Alte Orgel im neuen Gebäude

 

Alte Orgel im neuen Gebäude

Die alte „Führer-Orgel“
aus dem Jahr 1959 vom „Jugendheim Setzen“ hat ein neues Zuhause
gefunden. Sie wurde an die Ev. Kirchengemeinde Wehrheim im Taunus
verkauft, und zwar für das Gemeindezentrum in Oberhain.

Nach Demontage
und Aufarbeitung durch die Orgelbaufirma Bosch aus Niestetal bei
Kassel wurde sie am 23. März 2011 in einem feierlichen Gottesdient
in Dienst gestellt.

An diesem Einweihungs-Gottesdienst
nahmen auf Einladung auch Edith und Paul-Heinrich Groos teil. Paul-Heinrich
Groos hielt ein kurzes Grußwort. Er sagte unter anderem, daß die
Orgel von Niedersetzen nach Oberhain „aufgestiegen“ sei. Die kleine
Orgel hat dort einen würdigen neuen Raum gefunden.

Paul-Heinrich Groos

 

Nachruf Herbert Solms

 

„Wir danken ihm für alles!“

Die
Ev.-Ref. Kirchengemeinde Klafeld trauert um Herbert Solms – zusammen
mit seiner Ehefrau, seiner Familie, allen Freunden, Bekannten, Nachbarn,
allen Kameraden bei der Feuerwehr, allen Mitgliedern der Waldgenossenschaft
und der Jagdgenossenschaft in Obersetzen. Herbert Solms verstarb
am 29. März im Alter von 70 Jahren nach schwerer Krankheit.

Am 6. März 1988
wurde er in einem feierlichen Gottesdienst in Setzen von Pfarrer
Albert Fricke in das Presbyteramt eingeführt. Sogleich entschied
er sich, im Bauausschuss unserer Kirchengemeinde mitzuarbeiten.
Und wie er das tat! Herbert Solms war nicht ein Mann der großen
Worte; wenn er gerufen wurde, kam er sofort und packte an.

1996 übernahm
er von Wolfgang Strohmann das Amt des Baukirchmeisters. Ein schwieriges
Amt und überaus zeitaufwändig, mussten doch insgesamt 20 Gebäude
unterhalten werden. Dazu die Außenanlagen. Herbert Solms war sich
der großen Verantwortung bewusst, als er am 12. Juni die erste Sitzung
des Bauausschusses leitete. Wichtig war ihm von Anfang an eine gute
Zusammenarbeit in „seinem“ Gremium. Anfang 2005 gründete
er mit Helmut Setzer und Paul-Heinrich Groos das Bauteam unserer
Kirchengemeinde: Es wurden unzählige Einsätze gefahren mit vielen
hundert Arbeitsstunden, um all die vielen „Klüngelarbeiten“
zu erledigen, und es wurden viele Gelder eingespart.

Herbert Solms
war kompetent, umsichtig und sehr fleißig, sein Engagement kann
man ohne Übertreibung als riesig und beispielhaft bezeichnen. Wenn
man alles auflisten wollte, was er für unsere Kirchengemeinde geleistet
hat, würde dies sicherlich mehrere Bücher füllen. Vormittags war
er zu Hause nie zu erreichen: Hier die Brandschau in den Kindergärten,
dort musste ein Geländer befestigt werden, hier wartete ein Raum
auf einen neuen Anstrich, dort wurden zwei Bäume gefällt. Zwischendurch
noch schnell ins Pfarrhaus, dort ließen sich die Kellerfenster nicht
mehr verriegeln. Mit dem Trecker fuhr er das Streusalz aus und holte
die Weihnachtsbäume. Eng und vertrauensvoll arbeitete Herbert Solms
mit Kurt Völker und den „guten Geistern“ vom Gemeindebüro
zusammen. Sie können, wie auch alle anderen ehrenamtlich tätigen
„Mitstreiter“, nur Positives von ihm berichten.

„Auch nach
seinem Ausscheiden als Presbyter (im Jahr 2008) war er stets ansprechbar
und hilfsbereit“, so Pfarrer Frank Boes in der Traueranzeige
des Presbyteriums. „Mit ihm verlieren wir eine gute Seele der
Gemeinde. Seine Liebe zu den Menschen, seine Ruhe und Gelassenheit
strahlten viel von dem aus, was wir als Kirchengemeinde den Menschen
vermitteln wollen. Wir danken ihm für alles, was er uns Gutes getan
hat.“

Herbert Solms
war eine „ehrliche Haut“, nicht nachtragend und überall
sehr beliebt. „Er hatte ein Herz für die Menschen und besonders
auch für die Kinder.“ So formulierte es Pfr. Frank Boes in
seiner Traueransprache. Katrin Osterburg drückt dies folgendermaßen
aus: „Wir in den Kindertageseinrichtungen des Familienzentrums
haben Herrn Solms als einen ganz besonderen Menschen kennengelernt,
der immer ein offenes Ohr für die Belange der Kitas, Kinder und
Mitarbeiterinnen hatte. In seiner wertschätzenden, hilfsbereiten,
zuverlässigen und freundlichen Art war er stets bei Groß und Klein
willkommen.“ Und sie fährt fort: „19 Jahre, seit Eröffnung
der Setzer Kita, war Herbert Solms – unabhängig von seinen Ämtern
in der Kirchengemeinde – immer unterstützend und begleitend für
uns da. Er hat den Begriff ´nach Setzer Art´ geprägt, was ein Ausdruck
für schnelle, zuverlässige, tatkräftige Hilfe und Unterstützung
wurde.“

In der Zeit seiner
Krankheit haben viele Menschen an Herbert Solms gedacht, für ihn
gebetet, ihm geschrieben und ihn besucht. Und viele, viele, viele
sind erschienen, als er am 1. April auf dem Friedhof in Obersetzen
beerdigt wurde. Noch einmal Pfarrer Boes: „Die Art und Weise
seines Lebens und dann auch die Zeit vor seinem Tod haben gezeigt,
dass er nicht nur für sich selbst gelebt hat.“ Und: „Er
hat eine Hoffnung über den Tod hinaus gehabt. Ein Leben nach dem
Tod war fester Bestandteil seines Glaubens.“ Am Ende der Ansprache
folgende Worte: „Seine Art zu leben hat auf jeden Fall Spuren
hinterlassen, Spuren, in die wir gerne treten, weil sie in die richtige
Richtung weisen. In Richtung auf ein gelungenes, von Gott getragenes
und erfülltes Leben.“

Peter-Christian Rose

 

Siegener Ostergarten

 

Siegener Ostergarten

vom 3. bis 24. April 2011
im
Bunker Höhstraße

Zum
vierten Mal wird der Siegener Ostergarten seine Pforten öffnen.

Die Geschichten
von Jesu Leiden und Sterben und von seiner Auferstehung werden in
besonders gestalteten Räumen erlebbar.Der Bunker als Ausstellungsort
reizt sowohl räumlich als auch theologisch zur Auseinandersetzung.
In der bedrückenden Kargheit und der bedrängenden Enge dieses Gebäudes
wird das Thema Tod und Leben (be)greifbar.

Die Besucher beginnen
ihren Weg bei Jesu Einzug in Jerusalem. Jesu letztes Essen mit seinen
Jüngerinnen und Jüngern, Jesu Angst und Gebet, seine Verhaftung,
das Verhör und die Kreuzigung sind die folgenden Stationen. Herzstück
ist aber der Auferstehungsgarten, in welchem nach dem Erleben in
der Grabeshöhle der Sieg über den Tod gefeiert wird. Mit allen Sinnen
hören, schmecken, sehen, fühlen und riechen – und erfahren, was
Ostern bedeutet.

Der Ostergarten
lädt Kinder ab 4 Jahren, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters
ein. Gruppen ab acht Personen bitten wir um eine Terminabsprache.
Einzelpersonen und Familien werden zu den angegebenen Öffnungszeiten
zu einer Gruppe zusammengefasst oder einer festen Gruppe zugeordnet
(max. Gruppengröße 30 Personen).

In den vergangenen
Jahren besuchten jeweils 4000 Menschen unseren Ostergarten, deshalb
sind Anmeldung für Gruppen und pünktliche Führungen ganz wichtig,
damit sich ein solch großes Projekt gut organisieren lässt. Eine
ungeführte Besichtigung des Ostergartens ist nicht möglich.

Gruppenanmeldungen
Tel.: 0271 / 22244

Gruppenführungen
finden montags bis freitags von 9–12 und von 15–18 Uhr statt. An
den Sonntagen und Feiertagen können nur Familien und Einzelpersonen
den Ostergarten besuchen.

Samstags ist der
Bunker geschlossen. Die Führungen sind geeignet für Kinder ab 4
Jahren sowie Jugendliche und Erwachsene.

 

„Der Neue“

 

Eine fast unglaubliche Geschichte:

„Das wär´ doch was für
dich!“

oder …      „Der
Neue“

20. Mai 2010 –
Jobbörse im Gemeindezentrum Wenscht. Es gab gute Stellenangebote
für Ehrenamtliche. In den Bereichen Konfi-Arbeit und Kindergottesdienst,
Guten-Abend-Kirche und Besuchsdienst, beim Projekt „Grüner
Hahn“, im Partnerschaftsausschuss und auch im Presbyterium.
Jeder Arbeitsbereich hatte einen eigenen Stand, alle Arbeitsfelder
wurden ansprechend und einladend präsentiert. Nur: „Leider
blieb der Besucheransturm eher aus und die Veranstaltung wirkte
wie ein informelles Mitarbeitertreffen von denjenigen, die sich
eh in unserer Gemeinde ehrenamtlich engagieren.“ So Wolfgang
Hofheinz in seinem Rückblick auf die Jobbörse. Zunächst einmal kein
allzu gutes Resümee!

Weiter unten in
seinem Bericht hörte sich das schon ein wenig positiver an: „Zwei
Konfirmierte sind in den Kindergottesdienst Wenscht ´eingestiegen´
und für den Besuchsdienst ist auch jemand neues dazugekommen.“

Unerwähnt blieb
eine Begebenheit, ein doch etwas längeres Gespräch am Stand des
Presbyteriums. Dort versahen die beiden Presbyterinnen Marga Kölsch
und Ute Kwarteng sowie Pfarrerin Almuth Schwichow ihren Dienst.
Auch dem Ehepaar Klanke erzählten sie von den Aufgaben unseres Leitungsgremiums.
Ehefrau Manuela war begeistert und sagte, zu ihrem Mann Georg blickend:
„Das wär´ doch was für dich!“ Auch ihn sprach die Arbeit
des Presbyteriums an. Schnell aber kam zur Sprache, dass er katholisch
sei, im Gegensatz zu seiner Frau und den beiden 10- und 13-jährigen
Kindern. Er machte sich kundig, wie man austreten und dann in die
evangelische Kirche eintreten könnte. Damit verabschiedete sich
das Ehepaar Klanke. Presbyterin Ute Kwarteng war sich sofort sicher,
dass die „Geschichte“ noch weitere Kapitel hinzu bekommen
würde.

Und richtig: Georg
Klanke trat im Sommer 2010 aus der katholischen Kirche aus und wurde
gleich anschließend Mitglied unserer Gemeinde. „Meine Familie
und ich nahmen bis dahin schon einige Jahre aktiv am Gemeindeleben
teil.“ Nächstes
Kapitel: Anfang des neuen Jahres folgte eine Anfrage von Pfarrer
Frank Boes, ob er sich die Mitarbeit in unserem Leitungsgremium
vorstellen könnte. Er stimmte zu. Am 14. Februar dann die Berufung
von Georg Klanke durch einen Beschluss des Presbyteriums. Da nach
der Abkündigung in den Gottesdiensten kein Widerspruch und keinerlei
Bedenken aus der Gemeinde erfolgten, wurde die Berufung im März
rechtsgültig: Georg Klanke ist Presbyter! Am 27. März wurde er in
sein Amt eingeführt (siehe auch „Neues aus Gemeinde und Presbyterium“);
zwölf Tage vorher nahm er aber schon an der Märzsitzung des Presbyteriums
teil, allerdings noch ohne Stimmrecht. Die Begrüßung war überaus
herzlich. Dann lang anhaltender Applaus. „Ich möchte mich ab
sofort mit den mir von Gott verliehenen Gaben im Rahmen meiner Möglichkeiten
für die Gemeinde einsetzen.“ Und Georg Klanke fügte hinzu:
„Ich freue mich auf diese Aufgabe!“ Hier endet die fast
unglaubliche Geschichte. Und wir freuen uns auf ihn und seine Mitarbeit
und wünschen ihm viel Kraft und gute Ideen und Durchhaltevermögen
und Gottes Segen.

Peter – Christian Rose