Kirchmeister – Info

Information der Gemeindeglieder
in „Gemeinde Jetzt“ Februar / März 2009

Liebe Gemeindeglieder,

beim Neujahrsempfang
Ende Januar durften wir über 100 haupt-, neben- und ehrenamtliche
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßen. Wir sind sehr froh und
stolz so viele engagierte Menschen in unserer Gemeinde zu haben,
die mit ihrem Einsatz dafür sorgen, dass Kirche ein menschliches
Gesicht erhält.

Das Presbyterium
hat in seiner Sitzung im Dezember die Veräußerung der Kirche Setzen
im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages beschlossen. Einzelne Details
müssen in Abstimmung mit der Landeskirche noch geklärt werden. Weitere
Informationen folgen. Da die Kirchenglocken in Setzen und Sohlbach
trotz der Veräußerung nicht schweigen sollen, haben erste positive
Gespräche mit den Heimatvereinen stattgefunden.

Der strenge Frost
Anfang Januar hat leider zwölf Heizkörper in der Kirche Birlenbach
platzen lassen. Dies tut uns sehr leid, aber wir werden den Schaden
ohne Kirchensteuermittel regulieren. Der Schaukasten an der Kirche
soll an einen geeigneten Ort verlegt werden. Der genaue Standort
ist noch in Abstimmung.

Für das Lutherhausgelände
scheint sich endlich auch eine Lösung abzuzeichnen. Hier sollen
nach Abriss des Gebäudes 28 altengerechte Wohnungen gebaut werden.
Damit kann sicherlich der vorhandene Bedarf an Wohnungen  für
die ältere Generation in Geisweid und Umgebung an einem sehr guten
Standort realisiert werden. (Nähe zum Busbahnhof / Bahnhof / Einkaufszentrum
/ Friedhof und Kirche) Zurzeit finden Gespräche mit dem Bauunternehmer
Günther, der Sparkasse und der Stadt Siegen statt. Falls Sie Interesse
an einer solchen Wohnung haben, rufen Sie bitte schon jetzt in unserem
Gemeindebüro an und lassen sich unverbindlich auf eine Liste setzen.
Wir werden dann sofort bei endgültiger Zustimmung aller Gremien
der Sparkasse Ihre Namen weitergeben.

Die im November
angelaufene Kirchgeldaktion hat bisher gut 8.000€ ergeben. Wir freuen
uns sehr darüber und haben uns bei den Spendern mit einem Fensterbild
der Talkirche dafür herzlich bedankt. Da dieses Geld direkt unserer
Gemeinde zugute kommt, hoffen wir, unser erstes Ziel von 2 € pro
Gemeindeglied (16.000 €) in diesem Jahr noch zu erreichen.

Liebe Gemeindeglieder,
in einem Artikel Mitte Januar in der Siegener Zeitung wurde über
die Freude von 68 Umpfarrungen aus den Ortsteilen Sohlbach, Buchen
und Setzen nach Buschhütten berichtet (Titel: Ev. Gemeinde gewachsen).
Exakt haben 62 Gemeindeglieder uns den Rücken gekehrt und zwar 29
aus dem Kölsbachgrund, 28 aus Sohlbach und Buchen sowie eine Familie
aus Setzen. Natürlich sind wir darüber traurig, aber jeder muss
eine solche Entscheidung mit sich selbst vereinbaren. Als es in
der Kirchengemeinde Oberholzklau Probleme gab und viele Gemeindeglieder
sich nach Klafeld umpfarren lassen wollten, haben wir unsererseits
versucht die Wogen zu glätten. In diesem Zusammenhang möchte ich
nochmals und auch letztmalig darauf hinweisen, dass die Kirchengemeinde
Klafeld sich nicht den Kölsbachgrund, Sohlbach und Buchen einverleibt
hat, sondern dass die Kirchengemeinde Buschhütten wegen der Überlastung
ihres Ortspfarrers die Umgliederung veranlasst hat. Wie schon mehrmals
erwähnt erhält Buschhütten aufgrund des Umgliederungsvertrages 40%
des erzielten Verkaufspreises des PGH’s. Die Kirchengemeinde Klafeld
hat dann von den restlichen 60% den Schuldendienst in Höhe von ca.
105.000 € zu begleichen. Im Übrigen hat sich Pfarrer Hippenstiel
bei dem Vorsitzenden des Presbyteriums, Herrn Pfarrer Dr. Klein,
für den Zeitungsartikel entschuldigt.

Insgesamt sind
in 2008 34 Austritte und 92 Sterbefälle zu verzeichnen. Drei Menschen
sind neu in unserer Gemeinde aufgenommen worden und 29 Taufen wurden
vorgenommen

Der Weihnachtsmarkt
2008 war ein voller Erfolg. Insgesamt konnten wir uns über Einnahmen
von 9.600€ freuen. Auf vielfachen Wunsch hier die Angaben zu den
einzelnen Ständen:

Kuchen und Kaffeeverkauf: 1.531

Spende Frauenhilfe Geisweid (statt Kuchen): 300 €
Eintrittskarten
Musical: 773 €
Eintrittskarten Feinkunst: 149 €
Spende MGV
Setzen: 300 €
Verkaufsstand Rosi + Jutta: 867 €
Bäckerei Konfis:
196 €
Glühweinstand: 1.344 €
Verkauf Frau Hof: 110 €
Reibeplätzchen
Kirchenchor: 479 €
Waffelverkauf Familienzentrum: 328 €
Spieße
+ Ploff von Rudolf Hasenkamp: 371 €
Stand Burkhard Schäfer: 700

Kollekte Gottesdienst: 617 €
Spenden der Verkaufsstände:
948 €
Spende Fleischerei Weber: 453 €
Orgelpfeifenverkauf:
500 €
abzgl. Kosten: 366 €.

Ich möchte mich
an dieser Stelle im Namen des Presbyteriums und des Vorbereitungskreis
recht herzlich für die vielen helfenden Hände bedanken. Ohne Ihr
/ Euer Engagement ist eine solche große Aktion nicht möglich!

Die Jahreslosung
für 2009 lautet: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei
Gott möglich. Möge wir uns immer wieder neu daran erinnern, dass
unser Gott uns auf unseren Wegen begleitet, er uns auch durch Durststrecken
hindurch beisteht und uns mit seinem guten Segen stärkt. In diesem
Sinne grüßt Sie alle herzlich

Hartmut Heinbach (Finanzkirchmeister)

Finanzkirchmeister

„Die Zeit wird mir nicht lang
werden!“

Fast 29 Jahre war er Kirchmeister in unserer
Gemeinde, fast 29 Jahre war er verantwortlich für die Finanzen und
das Personalwesen hier bei uns in Klafeld. Zum 31. 01. 2006 ist
Erwin Messerschmidt nun aus diesem Amt ausgeschieden.

In der Januarsitzung des Presbyteriums begründete
er seinen Schritt so: „Als ich 2004 erneut zum Kirchmeister gewählt
wurde, hatte ich mir vorgenommen, das Amt allenfalls noch zwei Jahre
auszuüben, um es dann aufzugeben. Dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen.
Als nicht unerhebliche Entscheidungshilfe kommt meine plötzliche
Erkrankung hinzu. Eine Zeit der Rekonvaleszenz wird sich anschließen.
Daher bitte ich um Abberufung aus dem Amt mit Ablauf des Monats.“


Erwin Messerschmidt


Das Kirchmeisteramt erfordert ein hohes Maß
an Verantwortung. Und man muss bereit sein, eine Menge Kraft und
Zeit zu investieren. Denn ein Kirchmeister hat viele Aufgaben zu
erledigen: Eingehende Rechnungen müssen geprüft und unterschrieben
werden; hier sind Anträge zu bearbeiten, dort müssen Gespräche geführt
werden; hier das Sachbuch und neue Arbeitsverträge, da Aktenarbeit
und die Prüfung der Diakoniekasse; dann wieder stehen Verhandlungen
mit dem Kreiskirchenamt und der Stadt an; hier wichtige Telefonate
und Protokolle, dort Überlegungen, zu sparen und die Einnahmeseite
zu verbessern; und als Vorsitzender des Finanz- und Personalausschusses
müssen Sitzungen geplant und geleitet werden. Dieses Gremium hat
u.a. den Entwurf des Haushalts- und Stellenplanes sowie anstehende
Personalentscheidungen vorzubereiten. Wahrlich kein leichtes Unterfangen,
belief sich der Haushalt 2005 unserer Kirchengemeinde doch über
2.262.468,00 Euro und bestanden doch fast 20 Beschäftigungsverhältnisse!

Erwin Messerschmidt übernahm den Posten des
Kirchmeisters im Jahr 1977. Nach dem Rücktritt von Friedrich-Wilhelm
Kesting wurde das Amt wegen der Zunahme der Aufgaben erstmals auf
zwei Schultern verteilt: Kirchmeister Hermann Wagner übernahm den
Bausektor, Erwin Messerschmidt die Finanz- und Personalangelegenheiten.
Beide gehörten dann auch bis 1990 dem „Geschäftsführenden Ausschuss“
an, der die Sitzungen des Presbyteriums vorbereitete. In dieser
Zeit war der jetzige „Ruheständler“ auch für unsere Kindergärten
und die pädagogisch tätigen Kräfte zuständig.

Als Kirchmeister hat sich Erwin Messerschmidt
stets sehr engagiert. Er fuhr „einen hohen Einsatz“ und agierte
fleißig und pflichtbewusst. In der gemeinsamen Sitzung des Finanz-
und Personalausschusses sowie des Bauausschusses am 30. Januar wurde
ihm für seine jahrzehntelange, unermüdliche Arbeit ganz herzlich
gedankt verbunden mit allen guten Wünschen und Gottes Segen für
die kommenden Jahre. Als Dankeschön überreichte man ihm ein kleines
Präsent und einen bunten Blumenstrauß für seine Ehefrau. Anerkennende
Worte auch von seinem Kollegen Herbert Solms, seit 1996 Baukirchmeister
in unserer Gemeinde: „Unsere Zusammenarbeit war sehr eng und gut
und effektiv.“ Erwin Messerschmidt hat seine Arbeit überdies immer
gerne verrichtet. „Schön war, dass ich beim Bau und Erhalt der Kirchengemeinde
mitwirken konnte.“ Aber er sprach auch schwierige Situationen während
seiner Amtszeit an: „Ich denke da an einige Personalentscheidungen
und an die äußerst angespannte Kassenlage unserer Kirchengemeinde.“
Die offizielle Verabschiedung aus dem Kirchmeisteramt wird Pfarrer
Burkhard Schäfer in einem Gottesdienst in der Talkirche vornehmen.

Ganz zur Ruhe setzen will sich der jetzt 71-Jährige
noch nicht. Er bleibt Mitglied in der Kreissynode und im hiesigen
Orgelausschuss. Auch im Vorstand des Freundeskreises der Diakoniestation
Siegen-Nord möchte er weiterhin mitarbeiten. Und: Von seinem (normalen)
Presbyteramt, das er seit 1972 (!) ausübt, will er sich erst beim
nächsten Wahltermin im Februar 2008 verabschieden.

„Ein Großteil seiner Verpflichtungen wird wegfallen.
Das ist auch gut, denn in der Vergangenheit wurde unser Familienleben
zu oft vom Terminkalender meines Mannes bestimmt.“ Inge Messerschmidt,
die ihren Ehegatten in all den Jahren unterstützt und ihm „den Rücken
freigehalten“ hat, freut sich über die Arbeitsentlastung. Und ihr
Mann weiß auch schon, wofür er die jetzt freie Zeit nutzen möchte:
„Wir wollen öfter spazieren gehen  und wandern. Und viele Bücher
warten darauf, gelesen zu werden. Außerdem kann ich mich in Zukunft
noch mehr um meine Enkelkinder kümmern. Vielleicht schaffe ich mir
auch einen Computer an. Eines weiß ich aber ganz sicher: Die Zeit
wird mir nicht lang werden!“

Peter – Christian Rose

Finanzsituation


Liebe Gemeindeglieder,

Liebe Gemeindeglieder,

wir hatten Sie schon mehrmals über die schlechte
finanzielle Lage unserer Kirchengemeinde informiert. Soweit bei
Aufstellung des Haushaltsplanes sich die Einnahmen und die Ausgaben
nicht mehr decken und das Ende einer rücklagengestützten Haushaltskonsolidierung
aufgrund von fehlenden Rücklagen absehbar ist, sieht der § 68 Verwaltungsordnung
(VwO) zwingend  ein Haushaltssicherungskonzept nach § 67a und
b VwO vor. Dies trifft erstmals in diesem Jahr für unsere Kirchengemeinde
zu. Aus diesem Grund arbeitet das Presbyterium zur Zeit an einem
Konzept für die Zukunft unserer Gemeinde, bei der innerhalb von
vier Jahren ein ausgeglichener Haushalt wieder hergestellt sein
muss. Wir werden Anfang Juni Sie dann zu einer Gemeindeversammlung
einladen und Sie umfassend informieren.

Mit der Bitte um Gottes gutes Geleit seien Sie
herzlichst gegrüßt

Hartmut Heinbach (Finanz-Kirchmeister)