FRECH klettert

 

Mit Frech hoch hinaus

Der
Wald ruft! So blieb uns, dem Jungendtreff Frech, nichts anderes
übrig als dem Ruf zu folgen und schon zum zweiten Mal in den Kletterwald
nach Freudenberg zu fahren. Mit ca. 20 Kindern und Jugendlichen
ging am Samstag den 29.10. Mittags los. Nach einer ausführlichen
Anweisung erkundeten die Teilnehmer auf eigene Faust die fünf leichten
bis schweren Routen in Schwindel erregenden 5 Metern Höhe. Jeder
schaffte es mindestens einen Parcours zu meistern, gemeinsam wurde
mental unterstützt und angefeuert. Den eifrigsten „Kletteräffchen“
gelang es sogar alle Parcours mehrmals in den 3 Stunden Kletterzeit
zu bezwingen. Müde aber auch zufrieden ging es gegen Abend wieder
zurück nach Geisweid.

 

 

Konfi-Wochenende

 

Konfirmandenwochenende: Ich
finde meinen Platz

Dass
viele Köche nicht unbedingt den Brei verderben, konnten wir im September
bei der Freizeit mit unseren neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden
erleben. Drei „blinde“ Köche rührten unter Anleitung einer Küchenchefin,
deren Hände zusammengebunden waren, einen sehr leckeren Nachtisch
zusammen. So wurde anschaulich, was der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief
beschreibt: dass wir als Christen wie ein Körper sind, dessen verschiedene
Teile sich mit ihren jeweiligen Aufgaben und Stärken gegenseitig
ergänzen. Die Beschäftigung mit diesem Bibeltext bildete den Abschluss
des Wochenendes zum Thema „Ich finde meinen Platz“. Um sich kennen
zu lernen und ihren Platz in der Konfirmandengruppe zu finden, fuhren
die Jungen und Mädchen, die seit den Sommerferien den kirchlichen
Unterricht besuchen, im September mit den haupt- und ehrenamtlichen
Mitarbeitern in die seit Jahren bewährten Freizeitheime in Dornholzhausen
und Föckinghausen. Nach der Einstiegsphase in kleinen Gruppen beginnen
im November die monatlichen Blocktage.

 

Geistliches Leiten geschieht im Team

 

Geistliches Leiten geschieht
im Team

Fortbildungsveranstaltung für
Presbyterinnen und Presbyter im Kirchenkreis Siegen

Fast einhundert
Presbyterinnen und Presbyter aus den 29 Kirchengemeinden des Evangelischen
Kirchenkreises Siegen trafen sich am Freitagabend (28.9.2012) im
Gemeindezentrum auf dem Rödgen zu einem Abend der Begegnung und
der Weiterbildung. Darunter viele neue Gesichter, die erstmals Leitungsaufgaben
in einem Presbyterium übernommen haben. Im Februar dieses Jahres
wurden in der westfälischen Landeskirche die Presbyterien neu gewählt.

„Geistlich leiten“
lautete das Thema, zu dem der Leiter des Pastoralkollegs der westfälischen
Landeskirche Dr. Peter Böhlemann referierte.

Der gebürtige
Neunkirchener Dr. Peter Böhlemann war einige Jahre Pfarrer in Deuz
und ist als Leiter des Pastoralkollegs zuständig für die Weiterbildung
von Theologinnen und Theologen der westfälischen, rheinischen und
lippischen Landeskirche sowie der Ev. reformierten Kirche, die überwiegend
im Nordwesten Deutschlands Gemeinden vereint. Ab Dezember leitet
Böhlemann das gesamte Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung
der westfälischen Landeskirche, zu dem das Pastoralkolleg gehört.

Zunächst
machte Böhlemann deutlich, dass es nach reformiertem Gemeindeverständnis
keine Amts- und Machthierarchie in der Kirche gebe. Die Gestaltungsmacht
liege in den Gemeinden bei den Presbyterien und nicht bei einzelnen
Personen. Hier unterscheide sich das evangelische Verständnis deutlich
von der katholischen Auffassung. Böhlemann: „In der evangelischen
Kirche ist Leitung Teamaufgabe.“ Geistliche Leitung ist für ihn
Leitung durch den Heiligen Geist, vollzogen in der Gemeinschaft
der Heiligen durch die vom Geist Gottes eingesetzte Leitung. Das
Amt der geistlichen Leitung werde ausgeübt durch eingesetzte Gremien
wie das Presbyterium, die Kreissynode oder die Landessynode. Der
Theologe unterschied geistliche Leitung von ungeistlichem Machtstreben
einzelner Personen. Doch auch geistliche Leitung kann auf handwerklich
gute Führung nicht verzichten. Erprobte Managementtechniken kommen
zur Anwendung: Personen- und teamorientiert, sach- und kompentenzorientiert
sowie ziel- und zukunftsorientiert.

Deutlich machte
der Theologe, dass sich geistliches Leiten in einer zusätzlichen
Tiefendimension von „normalem“ Leitungshandeln unterscheidet. Diese
Tiefendimension erschließe sich jedoch nur im Glauben und der persönlichen
Verbindung zu Gott. Böhlemann: „Geistliche Leitung wahrnehmen heißt,
Gott wahrnehmen, auf eigene Macht verzichten und dennoch mutig zu
leiten und Management zu betreiben. Geistliche Leitung ist in der
Tiefe Begegnung mit Gott und die Bereitschaft, sich von ihm leiten
zu lassen.“

Zu der Fortbildungsveranstaltung
und einem ersten Kennenlernen hatte der neue Siegener Superintendent
Peter-Thomas Stuberg die Presbyter der Kirchengemeinden eingeladen.
Stuberg bekundete sein Interesse, die Presbyterien aller 29 Kirchengemeinden
kennen zu lernen. Man könne ihn gerne in Presbyteriensitzungen einladen.
Ihn interessiert, was den Presbyterinnen und Presbytern an ihren
Aufgaben gefällt, was ihnen eine Last ist und was sie stärkt und
formt. Stuberg: „Mir ist wichtig, einen anderen Blickwinkel auf
die Kirche vor Ort zu finden.“ Dabei ist ihm sehr daran gelegen,
den Kontakt auch zu den Ehrenamtlichen zu finden.

Gemeinsam mit
den Presbyterien will der für acht Jahre gewählte Superintendent
die Evangelische Kirche im Siegerland und Olper Raum geistlich gestalten.
Dies gelte für die Rolle des Kirchenkreises ebenso wie für die Rolle
der Gemeinden und der kirchlichen Dienste.

In den Begegnungspausen
konnten sich die Presbyter an den Ständen des Bezirksverbandes der
Siegerländer Frauenhilfe, der Notfallseelsorge, der Diakonie Sozialdienste
und des Synodalen Ausschusses für Gemeindeentwicklung, der die Veranstaltung
organisiert hatte, informieren und ins Gespräch kommen. Auch ein
gut sortierter Büchertisch zog das Interesse der Ehrenamtlichen
auf sich. Währendessen sorgte Katharina Fritzen mit ihrer jazzigen
Klaviermusik für eine spritzige musikalische Unterhaltung.

Nach dem informativen
wie gleichsam unterhaltsamen Abend machten die Presbyter deutlich,
dass sie eine Fortsetzung der Begegnungs- und Weiterbildungstreffen
wünschen.

kp

 

Präses Kurschus im Goldenen Buch

 

Präses Kurschus im Goldenen
Buch der Stadt Siegen

Ins Goldene Buch
der Stadt Siegen trug sich am  Samstag (22. September 2012)
die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen Annette Kurschus
ein. Anlass war die Amtseinführung von Superintendent Peter-Thomas
Stuberg.

„Wenn nicht der
Herr die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst.“ (Ps. 127,1)
schrieb Kurschus in das besondere Gästebuch der Stadt.

Bürgermeister
Steffen Mues begrüßte den Ehrengast im Rubenssaal des Oberen Schlosses
herzlich. Mues: „2,5 Millionen Mitglieder hat die Evangelische Kirche
von Westfalen. Sie ist damit die viertgrößte in Deutschland. Dies
wirft ein beeindruckendes Schlaglicht darauf, wie groß die Verantwortung
ist, die auf der Inhaberin des Präsesamtes lastet.“

Zur Erinnerung
an die Ehrung der Präses überreichte Bürgermeister Mues ihr ein
Exemplar des „Goldenen Krönchens“, des Wahrzeichens der Stadt Siegen.

Unter den geladenen
Gästen waren Pfarrer i.R. Georg Kurschus, Vater von Präses Kurschus,
Superintendent Peter-Thomas Stuberg, Pfarrer Hans-Werner Schmidt,
der als Synodalassessor bis zur Einführung von Peter-Thomas Stuberg
den Evangelischen Kirchenkreis kommissarisch geleitet hat, und Verwaltungsleiter
Oliver Berg.

kp

 

Amtseinführung: Superintendent Stuberg

 

Superintendent Peter-Thomas
Stuberg in sein Amt eingeführt

In einem Festgottesdienst
in der voll besetzten Nikolaikirche in Siegen wurde am 22. September
Pfarrer Peter-Thomas Stuberg durch
die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen Annette Kurschus
in sein Amt als Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises
eingeführt. Viele Menschen aus den Gemeinden im Kirchenkreis Siegen
sowie aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung hatten sich zum Festgottesdienst
einladen lassen. Aber auch etliche Gemeindeglieder aus Stubergs
ehemaliger Kirchengemeinde Oestrich und viele Familienangehörige
waren nach Siegen angereist.

Mit dem Bibelwort
„Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke“ (Epheser
6, 10), war zu dem Festgottesdienst eingeladen worden. Präses Kurschus
griff dieses Bibelwort in ihrer Festansprache auf. Hier gehe es
nicht um Kraftmeierei, sondern „Seid stark!, das ist ein Fingerzeig
von uns weg. Ein Hinweis auf den Grund, da wir uns gründen. Da,
von diesem Grund, kommt die Kraft her. Von dort her lasst euch stärken.“
Bei allen Zielbeschreibungen der sich im Umbruch befindlichen Kirche
dürfe nicht vergessen werden, dass Theologie und Glaube in ihrem
Wesen nicht zuerst auf ein Ziel hin argumentierten, sondern von
einem Grund her. Kurschus: „Christus selbst ist der Grund.“ „Stark“,
so Kurschus weiter, „machen uns keine geordneten Strukturen, keine
vollen Kassen, keine maßgeschneiderten Personalkonzepte. Weil Christus
mit seiner Kraft an der Seite der Schwachen und Leisen und Hilfsbedürftigen
und Friedensstifter steht, wird unsere Stärke als Kirche nicht Glanz
und Pomp und Imponiergehabe sein.“ Und zu Peter-Thomas Stuberg gewandt:
„Bleiben sie vor allem Amtstragen und Funktionieren als Superintendent
ein geliebter und aufrechter Mensch, gewärmt von Gottes Blick und
befreit durch Gottes Wort. So wird ihr Dienst gesegnet sein.“

Seit
der Reformation ist Peter-Thomas Stuberg der 39. Superintendent
im Kirchenkreis Siegen. Und der kommt aus dem Sauerland, wie Stuberg
eingangs seiner Predigt humorvoll anmerkte. Dann richtete er den
Focus auf den Wochenspruch der kommenden Woche: „Jesus Christus,
hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches
Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium“ (2. Timotheus 1,
10). Stuberg: „Dieses Wort ist wie Orgel mit allen Registern, mehr
kann man kaum sagen zu dem, was unseren Glauben ausmacht und trägt.
Hier ist der Kirche ein Schatz gegeben, der woanders nicht zu spüren
ist. Jesus ist nicht nur die Glaubensgestalt für die letzten Lebensmeter,
sondern er ist ein Lebensentwickler von Anfang an, der unseren Weg
begleitet. Menschen und ihre Seelen werden zur Entfaltung gebracht
in Jesu Nähe. Dieses Leben und unvergängliche Wesen hat Jesus ans
Licht gebracht. Wir leben davon einfach und umsonst, wir ergreifen
es und müssen es nicht erst erwirken.“ Was die Zukunft der Kirche
anbelangt, zeigte sich der neue Superintendent in seiner Predigt
zuversichtlich. Auch wenn die Bedeutung der Kirche abnimmt, ihr
Glauben nicht mehr ganz verstanden und ihr Tun ignoriert wird, „wo
wir uns Jesus aussetzen, da werden wir erfüllt mit seinem Leben
und können eine Kirche empfangen, die wir jetzt noch nicht sehen.
Kirche wird so nicht abgewickelt, sondern entwickelt. Jesus Christus
hat die Kirche begründet und wird wissen, wie es weitergeht. Wir
können es nicht und müssen es nicht einmal.“ Gemeinsam mit den Menschen
im Kirchenkreis Siegen will der neue Superintendent Kirche gestalten.

Nach
der Predigt führte Superintendent Stuberg die neuen Mitglieder des
Kreissynodalvorstandes in ihr Amt ein. Anschließend verabschiedete
er gemeinsam mit der Präses die ausscheidenden Mitglieder des ehemaligen
Kreissynodalvorstandes. Ein besonderer Dank galt dabei dem scheidenden
Synodalassessor Hans-Werner Schmidt, der im Vergangenen halben Jahr
das Amt des Superintendenten mit großem Sachverstand und viel Engagement
ausgefüllt hat, zusätzlich zu seiner Gemeindearbeit. Schmidt hatte
sich zu Beginn des Jahres entschieden, nicht für das Amt des Superintendenten
zur Verfügung zu stehen, sondern sich nach vielen Jahren zusätzlicher
Aufgaben auf Kirchenkreisebene wieder auf die Gemeindearbeit vor
Ort zu konzentrieren.

Nach dem Gottesdienst
wurde die Verbundenheit des Kirchenkreises mit vielen politischen
und gesellschaftlichen Einrichtungen deutlich. Grußworte sprachen:
OKR Dr. Ulrich Möller für die Evangelische Kirche von Westfalen,
Landrat Paul Breuer für den Kreis Siegen-Wittgenstein und gleichzeitig
für den Kreis Olpe, Bürgermeister Steffen Mues für die Stadt Siegen,
der Superintendent des Nachbarkirchenkreises Stefan Berk und die
Superintendentin des Kirchenkreises Iserlohn Martina Espelöer. Die
weiteste Anreise hatten die Gäste aus dem Partnerkirchenkreis Magharibi
in Tansania. District-Pastor Job Mwaisaka überbrachte herzliche
Grüße aus Tansania. Auch mit dem Dekanat Siegen bestehen gute Verbindungen,
die in dem Grußwort von Dechant Werner Wegener zum Ausdruck kamen.
Und nicht zuletzt hieß Pfarrer Herbert Siemon für die Pfarrerschaft
im Kirchenkreis Siegen den neuen Superintendenten herzlich willkommen.
Durch den Grußwortreigen führte Pfarrer Martin Eckey aus der Kirchengemeinde
Olpe.

Zu später Stunde
machten sich die geladenen Gäste auf den Weg in die benachbarte
Martinikirche, um sich im Rahmen des Empfangs zu stärken und dem
neuen Superintendenten herzlich zu gratulieren. An der musikalischen
Gestaltung des Gottesdienstes in der Nikolaikirche wirkten mit die
Kantorei Siegen unter der Leitung von KMD Ute Debus und KMD Ulrich
Stötzel an der Orgel. Zwischen den Grußworten waren sowohl Orgelklänge
zu hören als auch der Bläserkreis des Evangelischen Gymnasiums unter
der Leitung von Erhard Fries. Die Musik während des Empfangs in
der Martinikirche oblag dem Jazzpianisten Hartmut Sperl.

kp