15 Jahre Partnerschaft

15 Jahre Partnerschaft Klafeld – Bagamoyo

Gottesdienst am Pfingstsonntag
in der Talkirche

Mit einem Festgottesdienst in der Wenschtkirche
wurde am 28. Juni 1992 der Beginn der Partnerschaft zwischen den
Kirchengemeinden Klafeld und Bagamoyo/Tansania gefeiert. In den
Gemeindenachrichten wurde dieses Ereignis mit vielen Fotos, ausführlichen
Berichten und einem Interview mit dem damaliger Pfarrer aus Bagamoyo
gewürdigt. Pfarrer Palahu bezeichnete den 28. Juni 1992 als historischen
Tag für die Christen in Bagamoyo. „Wir haben auf diese Partnerschaft
gewartet und sehen ihr nun mit sehr viel Spannung und Hoffnung entgegen.
Hoffentlich können wir bald einige Klafelder in Bagamoyo begrüßen“

In den vergangenen 15 Jahren haben wir uns
in regelmäßigen Abständen gegenseitig besucht und dadurch unsere
Partnerschaft gefestigt. In diesem Jahr erwarten wir eine Frauendelegation
aus dem Kirchenkreis Kibaha, der u.a. Rosemary Mwakatobe, die Vorsitzende
der Frauengruppe in Bagamoyo, angehört. Mit ihr werden wir das 15jährige
Bestehen unserer Partnerschaft im Gottesdienst am Pfingstsonntag
um 10.30 Uhr in der Talkirche feiern.

Als die Partnerschaft begründet wurde, blieb,
wie man damals in den Gemeindenachrichten lesen konnte, in der Wenschtkirche
kaum ein Platz frei. Wir würden uns freuen, wenn nun auch viele
das Jubiläum mitfeiern.
Wir laden Sie herzlich dazu ein.


Projekt Mai / Juni

Projekt Mai/Juni

Kirchliche Frauenarbeit in
Bagamoyo

Am Pfingstsonntag feiern wir das 15-jährige
Bestehen der Partnerschaft mit der lutherischen Gemeinde Bagamoyo
in Tansania. In den vergangenen Jahren konnten wir mit Hilfe von
Spenden aus der Gemeinde verschiedene Projekte in unserer Partnergemeinde
unterstützen, z.B. den Kauf von Nähmaschinen für die Frauengruppe
oder von Fahrrädern für die Evangelisten, das Aids-Waisenhaus, die
Jugendarbeit oder den Bau eines Kindergartens. Das Geld erreicht
unsere Partnergemeinde ohne Abzug von Verwaltungskosten und kommt
somit in vollem Umfang den Christen in Bagamoyo, die in der überwiegend
muslimisch geprägten Küstenregion als Minderheit leben, zugute.
Im Mai und Juni erwarten wir den Besuch einer Frauendelegation aus
dem Kirchenkreis Kibaha, der auch die Vorsitzende der Frauengruppe
in Bagamoyo angehört. Mit unserer Spende zum Jubiläum möchten wir
die kirchliche Frauenarbeit in unserer Partnergemeinde unterstützen
und bitten Sie herzlich um Ihre Mithilfe.

Spenden können auf das Konto der Ev.-Ref.
Kirchengemeinde Klafeld, Kto.-Nr. 30 306 872 bei der Sparkasse Siegen
(BLZ 460 500 01) mit dem Kennwort „Bagamoyo" überwiesen werden.

Eine Spendenbescheinigung stellen wir gerne
aus.

Umbau Pfarrhaus II

Umbau Pfarrhaus 2

Im Rahmen der Umstrukturierung der Kirchengemeinde
Klafeld müssen bestehende Gebäude teilweise einer neuen/anderen
Nutzung zugeführt werden.
So soll das Gemeindebüro aus dem Pfarrhaus
2 ausgegliedert, die Büroräume von Pfarrer Schäfer in das Obergeschoss
verlegt und das nun freie Erdgeschoss des Pfarrhauses für Gruppennutzung
umgebaut werden.
Für die Umnutzung müssen Wände rausgerissen,
Strom-, Wasser- und Abflussleitungen verlegt, tapeziert und gestrichen
werden, neuer Fußboden und neue Lampen verlegt, die Fenster neu
isoliert und auch Türen versetzt werden.


Pfarrhaus
2: neuer Grundriss

Für die anfallenden Arbeiten wurde im Gewerk
Maler- und Bodenbelagsarbeiten eine schriftliche Preisanfrage durchgeführt.
In den Gewerken Mauer- und Trockenbauarbeiten, Heizungs- und Sanitärinstallationsarbeiten,
Elektroinstallationsarbeiten, Glaserarbeiten und Schreinerarbeiten
wurden mit diversen Handwerksunternehmen Ortsbegehungen durchgeführt.
Diese sehr zeitaufwendigen Planungsarbeiten wurden federführend
von Jürgen Katz durchgeführt.

Neben den detaillierten Ausschreibungen erstellte
er einen Bauzeitenplan, der einen reibungslosen Ablauf gewährleisten
soll.  An dieser Stelle sei ihm ganz herzlich für sein ehrenamtliches
Engagement gedankt.
In der März-Sitzung beschloss das Gesamtpresbyterium
die Umbaumaßnahmen.
Das Gemeindebüro wird in der Woche vom 7.5.
bis 11.5. ins Ev. Vereinshaus , Im Ruhrstgarten 3, umziehen.

Auf ein Wort ….

Der Herr, dein Gott, ist ein
barmherziger Gott.
Er lässt dich nicht fallen.

5.
Mose 4, 31

Liebe Mitchristen,

der russische Schriftsteller Daniel Granin
hat vor ca. 20 Jahren einen bemerkenswerten Aufsatz über „Barmherzigkeit“
geschrieben. Er erzählt zunächst ein Missgeschick, das ihm selbst
passiert ist.
Er rutschte auf der Straße aus, fiel und verletzte
sich dabei Arm und Nasenbein. Nur mühsam konnte er sich zu einem
Hauseingang schleppen. Sprechen konnte er wegen seines auf geschlagenen
und blutenden Mundes nicht. So versuchte er mit Mühe nach Hause
zu gehen. Auf dem Weg von etwa 400 Meter begegneten ihm mehrere
Menschen, eine Frau mit einem Mädchen, ein junges Paar, eine ältere
Frau, ein Mann, ein paar junge Burschen. Sie alle blickten ihn zu
nächst neugierig an, dann sahen sie weg und wandten sich ab.
„Wenn
doch wenigstens einer zu mir gekommen wäre und sich erkundigt hätte,
was mir zugestoßen sei, ob ich nicht Hilfe brauche“ – so dachte
Daniel Granin. „Aber es fand sich keiner.“ Später dachte er oft
über dieses Erlebnis nach. Er erinnerte sich an die Notzeiten in
und nach dem Krieg. Damals war das Gefühl noch lebendig, für einander
einstehen zu müssen und sich gegenseitig zu helfen. Aber jetzt waren
Gleichgültigkeit und Eigeninteresse zur Norm geworden. Der Begriff
der Barmherzigkeit wurde als altmodisch angesehen. Im früheren Leningrad
wurde bezeichnenderweise die „Straße der Barmherzigkeit“ in „Textilstraße“
umbenannt.
Der Schriftsteller zeigt in seinem Artikel auf, in
wie vielen Gebieten des Lebens die Barmherzigkeit verkümmert ist,
obwohl alle sich da nach sehnen. Er ist beunruhigt. Schließlich
schreibt er: „Ich habe keine Rezepte dafür, wie das gegenseitige
Verständnis, das wir alle brauchen, geweckt werden kann. …. Ein
einzelner Mensch wie ich kann nur die Alarmglocken läuten und alle
bitten, in sich zu gehen und zu überlegen, was zu tun ist, damit
Barmherzigkeit wieder Wärme in unser Leben bringt.“

Im heutigen St. Petersburg hat sich seitdem
einiges bewegt. Es entstanden freiwillige Hilfsgruppen, die in Krankenhäuser
und zu notleidenden Menschen gingen, um ihnen beizustehen und ein
wenig das Leben zu erleichtern. Engagierte Christen und Ordensleute
haben – auch mit westlicher Unterstützung – Suppenküchen und Übernachtungshäuser
für Obdachlose eröffnet. Die diakonische Arbeit der Kirchen entwickelt
mit Phantasie neue Hilfsangebote. Auch anderenorts kam einiges in
Gang. Man begriff auf einmal, dass der Verlust von Barmherzigkeit
etwas zu tun hatte mit dem Verlust des Glaubens an den Gott der
Liebe und der Barmherzigkeit in einer atheistischen Gesellschaftsordnung.

Zu gleich spüren wir deutlich, dass der Verlust von Barmherzigkeit
nicht nur die Gefahr für Menschen in den ehemaligen Ostblockstaaten
dar stellt, sondern ebenso die westliche Wohlstandsgesellschaft
gefährdet. Was hier zählt, ist das Geld. Der praktische Materialismus
ist zur Ersatzreligion geworden. Wer schwach erscheint, wird fallen
gelassen. Wer den Anforderungen einer modernen Leistungsgesellschaft
nicht gerecht wird, findet keinen Platz. Ich denke an die Arbeitnehmer,
deren Betrieb geschlossen werden soll. Ich denke an Jugendliche,
die keinen Ausbildungsplatz finden.

Ich denke an Menschen, deren Lebensplanung
gescheitert ist und die deshalb aus der Bahn geworfen wurden. Sie
alle empfinden schmerzvoll die Unbarmherzigkeit, der sie begegnen.

„Der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott. Er lässt dich
nicht fallen.“ Durch die ganze Bibel zieht sich dieses Staunen:
„Gnädig und barm herzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte“
(Ps. 103). Gegen alle Erfahrung von Gnadenlosigkeit und Unbarmherzigkeit
setzt die Bibel den Zuspruch „Gott ist barmherzig, er ist wie ein
Vater, der sich seiner Kinder erbarmt“. In diesem Bild vom Vater
kann Jesus das ganze Evangelium zusammenfassen.
Im Gleichnis
vom Vater und den beiden Söhnen macht er es anschaulich. Der Vater
wartet in unendlicher Langmut auf den Sohn, der ihn verlassen hat.
Und nach allem Schmerzlichen und Verletztenden (was geschehen ist)
hält er ihn nach der Heimkehr in den Armen und sagt: „Dieser ist
mein Sohn!“
Da kann Leben wirklich aufblühen, wo ich mich so
gehalten weiß. Andere nicht fallen zu lassen, das ist letztlich
nur dort möglich, wo ich selbst gehalten werde. Dass ich unter Gottes
Vergebung lebe, macht mich fähig, Schuld bei anderen nicht aufzurechnen.
Dass Gott mich nicht fallen lässt, gibt mir Geduld und ein weites
Herz für andere Menschen.

Wer Barmherzigkeit erfährt, kann sie auch
leben.

Jesus Christus hat die Barmherzigkeit Gottes
für uns anschaulich und begreiflich gemacht. Darum orientiert sich
unser Denken, Fühlen und Handeln an ihm, dem Mittelpunkt der christlichen
Gemeinde. Dann können wir Barmherzigkeit gemeinsam erfahren und
 leben.

Es mag sein, dass alles fällt, dass die Burgen
dieser Welt um dich her in Trümmer brechen. Halte du den Glauben
fest, dass dich Gott nicht fallen lässt: Er hält sein Versprechen.

Burkhard Schäfer, Pfr


Orgelneubau Talkirche: Erfreuliche Entwicklungen

 

Orgelneubau Talkirche:

Erfreuliche Entwicklungen

Sie erinnern sich: nach dem die Talkirchenorgel
immer störanfälliger wurde, bat das Presbyterium zwei Gutachter
jeweils um ein Gutachten. Dies waren Herr M. Schwartz (Orgelsachverständiger
der Ev. Kirche von Westfalen) und Herr Dr. F.-J. Vogt (Amt für Denkmalpflege).
Nach eingehender Prüfung empfahlen beide – unabhängig voneinander
– einen Orgelneubau im historischen Gehäuse.

 

Das Presbyterium berief dann einen Orgelausschuss,
der seine Arbeit im Februar 2004 auf nahm. Er sollte das Projekt
vorbereiten und vor allem die Finanzierung sichern. Denn von Beginn
an war allen Beteiligten klar, dass bei der angespannten Haushaltssituation
der Kirchengemeinde solche Projekte nur noch durch Spenden finanziert
werden können. Der Ausschuss entfaltete bald unter seinem Vorsitzenden
Superintendent i.R. Achenbach eine sehr rege und fruchtbare Tätigkeit.
Hier entstand z.B. die Idee, einen Weihnachtsmarkt rund um die Talkirche
zugunsten des Orgelprojektes zu organisieren. Mittlerweile haben
schon drei dieser Märkte stattgefunden und fanden das ungeteilte
Interesse und Lob der Geisweider Bevölkerung.  
Erstaunlich viele
Gemeindeglieder haben dabei mit gemacht. Durch die Weihnachtsmärkte
kamen insgesamt 33.000 € zusammen. Der Verkauf von Ansichtskarten,
Kalender und Orgelwein brachte weitere Einnahmen. Eine besondere
Form der Unterstützung stellte die Übernahme einer Orgelpfeifenpatenschaft
dar. 5 goldene, 3 silberne und 17 bronzene Patenschaften sind übernommen
worden. Das ergab 6.120 €. Die heimischen Chöre haben in dieser
Zeit eine große Solidarität erwiesen: der Bach-Chor Siegen, der
Gesangverein Konkordia-Frohsinn, der Seniorenchor Weidenau-Klafeld,
die DSB-Chöre Siegen-Nord, der Musikkreis unserer Gemeinde, die
Posaunenchöre und der Kirchenchor konzertierten zugunsten des Orgelprojektes.

Das Entscheidende waren allerdings die etwa
800 Einzelspenden von Gemeindegliedern. Ohne diese große Spendenbereitschaft
wäre das Projekt nicht zu verwirklichen gewesen. Einige Geisweider
haben anlässlich von runden Geburtstagen um Spenden für die Orgel
gebeten und auf Geschenke verzichtet. Ein Kindergottesdienstkind
hat sein Taschengeld als Spende gebracht. Schließlich hat ein Großspen
der 30.000 € überwiesen. Er war beeindruckt von dem Engagement in
Geisweid und wollte so den beispielhaften Einsatz unterstützen und
auch belohnen.

So sind wir nach 3 Jahren bei einem Spendenstand
von 227.053 € angekommen. Wir bedanken uns noch ein mal ganz herzlich
bei allen, die uns unterstützt haben und sagen „Vergelts Gott!“
Wir sind nun so weit, dass wir den ersten Bauabschnitt des Orgelneubaues
verwirklichen können. Dazu hat die Orgelbaufirma am 23.11.2006 ein
aktualisiertes Angebot über 215.000 € vorgelegt. Danach wird das
Instrument in seinem technischen Aufbau mit Windladen, Spiel- und
Registertraktur, Spieltisch, Windanlage und der Renovierung des
Gehäuses komplett erstellt. Allerdings bekommt die Orgel zu nächst
nur 9 Register – so weit reicht die augenblickliche Finanzierung.

Der Orgelsachverständige hat am 6.2.2007 den
Antrag auf Genehmigung des Orgelbau es bei der Westfälischen Landeskirche
stellen. Wir erwarten im Laufe des Monats Mai die Zustimmung der
Landeskirche, so dass dann umgehend die Auftragsvergabe erfolgen
kann. Mit Auftragsvergabe können wir beim Landesdenkmalamt einen
Zuschuss beantragen. Wir dürfen wohl ca. 25.000 € erwarten, so dass
dann noch weitere Register finanziert werden können.

Sie sehen, die Mühen der vergangenen drei
Jahre haben sich gelohnt. Über die weitere Entwicklung werden wir
Sie hier aktuell unterrichten. Sicher werden wir Sie auch zur gegebenen
Zeit zu einer Werkstattbesichtigung in der Orgelbauwerkstatt Mebold
in Siegen-Breitenbach einladen.

Burkhard Schäfer