnis des
ersten Wahlganges verkündet wird. Und dann ist es amtlich: Pfarrerin
Annette Kurschus, uns allen aus ihrer Klafelder Zeit bestens bekannt,
ist die neue „Chefin“ im Kirchenkreis Siegen! Die Theologin aus
Weidenau und bisherige Synodalassessorin erreicht gleich auf Anhieb
104 Stimmen, 95 wären notwendig gewesen
Ihr Gegenkandidat, Pfarrer
Rolf Fersterra aus Niederschelden, bekommt 41 Stimmen; 26 Synodale
haben sich enthalten. Es folgt minutenlanger Applaus. Auch wir gratulieren
der neuen Superintendentin und wünschen ihr für das schwere Amt
viel Kraft, viel Mut und Durchhaltevermögen und Gottes Segen!

 

Sie alle haben
neue leitende Ämter im Kirchenkreis Siegen: Synodalassessor Hans-Werner
Schmidt, Superintendentin Annette Kurschus und Scriba Heiner Montanus.

 (Foto
Karlfried Petri)

Alles
wird sie gebrauchen können, kommen doch schwierige Zeiten auf unseren
Kirchenkreis zu. Ich denke da u.a. an den Diakoniekonflikt und an
die angespannte Finanzsituation. Zum neuen Synodalassessor wird
anschließend Pfarrer Werner Schmidt aus Oberholzklau gewählt. Ohne
Gegenkandidat erhält er 143 von 168 abgegebenen Stimmen. Auch ein
neuer Skriba muss gefunden werden. Die Synode entscheidet sich für
Pfarrer Heiner Montanus (Martini-Kirchengemeinde Siegen), er bekommt
99 Stimmen. Nach weiteren Wahlen werden die anderen Tagesordnungspunkte
abgearbeitet. Am späten Nachmittag endet die Sommersynode, eine
Synode mit einer „historischen“ Wahl: Noch nie wurde unser Kirchenkreis
von einer Frau geleitet!
 

  • Viele tausend Hilfesuchende

Sie ist aus unserem Kirchenkreis nicht mehr
wegzudenken, die Evangelische Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle,
kurz EFL. Schon über zwanzig Jahre unterstützt und ergänzt sie die
seelsorgliche Arbeit der Pfarrerinnen und Pfarrer in den einzelnen
Kirchengemeinden. „Immer mehr Armutsfamilien, Alleinstehende und
Eltern mit Erziehungsunsicherheiten suchen den Kontakt“, berichten
Jan Wingert, Leiter der Beratungsstelle, und seine Stellvertreterin
Annette Mehlmann. „Zahlreiche Menschen kommen wegen Problemen, die
durch Arbeitslosigkeit entstehen. Süchte, Depressionen, Ängste oder
Orientierungsmangel sowie Trennungsabsichten, auch bei Langverheirateten,
zeigen steigende Tendenz.“ 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter –
Psychologen, Pädagogen und Theologen mit vielen Zusatzqualifikationen
– kümmern sich tagaus, tagein um die vielen Rat- und Hilfesuchenden.
„Mit Seelsorge und psychologischem Know-how werden sie so individuell
und gegebenenfalls zeitaufwändig unterstützt, wie es ein Geistlicher
inmitten seines Alltagsgeschäftes mengenmäßig wohl nicht verkraften
könnte.“ Die gesamte Arbeit der EFL, die oft bis in die intimsten
Lebensbereiche der Menschen hineinreicht, steht natürlich unter
Schweigepflicht. Die Beratungsstelle in Siegen befindet sich in
der Burgstraße 23, telefonisch ist sie unter der Rufnummer 2 50
28 – 0 zu erreichen. Eine offene Sprechstunde (ohne vorherige Anmeldung)
wird mittwochs in der Zeit von 8.15 – 11.30 Uhr durchgeführt.

  • Eine Hand voll Erde

Zentrale Gottesdienste werden in unserer Kirchengemeinde
momentan nicht sonderlich gut angenommen. Das bestätigte sich wieder
am 19. Juni: Zum Gottesdienst am „Tag der Schöpfung“ kamen aus allen
vier Pfarrbezirken nicht einmal hundert Gemeindeglieder! Dabei sollte
es wieder einschöner und interessanter Festtag werden. Zum vierten
Mal hatte unser Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung zunächst einen
eindrucksvollen Gottesdienst vorbereitet. Pfarrer Thomas Hölzer
und Barbara Leidel begrüßten die Gemeindeglieder und führten in
das Thema ein: „Heute wollen wir über ´eine Hand voll Erde´ nachdenken.
Dabei wollen wir auf Gottes Wort hören, danken, singen, beten und
miteinander feiern.“

Ein besonders großes und attraktives Exemplar
eines Regenwurms gab dann bereitwillig Auskunft und beantwortete
Fragen wie „Woraus besteht unsere Erde?“ und „Wer und was lebt eigentlich
in ihr?“ Und die Zuschauer und Zuhörer begannen zu staunen. „Ein
Zentimeter Erdschicht wächst in einer Zeit zwischen 100 und 1.000
Jahren!“ Und: „In einer Hand voll Erde leben ungefähr 100.000 Kleintierchen,
dazu 5.000.000 Bakterien, 500.000 Hefezellen und unzählige Bodenpilzgeflechte.“ 

 

Hätten Sie das gewusst, liebe Leserinnen und Leser? Sicherlich nicht.
Ja, unsere Erde lebt, und unsere Erde ernährt uns und gibt uns alles,
was wir zum Leben brauchen! Deshalb müssen wir sie schützen vor
Verschmutzung und Vergiftung, vor Ausbeutung und Versiegelung. „Wir
müssen verantwortlich mit ihr umgehen!“ Da alle Gottesdienstbesucher
zu Beginn ein Töpfchen mit Erde erhalten hatten, konnte bei der
anschließenden Meditation und bei ruhiger Orgelmusik jeder einige
Krumen in die Hand nehmen, sie betasten, daran riechen und seinen
Gedanken nachgehen. Viele schöne Lieder, die Psalmlesung, der mehrstimmige
Kanon „Jeder Teil dieser Erde ist unser´m  Gott heilig“, das
Verteilen von Samenkörnern, das Fürbittengebet, der gemeinsame Auszug
und das Bepflanzen eines Blumenkübels vor der Kirche halfen bei
der Vertiefung der gesamten Thematik.

Nach dem Gottesdienst folgte
ein Mittagessen, ein kleines Rahmenprogramm für Jung und Alt und
eine Wanderung zum Hof Heckenseifen zwischen Langenholdinghausen
und Meiswinkel, wo Landwirt Kurt Ohrndorf seine selbst gebaute Biogasanlage
vorstellte. Wirklich, es war wieder ein schöner und interessanter
„Tag der Schöpfung“. Nur mehr Besucher und Teilnehmer hätte er verdient
gehabt! Aber darüber sprachen wir ja schon…
 

  • Drei runde Geburtstage

In den letzten Wochen und Monaten feierten
drei ehemalige Pfarrer unserer Kirchengemeinde runde Geburtstage:
Am 4. August konnte Pfr. i.R. Werner Wahnbaeck auf 80 Lebensjahre
zurückblicken. Er betreute von 1964 bis 1979 den 2. Bezirk (Geisweid,
Klafeld und Dillnhütten) und kümmerte sich vor allem um den Kindergottesdienst
und den dazu gehörenden Helferkreis. Pfarrer Wahnbaeck wohnt heute
mit seiner Ehefrau Bärbel in Wilnsdorf-Wilgersdorf. – Am 1. Juli
feierte Pfr. i.R. Harald Mühlbach seinen 75 Geburtstag. Von 1968
bis 1992 war er Seelsorger im 3. Bezirk (Birlenbach). Er beschäftigte
sich sehr stark mit der Friedensthematik. Besonders wichtig waren
ihm die Familiengottesdienste, die Altennachmittage und die Arbeit
in den verschiedenen Frauenkreisen. Dabei half ihm stets und in
besonderer Weise seine Ehefrau Barbara. Nach seiner Pensionierung
verzog Pfarrer Mühlbach nach Weidenau. – Am 30. Dezember letzten
Jahres konnte auch Pfr. i.R. Albert Fricke seinen 75. Geburtstag
begehen. Er war von 1960 bis 1962 und von 1977 bis 1989 in unserer
Kirchengemeinde tätig. Er betreute den 1. Bezirk, also den Hohen
Rain und Nieder- und Obersetzen. In besonderem Maße engagierte er
sich für die älteren Gemeindeglieder. Am Herzen lag ihm aber auch
die kirchenmusikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, bei
der er von seiner Ehefrau Helga treu und fleißig unterstützt wurde.
Aus gesundheitlichen Gründen musste Pfarrer Fricke dann vorzeitig
in den Ruhestand treten. Seit mehreren Jahren lebt er nun in Gosenbach.
– Wir wünschen den drei ehemaligen Pfarrern unserer Kirchengemeinde
alles erdenklich Gute, vor allem aber Gesundheit und Gottes gutes
Geleit für die nächsten Lebensjahre!
 

  • Ein neues „Zuhause“

Unsere Diakoniestation hat – wie schon kurz
erwähnt – einen neuen Standort. Nach dem Umzug aus dem Lutherhaus
befindet sich die Station jetzt im Zentrum von Geisweid, und zwar
am Friedrichsplatz 5. Die neue Telefonnummer lautet: 4 05 87 83.
Inzwischen haben sich die Schwestern und Pfleger in ihrem neuen
„Zuhause“ ganz gut eingelebt.

Mit dem Standortwechsel ging auch
eine Erweiterung des Angebotes einher. Darauf weist Gisela Hecken,
die Pflegedienstleiterin, hin. Neu ist das Diakonie-Café, zu dem
zweimal pro Woche eingeladen wird. „Natürlich ist jeder, der bei
uns Kaffee trinken will, herzlich willkommen. Unser Angebot richtet
sich aber vor allem an ältere Menschen, insbesondere an unsere Patienten
und deren Angehörige.“ Auch die „Diakonischen Zeiten“ sind neu.
Über diese Angebote, die nichts direkt mit Grund- oder Behandlungspflege
oder hauswirtschaftlichen Leistungen zu tun haben, berichteten wir
ausführlich in der Mai/Juni-Ausgabe von „Gemeinde jetzt“ (Seite
25). Unser Tipp: Schauen Sie doch mal rein ins Diakonie-Café und
lassen sich über das breit gefächerte Angebot der Station informieren!
 

  • Einige hundert Schulanfänger

Vor gut einer Woche begann das Schuljahr 2005/2006.
Viele Mädchen und Jungen wechselten in eine weiterführende Schule.
Und viele Kleine wurden in die 1. Klasse aufgenommen, auch in den
Grundschulen in unserer Gemeinde. Für die „I – Männchen“ beginnt
nach dem Kindergarten nun ein neuer, wichtiger Lebensabschnitt.
Die einen konnten den Einschulungstag kaum erwarten, andere sahen
der ersten Unterrichtsstunde mit Bangen oder gar mit Ängsten entgegen.
Gottes Segen wurde den Mädchen und Jungen in den ökumenischen Gottesdiensten
in der ersten Schulwoche zugesprochen. Wir wünschen allen Kindern
einen guten Anfang, wir wünschen ihnen viel Freude beim Lernen,
wir wünschen ihnen fürsorgliche Eltern und Lehrerinnen und Lehrer,
die sie mit großem Engagement und Einfühlungsvermögen unterrichten
und dabei beides für wichtig erachten, Herzlichkeit und Konsequenz!

Neues aus…….Juli / August 2005


Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von  Peter – Christian
 Rose

(aus "Gemeinde jetzt" Ausgabe Juli
/ August 2005)
 

  • Unterschiedliche Ergebnisse

Drei Basare fanden in den Monaten März und
April in unserer Gemeinde statt. Und zwar mit ganz unterschiedlichen
Ergebnissen. Hier herrschte Zufriedenheit, dort endete eine überaus
erfolgreiche Ära, und beim dritten Basar gab es nur strahlende Gesichter.
Doch der Reihe nach! Den Anfang machte am 5. März der „Basar rund
ums Kind“ im Birlenbacher Gemeindezentrum. Verkauft wurden Schuhe,
gut erhaltene Baby- und Kinderkleidung, Spielsachen, Bücher und
auch Kinderwagen. Karin Kattwinkel zeigte sich mit dem Verlauf der
Veranstaltung sehr zufrieden: „An allen Ständen herrschte von Anfang
an reger Betrieb, und auch der Umsatz stimmte. In Birlenbach verkauft
jeder für sich, es wird lediglich ein Standgeld erhoben.“ Die so
eingenommenen 75 € wurden an Pfarrerin Almuth Schwichow weitergeleitet.
– Am 9. April fand in St. Marien der 26. und gleichzeitig letzte
Familienbasar statt. „Dies tut uns sehr leid. Aber wir haben uns
die Entscheidung nicht leicht gemacht.“ So Jutta Mühlnikel vom ökumenischen
„Aktionskreis Kinderhilfe“. Schon im letzten Jahr hatten die Mitglieder
überlegt, ob sich der ganze Aufwand noch lohnt. Diesmal kam nur
noch ein Reingewinn von 213,65 € zustande, aufgestockt durch zwei
einmalige 50 € – Spenden. „Wir haben jedes Mal drei Tage Arbeit,
müssen Plakate verteilen und dies und jenes bedenken. Außerdem wird
es immer schwieriger, Leute zu finden, die helfen und mitmachen
wollen.“ Der Erlös kommt übrigens der an Leukämie erkrankten Katrina
aus Lettland zugute, die im Mai in Freiburg operiert wurde. Es ist
schade, dass der Familienbasar nun nicht mehr durchgeführt wird.
Konnte man doch seit 1991 rund 19.000 € erwirtschaften und kranken
und benachteiligten Kindern zukommen lassen. Dafür und für alle
Mühe herzlichen Dank!!! – Strahlende Gesichter sah man am 16. April
beim „Kinder – Schnäppchenmarkt in Sohlbach. „Mit solch einer Resonanz
und einem solchen Ergebnis hatten wir nicht gerechnet,“ weiß Katja
Quast zu berichten. „Der Umsatz betrug genau 2.975,00 €, der Reingewinn
665,00 €!“ Der Erlös geht an den Kindergarten und an das Paul-Gerhardt-Haus;
hier sollen u.a. Stehtische und weiteres Geschirr angeschafft werden.
 

  • Ausflug nach Mainfranken

„Wenn 16 Frauen eine Reise tun, dann gibt
es viel zu lachen, zu sehen, zu essen, zu schwätzen, zu erleben
…“ Alles dies und noch vieles mehr trifft zu auf die Fahrt des
Frauentreffs Wenscht nach Würzburg. Hatte man in den letzten Jahren
immer eintägige Ausflüge organisiert, so stand vor zehn Wochen zum
ersten Mal eine Reise mit Übernachtung an. Und um es schon vorwegzunehmen,
die Tour am 16. und 17. April in die schöne, prächtige Stadt in
Unterfranken war ein Volltreffer, und „das Wetter, die Stimmung
und der Zusammenhalt konnten gar nicht besser sein“! Schon um 5.53
Uhr verabschiedete man sich am Siegener Bahnhof von den „Taxifahrern“,
die an diesem Samstag schon früh aufstehen mussten.
 


Wenn
16 Frauen eine Reise tun …….
 

Nach dem Einchecken im Hotel unweit des Mainufers
und dem Mittagessen unter freiem Himmel stand eine Führung durch
die Residenz auf dem Programm. Die Klafelderinnen zeigten sich beeindruckt
vom Hauptwerk des süddeutschen Barock. Der Prachtbau, seit 1982
UNESCO-Weltkulturgut, zählt immerhin zu den bedeutendsten Schlössern
in ganz Europa. Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken ging es um
17 Uhr zu einer Kellerführung mit Weinprobe und anschließendem Abendessen
ins Juliusspital. Auf der Promenade gleichen Namens ließ man dann
den ersten Tag in Mainfranken ausklingen. Für den nächsten Morgen
hatten Edith Groos, Ulrike Rose und Annemarie Engert eine Stadtführung
organisiert. Unter sachkundiger Leitung besichtigte man den Dom
St. Kilian, die im 11. Jahrhundert erbaute Basilika Neumünster,
die Marienkapelle am nördlichen Rand des Marktplatzes, das ehrwürdige
Rathaus und die Alte Mainbrücke mit den vielen charakteristischen
Heiligenfiguren. Auf der Festung Marienberg hoch über dem Fluss,
wo die Geschichte der Stadt Würzburg um 1100 v. Chr. begann, ließ
man sich schmackhafte Spezialitäten aus dem Frankenland servieren.
Um 15.34 Uhr hieß es Abschied nehmen von der Stadt, die der Dichter
Hermann Hesse, könnte er seinen Geburtsort selbst auswählen, „sehr
mit in Erwägung ziehen“ würde. Schon auf der Heimfahrt waren sich
die Frauen einig: „Auch der nächste Ausflug wird mit Übernachtung
stattfinden!“
 

  • Aufruf zum Sammeln

Bei der nächsten Alu-Sortieraktion könnte
die 2.000 kg – Grenze erreicht werden. Es fehlen nur noch 117 kg!
Deshalb unser Aufruf: Sammeln auch Sie mit, und gewinnen Sie Ihre
Freunde, Nachbarn und Bekannte für die Aktion, die unsere Umwelt
schont und beim Energiesparen hilft. Alubehälter finden Sie an der
Feuerwehr in Setzen, im Gemeindezentrum Hoher Rain, im Lutherhaus,
hinter der Talkirche, am Kindergarten in der Gerberstraße, am Gemeindezentrum
Birlenbach und hinter dem Kirchturm im Wenscht. Die letzte Sortieraktion
fand übrigens am 23. April bei Ulrich Veltzke im Eibenweg statt.
Da viele Helfer zugegen waren, hatte man die nicht unbedingt angenehme
und schöne Arbeit schon vor dem Mittagessen geschafft: 85 kg Aluminium
konnten am darauf folgenden Montag der Wiederverwertung zugeführt
werden. Wir danken Barbara Leidel und „ihrem“ Ausschuss zur Bewahrung
der Schöpfung für das großartige und beispielhafte Engagement!
 

  • Nummer 0800 111 0 111

Mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem
anschließendem Empfang feierte die Telefonseelsorge (TS) am 30.
April in der Siegener Martinikirche ihr 25-jähriges Bestehen. Am
1. Mai 1980 wurde der Dienst „rund um die Uhr“ aufgenommen. Bis
heute haben die ehrenamtlich Mitarbeitenden, deren Ausbildung jeweils
anderthalb Jahre dauert, rund 219.000 Stunden Beratungsarbeit geleistet.
Um den Dienst für 14 Tage sicherzustellen, werden derzeit etwa 70
Ehrenamtliche benötigt. Um deren Begleitung sowie Aus- und Fortbildung
kümmern sich drei hauptamtliche und neun nebenamtliche Fachkräfte.
Für die Arbeit der TS gelten hohe Qualitätsstandards. Die Seelsorgegespräche
sind kostenlos, außerdem anonym und verschwiegen. Die Mitarbeitenden
sind offen für jede Not in Lebens- und Glaubensfragen, und sie beraten
frei von politischem und religiösem Druck. Das Thema „Soziale Not“
rückt in den Telefongesprächen immer stärker in den Vordergrund.
Es geht um Arbeitslosigkeit und um Angst vor dem Verlust der Arbeit,
aber auch um Spannungen und Zerwürfnisse in Familien und Partnerschaften,
um Armut, um Alkoholprobleme, um psychische Zusammenbrüche und um
soziale Isolation. Die TS Siegen ist eine von 105 Telefonseelsorgestellen
in Deutschland. Sie wird vom Kirchenkreis Siegen (60 %), vom Katholischen
Gemeindeverband Siegerland-Südsauerland (30 %) und dem Kirchenkreis
Wittgenstein (10 %) gemeinsam finanziert. Zu erreichen ist die TS
für jede und jeden unter der Nummer 0800 111 0 111 oder unter www.
telefonseelsorge-siegen.de.
 

  • Erstes Resümee

„Die Sache ist gut angelaufen, wir haben schon
einige Arbeiten erledigen können.“ Mit diesen Worten resümiert Herbert
Solms aus Setzen am 23. Mai den Einsatz „seines“ Bau-Teams. Und
der zuhörende Redakteur meint neben Zufriedenheit auch ein wenig
Stolz in der Stimme unseres Baukirchmeisters vernehmen zu können.

Am 17. Januar hatten sich 16 Gemeindeglieder
zusammengetan, um sogenannte „Klüngelarbeiten“ zu verrichten und
um letztlich unseren Haushalt der „roten Zahlen“ ein wenig zu entlasten.
„Bis jetzt konnten durch unsere Arbeit schon rund 5.500 € eingespart
werden.“ Das verdient unseren Dank und ein ganz „dickes Lob“, sind
doch gerade einmal drei volle Monate ins Land gegangen! Dann berichtet
der Baukirchmeister von diversen Baumfällaktionen: „Bei Pfarrer
Herbert Siemon waren einige von uns von 8 bis 19 Uhr im Einsatz.
Auch bei den Pfarrhäusern in der Koomansstraße und in der Johann-Hus-Straße
mussten wir diesbezüglich tätig werden.“


Wenn
das Bau-Team anrückt …..

Doch es gab noch weitere Aktivitäten. In der
Kindertagesstätte Jasminweg wurde eine Heizkörperverkleidung angebracht
und im Kindergarten an der Talkirche eine neue Schaukel aufgestellt.
An der Kirche in Setzen errichteten einige Mitglieder des Bau-Teams
eine Betonmauer und einen Zaun. Hinzu kamen verschiedene Elektroarbeiten
in den Kindergärten und im Lutherhaus.

Hier wurde etwas gestrichen, dort etwas befestigt.
„In einer solch großen Kirchengemeinde mit 20 teils sehr alten Gebäuden
fällt jede Menge Arbeit an. Deshalb wird beim Bau-Team auch in den
nächsten Monaten keine Langeweile aufkommen!“
 

  • Hoffnungen und Träume

Am 24. April und am 5. Mai fanden in unseren
katholischen Schwestergemeinden St. Joseph und St. Marien die Feierlichkeiten
zur Heiligen Erstkommunion statt. 24 bzw. 13 Mädchen und Jungen,
die sich seit September letzten Jahres in Begleitung ihrer Gruppenmütter
auf dieses Fest vorbereitet hatten, wurden in die volle Tischgemeinschaft
mit Jesus aufgenommen. Im Gottesdienst an Christi Himmelfahrt gratulierte
Presbyter Günter Gollos den Kindern zu ihrem Festtag und wünschte
ihnen für ihren weiteren Lebensweg Gottes Segen. Dann verlas er
ein Grußwort von Pfarrer Herbert Siemon. „Das ist ein großer und
wichtiger Tag für euch, aber auch für eure Familien und eure Gemeinde.
Von nun an könnt ihr miteinander Eucharistie feiern und euch an
den Tisch unseres Herrn einladen lassen, um ihm dort leibhaftig
in Brot und Wein zu begegnen.“ Im nächsten Abschnitt sprach er vielen
Gottesdienstbesuchern aus dem Herzen: „Gleichzeitig hoffen wir und
träumen darauf hin, das wir das als katholische und evangelische
Christen irgendwann auch gemeinsam tun können und dürfen. Doch auf
dem Weg dorthin muss manches erst noch wachsen.“ Aber es wird gelingen,
„da bin ich mir ganz sicher.“ Hoffentlich behält der Pfarrer aus
dem 4. Bezirk Recht!
 

  • Schallmauer durchbrochen

Nur so viel sei verraten: Der Spender wohnt
in der Straße „Am Sammetshain“, und am 25. Mai überwies er 100 €
für unser Projekt „Orgel Talkirche“. Sie, liebe Leserinnen und Leser,
werden fragen, warum wir gerade auf diese Spende genauer eingehen.
Ganz einfach: Seit Januar 1994, als die Projekt-Idee geboren und
erstmals durchgeführt wurde, erbrachte die Aktion nun genau 150.000,00
€ (!), umgerechnet sind das 293.374,50 DM. Damit hätten vor 11 Jahren
nicht einmal die kühnsten Optimisten gerechnet. Für jedes der 69
Projekte wurden durchschnittlich 2.174 € überwiesen oder im Gemeindebüro
bei Christine Albertin oder Hella Jochum eingezahlt. Vielen Dank
für Ihre freundliche Unterstützung! Ohne diese Hilfe hätten wir
in unserer Kirchengemeinde vieles nicht anschaffen oder viele Arbeiten
gar nicht erst in Angriff nehmen können! Nachzutragen ist das Ergebnis
des 67. Projektes „Chor Wegweiser“ aus den Monaten März und April.
Als kleines Geburtstagsgeschenk können wir 490,00 € an Jochen Schnutz
und seinen tollen Chor übergeben. Für das Projekt „Orgel Talkirche“
(Mai/Juni) konnten wir bisher (Stand: 25. Mai –10.17 Uhr) genau
2.425,00 € auf der Habenseite verbuchen. Hier erwarten wir allerdings
noch eine Reihe weiterer Spendeneingänge.
 

  • Presbyterium auf Tour

26. Mai: Endlich mal keine Sitzung, endlich
mal keine Diskussionen und Abstimmungen! Einmal nichts hören von
Verwaltungsangelegenheiten, von Einsparungen, von Reparaturen, vom
Haushalt! Einmal etwas anderes hören, sehen und erleben: Das Presbyterium
auf Tour. Das Ziel: Der Rheingau.

Der Reiseleiter: Pfarrer Burkhard Schäfer,
kompetent und belesen. Oder anders ausgedrückt: Wenn Geschichte
lebendig wird … Der Bus steuerte zuerst das Kloster Eberbach an.
Im Jahre 1136 vom hl. Bernhard von Clairvaux gegründet, wurde das
Kloster dank dem Fleiß der Zisterzienser-Mönche das bedeutendste
Weinbau- und Weinhandelsunternehmen in Mitteleuropa. Rund 200 Wirtschaftshöfe,
Kellereien, Weinumschlagplätze, eigene Schiffe und das im Jahr 1500
angefertigte Eberbacher Riesenfass mit 70.000 Liter Inhalt, damals
das größte Fass der Welt, geben ein Zeugnis davon. Heute  untersteht
die ehemalige Abtei der Verwaltung der Staatsweingüter, der mit
190 ha Rebfläche größten Gutsverwaltung der Bundesrepublik.


Wenn
Geschichte lebendig wird……

Die Mitglieder des Presbyteriums und ihre
Partnerinnen und Partner besichtigten den Kapitelsaal, die Klausur
mit dem Kreuzgang und die Klosterkirche, wo das Lied „Dona nobis
pacem“ angestimmt wurde. Man sah das barocke Mönchsrefektorium (Speisesaal),
das Dormitorium (Schlafsaal), den Konversenbau (Flügel für die Laienbrüder)
und die rund 1.100 Meter lange romanische Ringmauer, von der die
gesamte Anlage umgeben wird. Noch beeindruckt von den Ausführungen
des Reiseleiters schlenderte man anschließend zur Restaurantterrasse,
wo man sich Eberbacher Weinfleisch, „Kloster Helles“ und den Nachtisch
„St. Bernhard“ munden ließ. Hmmm, köstlich! Um 14 Uhr ging es weiter
nach Kiedrich. Burkhard Schäfer zeigte uns die katholische Pfarrkirche
St. Dionysius und Valentinus, eine bedeutende Wallfahrtskirche aus
dem 14. und 15. Jahrhundert. Sehenswert die Orgel, der hölzerne
Dreisitz und das vollständig erhaltene spätgotische Kirchengestühl.
Nebenan die Totenkapelle St. Michael mit Karner (Beinhaus). Zum
Kaffeetrinken steuerte der Bus das Schloss Johannisberg an: Erdbeerkuchen
mit Sahne, hoch oben in den Weinbergen, unmittelbar am 50. Breitengrad,
mit „Goetheblick“ von Biebrich bis Bingen! Die Rheingau-Fahrt endete
im Winzerhaus Michael Gietz mit einer Weinprobe im stimmungsvollen
Gewölbekeller. Bei Spätburgunder und Riesling erfuhren wir so ganz
nebenbei, warum Pfarrer Schäfer graue Haare hat. Trotzdem: Nochmals
herzlichen Dank für den erlebnisreichen Tag!
 

  • Klafelder Gastgeschenk

In der letzten Ausgabe von „Gemeinde jetzt“
berichteten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, von der Reise
einer hiesigen Delegation nach Tanzania. Dort liegt der Ort Bagamoyo,
mit dem wir seit genau 13 Jahren partnerschaftlich verbunden sind.
Für unsere Kirchengemeinde nimmt – wie schon erwähnt – Merle Stötzel
aus Birlenbach an der Reise teil. Sie soll natürlich nicht mit leeren
Händen nach Ostafrika fliegen. Aus diesem Grund hat das Presbyterium
unserer Kirchengemeinde in seiner Sitzung am 15. April beschlossen,
die Eingangskollekte in den Mai-Gottesdiensten für Bagamoyo zu sammeln.
Das Geld wird dort dringend für diverse Bauprojekte und für die
Jugendarbeit benötigt. Welchen Betrag kann Merle Stötzel nun Ende
Juli mitnehmen und als Gastgeschenk überreichen? Die Nachfrage in
unseren sechs Predigtstätten ergab die stolze Summe von 2.493,08
€. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern und wünschen Merle
Stötzel nochmals Gottes gutes Geleit!