Kurz notiert

 

  • Der Mann
    mit dem grünen Schirm – Sie erinnern sich? Am 22. August erschien
    in der Siegener Zeitung („Besinnliches“) zum zweiten Mal ein
    Beitrag von Pfr. Dr. Martin Klein.
     
  • Pilgerrekord
    auf dem spanischen Jakobsweg: Zwischen Januar und Juni 2009
    sind insgesamt 48.969 Pilger in Santiago de Compostela angekommen!

     
  • Der Hauptpreis
    beim Kinderfest ging in diesem Jahr an Corolin Mühlnikel aus
    dem Starenweg: Die Fahrt mit einem Heißluftballon führte sie
    am 26. August von Mudersbach nach Kreuztal-Eichen.
     
  • Weltweit
    wird die Zahl der Christen auf 2,145 Milliarden beziffert, die
    der Muslime auf 1,280 Milliarden; unter den Christen bilden
    die Katholiken mit 1,165 Milliarden die größte Gruppe.
     
  • „Wir halten
    zu euch; wir weichen euren Fragen nicht aus; wir öffnen euch
    nicht mit Gewalt, sondern laden euch ein, Jesus von Nazareth
    und unserem Gott zu begegnen. Und vielleicht wird das ja der
    Schlüssel für euer ganzes Leben“, so Pfr. Frank Boes in seiner
    Predigt am 30. August bei der Begrüßung der neuen Konfirmandinnen
    und Konfirmanden.
     
  • Unser Presbyterium
    traf sich am 11. September im Gemeindehaus Tal mit den Pfarrgemeinderäten
    von St. Joseph und St. Marien zu einem regen Gedankenaustausch.
     
  • Zwei Tage
    später fand in Sohlbach-Buchen unter der Regie des Landfrauenverbandes,
    des GV „Eintracht“ und der Freiwilligen Feuerwehr das Kartoffelbratfest
    statt; den  Gottesdienst zu Beginn leiteten Pfr. Dr. Martin
    Klein und Pastor Norman Kämpfer von der FeG.
     
  • Wir gratulieren
    unseren sechs Kindertageseinrichtungen und dem Kita-Ausschuss
    um Pfr. Frank Boes ganz herzlich zur Zertifizierung und zum
    Gütesiegel „Familienzentrum NRW“!
     
  • Aus beruflichen
    Gründen erklärte Inge Behm zum 24. September ihren Rücktritt
    aus unserem Presbyterium; wir danken ihr für ihren Dienst seit
    Frühjahr 2004. Im Fachausschuss für Tageseinrichtungen für Kinder
    möchte sie aber weiterhin mitarbeiten.
     
  • Das vierte
    Septemberwochenende verbrachte der Frauentreff Wenscht in Wiesbaden.
     
  • In unseren
    beiden katholischen Schwestergemeinden St. Joseph und St. Marien
    finden am 7. und 8. November Wahlen zum Pfarrgemeinderat und
    zum Kirchenvorstand statt; wir wünschen eine ausreichende Anzahl
    von Kandidaten und eine hohe Wahlbeteiligung!
     
  • Der Bundesverband
    Deutsche Tafel rechnet mittelfristig mit einer Zunahme der Armut
    in unserem Land; schon jetzt versorgen die über 840 örtlichen
    Tafeln bundesweit rund eine Million Bedürftige mit Lebensmitteln
    und Waren des täglichen Bedarfs.
     
  • Ihr 25-jähriges
    Dienstjubiläum feiert am 1. Dezember Erzieherin Barbara Mäusezahl
    (Kita Jasminweg). Dazu die herzlichsten Glück- und Segenswünsche!

Peter – Christian Rose

Ökumenische Bibelwoche

 

„Kampf und Segen“

Ökumenische Bibelwoche
über
die Jakobsgeschichten im ersten Buch Mose (Genesis)

 16. – 20. November 2009

Stellen Sie sich
vor, Sie wären Gott und müssten den Stammvater eines Volkes erwählen,
das Ihnen besonders nahe stehen soll: Würden Sie sich dann einen
wie Jakob aussuchen? Einen gerissenen Betrüger, der den eigenen
Vater belügt und den Bruder um sein Erbe prellt? Der sich der Strafe
dafür durch Flucht entzieht und im Ausland mit zweifelhaften Methoden
ein Vermögen macht? Der schließlich voller Angst und schlechtem
Gewissen in die Heimat zurückkehrt und heilfroh sein kann, dass
der betrogene Bruder nicht nachtragend ist?

Nein, Israel stellt
seinen Urahn nicht als strahlenden Helden dar. Er ist ein Mensch
mit Stärken und Fehlern wie du und ich. Und doch stellt Gott gerade
ihn unter seinen Segen. Das reizt zum Nachdenken, auch zum Widerspruch.
Und es lässt uns fragen, was das eigentlich für ein Gott ist, der
so handelt. Und was dieses Handeln wiederum für uns Menschen bedeutet,
die es wie Jakob mit diesem Gott zu tun bekommen.

Sie merken schon:
Es erwarten uns spannende Texte in der diesjährigen Ökumenischen
Bibelwoche: Texte, zu denen man nicht einfach andächtig mit dem
Kopf nicken kann, sondern mit denen man sich auseinandersetzen muss,
um Gott und sich selber dabei besser kennen zu lernen. Das wollen
wir als evangelische und katholische Christen gemeinsam tun und
laden Sie herzlich dazu ein!

  • Montag,
    16.11., 19.30 Uhr
    , ev. Gemeindezentrum Wenscht:
    „Zwei
    Völker sind in deinem Leib“ – Esau, Jakob und das Recht der
    Erstgeburt
    (Gen/1.Mose 25,19-34)
  • Dienstag,
    17.11., 19.30 Uhr
    , ev. Gemeindezentrum Wenscht:
    „Gottes
    Segen kommt anders“ – Jakob erschleicht sich den Erstgeburtssegen

    (Gen/1.Mose 27,1-45)

  • Mittwoch,
    18.11., 19.30 Uhr
    , ev. Talkirche in Geisweid:
    „Gesegnetes
    Erwachen“ – Jakobs Traum
    (Gen/1.Mose 28,10-22)
    Ökumenischer
    Gottesdienst zum Buß- und Bettag

  • Donnerstag,
    19.11., 19.30 Uhr
    , kath. Pfarrheim St. Joseph, Weidenauer
    Straße
    „Zwischenräume entdecken“ – Jakobs Frauen und
    Kinder
    (Gen/1.Mose 29,1-35)
  • Freitag,
    20.11., 19.30 Uhr
    , kath. Pfarrheim St. Joseph:
    „Wer ist
    Gott?“ – Der Kampf am Jabbok
    (Gen/1.Mose 32,2-33)

 

Grüße aus Bagamoyo

Grüße aus Bagamoyo

In
diesem Sommer war ich zum dritten Mal in Tansania und habe unsere
Partnergemeinde in Bagamoyo besucht. Bagamoyo, heute ein etwas verschlafener
Ort am Indischen Ozean, war einst Zielpunkt großer Handels- und
Sklavenkarawanen und wurde dadurch zu einer der bedeutendsten Hafenstädte
Ostafrikas. Von 1888 bis 1891 war Bagamoyo Hauptstadt der Kolonie
Deutsch-Ostafrika. Bei einem Spaziergang durch Bagamoyo stößt man
unweigerlich auf Spuren aus dieser Zeit, z.B. das Kaiserliche Regierungsgebäude,
einen kleinen Soldatenfriedhof und die alte deutsche Schule, die
erst vor wenigen Jahren mit deutscher Unterstützung renoviert wurde.
Mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt verloren der Hafen und die
Stadt ihre Bedeutung. Heute ist Bagamoyo Verwaltungszentrum eines
Landkreises, der etwa so groß ist wie das Saarland. Pädagogische
Institute und eine renommierte Kunsthochschule haben hier ihren
Sitz. Viele Familien leben vom Fischfang oder von der Landwirtschaft.

Etwa 90 % der
Bevölkerung in der Küstenregion sind Moslems. Die lutherische Gemeinde,
mit der wir seit 1992 eine Partnerschaft pflegen, ist mit ihren
ca. 320 Mitgliedern eine kleine, aber ganz rege Gemeinde. Sie betreibt
eine dreiklassige Vorschule, in der vor allem Kinder aus ärmeren
Familien unterrichtet werden. Eine Oberschule für Mädchen ist zur
Zeit im Bau und soll im kommenden Jahr eröffnet werden. Daneben
gibt es ein eher traditionelles Gemeindeleben mit Gottesdiensten,
Sonntagsschule, zwei Chören, Jugend- und Frauengruppen und Bibelgesprächskreisen,
die von den Presbyterinnen und Presbytern in ihrer jeweiligen Nachbarschaft
geleitet werden (samstags um 7 Uhr!). Während meines Aufenthalts
habe ich alle Gemeindegruppen besucht, Andachten gehalten, Grußworte
gesprochen und in zwei Gottesdiensten auch gepredigt. Besonders
bewegend war der erste Gottesdienst
in Bagamoyo, gleich am Tag nach unserer Ankunft. In diesem Gottesdienst
habe ich die Grüße und Geschenke aus Klafeld überbracht, darunter
auch die Abendmahlsdecke aus Setzen. Nachdem ich erzählt hatte,
dass diese Decke aus einer Kirche stammt, die wir aus finanziellen
Gründen schließen mussten, stand die Landrätin, die auch zu unserer
Partnergemeinde gehört, auf und sprach ein langes, inbrünstiges
Gebet für die Gemeinde Klafeld.

Dass Kirchen geschlossen
werden, ist für Tansanier einfach unvorstellbar. Dort entstehen
überall neue Kirchen, z.T. auch in ganz entlegenen Gebieten. Davon
konnte ich mich beim Besuch der sechs Untergemeinden überzeugen.
Diese kleinen Gemeinden, die zwischen 7 und 50 km von Bagamoyo entfernt
und größtenteils nur über unbefestigte Straßen zu erreichen sind,
haben in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um
Kirchen, Gemeinde- und Pfarrhäuser zu errichten. Bevor
sie mit dem Bau beginnen konnten, haben sie ihre Gottesdienste unter
freiem Himmel, in Schulen oder einfachen Unterständen gefeiert.
Drei Untergemeinden, die ich bereits 2002 besucht habe, konnten
mir nun stolz ihre Kirchen zeigen, die sie mithilfe von Spendengeldern
aus Klafeld bauen konnten. Inzwischen sind drei weitere Untergemeinden
hinzugekommen. Zwei von ihnen haben bereits mit dem Kirchenbau begonnen
und sich sehr über die finanzielle Unterstützung aus Klafeld gefreut.

„Asante sana –
vielen Dank“ sagen nicht nur die Untergemeinden, sondern auch Pastor
Abraham Kilindo, das Presbyterium und die Gemeindegruppen aus Bagamoyo
sowie die Mitarbeiterinnen und Kinder des Aids-Waisenhauses, denen
ich den Erlös des ökumenischen Kinderfestes überreichen konnte.
Und auch ich bedanke mich ganz herzlich für Ihr reges Interesse
an unserer Partnergemeinde und für alle Gedanken und Gebete, mit
denen Sie mich auf dieser Reise begleitet haben.

Almuth Schwichow

Auf ein Wort ….

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor gut zehn Jahren
habe ich an einem Seminar zum Thema Familienbildung teilgenommen.
Ich erinnere mich noch genau, mit welcher Aufgabe diese Fortbildung
begonnen hat: Wir alle mussten die Familie, in der wir aufgewachsen
sind, mit Münzen verschiedener Größe darstellen. Einige legten die
Münzen zu einem Kreis, andere in einer geraden Linie, und wieder
andere sortierten sie in kleine Grüppchen, je nachdem, welche Familienmitglieder
sich besonders nahe standen. Aber keiner von uns kam auf die Idee,
die Münzen zu einem Turm aufzuschichten. Doch genau so sehen Menschen
in Tansania ihren Platz in der Familie, in der Gesellschaft und
in ihrer Gemeinde: wie in einem Turm. Das zeigen die bekannten Makonde-Schnitzereien,
die bei uns Familien- oder Lebensbaum genannt werden. Einen solchen
Lebensbaum hat unsere Partnergemeinde uns vor einigen Jahren geschenkt.
Der Baum besteht aus lauter aufeinandergetürmten Menschen. Die Figuren
stehen auf den Schultern oder auf dem Kopf einer anderen, sitzen
auf ihrem Rücken
und halten zugleich andere mit ihrem Körper oder ihren Händen. Manche
klammern sich an den Armen und Beinen anderer fest, und einige müssen
sich ganz schön verrenken, um Halt zu finden. Und eines ist klar:
Hier darf keiner seinen Platz verlassen; sonst bricht alles in sich
zusammen.

Diese Vorstellung
behagt mir gar nicht, denken Sie jetzt vielleicht. Mir wär das alles
viel zu eng. Ich brauche meine Freiheit, möchte tun und lassen können,
was ich will. Ich will nicht so fest eingebunden sein. – Und das
ist tatsächlich ein tief greifender Unterschied zwischen Europäern
und Afrikanern. Wir verstehen uns als Einzelwesen, oft genug auch
als Einzelkämpfer. Wir legen großen Wert auf persönliche Freiheit
und Selbstbestimmung. Auch in einer Gemeinschaft, sei es in der
Familie, im Freundeskreis, in Vereinen oder Gemeindegruppen, versuchen
wir, unsere eigenen Interessen zu wahren und wenn nötig auch durchzusetzen.
In Afrika dagegen bestimmt die Gemeinschaft das Denken, Fühlen und
Handeln der Menschen und prägt auch ihre Moralvorstellungen. Als
gut und richtig gilt, was die Gemeinschaft stärkt und allen nützt,
als falsch und schlecht, was sie gefährdet, stört oder zerstört.
Ein Ostafrikaner, der lange in Europa gelebt hat, erklärt diese
unterschiedlichen Haltungen so: „In Europa braucht man sich gegenseitig
nicht zu helfen, man braucht sich eigentlich überhaupt nicht. In
Afrika aber sind wir aufeinander angewiesen. Wir wissen: Ich lebe,
weil du lebst. Ich kann sein, weil du bist.“

Genau das machen
die Lebensbäume anschaulich. Diese kunstvollen Schnitzereien aus
Ebenholz waren ursprünglich so etwas wie Familienalben. Sie zeigen
die traditionelle Großfamilie mit den Lebenden an der Spitze und
darunter die Vorfahren und Ahnen der Sippe. Wenn ich den Lebensbaum
als Familienalbum betrachte, dann leuchtet auch mir als freiheitsliebender
Europäerin die Botschaft ein. Wir alle stehen ja tatsächlich auf
den Schultern der Menschen, die vor uns gelebt haben, auf dem, was
unsere Eltern, Großeltern und Vorfahren aufgebaut, geschaffen und
an uns weitergegeben haben. Das mögen materielle Werte sein: ein
Haus, ein Grundstück, eine Firma oder wertvoller Schmuck. Das sind
aber auch geistig-moralische Werte und Einstellungen und sicher
auch der Glaube. Ganz vieles verdanken wir unserer Erziehung oder
dem Vorbild von Eltern, Lehrern, Menschen, die uns geprägt haben.
Und das ist nicht nur in der Familie so, sondern auch in der Gesellschaft
und in der Kirche. Überall da bemühen ja auch wir uns, etwas von
dem, was wir schaffen, erreichen und für wichtig halten, an die
nächste Generation weiterzugeben.

Kein Lebensbaum
ist wie der andere, und doch haben alle dieselbe Botschaft: Niemand
ist das, was er ist, ohne andere. Jeder einzelne braucht viele,
die ihn tragen. Niemand hat Macht ohne die, die ihn stützen. Jeder
steht auf den Schultern anderer und braucht sie ebenso wie sie ihn.
So ist niemand entbehrlich, und niemand kann je einen anderen ersetzen.
Jeder einzelne ist wichtig und hat seinen Platz in der Gemeinschaft
der Menschen, die unverbrüchlich zwischen all denen besteht, die
gelebt haben, die jetzt leben und die in Zukunft leben werden.

Eingebunden sein
in eine Gemeinschaft, das möchten wir auch, nur bitte nicht zu fest.
Nicht so, dass wir uns auf andere angewiesen fühlen.. Doch genau
das sind wir: aufeinander angewiesen. Denn so hat Gott uns ja geschaffen.
So hat er sich uns ausgedacht, als er sprach: „Es ist nicht gut,
dass der Mensch allein sei.“ Darum ist es gut, dass wir einander
haben: Verwandte und Freunde, Nachbarn und Arbeitskolleginnen, die
anderen im Chor oder im Sportverein und alle, die mit uns glauben,
hoffen und nach Gott fragen – hier in Klafeld und auch in der weltweiten
Christenheit, etwa in unserer Partnergemeinde in Tansania. Wir sprechen
zwar verschiedene Sprachen, aber wir sind über alle Grenzen und
über eine Entfernung von 8.000 km hinweg doch verbunden durch den
Geist Gottes, der uns hilft, einander zu verstehen und voneinander
zu lernen. Wenn wir einen Lebensbaum betrachten, dann können wir
lernen, den Wert der Gemeinschaft höher zu schätzen, als wir es
gemeinhin tun. Können mehr auf das achten, was wir unseren Mitmenschen
verdanken, anstatt uns immer nur selbst behaupten zu wollen. Vielleicht
denken Sie mal daran, wenn Sie in den nächsten Wochen die Gräber
Ihrer Lieben besuchen, wenn Sie im Gottesdienst am Ewigkeitssonntag
die Namen derer hören, die in diesem Kirchenjahr verstorben sind,
oder auch, wenn Sie in der Advents- und Weihnachtszeit mit den Menschen
zusammen sind, die zu Ihnen gehören. Dann spüren Sie bestimmt auch:
Es ist gut, dass ich einen festen Platz habe, dass ich aufgehoben
bin bei Gott und den Menschen. Diese beglückende Erfahrung wünscht
Ihnen

Ihre Pastorin
Almuth Schwichow

Ev. Familienzentrum Klafeld zertifiziert

Ev. Familienzentrum Klafeld
zertifiziert
und mit dem Gütesiegel „Familienzentrum NRW“ ausgezeichnet

Lange
haben wir in den sechs Kindertageseinrichtungen auf ein Paket aus
Berlin gewartet. Dann war es soweit, „PädQuis“ (Pädagogische Qualitäts
– Informations – Systeme gGmbH) – Universität Berlin hat uns dieses
Paket zugeschickt. PädQuis hat im Auftrag und in Zusammenarbeit
des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration
des Landes Nordrhein Westfalen die Kriterien für das Gütesiegel
„Familienzentrum NRW“ entwickelt und führt die Überprüfung als Zertifizierungsstelle
zur Erteilung des Gütesiegels durch. Ende März 2009 haben wir die
Unterlagen zur Beurteilung nach Berlin geschickt. Im Mai 2009 wurde
durch ein weiteres Institut die Arbeit vor Ort in den Kitas sowie
die Richtigkeit der Angaben überprüft.

Nun das Ergebnis:

Wir haben die Zertifizierung und damit das Gütesiegel „Familienzentrum
NRW“ erhalten
Wörtlich heißt es:

Wir gratulieren
Ihnen und dem gesamten Team Ihrer Verbund-Einrichtungen wie auch
Ihren Kooperationspartnern:

Ihre Verbundeinrichtungen:
Ev.
Familienzentrum Klafeld
Kontakteinrichtung: Ev. Kindertageseinrichtung
Setzen, Sonnenstraße 33 A, 57078 Siegen

  • Verbundpartner:
    Ev. Kita Ortsmitte
  • Verbundpartner.
    Ev. Kita Jasminwerg
  • Verbundpartner:
    Ev. Kita Sohlbach-Buchen
  • Verbundpartner:
    Ev. Kita Hüttental
  • Verbundpartner:
    Ev. Kita Schießberg

haben erfolgreich
an der Zertifizierung zum Verbund-Familienzentrum „Familienzentrum
NRW“ im Kindergartenjahr 2008/2009 teilgenommen. Wir freuen uns
Ihnen im Auftrag des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen
und Integration des Landes Nordrhein Westfalen das Gütesiegel „Familienzentrum
NRW“ mit Datum vom 30.06.2009 verleihen zu können. Das Gütesiegel
„Familienzentrum NRW" wird gemäß der Verordnung zur Durchführung
des Kinderbildungsgesetzes (DVO KiBiz) verliehe
n…“

Die
genaue Auswertung der Leistungen unseres Familienzentrums ist in
einem Qualitätsprofil aufgeführt und liegt in allen sechs Kindertageseinrichtungen
aus. Äußerlich darf sich nun jede Kita mit einem Türschild mit dem
Logo „Familienzentrum NRW“ sowie einer Zertifizierungsurkunde schmücken.

Alles begann im
Januar 2008, als sich die sechs Klafelder evangelischen Kindertageseinrichtungen
gemeinsam mit der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Klafeld auf den Weg machten,
um das Ev. Familienzentrum Klafeld ins Leben zu rufen. Im Verbund
beworben wir uns um das Gütesiegel „Familienzentrum NRW“. Nach dem
formellen Beschluss der Kirchengemeinde wurde das Projekt durch
den Jugendhilfeausschuss der Stadt Siegen unter mehreren Bewerbungen
ausgewählt. Im Kita-Jahr 2008/2009 befanden wir uns in einer einjährigen,
so genannten Pilotphase, zum Gütesiegel „Familienzentrum NRW“. Während
dieser Phase wurden neben dem Herzstück nämlich der Kita-Arbeit,
acht weitere Leitungsbereiche eines Familienzentrums auf- bzw. ausgebaut.
Dazu gehören beispielsweise die Beratung und Unterstützung von Kindern
und Familien, Familienbildung, Erziehungspartnerschaft und die Vereinbarkeit
von Beruf und Familien. Da dies nicht alles von den Kitas des Familienzentrums
alleine umgesetzt werden kann, haben wir uns für diese neuen Aufgabenbereiche
Kooperationspartnern gesucht.

Heute arbeiten
wir mit vielen interessierten Kooperationspartnern aus unterschiedlichen
Bereichen zusammen: Beratungsstellen, Schulen, Ehrenamtliche, Vereine,
Ärzte, Therapeuten, der Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von
Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA), dem Familienbüro,
dem Regionalen sozialen Dienst der Stadt Siegen und anderen Institutionen.
Kreisweit ist das Ev. Familienzentrum Klafeld das einzige Familienzentrum
mit einem Verbund aus sechs Kitas.

Unser
Ziel als Familienzentrum ist es, vielfältige familienfreundliche
Angebote und Unterstützungen anzubieten. Bildung, Beratung, Kinderbetreuung
und Familienförderung stehen dabei im Vordergrund. Eltern erfahren
Hilfe und Unterstützung in ihrer Erziehungsarbeit. Unser Familienzentrum
ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs miteinander. Damit
setzen wir ein Zeichen für mehr Familienfreundlichkeit setzen.

Das Leistungsangebot
des Familienzentrums in den verschiedenen Einrichtungen umfasst
die Betreuung von Kindern im Alter von zwei bis zehn Jahren, die
gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderungen, interkulturelle
Arbeit, unterschiedliche Öffnungszeiten in den Standorten z. B.
ab 6:45 Uhr oder bis 16:30 Uhr, Ganztagsbetreuung, Sprachförderangebote,
Elterntrainingsprogramme, Babysitterbörse, Notfallbetreuung, Vorbeugung
von Lese- und Rechtschreibschwächen und vieles mehr.

Innerhalb des
Familienzentrums werden die vorhandenen Schwerpunkte und Profile
in den einzelnen Kitas permanent weiterentwickelt und in Zusammenarbeit
miteinander ergänzt. Unterstützend ist dabei die Vielfältigkeit
der pädagogischen Fachkräfte innerhalb unseres Familienzentrum Klafeld.
Erzieherinnen, pädagogische Fachwirtinnen, Fachkräfte für Sprachförderung,
Heilpädagogin, Dipl. Sozialpädagogin, Tanzpädagogin, Kinderpflegerin,
Übungsleiter im Sportbereich etc. sichern eine qualifizierte pädagogische
Arbeit auf gutem fachlichem Niveau.

Wir arbeiten nach
dem Kinderbildungsgesetz (Kibiz), Bildungsvereinbarung Nordrhein-Westfalen,
Qualitätsmanagement DIN EN ISO 9001 und den Kriterien des Gütesiegel
Familienzentrum NRW.

Das gesamte Team
des Ev. Familienzentrums Klafeld bedankt sich bei allen Menschen,
die uns in unterschiedlicher Art und Weise auf dem Weg zum Familienzentrum
begleitet und unterstützt haben. Wir freuen uns auf die gemeinsame
weitere Zusammenarbeit auch mit Ihnen im Ev. Familienzentrum Klafeld.

Katrin Osterburg
(Leitung
Ev. Familienzentrum Klafeld)