Allianz Gebetswoche

Allianz-Gebetswoche 2004

“Aus guten Gründen glauben”

Christen aus allen Konfessionen treffen sich Beginn des
neuen Jahres zum gemeinsamen Gebet in der Allianz-Gebetswoche.

Im Bereich unserer Kirchengemeinde finden von Sonntag,
11. Januar, bis Sonntag, 18. Januar,
folgende Gebetsstunden statt:

  • Freie Ev. Gemeinde (Im Wiesental): Donnerstag
    – Samstag
  • Ev. Gemeinschaft (Im Ruhrstgarten): Montag
    und Dienstag
  • Ev. freikirchliche Gemeinde (Diesterwegstr.):
    Montag – Mittwoch
  • Ev. Gemeindezentrum Birlenbach (Am Sonnenhang):
    Donnerstag – Samstag
  • Ev. Kirche Setzen (Tannenwald): Donnerstag
    – Samstag

Diese Abendveranstaltungen beginnen jeweils um 20 Uhr.

Außerdem finden an zwei Nachmittagen Gebetsstunden statt,
die um 15.30 Uhr beginnen:

  • Blaues Kreuz (Bergstr.): Dienstag
  • Freie ev. Gemeinde (Im Wiesental): Donnerstag

Am Mittwoch findet ein Jugendgebetsabend für ganz
Siegen in der Freien ev. Gemeinde Siegen-Mitte statt. Beginn ist um
19.30 Uhr.

Die Eröffnungsveranstaltung ist am Sonntag, 6. Januar,
um 16.30
Uhr in der Freien ev. Gemeinde.

Der Abschlußgottesdienst findet am Sonntag, 13. Januar,
um 16.30
Uhr in der Talkirche statt.

Zu den jeweiligen Veranstaltungen sind alle Gemeindeglieder
herzlich eingeladen.

Kindertag in Birlenbach

Mit Sandalen, Stock und Liebe

Beim Kindertag am 8. November verwandelte sich der kleine
Saal des Gemeindezentrums Birlenbach in eine Schusterwerkstatt. 27 Kinder und
die Mitarbeiter waren eifrig damit beschäftigt, Sandalen aus Teppichresten herzustellen.
Mit dieser für die Jahreszeit ungewöhnlichen Fußbekleidung machten  die
Kinder anschließend einen Rundgang durch die Kirche, bei dem sie zu zweit verschiedene
Aufgaben bewältigen mussten. Warum ausgerechnet in Sandalen? Nun, so hat Jesus
seine Jünger ja auch losgeschickt: zu zweit und mit leichtem Gepäck, ohne Proviant,
nur mit einem Wanderstab und mit Sandalen an den Füßen. Und mit dem Auftrag:
„Geht zu den Menschen und vertreibt die Angst! Geht zu den Menschen und Tut
Gutes! Gebt Gottes weiter!“

Mit Sandalen, Stock und Liebe machten  die Kinder
sich auf den Weg zu den Menschen. Dabei merkten sie bald, daß nicht längst alle
ihr Botschaft hören wollten. Manche stellten ihnen kritische Fragen, andere
wiesen sie sogar ab. Nur in einem Haus wurden sie von zwei Mitarbeiterinnen
freundlich aufgenommen und mit Törtchen und KiBa-Saft bewirtet. Kein Wunder,
daß es ihnen dort am besten gefallen hatte, wie sie bei der Abschlussfeier mit
Eltern, Geschwistern und Großeltern berichteten.

Ich war diejenige, die die Kinder abweisen sollte. Und
ich muss zugeben: Die Kinder haben mir diese Aufgabe nicht leicht gemacht. Sie
traten so überzeugend auf und warben so eindringlich für Jesus und seine Botschaft,
dass ich wirklich Mühe hatte sie weg zu schicken. So habe ich gemerkt: Mit Sandalen,
Stock und Liebe können wir die Welt tatsächlich verändern, wenn wir uns nur
öfter trauen würden.

Almuth Schwichow

Orgel Talkirche II

Talkirchen-Orgel:

Die “Königin der Instrumente” in schlechtem Zustand

Mitte November haben Sie sicher Berichte in der örtlichen Presse gelesen,
die über den Zustand der Orgel und über geplante Maßnahmen informierten.

Auch wir möchten Sie heute und in Zukunft informieren und über Planungen,
Entwicklungen und Maßnahmen auf dem Laufenden halten.

Zunächst ein Blick zurück. Als 1904 bis 1906 die Talkirche gebaut wurde,
war es ein Glücksfall, daß hochherzige Spender zu dem großen Werk beitrugen.
Zuallererst ist hier Fräulein Luise Stein aus Dillnhütten zu nennen. Sie errichtete
kurz vor ihrem Tod 1903 eine Stiftung zugunsten der geplanten Kirche. Sie bestimmte,
daß daraus die Orgel und die künstlerich gestalteten Chorfenster finanziert
werden sollten.

So geschah es dann auch. Die Firma Gebrüder Link aus Giengen a.d. Brenz –
eine renommierte Orgelbaufirma in Süddeutschland – baute 1906 die Orgel mit
20 Registern für 7.160,- Mark. Das war auch damals eine stolze Summe. Das romantische
Werk wurde in einen sehr schönen neugotischen Orgelprospekt eingebaut.

Seit den Zwanziger Jahren (im Zuge der sogenannten “Orgelbewegung”) entdeckte
man und schätzte wieder die barocke Musiktradition, besonders die Bachsche Kirchenmusik.
Für eine neue Generation wurde sie zum Maßstab.

Das hatte seit den Zeiten des Wirtschaftswunders starke Auswirkungen auf
den Orgelbau und auf Orgelumbauten. Man versuchte nicht selten, romantische
Orgeln nach dem neuen Geschmack umzubauen. So geschah es auch in Geisweid. Die
Firma Kemper aus Lübeck (eine der größten und bedeutendsten Werkstätten des
neubarocken Orgelbaues) baute 1934 in das alte Gehäuse ein neues Werk unter
Verwendung eines Teils der alten Pfeifen.

1968 ist das Werk erneut durch die Firma Kemper umgebaut worden. Dabei wurden
die Kegelladen gegen elektropneumatische Taschenladen ausgetauscht. Nachdem
die Orgel in diesem Zustand zur Zufriedenheit der Gemeinde jahrzehntelang ihren
Dienst getan hat, zeigt sie sich seit Jahren zunehmend störungsanfällig.

Das Presbyterium beschloß dann im Frühjahr 2003, den Rat von Fachleuten einzuholen.
So haben im pril der Orgelsachverständige der Landeskirche, Herr Schwartz, und
der Orgelsachverständige des Amtes für Denkmalspflege, Herr Dr. F. J. Vogt,
unabhängig voneinander jeweils ein Gutachten erstellt. In einer Sitzung des
Presbyteriums im Oktober stellten
sie ihren Gutachen vor und erläuterten sie. Ihr Urteil lautet übereinstimmend:
die Technik des Instruments (Material der Taschenladen, Kontaktsysteme der Traktur,
Elektronik) sind verschlissen und abgängig. azu kommt die heterogene, zum Teil
minderwertige Pfeifensubstanz.

So stellt sich die Frage, “inwieweit eine Renovierung dieser Orgel sinnvoll
ist, da alle die Fehler und Unzulänglichkeiten der Kemper-Orgel dann mit konserviert
würden, ohne daß wirkliche Verbesserungen möglich wären. Es sollte davon Abstand
genommen werden, durch erneute Umbauten das Werk weiter zu verändern, da das
Ergebnis fragwürdig und nicht dauerhaft sein kann” (so Orgelsachverständiger
Schwartz).

Empfohlen wird von beiden Sachverständigen ein Orgelneubau unter Verwendung
des historischen Gehäuses und der noch vorhandenen Link-Pfeifen.

Nach eingehender Aussprache und intensiven Beratungen beschloß das Presbyterium,
einen Orgelausschuß einzusetzen, der die konkreten Planungen vorbereiten und
begleiten soll. Zunächst wird er sich sicher intensiv Gedanken machen müssen
über Finanzierungskonzepte. Dies wird sicher die alles entscheidende Frage sein.
Hier ist die ganze Phantasie und Kraft des Ausschusses, aber auch des Presbyteriums
und der ganzen Gemeinde gefragt sein. Es wird auch notwendig sein, den Kreis
der Förderer über den Raum der Kirchengemeinde hinaus zu erweitern. Ich bin
sicher, daß dies gelingen wird. Denn das Bauwerk Talkirche ist wichtig und wertvoll
für den ganzen Stadtteil Geisweid. Der westfälische Landeskonservator hat sie
vor Jahren als “einen der großartigsten Kirchenbauten in ganz Südwestfalen”
eingestuft. Der Kirchenraum ist nicht nur schön, er besitzt auch eine hervorragende
Akustik. Dies wird von Musikern immer wieder hervorgehoben. Dieser Raum braucht
eine angemessene Orgel! Er wird ja nicht nur für unsere Gottesdienste genutzt.
Allein in den Wochen vor Weihnachten fanden hier vier Konzerte statt (Kirchenchor,
Dillnhütter Chor, Schulkonzert des Fürst-Johann-Moritz-Gymnasiums und DSB-Chöre
Siegen-Nord).

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. In der Dezembersitzung wird das Presbyterium
den oben genannten Orgelausschuß berufen. Dieser wird dann nach gangbaren Wegen
suchen. Wir werden Sie in GEMEINDE JETZT und auf unserer Homepage auf dem Laufenden
halten und immer wieder über den Stand der Dinge berichten.

Häufiger bin ich in letzter Zeit gefragt worden, ob es schon ein Orgelkonto
gäbe. Sie können auch jetzt schon Spenden auf das Konto der Kirchengemeinde
Klafeld, Konto Nr. 30 306 872 (BLZ 460 500 01) bei der Sparkasse Siegen
überweisen. Bitte vergessen Sie dann nicht das Stichwort “Orgel Talkirche”.

Burkhard Schäfer

Weltgebetstag 2004

Weltgebetstag 2004

"Im Glauben gestalten Frauen Zukunft"

Am 5. März feiern wir den Weltgebetstag. Die Gebetsordnung
kommt in diesem Jahr aus Panama und steht unter dem Thema “Im Glauben gestalten
Frauen Zukunft”. Wir laden Sie herzlich zu dem Gottesdienst um 19 Uhr in
St. Marien
im Wenscht ein.

Alle Frauen, die den Gottesdienst und das anschließende
Beisammensein vorbereiten und mitgestalten möchten, treffen sich am Donnerstag,
15. Januar, um 9.30 Uhr im Gemeindehaus St. Marien im Wenscht (Hans-Böckler-Platz
11).
Der ökumenische Vorbereitungskreis, der sich in den vergangenen Jahren
bestens bewährt hat, freut sich über Frauen, die neu hinzukommen.
Bei Rückfragen
wenden Sie sich bitte an Pfarrerin Almuth Schwichow, Tel. 8 13 25.

Orgel Talkirche

Der Zustand der Orgel in unserer Talkirche
dürfte vielen Gemeindegliedern sicher bekannt sein. In seiner Oktobersitzung
beschloss das Presbyterium in dieser Sache aktiv zu werden. Orgelsachverständige
wurden gehört, ein Arbeitskreis in Leben gerufen. Eine der ersten „Amtshandelungen“
dieses Kreis war ein Pressetermin.

Und so war am 14.November in der Siegener
Zeitung zu lesen:

Orgel faucht und heult mittendrin

Erneuerung kostet 300 000 € / Ursprungsorgel aus dem
Jahr 1906 dient als Vorbild

Geisweid.
Kirchenbesucher wissen
es längst, die beinahe 100 Jahre junge Orgel in der Geisweider Talkirche
pfeift auf dem letzten Loch. Und selbst das ist noch geschmeichelt:
Vergangenen Sonntag fauchte sie aus allen Ecken. Heuler zwischendurch
sind keine Seltenheit.“ Eine plakative Umschreibung, aber Kirchenmusikerin
Andrea Stötzel kennt „ihr“ Instrument allerbestens.

Immer wieder samstags bemüht sie sich unter
tatkräftiger Hilfe ihres Ehemanns, Kreiskantor Ulrich Stötzel, die
1906 gebaute Orgel für den sonntäglichen Gottesdienst wenigstens
notdürftig zu reparieren. Denn eines darf und soll nicht wieder
passieren: Vor zwei Jahren gab es angesichts der „Altersschwäche“
einen Totalausfall, ausgerechnet bei einer Trauung.


Vier Jahre als Ziel gesteckt

Mit dem Improvisieren und Bangen soll jetzt
Schluss sein, die ev. Kirchengemeinde Klafeld-Geisweid plant einen
Orgel-Neubau, wobei die wertvolle Substanz (Original Link-Pfeifen,
neogotisches Prachtgehäuse) voll erhalten werden soll. Stolze 300
00 € wird die Maßnahme kosten, schon in vier Jahren will man alles
vollendet haben, wie Pfarrerin Almuth Schwichow, die Vorsitzende
des Presbyteriums, gestern erläuterte. Ein ehrgeiziger Plan, zumal
dafür finanziell kein nennenswertes Polster vorhanden ist.

Alternativen gibt es keine, davon ist das
Presbyterium geschlossen überzeugt. ,Es ist viel Fantasie gefragt,
dieses außerordentliche Ziel zu erreichen“, wirbt Pfarrer Burkhard
Schäfer um Unterstützung aus den Reihen der 8000 Gemeindeglieder.

Welche Aktionen und Feste Geld für die Orgel
erbringen, ob Sponsoren gefunden werden können, darüber beratschlagte
gestern Abend eine eigens gegründete Arbeitsgemeinschaft. Zuschüsse
der ev. Landeskirche sind nicht zu erwarten, einzig der Denkmalschutzvermerk
(für Kirche und Orgel) könnte eine ,Beihilfe“ aus der NRW-Landeskasse
ermöglichen.

Gönnerin Luise Stein half 1906
Apropos
Sponsoren, nur zu gerne hätten die Geisweider eine solche Person
zur Seite. Wie beim Kirchen- und Orgelbau Anno 1906. Gönnerin Luise
Stein (Gerberei) aus Dillnhütten ermöglichte damals den Orgelbau
dank einer Spende, 12 000 Goldmark kostete das mit einem neogotischen
Prospekt umgebene Pracht-Instrument. Orgelbauer Gustav Mucke installierte
seinerzeit 20 Register und schuf eine „romantische Orgel mit vorwiegend
dunklen Klangfarben“. Nach den Gottesdiensten war es üblich,
auf dieser Orgel auch Opern und Operetten zu spielen“, wie
Manfred Schwartz (Much), Orgelsachverständiger der ev. Landeskirche
von Westfalen, herausgefunden hat.

In den 50er Jahren war Schluss damit, ,das
Klangbild wurde mutwillig zerstört, ein neobarocker Stil eingeführt“.
Die Firma Kemper (mittlerweile erloschen) zeichnete für den Eingriff
1954 verantwortlich, ein Teil der pneumatischen Funktionen wurde
durch elektrische ersetzt. 1968 folgte die zweite Korrektur, wieder
war besagte Firma am Werk: Etliche der bei der Firma Link (Giengen)
gefertigten Pfeifen ‚wurden einfach abgeschnitten“, so Schwartz.
Aber warum? Wieder Schwartz: Weil nur noch barockes Klanggut erwünscht
war.“ Seit dieser Zeit ist die Orgel recht pflegebedürftig,
die Schnitte waren wohl doch nicht so sinnig.

Die Link-Pfeifen sollen bleiben
Etliche
Relikte aus der „Link-Phase“ hat die Talkirchen-Orgel noch. Und
diese ,Schätzchen“ wollen alle Akteure unter allen Umständen
erhalten sehen. Oder anders: Die Link-Pfeifen dienen als Richtschnur
für das Neue, das natürlich in den Orgelbau integriert werden muss.
Von der Klangfarbe her ist das Ziel so gesteckt: Wir wollen die
Orgel dem historischen Vorbild von 1906 annähern.“ Also eine
romantische Orgel auch mit dunklen Tönen, zwei Manuale mit 23 Registern
soll es geben. Noch verfügt die Orgel über 22 Register, und
die haben 1088 Pfeifen.

Wie gesagt, die Linkschen Originale
werden bleiben, die prachtvolle Fassade natürlich auch. Übrigblieben
die sonstigen Orgel-Pfeifen, womöglich werden sie dereinst feilgeboten,
um die Finanzierung des Projekts zu forcieren. Mal sehen, was dem
Presbyterium sonst noch alles einfällt. Schließlich hat man in Geisweid
ja Erfahrung mit größeren Kirchensanierungen – siehe Wenscht.

mir

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