Gemeindefahrt 2005

Gemeindefahrt nach Regensburg
und Umgebung

Sie sind herzlich eingeladen zu einer sechstägigen
Fahrt der Kirchengemeinde nach Niederbayern. Reisetermin ist
der 8. bis 14. September 2005.
Wir wohnen in Regensburg im Hotel
Star Inn, einem Haus der einfachen Mittelklasse (ehem. IBIS-Hotel)
im Stadtzentrum. Alle Zimmer mit zeitgemäßem Komfort, Dusche oder
Bad und WC, Kabel-TV und Telefon. Die Fahrt erfolgt im modernen
Fernreisebus, ausgestattet mit max. 48 Schlafsesseln, Getränkeservice,
einstellbarer Düsenbelüftung, Musikanlage, Klimaanlage und Bord-WC.

Reiseunternehmen ist das Reisebüro Büdenbender in Netphen.
Reiseleiter
ist Pfr. Schäfer.

Das vorgesehene Programm sieht folgendermaßen
aus:

  • 8. September: Morgens Abfahrt vom Busbahnhof
    Geisweid. In Nürnberg Zwischenstopp mit Mittagessen und Stadtrundgang.
    Nachmittags Weiterfahrt nach Regensburg.
  • 9. September: Stadtführung. Wir entdecken
    eine der schönsten deutschen Altstädte.
  • 10. September: Ausflug zum landschaftlich
    überaus reizvollen Donaudurchbruch, Einkehr im Kloster Weltenburg.
    Besuch Kehlheims.
  • 11. September: Mit dem Schiff geht’s
    donauabwärts nach Donaustauf. Besuch der Walhalla.
  • 12. September: Tagesausflug nach Landshut.
    Wir entdecken für uns eine der reizvollsten altbayrischen Städte.
  • 13. September: Tagesausflug nach Ingolstadt.
  • 14. September: Nach dem Frühstück geht
    es ins Altmühltal. Über Beilngries fahren wir nach Berching
    (mittelalterliches Stadtbild mit Wehrmauer und malerischem Marktplatz).
    Nachmittags Rückfahrt ins Siegerland.

Folgende Leistungen sind im Reisepreis enthalten:

  • Fahrt im modernen Reisebus wie beschrieben
  • Frühstücksbuffet
  • Ausflugsfahrten wie angegeben inkl.sachkundiger
    Führung
  • Schiffahrt Walhalla und Donaudurchbruch
  • Eintrittsgelder
  • 6 Übernachtungen

Der Reisepreis beträgt pro Person 418,- €.
Einzelzimmerzuschlag 147,- €.

Anmeldungen nimmt bis zum 15. Mai Pfr. Schäfer
entgegen.
Teilnehmen können 46 Personen, 12 Einzelzimmer stehen
zur Verfügung. Anmeldungen werden in der zeitlichen Reihenfolge
registriert.

Mit der Anzahlung von 100,00 € bis zum 15.
Mai 2005 auf das Konto 30 306 872 bei der Sparkasse Siegen (BLZ
460 500 01) ist die Anmeldung gültig.
Der Restbetrag von 318,00
€ wird am 1.8.2005 fällig.

Vielleicht gewinnen Sie erstmals oder auch
nochmals Gefallen an einer Reise in angenehmer Gesellschaft zu einem
eher unbekannten, aber umso reizvolleren Ziel!

Impulstag Glaubenskurse

Impulstag Glaubenskurse

 

Ein Impulstag zum Thema Glaubenskurse findet
am Samstag, 12. Februar 2005 im Stift Keppel, Hilchenbach-Allenbach,
Stift Keppel Weg 37
, statt.

Moderne Glaubenskurse sind lebensnah, anschaulich
und zeitlich begrenzt. Sie wenden sich an Menschen, die nach den
Inhalten des christlichen Glaubens fragen und verständliche Antworten
erwarten. Veranstaltungen, die Glaubenskurse anbieten, so Pfarrer
Jürgen Dusza, stoßen in den letzten Jahren auf ein ständig wachsendes
Interesse. Oft führten Glaubenskurse in Gemeinden zu neuen geistlichen
Aufbrüchen. Bei der Vorbereitung arbeiten Ehrenamtliche und Hauptamtliche
zusammen und erleben diese Teamarbeit als besondere Motivation.

Der Impulstag richtet sich an alle, die nach
neuen Formen für die Gemeinde- und Gruppenarbeit suchen und denen
dabei eine verständliche und lebensbezogene Darstellung des Glaubens
wichtig ist. Dazu gehören Presbyterinnen und Presbyter und andere
Mitarbeitende in Leitungsverantwortung, die sich fragen, ob ein
Glaubenskurs auch in ihrer Gemeinde „dran“ ist, junge und ältere
Mitarbeitende, die sich überlegen, einmal bei der Durchführung eines
Glaubenskurses mitzuwirken. Aber auch Pfarrerinnen, Pfarrer und
andere Hauptamtliche, die sich einen Überblick über das Gebiet moderner
Glaubenskurse verschaffen wollen, kommen an diesem Tag nicht zu
kurz.

Beim  Impulstag im Stift Keppel informieren
erfahrene Fachleute über das aktuelle Angebot an Glaubenskursen.
Es geht auch um die Frage, welcher Kurs zu welcher Gruppe oder Gemeinde
passt. Hierzu und zu allen weiteren Fragen rund um Glaubenskurse
gibt es an unserem Tag viele hilfreiche Hinweise. Verschiedene Glaubenskurse
wie der Emmauskurs, der Alpha-Kurs, Christ werden – Christ bleiben
und „Stufen des Lebens“ werden praxisnah vorgestellt.

Der Vormittag stellt  eine in sich abgeschlossene
Einheit dar und bietet einen informativen Einblick in das Angebot
verschiedener Glaubenskurse. Am Nachmittag erfolgt eine wichtige
 Vertiefung. Dann besteht die Möglichkeit, Glaubenskurse live
mitzuerleben.

Das Programm beginnt um 9.30 Uhr mit einem
Stehkaffee und endet um 16 Uhr.

Nähere Informationen und Anmeldung bei:
Pfr.
Jürgen Dusza, Burgstraße 18, 57072 Siegen, Tel. 0271/5004-290.

kp

Bericht: Kreissynode Dez. 2004

Kreissynode Siegen

Bericht des Superintendenten

Ein anstrengendes Jahr geht für den Kirchenkreis
Siegen zu Ende. Das machte Superintendent Friedemann Hillnhütter
jetzt auf der Kreissynode Siegen in seinem diesjährigen Bericht
deutlich. Vier Synoden fanden statt, doppelt so viele wie normal,
um das Beratungspensum bewältigen zu können. Erforderlich wurde
das Pensum durch die Neugestaltung der Struktur des Kirchenkreises
Siegen, die umfangreichen Beratungen zur Neuregelung der Kinder-
und Jugendarbeit in den Kirchengemeinden und im Kirchenkreis. Der
Haushalt des Jahres 2004 konnte erst beraten werden, nachdem verlässliche
Eckdaten vorlagen und die mittelfristige Finanzplanung erfordert
eine Haushaltskonsolidierung ohne Rücklagenentnahme.

Diese Beratungsprozesse ließ Hillnhütter Revue
passieren. Eine neue Finanzsatzung galt es zu erarbeiten und auch
die Pfarrstellenbesetzung in den Kirchengemeinden liegt künftig
in der vollen Verantwortung des Kirchenkreises. Ein Ausschuss arbeitet
an einer Pfarrstellensatzung, die die Modalitäten regelt. Künftig
werden etwa 2.300 bis 2.500 Gemeindeglieder für eine Gemeindepfarrstelle
vorhanden sein müssen und 20.000 Gemeindeglieder für eine Kreispfarrstelle.

Viele neue Gesichter gibt es in diesem Jahr
in den Gremien in Folge der Presbyteriumswahlen im Februar. Er dankte
dem alten KSV für seine geleistete Arbeit, und denjenigen, die sich
für die künftige Arbeit zur Wahl gestellt hatten.Er dankte dem Sozialreferenten
Herbert Perl, der nach 30-jähriger Dienstzeit in den Ruhestand getreten
ist, für seine Arbeit, dem Jugendreferenten Kurt Giesler, der nach
25 Jahren Dienstzeit im Kirchenkreis in den Vorruhestand getreten
sei und auch Gert Mudersbach, der als angjähriger Verwaltungsleiter und stellvertretender
Verwaltungsleiter nach über 40-jährigem Arbeitsleben im Kirchenkreis
aus dem Dienst ausscheidet.


Superintendent
Friedemann Hillnhütter

Der Bericht endete mit einem Ausblick nach
vorne. In Zukunft, so der Superintendent, werde verstärkt darüber
zu befinden sein, was zu den Kernaufgaben der Kirchengemeinden und
des Kirchenkreises gehöre. Die Qualifizierung von ehrenamtlich mitarbeitenden
Gemeindegliedern müsse künftig allererste Priorität haben. Das Kirchenkreisprojekt
„Gemeinsam unterwegs“ und auch die kirchliche Erwachsenenbildung
hätten hierbei einen besonderen Stellenwert. Hillnhütter: „Wir müssen
darüber nachdenken, wie wir in Zukunft die kirchliche Arbeit in
den Kirchengemeinden und im Kirchenkreis unter den sich ändernden
finanziellen Rahmenbedingungen gestalten können. Auf Dauer wird
das steuerfinanzierte Modell dies alleine nicht leisten können.
Stärker als bisher wird die Arbeit der Kirchen auf Spenden und stärkere
freiwillige finanzielle Zuwendungen der Gemeindeglieder angewiesen
sein. Finanzierungsstrukturen, wie sie in der Ökumene seit langem
vorherrschen, werden auch bei uns in Zukunft eine größere Rolle
spielen.“ Dazu gehören auch Arbeitsbereiche wie Jugendarbeit, die
Öffentlichkeitsarbeit, die Beratung von Menschen in schwierigen
Lebenssituationen, die Schule oder auch die Kirchenmusik.

„Mit den vielen Gaben, die Gott uns gegeben
hat, dürfen wir noch stärker wuchern.“ Er betonte, dass Kirche Jesu
Christi immer in erster Linie eine geistliche Gemeinschaft ist,
in der das Evangelium verkündigt und gelebt wird. Mit Professionalität
alleine könne Kirche nicht bestehen. Gemeindeaufbau ist daher ein
geistlicher Prozess, in dem die Gaben des Geistes zum Tragen kommen
und den der Ewige in den Köpfen und Herzen der Menschen anstoße.

Viele Aktivitäten in den Gemeinden, Referaten
und Einrichtungen zeigten, dass im Kirchenkreis bei allen notwendigen
strukturellen und bedrängenden finanziellen Herausforderungen ein
großes Interesse an Fragen der inhaltlichen Arbeit und Entwicklung
von Zukunftsperspektiven bestehe. Viele Menschen, die mit unserer
Kirche nach wie vor verbunden seien, hätten ein großes Interesse
an der Frage, wie wir auf die Herausforderungen einer sich rasant
verändernden Zeit angemessen reagierten.

Neue Gottesdienstformen, wie beispielsweise
die Thomas-Messe oder die Guten-Abend-Kirche, Besuchsdienste, Glaubenskurse,
eine gemeindebezogenere Kindergartenarbeit, Kindergottesdienste,
Bibellese- und Gebetsgruppen seien geeignete Ansätze, um Gemeindeaufbau
zu fördern. Veränderungen ließen sich nicht von heute auf morgen
herbeiführen, sondern brauchten einen langen Atem und Menschen,
die sich auf die Veränderungen einließen. Superintendent Hillnhütter:
„Kirche war und ist immer ein Wagnis, hängt immer mit Vertrauen
auf den Herrn der Kirche zusammen, der seine Kirche auch im 21.
Jahrhundert nicht lässt.“

kp


Kreissynode Siegen

Synodale Fachbereichsausschüsse besetzt

Die sieben synodalen Fachbereichsausschüsse können jetzt ihre
Arbeit aufnehmen. Die Kreissynode Siegen besetzte jetzt diese neuen
Ausschüsse, die in die neue Struktur und Ordnung des Kirchenkreises
integriert sind und viele der ehemaligen Synodalen Ausschüsse ablösen.
Nun gibt es einen Fachbereichsausschuss für Gemeindeberatende Dienste,
für das Ev. Gymnasium, für Seelsorge/Beratung, für Telefonseelsorge,
für Ehe-, Familien- und Lebensberatung, für Gesellschaftliche Verantwortung
sowie für Schulbezogene Dienste. Diese Synodalen Fachausschüsse
haben mehr Entscheidungskompetenzen, eine gewisse Finanzverantwortung
sowie Koordinierungs- und Beratungsfunktion. Die Verzahnung mit
den einzelnen Referaten bzw. Einrichtungen des Kirchenkreises ist
sehr eng. Entlastet durch diese Neuregelung wird der Kreissynodalvorstand
und der Superintendent.

Schon bei der Zusammensetzung der Ausschüsse wurde deutlich,
dass noch Hürden zu nehmen sein werden. Hillnhütter: „Die Arbeitsweise
der neuen Ausschüsse wird begleitet. In zwei Jahren werden wir sehen,
ob sich die Organisationsstrukturen bewährt haben und an welchen
Stellen Nachbesserungen erforderlich sein werden.“

kp


Kreissynode Siegen

Haushalt 2005 verabschiedet – starke Kirchensteuereinbrüche

Den Haushalt 2005 des Kirchenkreises Siegen und die Finanzzuweisung
an die Kirchengemeinden beschloss auf ihrer vergangenen Sitzung
die Kreissynode Siegen. Infolge der Einnahmerückgänge konnte kein
ausgeglichener Haushalt erstellt werden, trotz bereits vorgenommener
Kürzungen. Und auch die Erstellung hatte diesmal so ihre Tücken.
Finanzausschussvorsitzender Friedhelm Knipp: „Der der Synode vorgelegte
Entwurf ist die vierte Fassung, die wir mittlerweile erarbeitet
haben.“ Damit Einnahmen und Ausgaben deckungsgleich sind, müssen
nächstes Jahr 857.729 Euro aus der Rücklage entnommen werden. 16.523.155
Euro stehen aus Kirchensteuereinnahmen dem Kirchenkreis zur Verfügung.
7.496.765 Euro erhalten die Kirchengemeinden und 4.900.500 Euro sind für die Besoldung der Gemeindepfarrerinnen
und -pfarrer aufzuwenden. Auf  die kreiskirchlichen Aufgaben, Pfarrstellen und Kreiskirchenamt
entfallen 4.125.890 Euro. Somit kommen den Gemeinden ein Anteil
von 75% der Kirchensteuerzuweisungen zugute. Hierin wird deutlich,
wo der Schwerpunkt der kirchlichen Arbeit im Kirchenkreis Siegen
und deren Verantwortung liegt.

Die Einsparungen in diesem Haushalt sind auch schon heftig. Bei
den kreiskirchlichen Aufgaben (Synodalkasse) wurden 362.000 Euro
(16,23%) eingespart, beim Kreiskirchenamt 155.000 Euro (6,64%),
bei der Pfarrbesoldung wird man mit 324.000 Euro (6,20%) weniger
auskommen müssen und den Kirchengemeinden fehlen 342.000 Euro (4,37%).

Der Haushalt 2005 wurde nach der neuen Finanzsatzung erstellt.
Der Verteilungsschlüssel für die Gemeindefinanzierung ist somit
fast ausschließlich die Anzahl der Gemeindeglieder. Die Gemeindegliederpauschale
beträgt im nächsten Jahr 51 Euro. Kindergartenzuschüsse, Personalkostenpauschale
und Gebäudepauschale gibt es keine mehr. Ein spezieller Härteausgleich
hilft den Gemeinden, die sich nach dem neuen Finanzierungssystem
schlechter stehen als bisher, sich innerhalb von drei Jahren an
die neuen Verhältnisse zu gewöhnen. Dann erhalten sie keine Unterstützung
mehr aus dem Solidartopf.

Insgesamt gehen die Kirchensteuereinnahmen zurück, zeigte Knipp
auf. 1992 war das Jahr mit den höchsten Kirchensteuereinnahmen.
477 Mio. Euro stand der Westfälischen Landeskirche damals zur Verfügung.
Für 2005 wird das Steueraufkommen auf nur noch 385 Mio. Euro geschätzt.
Rechnet man die Kostensteigerung in diesen Jahren hinzu, ist in
diesem Zeitraum mehr als ein Drittel der realen Finanzkraft verloren
gegangen.

kp

 Weihnachtlich geschmückter Tagungsraum
in der CVJM-Jugendbildungsstätte Wilgersdorf


Kreissynode Siegen

Haushaltskonsolidierung vertagt

Im nächsten Jahr ist der Haushalt des Kirchenkreises Siegen nicht
ausgeglichen. Die Ausgaben sind höher als die Einnahmen. Entnahmen
aus den Rücklagen sind nötig, um die Ausgaben finanzieren zu können.
Dass dies nicht auf Jahre so weiter gehen kann, wurde bereits auf
der Herbstsynode 2003 deutlich. Eine Arbeitsgruppe Mittelfristige
Finanzplanung erhielt damals den Auftrag, eine Haushaltskonsolidierung
für die nächsten Jahre zu erarbeiten. Konkret bedeutete das zu prüfen,
wo können Einsparungen vorgenommen werden und wo können Einnahmen
erhöht werden. Insgesamt geht es um 1,8 Mio. Euro, die aus heutiger
Sicht künftig fehlen werden. Die großen Posten im Haushalt sind
die Personalkosten. Also kam die Arbeitsgruppe nicht umhin, auch
die Einsparung von Personalstellen vorzuschlagen. Bei den Pfarrstellen
müssen Ausgaben in Höhe von vier Pfarrstellen in 2005 eingespart
werden. Und die Streichliste enthielt auch Stelleneinsparungen in
den Referaten. Darunter 139.000 Euro bei der Ehe-, Familien- und
Lebensberatung, 50.000 Euro beim Öffentlichkeitsreferat und auch
im Referat der Tageseinrichtungen für Kinder und im Sozialreferat
geht es um hohe Summen, sprich Personaleinsparungen oder aber Verlagerungen.
Als die Vorschläge im Kirchenkreis bekannt wurden, entstand unterschiedliche
Lobbyarbeit. Jeder wollte verständlicherweise möglichst ungeschoren
davon kommen.

Zu einem endgültigen Ergebnis konnte sich die Kreissynode nicht
durchringen. Sie nahm die Vorlage zur Kenntnis und beauftragte den
Kreissynodalvorstand, den Finanzausschuss und die Verwaltung, die
Situation mit den betroffenen Referaten und Einrichtungen erneut
zu erörtern und Alternativen auszuloten. Erneut beraten und womöglich
entschieden werden soll im Sommer 2005. Bis dahin herrscht in den
Referaten weiter Unsicherheit über ihre künftige Arbeit.

kp


Kreissynode Siegen

Rote Punkte mit Bedeutung

Kreissynode Siegen erarbeitete Arbeitsschwerpunkte für die nächsten
Jahre

Ein langwieriger Prozess fand jetzt auf der Kreissynode Siegen
ein vielleicht vorläufiges Ende. Ein wirkliches Ergebnis gab es
allerdings augenscheinlich noch nicht.

Es ging um die Frage, was soll im Kirchenkreis Siegen und den
Kirchengemeinden in den nächsten fünf Jahren, also mittelfristig,
schwerpunktmäßig besonders gefördert und finanziert werden. Im Umkehrschluss
ging es damit allerdings auch um die Benennung dessen, was in den
nächsten Jahren nicht mehr zu finanzieren ist.

Mit den Beratungsunterlagen erhielten die Synodalen eine Übersicht
über sämtliche Arbeitsbereiche des Kirchenkreises mit der bereits
vorgenommenen Gewichtung Anfang des Jahres. Zwischenzeitlich tagte
der Theologische Ausschuss, um, so Synodalassessorin Annette Kurschus
bei ihrer Einbringungsrede, „aus biblisch-theologischer Sicht Kriterien
zu benennen, die bei einer inhaltlichen Diskussion zu verantwortlichen
Entscheidungen helfen könnten.“ Diese Ergebnisse wurden den Synodalen
im Vorfeld ebenfalls zugeschickt.


 In 30 Gruppen berieten die Synodenteilnehmenden

die Schwerpunkte künftiger kirchlicher Arbeit.

In der Synode war dann Gruppenarbeit angesagt. An etwa 30 Tischen,
getrennt nach Pfarrerinnen und Pfarrern sowie nichttheologische
Synodalen und Gästen, trugen die Synodenteilnehmer zusammen, was
ihnen in den nächsten Jahren in der kirchlichen Arbeit besonders
wichtig ist. Die Beratungsergebnisse wurden  an den Wänden
des Tagungsraumes veröffentlicht. Nach der Mittagspause waren die
Synodalen aufgerufen zu Punkten. Jedes stimmberechtigte Synodenmitglied
hatte fünf Klebepunkte zu vergeben. Gemeinsam entstanden so die
Aufgabenziele der nächsten Jahre.
 

 
Mit Klebepunkten ausgerüstet, zeigten
die Synodalen, welche Arbeitsbereiche ihnen künftig wichtig sind.
 

Deutlich wurde am Ende der Beratungen und Wertungen, dass Kinder-,
Jugend- und Konfirmandenarbeit oberste Priorität haben soll, dicht
gefolgt von der Kirchenmusik. Sehr wichtig ist der Synode die Gemeindeentwicklung,
Gemeindeaufbau und Gemeindeberatung. Die Kindergartenarbeit erhielt
einen hohen Stellenwert und auch die Gewinnung, Begleitung und Fortbildung
von Ehrenamtlichen sowie deren Wertschätzung ist den Synodalen wichtig.
Ob die im hinteren Bereich abgeschlagenen Arbeitsbereiche, Wünsche
und Funktionen künftig keine Bedeutung mehr haben werden, ist noch
lange nicht ausgemacht. Manche unterschiedlichen Begriffe an weit
auseinander liegenden Positionen hängen so eng miteinander zusammen,
dass das Eine nicht ohne das Andere geht.

Das Ergebnis kann somit
wiederum nur ein Zwischenergebnis sein. Es muss genau analysiert,
gewertet und gewichtet werden, um herauszubekommen, was man denn
nun will. Wie man es will, ist damit noch nicht geklärt und auch
nicht wie viel man von dem, was man wie will, bezahlen kann.
 

kp
(Fotos:
Karlfried Petri)

Besuchsdienst

„Es kommt auch was zurück“

Besuchsdienste in den Kirchengemeinden
unterwegs

Erstmals trafen sich jetzt Besuchsdienstgruppen
aus den Kirchengemeinden des Kirchenkreises Siegen im Gemeindehaus
in der Dautenbach, um sich über ihre Arbeit auszutauschen und Neues
hinzuzulernen.

Von ihren vielfältigen Besuchsdiensterfahrungen
erzählten die Teilnehmenden. Alte Menschen in den Gemeinden werden
besucht oder Menschen, die im Krankenhaus liegen oder Zuhause  länger
krank sind. Wieder andere gratulieren Gemeindegliedern im Namen
der Kirchengemeinde zum Geburtstag. Neu Zugezogene werden in der
Kirchengemeinde willkommen geheißen. Gemeinden mit vielen Aussiedlern
oder Asylbewerbern gehen auf diese Menschen zu. Zur Kirchengemeinde
Wilnsdorf beispielsweise gehören etwa 180 Aussiedler. Das macht
10% der Kirchengemeinde aus. Was liegt näher, als diese Menschen
regelmäßig zu besuchen. Über Gott und die Welt wird da geredet.
Man hilft bei der Integration, hilft Sprachprobleme zu überwinden
und geht einander auch praktisch zur Hand. Als vielfältig und mit
unterschiedlichen Anforderungen stellten sich die Zielgruppen heraus,
die von unterschiedlichen Besuchsdienstkreisen in den Gemeinden
besucht werden. Die Erfahrungen, die die Frauen und Männer in den
Häusern machen, wurden als durchweg positiv beschrieben. „Es kommt
auch was zurück,“ sagte ein älterer Herr, der im Raum Kreuztal schon
seit Jahren ehrenamtlich Besuchsdienstarbeit leistet. Man erfährt
etwas von der Lebenserfahrung anderer Menschen und kann sich darüber
austauschen. Deutlich wurde auch, dass als Grundvoraussetzungen
für eine solche Arbeit Interesse an und Liebe zu den Menschen da
sein sollte. Kontaktfähigkeit sei zudem eine hierfür wesentliche
Begabung. Zudem mache es Freude, im Dienst Jesu unterwegs zu sein.

Pfarrer Jürgen Dusza von der Pfarrstelle für
Gemeindeentwicklung des Kirchenkreises Siegen, der zu dem Treffen
eingeladen hatte, stellte heraus, dass die Kirche immer mehr zu
einer auf die Menschen zugehenden Kirche werde. Er erläuterte in
einem Vortrag die Bedeutung der Besuchsdienstarbeit und zeigte auf,
wie wertschätzende Gespräche geführt werden können. Er kündigte
an, dass er im nächsten Jahr Schulungen zur Besuchsdienstarbeit
anbieten werde.

kp


Mit
großem Interesse erzählten die Besuchsdienstgruppen aus ihrer Arbeit
und machten deutlich, wie sich viele Menschen über Besuche von Vertretern
der Kirchengemeinde freuen 

Gemeinde Basar

Gemeinde-Basar

Siegen, 21.11.2004

Liebe Gaby,

eben bin ich von unserem Gemeindebasar nach
Hause gekommen, und ich will dir schnell noch davon berichten. Schließlich
hast du uns in deinem letzten Brief ja ein gutes Gelingen gewünscht!

Um es kurz vorwegzunehmen: wir sind sehr zufrieden
mit dem Verlauf und dem Erlös unseres Basars!

Und dabei hatte ich mir – wie sicher etliche
andere Beteiligte auch – im Vorfeld wieder mal so einige Gedanken
gemacht: Liegen wir mit den in den letzten Wochen hergestellten
Handarbeiten und Basteleien richtig? Werden den Besuchern die Adventsgestecke,
die weihnachtlichen Holzarbeiten, die gestrickten Socken,
die Grußkarten und die vielen anderen Arbeiten gefallen? Werden
sie die selbstgebackenen Plätzchen, die hausgemachten Marmeladen
kaufen? Werden wir aus den verschiedenen Gemeindegruppen genug Kuchen
für unser Kuchenbüffet bekommen? Haben wir genug Helfer für die
Verkaufstische, die Zubereitung und den Verkauf der herzhaften Speisen,
das Kuchenbüffet, den Kaffeeverkauf, die Spül“frau“schaft?
Haben wir bei der Planung an alles gedacht?

Und dann ist der große Tag da, und es geht
los. Gespannt schauen sich die Besucher um, dann die ersten Bemerkungen:
„Guck mal hier, das ist aber eine gute Idee“ oder „Nä,
wat haat ihr dat awwer werrer schöer gemacht“. Es macht Freude,
mitzuarbeiten, und es macht Freude, zuzusehen, wie die „Kunden“
schauen und kaufen, essen und trinken und die Stunden im Gemeindehaus
genießen!

Und dann weißt du, dass sich die ganze Vorbereitung
gelohnt hat, dass wir in unserer Gemeinde mit gemeinsamem Tun einen
solch schönen Tag gestalten können. Und du freust dich, dass wir
damit wieder einmal viel Geld (nach erster Zählung über 5.000 €)
für dringend benötigte Reparaturen und Anschaffungen in unserem
I. Pfarrbezirk einnehmen konnten. Und du bist dankbar für
den Einsatz, den alle Mitarbeitenden für dieses gemeinsame Ziel
erbracht haben.

Ja, es war ein schöner Tag! Das solltest du
doch auch wissen, und deswegen werde ich diesen Brief gleich morgen
zur Post geben. Und in 2 Jahren werde ich dir dann wahrscheinlich
von unserem nächsten Gemeindebasar berichten.

Viele herzliche Grüße sendet dir
Jutta

PS: Liebe Gabi, wenn du magst, klicke
doch mal die Bilder-Galerie an.
Dort kannst du dir einige
Fotos vom Gemeindebasar ansehen.