Telefonat noa orwe !

Telefonat noa orwe !

„und dräut der Winter noch so sehr mit trotzigen
Gebärden, und streut er Eis und Schnee umher, es muss doch Frühling
werden!“

Wenn mr ern Hardmoand so schörne Frölingsgedechde
laest, da freut mr sich. On mr weiß daret werer wärmer wird. Mir
sölle wirklich moa obhörn ze lamendiern on os lewer ob Orsdern on
den Maidaach freue. Äweso es et agebraacht osem Herrgott moa ze
danke, wenn mr heil durch de Wender komme sin !

Dr Emanuel Geibel röft as za:

„Und wenn dir oft auch bangt und graut, als
sei die Höll´ auf Erden, nur unverzagt auf Gott vertraut,  es
muß doch Frühling werden!“

Bäre helt bestemmt !
Bed osem Gott ka mr
och platt schwätze !

Ech sin dankbar
weil
ech deheim e Dach äwer dem Kopp ha –
on wat azedoh ha –
on
dat mir jeden Daach wat ze ässe ha –
on dat ech en gore Frau
ha, on doabet 4 gesonne, on geroarene Kenner, on en statze Enkel.

Dat ech nachts noch halfwächs
god schloafe ka,
äweso ka ech noch halwirlich god hörn on seh
!
Daret mir vergonnt es, ohne ze stoddern, hochdütsch on platt
ze schwätze – (mündlich sin mir Ahle meistens noch god)

Dankbar sin ech och, dat mir
deheim noch en Garde ha, on ned wäje jedem besje Saabbekrud, Saload
on Gemös e de Geschäfder laufe moss; on, dat ech noch en masse gore
Lüh ha !

Besonnersch freud mech, dat
ech noch jeden Daach bed minnem Hond durch Wald on Flur spaziern
goa ka – on wenn mr doanoa es, senge ech doabioch noch e Leedche,
over lehrn mr wat uswennich !
Dat
es min Läwe, alles anner es Luxus !

Danke lewer Gott,
dat du so en eifällier Sejerlänner net hänke löasest !

Amen (dat es woar)

Erwin Klaes

 


Goldene Konfirmation 2006

Goldene Konfirmation in 2006

Wir sechs haben uns zusammen
getan, um unsere goldene Konfirmation am Sonntag,
den 11. Juni 2006 vorzubereiten. Wir brauchen Eure
Hilfe, die Ihr 1956 in der Talkirche von Pfr. Biederbeck,
Pfr. Schmidt oder Pfr. Flick konfirmiert worden
seid. Auch alle Anderen, die 1956 konfirmiert wurden
und heute nicht mehr die Möglichkeit haben, in ihrer
alten Konfirmationskirche die Goldene Konfirmation
zu feiern, sind bei uns ganz herzlich eingeladen.

Bitte meldet Euch bei uns.
Die Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen mit
Telefon – Nr. findet Ihr untenstehend. Es wäre schön,
wenn wir uns alle im nächsten Jahr zur Goldenen
Konfirmation wiedersehen.

Wir freuen uns auf Euren Anruf.


Herbert Solms
Bezirk
I
Grubenwiese 1
57078 Siegen – Obersetzen
Tel. 0271/84917

Gretel Kloos, geb. Füchtenschnieder

Bezirk I
Gottfried Keller Straße 28
57078 Siegen – Geisweid
Tel.
0271/83736

Werner Bahr
Bezirk
II
Koomansstraße 9
57078 Siegen – Geisweid
Tel. 0271/81453

Bodo Siegeler
Bezirk
III
Elsa Brandström Straße 7
57078 Siegen – Geisweid
Tel.
0271/4058653

Ilse Otto, geb. Hofmann
Bezirk
III
In der Burbach 6
57078 Siegen – Niedersetzen
Tel. 0271/83943

Friedlinde Prieth, geb.
Schuhmacher

Bezirk III
Am Sonnenhang 6
57078 Siegen
– Birlenbach
Tel 0271/85312


In Klafeld bleibt die Kirche kalt…….

Presseschau: Siegener
Zeitung vom 5. Januar 2006

Kirchentüren bleiben geschlossen

Gemeinden weichen in Gemeindehäuser
aus und wollen damit Energiekosten einsparen
 

kalle Geisweid.

Wenn am kommenden Sonntag die Glocken der evangelischen
Talkirche zum Kirchgang läuten, bleibt die Kirchentür verschlossen.
Und nicht nur dort. Auch die Wenscht-Kirche in der Wenscht-Siedlung
und die Birlenbacher Kirche bleiben außer an den hohen Feiertagen
in den Wintermonaten zu. Das ist keine Willkür der Pfarrer oder
Presbyterien. Es ist letztlich der Zwang, auf die hohen Energiekosten
zu reagieren, die ein wohltemperiertes Gotteshaus nun einmal mit
sich bringt.
Auch in anderen Kirchengemeinden, wie etwa in Eiserfeld,
will man so den horrenden Heizungskosten den Hahn abdrehen. Dort
war die Trinitatiskirche im vergangenen Jahr einige Wochen geschlossen.
Doch die Gemeindeglieder waren mit dieser Regelung nicht einverstanden.

 

Seit Anfang des Jahres wird das Gotteshaus
wieder genutzt, mit der Einschränkung, dass man die Temperaturen
heruntergefahren hat. Friedrich Kreutz, Vorsitzender des Presbyteriums,
geht davon aus, dass man nun bei Temperaturen zwischen 15 und 16
Grad in Straßenkleidung in der Kirche sitzen wird. Bei der Schließung
der Christuskirche in der Hengsbach habe man keine Probleme aus
der Gemeinde gespürt. Dort findet der Gottesdienst nun vorübergehend
im Gemeindesaal statt. Insgesamt erhofft sich die Kirchengemeinde
in Eiserfeld ein spürbare finanzielle Entlastung bei den Energiekosten.

Der Geisweider Pfarrer Burkhard Schäfer: „Wir
können mit dieser Maßnahme massiv Energiekosten einsparen. Gelder,
die wir letztlich auch für den Kauf unser neuen Orgel einsetzen
können." Für diese Großinvestition der Gemeinde fehlten trotz
guter Spendenbereitschaft weitere Euro.

Zuerst habe es einiges Murren in der Gemeinde
gegeben. Doch das habe sich gelegt, so der Pfarrer im Gespräch mit
der SZ. Der Gottesdienst im Gemeindehaus werde auch angenommen.

Die wuchtige Kirche mit ihren rund 1000 Plätzen
werde zur Zeit nur mit einer Grundtemperatur „gefahren", damit
Versorgungsleitungen nicht einfrieren können und die Orgel nicht
beschädigt wird. Anfang bis Mitte März werde das Gotteshauses wieder
mit Leben gefüllt, so Burkhard Schäfer weiter. Dann begännen die
Vorstellungsgottesdienste der Konfirmanden und Konfirmandinnen.
Man sieht, auch die Kirchengemeinden leiden unter den hohen Energiekosten.

Neues aus … Jan./Feb. 2006

Banner: Neues aus Gemeinde und Presbxterium

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Elvira Förster, Peter
– Christian Rose und Günter Gollos

  • Trauer

Nach langer, schwerer Krankheit verstarb am
30. September unser ehemaliger Presbyter Friedhelm Schäfer aus der
Sohlbacher Straße. Er gehörte dem Leitungsgremium unserer Kirchengemeinde
von 1969 bis 1972 an. Zusammen mit Hans Borski, Horst Achenbach,
Karl-Friedrich Julius, Gerhard Noll und Hans Klein sowie Waltraud
Heifer, der ersten Presbyterin in Klafeld, kümmerte er sich nicht
nur um die Aufgaben der gesamten Kirchengemeinde, sondern verstärkt
auch um die Belange des 4. und 5. Bezirkes. Das wurde deutlich in
den Sitzungen des Presbyteriums und in seiner regen Mitarbeit im
Wenscht. Friedhelm Schäfer blieb der Gemeinde als regelmäßiger Gottesdienstbesucher
und als Verteiler der Gemeindenachrichten treu. Seine große Leidenschaft
war zeitlebens das Wandern. Darauf ging Pfarrer Herbert Siemon am
Ende seiner Traueransprache ein. Er sagte: „Seine ´letzte Wanderung´
hat er nun angetreten in der Gewissheit, am Ende dem lebendigen
Jesus Christus zu begegnen.“ Friedhelm Schäfer starb im Alter von
fast 75 Jahren.

  • Dankopferbüchsen

Seit Oktober 2001 kümmert sich Presbyter Winfried
Krahl aus Dillnhütten um Spendengelder für die Vereinigte Evangelische
Mission (VEM) in Wuppertal. Dazu gehört in erster Linie das Einsammeln
der ausgeteilten Dankopferbüchsen. Jetzt konnte er insgesamt 1.156,28
€ im Gemeindebüro hinter der Talkirche abliefern. Wir danken Winfried
Krahl für den ehrenamtlichen Dienst und allen Missionsfreunden in
unserer Kirchengemeinde für ihre Spendenbereitschaft!

  • Abschied

„Meinen Geist will ich aufgeben, dazu mein
Leib und Leben legen in Gottes gnädig Hand.“ In diesem Vertrauen
verstarb am 7. Oktober unsere langjährige Gemeindehelferin Hanna
Buscher im Alter von 96 Jahren. Fast ein Vierteljahrhundert hat
sie ihre Gaben und Fähigkeiten mit großer Hingabe und starkem Willen
in die vielfältigen Dienste in unserer Gemeinde eingebracht. In
der schweren Zeit des Kirchenkampfes wirkte sie als Katechetin.
Nach Kriegsende leitete sie Frauen- und Mädchenkreise und machte
unzählige Haus- und Krankenbesuche. Hunger, Wohnungsnot und das
Elend der Flüchtlinge und Heimatvertriebenen führte dazu, dass die
Zahl der bedürftigen Gemeindeglieder sprunghaft anstieg. So mussten
zu Weihnachten 1947 mehr als 400 Familien unterstützt werden. Hanna
Buscher versuchte, die bitterste Not zu beheben. Ihre Tätigkeit
als Gemeindehelferin gab sie zeitweise auf, um sich uneingeschränkt
der Fürsorgearbeit in Klafeld widmen zu können. Sie überzeugte das
Presbyterium auch von der Notwendigkeit, eine Familienhelferin einzustellen.
Hanna Buscher organisierte zudem die Jugendarbeit mit den dazugehörenden
Freizeiten. Später leistete sie in all den Bereichen Aufbauarbeit
in der Wenschtsiedlung. Im Nachruf schrieb Pfarrer Burkhard Schäfer:
„In Dankbarkeit nehmen wir Abschied und sind gewiss, dass Gott ihren
Tod verwandelt in ein Nach-Hause-Kommen.“ Hanna Buscher wurde in
Gummersbach beigesetzt.

  • Treffpunkt

Ab sofort laden die Mitarbeiter der Diakoniestation
Geisweid und ihr Freundeskreis jeden Dienstag und Donnerstag von 14.00 bis 16.00 Uhr zum „Treffpunkt 60Plus“
in die Diakoniestation ein. Bei einem Stück Kuchen und bei einer
Tasse Kaffee finden ältere Frauen und Männer eine Gelegenheit, in
netter und zwangloser Atmosphäre eine Alltagspause einzulegen. In
erster Linie soll der „Treffpunkt 60Plus“ ein Ort für Begegnung,
Gespräch, Spiel und Kreativität sein. Darüber hinaus besteht aber
auch die Möglichkeit, sich rund um die Themen Älterwerden, Pflege,
ehrenamtliches Engagement und vieles mehr zu informieren. Pflegedienstleiterin
Sigrid Beschorner hofft, dass sich „60Plus“ zu einem viel genutzten
Treffpunkt entwickeln wird. Bei der offiziellen Eröffnung am 21.
Oktober richtete sie einen besonderen Dank an den Freundeskreis,
der die beiden Diakoniestationen Geisweid und Weidenau seit vielen
Jahren ideell und finanziell unterstützt. Kirchmeister Erwin Messerschmidt
verdeutlichte, das Konzept sei überzeugend, deshalb sei es für den
Freundeskreis auch keine Frage gewesen, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten
an der Realisierung dieser Idee zu beteiligen. – Sie sind neugierig
geworden? Dann kommen Sie doch einfach mal vorbei! Man freut sich
auf Sie! Die Diakoniestation befindet sich am Friedrichsplatz 6.

  • Erfolg

Wie immer machte sich der Text- und Bildredakteur
kurz vor 11 Uhr auf den Weg, um die eigenen Alusäcke abzugeben und
um erste Erkundigungen über die Sortieraktion einzuholen. Als er
in der Adolf-Wurmbach-Straße ankam, sah er, dass in und vor der
Garage der Eheleute Leidel schon gefegt wurde. „Dann ist nicht viel
zusammengekommen,“ war sein erster Gedanke. „Schade, denn heute
– am 5. November 2005 – hätte man die 2.000 kg – Marke knacken können.“
Als der Redakteur ausstieg, erfuhr er, dass der frühe Abschluss
der Arbeiten nichts mit einer möglicherweise geringen Alumenge zu
tun hatte, sondern mit der großen Zahl der Helfer. 9 (!) Frauen
und Männer, in erster Linie Mitglieder unseres Ausschusses zur Bewahrung
der Schöpfung, hatten sich ab 9 Uhr tüchtig ins Zeug gelegt und
ausgeschüttet und sortiert und aussortiert und abgefüllt. Aber wie
viel Aluminium war zusammengekommen? Neugierig fragte der Schreiber
nach der Menge. „Es sind sicherlich über 117 kg!“ Barbara Leidel
sagte den Satz mit einer gewissen Zufriedenheit und auch mit ein
wenig Stolz. Denn damit war sicher: Die 2. Tonne war geschafft!
Als der Ausschuss unter der Leitung von Barbara Leidel am 15. April
1994 mit der Sammlung, dem Sortieren und dem verkauf des hochwertigen
Materials begann, ahnte niemand, dass die Aktion in unserer Kirchengemeinde
so erfolgreich verlaufen würde.

Für die ersten 1.000 kg brauchte
man fast sieben Jahre, für die zweiten nur (noch) viereinhalb Jahre!
Ich meine: Dem Ausschuss und den freiwilligen Helfern muss man Lob
und Anerkennung zollen. Und herzlich danken für die Idee, das große
Engagement und das Bemühen, Gottes gute und schöne Schöpfung zu
bewahren!

Mitglieder des Ausschusses

Rekord: 2000 kg Alui gesammelt


Aber zurück zum 5. November: Schnell wurde ein Schild
erstellt, und schnell wurden einige Fotos „geschossen“, um
den tollen Erfolg zu dokumentieren. Das Abwiegen am darauf folgenden
Montag beseitigte dann endgültig alle Zweifel: Verkauft wurden 159
kg (!) Aluminium, dazu 2.000 g Zink und 1.000 g Messing. Der Erlös
betrug immerhin fast 77 Euro. Nochmals ein aufrichtiges Dankeschön
an Barbara Leidel, Rosel Joppich, Marga Kölsch, Inge Behm, Ute Setzer,
Ulrich Veltzke, Helmut Fick, Winfried Krahl und Wolfgang Seifert.

  • Radiomagazin

„Church on Air“ hat einen neuen Sendeplatz.
Ab 3. November ist das Radiomagazin aus dem Kirchenkreisstudio immer
donnerstags von 19 bis 20 Uhr auf der Welle Radio Siegen zu hören.
„Neue Sendezeit, neue Herausforderung; ein guter Anlass, das Programm
neu zu gestalten,“ war der Kommentar von Moderatorin Christina Stemmermann
vom Öffentlichkeitsreferat unseres Kirchenkreises. Hatte man in
den vergangenen fünf Jahren vielfach Beiträge außerkirchlicher Gruppen,
Kreise und Einrichtungen aufgenommen, sollen jetzt die gut 140.000
evangelischen Christen im Siegerland sowie die Interessierten des
Nachbarkirchenkreises Wittgenstein gezielter angesprochen werden.
Ein neues Team mit Vertretern aus den sieben hiesigen Gemeinderegionen
– Klafeld und Weidenau bilden eine Region – wird künftig dafür sorgen,
dass die dort anstehenden Themen redaktionell vorkommen. Neu ist
auch die Musikauswahl: Unter der Leitung des passionierten Musikers
Charles Adarkwah aus Kreuztal soll ab sofort die moderne Gospel-
und Kirchenmusik im Vordergrund stehen. Hören Sie am nächsten Donnerstag
doch mal rein! Weitere Informationen zu der Sendung erhalten Sie
unter www.kirchenkreis-siegen.de/radio.

  • Bauteam

Seit einem Jahr ist es in unserer Gemeine
aktiv: das Bauteam um Kirchmeister Solms, Helmut Setzer und Presbyter
Paul-Heinrich Groos. Dabei ist der Rückblick auf die vergangenen
12 Monate überaus erfreulich. Insgesamt wurden 52 Arbeitseinsätze
mit über 600 (!) Stunden geleistet. Legt man einen Stundenlohn von
30 € zugrunde, so kommt eine Summe von 18.000 Euro zusammen, die
eingespart werden konnte. Denn: Die 16 Mitglieder des Bauteams (15
Männer und eine Frau) arbeiten ehrenamtlich! 31 Einsätze wurden
in unseren Kindergärten geleistet, 13 in den Gemeindezentren und
in der Talkirche und 8 in den Pfarrhäusern.

Kirchmeister Herbert
Solms: „Das ist eine tolle Leistung! Deshalb ein herzliches Dankeschön
an alle, die so tatkräftig mitgearbeitet haben!“ Neben dem Bauteam
meint er auch die Eltern, die in den Kindergärten Setzen, Tal und
Wenscht bei den diversen Aktivitäten geholfen haben. Und er meint
auch die Presbyterinnen und Presbyter sowie deren Partner, die im
Bedarfsfall hier und da eingesprungen sind. „Bei den vielen Arbeiten
haben wir uns näher kennen gelernt, haben Erfahrungen ausgetauscht
und viel voneinander gelernt.“ Schön, dass auch die Chemie untereinander
gestimmt hat! So ist es nicht verwunderlich, dass der Kirchmeister
das gesamte Bauteam demnächst zu einem gemütlichen Abend einladen
will.

Baukirchmeister Herbert Solms
Baukirchmeister
Herbert
Solms

Toll! Auch wir meinen: „Wer arbeitet, sollte auch mal feiern!“
Für das nächste Jahr erhofft Herbert Solms auch wieder viel Einsatzfreude
bei all den kleinen „Klüngelarbeiten“, die in einer großen Kirchengemeinde
mit 20 Gebäuden anfallen. Da muss ein Geländer befestigt werden,
dort wartet ein Raum auf einen neuen Anstrich, hier müssen zwei
Bäume gefällt werden… Die Aufzählung ließe sich noch eine ganze
Weile fortsetzen. Alle Gemeindeglieder pflichten mir sicher bei,
wenn ich dem gesamten Bauteam ein „dickes“ Lob und ein herzliches
Dankeschön ausspreche. – PS: Lesen Sie in diesem Zusammenhang bitte
auch den kurzen Artikel über das Projekt Januar/Februar 2006!

  • Spendengelder

Unsere Kirchennachrichten „Gemeinde jetzt“,
die Sie gerade durchblättern und lesen, erscheinen alle zwei Monate.
Jedes Mal sind die Mitglieder des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit
bemüht, interessant, informativ und gemeindenah zu berichten. Nach
der Redaktionsbesprechung, dem Layout und dem Korrekturlesen wird
„Gemeinde jetzt“ von einer hier ansässigen Firma gedruckt und geheftet.
Die Kosten belaufen sich auf über 9.000 Euro im Jahr. Im Anschluss
an die Auslieferung übernehmen wieder Ehrenamtliche die noch anfallenden
Tätigkeiten. Die ca. 5.400 Exemplare werden eingetütet und zu den
ca. 160 Verteilerinnen und Verteilern gebracht. Sie opfern Zeit
und Kraft und bringen die kostenlosen Kirchennachrichten in alle
evangelischen Haushalte in unseren vier Pfarrbezirken. Und um die
Portokosten zu sparen, werden die Dankschreiben und Spendenbescheinigungen
schließlich auch noch unentgeltlich ausgetragen. In vielen Kirchengemeinden
wird der Haushalt durch den „Gemeindebrief“ belastet. Nicht so in
Klafeld! Durch die Werbeeinnahmen und vor allem durch Ihre Spenden,
liebe Leserinnen und Leser, sind die Druck- und Herstellungskosten
von „Gemeinde jetzt“ (bisher) in jedem Jahr voll und ganz gedeckt
worden. Auch in 2005: In den ersten acht Monaten gingen bei uns
980,00 € an Spenden ein, im Rahmen des Projektes (September/Oktober)
weitere 4.250,85 €. Allen, die uns mit kleinen und großen Geldbeträgen
unterstützt haben, ein wirklich aufrichtiges Dankeschön! Und jetzt
weiterhin viel Spaß beim Lesen und Schmökern im neuen Heft von „Gemeinde
jetzt“.

  • Zwischenergebnis

Vom Projekt „Brot für die Welt“ (November
2005 bis Ostern 2006) können wir Ihnen bereits ein erstes Zwischenergebnis
vermelden. In der Zeit vom 1. – 18. November sind schon 655,00 €
überwiesen oder bei Christine Albertin und Hella Jochum im Gemeindebüro
hinter der Talkirche abgegeben worden. Auch für diese Spendengelder
möchten wir uns ganz herzlich bedanken!


Logo: Brot für die Welt

  • Ausstellung

Gemeindezentrum Wenscht – 5. November –15.00
Uhr: Lydia Dornseifer eröffnet die Klöppelausstellung. Bei Kaffee
und Kuchen erzählt sie den fast 70 Besuchern zunächst von der Entstehung
des Kunsthandwerks im Jahre 1495 in Oberitalien und seiner späteren
Verbreitung von Frankreich nach ganz Europa. Schon damals ging von
den kunstvollen Arbeiten und Objekten eine gewisse Faszination aus.

Die Klöppelgruppe im Wenscht

Die Klöppelgruppe im Wenscht

Lydia Dornseifer beschäftigt sich seit 1983 mit dem Klöppeln. Zwei
Jahre später legt sie mehrere Prüfungen beim deutschen Klöppelverband
ab und bietet im Wenscht ihren ersten eigenen Kurs an. „Es ist ein
schönes, aber auch ein aufwändiges und sehr zeitraubendes Hobby,“
weiß sie nach nunmehr 25 Jahren zu berichten. Sie dankt den Kursteilnehmerinnen
für die Überlassung der vielen wunderschönen Exponate, den Helferinnen
für die Mitwirkung bei den Ausstellungsvorbereitungen sowie Hans
Steuber aus der Falkenstraße für die musikalische Gestaltung des
Nachmittags.

Glückwünsche

.. bei der Arbeit

Vorführungen


Dann haben die Besucher Zeit, die vielen kleinen und
großen Kunstwerke zu betrachten und einigen Klöpplerinnen bei ihrer
Arbeit über die Schulter zu schauen. Zum Schluss eine amerikanische
Versteigerung: Ein geklöppeltes Bild von einem Schmetterlingsstrauch
kommt „unter den Hammer“.

Verteigerung

Nach einer Viertelstunde ist alles entschieden:
Das Kunstwerk geht nach Niederfischbach! Lydia Dornseifer ist mit
der Ausstellungseröffnung sehr zufrieden: „Resonanz, Atmosphäre
und Erlös – alles war bestens.“ Das meinen wir auch! Apropos Erlös:Der Kaffee- und Kuchenverkauf erbrachte 210,30 €, die amerikanische
Versteigerung immerhin 123,00 €. Beide Beträge gehen nun nicht in
die Tasche der Veranstalterin, sondern sollen zur Anschaffung von
neuen Stühlen im Gemeindezentrum verwendet werden. Danke!

  • Wahlen

Am 5. und 6. November fanden in unseren katholischen
Schwestergemeinden St. Joseph und St. Marien die Wahlen zum Pfarrgemeinderat
statt. Das Motto lautete diesmal „Mitstimmen – Einwirken. Jetzt?!“
Sowohl in Weidenau als auch im Wenscht kandidierten neun Frauen
und Männer, darunter auch einige „neue Gesichter“. In St. Joseph
wurden Pia Biehl, Peter Ditsche, Klaus Hess, Thomas Kleber, Laurenz
Lohmeyer, Wolfgang Müller und Monika Tomas gewählt. In St. Marien
schafften es Christine Bänfer, Raimund Ditsche, Martina Geitzhaus,
Verena Linker, Michael Neuser und Dieter Patt. Für die nächste Amtszeit
sind die beiden neuen Pfarrgemeinderäte gefordert, bei der Konzeptentwicklung
im Pastoralverbund Hüttental – Freudenberg mitzuwirken. Es wird
darum gehen, durch eine profilierte Arbeit die Eigenständigkeit
der Gemeinden zu erhalten und gleichzeitig durch verstärkte Zusammenarbeit
im Pastoralverbund über den eigenen Kirchturm hinauszuschauen. Den
neuen Pfarrgemeinderäten in St. Joseph und St. Marien wünschen wir
für ihre Tätigkeiten bis zum Jahr 2009 viel Kraft, neue Ideen sowie
Gottes reichen Segen.

  • Festprogramm

Schon oft sind Kreise aus unserer Gemeinde
hingefahren, schon oft haben Klafelder Konfirmandengruppen dort
ein Wochenende verbracht, schon oft war unser Presbyterium zu einer
Rüstzeit zu Gast: Die Rede ist von Haus Nordhelle, herrlich und
ruhig gelegen zwischen Valbert und Meinerzhagen. Vom 18. bis 20.
November beging nun die Tagungsstätte ihr 25-jähriges Bestehen.
Auf dem Programm standen eine Rückschau, verschiedene Workshops,
ein Vortrag und ein Konzert mit Liedern von Juden und Zigeunern.
Der Festgottesdienst fand am Sonntagmorgen statt. Die Feierlichkeiten
endeten um 14 Uhr mit dem Reisesegen.

  • Afrikanische Gemeinde

Im Gemeinderaum Gerberstraße ist seit dem
8. Oktober 2005 wieder Leben eingekehrt. Der Raum wird seitdem am
Wochenende von „New Birth Of Believers Ministries“ benutzt.

Dazu schreibt man uns folgendes Grußwort:

Liebe Geschwister!

Wir danken dem HERRn, dass Er uns diese Möglichkeit
gegeben hat, die Räume mit zu benutzen. Wir sind eine evangelische,
pfingstlich ausgerichtete Gemeinde. Die meisten von uns sind Afrikaner – aber nicht
nur, auch einige Deutsche sind bei uns. Wir möchten Euch mit einem Wort aus der Apostelgeschichte
grüßen. Gott hat jeden Menschen gemacht und hat ihnen ihren Lebensbereich
gegeben, damit sie Ihn dort suchen, wo sie sind; und Er ist ganz
nah bei Jedem (Apg. 17, V. 26-28).

Wir haben in unseren Heimatländern den HERRn
kennen- und lieben gelernt.

Für uns bedeutet das Wort, dass Gott auch
hier in Deutschland bei uns ist; Er hat uns nicht allein gelassen.
Dafür wollen wir Ihn jeden Tag loben und preisen; und dies wollen
wir tun, wie es Afrikaner machen – wir wollen für Ihn Singen und
Tanzen !!
Gottes Segen,

E. Sarfo
New Birth Of Believers Ministries

  • Martinszug 2005

Etwa 800 kleine und große Laternenträger trafen
sich am 13. November um 17 Uhr zum traditionellen Martinszug im
Wenscht. Das Anspiel der in der kath. Kirche St. Marien stimmte
die vielen Teilnehmer auf das Motto „Teilen will gelernt sein“ ein.

Anspiel in der Kirche St. Marien

St. Martin im roten Mantel auf dem Pferd voran, musikalisch begleitet
durch die Bläsergruppe des Siegener Orchesters, begab sich danach
der Zug den Berg hinauf zur Wenschtkirche. Heftige Windböen trieben
mit dem Martinsfeuer ihr wildes Spiel. Durch den Helferkreis des
Kindergottesdienstes wurden die Wecken verteilt und die Sammeldosen
machten eifrig die Runde. 678,47 € wurden für das Projekt Valdivia
in Chile gesammelt.

Zusammen mit der Kirchengemeinde von Peter und
Paul, Siegen, unterstützen wir das Projekt, das für Töchter der
ärmsten Familien der Landbevölkerung neue Perspektiven schaffen
soll. Vielen Dank an die vielen Helfern und Sponsoren: der
Feuerwehr, der Polizei, den Bläserinnen und Bläsern des Siegener
Orchester, der Familie Ohrndorf (Pferd und Martin), den Familien
Julius und Hammer (Vorbereitung und Martinsfeuer), dem Frauentreff
Wenscht (Glühwein und Punsch), den vielen Helfer bei der Begleitung
des Zuges und Verteilung der Wecken und den folgenden Firmen: Fischbach,
Kottmann, Mackenbach, Siegener Seilwerk, Sparkasse Siegen und Willmeroth.

  • Kindergartenausschuss

In der November Sitzung 2005 hat das Presbyterium
einstimmig Frau Karin Osterburg als neue Vorsitzende im Ausschuss
für Tageseinrichtungen für Kinder eingesetzt. Notwendig wurde die
Neubesetzung durch die Abberufung von Pfr. Hölzer. Frau Osterburg,
die im Rahmen ihrer Tätigkeit als ehemalige Vorsitzende der Mitarbeitervertretung
und Leiterin der Tageseinrichtung für Kinder in Setzen viele Erfahrungen
sammeln konnte und bedingt durch ihr eigenes Engagement sehr gute
Kenntnisse über Stellenpläne und rechtliche Fragen hat, signalisierte
Bereitschaft, diese wichtige Aufgabe während ihrer Elternzeit, befristet
bis Ende 2006, zu übernehmen. Gefolgt von intensiven Gesprächen
mit der Steuerungsgruppe, dem Vorsitzenden des Presbyteriums und
dem Kirchenkreis, vertreten durch Frau Schäfer, die eine weitgehende
Unterstützung des Fachreferates zusicherte, konnten Rahmenbedingungen
und klare Aufgabenteilungen geschaffen werden, die die ordnungsgemäße
Arbeit des Ausschusses sichern. Wir danken Frau Karin Osterburg
herzlich und wünschen ihr für diese sicherlich nicht ganz
einfache Aufgabe Gottes Segen.

Bericht: Kreissynode Dez. 2005

Kreissynode Siegen beschloss Haushalt 2006

Jährlich 120.000 Euro weniger an Kirchensteuereinnahmen

Ohne große Diskussionen beschloss jetzt die
Kreissynode Siegen den Haushalt für 2006.  Die grundlegenden
Richtungs- und Einsparungsentscheidungen waren bereits auf der vergangenen
Sondersynode in Olpe getroffen worden.

Die Einnahmen und Ausgaben der Kreissynodalkasse,
hierunter fallen auch die Referate und Einrichtungen des Kirchenkreises,
 wurden auf 4.370.643 Euro festgestellt. Der Haushaltsplan
des Evangelischen Gymnasiums umfasst im kommenden Jahr  4.750.283
Euro in Einnahmen und Ausgaben. Für das Kreiskirchenamt Siegen/Wittgenstein
stehen 2.109.850 Euro zur Verfügung. Den größten Batzen macht die
neu gebildete Finanzausgleichskasse, mit 15.272.591 Euro aus. Hieraus
werden die Pfarrgehälter gezahlt  und erhalten die Gemeinden
die Gemeindegliederpauschale. Waren es in 2005 noch 51 Euro, die
die Kirchengemeinden pro Gemeindeglied erhielten, sind es in 2006
noch 49 Euro.

Friedhelm Knipp
 
Finanzausschussvorsitzender

Friedhelm Knipp erläutert
den Haushalt 2006:
„Wir müssen
jetzt handeln,
es bleibt uns keine Zeit zu warten.“

Finanzausschussvorsitzender Friedhelm
Knipp erläuterte den Synodalen das komplizierte Zahlenwerk.
Der Haushalt im nächsten Jahr geht von zu verteilenden
Finanzmitteln der Landeskirche in Höhe von 348 Mio.
Euro aus. Unter Berücksichtigung der Kostensteigerung
bedeutet das einen Realverlust von 33% bezohen auf 1999.
In den Folgejahren muss allein aus demografischer Entwicklung
mit einem jährlichen  Rückgang aus Kirchensteuermitteln
von 1% gerechnet werden. Knipp, auch Mitglied der Leitung der Landeskirche,
erläuterte die Einsparungen, die die Landeskirche vorgenommen hat.
Dazu gehört, dass Pfarrer und ein Teil der Kirchenbeamte auf Dauer
kein Weihnachts- und Urlaubsgeld erhalten. Die Landeskirche habe beschlossen, den Kirchensteuerhebesatz
nicht zu erhöhen.Auch werde eine Alternative zur Kirchensteuer
nicht gesehen. Kritisch gesehen wird die Entwicklung der Pensionsverpflichtung
für Pfarrer und Kirchenbeamte. Im Jahre 2018 werde der Finanzaufwand
für Pensionen den Aufwand für die Bezüge der Aktiven erstmals übersteigen.
Mit Sonderbeiträgen in die Versorgungskasse in bis zu zweistelligen
Millionenbeträge müsse gerechnet werden. „Im Kirchenkreis Siegen“, so Knipp, „ist ein
gewaltiges Einsparvolumen verwirklicht worden, aber trotzdem schieben
wir ein Defizit von 850.000 Euro vor uns her, das sich für 2007
wieder um einen Kirchensteuerrückgang erhöhen wird. Ein Verlust
von 1.200 Gemeindegliedern jährlich bedeutet auch einen Verlust
von 120.000 Euro Kirchensteuerzuweisung jährlich.Er erinnert an
die im September beschlossene Einsparung von zwei Pfarrstellen jährlich
bis 2009. Knipp: „Wir müssen jetzt handeln, es bleibt uns keine
Zeit zu warten.“

kp


 

Pfarrstellen rückläufig

Kreissynode Siegen beschloss Richtlinien für
Pfarrstellenplanung

Nur noch 56 Pfarrerinnen und Pfarrer in den
dreißig Kirchengemeinden des Kirchenkreises Siegen vermag der Kirchenkreis
im Jahre 2008 zu bezahlen. 63,5 Pfarrstellen sind bislang besetzt
und müssen bezahlt werden. Werden die Pfarrstellen nicht reduziert,
gibt der Kirchenkreis künftig für die Pfarrbesoldung mehr aus, als
ihm die Landeskirche zur Verfügung stellt. Auf die Kirchenmitglieder
umgerechnet ergeben die 56 Pfarrstellen etwa 2500 Gemeindeglieder
pro Pfarrstelle. Darauf hat sich der Pfarrstellenbesetzungsausschuss
unter dem Vorsitz von Pfr. Dr. Detlef Metz geeinigt und entsprechende
Richtlinien formuliert. Weitere Bemessungskriterien soll es nicht
geben. Wie sich die Situation in den nächsten Jahren auf die einzelnen
Gemeinden und die Regionen entwickelt, hatte Synodalassessor Hans-Werner
Schmidt genau ausgerechnet und zusammengestellt. Deutlich wurde,
dass frei werdende Pfarrstellen nicht wieder besetzt werden können
oder aber nur kirchenkreisintern. Die von einigen als zu hoch angesehene
Gemeindegliederzahl von 2500 pro Pfarrstelle spielt nach Schmidts
Berechnung eher eine untergeordnete Rolle, da sie wegen sinkender
Gemeindegliederzahlen insgesamt in fast allen Kirchengemeiden unterschritten
werde.

Mit der vorgestellten Veränderung konnte sich
der Vorsitzende des Theologischen Ausschusses Rolf Fersterra nicht
anfreunden. Durch diese Veränderung erhielten die Kasualien ein
stärkeres Gewicht. Es entstünde ein höherer Verwaltungsaufwand.
Der Freiraum für Besuche, kreatives Arbeiten, Mitarbeiterbetreuung
und theologisches Arbeiten werde reduziert. Und auch die zweckfreie
Beziehungsarbeit werde weniger. Er frage sich, ob das die Gemeinden
wollten. Er halte es für bedenklich, wenn gesagt werde, es gebe
zu dieser Verfahrensweise keine Alternative.Dass gespart werden muss, stand allen Synodalen
deutlich vor Augen. Aber es sollte möglichst gerecht zugehen.So
hatten denn Pfarrer des östlichen Siegerlandes den Vorschlag unterbreitet,
für die ländlichen Regionen geringere Gemeindegliederzahlen anzusetzen.
Schließlich seien die Wege in die einzelnen Orte weiter und damit
zeitaufwändiger. Als Rechengröße kam die Formel Gemeindeglieder
pro km² in die Diskussion. Dazu Pfr. Martin Eckey aus Olpe: „Mein
Vater hat seine Arbeit nach Fläche berechnet, er war Bauer.“ Auf die Frage, wie denn mit den Kreispfarrstellen
verfahren werde, zeigte Finanzausschussvorsitzender  Friedhelm
Knipp auf, dass von den 13 Kreispfarrstellen sechs nicht mehr auf
Kirchenkreisebene finanziert würden. In den Richtlinien ist festgelegt, dass für
kreiskirchliche Pfarrstellen, die nicht refinanziert werden, wie
beispielsweise Pfarrer im Schuldienst, 20.000 Gemeindeglieder als
Untergrenze gelten.

Pfr. Dr. Detlef Metz
 Pfr. Dr. Detlef Metz erläuterte die Richtlinien
zur Ermittlung des Pfarrstellenbedarfes.
Er sprach sich für ein
gemeinschaftsgemäßes Verhalten der Kirchengemeinden aus,
das auch
die Nachbarkirchengemeinden
und den Kirchenkreis als Solidargemeinschaft

der Gemeinden im Blick hat.

 

Um die zwangsläufig in Kirchengemeinden entstehenden
Ungerechtigkeiten auszugleichen, gewinnen die sieben Regionen im
Kirchenkreis zunehmend an Bedeutung. Auf dieser Ebene soll die Zusammenarbeit
untereinander enger werden und bei nicht wiederbesetzen Pfarrstellen
ein Ausgleich erfolgen.

Die Synode des Kirchenkreises Siegen beschloss
nach ausgiebiger Beratung  die Richtlinien mit geringfügigen
Veränderungen, wie vom Pfarrstellenbesetzungsausschuss vorgeschlagen.
Der Kreissynodalvorstand wird für alle Regionen im Kirchenkreis
ein Konzept für die Entwicklung der Pfarrstellen erarbeiten und
in den Regionen zur Beratung vorstellen

.Plenum

kp


 

„Von dem erzählen, dem wir
nachfolgen und auf den wir warten“

Erster Synodenbericht der
Superintendentin Annette Kurschus

Mit anhaltendem Applaus quittierten die Synodalen
des Kirchenkreises Siegen auf der jetzt stattgefundenen Herbstsynode
den ersten Synodenbericht der Superintendentin Annette Kurschus.

Schon zu Beginn setzte die Superintendentin
einen geistlichen Doppelpunkt. Ihr ging es um mehr als nur um Strukturen
und Finanzen: „Wenn wir uns als Kirche, als Kirchenkreis dem Auftrag
verpflichtet wissen, die Botschaft von Gottes freier Gnade auszurichten
an alles Volk, dann lasst uns die Menschen in den Blick und auf
unser Herz nehmen. Sie haben ein Recht darauf zu erfahren, wovon
unsere Ohren und Herzen ihre hoffnungsvolle Nahrung erhalten; sie
müssen wissen, worauf unser Blick als Christen sich richtet und
woher er seine Zuversicht nimmt; wir müssen ihnen davon erzählen,
was uns zu tragen vermag in unserer eigenen Ungewissheit und Angst.
Was gibt es Größeres und Wichtigeres für uns, als andere etwas davon
spüren zu lassen, dass der, auf den wir warten, schon jetzt unser
Hier und Heute verändert.“

Superintendentin Kurschus ging ein auf die
sich verändernden Rahmenbedingungen, die es erfordern, die breite
Vielfalt kirchlicher Arbeit deutlich zu beschneiden. Kurschus: „Auch
eine an finanziellen Möglichkeiten ärmer gewordene Kirche kann eine
lebendige und wachsende Kirche bleiben. Sie kann unter den veränderten
Bedingungen stärker als bisher zur Beteiligungskirche werden.“

Superintendentin Annette Kurschus
 
Superintendentin Annette Kurschus

Die Gemeindeberichte hätten sie
zum großen Teil bewegt, weil aus vielen dieser Rückblicke
deutlich werde, wie lebendig, hoffnungsvoll sich Kirche
vor Ort präsentiere. Da würden neue Gottesdienstformen
ausprobiert, Glaubenskurse veranstaltet, Projekte, die
die Konfirmandinnen und Konfirmanden stärker ins Gemeindeleben
mit einbeziehen, ersetzten traditionelle Formen des
Kirchlichen Unterrichtes. Es gäbe neue Gesprächsangebote
für junge Erwachsene; Kindergartenarbeit und die Praxis
der Säuglingstaufe würden zu intensiven Kontakten mit
Eltern und Paten genutzt. Es entstünden Besuchsdienstkreise
und es würden Perspektiven für Gemeinden entwickelt.
Kurschus bringt ihre Überzeugung im Zusammenhang
mit Gemeindeleitung zum Ausdruck, das da, „wo wir Gottes Wort Raum
geben, es immer wieder neu hören und ernst nehmen und ihm etwas
zutrauen, da erfahren wir tatsächlich Orientierung, da bleiben wir
bei Gottes Maßstäben und gewinnen aus ihnen eine tragfähige Grundlage
für unsere menschlichen Entscheidungen. Aber Gott löst nicht an
unserer Stelle die organisatorischen und praktischen Fragen für
den Weg unserer Gemeinden und unseres Kirchenkreises.“

Deshalb hält
sie Leitungsgremien für wichtig, die ihrerseits nach verantwortlichen,
praktikablen Lösungen suchen und Entscheidungen wagen. Die Entscheidungen
sollten für andere durchsichtig und nachvollziehbar gemacht werden.
Dadurch könne ein Klima des gegenseitigen Vertrauens und des offenen
Austauschs wachsen.

Die Referate und Einrichtungen des Kirchenkreises
bezeichnete die Superintendentin als einen großen Schatz. Der enge
Bezug zu den Ortsgemeinden sei im vergangenen Jahr an verschiedenen
Stellen, wie beispielsweise am Kirchentag für Schule und Gemeinde,
deutlich geworden.

kp


 

Doris Thieme in den Kreissynodalvorstand
gewählt,
Brigitte Klöckener verabschiedet

Mit großer Mehrheit wählte die Kreissynode
Siegen Doris Thieme aus der Kirchengemeinde Olpe in den Kreissynodalvorstand.
Sie tritt die Nachfolge von Brigitte Klöckener an, die aus familiären
Gründen die Aufgabe nicht mehr wahrnehmen kann.

Superintendentin Annette Kurschus dankte Brigitte
Klöckener für ihren Dienst in dem kreiskirchlichen Leitungsgremium.

Doris Thieme, Superintendentin Annette Kurschus und Brigitte Klöckener

Im Bild von links: Doris
Thieme, Superintendentin Annette Kurschus und Brigitte Klöckener

kp

(Fotos: Karlfried Petri)