Gospelworkshop 2005

 

Gospelworkshop vom 18. – 20.
Februar 2005

Mehr als 70 Sängerinnen und Sänger folgten
der Einladung ins Gemeindezentrum Wenscht um am 5. Gospelworkshop
teilzunehmen. Organisiert wurde die Veranstaltung erneut vom Chor
Wegweiser, der auch in diesem Jahr den Siegener Produzenten und
Musiker Helmut Jost für die Leitung engagieren konnte.

So ging es dann auch am Freitagabend pünktlich
um 18.00 Uhr mit flotten Einsingübungen los. Im Laufe des Abends
wurden drei Gospels erlernt, angefangen mit „You gave me higher
joy“, gefolgt von „Take me back“ und „I did´nt think it could be“.
Am Samstag stand dann genügend Zeit zur Verfügung, diese Lieder
zu festigen und drei weitere – „Deeper love“, „Ain´t nobody“ und
„At the cross“ einzuüben. Beim reinen Singen sollte es natürlich
nicht bleiben. Der „Vocal-Coach“ Helmut motivierte die Teilnehmer,
den Stücken stimmlich mehr Ausdruck und Kraft zu verleihen, als
es der Natur des gemeinen Siegerländers entspricht. Dass dieser
Anspruch dem gebürtigen Dielfer Jong im Blut liegt, machte Helmut
mit einer kleinen Anekdote aus dem heimischen Chor deutlich. So
war er bereits vor 30 Jahren durch seine für die damaligen Verhältnisse
außergewöhnliche und ausdrucksstarke Stimme aufgefallen und wurde
von mehreren Sangesfreunden zur Räson gebracht.


Projekt-Chor
2005

Nach diesen beiden stimmbandstrapaziösen Tagen,
an denen der Spaß nicht zu kurz kam, folgte am Sonntag Vormittag
der Abschluss des Wochenendes in Form eines beeindruckenden Gospelgottesdienstes.
Pfarrer Herbert Siemon äußerte sich erfreut über die hohe Teilnehmerzahl
und das Engagement des Projektchores und lud sogleich zum nächsten
Gospelworkshop im Februar 2006 ein.

Christina Groos
Carolin Weber
Dagmar
Vetter

 

B S W S B

 

Was ist eigentlich:

BSWSB ????

Zunächst einmal ist es lustig,
das sich diese Buchstabenkombination von vorne und von hinten lesen
lässt.

Hinter diesen Buchstaben verbirgt
sich:
Birlenbach – Schießberg – Wenscht
Sohlbach – Buchen
oder eben:
Buchen
Sohlbach – Wenscht – Schießberg – Birlenbach

Mit dieser Erklärung begrüßte
Pfr. Herbert Siemon 75 ehrenamtliche Mitarbeiter der Bezirke III
und IV, die zu einem Mitarbeiter-Abend ins Paul Gerhardt Haus geladen
waren. Eigentlich sollte diese Veranstatung bereits im Herbst des
letzten Jahres stattfinden, aber bedingt durch die Umstrukurierung
der Gemeindegrenzen Anfang 2005 und die Entscheidung in diesem Zusammenhang
verstärkt in Bereichen zusammen zu arbeiten, wurde dieser Abend
auf den 11. Februar verschoben und in unser neues Gemeindezentrum
in Sohlbach verlegt. Und da jedes Kind einen Namen haben muss,  beauftragten
wir unseren Kreativ-Direktor (raten Sie mal wer das ist ?) mit der
Namensfindung. Heraus kam: BSWSB.

Der Abend, beginnend mit einer
Andacht von Pfrn. Almuth Schwichow, in der es auch um Namen ging,
stand ganz im Zeichen des Kennenlernens. Nach einem gemeinsamen
Abendessen hatten die Mitarbeiter im Kleingruppen die Möglichkeit
sich auszutauschen und ihre Gruppen und Kreise vorzustellen.

„Wir werden in Zukunft näher
zusammen rücken müssen“ so Pfr. Siemon zum Abschluss. Und das
taten dann auch alle, symbolisch fürs Gruppenfoto:
Sie rückten
näher zusammen vor dem Abendmahlstisch im Paul Gerhardt Haus, wobei
ich mir nicht ganz sicher bin, ob auch alle mit auf dem Bild sind.

Günter Gollos

   

 

Weihnachtsmarkt

Eine „runde Sache“ : der Weihnachtsmarkt

Es ist schon erstaunlich, was Defizite mitunter
an Phantasie und Kräften freisetzen können. So hat auch die defekte
Orgel der Talkirche im vergangenen Jahr eine Menge in Bewegung gebracht:
vier Benefiz-Konzerte, Aktionen bei verschiedenen Festen, und schließlich
einen eindrucksvollen Weihnachtsmarkt rund um die Talkirche vom
10. bis 12. Dezember. Viele Besucher lobten immer wieder die angenehme
und stimmungsvolle Atmosphäre. Romantisch wurde es insbesondere
abends, wenn die Kirche angestrahlt wurde und die vielen Schwedenfeuer
auf dem Gelände brannten.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt,
ob es die Orgelwurst, der Orgelstollen, die Orgelspieße des Küsters
oder der Orgelwein waren. Erfreulich war, daß ganz viele Gemeindeglieder
sich eingebracht haben und auf jede Weise mitgeholfen haben, beim
Auf- und Abbau, bei den umfangreichen Vorbereitungsarbeiten oder
auch bei der Durchführung.

Zum großen Renner entwickelten sich in den
Tagen die Ein-Euro-Geschenke. Fleißige Frauen hatten im Vorfeld
über 900 kleine Geschenke eingepackt. Der Reiz war offensichtlich
groß, die Überraschung der erwerben und zu lüften. Samstag mittag
waren alle Geschenke verkauft! Fleißige Hände packten im Taufstübchen
der Kirche immer neue Geschenke ein – am Ende waren 1.523 Geschenke
verkauft!

Spannend war am Samstag die Orgelpfeifenversteigerung
mit dem Zauberer Pikkus von der Kirchentreppe herab. Mancher hat
hier ein originelles Weihnachtsgeschenk erworben. Diese Aktion erbrachte
allein fast 1.000 €.

Ein sehr beachtenswertes und erfreuliches
Zeichen setzten die Inhaber der Fa. Elih (Wenschtstr.): sie stifteten
800 Glühweinbecher. Als Muslime wollten sie so bewußt ein Zeichen
der Solidarität setzen.

Parallel zu dem Markt um die Kirche wurde
der Kirchenraum zu einem offenen Haus. Sehr viele Besucher strömten
zu den unterschiedlichen Angeboten: Orgelführungen und Kirchenführungen
mit Turmbesteigung, Konzerte die den „Liederstrolchen“ aus Wilnsdorf
oder den „Violini Piccoli“ der Musikschule Siegen, dem Offenen Singen
mit KMD U. Stötzel oder der Literaturlesung mit Hilde Fiedler, den
Turmbläsern und der „Zeit um sechs“.

Ein besonderer Höhepunkt war der Kantatengottesdienst
am Sonntag mit dem Kirchenchor, Solisten und dem Instrumentalensemble
„Il piacere“ unter Leitung von Andrea Stötzel. Eine geistvolle Predigt
hielt der Vorsitzende des Orgelausschusses, Superintendent Ernst
Achenbach.

Am Ende sah man viele fröhliche und zufriedene
Gesichter, und nicht wenige sagten: „Es war anstrengend – aber nächstes
Jahr machen wir’s wieder!“

Zum Schluß konnten ca. 12.000 € als Reinerlös
in den Orgelfonds eingezahlt werden – ein auch in dieser Hinsicht
erfreuliches Ergebnis.

Übrigens liegt der Spendenstand inzwischen
bei 74.000 € (Stand Ende Januar 2005). Da bleibt uns nur ein ganz
herzliches Dankeschön zu sagen an alle Spender.

Weihnachtsbaum – Aktion

Aktion „nadelnder Weihnachtsbaum“
in Sohlbach-Buchen

Das Jahr 2005 begann für uns mit zwei Neuerungen.
Aber ehrlich gesagt merken wir in der Mädchenjungschar vom Wechsel
 zur Kirchengemeinde Klafeld nichts. Wir treffen uns weiterhin
donnerstags  im Paul-Gerhard-Haus für 1 1/2 Stunden, so wie
bisher auch.
 


 

Viel aufregender war dagegen doch ein Ereignis
Anfang Januar. Erstmals sollte die Mädchenjungschar die Aktion „nadelnder
Weihnachtsbaum“ durchführen.
Als wir gefragt wurden, waren wir
uns einig, die Spendensammlung würde kein Problem. Aber wie sollten
wir die Bäume auf die Anhänger bekommen, bei einer  Durchschnittsgröße
der Mädchen von 1,30 m? Sofort boten einige Herren der Sohlbach-Buchener
Feuerwehr ihre Hilfe an, denen wir an dieser Stelle noch einmal
herzlich danken.
So trafen sich am Freitag dem 07.Januar 2005
eine Schar aufgeregter Mädchen am Paul-Gerhard- Haus. In Begleitung
einer Erwachsenen schwärmten sie dann in kleinen Gruppen mit ihren
Sammelbüchsen aus. Nach etwa zwei Stunden trafen alle wieder dort
ein.  Und während sich die Mädchen bei Getränken und Süßigkeiten
stärken konnten, wurden die Büchsen geleert und der Inhalt gezählt.

Das Ergebnis  übertraf alle Erwartungen: über 700 € kamen
für die Jugendarbeit in Sohlbach-Buchen von vielen großzügigen Spendern
zusammen. Am Samstagmorgen wurden die Bäume dann mit zwei Treckern
und Anhängern eingesammelt. Dank der Vorbereitung und Hilfe der
Familie Strunk war die Aktion ein voller Erfolg und wir freuen uns
schon jetzt aufs nächste Jahr.

AnetteLöw

Nachweihnachtliches Konzert

Großartiges Konzert

Zum weiten Mal fand es statt: das „Nachweihnachtliche
Konzert“ in der Wenschtkirche und ca. 100 Besucher waren am 9. Januar
gekommen, um sich mit Orgelwerken aus 3 Jahrhunderten (nicht
wie fälschlicherweise angekündigt aus dem 3. Jahrhundert) und Liedern
aus Schemellis Gesangsbuch verwöhnen zu lassen. Die Ausführenden,
Hans Peter Fries (Bass) und Günter Drucks (Orgel) hatten, angesichts
der furchtbaren Flutkatastrophe, spontan beschlossen, die am Ausgang
erbetene Kollekte der Vereinigten Ev. Mission zur Verfügung zu stellen,
die seit langer Zeit vor Ort in Sumatra tätig ist und somit in der
Lage gezielt die größte Not zu lindern.

Herr Fries führte in das Konzert mit einigen
Erläuterungen ein. Das Gesangbuch von Schemelli (1736), bestehend
aus 900 Liedern, wurde von Johann Seb. Bach, der kein ausgesprochener
Liederschreiber war, mit 29 Liedern mitgestaltet. Die Lieder beeindrucken
durch ihre Schlichtheit, werden aber höchst selten, bedingt durch
ihre barocke Ausdrucksweise, zu Gehör gebracht.

Zwei Themenkreise hatte er ausgewählt. Zum
einen „Das Leben Jesu“ (Lieder zum Kirchenjahr), zum anderen Lieder
zum Leben eines Christen.

 

Hans Peter Fries
u. Günter Drucks
 

Diese, im Wechsel mit Orgelchorälen von Dietrich
Buxtehude, Johan Seb. Bach, Johann Pachelbel und Georg Friedrich
Händel vorgetragen, waren wahrlich ein Genuss der Extraklasse. Günter
Drucks brillierte in gewohnter Weise mit seiner Königin der Instrumente.
Hans Peter Fries, der seine Gesangsausbildung bei Prof. Dr.
Franz Müller-Heuser an der Musikhochschule Köln und später bei Frau
KMD Almuth Höfker erfuhr und auf eine über 30jährige Konzerttätigkeit,
überwiegend im Bereich der Kirchenmusik im In- und Ausland zurück
blicken kann, auch regional bekannt als Solist der Evangelischen
Kantorei Siegen, sang in sauberer Klarheit und Transparenz mit
seiner angenehmen, kräftigen Stimme, der auch die leisen, lyrischen
Töne zu Gebote stehen. Genaue Deklamation, saubere Technik und die
Fähigkeit zu einem beherrschten Forte oder deutlichen Pianissimo
ließen die Schlichtheit der Werke vergessen machen. Kurz gesagt:
ein wirklich großartiges Konzert, oder wie es eine begeisterte Zuhörerin,
später im etwas kleineren Kreise bei einem Glas Wein formulierte:
„Es war Klasse meine Herren“. Nachzutragen bleibt der Erlös der
Sammlung: es waren genau 531,20 €.

Günter Gollos