Neues aus der Gemeinde und Presbyterium

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Peter – Christian Rose
und Günter Gollos

  • Zehn  Jahre Kinderhospiz!

Am 10. Februar machte der Deutsche Kinderhospizverein
mit einem bundesweiten „Tag der Kinderhospizarbeit“ erneut auf die
Situation todkranker Kinder und ihrer Familien aufmerksam. An der
zentralen Veranstaltung in Olpe nahmen auch die drei Botschafter
des Vereins, Ex-Bundesminister Norbert Blüm, der Handball-Nationaltrainer
Heiner Brand und der ehemalige Fußballnationalspieler Jens Nowotny,
teil. Im Februar 1990 wurde der Kinderhospizverein von einigen betroffenen
Familien gegründet. Sie wollten damit das Thema schwerstkranker
und sterbender Kinder aus der Tabuzone herausholen. Das erste Kinderhospiz
konnte dann acht Jahre später in Olpe eröffnet werden. Inzwischen
gibt es in Deutschland sieben stationäre Kinderhospize, drei weitere
befinden sich in der Planungsphase. Zusätzlich betreibt der Verein
15 ambulante Kinderhospizdienste.

 

  • Überarbeitung abgeschlossen!

Unsere Kirchengemeinde hat eine neue Satzung;
beschlossen wurde sie bereits in der Sitzung des Presbyteriums am
14 Dezember 2007. Nun hat sie der Kreissynodalvorstand (KSV) in
Siegen zustimmend zur Kenntnis genommen und an das Landeskirchenamt
in Bielefeld weitergeleitet. In Kraft tritt die Satzung allerdings
erst nach der Veröffentlichung im Kirchlichen Amtsblatt. Eine Überarbeitung
war notwendig geworden, weil es in unserer Kirchengemeinde nur noch
drei Pfarrbezirke (vorher: 4) und nur noch 18 Presbyterstellen (vorher:
24) gibt. Es bestehen fünf Fachausschüsse und drei beratende Ausschüsse.
Die Fachausschüsse haben die Aufgabe, die Arbeit der Kirchengemeinde
in ihrem jeweiligen Fachbereich zu fördern, zu koordinieren und
gegebenenfalls durchzuführen. Sie sind dafür verantwortlich, die
ihnen im Rahmen des Haushaltsplans zugewiesenen Mittel zu überwachen
und einzuhalten. Jeder Fachausschuss muss mindestens fünf stimmberechtigte
Mitglieder haben, wovon wiederum mehr als die Hälfte Mitglieder
des Presbyteriums sein müssen. Folgende Fachausschüsse gibt es:
a) Finanz-, Personal- und Bauangelegenheiten, b) Arbeit mit Kindern
und Jugendlichen, c) Tageseinrichtungen für Kinder, d) Öffentlichkeitsarbeit
und e) Diakonie. Zu den drei beratenden Ausschüssen gehören der
Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung, der Partnerschaftsausschuss
und der Ausschuss für theologische Fragen. Diesen drei Gremien gehören
bis zu neun Mitglieder des Presbyteriums oder sachkundige Gemeindeglieder
bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an.

 

  • Ein voller Erfolg!   

In diesem Jahr wollte ich beim Hungermarsch
unbedingt mitgehen, aber ein grippaler Infekt machte mir einen Strich
durch die Rechnung. So konnte ich am 9. März den vielen Wanderern
nur zusehen, als sie an den Schrebergärten vorbei in den Wald zogen.
Sie konnten Strecken von fünf, zehn oder 15 Kilometern Länge wählen.
Laut „Eine Welt Kreis“ im Pastoralverbund Hüttental-Freudenberg
nahmen 320 Kinder, Frauen und Männer am mittlerweile 10. Hungermarsch
teil. „Auch aus den evangelischen Nachbargemeinden kamen eine ganze
Reihe Mitwanderer“, so wusste man zu berichten. Dem Marsch unter
dem Motto „Wandern für die Andern“ ging ein Familiengottesdienst
voraus.Nach einem Grußwort von Siegens stellvertretendem Bürgermeister
Jens Kamieth machten sich dann alle auf den Weg.

 
 

Den Ausklang bildete
am Nachmittag ein gemütliches Beisammensein im Gemeindehaus am Hans-Böckler-Platz.
An Spenden konnten vor Ort 7.953,97 € eingenommen werden. Mit den
Überschüssen aus der Getränke- und Essenskasse und mit weiteren
zugesagten Spenden per Überweisung rechnet man in unserer katholischen
Schwestergemeinde St. Marien mit einem Endergebnis von gut 9.000,00
€. Das wäre die höchste Summe, die je zustande gekommen ist! Das
Geld kommt dem Straßenkinderprojekt CAS in Accra und Pater Victor
Lotola für seine Gemeindearbeit im Kongo zugute. Neben dem finanziellen
Aspekt gibt es eine weitere Motivation für die Hungermärsche: „Wir
marschieren nicht, weil wir Hunger haben, sondern jeder Marsch soll
eine Solidaritätsaktion zugunsten der Armen und Not Leidenden in
der Dritten Welt sein. Sie hungern nicht nur nach Brot, sondern
inzwischen auch nach menschenwürdigem Wohnen, nach Bildung und nach
sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit. Bewusstseinsschärfung
und gemeinsames Handeln stehen so im Vordergrund dieser Aktionen.“

 

  • Es fehlen Männerstimmen!

Zur Jahreshauptversammlung des Kirchenchores
am 4. März waren 35 Chormitglieder erschienen. Die 1. Vorsitzende,
Edith Groos, begrüßte die anwesenden Sänger und Sängerinnen und
dankte ihnen für ihre Einsatzbereitschaft während der letzten zwölf
Monate. Besonderen Dank sprach sie der Chorleiterin Andrea Stötzel
aus. Im Jahresbericht ließ Annette Weber das vergangene Jahr mit
all seinen Begebenheiten und Erlebnissen noch einmal Revue passieren.
Zu den besonderen Höhepunkten zählten zweifelsohne das Weihnachtskonzert
am 9. Dezember und der Chor-Ausflug nach Eisenach. Nach der Aufnahme
vier weiterer Mitglieder gehören dem Chor mittlerweile 45 Sängerinnen
und Sänger an, hinzu kommen noch drei passive Mitglieder. Immer
noch fehlen aber Männerstimmen! Anschließend wurde der Kassenbericht
vorgelegt. Wie in den letzten 31 Jahren, so konnte auch diesmal
festgestellt werden, dass Paul-Heinrich Groos die Kasse penibel
und ordentlich geführt hat. Hier ist unbedingt zu erwähnen, dass
das große Konzert ausschließlich durch Spenden, durch den Verkauf
von Eintrittskarten und durch Gelder der Chorkasse finanziert worden
ist. Im Jahr 2008 wird es weniger Gottesdienst-Einsätze geben, da
nur noch zwei Predigtstätten zu bedienen sind. Auf dem Programm
steht aber wieder das Singen im Seniorenheim und im Krankenhaus.
Auch am Bürgerfest und am Weihnachtsmarkt wird sich der Chor erneut
aktiv beteiligen. Das Ziel des zweitägigen Ausflugs steht derzeit
noch nicht fest; Würzburg, Speyer und Trier stehen zur Auswahl.
Die Jahreshauptversammlung endete mit der Wiederwahl von Mechthild
Jung als 2. Vorsitzende, von Elke Jantos als 2. Notenwartin sowie
von Edelgard Haardt und Günter Müller als Beisitzer.

 

  •  Jeden Tag 80 Anrufe!

Die Telefonseelsorge Siegen (TS) ist eine
ökumenische Einrichtung. Sie wurde 1979 gegründet und wird getragen
von den evangelischen Kirchenkreisen Siegen und Wittgenstein und
dem katholischen Gemeindeverband Siegerland/Südsauerland. Sie bietet
den Menschen rund um die Uhr Hilfe übers Telefon (0800 – 111 0 111
bzw. 0800 – 111 0 222) und über das Internet an. Diesen Dienst ermöglichen
zur Zeit etwa 80 ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, 10 Honorarkräfte und 3 Hauptamtliche. Niemand, der
anruft, wird nach seinem Namen gefragt. Jede und jeder kann anonym
bleiben. Die Telefonnummer des Anrufers erscheint in keinem Display.
Da das Telefonat gebührenfrei ist, hinterlässt es keine Datenspur,
beispielsweise auf der Telefonrechnung.

Auch die Telefonseelsorger/innen
bleiben anonym. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterliegen
zudem der Schweigepflicht. Die Diensttuenden in Siegen nehmen im
Jahr etwa 30.000 Anrufe entgegen, das sind jeden Tag 80 (!) Anrufe.
Jeder Mensch kann plötzlich in eine Lebenskrise geraten. Oft ist
dann die TS die einzige Möglichkeit, jemanden zu finden, mit dem
man sprechen kann – sogar nachts.

 

Wer sich etwas von der Seele reden
will, findet bei der TS ausgebildete Menschen, die zuhören, die
sich einlassen, die raten und helfen. Im Gespräch erfahren die Anrufer
menschliche Nähe, Zuwendung, Anstoß zu neuem Lebensmut. Indem jemand
zuhört, antwortet, nachfragt, erleben sich viele wieder als lebendig
und entdecken, dass Kräfte in ihnen stecken. Oft ist das der erste
schritt für eine mögliche Problemlösung. Wo es nötig und gewünscht
ist, können die Mitarbeitenden der TS auf weitere, spezielle Hilfsangebote
verweisen.

 

  • Tolle Spendenergebnisse!

In der letzten Ausgabe von „Gemeinde jetzt“
vermeldeten wir für das Projekt „Brot für die Welt – Gegen Kinderarbeit
in Indien“ einen Zwischenstand von 2.487,79 €. Da inzwischen weitere
676,20 € bei uns eingegangen sind, lautet der Endstand: 3.163,99
Euro! Für das Projekt „Buslinien“ (Januar/Februar) konnten 1.047,64
€ auf der Habenseite verbucht werden. Für die Kinderbibelwoche,
die in diesem Jahr erstmals im Gemeindezentrum Wenscht durchgeführt
wurde, spendeten Sie, liebe Gemeindeglieder, bisher 1.291,30 € (Stand:
2. April). Wir bedanken uns für alle Einzahlungen und Überweisungen,
für jeden Euro und für jeden Cent! Und Sie können sicher sein: Wir
gehen auch in Zukunft ganz sorgfältig und verantwortungsvoll mit
Ihren Spendengeldern um. Versprochen!

 

  • Man freut sich auf Sie!

Ein neuer Laden hat in der Siegener Oberstadt
eröffnet und bereichert die Kölner Straße mit einem Angebot der
besonderen Art. Nicht der Verkauf von Waren steht im Kirchenladen
„offenBar“ im Vordergrund, sondern die Begegnung von Menschen, das
Gespräch und die Information.

 

Inzwischen gibt es in ganz Deutschland
übrigens schon 70 derartige Projekte. Mit dem hiesigen Laden schreibt
die evangelische Kirche im Siegerland ein neues Kapitel als Kirche
in der Stadt. Vor zwei Jahren entstand die Idee. Die Siegener Innenstadtgemeinden
überlegten während eines Studientages, wie die Zusammenarbeit verbessert
und die Kräfte gebündelt werden könnten. „Heraus kam der Kirchenladen,
ein Projekt mit Hand und Fuß, mit Herz und Bauch.“ Bei der Eröffnung
am 29. Februar konnten zahlreiche Gäste aus Kirche und Gesellschaft
begrüßt werden. Superintendentin Annette Kurschus sagte, dass man
sich als Kirche mit dem Projekt „zu den Menschen in ihrem Alltag“
begeben wolle. Neben zahlreichen Angeboten („Gemeinde jetzt“ berichtete
darüber) stellt sich das ehrenamtlich tätige „offenBar“ – Team den
Fragen der Besucher und Gäste und gibt Auskunft über Themen wie
„Glauben“ und „Gemeindeleben“. Eingebunden in den Kirchenladen ist
die Wiedereintrittsstelle unseres Kirchenkreises. Pfarrerinnen und
Pfarrer stehen donnerstags (15.30 – 18 Uhr) und samstags (10 – 13
Uhr) für Gespräche zur Verfügung. Sie finden den Kirchenladen in
der Kölner Straße 8.

Telefonisch ist man dort unter der Rufnummer
2 31 98 36 zu erreichen,
die E-Mail-Adresse lautet: offenBar@kirche-siegen.de.

Geöffnet hat der Laden dienstags bis freitags in der zeit von 13-18
Uhr
und an Samstagen von 10-13 Uhr.
Schauen Sie doch mal rein! Man
freut sich auf Sie!

 

  • Erstanden ist der Herr!

Pünktlich um 9 Uhr brach sie auf, die kleine
Schar, zum Osterspaziergang hinaus durch den Wald auf die Felder
oberhalb von Langenholdinghausen. An vielen Stellen lag noch Schnee.
Eisiger Wind und Minustemperaturen ließen Ohren, Hände und Füße
kalt werden. Vom Frühling war noch nichts zu spüren, kein Wunder,
denn ein so frühes Osterfest gibt es nur ganz, ganz selten. Trotzdem
waren alle gut gelaunt, die Erwachsenen und die Kinder. „Denn die
Freude über die Auferstehung des Herrn ist unabhängig von der Wetterlage!“
So hatte es Pfarrer Klein in der letzten Ausgabe von „Gemeinde jetzt“
passend formuliert. Die Kinder hatten Körbchen mitgenommen, und
schon bald fanden sich die ersten Eier, auf einem Holzstoß, in einer
Astgabel, im Gras, mitten im Schnee. Dazu kleine Osterhasen und
Mai- und Marienkäfer, alles aus leckerer Schokolade.

Dann Gitarrenklänge
und Chorgesang an windgeschützter Stelle: „Freut euch, ihr Christen,
erstanden ist der Herr … “ und „ … Jesus bringt Leben, Halleluja!“
Auch das Lied aus dem Kindergottesdienst „Hell strahlt das Kreuz
im Osterlicht … Gott hat den Tod besiegt“ durfte nicht fehlen.
Froh, aber auch durchgefroren und hungrig kam die kleine Schar um
10 Uhr zurück zum Wenschter Gemeindezentrum.

Dort warteten schon
40 „Nicht-Wanderer“ und ein reichhaltiges und schmackhaftes Osterfrühstück,
bevor dann um 11 Uhr der Familiengottesdienst begann. Vielleicht
sind Sie / bist du ja im nächsten Jahr auch dabei, wenn es wieder
heißt „Ostern im Wenscht“!?

 

  • Diesmal ist Klafeld dabei!

Zum dritten Mal laden Gemeinden in Westfalen
und Lippe zur „Nacht der offenen Kirchen“ ein. In rund 290 Kirchen
und Gemeindehäusern werden in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag
Musik und Lyrik, Essen und Trinken, Andachten und Meditationen angeboten.
In diesem Jahr beteiligt sich auch unsere Kirchengemeinde an der
Aktion, ein Vorbereitungskreis hat ein ansprechendes Programm zusammengestellt.
Wie die Landeskirche in Bielefeld mitteilt, sollen die Gemeindeglieder
eingeladen werden, ihre Kirchenräume neu wahrzunehmen und Gemeinschaft
auf andere Weise zu erleben als im Sonntagsgottesdienst.

Ziel der
abendlichen und nächtlichen Aktionen ist aber auch, Menschen willkommen
zu heißen, die bisher keinen oder wenig Kontakt zu jeweiligen Gemeinde
haben. Die „Nacht der offenen Kirchen“ wurde erstmals zu Pfingsten
im Jahr 2004 angeboten. Der Erfolg – 44.000 Besucher folgten der
Einladung – bewog die Verantwortlichen dazu, aus der Aktion ein
regelmäßiges Angebot im zweijährigen Abstand zu machen. Bei der
letzten Kirchennacht 2006 kamen dann schon 50.000 Besucher. Wie
viele werden es diesmal sein?

 

  • Es gibt ein neues Presbyterium

Am 6. April in der Talkirche fand er statt:
der Gottesdienst zur Presbytereinführung. Zu festlichen Orgelklängen
zogen alle Presbyter in das alterwürdige Kirchenschiff ein. Einen
besonderen festlichen Rahmen bekam der Gottesdienst durch die musikalische
Mitwirkung des Kirchenchores und des Posaunenchores Setzen. Nach
der Predigt über Hebr 13,20-21, in deren Mittelpunkt das Bild des
guten Hirten stand, wurden

Elvira Förster, Gisela Setzer, Erwin
Messerschmidt und Herbert Solms feierlich verabschiedet. Besonders
anrührend war das Votum der Leiterinnen der Kindertagesstätten an
den scheidenden Baukirchmeister Solms, den sie in den vielen Jahren
als richtigen Freund der Kindergärten schätzen gelernt hatten.

Bei der Einführung der neuen Presbyter gab
es nur ein neues Gesicht: Volker Mackenbach aus Setzen. Die weiteren
Kandidaten, Marga Kölsch, Rosel Joppich, Sven Irle, Winfried Krahl
(fehlt auf dem Foto, da erkrankt)  und Peter Christian Rose
treten eine weitere Amtszeit an. Kirchmeister Heinbach dankte in
seinem Votum den scheidenden Amtsinhabern und auch Marliese Weber
und Heidi Georg, die bereits vor Kurzem ausgeschieden sind, für
ihr Engagement für die Gemeinde und wünschte dem neuen Gremium für
seine wichtige und nicht immer leichte Arbeit Gottes Segen. Anschließend
fand in den neuen Räumen des Pfarrhauses ein Empfang statt.