Predigt Wenschtkirche, Christvesper für den Heiligen Abend, 24. Dezember 2025

Text: Ez 37,24-28

Der Prophet Ezechiel war im Exil gestorben. Man hatte ihn nach Babel verschleppt, als König Nebukadnezar Juda unterworfen hatte. Elf Jahre später war Jerusalem endgültig zerstört worden und Juda von der Land­karte verschwunden. Ezechiel hatte es kommen sehen. Immer wie­der hatte er seinen Landsleuten das Gericht Gottes ange­kün­digt – als Strafe dafür, dass sie Gottes Bund missachtet hat­ten. Sie hatten seine Gebote nicht gehalten, fremden Göttern ge­dient, die Armen ausgebeutet, den Fremden Gewalt angetan – nun hatten sie die Quittung dafür. Aber trotzdem war Ezechiel überzeugt gewe­sen, dass Gott sein Volk immer noch liebte. Und er hatte die Hoff­nung nie aufgegeben. Eines Tages würde Gott sich Israel wieder zu­wen­­den und ihm neues Leben einhauchen. Aber jetzt war der Pro­phet tot. War mit ihm auch die Hoffnung gestorben?

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Predigt Tal- und Wenschtkirche, Sonntag, 19. Oktober 2025

Gottesdienst für den achtzehnten Sonntag nach Trinitatis

Text: Jak 2,14-26

Was ist der Nutzen, meine Geschwister, wenn jemand sagt, er habe Glauben, aber keine Werke hat? Kann etwa der Glaube ihn retten? Wenn ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und Mangel hat an täglicher Nahrung und jemand unter euch spricht zu ihnen: „Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!“, ihr gebt ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat – was ist der Nutzen? So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, tot in sich selber.

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