Metamorphose

 

….
Aber satt war sie immer noch nicht!

 

Wer kennt sie
nicht – die Geschichte von der kleinen Raupe Nimmersatt? Eine Geschichte,
die von der fantastischen Verwandlung einer Raupe zum Schmetterling
erzählt.

Diese Metamorphose
konnten die Kitakinder in Sohlbach-Buchen im August hautnah erleben.

Gespannt beobachteten
die Kinder zwei Wochen lang fünf Distelfalterraupen in einem durchsichtigen
Gefäß mit Nährfutter. Nach knapp 2 Wochen des Fressens und Wachsens
verpuppten sich die mittlerweile dicken Raupen in einem Kokon. Nun
war es an der Zeit sie in ein geschlossenes Schmetterlingsnetz umzusiedeln
und ihnen Ruhe zu gönnen. Währenddessen erfuhren die Kinder Wissenswertes
rund um Raupen und Schmetterlinge. Nach insgesamt 3 Wochen war es
dann soweit, die 5 Kokons öffneten sich und heraus schlüpften wunderschöne
bunte Distelfalter. Nachdem die Schmetterlinge ausgiebig betrachtet
wurden und alle Fragen der Kinder beantwortet waren, entließen wir
die Tiere in die Freiheit.

Wir freuen uns,
dass dieses Projekt so gut gelungen ist und die Kinder ein Wunder
der Schöpfung „hautnah“ erleben konnten.

J. Nies

 

 

 

Entdeckungsreise

 

Entdeckungsreise in das Land
des Glaubens

26. August – 10.45
Uhr: Was ist los in der Wenschtkirche? Auto an Auto im oberen Teil
der Ziegeleistraße, im Spechtweg, im Ulmenweg und auf den beiden
Parkplätzen. Die Kirche unten und auch oben auf der Empore bis auf
den letzten Platz besetzt. Um die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes
kümmern sich der Chor „Wegweiser“, die Organistin und
der „Kinderfreizeit-Chor“ mit Band. Im Einsatz das Kigo-
und das Konfi-Team, mehrere Presbyterinnen und Presbyter, dazu Pfarrerin
Almuth Schwichow, ihre beiden Amtskollegen Dr. Martin Klein und
Frank Boes sowie Jugendreferent Wolfgang Hofheinz und sein Nachfolger
Wolfgang Larbig. Was ist los in der Wenschtkirche?

Ganz einfach:
Unsere Kirchengemeinde heißt ihre siebzig neuen Konfirmandinnen
und Konfirmanden willkommen! Toll! So wäre ich im Sommer 1962 in
Niederschelden als damaliger Katechumene auch gerne begrüßt worden!

Es wird ein schöner
und eindrucksvoller Gottesdienst. Das Thema: „Kommt und seht!“
Die Entdeckungsreise in das Land des Glaubens beginnt. „Es
wird eine abwechslungsreiche Zeit!“ Und: „Vertraut den
neuen Wegen. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit“
(eg 395). Wolfgang Hofheinz fragt die Mädchen und Jungen: „Was
erwartet ihr von der Konfi-Zeit?“ Keine überschwänglichen Antworten,
aber auch keine negativen Einschätzungen. Dann ein Interview mit
Jan-Luca Thomas. Er wurde im vorigen Jahr  in der Talkirche
konfirmiert, jetzt will er in die Konfirmandenarbeit einsteigen
und mitarbeiten, so wie Sarah Gotthardt, die erst vor einigen Monaten
eingesegnet worden ist. Zwei Neue im Konfi-Team! Zwei neue, junge „Reisebegleiter“! Darüber berichten wir gern.

„Kommt und
seht!“, das sagte Jesus zu seinen ersten Jüngern (Joh 1,35-51).
„Kommt und seht!“, das bekommen auch die 70 Konfirmandinnen
und Konfirmanden im Begrüßungsgottesdienst zu hören. „Macht
euch selbst ein Bild von Gott und dem Glauben! Lasst euch auf alles
ein, was ihr hier in den nächsten zwanzig Monaten erlebt! Stellt
Fragen! Sprecht über eure Zweifel!“ Und: „Der heutige
Gottesdienst ist nur ein Vorgeschmack auf das, was auf euch zukommt.
Ihr müsst beim Beginn der Reise nicht begeistert sein! Entscheidet
am Ende, ob sich die Zeit gelohnt hat!“

Peter – Christian Rose

 

Rückblick: Basar der Kirchenmäuse

 

Basar „Rund ums Kind“ der
Krabbelgruppe Kirchenmäuse

Am Sonntag, 23.
September 2012, fand zum nun mehr 5ten Mal der Basar „Rund ums Kind“
im Gemeindezentrum Wenscht statt. Organisiert wurde der Basar wieder
von der Krabbelgruppe Kirchenmäuse, die sich immer donnerstags in
der Ziegeleistraße trifft.

Auch diesmal waren
die fleißigen Mütter für die Tischvergabe, Werbung und die Cafeteria
zuständig. Etliche Besucher strömten an diesem Tag in das Gemeindezentrum.
Verkauft wurde – wie der Name schon sagt – alles rund ums Kind:
Von Büchern über Spielzeug, Fahrzeuge und Kinderkleidung bis hin
zu Kinderwagen und Babyschalen. Insgesamt waren nicht nur die Organisatorinnen
sehr zufrieden mit dem Verkauf, so dass ein Teil des Erlöses für
einen guten Zweck gespendet werden soll. Der restliche Betrag kommt
der Krabbelgruppe zugute.

Aufgrund der positiven
Resonanz und mehrfacher Nachfrage wird es auch im kommenden Jahr
wieder einen Basar geben, voraussichtlich am 17. März 2013.

Wer sich für einen
Verkaufstisch interessiert, sollte sich rechtzeitig an Sandra Nelle-Weber
(0170-9306880) wenden oder eine e-mail an folgende Adresse schicken
kirchenmaeuse-wenscht@gmx.de.

Ina Kissing-Runnebaum

 

Auf ein Wort ….

 

Trautes Heim – Glück allein?

Jeder Mensch braucht
ein Zuhause, da sind wir uns wohl einig. Wer nicht völlig abgestumpft
ist, dem tun die Menschen leid, die in den Fußgängerzonen sitzen,
betteln und unter Brücken schlafen. Und erst recht tun uns die Menschen
in den Flüchtlingslagern leid, die wir in den Nachrichten sehen
– aus ihrer Heimat geflohen und verjagt, ohne Chance auf baldige
Rückkehr.

Uns geht es, Gott
sei Dank, anders. Wir haben ein Dach über dem Kopf – für uns allein
oder zusammen mit anderen. Und so gern wir verreisen mögen, wir
kommen doch auch gern wieder heim. Wir brauchen unsere vertraute
Umgebung. Wir finden dort Ruhe und Schutz vor dem, was uns umtreibt
und auf uns einstürmt. Keiner gibt gern sein trautes Heim auf und
sucht sich ein neues Zuhause. Denn jeder Umzug ist auch ein Abschied.
Und je älter wir werden, desto schwerer fällt uns das.

Aber trotzdem:
unser Zuhause ändert sich im Lauf unseres Lebens. Ich zum Beispiel
war etliche Jahre im Ruhrgebiet, habe mich dort zunehmend wohl gefühlt,
Freundschaften geknüpft, mich ausgekannt. Als ich dann zurück ins
Siegerland kam, musste ich mich erst wieder neu orientieren, obwohl
ich hier ja schon mal zu Hause war, musste Erinnerungen auffrischen,
Veränderungen wahrnehmen, mich auf neue Leute einstellen.

Andere sind nur
notgedrungen aus ihrer alten Heimat weggegangen – als Flüchtlinge
und Vertriebene nach dem Krieg oder als Aussiedler in späteren Jahren.
Und die hatten es viel schwerer, im neuen Zuhause wirklich heimisch
zu werden. Sie mussten den Verlust verarbeiten, eine neue Existenz
aufbauen und vor allem bei den Alteingesessenen akzeptiert werden.

Aber selbst diejenigen,
die immer in Geisweid und Umgebung zu Hause waren, haben miterlebt,
wie sehr sich ihre Heimat verändert hat: neue Siedlungen wurden
gebaut und sind schon wieder in die Jahre gekommen, Fabriken und
Bürogebäude wurden errichtet und wieder abgerissen, ganze Straßenzüge
sind der HTS zum Opfer gefallen. Und noch mehr als das Äußere hat
sich die Lebensweise verändert. Wenn ich mir ansehe, wie junge Leute
heute leben, kommt mir als Endvierziger schon vieles fremd vor –
wie muss es da erst den 70-, 80-Jährigen gehen!

Ich denke, so
ist es immer: Unsere Heimat mag uns vertraut sein, und doch verändert
sie sich ständig, auch wenn uns das nicht gefällt. Trautes Heim
– Glück allein? Wohl doch eher nicht!

Es passt dazu,
dass auch die Bibel ein eher gebrochenes Verhältnis zur „Heimat“
hat. Schon Abraham bekommt von Gott gesagt: „Geh aus deinem Vaterland.
Verlass deine Verwandtschaft und geh in ein Land, das ich dir zeigen
werde!“ Wenn Jesus ein Zuhause hatte, dann waren es die Menschen,
die mit ihm zogen. Aber einen Ort, wo er sich in Frieden schlafen
legen konnte, den hatte er nicht. Und im Hebräerbrief heißt es:
„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen
wir.“

Früher sprach
man deshalb unter Christen davon, dass wir in dieser Welt nur „Gäste
und Fremdlinge“ sind. So reden wir heute kaum noch. Aber wir ahnen
doch, dass unser Gott kein bequemer Gott ist. Mit ihm zu leben heißt,
immer wieder zum Aufbruch bereit zu sein. Auch die Heimat, die wir
uns zu Lebzeiten schaffen, können wir nicht festhalten. Wir haben
immer noch ein Ziel vor uns, das letztlich nicht in dieser Welt
liegt. Die Zeit am Ende des Kirchenjahres erinnert uns jetzt wieder
daran.

Aber auch Gäste
und Fremdlinge brauchen ein Zuhause. Einen Ort, wo sie in Frieden
leben, Kinder großziehen und alt werden können, einen Ort, wo sie
von ihren Nachbarn akzeptiert und unterstützt werden. Das gilt für
uns als „Fremdlinge“ im geistlichen Sinne, die wir ein bleibendes
Zuhause nur bei Gott haben. Das gilt aber auch für die Fremdlinge,
die hier und jetzt unter uns leben: für die Menschen, die von anderswo
zu uns gekommen sind, zum Teil schon vor langer Zeit, und die hier
doch nicht wirklich zu Hause sind – nach unserem und ihrem eigenen
Empfinden. Manches wird uns aneinander wahrscheinlich immer fremd
bleiben. Aber diese Menschen müssen unter uns sicher wohnen und
sich darauf verlassen können, dass sie nicht angefeindet oder gar
misshandelt werden. Gerade wir Christen als „Fremdlinge“ in dieser
Welt sollten das wissen. Und wir sollten so handeln, wie das schöne
Lied „Aufstehn, aufeinander zugehn“ es uns nahe legt: „Dass aus
Fremden Nachbarn werden, das geschieht nicht von allein. Dass aus
Nachbarn Freunde werden, dafür setzen wir uns ein.“ Gott segne uns
dabei!

Ihr Pastor Klein

 

 

Demenz geht uns alle an

 

Demenz
geht uns alle an

Die „Woche
der Diakonie 2012“ in unserem Kirchenkreis begann am 9. September
mit einem Eröffnungsgottesdienst im Jung-Stilling-Krankenhaus, sie
endete mit einem Festabend für Ehrenamtliche aus Einrichtungs- und
Gemeindediakonie. Eine der vielen Veranstaltungen fand auch bei
uns statt, und zwar am 13. September von 10 – 13 Uhr im Gemeindehaus
an der Talkirche. Das Thema: „Auf dem Weg zu einer demenzfreundlichen
Gemeinde“.

Wissen Sie, liebe
Leserinnen und Leser, wie viele Menschen in Deutschland an einer
Demenz-Erkrankung leiden? Die Antwort: 1.400.000 Personen. Über
zwei Drittel davon sind Alzheimer-Patienten. „Allein im Kreis
Siegen-Wittgenstein sind mehr als 4.000 Frauen und Männer demenziell
erkrankt“, weiß Andrea Schäfer-Bottenberg zu berichten. „Deswegen
müsste heute eigentlich die gesamte Siegerlandhalle gefüllt sein
und nicht nur der große Saal hier im Gemeindehaus!“ Sie ist
Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Siegen e. V. und zugleich
Beauftragte für Demenz und Ethik der diakonischen Altenhilfe Siegerland
(Tel.: 333-6482). Zusammen mit anderen Referentinnen und mit Oliver
Stellwag (Pflegedienstleiter der Diakonie-Station Weidenau) werden
Möglichkeiten aufgezeigt und erarbeitet, um in einer Gemeinde besser
mit Demenzkranken umzugehen.

Pfrn.
Almuth Schwichow, auch Vorsitzende unseres Diakonieausschusses,
wird als erste interviewt. Von Heike Dreisbach, die in der Ev. Bildungsarbeit
der Diakonie tätig ist. Unsere Pfarrerin berichtet über Erfahrungen
mit Demenzkranken hier vor Ort in Klafeld. Sie kennt ältere Menschen,
die sich verändert haben: „Die Demenzkranken bleiben dann plötzlich
von Gruppen oder dem Chor weg, wo sie jahrzehntelang mitgewirkt
haben.“ Sie sieht ihre Aufgabe darin, mehr mit den Angehörigen
zu reden und sie seelsorgerlich zu begleiten. Im Plenum wird festgestellt,
dass die gesamte Thematik viel mehr in den Fokus gerückt werden
muss: Wir haben die Aufgabe zu informieren, die Gemeindeglieder,
die einzelnen Kreise; wir müssen schon Kinder und Jugendliche sensibilisieren;
verschiedene Berufsgruppen, wie z. B. die im Einzelhandel, bei der
Feuerwehr und bei der Polizei, müssen besonders geschult werden.

 Aber daneben
gibt es noch andere Möglichkeiten der praktischen Umsetzung eines
„demenzfreundlichen“ Verhaltens: Wir sollten Erkrankten
mit Freundlichkeit begegnen. Sie brauchen unsere Wärme, unser Verständnis
und unsere liebevolle Annahme. Wir sollten uns für Begegnungsmöglichkeiten
starkmachen und versuchen, uns in die Gefühlswelt von Menschen mit
Demenz hineinzudenken, um zu verstehen, was in ihnen vorgeht. Wir
könnten selbst aktiv werden und Fahrdienste übernehmen. Wir sollten
nicht panisch reagieren, wenn ein Erkrankter vor der Tür steht und
nicht mehr nach Hause findet. Wir könnten einem entsprechenden Verein
beitreten und uns dort engagieren. Und wir müssen uns für Demenzkranke
einsetzen, immer und überall. Denn: Erkrankte wie ihre Angehörigen
gehören dazu, sind Teil der Gemeinde. „Sie sollen sich von
einem Netz getragen wissen, sollen Hilfe und Entlastung, Wertschätzung
und Zuneigung erfahren können.“

Auf schon bestehende
Unterstützungsangebote verweisen Ulrike von Bünau als Vertreterin
der „Atempause Hüttental“ (Entlastungsdienst für pflegende
Angehörige/Tel.: 2 35 82 42), Birgit Schmid von der Pflegeüberleitung
im Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus (Tel.: 333-6478), Oliver Stellwag
(Diakoniestation Weidenau – die Geisweider Nummer lautet: 4 05 87
83) sowie Christl Schwarte und Dietlinde Hanefeld von der Alzheimer
Gesellschaft Siegen e. V. (Tel.: 39 05 21). „Wir helfen und
setzen uns dafür ein, dass Menschen trotz Demenz hier bei uns in
der Region ein Leben führen können, in dem sie gesellschaftlich
anerkannt und aufgehoben sind.“

Am Schluss der
hoch interessanten Veranstaltung dankte Pfrn. Almuth Schwichow allen
Mitwirkenden und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die engagierte
Mitarbeit. Heike Dreisbach wiederum fand lobende Worte für die tolle
Gastfreundschaft der Klafelder; die Mitglieder unseres Diakonieausschusses
hatten sich um den Tischschmuck und das gemeinsame Mittagessen gekümmert.

Peter
– Christian Rose