100 Jahre Talkirche – Festwoche

100 Jahre Talkirche

Dies wollen wir mit einer Festwoche begehen.
Zu folgenden Veranstaltungen laden wir herzlich ein:

Samstag, 27. Mai, 9.30 Uhr Lutherhaus:

Frauenfrühstück

Referentin: Frau Gerling vom Evangeliumsrundfunk in Wetzlar mit
dem Vortrag:
“Endlich ICH! Auf der Suche nach Anerkennung.”

Sonntag, 28. Mai, 10 Uhr Talkirche:

Festgottesdienst

zur Eröffnung der Festwoche.
Predigt: Superintendentin Kurschus.
Es singen die Chöre der Gemeinde.
Anschließend Empfang für geladene
Gäste im Lutherhaus.

Dienstag, 30. Mai, 9.30 Uhr Lutherhaus:

Jubiläums-Frühstückstreff

Mittwoch, 31. Mai, 19.30 Uhr Lutherhaus:

Gemeindeabend

Jeder ist herzlich eingeladen!
Pfr. Schäfer erzählt aus dem Leben
vor 100 Jahren in Geisweid
(dazu gibt es interessante Niederschriften
von Pfr. Bergmann).
Beschriebene Personen werden in Zeittracht auftreten.

Da bei ist der Musikkreis.

Freitag, 2. Juni, 19.30 Uhr Lutherhaus:

Ehemaligentreffen

Eingeladen sind alle, die sich in früheren Jahren
in der Kinder-
und Jugendarbeit der Kirchengemeinde engagiert haben. Interessantes
Bildmaterial steht zur Verfügung.
Durch den Abend leitet Gemeindepädagoge
Wolfgang Hofheinz.

Sonntag, 4. Juni, 10 Uhr Talkirche:

Festgottesdienst zu Pfingsten

Prediger: Oberkirchenrat Dr. Möller, Bielefeld
Der Bachchor
Siegen singt die Pfingstkantate von J. S. Bach
“O ewiges Feuer,
o Ursprung der Liebe”

Im Anschluss an den Gottesdienst beginnt ein buntes Treiben
rund um die Kirche.
Wir feiern ein Gemeindefest unter dem Motto:
“Wie vor 100 Jahren”

Dazu präsentieren sich alte Handwerkskünste wie:
Spinnen, Weißnäherin,
Steinmetz, Schreiner, Dachdecker, Töpfer, Klöppeln, Löffelschnitzer,
Schafschur, Schmied, Korbflechter.
Das Sensen dengeln wird demonstriert.
Eine Waschkolonne aus Affholderbach wäscht wie zu alten Zeiten.

Eine Gruppe aus Feuersbach zeigt die Milchverarbeitung von damals.

Lassen Sie die Küche kalt! Für Verpflegung ist bestens gesorgt:
die Dämpfkolonne aus der Hees bereitet Pellkartoffeln mit Dipp,
das Rote Kreuz bietet einen Kesselgulasch an, außer dem gibt es
Würstchen vom Grill. Nachmittags gibt es Kuchen, Reibekuchen, Hefewaffeln,
Schmalzbrote und anderes mehr. Auf einer Bühne vor der Kirche präsentieren
sich manche Gruppen: Chor Wegweiser, Posaunenchor, Chor der afrikanischen
Gemeinde, Turnerriege der Friesen in historischen Kostümen, usw…..

Schauen Sie doch vorbei und feiern Sie mit!

100 Jahre Talkirche

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100 Jahre Talkirche:

Die Talkirche als ein vorzügliches
Architekturdenkmal

Von wo man sich auch immer unserem Ort nähert:
stets fällt die Kirche mit ihrem mächtigen roten Ziegeldach und
dem hohen schlanken Turm ins Auge. Mit dem Standort hat man vor
100 Jahren eine glückliche Wahl getroffen. Und auch mit der ausgeführten
Architektur bewies der Architekt G. Mucke, dass er fachlich auf
der Höhe der Zeit stand. Stilgeschichtlich ist die Talkirche ein
besonders gelungener Bau des späten Historismus. Mit Historismus
bezeichnet man die Kunstrichtung, die aufs Stärkste das 19 Jahrhundert
geprägt hat. Dabei entwickelte man keinen eigenen Stil, sondern
griff auf Stile der Vergangenheit zurück, wie Romantik, Gotik, Renaissance
oder Barock.

Talkirche und Pfarrhaus
          
Pfarrhaus
und Talkirche

Für den evangelischen Kirchenbau der Zeit gab
es um 1900 zwei ganz unterschiedliche Richtlinien. Das eine war
das “Eisenacher Regulativ” von 1861. Es wurde von Vertretern aller
deutschen evangelischen Landeskirchen verabschiedet. Eine Kernaussage
lautet: “Die Würde des christlichen Kirchenbaues fordert Anschluss
an einen geschichtlich entwickelten christlichen Bau styl und empfiehlt
in der Grundform des länglichen Vierecks…. vorzugsweise den sogenannten
germanischen (gothischen) Styl.” Da bei sollte vorne ein Chorraum
abgesondert werden, der den Altar auf nahm. Vor dem um einige Stufen
erhöhten Chor sollte seitlich die Kanzel angeordnet werden. Gegenüber
(im Rücken der Gemeinde) sollte die Orgel auf einer Empore ihren
Platz finden. Dort sollte auch der Turm errichtet werden.

Das Eisenacher Regulativ duldet Emporen nur
aus praktischen Gründen und fordert ihre Unterordnung unter den
Gesamteindruck eines freien Raumes. Theologisch folgen diese Empfehlungen
stark konservativ – lutherischen Bestrebungen des 19 Jahrhunderts,
die die Sakramente aufwerten wollten. Eine deutliche Gegenbewegung
folgte 1891 mit dem “Wiesbadener Programm”. Dieses will den evangelischen
Kirchenbau nicht mehr an einen bestimmten Kunststil binden.
 

Der Kirchenraum soll hier funktionell und symbolisch
für die um Wort und Sakrament geeinte, zur gottesdienstlichen Feier
versammelte Gemeinde angelegt sein. Eine Scheidung zwischen Chor
und Schiff soll nicht stattfinden. Die Prinzipalstücke (Altar, Kanzel
und Orgel) werden dafür zentral und übereinander angeordnet. Es
ist nun interessant zu sehen, dass im Siegerland die neu gebauten
evangelischen Kirchen vor dem Ersten Weltkrieg dem (modernen) Wiesbadener
Programm folgen:

Innenraum Talkirche

Talkircheninnenraum

 Neunkirchen (1902 – 1903), Deuz (1909
– 1910), Wilnsdorf (1911 – 1913). Allein die Klafelder Kirche wird
hier noch nach dem Eisenacher Regulativ gebaut. Für diese (nicht
mehr “moderne”) Grundentscheidung mögen zwei Gründe ausschlaggebend
gewesen sein. Ein mal ist der damalige Ortspfarrer Bergmann als
ein Vertreter des “Kulturprotestantismus” anzusehen, der nicht so
starkt konfessionell (reformiert) geprägt war. Andererseits hatte
der Architekt Mucke bis dahin für lutherisch geprägte Gemeinden
in Westfalen Kirchen nach dem (älteren und konservativen) Eisenacher
Regulativ gebaut. Dazu kommt die Tatsache, dass auch die Weidenauer
Mutterkirche (“Haardter Kirche”) 1882/83 nach dem gleichen Prinzip
gebaut worden war. Der ganze Bau ist im frühgotischen Stil gehalten.
Im Inneren entdeckt man aber auch deutliche Einflüsse des Jugendstils.

Der Außenbau bekam seinen unverwechselbaren
Charakter durch die vier unterschiedlichen Gesteinsarten. Das Sockelgeschoss
besteht aus sechsseitigen, dunkelblauen Basaltsteinen vom Hohenseelbachskopf,
während das aufstrebende Mauerwerk einschließlich des Turmes aus
behauenen, grauen Tuffsteinen (die Maßwerke) und gelbem (Ecken)
und grünem Trachitstein (Felder) besteht. Die Seitenschiffe trugen
ursprünglich jeweils drei Zwerchgiebel. Leider wurden sie bei der
Renovierung 1955 beseitigt.

Das drei schiffige Kirchenschiff und der Chorraum
wurden damals von dem Kirchenmaler Otto Berg (Berlin/Dortmund) ausgemalt.
Das Chorgewölbe hatte einen blauen Grundton, die Wände verzierte
er mit Ornamenten. Die drei Nischen im Chorschluss erhielten Teppichmuster.
Spruchbänder über den Nischen erinnerten an die drei tragenden Elemente
des evangelischen Gottesdienstes. Links stand: Joh. 6,35: Ich bin
das Brot des Lebens (Abendmahl); mittig: Jes. 40,8: Das Wort unseres
Gottes bleibt ewiglich (Predigt) und rechts: Marc. 10,14: Lasset
die Kindlein zu mir kommen (Taufe).
 

Abendmahlstisch Talkirche

Altar, festlich geschmückt zum Erntedankfest

Altar, Taufstein und Kanzel sind aus französischem
weißen Savonierestein hergestellt, Kanzel- und Taufsteinfuß und
vier Säulchen des Altares aus schwarzgrünem Serpentin. 1955 wurde
sie über strichen. Der Triumphbogen zwischen Chor und Schiff trug
die vier Evangelisten-Symbole und im Scheitel ein Bild Christi.

 

Dazwischen stand der Spruch: Ich bin der Weg,
die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Joh, 14,6. Die Füllungen der Emporenbrüstungen wiesen im Wechsel
gotisch stilisiert auf: Weinrebe, Eiche, Passionsblume, Distel,
Efeu und Glockenblume (alles religiöse Symbole). Die Chorfenster
er zählen das Leben Christi und stammen aus der Kunstglaserei Türcke
u. Cie. in Zittau. In der Mitte der Kirche hing ursprünglich ein
großer, schmiedeeiserner Kronleuchter, der Gaslampen trug.

Chorfenster Talkirche

Chorfenster der Talkirche


In einem Pressebericht zur Einweihung heißt
es: “Eine Hauptzierde der Kirche ist die neue Orgel mit ihrem 20
klingenden Registern. Das Gehäuse passt ganz reizend in seiner Schönheit
zu der Bauart der Kirche. Es ist von dem Erbauer der Kirche entworfen.”
Glücklicherweise ist dieses Orgelgehäuse fast unverändert erhalten
geblieben. Leider gilt das nicht für das Orgelwerk. Es wurde auf
eine nicht glückliche Weise 1955 umgebaut und ist heute abgängig.
Als Geburtstagsgeschenk für die Talkirche wünschen wir uns einen
Beitrag für ein neues Orgelwerk. Schenken Sie Ihrer Kirche doch
etwas zum Geburtstag. Denn auch uns gilt der Satz “Was du ererbt
von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen”.

Burkhard Schäfer

Talkirche im Rohbaun ohne Turmspitze

Talkirche im Rohbau (noch ohne
Turmspitze), Blick vom Schießberg

Gospelworkshop 2006


Sing & Gospelworkshop
Nr. 6 vom 17.-19. 2. 2006

Ja, er gehört schon zur festen Einrichtung,
der Sing- und Gospelworkshop im Februar. Der Chor Wegweiser hatte
eingeladen und viele Sängerinnen und Sänger kamen. Es gab viele
bekannte Gesichter, aber auch viele “Neulinge” waren mit dabei.
Besonders erfreulich war der große Anteil an Jugendlichen. Zusammen
waren wir über 80 Personen. Unser Workshopleiter Helmut Jost verstand
es, wie schon so viele Male zuvor, aus vielen verschiedenen Stimmen
einen Chor zu bilden. Trotz anstrengendem Üben gab es aber auch
eine Menge Spaß. Und die Anstrengungen wurden belohnt. Insgesamt
5 neue Lieder konnten im Gottesdienst, am Sonntag in der Talkirche,
aufgeführt werden. Als “Orgelnachspiel“ gab es dann den bekannten
Gospel „Soon and very soon“; die ganze Gemeinde machte spontan mit.
(So schön kann Gottesdienst sein). Ein schönes Wochenende ging damit
zu Ende. Wir warten alle schon auf den  Workshop im nächsten
Jahr vom 9.-11.Feb. 2007. Workshopleiter wird Hanjo Gäbler sein,
Pianist und Chorleiter aus Hamburg. Einer der talentiertesten Musiker
in der deutschen Gospelszene. Wir freuen uns schon darauf und sind
sehr gespannt was wir von ihm lernen werden.
 

Rückblick: Mitarbeiterabend

“festhalten oder loslassen?”

Mitarbeiterabend im Januar
 

Es war schon immer wichtig und wird es auch
bleiben, im Austausch zu bleiben, informiert zu sein, Erfahrungen
miteinander zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen und zu
ermutigen. Darum gibt es zum Jahresanfang den Mitarbeiterabend oder
einen Mitarbeitertag.
In diesem Jahr war die Überschrift so gewählt,
das sie die Fragestellung der gegenwärtigen Situation aufnahm.
In
einem Mitarbeiterkreis von 22 Personen entstanden erst einmal Wappen,
die widerspiegelten, was Mitarbeitern in den einzelnen Arbeitsbereichen
wichtig ist, was sich bewährt hat und woran sie festhalten wollen.
Dabei wurde recht schnell deutlich, das die Mitarbeiter in ihrem
eigenen, vertrauten Mitarbeiter-Team nicht nur eingebunden, sondern
auch stark verbunden sind. Die Verständigung über gemeinsame Ziel
und Wünsche fiel deshalb leicht.
Der Text im Umfeld der Jahreslosung
führte die Mitarbeiter dann weiter. So wie Josua vertrauten Boden
verlassen, um  Neuland zu betreten/erobern – – wie geht das?
Mit Fäden in der Hand probierten die Mitarbeiter aus:  

  • die Verbindung im eigenen Team sichtbar
    werden lassen
  •  vernetzen und zusammenführen –
    über das eigene Team hinaus.

Das entstandene “Netzwerk” machte anschaulich,
das vernetzen und zusammenführen heißt, aufzustehen und den angestammten
Platz zu verlassen (und loszulassen), um neue Verbindungen einzugehen.
Die MitarbeiterInnen konnten in diesem Bild das mögliche “Neuland”
für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Zukunft entdecken.
Über
allem, was bleibt – aber auch in allem, was sich verändert, wirkt
die Verheißung der Jahreslosung: “Ich lasse dich nicht fallen und
verlasse dich nicht” Im abschließenden Feierabendmahl war diese
Zusage präsent, um sich dann auf den Weg in die vertrauten Räume
des Alltags zu gehen.

Wolfgang Hofheinz

Impressionen vom Weihnachtsmarkt

 Impressionen vom
Weihnachtsmarkt
rund um die Talkirche
 

Der Stand der AWO
bot Kulinarisches
und  Gebasteltes
 

Von 120 Kuchen blieb nichts
übrig

Heißbegehrt waren
die Fleischspieße des Küsters Hasenkamp
(sein Geheimrezept
verrät er nicht !)
 

Der (ehem.) Vorsitzende
des Orgelausschusses Sup.i.R. Achenbach freute sich
über den gelungenen Weihnachtsmarkt

Am Glühweinstand

Sehr gefragt war wieder der
Ein-Euro-Stand:
1600 Päckchen wurden verkauft !

Ein besonderer Höhepunkt war
das Musical der „Liederstrolche“ unter der Leitung unserer Organistin
Andrea Stötzel



Kindergarten Sohlbach-Buchen

schmückte Weihnachtsbaum an der Talkirche

Am Freitag, 9. Dezember, trafen
sich 15 Kinder aus dem Kindergarten Sohlbach-Buchen,
deren Eltern so wie 2 Erzieherinnen zur Eröffnung des
Weihnachtsmarktes an der Talkirche. Die Kinder schmückten
den großen Weihnachtsbaum vor der Kirche mit selbstgebastelten
Dingen, wie z. B. goldene Tannenzapfen, Geschenkpaketen
und Holzsternen. Diese Dekoration haben die Kinder im
Vorfeld an einem Aktionsnachmittag im Kindergarten hergestellt.
Besonders das Schmücken in luftiger Höhe von der Leiter
aus bereitete den Kindern viel Freude. Das Ergebnis
war ein phantasievoll geschmückter Weihnachtsbaum, der
von den um stehenden Passanten bewundert wurde.

J. Nies