Förderverein KiGa Sohlbach-Buchen


Unser Freundes-
und Förderverein des Ev. Kindergartens Sohlbach-Buchen e.V. wurde
1998 als gemeinnütziger Verein von Eltern gegründet, die den Kindergarten
ideell und finanziell fördern und unterstützen wollten. Das Budget
der Kindergärten reicht oft nicht aus, um neue Lernmaterialien,
Spiele oder Geräte in ausreichendem Maße anzuschaffen. Unser Verein
konnte durch Beiträge, Aktionen und Spenden dem Kindergarten Sohlbach-Buchen
z.B. Turnmatten, Bücher, Kaufladenzubehör, zwei Sofas und im letzten
Jahr ein Außenklettergerüst schenken. Wir gestalten dadurch den
Kindergarten mit, in dem unsere Kinder spielen, lernen, Freunde
finden und sich allmählich auf die Schule vorbereiten, gemäß unserem
Motto:


„ Der Kindergarten fördert
unsere Kinder.

Wir fördern den Kindergarten.“

Über ihre finanzielle
Unterstützung unserer Arbeit würden wir uns sehr freuen. Spenden
können auf das Konto des Freundes- und Fördervereins des Ev. Kiga
Sohlbach-Buchen e.V., Kto-Nr. 303 76 131, bei der Sparkasse Siegen
(BLZ 460 500 01) überwiesen werden.

Sylvia Andrick – Vorstand

Rückblick: Reformierte Konferenz

OKR Dr. Thorsten Latzel in Bad Laasphe

Heute Entscheidungen treffen

für die missionarische Kirche von morgen

Selbst Orkantief
„Emma“ konnte etliche Gemeindeglieder aus den Kirchenkreisen Siegen
und Wittgenstein nicht davon abhalten, an der Reformierten Konferenz
Südwestfalen im evangelischen Gemeindehaus Bad Laasphe teilzunehmen.
„Missionarische Gemeinde  – heute! Chancen und Aufgaben im
Wandel kirchlicher Wirklichkeit“ lautete das Thema, das dem Referenten
OKR Dr. Thorsten Latzel, EKD Hannover und gebürtiger Wittgensteiner,
gestellt war.

Dass
die beiden großen Volkskirchen zu Beginn des dritten
Jahrtausends besonderen Herausforderungen gegenüber
stehen, ist kein Geheimnis. Demographie, Überalterung
der Gesellschaft und zurück gehende Kirchenbindung machen
der evangelischen Kirche noch etwas mehr zu schaffen
als der katholischen Kirche. Jedes  Jahr verliert
die evangelische Kirche 285.000 Menschen. Also fast
genau so viele, wie die Einwohnerzahl des Kreises Siegen-Wittgenstein.
„Die Menschen in unserem Land entdecken neu die Religion
– und – die Kirchenmitglieder werden weniger, älter
und sozial begrenzter“, skizziert der Referent die Wirklichkeit.

Der
Rückgang der Kirchenmitglieder ist zu zwei Drittel bedingt
durch demographische Entwicklung. Die Volkskirche ist
überaltert. Jede zweite Amtshandlung ist heute eine
Trauerfeier. Hinzu kommen die nicht gering zu achtenden
Kirchenaustritte, die zumeist in Wellenbewegungen erfolgen,
wie beispielsweise Ende der 60er Jahre und nach der
Wiedervereinigung. Dem gegenüber treten etwa 65.000
Menschen jährlich in die evangelische Kirche ein oder
wieder ein.

Dr.
Thorsten Latzel zeigte in Bad Laasphe auf, was es heute
heißen kann, missionarisch Kirche zu sein.

Foto: Karlfried
Petr
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Kirchenmitgliedschaft
wird heute nicht mehr sozial vererbt, sondern im Laufe eines Lebens
zu einer bewussten Entscheidung. Kirchenaustritte sind heute kein
Tabu-Thema mehr, weiß der Oberkirchenrat aus Hannover. Latzel: „Meines
Erachtens befinden wir uns gegenwärtig in einer Art „Schlüssel-Zeit“,
in der sich entscheidet, ob sich die Kirchenaustritte zu dauerhafter
Konfessionslosigkeit verfestigen und so im negativen Sinne sozial
weiter gegeben werden – oder ob es gelingt, Menschen neu einen Weg
zu ihrer Kirche zu eröffnen“. Wenn man davon ausgehe, dass die beiden
großen Austrittswellen in den vergangenen 35 Jahren entstanden seien,
so hätten diese geschätzten 5 Millionen Menschen noch einen lebensbiographischen
Bezug zur Kirche durch Taufe, Konfirmation oder kirchliche Trauung.
Diese Menschen böten ein Wachstumspotential, wenn es gelänge, ihnen
einen neuen Zugang zur Kirche zu eröffnen, bevor sich die Konfessionslosigkeit
verfestigt habe.  

Deutlich machte
der Pfarrer, dass die evangelische Kirche in einem Bildungsdilemma
stecke. Die Kirche sei auf Bildung angewiesen, die Gebildeten kehrten
ihr aber den Rücken. Dies habe unlängst die vierte Kirchenmitgliedschaftsstudie
der EKD gezeigt. Um die Einstellungen der Kirchenmitglieder besser
begreifen zu können, erhebt die EKD im Abstand von 10 Jahren jeweils
sehr eingehend das, was die Menschen innerhalb wie außerhalb über
Kirche, Glaube und Gott denken. Herausgebildet wurden sechs Typen
von Lebensstilen, die unterschiedlich in die Kirche eingebunden
sind: hochkulturell, einfach-bürgerlich, jugendkulturell, liberal-urban,
praktisch-gesellig und gering gesellschaftlich integriert. Am stärksten
ausgeprägt ist eine Austrittsneigung bei den jugendkulturell ausgerichteten
jungen Menschen. Latzels Fazit anhand der Untersuchungsergebnisse:
Bestimmte Milieus und Lebensstile haben schon jetzt fast keinen
Raum mehr in der Kirche. Ihnen sollte sich die Kirche besonders
zuwenden.

Anhand von Leitthesen
zeigte der Referent auf, vor welchen Herausforderungen  gegenwärtig
missionarische Arbeit auf Gemeindeebene steht. Alle diese Thesen
setzen ein Vertrauen voraus, dass das Leben, Reden und Tun der Kirche,
sich gründet auf Gottes Geist, der die Gemeinde Jesus Christi beruft,
sammelt, begabt und bis an das Ende der Zeiten erhält. Dies entbinde
die Gemeinden jedoch nicht davon, die Einladung zum Glauben und
zur Teilnahme am Leben der Kirche zu fördern und zu entfalten.

In diesem Vertrauen,
so Latzel, müssten heute die Menschen in jeweiligen sozialen Milieus
offen wahrgenommen werden. Es gelte, das Evangelium einladend zu
bezeugen und biblische Texte sowie  kirchliche Traditionen
verstärkt im Horizont der Gegenwart und auf klar verständliche Weise
neu zu vermitteln. Die  „Sprachfähigkeit des Glaubens“, die
von der Hoffnung des eigenen Lebens zu erzählen wisse, müsse gefördert
werden. Zu den überzeugendsten Botschaften des Evangeliums gehöre
das Leben der Glaubenden und der Gemeinde, geprägt vom befreiten,
glaubwürdigen Umgang mit eigenen Stärken und Schwächen sowie der
unbedingten Annahme Gottes. Dem Gottesdienst komme für den Zuspruch
des Evangeliums eine besondere Bedeutung zu. In den Amtshandlungen
erführen Menschen in „Schlüsselzeiten“ ihres Lebens kirchliche Begleitung.
Die Mitarbeitenden gehörten zu dem größten Schatz, den die Gemeinden
besäßen. Sie würden künftig noch stärker an der Vermittlung des
christlichen Glaubens beteiligt sein. Dafür bedürfe es jedoch einer
Kultur der Anerkennung, Wertschätzung und Förderung.

Zum Schluss gab
Thorsten Latzel einige konkrete Hinweise zu verändertem kirchlichen
Handeln. Häufig orientiere man sich in der Kirche an der „gefühlten
Situation“ und damit an der Binnensicht derjenigen Menschen, die
die so genannte Kerngemeinde bildeten. Hier gelte es einen Perspektivenwechsel
zu vollziehen und Kirche einmal aus der Sicht der 90 Prozent der
Kirchenmitglieder zu sehen, die nicht in der Kerngemeinde auftauchen.

Ein Pfarrer habe
das bei einer Visitation einmal so ausgedrückt: Ich arbeite in einer
Stadt mit 10.000 Einwohnern, 3000 gehören davon der evangelischen
Kirche an, ca. 150 Menschen tauchen davon im engeren Kreis der Gemeinde
auf, und 10 Menschen legen dann ausgerichtet an den 150 Menschen
fest, was die Ziele sind. Aber eigentlich müssten wir doch auf die
10.000 zielen.

Latzel: „Wer die
eigene Wahrnehmung verändert und über die Ziele der eigenen Arbeit
klar wird, der steht damit dann irgendwann vor der Notwendigkeit,
Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen darüber, was wir als Kirche
tun wollen – und ebenso wichtig: was wir als Kirche zukünftig lassen
wollen. Dabei gilt es zu fragen, wie Sie sich in 20, 30 Jahren die
Kirche unter den veränderten Rahmenbedingungen wünschen und vorstellen.
Und was müssen Sie heute tun, um in Zukunft so oder noch besser
dazustehen?“

kp

Auf ein Wort ….

AUF EIN WORT …

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt
und erstirbt, bleibt es allein;
wenn es aber erstirbt, bringt
es viel Frucht.

Johannes
12,24 –  Wochenspruch für den Sonntag Lätare (1.3. 2008)
 

Im Märzen spannt
der Bauer bekanntlich die Rösslein an, pflügt seinen Acker und sät
das Korn, das er im Spätsommer ernten möchte. Heutzutage und hierzulande
kommt das „Rösslein“ in der Regel auf vier Rädern und stark motorisiert
daher, aber ansonsten hat sich am Vorgang seit Jahrtausenden wenig
geändert. Denn Getreide wächst nun mal nur so: Einen Teil dessen,
was man geerntet hat, muss man wieder aussäen, damit es auch weiterhin
etwas zu ernten gibt. Wer nur kurzfristig denkt und die ganze Ernte
zu Mehl und dann zu Brot verarbeitet, hat im nächsten Jahr nichts
mehr – oder muss es teuer einkaufen.

Bei unseren riesigen
Agrarüberschüssen mag sich das von selbst verstehen, aber in ärmeren
Zeiten wird es manchen Bauern hart angekommen sein, sich das nötige
Saatgut buchstäblich vom Mund abzusparen. Da war die Versuchung
manchmal groß, lieber jetzt satt zu werden als an die Zukunft zu
denken. Und es kostete Überwindung, das Korn, statt es in die Mühle
zu bringen, erst einmal wegzuwerfen, um es vielfältig zurückzuerhalten
– und das auch nur, wenn alles gut ging. Trotzdem hätte jeder vernünftige
Bauer die Aussage Jesu unterstützt: „Wenn das Weizenkorn nicht in
die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt,
bringt es viel Frucht.“

Aber Jesus geht
es ja nicht um Bauernweisheiten. Wenn er vom Weizenkorn spricht,
dann meint er damit sich selbst und die, die ihm nachfolgen. Denn,
so geht es weiter, „wer sein Leben lieb hat, der wird es verlieren;
und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird es erhalten zum
ewigen Leben.“

Das hören wir
nicht gern. Wir können uns kaum vorstellen, dass man sein Leben
loslassen muss, um es zu gewinnen, dass es notwendig sein könnte,
das Leben zu verlieren, damit es an sein Ziel gelangt und seinen
Sinn erfüllt.

Aber wir brauchen
ja nur an Jesus zu denken: Was wäre gewesen, wenn er seinen Leidensweg
nicht gegangen wäre, wenn er sich der Verhaftung entzogen hätte,
um sein Leben irgendwo in stiller Abgeschiedenheit zu Ende zu leben?
Vielleicht wäre er dann glücklich im Kreis seiner Kinder und Enkel
alt geworden und schließlich einen friedlichen Tod gestorben, aber
er wäre heute vergessen. Denn er hätte dadurch alles entwertet,
was er vorher gesagt und getan hatte. Er hätte nicht dazu gestanden,
dass in ihm Gott zu den Menschen kam, und wir wüssten nichts von
der menschlichen Seite Gottes, blieben verstrickt in unsere Gottesferne
und in all die Schuld, die wir dadurch auf uns laden. Nur durch
den Tod Jesu hindurch konnte Gottes Liebe wirklich zu uns gelangen.
Ohne diesen Tod wäre sie sinnlos verschwendet gewesen. Wie ein Weizenkorn,
das zermahlen und aufgegessen wurde, bevor es Frucht bringen konnte.

Soweit zu Jesus.
Aber wie steht es mit uns? Könnte es auch für uns notwendig sein,
die Länge oder die Qualität unseres Lebens zu verkürzen, damit es
für andere Frucht bringt? Wenn ja, dann jedenfalls nur so, dass
es unsere eigene Entscheidung ist. So wie bei Sophie Scholl zum
Beispiel, die überzeugt war, nur mit sich selbst und mit Gott im
Reinen bleiben zu können, wenn sie ihr Leben im Widerstand gegen
Hitler hingab. Gottlob werden uns hier und heute solche Entscheidungen
nicht abverlangt. Aber eins gilt auch für uns: Unser Leben kann
nicht fruchtbar sein, wenn wir es ganz für uns behalten und nur
an uns selber denken. Nur wenn wir es mit anderen teilen, für andere
einsetzen, gewinnt es vor Gott einen Sinn. Deshalb rät uns die diesjährige
Fastenaktion zu „sieben Wochen ohne Geiz“: Sie will uns ermutigen,
mit dem, was wir an Zeit, an Geld, an Hab und Gut, an Menschlichkeit
besitzen, verschwenderisch umzugehen – zugunsten unserer Mitmenschen.
Es so zu sehen und entsprechend zu handeln, entspricht wahrlich
nicht dem Zeitgeist. Aber es bringt Gottes Geist in unsere Zeit.
Und darauf kommt es an.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete
Passions- und Osterzeit!

Ihr Pastor Martin Klein

Neues aus der Gemeinde und Presbyterium

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Peter – Christian Rose

  • Diakoniestation: Weihnachtsfeier

Am 29. November
lud die Diakoniestation Geisweid 80 pflegebedürftige Frauen und
Männer in den großen Saal des Wenschter Gemeindezentrums ein, um
sie mit einem abwechslungsreichen Programm zu verwöhnen. Die fünfzehn
 Mitarbeitenden der Station hatten ein tolles Kuchenbuffet
aufgebaut, außerdem trugen sie verschiedene Lieder vor. Schwester
Renate Wagner spielte auf der Gitarre und Schwester Gabriele Schneider
las die Weihnachtsgeschichte vor. Die Ansprache von Pfarrer Dr.
Martin Klein bot Nachdenkliches und Hoffnungsvolles. Danach wurden
die Gäste von Friedhelm Weigel auf der Mundharmonika und von Hermann
Ochel am Klavier unterhalten. Den Höhepunkt der Feier steuerten
dann aber die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Jasminweg
bei: Sie tanzten, trugen Gedichte vor und überraschten die älteren
Patienten mit kleinen Geschenken und vielen schönen Bastelarbeiten.

  • Traueranzeige: Hoffnung

Walter Nienhagen,
unser langjähriger Landrat, verstarb am 16. Dezember nach einem
mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt. Anfang Mai 2007 hatte er in
der Bodelschwinghstraße oberhalb der Talkirche noch seinen 80. Geburtstag
feiern können („Gemeinde jetzt“ berichtete darüber). Viele Jahrzehnte
lang setzte er sich aktiv in Kirche und Gesellschaft ein; durch
sein Leben und Wirken konnte er auf überzeugende Weise deutlich
machen, wie beide Bereiche zusammengehören. In der Traueranzeige
formulierte es unsere Superintendentin Annette Kurschus, so: „Als
Kirchenmann machte er es zu seinem Hauptanliegen, die in der Industrie
beschäftigten Menschen im Blick zu behalten. Im Licht des Evangeliums
für das Wohl von Männern und Frauen in ihrem täglichen Arbeitsleben
einzutreten, war für ihn eine wichtige Form der Mission und somit
ein unverzichtbarer Auftrag der Kirche.“ Walter Nienhagen blieb
sich in all seinen Schaffensjahren seiner christlich geprägten,
sozialpolitischen Grundüberzeugung treu, dass der Mensch vor Geld
und Gut zu stehen habe. „Wir danken Gott für die Spuren, die Walter
Nienhagen in der evangelischen Kirche hinterlässt. In unserer Trauer
sind wir getragen von der Hoffnung, dass er mit seinem Sterben den
verheißungsvollen Weg in ein neues Leben und eine neue Fülle bei
Jesus Christus angetreten hat.“

  • Adventssammlung: Endabrechnung

Es ist eine überaus
schwere Tätigkeit, die von den Sammlerinnen und Sammlern der Diakonie
zweimal im Jahr verrichtet wird. Sie opfern Zeit und Kraft, und
nicht an allen Türen werden sie freundlich empfangen. Um so mehr
muss ihr Einsatz gewürdigt werden, um so mehr verdient er unsere
besondere Anerkennung und unseren Dank! Die Ehrenamtlichen erbitten
Geld für die vielfältigen diakonischen Aufgaben in unserer Gemeinde
und in unserer Gesellschaft. Denn: Immer mehr Menschen leben nicht
auf der Sonnenseite des Lebens. Es gibt viele, die gerade heute,
in einer Zeit, in der nahezu alles verfügbar erscheint, Mangel leiden,
die krank, behindert und einsam sind, die mit ihrem Leben nicht
mehr zurechtkommen. Die Diakonie in unserer Kirche möchte diesen
Leuten in ihrer Not und in ihrer Ratlosigkeit beistehen, sie begleiten
und ihnen neue Hoffnung, Lebensmut und Zuversicht geben. Die letzte
Adventssammlung stand unter dem Leitwort „Türen öffnen“ und wurde
in ganz Westfalen in der Zeit vom 24. November bis zum 15. Dezember
durchgeführt. Friedhelm Bäcker, der die Sammlung in Klafeld erstmalig
koordinierte und Anfang Januar die Endabrechnung vorlegte, hätte
gern einen höheren Betrag vermeldet: „Insgesamt sind 9.307,37 €
gespendet worden. Die Zeiten, in denen ein Rekordergebnis das andere
jagte, scheinen vorbei zu sein!“ Die Spendenfreudigkeit habe abgenommen,
vor allem aber gebe es inzwischen nicht mehr genügend Sammlerinnen
und Sammler. Und er fügte hinzu: „In erster Linie im neuen 1. Pfarrbezirk.“
Vielleicht fühlen Sie sich ja jetzt angesprochen, vielleicht suchen
Sie ja schon seit längerem eine sinnvolle Tätigkeit, vielleicht
wollen ja auch Sie anderen Menschen helfen?! Friedhelm Bäcker wohnt
im Fasanenweg 6 und ist unter der Rufnummer 8 37 22 zu erreichen.
 

  • Gemeindebüro: Verabschiedung

Rückblick: In
den Monaten November und Dezember 1993 wurde sie zusammen mit Christine
Albertin im Gemeindebüro eingewiesen, im Gottesdienst am 9. Januar
1994 wurden sie und ihre Kollegin dann der Gemeinde vorgestellt
und offiziell in ihren Dienst eingeführt. Die Rede ist von Hella
Jochum. Beide schafften es damals, sich ganz schnell in die neue
Materie einzuarbeiten; ein neu angeschaffter Computer, dem man anfangs
nicht so recht traute, half beim täglichen Schriftverkehr und beim
Speichern wichtiger Daten und Adressen. Hella Jochum und Christine
Albertin schafften es auch recht schnell, dass man sie die „guten
Geister“ vom Gemeindebüro nannte, ausgestattet mit fachlichem Können,
beispiellosem Fleiß und nicht aufgesetzter  Freundlichkeit.
Inzwischen sind vierzehn Jahre vergangen.

Hella Jochum hat
ihren Klafelder Arbeitsplatz verlassen und ist nach Siegen ins Kreiskirchenamt
gewechselt. Ihre neue und direkte Chefin ist jetzt keine Geringere
als die Superintendentin, deren Sekretariat sie nun leitet! Im Gottesdienst
am 16. Dezember in der Talkirche wurde Hella Jochum von Pfarrerin
Almuth Schwichow verabschiedet.
Die Vorsitzende unseres Presbyteriums
lobte ihre Sachkenntnis und ihre Menschlichkeit. „Auf Hella Jochum
konnte man sich fachlich und menschlich immer verlassen! Für alle
hatte sie ein offenes Ohr und ein freundliches Wort. Wir werden
sie und ihren Humor und ihr ansteckendes Lachen sehr vermissen.“
Pfrn. Schwichow dankte Hella Jochum für ihr Engagement und für alles,
was sie für die Kirchengemeinde Klafeld geleistet hat. Als sichtbare
Anerkennung überreichte sie einen Blumenstrauß und einen Buchgutschein.
Hella Jochum selbst erläuterte, warum sie nach Siegen gegangen sei.
In Klafeld habe sie nur eine 50% – Stelle innegehabt, eine weitere
gleichen Umfangs bei der Kirchengemeinde Weidenau. „Im Kreiskirchenamt
ist es nun eine volle und zugleich sichere Stelle!“ Deshalb gehe
sie nicht nur mit einem weinenden, sondern auch mit einem lachenden
Auge. Als neue Mitarbeiterin im Gemeindebüro und als neue Kollegin
von Christine Albertin begrüßte Pfrn. Schwichow Brigitte Veltzke.
Auch sie erhielt einen bunten Blumenstrauß und viele gute Wünsche
für ihren Dienst.
 

  • Ökumene: Sternsingeraktion

„Wir kommen daher
aus dem Morgenland, wir kommen geführt von Gottes Hand, wir wünschen
euch ein fröhliches Jahr, Caspar, Melchior und Balthasar“, mit diesem
Lied zogen Anfang Januar 34 katholische und evangelische Sternsinger
durch die Straßen im Wenscht, in Sohlbach und Buchen. Ausgestattet
mit dem gesegneten Stern, der Kreide, dem Weihrauch und den Kronen
waren die Mädchen und Jungen unterwegs für die weltweit größte Solidaritätsaktion,
bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Der Einsatz der
Sternsinger unter der Leitung von Christine Bänfer, Katja Mohn und
Christiane Stötzel-Ditsche wurde reichlich belohnt: Man sammelte
insgesamt 2.696,26 €. Das Geld kommt wieder dem Kindererholungsheim
„Katilandia“ in Trujillo (Peru) zugute. Noch erfolgreicher waren
die 41 Sternsinger beider Konfessionen, die von Pastor Karl-Hans
Köhle in St. Joseph ausgesandt wurden. Beim Überbringen des Segens
„Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus“ sammelten
die kleinen und großen Könige 6.373,31 € für „Die eine Welt“. Als
Dankeschön ging es am 12. Januar mit dem Bus nach Paderborn; dort
fand im Hohen Dom eine Dankfeier mit Weihbischof Mathias König statt.

  • Projekte: Schallmauer

In den Monaten
September und Oktober baten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser,
um Spenden für „Gemeinde jetzt“, unsere Kirchennachrichten, die
Sie gerade durchblättern. Insgesamt kamen 4.735,00 € zusammen. Zu
addieren sind jene 565,00 €, die in den ersten acht Monaten des
Jahres 2007 auf unserem Konto eingingen. Aufrichtigen Dank! Der
hohe Endbetrag bedeutet für uns Redakteure zweierlei, zum einen
Anerkennung unserer ehrenamtlichen Arbeit, zum anderen Ansporn und
Motivation für die Erstellung der nächsten Ausgaben und für die
ständige Aktualisierung unserer Internet-Seiten. Durch die Spendengelder
und durch die Werbeeinnahmen sind die Druck- und Herstellungskosten
von „Gemeinde jetzt“ für das Jahr 2007 wieder gedeckt. Auf Haushaltsmittel
muss also erneut nicht zurückgegriffen werden! – Für das Projekt
„Brot für die Welt – Gegen Kinderarbeit in Indien“ sind auch schon
2.487,79 € bei uns eingegangen. Wir sind froh und dankbar, dass
nicht nur für Vorhaben und Gruppen in Klafeld gespendet wird, sondern
auch für arme und Not leidende Menschen in den Entwicklungsländern.
– Inzwischen haben wir in unserer Gemeinde 84 Projekte durchführen
können. Seit Beginn der Aktion im Januar 1994 sind insgesamt 193.320,73
€ gespendet worden. Mit einem solchen Erfolg hatte im Presbyterium
damals niemand gerechnet. Und wenn alles normal verlaufen sollte,
werden wir in diesem Jahr die Schallmauer von 200.000 Euro durchbrechen!
 

  • Entlastungsdienst: Atempause

„Er ist wie mein
Schatten. Stets sucht er meine Nähe. Die Orientierung ist sein Hauptproblem.
Meist findet er nicht vom Bad ins Schlafzimmer zurück. Ich muss
aufpassen, dass er das Haus nicht unbemerkt verlässt, auf die Straße
läuft und nicht mehr zurückfindet.

Auch weiß mein
Mann nicht, dass ich seine Ehefrau bin. Meist bin ich für ihn seine
Vertraute, bei der er sich auch manchmal über seine Ehefrau beschwert,
weil sie die ganze Nacht zum Tanzen war… .“ Als Brigitte Weber-Wilhelm
vom Verein „Atempause Hüttental“ den Gottesdienstbesuchern vorliest,
was Karin Anders (64) vom Leben mit ihrem demenzkranken Partner
aufgeschrieben hat, ist es in der Talkirche minutenlang mucksmäuschenstill.
Betroffenheit macht sich breit… Dem Gottesdienstplan hatte man
gar nicht entnehmen können, dass am 27. Januar ein besonderer Gottesdienst
stattfinden würde. Nicht nur Pfarrer Dr. Martin Klein ist anwesend,
sondern neben Brigitte Weber-Wilhelm auch noch Ulrike von Bünau,
Ursula Fries, Annette Fritsche und Ursula Behr. Unter dem Leitgedanken
„Würde bewahren – Nähe erfahren“ informieren sie die Gottesdienstbesucher
über die sehr langsam fortschreitende Krankheit und über den Verein,
einen Entlastungsdienst für pflegende Angehörige von Menschen mit
Demenz. In der letzten Ausgabe von „Gemeinde jetzt“ wurde schon
genauer auf das Angebot des Vereins, auf dessen Organisation und
die Kosten der Betreuung eingegangen. Die fünf Mitarbeiterinnen
übernehmen im Gottesdienst auch das Eingangsgebet, die Fürbitten
und die Segensworte. Beim anschließenden Kirchkaffee beantworten
sie bereitwillig und kompetent alle aufkommenden Fragen. Dabei erfahre
ich, dass es im Kreis Siegen-Wittgenstein 4.100 Demenzkranke gibt
und dass der Verein in der letzten Zeit schon 40 Mitglieder und
acht qualifizierte Helferinnen und Helfer gewinnen konnte. Zum Schluss
ein Hinweis: Dieser Ausgabe unseres Gemeindebriefs liegt ein Flyer
des Vereins bei, dessen Beachtung wir nur empfehlen können.
 

  • Kirchenladen: Eröffnung

Für März ist nun
die Eröffnung des Kirchenladens in der Kölner Straße in Siegen geplant.
Der gewitzte, mehrdeutige Name „offenBar“ soll zugleich Programm
sein: Offen will sich die Kirche in die Stadt einbringen. Kirchenferne
sollen Informationen und Angebote der einzelnen Kirchengemeinden
erhalten. Aber auch Eintrittskarten für Kirchenkonzerte kann man
hier erwerben. Den Besuchern des Ladens soll freundlich, unaufdringlich
und kompetent begegnet werden. Hier kann man eine Tasse Tee oder
einen Capuccino trinken; hier findet man ein Bücherregal mit wechselnder
Literatur und kann fair gehandelte Produkte kaufen. Was aber besonders
wichtig ist: Im Kirchenladen wird es möglich sein, schnell und auf
ganz unkomplizierte Art und Weise wieder in die evangelische Kirche
einzutreten. Für die Arbeit werden noch Mitarbeitende gesucht, die
sich in der hiesigen Kirchenlandschaft einigermaßen auskennen und
gewillt sind, ehrenamtlich mitzuarbeiten.

  • Presbyterium: Vorsitzwechsel

Pfarrerin Almuth
Schwichow wird am Abend des 31. März mit Sicherheit aufatmen. Die
Mitglieder des Presbyteriums und auch viele Gemeindeglieder kennen
den Grund: Ihre Amtszeit als Vorsitzende des Leitungsgremiums endet.
Sie dauerte diesmal aber nicht – wie sonst üblich – ein Jahr, sondern
wegen der langen Vakanz im Wenscht gleich 27 Monate. Und diese Zeit
war nach dem Kirchenkampf in den Jahren 1934 bis 1945 bisher wohl
die schwerste für unsere Kirchengemeinde! Ich nenne nur zwei Stichworte:
Haushaltssicherung und die Stilllegung eines Gemeindehauses und
dreier Gottesdienststätten. In den vielen Monaten der Neustrukturierung
und Umorganisation hat Pfrn. Almuth Schwichow mit hohem Einsatz
und mit viel Umsicht agiert. Dafür auch von dieser Stelle ein großes
Lob und ein herzliches Dankeschön! Daneben waren die „normalen“
Amtsgeschäfte einer Vorsitzenden und der Pfarrdienst in Bezirk und
Gemeinde zu verrichten. Nicht zu vergessen die schon erwähnte und
fast nicht enden wollende Vakanzvertretung. Nur wenige wissen, wie
schwer und wie anstrengend und wie belastend die letzten 27 Monate
für unsere Pfarrerin waren. Am 1. April übergibt sie die Amtsgeschäfte
an Pfarrer Dr. Martin Klein. Er fungiert zum ersten Mal als Vorsitzender
des Klafelder Presbyteriums. Am 21. Januar konnte er schon einmal
„üben“, als er seine plötzlich erkrankte Kollegin vertreten musste
und die Sitzung unseres Leitungsgremiums zu leiten hatte. Wir wünschen
ihm für die verantwortungsvolle Tätigkeit viel Kraft und Geschick
und Gottes Segen!

Kurz notiert


  • Zum Team
    der Guten-Abend-Kirche gehören, Rosel Joppich, Heike Katz, Pfrn.
    Almuth Schwichow, Erika Nöll, Jutta Mühlnikel, Andrea Fink,
    Ingrid Fritsche und Pfr. Dr. Martin Klein.
  • Ab Februar
    erscheint in unseren beiden katholischen Schwestergemeinden
    St. Joseph und St. Marien ein gemeinsamer Pfarrbrief.
  • Der Ökumene-Dezernent
    unserer Landeskirche, Pfr. Dr. U. Möller, wurde in Bielefeld
    für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.
  • In den Gottesdiensten
    am 24. Dezember betrug die Kollekte in unserer Gemeinde insgesamt
    6.127,38 Euro. Herzlichen Dank!
  • Überaus erfolgreich
    startete der Weltladenverkauf am 6. Januar nach der Guten-Abend-Kirche
    in der Wenschtkirche, es wurden Waren im Wert von 118,70 Euro
    verkauft!
  • Die Verantwortlichen
    aller Chöre und Gemeindegruppen trafen sich am 14. Januar unter
    der Leitung von Pfrn. A. Schwichow und Kirchmeister H. Heinbach
    im Pfarrhaus II zu einem Erfahrungsaustausch und zu Planungen
    für das Jahr 2008.
  • Franz Josef
    Breuer (65), seit über 40 Jahren Kirchenmusiker in St. Joseph,
    wird am 5. April in den Ruhestand verabschiedet.
  • Der Monatsspruch
    für April lautet: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort
    zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“ (1.Petrus
    3,15).
  • Bisher sind
    für die Orgel in der Talkirche bereits 9 goldene, 4 silberne
    und 19 bronzene Patenschaften übernommen worden; vielleicht
    haben ja auch Sie Interesse, eine Patenschaft zu übernehmen!?
  • In einem
    Schreiben teilte uns die Superintendentin mit, dass der KSV
    (Kreissynodalvorstand) des hiesigen Kirchenkreises die Fortschreibung
    unseres Haushaltssicherungskonzeptes genehmigt hat.
  • Am 31. August
    findet im Siegerlandzentrum ein Ökumenischer Gottesdienst aus
    Anlass des 675-jährigen Ortsjubiläums von Weidenau statt.
  • Zum Schluss
    ein Zitat neueren Datums: „Ich wünsche mir von den Christen
    in unserem Land, dass sie Gott die Ehre geben. In den Gottesdiensten
    und durch ein Leben, das Gott gefällt.“ (Martin Dutzmann, Landessuperintendent
    der Lippischen Landeskirche)

Peter – Christian Rose