Allianz-Gebetswoche 2006

Allianz-Gebetswoche 2006

“Ich lebe und ihr sollt auch leben”

Christen aus allen Konfessionen treffen sich
Beginn des neuen Jahres zum gemeinsamen Gebet in der Allianz-Gebetswoche.
Im Bereich unserer Kirchengemeinde finden von Sonn tag, 8. Januar,
bis Sonntag, 15. Januar
, folgende Gebetsstunden statt:

  • Freie Ev. Gemeinde (Im Wiesental): Donnerstag (mit Franz Bokelmann)
  • Ev. Gemeinschaft (Im Ruhrstgarten): Frei tag (mit Pfrn. Schwichow)
  • Ev. freikirchliche Gemeinde (Diesterwegstr.):
    Mittwoch (mit Pastor Werner Jung)
  • Ev. Gemeindezentrum Birlenbach (Am Sonnenhang):
    Montag (mit Pfr. Schäfer)
  • Ev. Kirche Setzen (Tannenwald): Dienstag (mit Pastor Jürgen Tischler)

Diese Abendveranstaltungen beginnen jeweils
um 19.30 Uhr.

Außerdem findet ein Seniorennachmittag statt,
der um 15 Uhr beginnt:

  • Blaues Kreuz (Bergstr.):
    Dienstag (mit Dieter Karstädter, Missionssekretär
    der MSOE)

Die Eröffnungsveranstaltung ist am Sonntag,

8. Januar, um 16.30 Uhr
im Wiesental (Freie ev. Gemeinde).

Der Abschlussgottes dienst findet am Sonntag,

15. Januar, um 16.30 Uhr
in der Talkirche statt.
Es predigt Prediger
K. E. Daub.

Zu den jeweiligen Veranstaltungen sind alle
Gemeindeglieder herzlich eingeladen.

Auf ein Wort…. Januar/Februar 2006

Banner: Auf ein Wort

„Gott ist wie eine Ente,

….unter seinen Flügeln kann man prima kuscheln“
diese Worte hörte ich vor kurzem aus dem Autoradio auf dem Weg zur
Arbeitsstelle, gesprochen von dem 6-jährigen Joel in der Morgenandacht
von „Augenblick mal“. Ich denke viele von Ihnen werden diese Sendung
kennen. Erst musste ich schmunzeln, dann lachen. Ich habe zwar die
folgende Auslegung dieses Satzes noch interessiert mit verfolgt,
muss aber zugeben, das ich sie heute nicht mehr wiedergeben könnte.

Aber der Satz „Gott ist wie eine Ente, unter
seinen Flügeln kann man prima kuscheln“ hat mich nicht mehr losgelassen.
Ich war nämlich gerade dabei, mir Gedanken über die Jahreslosung
2006: „Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich
nicht.“ zu machen und diese Aussage eines 6-Jährigen zeigte mir
plötzlich einen ganz neuen Zugang.

Kinder haben es, ein Baby sogar ein sehr großes,
natürlich auch die Teenies und deren Eltern und Großeltern, alle
haben wir es: Das Bedürfnis nach Geborgenheit, das Bedürfnis nach
Halt und Gemeinschaft. Und ich denke das Bild des kleinen Joel will
genau dies ausdrücken und er kann aus seiner Sicht vollkommen darauf
vertrauen.

„Gott spricht: Ich lasse
dich nicht fallen und verlasse dich nicht.“
Was für ein Versprechen
!?

Jahreslosung 2006

Aber wie sieht es für diejenigen aus, die
Gott in ihrem Leben so noch nicht erlebt haben? Für die, die gefallen
sind, sich einsam und allein fühlen, ohne Hilfe? Eine Welt bricht
zusammen: Martin ist bei der Klassensprecherwahl nicht durchgekommen,
Julia hat ihr Abitur versemmelt und ihre Freundin ist gerade durch
die Führerscheinprüfung gefallen. Schwere Niederlagen für ein junges
Leben. Das wichtige Projekt in Deiner Firma hast du so richtig gegen
den Wand gesetzt. Drohende Arbeitslosigkeit, Hartz IV, ein Leben
am Existenzminimum. Der Tod eines lieben Menschen wirft Dich aus
der Bahn. Ein schwerer Unfall oder eine unheilvolle Diagnose des
Arztes kann einem schon den Boden unter den Füßen wegreißen. Trennung
nach langer Partnerschaft, oder Deine Freunde haben dich im Stich
gelassen, Dich fallen lassen, wie ein heiße Kartoffel. Und plötzlich
sieht Dein Leben von jetzt auf gleich ganz anders aus. Du fühlst
Dich schrecklich, nahezu hilflos am Boden zerstört. Du siehst kein
Licht mehr, weil das Loch so endlos tief ausschaut in welches Du
gefallen bist. Du kommst Dir einsam, hilflos und verlassen vor.
Wer in seinem Leben gefallen ist und sich von Gott und der Welt
verlassen fühlt, dem kann kaum etwas Schlimmeres passieren als dass
jemand freundlich lächelnd an ihm vorbei läuft und ihm einen solchen
Spruch um die Ohren haut. Besteht nicht die Gefahr, das die Jahreslosung
für viele auch nur wieder eine solche „Daumen hoch“ Parole ist ?
Ist manchem nicht der Vers „ Mein Gott, mein Gott, warum hast du
mich verlassen ?“ viel näher ?

Lassen Sie mich Ihnen eine kleine Geschichte
erzählen:

Hoch über dem Marktplatz in einer kleinen
Stadt hatte ein Seiltänzer sein Seil gespannt und machte dort oben
unter den staunenden Blicken vieler Zuschauer seine gefährlichen
Kunststücke. Gegen Ende der Vorstellung holte er eine Schubkarre
hervor und fragte die Anwesenden:" Sagen Sie, trauen Sie mir
zu, dass ich die Karre über das Seil schiebe?" – "Aber
gewiss", antworteten die Gefragten fröhlich.

Würden Sie sich dann meiner Geschicklichkeit
anvertrauen, sich in die Karre zu setzen und von mir über das Seil
fahren zu lassen?" fragte der Schausteller weiter. Da wurden
die Mienen der Zuschauer ängstlich. Nein, dazu hatten sie keinen
Mut. Nein, das trauten sie sich und ihm nicht zu.

Plötzlich meldete sich ein kleiner Junge.
"Ich setze mich in die Karre", rief er, kletterte hinauf,
und unter angespanntem Schweigen der Menge schob der Mann das Kind
über das Seil. Als er am anderen Ende ankam, klatschten alle begeistert
Beifall. Einer fragte aber den Jungen: "Hattest Du gar keine
Angst da oben?" "Oh nein", lachte der, "es ist
ja mein Vater, der mich über das Seil schob!"

(aus:
"Kurzgeschichten 3" von Willi Hoffsümmer)

Vater-Vertrauen. Eine entspannte, Sicherheit
gebende Haltung, vermutlich gewachsen durch viele Erfahrungen: Auf
diesen Vater und sein mich-Tragen ist Verlass. Vielleicht sollten
wir öfter wie das Kind des Seiltänzers sein? Vielleicht müssen auch
wir wieder öfter nach der Erfahrung suchen, dass wir behütet und
geborgen sind und bleiben, und zwar immer!

So wie der 6-jähre Joel, der im Brustton der
Überzeugung sagt: „Gott ist wie eine Ente, unter seinen Flügeln kann
man prima kuscheln“ und damit meint: „Gott spricht: Ich lasse dich
nicht fallen und verlasse dich nicht.“  (Josua 1,5b)

Ist diese Zusage nicht wieder Licht am Horizont?
Du darfst auf die wunderbare, uneingeschränkte Zusage Gottes bauen
und mit ihm kommst Du auch aus scheinbar schwierigen Situationen
wieder heraus, ja sogar mit ihm sind schwierige Situationen zu meistern.

Und noch ein letzter Gedanke: Hinfallen gehört
im Leben und gerade im Glaubensleben dazu. Wichtig ist jedoch, wieder
aufzustehen.

Im Vertrauen auf die Jahreslosung wünsche
ich Ihnen ein gesegnetes Neues Jahr.

Ihr Günter Gollos

Studientag im PGH

Banner: Einblick

Studientag

Strukturen, die über 50 Jahre alt sind, müssen
überdacht werden. Besonders dann, wenn sich die Rahmenbedingungen
dramatisch ändern.

So war er angekündigt, der Studientag im Paul-Gerhardt-Haus
am 12. November 2005. Mit dabei waren die Mitglieder der Steuerungsgruppe,
die Mitarbeitervertretung durch Frau Jutta Mühlnikel und Gemeindepädagoge
Wolfgang Hofheinz.

Pfr. Dusza (Pfarrstelle für Gemeindeentwicklung
im Kirchenkreis) moderierte diese Perspektivberatung. Zwei Schlagworte
stellte Pfr. Dusza an den Anfang: „“Handeln, statt grübeln“ und
das Bild der „schwerkranken Gemeinde, an der bisher nur herumgedoktort
wurde“. Aber nicht verzweifeln: die wunderbare Zusage Jesus: „Siehe,
ich bin bei euch alle Tage“ gilt auch für Klafeld.

Verabredung für diese Beratung war: offenes
Ansprechen aller Themen und es darf kein Tabu-Thema geben. Pfr.
Dusza dankte der Steuerungsgruppe für die gute Vorbereitung des
Studientages. Wichtiger und sehr arbeitsintensiver Teil dieser Vorbereitung
war die Gemeindebefragung und deren Auswertung, die als ein Baustein
zur Erarbeitung einer Prioritätenliste diente. Rund 5% der Gemeindeglieder
hatten einen Befragungsbogen ausgefüllt und ihn zurückgegeben.

Diagramm

450 Meinungen, bewertet nach Punkten, sehen
Sie oben im Diagramm. Deutlich auf den vorderen Plätzen sind Kinder-
und Jugendarbeit, Seelsorge und Gottesdienste zu finden (Die Redaktion
von gemeinde-jetzt freut sich natürlich auch sehr, das der Gemeindebrief
so hoch in Ihrer Gunst steht).

Auf Basis dieser und weiter Daten, z.B. demographische
Bevölkerungsentwicklung,

Altersstruktur unserer Gemeinde, etc. stand
der erste Teil des Tages im Zeichen der Entwicklung einer Prioritätenliste.

Im zweiten Teil informierte Herr Setzer von
der Steuerungsgruppe anschaulich über die Finanzentwicklung und
notwendige Sparmaßnahmen. „Die Schere zwischen den Einnahmen und
den Ausgaben wird immer größer!“ erläuterte Herr Setzer. Das Haushaltsdefizit
wird von runden 81.000 € in 2004 auf geschätzte 188.000 € im Jahr
2010 steigen, wenn wir nichts tun. Das Ziel muss sein 170.000 €
pro Jahr einzusparen. „Weißheit, Mut und Entschlossenheit sind gefragt“
so Helmut Setzer und er zitierte den Finanzspezialisten der Landessynode:
„Schieben wir es nicht auf die lange Bank, denn wir wissen ja, das
die lange Bank des Teufels liebstes Möbelstück ist“. Wie wahr.

Danach war Gruppenarbeit angesagt. Die Aufgabe
war: Entwickeln Sie ein Modell der künftigen Gemeinde unter Berücksichtigung
der Prioritätenliste. Wie können wir sparen und mindestens eins
der Arbeitsfelder stärken? Geplante Zeitlinie: 5 Jahre.

Präsentieren Sie ihr Modell dem Plenum.

Leichter gesagt, wie getan, aber gestärkt
durch ein italienisches Mittagsmahl (Pizza)

wurde diese Aufgabe bewältigt. Es rauchten
zwar die Köpfe und Meinungen und Standpunkte prallten aufeinander,
aber innerhalb des geplanten Zeitrahmens wurden dem Plenum dann
4 Gemeindemodelle vorgestellt. Diese wurden dann intensiv diskutiert.
Zusammenfassend kann man sagen, das Grundlagen gefunden wurden,
auf denen weiter überlegt werden kann. Diese erarbeiteten Grundüberlegungen
werden jetzt der Steuerungsgruppe zur Aufarbeitung übergeben. Dies
geschieht bis Ende Januar 2006. Eine Vorlage im Presbyterium soll
in der Februarsitzung erfolgen.

Mit einer Entscheidung ist im März / April
2006 zu rechnen.

Günter Gollos

Weltgebetstag 2006

Banner: Ausblick

Weltgebetstag am 3. März 2006

„Zeichen der Zeit“ – das ist das Thema des
Weltgebetstages 2006, den Frauen aus Südafrika vorbereitet haben.
Im Gottesdienst begegnet uns ein vielfältiges und auch spannungsreiches
Bild dieses Landes. Wir werden beeindruckt von der Schönheit der
Natur, der Freundlichkeit und tiefen Religiosität der „Regenbogennation“,
die den Kampf gegen das rassistische System der Apartheid geführt
und gewonnen hat. Ein entscheidendes „Zeichen der Zeit“ waren 1994
die ersten freien Wahlen in Südafrika, die das Ende der Apartheid
symbolisieren. Aber angesichts schier überwältigender Probleme wie
Armut, Arbeitslosigkeit, Gewalt und HIV/Aids brauchen die Menschen
in Südafrika heute mehr denn je unsere tätige Solidarität und unsere
begleitenden Gebete. So schreibt auch der südafrikanische Erzbischof
und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu: „Verlasst uns jetzt nicht.
Ihr habt uns durch das Rote Meer geholfen. Begleitet uns auf unserer
Wanderung durch vierzig Wüstenjahre, während wir zu einer Nation
zusammenwachsen, und seht zu, wie wir den Jordan überschreiten werden,
in das Gelobte Land für alle.“ Wenn am 3. März in über 170 Ländern
der Erde der Weltgebetstag gefeiert wird, verbinden wir uns mit
den Menschen Südafrikas und teilen ihre Hoffnung auf eine gute und
gerechte Zukunft für alle.

In der Kirchengemeinde Klafeld feiern wir
den Weltgebetstag am Freitag, dem 3. März, mit einem Gottesdienst
um 19 Uhr in der Talkirche
und einem anschließenden Beisammensein
im Lutherhaus. Dazu laden wir – nicht nur Frauen – herzlich ein.

Vorbereitet wird der Weltgebetstag von einem
ökumenischen Kreis, der sich erstmals am Donnerstag, dem 12. Januar,
um 9.30 Uhr im Lutherhaus trifft.

Alle Frauen, die diesen besonderen
Gottesdienst gerne mitgestalten möchten, sind im Vorbereitungskreis
willkommen.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Pfarrerin Almuth
Schwichow, Tel. 81325.

Kreismännertag

Banner: Neues aus dem Kirchenkreis

Kreismännertag des Kirchenkreises
Siegen
mit Überraschungsgast aus Karlsruhe

Ein Großteil der mittlerweile 17 Männerkreise
im Kirchenkreis Siegen  traf sich jetzt zum Kreismännertag
im Gemeindehaus der Siegener Nikolaigemeinde. Einige Kreise, so
war der Vorstellungsrunde zu entnehmen, sind erst in den letzten
Jahren entstanden. Die Kreise treffen sich regelmäßig 14-tägig oder
monatlich.

Die Andacht zu Beginn des Treffens hielt Pfr.
Stefan König in der Nikolaikirche. Anschließend zogen die Männer
um ins benachbarte Gemeindehaus.

Das Referat zum Thema: „Unser Glaube, unser
Leben, unser Handeln als Männer in der Gemeinde Gottes“ hielt Pfr.
Christoph Dasbach aus Wilnsdorf. Er wurde im Frühjahr dieses Jahres
von der Synode des Kirchenkreises Siegen zum Beauftragten für die
 Männerarbeit gewählt.

Er beschrieb den Menschen als Geschöpf Gottes,
der sein Leben als von Gott geschenkt kreativ und schöpferisch gestalten
könne. Der Mensch habe von Gott die Verantwortung, die Erde zu bebauen
und zu bewahren. Das Leben beschrieb er als einen Kampf. Dies werde
im Geschäftsleben ebenso deutlich wie in seelsorglichen Gesprächen.
Manches Mal setze sich der Stärkere durch.

Das Beziehungen im Leben wichtig seien, merkten
auch viele ältere Menschen, die nach der Pensionierung in ein tiefes
Loch fielen. Dazu gehörten das Verhältnis zum Ehepartner und zu
den Kindern. Solche Beziehungen gäben einen großen Sinn.

Das Leben sei auch ein harter und schwerer
Lernprozess, zu dem abgeben und loslassen, Krankheit und Leid gehörten.
Dasbach:  „Bis wir die Augen zu machen sind wir Lernende.“
Dadurch entstehe Reife und Lebensweisheit, Lebenssinn und Lebensfreude.

Das Leben entwickele sich, so der Referent,
zwischen Selbstbestimmung und Fremdbestimmung. Fremdbestimmung sei
ein Schicksal. Es gäbe Krankheiten, Tod und  Niederlagen, die
nicht eingeplant werden könnten. Das Leben müsse angenommen werden
wie es sei.

Lebenssinn

Arbeit, Erleben und Grenzerfahrungen machten
das Leben aus und gäben ihm Sinn. Auf den ersten Blättern der Bibel
stehe, dass der Mensch im Schweiße seines Angesichts sein Brot essen
solle. Arbeit sei Lebenssinn und Lebenserfüllung. Menschen erlebten
aber auch die Vergeblichkeit ihrer Arbeit. Man mühe sich ab und
habe doch keinen Gewinn. Am Segen Gottes sei alles gelegen. Durch
die Arbeit habe der Mensch Teil am Schöpfungsauftrag Gottes. Die
Bibel messe der Arbeit einen hohen Stellenwert zu.

Daher stellten die 5 Mio. Arbeitslose für
die Gesellschaft eine hohe Herausforderung dar. Arbeit müsse verteilt
werden. Es stimme nicht mehr, dass der, der Arbeiten wolle, auch
Arbeit finde.

Lebenssinn ergebe sich nach dem Psychiater
und Psychotherapeuten Viktor Frankl auch durch das Erleben der Umwelt.
Wenn ein Mensch durch die Transzendenzerfahrung in der Schöpfung
zum Staunen komme, erlebe er sein Leben reich und lebenswert. „Wenn
ich die Schöpfung, die Welt und den Wohlstand sehe, dann werde ich
dankbar“, beschrieb der Männerbeauftragte sein eigenes Empfinden.
Dankbarkeit sei ein Motiv des Christen, sich zu engagieren. Dasbach
empfahl, dem Jammern und der Unzufriedenheit die Dankbarkeit entgegenzusetzen.
Christen könnten dankbar sein für das Erleben und Spüren der Güte
Gottes, für das eingebettet sein in die Heilsgeschichte Gottes.

Grenzerfahrungen wie Krankheit, Leid, Schuld
und Tod hätten mit dem Sinn des Lebens zu tun. Es gehöre zum Glauben,
sich anzunehmen, wie man sei. Damit täten sich Männer schwer. Auch
sie hätten Vergebung so nötig wie das tägliche Brot. „Ich darf zu
meinen Fehlern stehen.“  Sich keine Fehler zuzugestehen und
zu verzeihen, mache hart und unbarmherzig.

Macht der Argumente im Bundesverfassungsgericht

Als Überraschungsgast stellte Pfr. Dasbach
Herbert Landau vor, der seit 1. Oktober Richter des Bundesverfassungsgerichtes
in Karlsruhe ist. Der gebürtige Wilgersdorfer und ehemalige Presbyter
absolvierte zunächst eine Lehre in der elterlichen Bäckerei, begann
ein Studium der Sozialarbeit und studierte nach einem Anerkennungsjahr
als Sozialarbeiter Rechtswissenschaften.

Bundesverfassungsrichter Herbert Landau und Pfarrer Christoph

Über die Arbeit
des Bundesverfassungsgerichtes befragten die Männerkreise
Herbert
Landau, seit kurzem Richter des Bundesverfassungsgerichts.
Im
Bild von links: Bundesverfassungsrichter Herbert Landau
und
Pfarrer Christoph Dasbach.

Landau erzählte über die Arbeit des Bundesverfassungsgerichts
und  stellte sich den Fragen der Männerkreise. Die erfuhren,
dass sich das Gericht oft mit der Werteordnung des Grundgesetzes
zu befassen habe. Bei ihren Entscheidungen brächten die Richter
ihre eigene Lebenserfahrung und Weltanschauung mit ein. Da Mehrheitsentscheidungen
gefordert seien, zähle die Macht der Argumente. In der Vergangenheit
seien die Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, allgemeine Handlungsfreiheit
oder aber die Menschenwürde Grundrechte gewesen, mit denen sich
das Gericht habe auseinander setzen müssen. Der theologische Gerechtigkeitsbegriff
wurde ebenso Gesprächsthema wie die menschliche Gerechtigkeit. Eindeutig
formulierte Landau, dass nach Luther der Mensch vor Gott gerecht
werde allein durch das Blut Jesu Christi. Für eine allgemeine menschliche
Gerechtigkeit sei die Definition noch nicht gefunden. Lediglich
eine Einzelfallgerechtigkeit könne erreicht werden.

Nach dem Mittagessen konnte die Nikolaikirche
besichtigt und eine Turmbesteigung vorgenommen werden.  

Der nächste Ausflug in 2007 soll über Himmelfahrt
stattfinden und nach Neustadt an der Weinstraße führen. Der nächste
Kreismännertag findet am 11. November 2006 statt.

kp