Neues aus der Gemeinde und Presbyterium

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Peter – Christian Rose
und Jutta Winchenbach

  • Glückwünsche zum Jubiläum

Die neuen Medien
haben viele Vorteile, aber auch so ihre Tücken. Das bemerkten wir
beim Durchblättern der letzten Ausgabe von „Gemeinde jetzt“. Und
auch Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wird aufgefallen sein, dass
der Kurzbericht „Zurückblicken und gratulieren“ unten auf Seite
24 plötzlich mitten in einem Wort endete. Irgendwo zwischen Layout
und Druckerei muss der zweite Teil des Berichtes verloren gegangen
sein: Am 9. März konnte Pfr. Harald Mühlbach (in Klafeld tätig vom
1. November 1968 – 31. Dezember 1992) nun sein 40-jähriges Ordinationsjubiläum
begehen, leider nicht mehr im Beisein seiner Ehefrau Barbara Susanne,
die am 14. November letzten Jahres nach langer, schwerer Krankheit
heimgegangen ist. Pfr. Albert Fricke (in unserer Kirchengemeinde
von 1960 – 1962 und von 1977 – 1989 tätig und inzwischen 80 Jahre
alt) konnte am 18. Januar sogar sein 50-jähriges Ordinationsjubiläum
feiern. Er wohnt mit seiner Ehefrau Helga in Niederschelderhütte.
Wir gratulieren beiden Theologen ganz herzlich und wünschen ihnen
für ihren weiteren Lebensweg viel Kraft und Gottes reichen Segen!
 

  • Verzicht
    auf Ausflug

Die Mitglieder
des Kirchenchores trafen sich Anfang März zu ihrer turnusmäßigen
Jahreshauptversammlung. Nach der Begrüßung und der Verlesung von
Jahresbericht und Kassenbericht standen die Vorstandswahlen an.
Mit sehr großer Mehrheit wurden Edith Groos als 1. Vorsitzende,
Paul-Heinrich Groos als 1. Kassenwart, Anette Weber als 1. Schriftführerin,
Rosemarie Völkel als 1. Notenwartin und Inge Bäcker als Beisitzerin
wiedergewählt und für zwei weitere Jahre in ihren Ämtern bestätigt.
Ein deutliches Zeichen für die gute, von allen geschätzte Arbeit
der Vorstandsmitglieder! Chorleiterin Andrea Stötzel freut sich
für das laufende Jahr auf das regelmäßige Singen in den Gottesdiensten
sowie natürlich auf den Gottesdienst zur Einweihung der Orgel. Gespannt
blickt sie auch auf das für Anfang Oktober geplante Konzert für
Orgel und Chor; auf alle Dienste wird sie die Sängerinnen und Sänger
bestens vorbereiten. Aus Termingründen wird der Kirchenchor in diesem
Jahr auf einen Ausflug verzichten, dafür soll es 2010 aber wieder
einmal einen Zweitagesausflug geben.
 

  • Zeugnis
    gegen Gleichschaltung

Am 31. Mai feiert
die Evangelische Kirche ein besonderes Jubiläum: Die Barmer Theologische
Erklärung wird 75 Jahre alt. Sie entstand in der Zeit der nationalsozialistischen
Diktatur und war das erste gemeinsame Glaubenszeugnis der ev. Christinnen
und Christen in Deutschland nach der Reformationszeit. Die Erklärung
der Bekenntnissynode von Barmen, einem Stadtteil von Wuppertal,
richtete sich gegen den absoluten Anspruch des totalitären Weltanschauungsstaates
und war somit ein mutiges Zeugnis gegen die damalige Gleichschaltung
der Kirche mit dem NS-Staat und gegen die Vermischung der christlichen
Botschaft mit der NS-Ideologie. In sechs Thesen wurden „evangelische
Wahrheiten“ herausgestellt und die falschen Lehren der „Deutschen
Christen“ verworfen. Mit der Erklärung entstand die Bekennende Kirche
und mit ihr ein beständiger Störfaktor im Inneren des Dritten Reiches.
Auch in unserer Kirchengemeinde kam es zwischen 1934 und 1945 zu
großen Spannungen zwischen den „Deutschen Christen“ und der Bekennenden
Kirche, ja, die Jahre waren sogar „gekennzeichnet von schwersten
Kämpfen und Erschütterungen“ (siehe Festschrift zum 100-jährigen
Bestehen der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Klafeld, S. 21 – 26). Die
Barmer Theologische Erklärung „gilt bis heute als schriftgemäße,
für den Dienst der Kirche verbindliche Bezeugung des Evangeliums.
In der Evangelisch-reformierten Kirche hat sie den Rang einer Bekenntnisschrift“.
Übrigens: Im Ev. Gesangbuch lässt sie sich leicht nachlesen; sie
ist dort unter der Nr. 858 auf den Seiten 1377 ff zu finden.
 

  • Hilfe
    durch Spenden

Ein aufrichtiges
Dankeschön sagen wir für alle Spenden, die in den letzten Wochen
bei uns eingegangen sind. Für das Projekt „Brot für die Welt – Nachhaltige
Landwirtschaft in Burkina Faso“ erhielten wir bis zum 19. März exakt
3.601,46 €. Für das Projekt „Trompete für die Jungbläser“ erreichten
uns seit 27. Januar noch einmal 530,00 €, so dass hier ein Endstand
von 790,00 € vermeldet werden kann. Und auch für die Kibiwo (Kinderbibelwoche)
wurden schon erste Überweisungen und Einzahlungen getätigt; Christine
Albertin und Brigitte Veltzke im Gemeindebüro hinter der Talkirche
konnten hier in 19 Tagen bereits 460,00 € auf der Habenseite verbuchen.
Ihre Spenden, liebe Leserinnen und Leser, werden selbstverständlich
den von Ihnen gewünschten Zwecken zugeführt, und sie helfen uns,
unsere Aufgaben zu erfüllen. Nochmals herzlichen Dank!
 

  • Hungermarsch
    für Straßenkinder

300 Kinder, Jugendliche
und Erwachsene, darunter auch der Redakteur mit seiner Ehefrau,
nahmen am 29. März am 12. Hungermarsch des Pastoralverbundes Hüttental-Freudenberg
teil. Die Veranstaltung stand wieder unter dem Motto „Solidarität
geht – Wandern für die Andern!“ Die Schirmherrschaft hatte diesmal
Prälat Prof. Josef Sayer aus Aachen übernommen, die Organisation
lag in den Händen des Pfarrgemeinderates und des Eine-Welt-Kreises.
Es konnten unterschiedliche Strecken von fünf, zehn und fünfzehn
Kilometern Richtung Charlottental, Tiergarten und Panzerstraße ausgewählt
werden. Der Start erfolgte um 12.45 Uhr von St. Joseph aus. An den
verschiedenen Kontrollpunkten gab es für die Wanderer Mineralwasser
und Tee; das Wetter war recht durchwachsen: Mal Sonne, mal Regen-
und Graupelschauer. Gut, dass wir Schirme mithatten! Der Hungermarsch
sollte erneut eine Solidaritätsaktion zugunsten der Dritten Welt
sein, wobei Bewusstseinsbildung und gemeinsames Handeln im Vordergrund
standen. Insgesamt erwanderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
über 8.107 €, aber es werden noch einige Überweisungen erwartet.
Der Erlös kommt wieder dem Projekt „Hoffnung für Straßenkinder in
Accra (Ghana)“ und der Arbeit von Pater Victor Lotola im Kongo (Gemeindeentwicklung
im Urwald) zugute. Übrigens: Die Wanderer erwartete nach ihrer Rückkehr
ein reichhaltiges Buffet mit Kuchen und belegten Brötchen, und Urkunden
gab es auch! Am späten Nachmittag klang das gemütliche Beisammensein
im Pfarrheim aus.
 

  • Empfang
    mit Grußworten

Annette Mehlmann
ist die neue Leiterin der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle
(EFL) des Kirchenkreises siegen. Am 15. März wurde sie im Gottesdienst
in der Weidenauer Christuskirche in ihr neues Amt eingeführt. Seit
acht Jahren hatte die Diplom-Sozialpädagogin die stellvertretende
Leitung der Einrichtung inne. Sie ist ausgebildete Familien- und
Systemtherapeutin und auch approbierte Kinder- und Jugendpsychotherapeutin.
Superintendentin Annette Kurschus trug der neuen Leiterin auf, ihren
Dienst treu, gewissenhaft, zur Ehre Gottes und zum Besten der Menschen
zu tun. Nach dem Gottesdienst gab der Kirchenkreis einen Empfang
im ev. Gemeindehaus Dautenbach. In vielen Grußworten wurde deutlich,
dass die neue Leiterin sehr geschätzt wird, und dass die Beratungsstelle
in der hiesigen Region einen hohen Stellenwert besitzt. Annette
Mehlmann bedankte sich für alle guten Wünsche. Abschließend führte
sie aus, dass es ihr wichtig sein, auch künftig zu sehen, was die
Menschen in der Stadt, im Kreis und im Kirchenkreis bräuchten.
 

  • Taufsprüche
    auf Englisch

„Wenn wir in jedem
Monat so viele Taufen hätten, brauchten wir uns um den zahlenmäßigen
Bestand keine Sorgen machen“, so Pfr. Dr. Martin Klein am 22. März
im Gottesdienst in der Wenschtkirche. Und tatsächlich: 3 Taufen
am 1. März, 5 Taufen am 15. März und eine Woche später noch einmal
deren fünf, d. h. 13 neue Gemeindeglieder in einem Monat! Auf den
letzten Taufsonntag soll etwas näher eingegangen werden: Viele Gottesdienstbesucher,
frohe Taufgesellschaften, schöne Lieder, fünf individuell gestaltete
Taufkerzen und eine tolle Ansprache. Getauft wurden ein Kleinkind,
ein 10-jähriges Mädchen, eine Konfirmandin und ein in Teheran (Iran)
geborenes Ehepaar, dass bei uns ein neues und sicheres Zuhause gefunden
und dem Islam nun endgültig den Rücken gekehrt hat. Pfarrer Martin
Klein sagte die beiden letzten Taufsprüche auf Deutsch und auf Englisch,
für die beiden neuen Gemeindeglieder war es „ein sehr großer, bewegender
und sehr wichtiger Moment“ in ihrem Leben! Wir heißen alle Getauften
in unserer Gemeinschaft herzlich willkommen! Möge Gott sie segnen
und sie beschützen und behüten!
 

  • Verabschiedung
    im Juni

Seit  September
2006 arbeitet Katharina Pokrzywa als Gemeindeassistentin im hiesigen
Pastoralverbund Hüttental-Freudenberg, also auch in unseren beiden
Schwestergemeinden St. Joseph und St. Marien. Nach drei Jahren geht
diese Phase nun zum 30. Juni zu Ende. Wie im Pfarrbrief für den
Monat Februar von Pfr. Karl-Hans Köhle berichtet wurde, möchte Katharina
Pokrzywa  auf eigenen Wunsch nicht in den Dienst das Erzbistums
Paderborn übernommen werden. „Sie wird somit Ende Juni aus dem Dienst
in unseren Gemeinden ausscheiden.“ Ihre Verabschiedung soll beim
Pfarrfest von St. Joseph am 28. Juni erfolgen. Wir bedanken uns
bei Katharina Pokrzywa für ihre offene Art und die engagierte Zusammenarbeit
im Bereich der Ökumene, zuletzt beim Aussendungsgottesdienst der
Sternsinger. Wir wünschen ihr für den weiteren Lebensweg alles erdenklich
Gute und Gesundheit und Gottes gutes Geleit!
 

  • Neues
    aus Bielefeld

Die Evangelische
Kirche von Westfalen hat eine positive Zwischenbilanz der 2006 eingeführten
Vorruhestandregelung für Theologinnen und Theologen ab 58 Jahren
gezogen. Mehr als 100 Pfarrerinnen und Pfarrer, unter ihnen Pfr.
Burkhard Schäfer, haben inzwischen von dieser Regelung Gebrauch
gemacht. Wie Oberkirchenrat Martin Kleingünther einräumte, sei die
Einführung der Ruhestandsregelung anfangs umstritten gewesen. Sie
habe jedoch Einsparungen und Bewegung in den „fast völlig erstarrten
Pfarrstellenmarkt“ gebracht. Und noch eine weiter interessante Mitteilung
aus Bielefeld: Die Differenz zwischen Aus- und Eintritten hat sich
deutlich verringert. Im Jahr 1996 kamen auf einen Eintritt fast
vier Austritte (5.774 zu 18.721). Im letzten Jahr betrug das Verhältnis
nun 5.238 zu 9.095: Die Zahl der Eintritte in die Evangelische Kirche
von Westfalen ist also nahezu gleich geblieben, die Zahl der Austritte
hingegen konnte fast halbiert werden.

Neues aus der Gemeinde und Presbyterium

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Peter – Christian Rose
und Almuth Schwichow
 

  • Spenden und loben

Vom 15. November bis zum 6. Dezember waren
sie wieder unterwegs, die Sammlerinnen und Sammler, um an den Türen
Spenden für die Arbeit der Diakonie zu erbitten. Seit 1948 geht
das nun schon so; im Jahr 2008 blickten Diakonie und Caritas folglich
auf eine 60-jährige Geschichte der Sammlungen zurück. „Sie gehören
zur Gemeindediakonie. Auch durch sie wird deutlich: Gemeindeglieder
übernehmen vor Ort Verantwortung für andere. Auf diese Weise entsprechen
sie dem Vorbild und Auftrag Jesu Christi“, so Alfred Buß, der Präses
unserer Evangelischen Kirche von Westfalen. Die Einnahmen der letzten
Adventssammlung kommen diesmal in erster Linie ärmeren Familien
und kranken und pflegebedürftigen Menschen zugute. Auch in den drei
Pfarrbezirken unserer Gemeinde wurde gesammelt. Dazu Friedhelm Bäcker,
der die Diakoniesammlungen seit Ende 2007 koordiniert. „Die Zahl
derjenigen, die von Haus zu Haus gehen, hat sich altersbedingt erneut
verringert. Insgesamt haben wir nur noch 41 Sammlerinnen und Sammler.
Deshalb haben wir auch Überweisungsträger in die Kirchennachrichten
eingelegt. Diesmal wurden in Klafeld 6.874,02 Euro gespendet. Hier
fehlen aber noch alle Überweisungen, diese Summe wird uns vom Diakonischen
Werk leider erst Ende März mitgeteilt.“ Wir danken allen, die gespendet
haben! Ein großes Lob und höchste Anerkennung aber jenen 41 Frauen
und Männern, die ehrenamtlich unterwegs waren und wieder viel Kraft
und Zeit investiert haben, um Geld für Kranke, Alte, Behinderte
und Arme zu sammeln!
 

  • Reparieren und hören

„Das ist ja wie Weihnachten!“, sagte kürzlich
eine Frau aus Birlenbach, als sie hörte, dass die Kirchenglocken
wieder läuteten. Eigentlich sollte sich daran nach der Schließung
des Gemeindezentrums auch gar nichts ändern, aber leider gab es
einige technische Probleme. Diese konnten nun durch Küster Rudolf
Hasenkamp und Chris Koblenzer vom Bauteam behoben werden. Damit
erfüllte sich der Wunsch vieler Birlenbacher, den vertrauten Klang
der Glocken auch weiterhin im „Dorf“ hören zu können.
 

  • Einladen und begrüßen

Am 12. Dezember fand im Gemeindezentrum Wenscht
die Adventsfeier der Diakonie statt. Dazu hatte der zuständige Fachausschuss
all diejenigen eingeladen, die in unserer Gemeinde für die Diakonie
sammeln, im Besuchsdienst mitarbeiten und „Gemeinde jetzt“ verteilen.
Pfarrerin Almuth Schwichow begrüßte etwa 60 Frauen und Männer, die
der Einladung gefolgt waren. Sie dankte allen ganz herzlich für
ihren treuen Einsatz. Nach der Andacht und dem Kaffeetrinken rundeten
musikalische Beiträge unserer Organistin Mechthild Heide sowie Geschichten
und Gedichte zur Adventszeit das Programm ab.
 

  • Danken und hoffen

Köstliche Salate, leckere Schinkenröllchen,
eine Wurstplatte, gefüllte Eier, schmackhafte Nussecken und andere
süße Nachtische – all das hatten die Mitglieder des Presbyteriums
am 15. Dezember von zu Hause mitgebracht, um die letzte Sitzung
des Jahres wieder mit einem gemeinsamen Essen zu beginnen. Gearbeitet,
d. h. beraten, diskutiert und abgestimmt, wurde dann natürlich auch.
Im Verlauf der Sitzung bedankte sich Pfarrer Dr. Martin Klein in
seiner Funktion als Vorsitzender des Gremiums für die geleistete
Arbeit. Worte des Dankes erhielten aber nicht nur die Presbyterinnen
und Presbyter, sondern alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in
der Gemeinde. In einem Brief listete Dr. Martin Klein zunächst einige
Veränderungen und Neuerungen auf, um so fortzufahren: „Auch wenn
nicht alles gelungen und vieles noch nicht fertig ist, bin ich doch
überzeugt, dass uns die Mühen dieses Jahres ein gutes Stück vorangebracht
haben: An vielen Stellen haben sich Menschen aufeinander zu bewegt,
ist Zusammenhalt gewachsen. An vielen Stellen hat sich gezeigt,
dass es sich lohnt, neue Wege zu beschreiten – die ´Guten-Abend-Kirche´,
zu der jedes Mal an die 150 Leute kommen, ist wohl das beste Beispiel.
Und all das lässt hoffen, dass es auch im neuen Jahr gut weitergeht,
dass wir – ganz im Sinne der Jahreslosung – mit Gottes Beistand
noch manches möglich machen können, was wir früher nicht für möglich
gehalten haben.“ Zum Schluss der Dank: „Ohne Sie alle wäre davon
nichts gegangen und würde auch in Zukunft nichts gehen. Viele angestellte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich weit über ihre
bezahlte Arbeitszeit hinaus.


Mitarbeitende
beim Neujahrsempfang

Und viele Ehrenamtliche setzen ihre
verschiedenen Gaben und einen Großteil ihrer Freizeit ein, damit
die Gemeinde leben und gedeihen kann. Dafür kann man nicht oft genug
Danke sagen – und so tue ich es gern ein weiteres Mal: Danke für
alles Mitdenken, Mitreden, Mitanpacken und Mittragen. Danke, dass
Sie dem alten Bild von dem einen Leib und den vielen Gliedern hier
bei uns ein Stück Wirklichkeit verliehen haben!“ Den Dank bekamen
ca. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die leitend tätig sind,
beim „Neujahrsempfang“ am 30. Januar auch zu hören. Es wurde Rückschau
auf das alte und Vorschau auf das neue Jahr gehalten, es gab etwas
zu essen und zu trinken und alle hatten Gelegenheit, miteinander
ins Gespräch zu kommen, sich (besser) kennen zu lernen und so zu
spüren, dass „alle gemeinsam am Bau dieser Gemeinde arbeiten.
 

  • Abholen und verteilen

Bei der „Siegener Tafel“ ist weiterhin keine
Entspannung in Sicht. Allein am vorletzten Ausgabetag des Jahres
2008 zählte man 22 neue Familien, die ihre Bedürftigkeit schriftlich
nachweisen konnten. Das sei, so Vorstandmitglied Sybille Klein „fast
schon beängstigend“. Mit einer weiteren Verschärfung der Lage in
diesem Jahr rechnet die Vorsitzende der „Tafel“, Anne Schäfer. Insgesamt
4.000 Menschen finden sich Woche für Woche dienstags und donnerstags
in der Weidenauer Zentrale und in den zehn Außenstellen ein, um
Lebensmittel abzuholen, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen. 90
Geschäfte und Großmärkte gehören mittlerweile zu den Lieferanten.
36 Männer sammeln die Waren mit Fahrzeugen ein, 70 Frauen sind dann
für die Sortierung und die Verteilung zuständig; alle Helferinnen
und Helfer arbeiten ehrenamtlich. Zur Zeit gibt es in Deutschland
fast 800 „Tafeln“, die Einrichtung in Siegen konnte im letzten Mai
ihren 10. Geburtstag feiern. Übrigens: Unsere Kirchengemeinde ist
schon seit einigen Jahren Mitglied!
 

  • Fertigen und ausstellen

Haben Sie schon einmal etwas von Christoph
von Schmid gehört? Nein? Bestimmt doch! Denn Sie kennen mit Sicherheit
alle das bekannte Weihnachtlied „Ihr Kinderlein, kommet, o kommet
doch all …“ (eg 43), dessen Text der Schulinspektor, Pfarrer,
Domkapitular und Jugendschriftsteller im Jahr 1811 schrieb. Von
der biblischen Szene in einer Krippe mit Ochs und Esel, mit Stroh
und den Hirten und der heiligen Familie ließ sich der Geistliche
inspirieren. Fast 200 Jahre später, nämlich am 21. Dezember 2008,
öffnete in Oberstadion (Sie haben richtig gelesen), in jenem Ort
zwischen Ehingen und Biberach, in dem Christoph von Schmid einst
zehn Jahre als Pfarrer wirkte, ein großes Krippenmuseum seine Türen.
Zu sehen gibt es 160 Krippen auf 600 Quadratmetern, gefertigt hauptsächlich
von Künstlern der weltweiten Krippenbauszene. Die Bandbreite des
Museums, das in einer umgebauten Pfarrscheuer untergebracht ist,
reicht von oberschwäbischen Krippen über russische, alpenländische
und italienische Exponate bis zu Darstellungen mit orientalischen
Zügen. Ein „Schmankerl“ des Museums ist bis zum Herbst eine Sonderausstellung
mit Krippen aus der polnischen Volkskunst. Interessant auch der
Film zur „Technik des Krippenbaus“. Schließlich kann man einem Künstler
über die Schultern schauen, der verschiedene Holzfiguren in zwanzig
Arbeitsgängen herstellt. „Ein Besuch des Krippenmuseums in Oberstadion
lohnt sich!“ Davon konnte sich der Schreiber dieser Zeilen am 1.
Januar persönlich überzeugen.

  • Sammeln und helfen

Am 23. Januar kamen auf dem Postweg zwei Dankschreiben
aus Bethel in unserer Kirchengemeinde an, das eine im Gemeindebüro,
das andere in der Waldschule im Amselweg. Schülerinnen und Schüler
einer Religionsgruppe der Klassen 8, 9 und 10 hatten kurz vor Weihnachten
im Rahmen einer Unterrichtseinheit ein großes Paket mit ca. 12.300
Briefmarken und einem Brief an die von Bodelschwinghschen Anstalten
geschickt. Die Marken stammten von ihnen, ihrem Klassenlehrer und
vielen anderen Gemeindegliedern. „Ihre freundliche Unterstützung
hilft kranken, behinderten und in Not geratenen Menschen in Bethel,
die Herausforderungen des neuen Jahres voller Zuversicht anzunehmen“,
so Pastor Ulrich Pohl im ersten Teil seines Briefes. Die Religionsgruppe
hat sich sofort entschieden, die Aktion zu wiederholen. Machen auch
Sie mit! Denn: Briefmarken gehören nicht in den Papierkorb. Abgeben
kann man sie in den Pfarrhäusern, bei den Presbyterinnen und Presbytern
oder in unseren beiden Kirchen.

 

  • Einzahlen und verbuchen

Inzwischen konnte das Projekt Nr. 89 („Gemeinde
jetzt“) abgeschlossen werden. Christine Albertin und Brigitte Veltzke
konnten im Gemeindebüro hinter der Talkirche genau 4.522,10 Euro
auf der Habenseite verbuchen. Genannt werden müssen dabei auch jene
877,67 €, die bereits von Januar bis August für die Kirchennachrichten
bei uns eingingen. Durch alle Spendengelder und durch die Werbeeinnahmen
sind die Druck- und Herstellungskosten von „Gemeinde jetzt“ für
das Jahr 2008 voll und ganz gedeckt. Auf Haushaltsmittel muss also
erneut nicht zurückgegriffen werden! Darüber sind wir im Öffentlichkeitsausschuss
sehr froh und auch ein wenig stolz. Genauso freuen wir uns über
Anregungen und wenn unsere Arbeit positiv beurteilt wird, zuletzt
von Pfarrer Hans Peter Adler, der am 29. Januar u.a. schrieb: „Ich
bedanke mich für die treue Zusendung des Gemeindebriefs, den ich
immer sehr interessiert lese und der gut geschrieben und aufgemacht
ist.“ Für die Projekte Nr. 90 („Brot für die Welt – Nachhaltige
Landwirtschaft in Burkina Faso“) und Nr. 91 („Trompete für die Jungbläser“)
wurden bis zum 27. Januar auch schon 3.135,20 € bzw. 260,00 € eingezahlt
und überwiesen. Wir bedanken uns für alle Spenden, für jeden Euro
und für jeden Cent! Es bestätigt sich, was vor kurzem zu lesen war:
„Keine Einbrüche bei Spenden! Die Finanzkrise zeigt offenbar bislang
kaum Auswirkungen auf die Spendenbereitschaft.“ Momentan steht das
Projekt-Spenden-Barometer genau bei 204.203,40 Euro. Nochmals ganz
aufrichtigen Dank für Ihre tolle Unterstützung!
 

  • Fragen und besichtigen

Der Männerkreis in unserer Kirchengemeinde
ist weiterhin sehr aktiv. Am 13. Januar beschäftigte man sich mit
dem Thema „Ist die Bibel richtig übersetzt?“ Einen Monat später
war Pfarrer Frank Boes zu Gast, er hatte einen interessanten Filmbericht
über die „Tour der Versöhnung“ mitgebracht. Im März geht der Männerkreis
selbst auf Tour: Auf dem Programm steht der Besuch der Papierfabrik
Grünewald in Hofolpe. Die Fragespiele „Hätten Sie das gewusst?“
und „Deutschland von A – Z“ werden am 14. April angeboten. Zusammen
mit dem Männerkreis Wilnsdorf erfolgt am 14. Mai die Besichtigung
der Edelstahlwerke Südwestfalen hier in Geisweid. Das Programm des
ersten Halbjahres 2009 endet am 9. Juni mit dem Besuch des Reinhold-Forster-Erbstollens
in Eiserfeld. Wenn Sie Lust haben, an der einen oder anderen Veranstaltung
teilzunehmen, dann wenden Sie sich bitte an Elmar Friemann (Tel.:
8 56 43), Gerhard Hermann (8 47 90), Dieter Kaltschmidt (8 22 89)
oder an Dr. Ing. Burkhard Leidel (8 29 29). Man freut sich über
jeden Neuen!

 
Leitungsteam
des Männerkreises

  • Zurückblicken und gratulieren

„Ordination (lat. Ordinatio – Amtsbesetzung):
In den Evang. Kirchen die von der Kirchenleitung vorgenommene gottesdienstliche
Handlung, die den Auftrag zum Predigen und Lehren, zur Verwaltung
der Sakramente, zur Absolution und zur Leitung der Gemeinde umfasst.
Sie wird vom Bischof oder einem anderen leitenden Amtsträger ausgeführt.“
Soweit die Erläuterungen aus einem Lexikon. Am 9. März 1969 wurde
in der Talkirche unser ehemaliger Pfarrer Harald Mühlbach (in Klafeld
tätig vom 1. Nov. 1968 – 31. Dez. 1992) ordiniert. Seine Kollegen
damals waren Wilhelm Biederbeck, Dr. Reinhold Lindner, Werner Wahnbaeck
und Horst-Dieter Leckebusch. Am 9. März kann Pfr. Harald Mühlbach
nun sein 40-jähriges Ordinationsjubiläum begehen. Wir gratulieren
ganz herzlich und wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg viel
Kraft, Gottes Geleit und seinen Segen!

Neues aus der Gemeinde und Presbyterium

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Peter – Christian Rose

  • Bauteam

Wir haben ein
neues Bauteam! Die Mitglieder trafen sich zum ersten Mal am 23.
September. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde bedankte sich Kirchmeister
Hartmut Heinbach noch einmal für den Einsatz des „alten“ Teams,
das am 17. Januar 2005 unter der Regie von Herbert Solms seine Arbeit
aufgenommen hatte. Gleich im ersten Jahr wurden 52 Arbeitseinsätze
mit über 600 Stunden geleistet. Legte man einen Stundenlohn von
30 € zugrunde, käme eine Summe von 18.000 € zusammen, die eingespart
werden konnte. Denn die Mitglieder des Bauteams arbeiten ehrenamtlich!
Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Dem neuen Team
gehören Rudolf Hasenkamp, Volker Mackenbach, Volker Nöll, Uwe Sauer,
Helmut Scheffel, Edwin Schwandt und Uli Veltzke an. Daneben gibt
es sechs „Altgediente“, die auch jetzt wieder mitmachen: Kirchmeister
Paul-Heinrich Groos, Chris Koblenzer, Winfried Krahl, Karsten Krupp,
Dr. Burkhard Leidel und Helmut Schäfer. Am Ende der Sitzung wurden
die ersten vier Projekte angesprochen: Umzug Gemeindebüro, Deckenplatten
Wenschtkirche, Hüttenaufbau Weihnachtsmarkt und Bänke Talkirche.
Den Umfang der Mitarbeit bestimmt dabei jeder selbst. „Jeder macht
so oft mit, wie er will und kann, wie es Beruf, Familie und Gesundheit
zulassen.“ Wie aus dem Bauteam zu hören war, werden noch weitere
Mitarbeiter und auch Mitarbeiterinnen gesucht! Melden kann man sich
unter der Telefonnummer 82757 oder im Gemeindebüro.

  • Abschied

Wir trauern mit
den Angehörigen um unseren ehemaligen Presbyter Friedrich-Wilhelm
Kesting, der am 22. Oktober nach langer, schwerer Krankheit im Alter
von 89 Jahren verstorben ist. Unserem Presbyterium gehörte er von
1965 bis 1977 an. Ab 1971 war er als Kirchmeister für die Finanzen
und die Gebäude unserer Kirchengemeinde zuständig. Das verantwortungsvolle
Amt führte er stets umsichtig und sehr gewissenhaft aus. Überdies
leitete er von 1959 bis 1974 den ev. Kirchenchor Setzen und drei
Jahre lang den Klafelder Kirchenchor. Auch nach seinem Umzug nach
Weidenau blieb er unserer Gemeinde sehr verbunden. Friedrich-Wilhelm
Kesting war von 1958 bis 1981 Rektor der Waldschule. Im Heimat-
und Verkehrsverein Hüttental engagiert, betreute er von 1959 bis
1970 den im Siegener Norden erscheinenden „Blickpunkt“ als Schriftleiter.
Darüber hinaus war er in der Kommunalpolitik und in der Gesellschaft
für christlich-jüdische Zusammenarbeit tätig. 1995 wurde Friedrich-Wilhelm
Kesting mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. „Wie wünschen seiner
Familie Gottes Trost und Kraft und werden sein großes Engagement
für unsere Gemeinde dankbar in Erinnerung behalten“, so Pfr. Dr.
Martin Klein und unsere beiden jetzigen Kirchmeister in der Traueranzeige.

  • Dankopferbüchsen

Vor sieben Jahren
hat Presbyter Winfried Krahl, derzeit Dienstältester im Leitungsgremium
unserer Gemeinde, eine wichtige Aufgabe übernommen. Er kümmert sich
um Spendengelder für die VEM (Vereinigte Evangelische Mission) in
Wuppertal. Jeweils Ende Oktober sammelt er die ausgegebenen Dankopferbüchsen
wieder ein. Jetzt konnte er 942,81 € im Gemeindebüro bei Christine
Albertin und Brigitte Veltzke abliefern. Wir danken Winfried Krahl
für den zusätzlichen ehrenamtlichen Dienst und allen Missionsfreunden
in unserer Kirchengemeinde für ihre Spendenbereitschaft!

  • Grußwort

Es hat schon sehr eine lange Tradition, dass
Mitglieder des Wenschter Bezirkspresbyteriums sowohl bei der Kommunion
als auch bei der Firmung in St. Marien Grußworte sprechen. Zuletzt
geschah dies am 24. Oktober, als 14 junge Christen durch Abt Stephan
Schröer aus der Abtei Königsmünster das Sakrament der Firmung gespendet
bekamen. Im Verlauf der feierlichen Messe übermittelte Kirchmeister
Paul-Heinrich Groos die herzlichsten Glück- und Segenswünsche. Dann
verlas er das Grußwort von Pfarrer Dr. Martin Klein. „Nach Taufe
und Erstkommunion erlebt Ihr heute die dritte und letzte Station
auf Eurem Weg, mündige Glieder Eurer Kirche zu werden.“ Leider sehe
man die meisten Konfirmierten und wohl auch Gefirmten in der Kirche
erst mal nicht wieder. „Und das, wo wir doch jede Menge junge Leute
brauchen können, die sich einsetzen und bei uns mitmachen! Wie sollen
unsere Gemeinden sonst auf die Dauer lebendig bleiben?“ Und weiter
hieß es: „Wir wissen nicht, wie Ihr das seht. Wir würden uns mit
unseren katholischen Geschwistern freuen, wenn die Firmung für Euch
ein Anfang und kein Abschied von der Kirche wäre. Bei einigen ist
das gewiss auch so. Aber auch den anderen wünschen wir: Geht mit
Gott, wenn Ihr geht. Er begleitet Euch, wohin Ihr Euch auch wenden
werdet. Wenn Ihr wollt, ist er jederzeit und überall für Euch erreichbar.
Und wo Ihr Menschen findet, mit denen Ihr über Gott reden und dann
gemeinsam etwas tun könnt, das wisst Ihr ja nun.“ In St. Joseph
fanden die Feierlichkeiten schon sechs Tage früher statt. Hier spendete
Abt Stephan Schröer 36 Jugendlichen das Sakrament der Firmung.

  • Ehrungen

Ein großer Tag
für unseren Kirchenchor: Im Gottesdienst am 9. November in der Talkirche
wurden sieben langjährige Sängerinnen und Sänger geehrt. Marlies
Kaltschmidt, Edeltraud Schmid und Rosemarie Völkel erhielten eine
Urkunde vom Landesverband der Evangelischen Kirchenchöre in Westfalen,
sie gehören dem Chor seit 25 Jahren an. Paul-Heinrich Groos singt
seit genau vier Jahrzehnten mit; Ute Rest, die aus gesundheitlichen
Gründen leider nicht anwesend war, sowie Elli Völkel traten sogar
schon 1948 in den Kirchenchor ein! Sie sind erstaunt?


    

Die Gottesdienstbesucher
waren es auch! 60 Jahre üben und singen und wieder üben, Woche für
Woche, Monat für Monat. Diese Leistung verdienst höchste Anerkennung
und ist wohl kaum zu überbieten. Doch! Eine Sängerin wurde gar für
70-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet: Elfriede Otto aus Setzen!
Herzlicher Applaus im Kirchenschiff. Zu Recht! Die Jubilarin begann
gleich nach ihrer Konfirmation mit dem Singen, zunächst im Gemischten
Chor in Wilnsdorf. Zwölf Jahre später wurde sie Mitglied im ev.
Kirchenchor Setzen; nach dessen Auflösung wechselte sie dann in
den Klafelder Chor. Bei der Ehrung in der Talkirche seien die 70
Jahre noch einmal im Schnelldurchlauf an ihr vorbeigezogen, wie
sie mir einige Tage später am Telefon berichtete. „Nur Gnade“, sagte
sie, „und ich habe immer gern gesungen!“ Edith Groos, die 1. Vorsitzende
des Chores, überreichte Elfriede Otto, wie auch den zuvor Genannten,
einen üppigen Blumenstrauß und eine Urkunde des Verbandes der Evangelischen
Kirchenchöre Deutschlands. Edith Groos, Pfarrerin Almuth Schwichow
und Chorleiterin Andrea Stötzel gratulierten den Jubilarinnen und
dem Jubilar und dankten für ihren hohen Einsatz und für ihr vorbildliches
Engagement in den vergangenen Jahrzehnten. Vielleicht möchten auch
Sie in unserem Kirchenchor mitsingen. Man wird Sie mit offenen Armen
empfangen! „Es mangelt besonders an Männerstimmen“, so die Vorsitzende,
„aber auch Sopran und Alt können die eine oder andere Verstärkung
gebrauchen.“ Die Chorproben finden immer dienstags um 19.30 Uhr
im Gemeindezentrum Wenscht statt.

  • Gemeindeaufbau

Professionell
vorbereitet und sehr informativ: Mit diesen wenigen Worten kann
man sie beschreiben, die Gemeindeversammlung am 12. November in
der Talkirche. Knapp 80 Gemeindeglieder waren erschienen, um zu
hören (und zu sehen), was seit der letzten Versammlung im September
2007 geschehen ist.

Kirchmeister Hartmut
Heinbach skizzierte die Veränderungen in unserer Gemeinde mit Hilfe
eines Beamers, mit Hilfe von Schaubildern und großen Fotos. Insgesamt
eine rundum gelungene Präsentation! Pfrn. Almuth Schwichow, Pfr.
Dr. Martin Klein, Pfr. Frank Boes, Gemeindepädagoge Wolfgang Hofheinz
und Hartmut Heinbach erläuterten kurz die einzelnen positiven Aspekte
und Maßnahmen nach der Umstrukturierung im Herbst 2007, so z. B.
die Guten-Abend-Kirche, den Fahrdienst, die „Nacht der offenen Kirchen“,
das „Café im Pfarrhaus“, das Ferienprogramm für Kinder, die traditionellen
Gottesdienste und besonderen Veranstaltungen in Setzen, Birlenbach
und Sohlbach-Buchen, die Neukonzeption der Konfirmandenarbeit, den
Neubau der Orgel in der Talkirche, die Familienfreizeit, den Weg
der Kindertageseinrichtungen zum „Evangelischen Familienzentrum“,
um nur einige wenige zu nennen. Eingegangen wurde auch auf die Entwicklung
der Gemeindegliederzahlen und das freiwillige Kirchgeld. Ein Vergleich
der Haushaltspläne von 2006 und 2009 zeigte die deutliche Reduzierung
des Defizits. Bei der abschließenden Diskussion stand die Zukunft
unserer Kirchengemeinde im Mittelpunkt. „Insgesamt sind wir ein
gutes Stück vorangekommen, aber noch längst nicht am Ziel.“ Versprochen
wurde, auch weiterhin zeitnah und ausführlich über alle Entwicklungen
und Ereignisse zu berichten, sowohl in „Gemeinde jetzt“ als auch
in weiteren Versammlungen. Pfr. Dr. Martin Klein beendete die Zusammenkunft
mit einen Abendgebet und der Bitte um Gottes Segen.

  • Ausschüsse

Heute stellen
wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die drei noch verbleibenden
Ausschüsse vor. Im Ausschuss für Tageseinrichtungen für Kinder arbeiten
die Presbyteriumsmitglieder Rolf Langenbach, Inge Behm, Pfarrer
Frank Boes und Winfried Krahl sowie Katrin Osterburg (Kindergarten
Setzen), Ulrike Blechert (Kindertagesstätte Ortsmitte) und Gerlinde
Schäfer (Kreiskirchenamt) mit; Uta Müller fungiert als beratendes
Mitglied. Dem Partnerschaftsausschuss gehören neben Pfarrerin Almuth
Schwichow, Paul-Heinrich Groos, Ute Kwarteng und Heidi Soose auch
Magdalena Kröber, Edith Groos und Inge Well als sachkundige Gemeindeglieder
an. Der Ausschuss für theologische Fragen  schließlich setzt
sich wie folgt zusammen: Pfarrer Dr. Martin Klein, Rosel Joppich,
Volker Mackenbach und Peter-Christian Rose aus dem Presbyterium
sowie Karin Krahl, Martina Hofheinz und Stephanie Kafka-Klein. Somit
haben wir Ihnen alle in der Satzung aufgeführten Fachausschüsse
und beratenden Ausschüsse vorgestellt.

  • Trauer

Viele Gemeindeglieder
hat der Tod von Barbara Mühlbach, geb. Däweritz, am 14. November
sehr bewegt und traurig gemacht. Sie verstarb nach langer, schwerer
Krankheit im Alter von 75 Jahren. Barbara Mühlbach war die Ehefrau
von Pfarrer Harald Mühlbach, der von 1969 bis 1993 die 3. Pfarrstelle
in unserer Gemeinde innehatte. Im Jahr 2007 konnten beide mit ihren
drei Kindern und der gesamten Familie das Fest der Goldenen Hochzeit
feiern, und am 8. Juni 2008 nahm sie – in Weidenau wohnend – in
der Talkirche noch an der Diamantenen Konfirmation teil, als Pfarrerin
Almuth Schwichow den Lebenssegen in den Mittelpunkt ihrer Predigt
stellte. Ihre sehr enge Verbundenheit mit Klafeld zeigte sich auch,
als sie am 17. August mit ihrem Ehemann bei der Einführung von Pfarrer
Frank Boes zugegen war. Barbara Mühlbach konnte gut zuhören und
hatte für jeden ein gutes Wort. Man schätzte ihre sehr angenehme
und zuversichtliche Art, sie war lebensfroh und gütig, zurückhaltend
und ausgleichend. Als ausgebildete Gemeindehelferin unterstützte
sie ihren Ehemann wo immer sie konnte. 1977 gründete sie in Birlenbach
zudem den Frauenkreis, den sie mit großem Engagement sechzehn Jahre
lang leitete. Für viele war Barbara Mühlbach eine tolle, ja, die
„ideale Pfarrfrau“. Die Trauerfeier fand am 20. November in der
Geisweider Friedhofskapelle statt, geleitet von Pfarrer i. R. Burkhard
Schäfer. Genau vor vierzig Jahren – am 20. 11. 1968 – war Familie
Mühlbach ins Pfarrhaus in der Bornstraße eingezogen! Mitglieder
des Gemischten Chores Birlenbach und des Kirchenchores unter dem
Dirigat von Pfarrer Dr. Martin Klein sangen „Wirf dein Anliegen
auf den Herrn“ und „Auf meinen lieben Gott trau ich in Angst und
Not“. Viele Menschen in unserer Gemeinde werden Barbara Mühlbach
in guter und dankbarer Erinnerung behalten. „Sie hat hier viel Gutes
getan und bewirkt, und das werden wir nicht vergessen. Wir vertrauen
darauf, dass sie nun in Gottes Hand Ruhe und Frieden findet.“

  • Gottvertrauen

Welches Kirchenlied
singen Sie am liebsten? Welches Gebet ist für Sie das wichtigste?
Und: Wie heißt Ihre beliebteste Bibelstelle? Diese Fragen stellte
die Wochenzeitung „Unsere Kirche“ im letzten Sommer. Ein Berg von
Zuschriften ging ein. Jetzt liegen die Ergebnisse vor. Auffällig
an den Antworten: In allen drei Kategorien setzte sich das „Gottvertrauen“
klar durch. „So sind unter den beliebtesten Liedern in erster Linie
solche mit getragenen Melodien. Sie vermitteln musikalisch und auch
vom Inhalt her Geborgenheit im Glauben.“ Die ersten drei Plätze
belegten „Befiehl du deine Wege“ (EG 361), „Die Nacht ist vorgedrungen
(EG 16) und „Ich steh an deiner Krippen hier“ (EG 37). Bei den Gebeten
gab es einen eindeutigen Spitzenreiter. Keines wurde auch nur annähernd
so oft genannt wie das „Vaterunser“, von dem Jörg Zink einmal sagte:
„Es ermöglicht ein Leben ohne Angst.“ Es folgten „Luthers Morgensegen“
(EG 863) und das „Glaubensbekenntnis“. Auch in der Lieblingsgeschichte
der Bibel geht es um Geborgenheit. Der beliebteste Text ist das
„Gleichnis vom verlorenen Sohn“ (Luk. 15), das von der Großherzigkeit
Gottes handelt. Auch sehr oft wurden die „Ostergeschichte“ (Joh.
20, Mark. 16, Matth. 28) und die „Glaubensgewissheit“ (Röm. 8, 38
und 39) genannt. Psalm 23 landete hier übrigens auf Platz 6.  

  • Schallmauer

Wir haben es geschafft!!!
Die 200.000,00 € – Schallmauer konnte durchbrochen werden! Und zwar
durch eine Überweisung, die am 18. November bei uns einging. Getätigt
wurde sie durch das Ehepaar Ursula und Rudolf Rabe aus dem Ulmenweg
im Wenscht! Als ich anrief und die Kunde übermittelte, war man ganz
erstaunt. „Eigentlich geht unsere Überweisung für das Projekt ´Gemeinde
jetzt´ schon immer im September oder im Oktober weg, diesmal ist
sie irgendwie liegen geblieben. Das alles ist also reiner Zufall!“
Zwei Tage später erscheine ich mit einem Büchergutschein und einem
Weihnachtsstern. Ursula Rabe ist hocherfreut, kann alles gar nicht
fassen. Ich danke ihr auch im Namen des Presbyteriums und des Öffentlichkeitsausschusses.
„Uns ist es wichtig, die Arbeit der Kirchengemeinde zu unterstützen!
Und wir freuen uns riesig, dass immer noch so viel gespendet wird.“
Und dann bedankt sie sich bei mir, fast überschwänglich. Ja, wenn
Spender sich bedanken! 200.000,00 Euro – ein  toller     Erfolg!
Wir alle in Klafeld können uns freuen und auch ein wenig stolz sein!
Denn: Damit hätten vor 15 Jahren, genau im Januar 1994, als die
Projekt – Idee geboren und erstmals durchgeführt wurde, nicht einmal
die kühnsten Optimisten gerechnet, die Skeptiker ohnehin nicht!
Für jedes der 90 Projekte wurden durchschnittlich 2.226 € überwiesen
oder im Gemeindebüro eingezahlt. Vielen Dank für Ihre großartige
Unterstützung! Ohne diese Hilfe hätten wir in unserer Kirchengemeinde
vieles nicht anschaffen oder viele Arbeiten gar nicht erst in Angriff
nehmen können! Am erfolgreichsten waren übrigens die Jahre 2004
mit einer Summe von 22.720,33 € und 1999 mit 43.819,03 DM oder 22.404,31
€. – Nachzutragen ist das Ergebnis des Projektes „Gemeinde jetzt“
(Nr. 89): Für unsere Kirchennachrichten, die Sie gerade lesen, wurden
bisher 3.824,00 € gespendet. Nicht zu vergessen sind jene 877,67
€, die in den ersten acht Monaten des Jahres 2008 dafür bei uns
eingingen. Das sind summa summarum 4.701,67 €! Dieser Betrag wird
uns im Redaktionsteam Ansporn sein für die vor uns liegende Arbeit
im Jahr 2009. Für das 90. Projekt („Brot für die Welt – Nachhaltige
Landwirtschaft in Burkina Faso“), das noch bis Ostern läuft, konnten
wir bisher genau 85,00 € auf der Habenseite verbuchen. Nochmals
aufrichtigen Dank für die grandiose Unterstützung und die beispiellose
Spendenbereitschaft in all den zurückliegenden Jahren!

Neues aus der Gemeinde und Presbyterium

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Peter – Christian Rose

  • 1 Spende – viele Neuerungen

Die Schulkinder,
die nach dem Unterricht in der Ev. Tagesstätte Jasminweg betreut
werden, erlebten kürzlich eine freudige Überraschung. Ihr Gruppenraum
war komplett renoviert worden; außerdem konnten sie einige neue
Möbelstücke bestaunen, so einen großen Esstisch, eine schöne Kommode
und einen Arbeitstisch für das Anfertigen der Hausaufgaben. Auch
neue Zimmerpflanzen und Schreibtischlampen zierten ihren Gruppenraum,
der inzwischen zu einer „richtigen Wohlfühloase“ geworden ist. Ermöglicht
wurde alles durch eine Spende von Peter Dilba, Chef der Dilba GmbH
in der Sohlbacher Straße. Spontan malten die Schulkinder ein farbiges
„Danke – Plakat“ für den großzügigen Sponsor. Auch von unserer Seite
ein herzliches Dankeschön! Wir fanden die Idee einfach toll und
erwähnenswert.
 

  • 68 Ausflüge – viele Teilnehmer

15
Jahre „Autofrei und Spaß dabei“: Wir gratulieren unserem
Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung! Begonnen hatte
man die Aktion am 8. Mai 1994; damals ging es mit dem
Rad zur Heesquelle. Inzwischen wurden insgesamt 68 Ausflüge,
Wanderungen und Besichtigungen organisiert und durchgeführt.
Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den einzelnen
Exkursionen – immer an einem Sonntagnachmittag – war
recht unterschiedlich.

Mal konnten Barbara
Leidel und Uli Veltzke nur fünf oder sechs Leute begrüßen, meistens
aber zehn bis zwanzig. An der Radtour am 7. Juli 1996 zum Reinhold-Forster-Erbstollen
in Eiserfeld nahmen zur Überraschung aller gar 75 Personen (!) teil.
Auch in den zurückliegenden Monaten Juli, August und September fanden
drei Aktionen statt, über die wir hier kurz berichten wollen. Am
13. Juli, also mitten in den Sommerferien, machten sich 22 Personen
aus Klafeld mit der Bahn auf den weg nach Friedberg in Hessen. Bei
der Stadtführung gab es viel zu entdecken und zu bestaunen, so z.
B. die Relikte und Ausgrabungen aus der Römerzeit. Im Mittelalter
war Friedberg dann eine wichtige Reichs- und Messestadt, heute ist
es der kulturelle Mittelpunkt der wetterau. Der Rundgang führte
auch zum Judenbad (Wassertemperatur seit jeher nur 7-9° C) und zur
Stadtkirche, beide Bauten wurden bereits im Jahr 1260 errichtet.
Am Ende waren sich alle Exkursionsteilnehmer einig: Friedberg ist
eine wunderschöne Stadt und immer einen Ausflug wert! Am 24. August
stand die Besichtigung des Technikmuseums in Freudenberg auf dem
Programm. Informiert wurden die Klafelder über die heimische Leim-,
Filz- und Lederindustrie und über das Weben im Siegerland. Interesse
fanden auch die alten Autos, Motorräder und Traktoren sowie die
große Dampfmaschine. In der Schmiede durfte Philipp Klein aus dem
Pfarrhaus im Wenscht den Blasebalg betätigen. Die letzte Aktion
im Jahr 2008 fand am 14. September statt: Eine abwechslungsreiche
Rundwanderung um Bühl herum. Bei herrlichem Wetter machte man sich
auf den 7,5 km langen weg, der an schönen Waldrändern, einem Naturschutzgebiet
und zwei Wüstungen vorbeiführte. Verschiedene Wandertafeln und ein
Informationstisch lieferten hilfreiche Erklärungen. Von der Höhe
„Ischeroth“ konnte man sowohl zum Kindelsberg und zur Ginsburg als
auch zum Giebelwald schauen. Zum Schluss kehrte die begeisterte
Wandergruppe im „Landhaus zur Heide“ ein. Vielleicht konnten wir
ja auch Ihr Interesse wecken und Sie machen mit, wenn es ab Mai
2009 wieder heißt „Autofrei und Spaß dabei – der Schöpfung zuliebe“!?

 

  • 80 Gäste – viele Mäuse

Einen schönen
und unvergesslichen Nachmittag erlebten die Seniorinnen und Senioren
unserer Gemeinde am 24. September im Gemeindezentrum Wenscht. Nach
einen Abendmahlsgottesdienst und dem gemeinsamen Kaffeetrinken wartete
auf die 80 Gäste ein buntes Programm mit Liedern, Sketchen, Gedichten
und der Aufführung von „Frederick“ und den vielen anderen Mäusen,
der Katze, dem Kater, dem Dackel, dem Hasen und dem Igel. Herzlichen
Dank an die Kinder, an die Lehrerinnen und an Karin Irle, die die
Albert-Schweitzer-Schule zur Zeit kommissarisch leitet. Herzlichen
Dank aber auch an den Frauentreff, an Klaus Mackenbach und an Pfarrer
Dr. M. Klein für die umfangreichen Vorbereitungen und die gute Teamarbeit.

 

  •  3 Ausschüsse – viele Aufgaben

In der letzten
Ausgabe von „Gemeinde jetzt“ teilten wir Ihnen mit, wer in den beiden
Ausschüssen für Kinder- und Jugendarbeit bzw. Öffentlichkeitsarbeit
mitwirkt. Nach der Berufung weiterer sachkundiger Gemeindeglieder
stellen wir Ihnen heute die nächsten drei Gremien vor. Dem Finanz-,
Personal- und Bauausschuss gehören neben den beiden Kirchmeistern
Hartmut Heinbach und Paul-Heinrich Groos sowie den Presbytern Winfried
Krahl und Volker Mackenbach auch Jürgen Katz, Edwin Schwandt und
Ulrich Robert Höfer an; Martin Wüst fungiert als beratendes Mitglied.
Im Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung arbeiten in den nächsten
vier Jahren Barbara Leidel, Uli Veltzke, Wolfgang Seifert und die
beiden Presbyterinnen Rosel Joppich und Marga Kölsch. Der Diakonie-Ausschuss
schließlich setzt sich wie folgt zusammen: Pfarrerin Almuth Schwichow,
die Presbyterinnen Erika Nöll, Marga Kölsch und Heidi Soose sowie
Edith Kunze und Friedhelm Bäcker. Dieser vertritt unsere Kirchengemeinde
in den Sitzungen des Krankenhausvereins, Erika Nöll in der Mitgliederversammlung
der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle und Heidi Soose in
der Mitgliederversammlung des Hospizes. An dieser Stelle ein „herzliches
Dankeschön“ an alle sachkundigen Gemeindeglieder, die sich mit ihren
Kenntnissen und Fähigkeiten und mit Fleiß und großem Engagement
in die Arbeit der verschiedenen Ausschüsse einbringen!
 

  • 19 Frauen – viele Erinnerungen

Wieder einmal
war der Frauentreff Wenscht auf Tour: Diesmal, am 13. und 14. September,
ging es in die Hauptstadt von Westfalen, gleichzeitig Stadt der
Radfahrer, Stadt des Westfälischen Friedens und Klima-Hauptstadt
von Deutschland: Münster. Das Wetter spielte mit, und die Stimmung
und der Zusammenhalt der 19 Frauen konnten kaum besser sein! Nach
dem Einchecken in einem Hotel in der Nähe des Zentrums ging es ins
Planetarium und ins Naturkundemuseum. Am Sonntag stand eine Stadtführung
auf dem Programm, ein unterhaltsamer und informativer Streifzug
durch die Geschichte der letzten 1.200 Jahre. Man hörte viel von
Missionaren und Bischöfen, von einem Weltuntergang, der ausfiel,
von Krieg und Frieden, von Wiederaufbau und von den vielen Fahrrädern.
Stationen des Rundgangs waren der Prinzipalmarkt mit den prächtigen
Giebelhäusern, die neue Stadtbücherei, der St. Paulus – Dom, das
Historische Rathaus mit dem Friedenssaal, die Überwasserkirche und
der Erbdrostenhof. Eindrucksvoll die Geschichte der Täufer, von
deren Schicksal und Tod die Käfige am Turm der Lambertikirche beredtes
Zeugnis ablegen. Auch der Botanische Garten hinter dem Schloss war
es wert, besichtigt zu werden. Und unfreiwillig wurde man hier und
da Zuschauer des Münster-Marathons, der Tausende in die Stadt und
an den Aasee gelockt hatte. Dann hieß es Abschied nehmen von einer
der schönsten Städte in unserem Land, mit vielen Erinnerungen und
dem gewissen „Münster-Gefühl“ im Gepäck. 2009 will die Gruppe um
Ulrike Rose, Edith Groos und Annemarie Engert vielleicht sogar nach
Budapest!

 

  • 4.788 Euro – viele Spender

Inzwischen konnten
die Projekte Nr. 87 und Nr. 88 abgeschlossen werden. Für die Konfirmandenarbeit
gingen 1.021,36 € bei uns ein, für die Arbeit in unseren Kindergärten
und Kindertagesstätten genau 300,00 €. Wesentlich mehr ist schon
heute (Stand: 24. 9.) für das 89. Projekt „Gemeinde jetzt“ (September/Oktober)
überwiesen und eingezahlt worden, nämlich 2.075,00 €. Wir vom Öffentlichkeitsausschuss
sind guter Hoffnung, das von Christine Albertin und Brigitte Veltzke
im Gemeindebüro diesbezüglich noch weiter Gelder verbucht werden
können. Mit den oben genannten spenden nähern wir uns mit rasanten
Schritten der 200.000 € – Schallmauer. Es fehlen jetzt nur noch
1.648,90 €! Und wenn Sie diese Zeilen Anfang November lesen, könnte
das große Ziel schon erreicht worden sein! In der nächsten Ausgabe
unserer Kirchennachrichten werden wir Sie, liebe Leserinnen und
Leser, darüber genauestens informieren. Zusätzlich sind weitere
Gelder bei uns eingegangen: Für unsere Partnergemeinde Bagamoyo
und für die Gemeindearbeit im 3. Pfarrbezirk jeweils 200 €, für
die Orgel in der Talkirche 400 €, für die Kinder- und Jugendarbeit
492 € sowie für den Kirchenchor und den Kirchenbus jeweils 50 €.
Für alle Spenden ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön!

  • 3 Erdäpfel – viele Besucher

Es ist schon ein besonderes Fest, das Kartoffelbratfest
in Sohlbach-Buchen! Viele fleißige Hände bereiten es vor, beim Fest
klappt alles „wie am Schnürchen“ und am Ende sind alle zufrieden,
die vielen hundert Besucher und auch die Organisatoren. Am 14. September
fanden die Festlichkeiten rund um die „Duffel“ nun schon zum 16.
Mal statt, ausgerichtet vom hiesigen Landfrauenverband, der Freiwilligen
Feuerwehr und dem Gesangverein „Eintracht“ Buchen-Sohlbach. Begonnen
hatte das Kartoffelbratfest wieder mit einem gemeinsamen Gottesdienst,
diesmal im Haus der FeG in der Gutenbergstraße. Und auch hier drehte
sich vieles um das Siegerländer Grundnahrungsmittel: Pastor Norman
Kämpfer, erst seit einigen tagen in Sohlbach, jonglierte mit drei
Erdäpfeln, und Pfarrer Dr. Martin Klein wusste in seiner Predigt
viel von der exotischen Pflanze aus Südamerika zu berichten.

Beide Seelsorger
bedienten sich hier und da des Siegerländer Dialekts, der eine hatte
fleißig geübt, der andere konnte als hier Geborener diesbezüglich
aus dem Vollen schöpfen. Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes
sorgten der Gesangverein sowie Nadja (Gitarre) und Rolf (Klavier)
Ohrndorf. Die Kollekte für die Jugendarbeit in den beiden Gemeinden
betrug übrigens 301,42 €. Anschließend zogen alle zum Feuerwehrgerätehaus,
wo ihnen der Duft der leckeren Kartoffelspeisen in die Nase stieg.
Und dann ließ man sich die vielen Köstlichkeiten schmecken. Derweil
vergnügten sich die kleinen Besucher auf dem Spielplatz oder auf
dem Kinderflohmarkt. Auch für das Jahr 2008 kann man folgendes festhalten:
Wieder ein tolles Fest rund um die „tolle Knolle“! PS: Die Predigt
von Pfr. Dr. Martin Klein können Sie nachlesen unter www. kirche-klafeld.de!
 

  • 20 Vertreter
    – viele Termine

Am 19. September
fand ein erneutes Treffen unseres Presbyteriums mit den Pfarrgemeinderäten
von St. Joseph und St. Marien statt. Im Pfarrheim an der Weidenauer
Straße konnte Pia Biehl genau 20 Vertreter der drei Gremien begrüßen.
Nach einer kurzen Meditation, einem gemeinsamen Gebet um Einheit,
einer allgemeinen Vorstellungsrunde und einem gemütlichen Imbiss
gab es einen regen Gedankenaustausch über die Neustrukturierungen
in den jeweiligen Gemeinden. Schließlich wurden ökumenisch relevante
Termine für die Zeit von November 2008 bis Oktober 2009 besprochen:
Noch in diesem Jahr finden der Martinszug (16. 11.), die ökumenische
Bibelwoche (17. 11. – 21. 11.) zu den „Ich bin“ – Worten des Johannesevangeliums
und der gemeinsame Gottesdienst zum 1. Advent (30. 11.) in der Wenschtkirche
statt. Im Jahr 2009 folgen die Sternsingeraktion (3. und 4. 1.),
der Weltgebetstag (6. 3.) und der Hungermarsch (29. 3.). Die weiteren
Termine werden wir Ihnen rechtzeitig bekannt geben. Wir sind sehr
froh über das ökumenische Miteinander mit unseren katholischen Schwestern
und Brüdern hier vor Ort!
 

  • 15 Jahre
    – viele Tätigkeiten

Herzlichen Glückwunsch,
Christine Albertin! Unser „guter Geist“ vom Gemeindebüro feiert
am 1. November ein kleines Jubiläum: Genau seit 15 Jahren heißt
es für sie abrechnen, verbuchen, notieren, telefonieren, abheften,
koordinieren, Auskunft erteilen, weiterhelfen, bearbeiten, an Termine
erinnern, vorlegen, aussortieren, eintragen, den Überblick behalten.
Und das ist nicht immer einfach! Denn manchmal geht es im Gemeindebüro
genauso zu wie in einem Taubenschlag. Gemeindeglieder brauchen eine
Bescheinigung, die Pfarrerin und die beiden Pfarrer bekommen ihre
Post und Sitzungsunterlagen, die Erzieherinnen bringen Rechnungen,
die Kirchmeister kommen zum Unterschreiben, hier Telefonate mit
dem Kreiskirchenamt in Siegen und dem Landeskirchenamt in Bielefeld,
da Gespräche mit dem Küster, der Organistin und einem Presbyter,
der sich regelmäßig nach den Spendeneingängen erkundigt. Die Aufzählung
der Tätigkeiten ließe sich noch eine Weile fortsetzen. Ja, um zu
wenig Arbeit kann sich Christine Albertin wahrlich nicht beklagen.
Gut, dass ihr Brigitte Veltzke in allem zur Seite steht und den
gesamten Schreibkram erledigt! Wir gratulieren zum „kleinen Dienstjubiläum“
und danken dir, liebe Christine, für deine Freundlichkeit, deine
unendliche Geduld und dein beispielhaftes Engagement für unsere
Kirchengemeinde. Auch weiterhin alles erdenklich Gute!

Neues aus der Gemeinde und Presbyterium

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Peter – Christian Rose

  • Personalentscheidungen

In der Presbyteriumssitzung am 9. Mai im Pfarrhaus
neben der Talkirche standen neben vielen anderen Punkten auch weitere
Personalentscheidungen an. So wurden die Presbyteriumsmitglieder
für die Räte in den sechs Tageseinrichtungen für Kinder berufen,
ebenso schon eine Reihe von sachkundigen Gemeindegliedern für die
fünf Fach- und die drei beratenden Ausschüsse. So arbeiten z. B.
im Ausschuss für Kinder- und Jugendarbeit in den nächsten vier Jahren
neben Pfr. Dr. Martin Klein und den Presbyterinnen Rosel Joppich,
Ute Kwarteng und Martina Stötzel auch Sandra Uebach, Silke Wittich
und unser Gemeindepädagoge Wolfgang Hofheinz mit. Ein weiteres Beispiel:
Im Auschuss für Öffentlichkeitsarbeit fungieren neben den vier Presbyteriumsmitgliedern
Günter Gollos, Sven Irle, Peter-Christian Rose und Pfarrerin Almuth
Schwichow zusätzlich Marc Höchst, Daniel Mohr und Jutta Winchenbach.
In der nächsten Ausgabe von „Gemeinde jetzt“ können wir Ihnen nach
weiteren Berufungen sicherlich auch andere Ausschüsse vorstellen.
 

  • Veränderungen

 „Einfach unglaublich!“ Erinnern Sie
sich noch an diese Überschrift in der Ausgabe September/Oktober
2002? Mit Sicherheit nicht! Immerhin sind ja inzwischen sechs Jahre
vergangen. Ich will Sie aber nicht länger im Ungewissen lassen und
Ihnen drei Stichworte geben: Sommersammlung der Diakonie – Rekordsumme
– bestes Ergebnis in der Geschichte unserer Kirchengemeinde. Damals
kamen in den vier Klafelder Pfarrbezirken insgesamt 12.568,85 Euro
zusammen! Ein Jahr später waren es 12.441,00 €. Diese Zeiten sind
leider vorbei! Vieles hat sich in unserer Gemeinde und auch in unserer
Gesellschaft verändert. Die Zahl der Gemeindeglieder ist gesunken,
und die Spendenfreudigkeit hat insgesamt abgenommen. Noch gravierender
wirkt sich aber etwas anderes aus: Viele Sammlerinnen und Sammler
können krankheits- oder altersbedingt nicht mehr von Haus zu Haus
gehen, viele haben auch aus persönlichen Gründen mit ihrer Tätigkeit
aufgehört. Dazu Friedhelm Bäcker aus dem Fasanenweg, der die Diakonie-Sammlungen
seit Ende 2007 koordiniert: „In vielen Straßen und kleineren Bezirken
kann nicht mehr gesammelt werden, darum sind in die Kirchennachrichten
auch Überweisungsträger eingelegt worden. Vielleicht sind wir in
Kürze sogar gezwungen sein, ganz auf dieses System umzustellen.“
Dann spricht er vom vorläufigen Sammlungsergebnis: „Diesmal sind
in Klafeld 5.646,20 € gespendet worden. Hier fehlen aber noch alle
Überweisungen, diese Summe wird uns erst Ende September vom Diakonischen
Werk mitgeteilt.“ Wir danken allen, die gespendet haben, besonders
aber unseren fleißigen Sammlerinnen und Sammlern, die uneigennützig
von Tür zu Tür gehen, um für Kranke, Alte, Arme und Behinderte Geld
zu erbitten. Denn eins ist bei allen Veränderungen geblieben: Die
Zahl der Hilfsbedürftigen und Ratsuchenden in unserer Gesellschaft
ist unverändert hoch!

  • Urlaubszeit

Für eine Presbyterin oder einen Presbyter
ist es immer wieder interessant, wenn er einmal über „den Tellerrand
schauen“ und an einem Gottesdienst in einer anderen Kirche teilnehmen
kann. An den meisten Sonntagen ist dies nicht möglich, dafür aber
in der Urlaubszeit. Und so freue ich mich jedes Jahr, Gottesdienste
in Westerland, Keitum oder Morsum besuchen zu können. Besonders
gern gehen wir, meine Frau und ich, in die Morsumer Kirche. Hier
betreut der in seiner Gemeinde außerordentlich beliebte Pastor Ekkehard
Schulz seit 1996 Einheimische, Zweitwohnungsbesitzer und Urlauber.
In dem kleinen, aber feinen Gotteshaus St. Martin hat er auch schon
so manchen Prominenten begrüßen können. Die Kirche ist ein wirkliches
Kleinod auf Sylt! Statt des üblichen Turms steht ihr ein hölzerner
Glockenstapel zur Seite. Armut zwang dereinst die Gemeinde von Fischern,
Seeleuten und Bauern, die Größe des Kirchenbaus auf ein Mindestmaß
zu beschränken und auf einen Kirchturm ganz zu verzichten. Dafür
kann St. Martin mit anderen Pfunden wuchern: Das Gotteshaus wurde
vermutlich schon im 12. Jahrhundert aus Granitquadern und Findlingen
erbaut und ist somit mit Abstand die älteste Kirche auf der Insel.
Dazu kommen das Taufbecken aus dem 9. Jahrhundert, die barocke Kanzel
und der spätgotische Flügelaltar. Pastor Ekkehard Schulz ist der
26. Pfarrer in Morsum, auf Holztafeln an einer Wand im Innenraum
der Kirche stehen sie Namen seiner Vorgänger und wichtige, dazugehörende
Daten. Energie speist der Pfarrer aus stiller Einkehr und aus Spaziergängen,
bei denen er „die befreiende Wirkung des weiten Himmels und der
elementaren Kraft des Meeres“ genießt. Am 6. Juli begrüßt er gut
80 Gottesdienstbesucher. Es ist eine bunt zusammengewürfelte Schar:
Familien mit Kindern, einige Konfirmanden, junge Leute mit langen
Rastalocken, Einheimische und Urlauber in legerer Kleidung und auch
in feinem Zwirn. Ekkehard Schulz – 43 Jahre alt, sympatisch und
freundlich, mit Kurzhaarschnitt und lauter Stimme – spricht über
die Unzufriedenheit der Israeliten (2. Mose 16) und über unsere
Unzufriedenheit. Beim anschließenden Abendmahl gibt es Rotwein und
Oblaten. Ungewohnt für einen Reformierten die lutherische Liturgie.
Abgekündigt werden auch die über 70 Jahre alten Gemeindeglieder,
die in der letzten Woche Geburtstag hatten. Sie sind anwesend, ebenso
die Trauernden und das Paar, das vor wenigen Tagen hier getraut
wurde. Und auch der am Samstag am Strand (bei Regen) getaufte Junge
mit seiner Familie nimmt am Gottesdienst teil! Am Ausgang nehme
ich mir den ausliegenden Gemeindebrief für die Monate Juni und Juli
mit. Auf der Titelseite ein Farbfoto zum Thema „Aufatmen, dem Alltagsdruck
entspringen“.

  • Glückwunsch

21 Fachwirtinnen für Erziehungswesen nahmen
im Juli ihre Zertifikate über die abgeschlossene Weiterbildung entgegen.
Darunter auch zwei Erzieherinnen aus unserer Kirchengemeinde: Katrin
Osterburg (Kindergarten Setzen) und Petra Roth (Kindertagesstätte
Jasminweg). Superintendentin Annette Kurschus, Beate Helbers, Leiterin
des Referates für Kindertagesstätten im Kirchenkreis Siegen, und
Reinhard Taubert, Lehrgangsleiter der Kolping Bildungszentren gGmbH
gratulierten zu bestandenen Prüfung. Auch wir freuen uns und sagen:
Herzlichen Glückwunsch! Die Erzieherinnen hatten sich ein Jahr lang
in 252 Unterrichtsstunden im Plenum, in Kleingruppen und in Einzelarbeit
berufsbegleitend zu Führungskräften im Sozial- und Gesundheitswesen
ausbilden lassen. In Seminaren lernten die Lehrgangsteilnehmerinnen,
Betriebsabläufe zu analysieren und zu beeinflussen, Mitarbeitende
zu führen und die Ziele von sozialen Einrichtungen mit verwaltungstechnischen
Überlegungen in Einklang zu bringen. Ein weiterer Schwerpunkt lag
in der Entwicklung der persönlichen Führungsqualifikation. Es war
übrigens der erste Kurs dieser Art im Kreis Siegen-Wittgenstein.

  • Geburtstag

Sie ist halb so alt wie ihre große Schwester
unten im Tal, jetzt konnte sie ihren 50. Geburtstag feiern: die
Kirche hoch oben im Wenscht. Am 7. November 1955 erfolgte der erste
Spatenstich, am 22 Juli des nächsten Jahres konnten die Grundsteinlegung
und das Richtfest gefeiert werden. Noch vor der Indienststellung
im Beisein von Präses Ernst Wilms am 29. Juni 1958 wurde bereits
am 22. Dezember 1956 im Gemeindesaal ein erster Gottesdienst mit
vier Taufen abgehalten. Am 1. Januar 1959 wurde im Untergeschoss
ein behelfsmäßiger Kindergarten eingerichtet, der dort bis Ende
1966 bestand. Er wurde abgelöst durch die Kindertagesstätte im Jasminweg,
die 1964 ihre Arbeit aufnahm. „Kirche mitten in der Siedlung“ sollte
sie sein, die evangelische Wenschtkirche, und „Gottes Wort für den
Alltag an alle“ ausrichten, so hatte es Pfarrer Erich Schmidt, der
erste Seelsorger im ehemaligen Neubaugebiet, damals formuliert.
Und sie wurde zu einem Anlaufpunkt für Jung und Alt, für Einheimische
und Flüchtlinge, zu einem geistlichen Zuhause für viele Kreise,
Gruppen und Chöre, und mit der Kirche St. Marien von Anfang an zu
einem Mittelpunkt gelebter Ökumene. Nach der Stilllegung des Lutherhauses
und der Kirchen in Birlenbach, Setzen und Sohlbach beherbergt das
Gemeindezentrum nun die Kinder-, Jugend- und Konfirmandenarbeit
sowie besondere Gottesdienstangebote für die ganze Kirchengemeinde.

Gefeiert wurde der 50. Geburtstag der Wenschtkirche
natürlich auch, freilich nicht so ausgiebig wie das 100. Jubiläum
der Talkirche im Jahr 2006. Am 11. Juni kam man im großen Saal zusammen,
um vor allem Rückschau zu halten, Rückschau auf die Anfänge in den
50-er Jahren, auf den 25. Geburtstag im Jahr 1983 und auf die Begebenheiten
der letzten zweieinhalb Jahrzehnte. Viele Gemeindeglieder und Gäste
waren unserer Einladung gefolgt. So konnte Pfr. Dr. Martin Klein,
selbst erst seit einem Jahr Wenschter, neben Superintendentin Annette
Kurschus sowohl Ulrike Weber als auch Katharina Pokrzywa vom Seelsorgeteam
St. Joseph/St. Marien begrüßen. Besonderen Beifall erhielten Ingrid
Redieske, erste Kindergartenleiterin, der ehemalige Organist Günter
Drucks und die ehemaligen Presbyterinnen und Presbyter Hans Klein,
Waltraud Harth, Artur Ising, Brigitte Allamode, Erika Fuhr, Gunda
Mohr und Hildegard Söhler, die eigens aus Kaiserslautern angereist
war.

Sie berichtete als Zeitzeugin, quasi als „Frau der ersten Stunde“,
von den damaligen Ereignissen, von den Bibelstunden in der Schule,
von den Anfängen des Kindergottesdienstes, von den Jugendgruppen,
von der Gründung des Kirchenchores und vom Wirken des Mütterkreises
und der Frauenhilfe. Eine wunderschöne Diaschau mit vielen, vielen
Bildern ließ die Geschichte noch einmal lebendig werden, auch die
der zweiten 25 Jahre bis hin zur Kinderbibelwoche 2008. Zusätzlich
wurden unzählige Fotos und auch ganze Alben herumgereicht. Es gab
genügend Zeit für Gespräche und auch Zeit, zuzuhören, denn Pfarrer
Martin Klein am Klavier sang zwischendurch verschiedene Hits aus
den 50er und 60er Jahren und sorgte auch bisweilen für tolle Hintergrundmusik.

Vier Tage nach dem Gemeindeabend, also am
15. Juni, fand in der Wenschtkirche dann ein ökumenischer Festgottesdienst
statt, diesmal gleichzeitig Gottesdienst zum Siedlerfest. In seiner
Predigt erinnerte Pfarrer Klein an die Flüchtlinge, die den Russen
und Polen entkommen waren, die wiederum selbst unter den Deutschen
gelitten hätten. Die Flüchtlinge fanden in Geisweid Arbeit und im
Wenscht ein neues Zuhause, zunächst beargwöhnt von den Alteingesessenen.
Viele seien Gott dankbar für das Behüten in schwerer Zeit. Neben
dem neuen Zuhause sei auch eine geistliche Gemeinschaft, eine Gemeinschaft
der Glaubenden, entstanden. „Wir alle sind Kirche in der Welt. Dazu
gehört, dass wir gute Bürger und Nachbarn sind, denen ihre Mitmenschen
nicht egal sind.“ Den musikalischen Teil des Gottesdienstes gestaltete
der CVJM-Posaunenchor Setzen und ein Projektchor, der von Rolf Becker
eigens zu diesem Anlass aus ehemaligen Mitgliedern des evangelischen
und des katholischen Kirchenchores gebildet worden war.

Für Landrat
Paul Breuer, der das Grußwort als Vorsitzender der Siedlergemeinschaft
sprach, ein Bild für die ökumenische Zusammenarbeit im Wenscht und
vielleicht auch eine zukunftsweisende Entwicklung. Martina Geitzhaus
und Christine Bänfer überbrachten kleine Geschenke und zusammen
mit Pfr. Karl-Hans Köhle ganz herzliche Glück- und Segenswünsche
vom Pfarrgemeinderat unserer katholischen Schwestergemeinde St.
Marien. Zum Schluss sang die Festgemeinde das Lied, das auch bei
der Indienststellung der Kirche gesungen worden war: „Nun danket
alle Gott, mit Herzen, Mund und Händen.“  

  • Internet

Die Homepage unserer Kirchengemeinde ist sehr
informativ, interessant aufgemacht und – dank Günter Gollos, von
mir oft „Mr. Internet“ genannt – stets aktuell. Lob und Anerkennung
kommt von allen Seiten, von vielen Gemeindegliedern und auch von
auswärts, so vor kurzem aus Herborn, Witten und Westerland auf Sylt.
Man findet Informationen über Gottesdienste und Veranstaltungen,
über Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren. Es gibt die
Rubriken „Personalien“, „Konzeption“ und Predigten“, außerdem viele
Links. Mühelos kann man sich in Wort und Bild einen Einblick in
das Gemeindeleben verschaffen. Viele Chöre, Gruppen und Kreise haben
schon eine eigene Seite, wo sie sich vorstellen und über sich berichten.
So zum Beispiel der Kirchenchor, der Ausschuss für Ökumene und Weltmission,
die Frauen-Gymnastik-Gruppe, der Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung,
der Gemischte Chor Birlenbach, der Frauentreff im Wenscht, das Kellerfenster
und die Kindertagesstätte „Ortsmitte“, nur um einige zu nennen.
Schön wäre es, wenn alle Gruppierungen, alle Ausschüsse und alle
Tageseinrichtungen für Kinder im Internet vertreten wären! Dann
wäre unsere Homepage noch umfangreicher, noch informativer und noch
interessanter. Also: Nur Mut! Unser „Mr. Internet” wird mit Sicherheit
behilflich sein.

  • Spendeneingänge

Auch in dieser Ausgabe von „Gemeinde jetzt“
wollen wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, wieder ausführlich über
alle Spendeneingänge in den letzten Wochen und Monaten informieren.
Darauf legen übrigens immer mehr Gemeindeglieder großen Wert. Und
wir meinen: zu Recht! Denn jeder, der spendet, möchte wissen, wie
viel Geld zusammengekommen ist und wofür es im Einzelnen verwendet
wird. Für das Projekt „Konfirmandenarbeit“ (Mai/Juni) sind weitere
441,05 € bei uns eingegangen, so dass der Spendenstand zur Zeit
bei 1.021,36 € liegt. Für das Projekt „Kindergartenarbeit“ (Juli/August),
das 87. Projekt seiner Art, konnten wir in den ersten 29 Tagen 160,00
€ auf der Habenseite verbuchen. Beim Festgottesdienst „50 Jahre
Wenschtkirche“, gleichzeitig ökumenischer Gottesdienst zum Siedlerfest,
am 15 Juni betrug die Kollekte 744,61 €. Davon gehen 50 % in unsere
Partnergemeinde Bagamoyo (Tansania), die andere Hälfte haben unsere
Mitchristen in St. Marien für das Gemeindeaufbauprojekt Ndjeka (Demokratische
Republik Kongo) vorgesehen. Am Tag der Schöpfung am 22. Juni kamen
465,46 € zusammen. Sie kommen „Brot für die Welt“ und hier auf direktem
Wege dem „Sonnenblumenhaus“ in Kolumbien zugute. Dazu an anderer
Stelle mehr. Last not least können wir einen Betrag von 1.352,97
€ vermelden. Er kam in den Gottesdiensten im Monat Juni zusammen
und ist als „kleines Taschengeld“ für die Praktikantinnen und Praktikanten
in unseren Kindergärten und Kindertagesstätten bestimmt, die dort
ein Jahr lang unentgeltlich Dienst tun und die überaus gute Arbeit
unserer Erzieherinnen unterstützen. Wir bedanken uns ganz herzlich
für alle Spenden und Kollekten, für jeden Euro und jeden Cent!

  • Sonnenblumenhaus

Wussten Sie, dass die Sonne 150 Millionen
km von der Erde entfernt ist? Dass ihr Licht über acht Minuten braucht,
um zu uns zu gelangen? Dass ihr Durchmesser 109 mal so lang ist
wie der der Erde? Dass sie 300.000 mal mehr wiegt als unser Planet?
Dass die Temperatur auf der Sonnenoberfläche 5.512 ° C beträgt?
All diese unvorstellbar großen Zahlen, all diese Fakten und noch
viel mehr bekamen die Gottesdienstbesucher am 22. Juni zu hören,
als „Herr Sonnenstrahl“ von einem „Reporter“ interviewt wurde: Unsere
Kirchengemeinde feierte zum 7. Mal den „Tag der Schöpfung“, und
die Ausschussmitglieder um Barbara Leidel hatten wieder ein interessantes
Gottesdienstprogramm zusammengestellt. Nach den Themen „Bäume“,
„Eine Hand voll Erde“, „Das Wasser als Lebensquell“ und „Gott gab
uns Atem, damit wir leben“ drehte sich diesmal alles um den Bereich
„Sonne, Feuer, Licht und Leben – alles Gottes Geschenke an uns“.
Die Lesung, alle Texte, die Lieder der Gemeinde und des Gemischten
Chores Birlenbach unter der Leitung von Ingo Gieseler, alle Gebete
und natürlich auch die Predigt behandelten dieses Thema und vertieften
es. Auch die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte „Ortsmitte“
trugen zum Gelingen des Gottesdienstes bei. Sie brachten selbst
gemalte Bilder mit und sangen „Danke, danke, liebe Sonne, für die
Wärme, für das Licht …“. Ja, wir haben Gott zu danken für die
schöne Schöpfung und für die Sonne, ohne die es auf der Erde keinerlei
Leben gäbe. „Wenn sie ausfiele, hätten wir schon nach 24 Stunden
minus 15 ° C, nach drei Tagen minus 40 Grad und nach fünf Tagen
gar minus 80 Grad!“ Diesen Gedanken griff Pfarrer Dr. Martin Klein
in seiner Predigt auf. Er erinnerte zunächst an die letzte totale
Sonnenfinsternis in Mitteleuropa am 11. August 1999: „Für einen
Moment konnte man erahnen, wie das wäre, wenn es die Sonne nicht
mehr geben würde. Die Erde wäre finster, kalt und tot. Es gäbe weder
Licht noch Wärme noch Leben, und uns alle gäbe es dementsprechend
auch nicht.“ Im weiteren Verlauf der Predigt führte er aus, dass
die Sonne ein gutes Bild für Gott sei. „Wie der Sonne verdanken
wir ihm alles, was wir sind und haben. Wie die Sonne für Wärme,
Licht und Orientierung sorgt, macht er es hell in unseren Herzen
und gibt unserem Leben Halt und Sinn. Wie bei der Sonne wäre es
aber auch gefährlich, Gott direkt ins Gesicht zu schauen oder ihm
zu nahe zu treten. Und was besonders wichtig ist: Wie die Sonne
wirkt Gott auch dann, wenn wir ihn nicht sehen und nichts von ihm
spüren können.“ Wie gut passte hier das Lied „Gottes Liebe ist wie
die Sonne, sie ist immer und überall da …“. Diese Liebe sollen
wir weitergeben an Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens
stehen. So wurde die Kollekte am Ausgang diesmal für das Projekt
„Sonnenblumenhaus“ in Kolumbien gesammelt. Dort werden arme und
vertriebene Flüchtlingskinder betreut und in vielerlei Hinsicht
gefördert. Aber auch die Gottesdienstbesucher gingen nicht leer
aus: Passend zur Kollekte bekam jeder eine 30 – 40 cm große Sonnenblume
für den Garten, liebevoll aufgezogen, umgetopft und gehegt von Presbyterin
Marga Kölsch. Der Sonntagmorgen klang aus mit einem gemeinsamen
Mittagessen auf der Wiese neben der Kirche. Übrigens bei herrlichem
Sonnenschein, die Plätze unter den schattigen Bäumen waren heiß
begehrt! Eine kleine Ausstellung informierte über die Nutzung der
Sonnenenergie, über Solarwärme und Photovoltaik und über dringend
erforderliche Energiesparmaßnahmen. Jede und jeder von uns kann
und sollte hier tätig werden und mitmachen!

  • Schulbeginn

Das neue Schuljahr hat am 1. August begonnen,
der Unterricht freilich erst zehn Tage später. Schulgottesdienste
für die I-Männchen fanden in Setzen, in der Talkirche, in Birlenbach
und in der Wenschtkirche statt. Danach begann er, der „Ernst des
Lebens“. Viele Mädchen und Jungen konnten den ersten Schultag gar
nicht erwarten, der gepackte Ranzen und die Schultüte standen und
lagen schon lange bereit. Viele Kinder sahen dem ersten Tag in einer
doch völlig neuen Umgebung und mit einigen fremden Gesichtern aber
mit durchaus gemischten Gefühlen oder gar Angst entgegen. Nicht
anders wird es den Schülerinnen und Schülern ergangen sein, für
die der Wechsel zu einer weiterführenden Schule anstand. Wir wünschen
allen Mädchen und Jungen viel Freude und Erfolg beim Lernen. Wir
wünschen ihnen engagierte Lehrkräfte, und letztlich wünschen wir
ihnen erziehende Eltern, damit die Schule ihrem eigentlichen Auftrag,
für die Bildung der Kinder und Jugendlichen zu sorgen, uneingeschränkt
nachkommen kann.

  • Jubiläumsjahr

Im nächsten Jahr begeht unsere katholische
Schwestergemeinde St Marien ihr 50-jähriges Gemeindejubiläum. Die
Mitglieder des Pfarrgemeinderates planen, das Jubiläumsjahr mit
mehreren Feierlichkeiten und Veranstaltungen zu begehen. Alle Aktivitäten
sollen dabei unter ein Motto gestellt werden. Das Jubiläum wird
bereits in diesem Jahr mit einer Gemeindeversammlung am 26. Oktober
eingeläutet.

Geplant ist u. a. eine Bilderausstellung mit Fotos
aus 50 Jahren St. Marien. Auch soll wieder eine Festschrift erstellt
werden. Höhepunkt aller Feierlichkeiten wird ein Festgottesdienst
am 25. Oktober 2009 mit anschließendem Fest. Am 26. Oktober 1958
hatte die Grundsteinlegung durch Prälat Baumjohann stattgefunden.
Am 25. Oktober des nächsten Jahres folgte die Einweihung des Gotteshauses
am Hans-Böckler-Platz durch Erzbischof Jäger aus Paderborn. Wir
wünschen unseren katholischen Mitchristen, mit denen wir von Anfang
an eng verbunden sind, ein gesegnetes Jubiläumsjahr, gelungene und
lebendige Veranstaltungen und viel Freude beim Feiern, denn dazu
hat man  nach fünfzig Jahren allen Grund! Außerdem gehören
Feiern zu einem gesunden und regen Gemeindeleben mit dazu!