Ausflug Frauenkreise

Rheinausflug

Zu einem Rheinausflug starteten am 2. Juni 50 Geisweider
Frauen. Die Damen aus den Frauenkreisen des Lutherhauses hatten sich zusammengetan
und gemeinsam einen Bus gemietet. Bei herlichstem Sommerwetter ging es über
den Westerwald nach Boppard. Auf dem 90jährigen dampfgetriebenen Schaufelraddampfer
“GOETHE” waren Plätze reserviert und die Tische für´s Mittagessen schon eingedeckt.
Auf der zweieinhalbstündigen Rheinfahrt genossen alle die einmalige Kulturlandschaft
mit den Bergen, Weingärten, Burgen und Städtchen entlang des Flusses. In Bacharach
erfolgte der Umstieg vom Schiff auf den Bus. Über Bingen ging´s mit der Fähre
nach Rüdesheim und durch den Rheingau auf das Schloß Johannisberg. In dem urgemütlichen
Schloßcafe genossen alle die freundliche Atmoshäre, die Scherze der Kellner
und den leckerer Erdbeerkuchen. Nach einem kleinen Sparziergang durch die Weinberge
lud Pfr. Schäfer alle Reiseteilnehmer zu einer kurzen Besinnung in die Basilika
neben dem Schloß ein. Unter fröhlichem Singen gings zurück durch das Rheintal
und über den Westerwald nach Geisweid.

 

 

 

 

Rückblick – KiBiWo


Rückblick Kinderbibelwoche

Rückblick Kinderbibelwoche

“Zum Leben befreit!”

Wer kurz vor Beginn der KIBIWO in den Osterferien in den
Lutherhaussaal schaute, staunte nicht schlecht: “So viel Technik? Haben denn
dann noch die Kinder Platz. Hatten sie! 7o Kinder erlebten eine schöne, inhaltsreiche,
mit biblischen Geschichten gefüllte Woche voller Leben. Es war eine KIBIWO zum
“Jahr der Bibel”. Darum stand auch auf der Bühne eine selbstgebaute Bibel.,
deren aufgeschlagene Seiten die Traummaße 2meter x 2meter = 4qm ergaben.

Und das besondere: Durch die Seiten hindurch konnten an
jedem Vormittag Menschen aus biblischer Zeit in die Gegenwart treten: die Israeliten,
auf dem Weg in die Freiheit, der Schriftgelehrte aus dem Gleichnis vom barmherzigen
Samariter, Zachäus und schließlich die Emmaus-Jünger auf ihrem Trauerweg. In
einem selbstgeschriebenen Singspiel mit “lebenden Bildern” konnten die Kinder
wichtige Szenen aus biblischen Texten nachspüren.

Ich finde es übrigens ganz toll, das sich immer wieder
Kinder aus der Kindergruppe und/oder Freizeit finden, die als Singgruppe mitwirken!

Ach ja, da ist ja noch die Sache mit der Technik. Die
ist nötig und wird gebraucht, zum singen und spielen. Da haben wir mit Klaus
Mackenbach vom Chor Wegweiser über Jahre einen guten Berater an unserer Seite.

In der KIBIWO gabs eine Premiere:  Zum erstenmal
konnten wir einen Bühnenvorhang nutzen, der nun zum Inventar gehört und vom
Förderverein für die Kinder- und Jugendarbeit mitfinanziert wurde (denn so viel
Stoff ist wirklich nicht billig). Gut das wir sie haben: Den Bühnenvorhang,
den Förderverein, die Technik, die MitarbeiterInnen, die Kinder und die KIBIWO!

 

Wolfgang Hofheinz

Gemeindefahrt

 

Berlin im Mai

Ganz früh Sonntags morgens am 4. Mai 2003 ging es mit
dem Sonnenaufgang los. Der Bus brachte 44 erwartungsvolle Reisende gut und pünktlich
bis nach Leipzig, wo wir in der Mädlerpassage in Auerbachskeller unser Mittagessen
bestellt hatten. Nach dem Essen war noch Zeit für einen kleinen Stadtrundgang,
und wir konnten uns „die Thomaskirche“ – die Wirkungsstätte Bachs, „die
Nikolaikirche“ – den Ort der Friedensgebete, das alte Rathaus am Markt,
den „Barthelshof` – einen für Leipzig typischen alten Handelshof, das älteste
Kaffeehaus in Leipzig – „Zum Arabischen Coffe Baum“, zuletzt das neue Rathaus
ansehen und sind durch den größten „Kopfbahnhof Europas“ – den Leipziger
Hauptbahnhof gegangen, in dem sich hinter den historischen Mauern neben 24 Bahnsteigen
eine große Einkaufs-Mall befindet. Das ganze Bauwerk steht auf mehr als 3000
Stahlbetonpfählen in sumpfigem Grund.
Weiter ging es nach Berlin, wo wir
gegen 18:00 Uhr zwar etwas „geschafft“ aber wohlbehalten eintrafen. Einige
hatten noch die Energie, mit U- und S-Bahn bis zu den „Hackeschen Höfen“
zu fahren, sich dort ein wenig umzusehen und noch in einem Biergarten einzukehren,
andere erkundeten die Nachbarschaft unseres Hotels „Alsterhof`, das ganz nah
am „Kudamm“ und Gedächtniskirche lag.
An verschiedenen Tagen ging es
mit Stadtrundfahrten durch Berlin. Am Montag Morgen startete unser Bus des Reisebüros
Büdenbender aus Deuz den 1. Teil und fuhr uns zu fast allen historisch wichtigen
Gebäuden, Straßen, Denkmälern, Kirchen, Domen, Museen und was Berlin sonst noch
aufzuweisen hat. Wir hörten vieles von der Stadtführerin, Frau Ötkin und von
Pfarrer Schäfer, der zu allen wichtigen Sehenwürdigkeiten auch Schriftmaterial
vorbereitet hatte, so daß wir vieles später selbst nachlesen konnten. Wir waren
auf dem Fernsehturm am Alexanderplatz und sahen uns Berlin von oben an. wir
waren am Potsdamer Platz und bestaunten das neue Berlin, das hier in den letzten
Jahren entstanden ist, wir spazierten durch das Brandenburger Tor, das kurz
vorher von den letzten Gerüsten und Planen befreit worden war; wir besichtigten
den Berliner Dom und hielten dort in der Trau- und Taufkirche eine kleine Andacht:
wir machten einen Rundgang durch das ti ikolaiviertel und bestiegen anschließend
ein Ausflugsschiff und fuhren auf der Spree vorbei an der Museumsinsel, am Regierungsviertel
im Spreebogen mit den Neubauten der Regierung, an alten Speichern und neuen
Firmen bis zum Haltepunkt Potsdamer Platz. Dort holte uns der Bus ab und brachte
uns zur Berliner Stadtmission, wo wir einiges über die missionarische Arbeit
dieser wichtigen ev. Einrichtung und ihre diakonische Hilfe für die Menschen,
die am Rande stehen, erfuhren.
Der 2. Teil der Stadtrundfahrt am Donnerstag
Morgen, wieder in Begleitung der Stadtführerin, führte uns durch weniger bekannte
Bezirke Berlins. Wir waren in Kreuzberg und gingen auch zum „Kreuzberg“
hoch, auf dem das von Schinkel entworfene Denkmal steht, das an die Befreiungskriege
erinnern soll. Am Kreuzberg ist der Viktioriapark mit einem künstlichen Wasserfall
angelegt. Auch besichtigten wir einen sehr schön und großzügig gestalteten Hinterhof,
den „Riehmers Hofgarten“. Wir fuhren außerdem durch Wedding, durch Reinickendorf,
vorbei am Tempelhofer Flughafen, über die Oberbaumbrücke, die einmal die Grenze
zwischen West- und Ostberlin war.
Am Donnerstag nachmittag besuchten wir
den Reichstag und den Bundestagsabgeordneten Paul Breuer, besichtigten mit ihm
einen Teil des Reichstags, waren im Abgeordnetenbüro zu einer kleinen Fragestunde
und konnten uns die Kuppel im Reichstag und von dort Berlin anschauen.
Die
Abende waren nicht verplant, so daß jeder sie nach eigenem Interesse gestalten
konnte. Das wurde auch sehr genutzt, zum Bummel über die Einkaufsstraßen und
in den bekannten Kaufhäusern, zum Besuch von Kabarett und Revue im Friedrichstadtpalast
oder typischen Berliner Kneipen. Der eine oder andere fand auch tagsüber noch
Zeit, z. B. das jüdische Museum zu besuchen.
Am Mittwoch machten wir mit
dem Bus einen Tagesausflug nach Postdam, wieder mit „unserer“ Stadtführerin,
die sehr anschaulich erklärte und über ein exzellentes Wissen verfügte. Wir
spazierten im Park von Schloß Sanssouci, sahen das Chinesische Teehaus, die
Historische Mühle, die Orangerie, besichtigten das neue Palais und die Friedenskirche
zu Potsdam, die uns Pfarrer Schäfer erläuterte und wo er eine Andacht hielt.
Zum Abschluß rasteten wir auf dem Krongut Bornstedt mit seinem italienischen
Flair.
Obligatorisch war jeden Tag im Bus das Lesen einer Speisekarte und
das Auswählen eines Menues, danach wurde dann in einem Lokal das gemeinsame
Mittagessen bestellt. Man sieht, das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Auch
in unserem Hotel wurden wir jeden Morgen mit einem reichhaltigen Frühstücks-Büffet
verwöhnt.
Am Freitag hieß es Abschied nehmen von Berlin. Pünktlich um 8:00
startete unser Bus zur Rückfahrt. Überhaupt, wir waren eine diziplinierte Gruppe.
Es ging keiner verloren, keiner kam zu irgendeinem vereinbarten Treffen zu spät.
Die
Rückfahrt führte uns über Weimar, wo wir zu Mittag aßen und uns ein wenig auf
Goethes Spuren bewegten. Wir sahen das Schloß, den Umpark, Schiller- und Goethehaus
und besuchten die Herderkirche.
Wir hatten sehr schöne Tage in Berlin, wir
haben sehr viel gesehen und gelernt und bedanken uns bei Herrn Pfarrer Schäfer
für die gute Führung, die gute Vorbereitung der Fahrt und das umfangreiche Informationsmaterial.
Auch
einen Dank an den Busfahrer Herrn Büdenbender, der auf jede Änderung der Pläne
einging und uns auch durch die verkehrsreichsten Straßen und um die engsten
Kurven sicher fuhr. Pfarrer Schäfer muß doch einen sehr guten Draht zu Petrus
haben, denn genauso wie auf der Fahrt in Dresden, war das Wetter hervorragend,
sonnig, trocken und warm.
Es hat uns so gut gefallen, daß wir schon die nächste
Fahrt planen möchten. Vielleicht führt sie nach Mecklenburg an die Ostseeküste.

Gisela Setzer

 

 

Rückblick – Orgelkonzert



Rückblick – Orgelkonzert



Großartiges Orgelkonzert in der Wenschtkirche

oder:

Wenn Spender sich bedanken…

Am 11. Dezember 1960 war sie in einem Abendgottesdienst eingeweiht worden und im Jahr
1982 hatte sie eine vorwiegend klangliche Überarbeitung erfahren. Jetzt wurde sie von
Grund auf renoviert und am 30. März mit einem anspruchsvollen Konzert wieder in Dienst
genommen: die Orgel in der Wenschtkirche. Sehr viele Gemeindeglieder waren der Einladung
des Bezirkspresbyteriums gefolgt, und, um es schon vorweg zu sagen, sie waren angetan
vom neuen Klang der 1.090 Orgelpfeifen, begeistert vom großartigen Konzert der beiden
Musiker und überrascht über die anschließende Bewirtung im großen Saal des
Gemeindezentrums.

Aber der Reihe nach.
Pfarrer Herbert Siemon dankte in seiner Begrüßungsrede allen,
die zum Erfolg des gesamten Vorhabens beigetragen haben. Er bedankte sich in erster
Linie bei den Spendern, die der Kirchengemeinde in den letzten vier Jahren über 50.000 Euro
zukommen ließen.
„Somit steckt in dieser Renovierung kein Cent aus Kirchensteuermitteln.
Wir sind stolz, solches in Zeiten von Sparmaßnahmen, Reduzierungen und Kirchenschließungen
vermelden zu können.“
Und dann fügte der Bezirkspfarrer hinzu:

„Mit Ihrer Spendenfreudigkeit haben Sie uns das Staunen gelehrt!“

Zwischenbeifall kam auf, als der Name André Neef genannt wurde. Er übte das Organistenamt
in der Wenschtkirche bis Mitte letzten Jahres aus und gab den eigentlichen Anstoß für das
mutige Vorhaben.
Besondere Worte des Dankes richtete Herbert Siemon auch an die
Orgelbauwerkstatt Mebold in Siegen-Breitenbach und an die anwesenden Mitarbeiter.
Orgelbaumeister Tobias Späth erklärte den Konzertbesuchern dann in einem kurzen Überblick,
was an dem Instrument erneuert wurde und warum.
„Bei der kompletten mechanischen
Überarbeitung haben wir viele Materialien ausgetauscht, abgedichtet, neu angepasst,
verstärkt und gereinigt.“ Außerdem wurde das Gehäuse um 60 Zentimeter von der
Außenmauer weg versetzt, um eine bessere Zugänglichkeit zu bekommen und um eine
Wandisolierung einziehen zu können. Der entstandene Zwischenraum wurde nach vorn
in passender Gehäusebauweise geschlossen. „Aber es gab auch künstlerische
Verbesserungen. So wurde z.B. ein Acht-Fuß-Fagott um eine Oktave zum kräftigen
16-Fuß-Register verlängert.“ Haben Sie das verstanden? Nein? Dann geht es Ihnen
wie vielen Konzertbesuchern. Die aber bekamen die positiven Veränderungen sofort
klanglich dargestellt. Und sie waren erstaunt, welche Töne einer restaurierten
und erweiterten Orgel zu entlocken sind.
Dafür hat die Wenschtgemeinde seit September
letzten Jahres einen absoluten Fachmann, den Kantor und Organisten Günter Drucks.
Er begründete vor dem Konzert die Zusammenstellung des Programms. „Es soll die Orgel
von allen Seiten zeigen und besonders das Neue zu Gehör bringen.“ Das gelang dem
versierten und erfahrenen Musiker vortrefflich und in eindrucksvoller Form. Er zog
alle Register seines Könnens, ob bei den Werken von Dietrich Buxtehude oder den
Choral-Variationen über „Jesu, meine Freude“, ob bei den beiden romantischen Stücken
von Joseph Rheinberger und Leon Boellmann oder der „Toccata und Fuge d-moll“ von
Joh. Sebastian Bach. „Gerade dieses Stück darf bei einem solchen Konzert nicht
fehlen, denn die Orgel erklingt mit allen Registern!“ Abgerundet wurde die Musik
aus drei Jahrhunderten mit zwei Werken von Francesco M. Veracini und dem
Schubert-Freund Franz Lachner, bei denen Günter Drucks zusammen mit der brillant
aufspielenden Flötistin Almut Pieck agierte. Dabei zeigte sich, dass die Orgel
nun auch bestens zum Ensemblespiel geeignet ist.

Was folgte, war lang anhaltender Applaus. Die Konzertbesucher erhoben sich von ihren
Plätzen, um sich bei den Musikern mit großem Nachdruck zu bedanken. Die wiederum ließen
es sich nicht nehmen, mit einer besonderen Zugabe aufzuwarten. Sie spielten
„Pomp and circumstance“, vielen besser bekannt als „zweite englische Nationalhymne“.
Wahrlich, ein musikalischer Leckerbissen! Und wieder waren die Zuhörer begeistert!

Pfarrer Herbert Siemon dankte Günter Drucks und Almut Pieck für „ein Musikerlebnis
der besonderen Art“, beide bekamen im Chorraum ein prächtiges Blumengebinde überreicht.
Aber damit war die gesamte Veranstaltung im Wenscht noch nicht beendet.

Für die vielen Spender gab es nach dem Konzert ein zweites Dankeschön:
Die sechs
Presbyterinnen und Presbyter sowie der Bezirkspfarrer, mit weißen Blusen und Hemden und
bodenlangen, schwarzen Schürzen einheitlich gekleidet, empfingen sie mit Sekt und Saft
und pikant belegten Kanapees im großen Saal des Gemeindezentrums. Und erneut waren die
Konzertbesucher überrascht und begeistert!

„Ein toller Nachmittag, eine rundum gelungene Veranstaltung.“
Mit diesen Worten
verabschiedete sich ein Gemeindeglied.
„Und das Geld ist gut angelegt!“
Und viele, viele
andere bedankten sich für die Einladung, das großartige Konzert und die gelungene
Bewirtung.
Wenn Spender sich bedanken…

Peter-Christian Rose

Sing & Gospelworkshop III

Wie in beiden letzten Jahren fand auch in diesem Jahr ein Sing- &
Gospelworkshop vom 14. – 16. Februar im ev. Gemeindezentrum der Wenschtkirche
statt. Der Workshop wurde vom Chor Wegweiser organisiert. Es war uns auch
dieses mal gelungen, Helmut Jost als Workshopleiter zu gewinnen. Er hatte es
auch wieder einmal geschafft, innerhalb von eineinhalb Tagen die über 50
singbegeisterten Teilnehmer zu einem Chor zu vereinen. Die Teilnehmer
(Alter ca. 12 – 50 Jahre) kamen aus dem gesamten Siegerland.
Insgesamt wurden 6 neue Lieder eingeübt. Lieder die u.a. von einem wunderbaren
Gott erzählen, der auf uns wartet und im Himmel alles für eine Zeit vorbereitet,
in der es weder Hass, Krieg, Angst noch Verzweiflung gibt.
Sonntag morgen im Gottesdienst sollte der Chor dann zeigen, was er an dem
Wochenende gelernt hatte. Schon nach wenigen Takten spürte man, wie der Funke
vom Chor zur Gemeinde übersprang. Helmut Jost begleitete den Chor mit dem
Piano und überzeugte durch erstklassigen, gefühlvollen Sologesang.
Am Ende waren sich alle einig, dies war nicht der letzte Sing- & Gospelworkshop.
So wurde auch gleich ein neuer Termin für Februar 2004 festgelegt.

Chor Wegweiser
Klaus Mackenbach