Neues aus Gemeinde und Presbyterium

 

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Peter – Christian Rose
und Marc Höchst

  • Abschied

Am 5. Dezember
verstarb im Alter von 85 Jahren unsere frühere Presbyterin Gerda
Schuß aus dem Kastanienweg im Wenscht. Am 6. März 1988 war sie in
einem feierlichen Gottesdienst in ihr neues Amt eingeführt worden.
Als eine von acht Frauen im damals 29-köpfigen Leitungsgremium unserer
Kirchengemeinde arbeitete sie ruhig, besonnen und freudig mit. Sie
engagierte sich besonders intensiv im Ausschuss für Ökumene und
Weltmission, der sich zusammen mit den Kirchenchören und dem Presbyterium
um ein gutes Miteinander mit den beiden Partnergemeinden Skoczow
in Polen und Rijnsburg in den Niederlanden kümmerte. 1994 schied
Gerda Schuß aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen aus dem
Leitungsgremium aus. Pfarrer Dr. Martin Klein, der nun die Trauerfeier
leitete, schrieb in einem von Pfarrerin Almuth Schwichow, Pfarrer
Frank Boes und den Wenschter Mitgliedern des Presbyteriums unterzeichneten
Brief an die Familie: “Wir trauern mit Ihnen und werden Ihre Mutter
und Großmutter in dankbarer Erinnerung behalten.” Außerdem wünschte
er den Angehörigen Gottes Trost und Kraft.

  • Wiedereintritt

Auch die Westfälische
Landeskirche hat den Wiedereintritt vereinfacht: Ab 1. Januar 2011
reicht ein Gespräch mit einer Pfarrerin bzw. einem Pfarrer als Voraussetzung
für diesen Schritt aus. Bisher war das gesamte Verfahren bürokratischer
und langwieriger, denn das Presbyterium der jeweiligen Kirchengemeinde
musste über den Wunsch befinden, sich der Kirche wieder anzuschließen.
Die evangelische Kirche hat in Deutschland gut 24 Millionen Mitglieder.
Dabei gibt es jährlich 60.000 Menschen, die wieder aufgenommen werden,
sich als Erwachsene taufen lassen oder aus der katholischen Kirche
übertreten.

  • Novum

27. November –
10.10 Uhr – Birlenbach: Große Alu-Sortier-Aktion in der ehemaligen
Kirche. Auf den ersten Blick das gewohnte Bild: Unzählige Säcke
mit Rein-Alu und Bunt-Alu, der Sortiertisch und die bekannten Gesichter
der emsigen Helferinnen und Helfer: Barbara Leidel, Rosel Joppich,
Marga Kölsch, Ingrid Utsch, Burkhard Leidel, Walfried Utsch, Ute
Setzer, Katrin Breitweiser und Pfarrer Frank Boes. Beim zweiten
Blick aber sehe ich drei neue Gesichter: Lisa Müller, Angela Brombach
und Jakob Otto. Ihre Konfi-Gruppe beschäftigt sich zur Zeit mit
dem Projekt “Verantwortung für die Schöpfung”. Die drei haben sich
sofort bereit erklärt, bei der Sortier-Aktion mitzumachen.
“Wir finden es gut, dass in unserer Kirchengemeinde Aluminium gesammelt
und dann anschließend recycelt wird. Damit werden ja Unmengen Energie
und Wasser gespart.” Dann erzählen sie mir, was noch zum laufenden
Projekt gehört: Bibelarbeit über die Schöpfung, Energiesparen im
Haushalt und im Verkehr, das Umweltmanagement “Grüner Hahn” usw.
Die drei sind begeistert bei der Sache. Dann plötzlich strenger
Geruch: Ein verschimmeltes Brot kommt zum Vorschein! “Das haben
wir öfter; es ist nicht schön, aber wir haben gelernt, damit umzugehen”,
sagt jemand im Hintergrund. Und schon wird weiter sortiert. Dann
noch eine Überraschung, diesmal aber positiver Natur: Jemand kommt
und bringt 12 Teilchen vorbei: “Für die Pause!” Gegen Mittag ist
die Arbeit geschafft. Und sie hat sich wieder gelohnt. Sehr sogar.
238 kg (!) und ein Erlös von 254,60 € stehen zu Buche. “Ein tolles
Ergebnis!”

  • Blickfang

Vor gut einem
Jahr wurde das Lutherhaus an der Straße zum Geisweider Friedhof
abgerissen, und schon im März 2010 begannen die Neubauarbeiten.
Inzwischen ist dort eine schöne Wohnanlage für Senioren entstanden.
Viele der 21 Wohnungen auf drei Etagen mit einer Fläche zwischen
48 und 123 Quadratmetern sind bereits bezogen worden. Die harmonische
Einbindung des großes Hauses mit zwei Baukörpern und einer Traverse
in die gewachsene Wohnbebauung in der Johann-Hus-Straße und der
Wartburgstraße war der Stadt Siegen als Genehmigungsbehörde ein
besonderes Anliegen. Die Umsetzung und die kurze Bauzeit mit erträglichen
Lärm- und Schmutzbelästigungen stieß in der Nachbarschaft auf große
Zustimmung. Das war auch beim Tag der offenen Tür zu vernehmen.
“Die Fassadengliederung, die Balkone und die Gauben und Giebel tun
ein übriges, um das Haus architektonisch zu einem interessanten
Blickfang zu machen.” Jede Wohnung verfügt über einen Balkon oder
eine Terrasse. Im Haus gibt es zudem eine Tiefgarage und einen behindertengerechten
Aufzug, außerdem Räume für Rollstühle und Fahrräder sowie einen
großen Gemeinschaftsraum mit Küche, einen Abstellraum und WC-Anlagen.
Die Vermarktung der Wohnungen hat das Immobiliencenter der Sparkasse
Siegen übernommen; die Verwaltung sowohl in kaufmännischer als auch
in technischer Hinsicht obliegt jetzt der Diakonie Südwestfalen
in Siegen.

  • Projekte

“Ihre Kirchennachrichten
bestechen nicht durch ein Großformat und nicht durch Farbfotos,
sie überzeugen vom Inhalt her!” Diesen Satz hörte von einem
auswärtigen Pfarrer i. R. kurz vor dem Weihnachtsfest. Ich habe
mich darüber sehr gefreut und das Lob in der Januarsitzung unseres
Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit an das Redaktionsteam weitergegeben.
Recht zufrieden müssen auch Sie, die Leserinnen und Leser von “Gemeinde
jetzt”, sein. Denn bis zum Jahresende gingen weitere Spenden in
unserem Gemeindebüro ein. Der Endstand des Projektes mit der Nummer
101 lautet: 5.180,80 €. Dafür ein herzliches Dankeschön! Hinzu kommen
jene 1.030,00 €, die bereits in den ersten acht Monaten des Jahres
2010 auf unser Konto eingezahlt oder überwiesen wurden. Und das
Geld für die Werbeanzeigen. Damit sind die Druck- und Nebenkosten
für die insgesamt 33.600 Exemplare von “Gemeinde jetzt” erneut gedeckt,
ohne auch nur einen Cent aus dem Haushalt entnehmen zu müssen! Ist
das nicht toll? Für unsere Projekte “Wasser marsch / Brot für die
Welt” (Nr. 102) und “Kinderchor Singsalabim” (Nr. 103) sind bisher
2.540,62 € bzw. 440,00 € gespendet worden. Auch dafür möchten wir
uns bei Ihnen ganz aufrichtig bedanken. Und seien Sie sicher: Wir
werden auch weiterhin überaus verantwortungsvoll mit allen Geldern
umgehen, die Sie uns für die einzelnen Projekte zur Verfügung stellen!
Versprochen!

  • Adventsfeier

Der erste Schnee:
Alles ist weiß, die Straßen und Bürgersteige sind glatt und rutschig.
Und es schneit weiter, dicke Flocken schweben vom Himmel herab.
Deshalb haben sich im Gemeindezentrum Wenscht am 29. November auch
weniger Frauen und Männer als sonst zur Adventsfeier der Diakonie
eingefunden. Pfarrerin
Almuth Schwichow begrüßt alle diejenigen, die in unserer Gemeinde
im Besuchsdienst mitarbeiten, die für die Diakonie sammeln und “Gemeinde
jetzt” verteilen. Zur Andacht hat sie verschiedene Krippenfiguren
mitgebracht, die sie im Jahr 2002 in Tansania käuflich erworben
hat. Die Pfarrerin beschäftigt sich eingehend mit den Hirten, mit
jenen rauen Gesellen, die ja nicht gerade gesellschaftsfähig waren.
Aber sie hörten die frohe Botschaft zuerst. Und mit den Weisen,
die den neuen König suchten, um ihm kostbare Geschenke zu überreichen.
Und mit Maria, die im Stall zu Bethlehem Jesus, unseren Heiland
und Retter, zur Welt brachte. Dann das gemeinsame Kaffeetrinken
mit Christstollen und leckerem Reibekuchen, die Ehrenamtlichen kommen
an den einzelnen Tischen miteinander ins Gespräch. Viele Adventslieder,
musikalische Beiträge unserer Organistin Mechthild Heide sowie Geschichten
zum Nachdenken und zum Schmunzeln runden das Programm ab. Den Ehrenamtlichen
wird im Namen des Presbyteriums und des Diakonie-Ausschusses ganz
herzlich für ihren treuen Dienst gedankt. Einige Sammlerinnen und
Sammler haben die laufende Adventssammlung (20. November – 11. Dezember)
schon abgeschlossen und die gespendeten Beträge bei Friedhelm Bäcker
abgeliefert. Andere sind noch nicht soweit, sie müssen noch in diese
Straße und noch mal in jenes Haus; beim ersten Mal haben sie dort
keinen angetroffen. Ja, es ist zeitraubend und nicht so leicht,
für Arme, Kranke, Alte und Behinderte Geld zu erbitten. Nicht immer
wird man freudig empfangen, nicht alle Türen werden geöffnet. Dabei
“werden die Gelder aus der Diakoniesammlung dringend gebraucht”,
so Dr. h. c. Alfred Buß, der Präses unserer Ev. Kirche in Westfalen
in seinem Aufruf. Am 20. Januar wurde dem Presbyterium das Ergebnis
der Straßensammlung mitgeteilt: 4.448,40 Euro. Dafür allen Spenderinnen
und Spendern aufrichtigen Dank! 80 % dieser Summe gehen übrigens
an das Diakonische Werk im Kirchenkreis, die restlichen 20 % verbleiben
bei uns in Klafeld. Das tatsächliche Endergebnis können wir Ihnen,
liebe Gemeindeglieder, aber erst in der nächsten Ausgabe mitteilen;
denn alle Beträge, die überwiesen wurden, sind uns noch nicht bekannt.

  • Dankbrief

18. Januar. Die
Waldschule im Amselweg erreicht ein Schreiben aus Bethel. Pastor
Ulrich Pohl bedankt sich für über 7.000 Briefmarken, die in den
letzten Monaten von den Schülerinnen und Schülern und von vielen
Gemeindegliedern gesammelt und zu den von Bodelschwinghschen Stiftungen
versandt worden waren. “Durch Ihre Spende helfen Sie mit, die wertvollen
Arbeitsplätze für kranke und behinderte Menschen zu erhalten. Für
Ihr hilfreiches Engagement danke ich Ihnen sehr herzlich! Bitte
geben Sie meinen Dank auch weiter an die Ev.-Ref. Kirchengemeinde
Klafeld.” So geschehen in der Sitzung des Presbyteriums am 20. Januar.
Pastor Ulrich Pohl berichtet in seinem Brief auch, wie die Marken
in Bethel bearbeitet werden: “Das Wässern, Ablösen, Trocknen und
Pressen der Briefmarken erfordert großes Geschick. Dabei ist die
meist langjährige Erfahrung der Beschäftigten eine große Hilfe.
Zu regelrechten Experten haben sich diejenigen entwickelt, die die
Marken dann sortieren und für den Weiterverkauf bewerten.” Er schreibt
auch, dass die 130 kranken und behinderten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter auf ihre Leistung stolz sind und sich über den beliebten
Arbeitsplatz freuen. Nun unsere Bitte an Sie, liebe Leserinnen und
Leser: Machen auch Sie mit beim Sammeln! Denn: Briefmarken gehören
nicht in den Papierkorb. Abgeben kann man sie in den drei Pfarrhäusern,
bei den Presbyterinnen und Presbytern oder in unseren beiden Kirchen
im Tal und im Wenscht.

  • Rücktritt

Wenn Sie ein regelmäßiger
Besucher unserer www.kirche-klafeld.de;  sind, werden
Sie bemerkt haben, dass es in den vergangenen Wochen nur wenige
aktuelle Artikel „ins Web“ geschafft haben. Leider ist unser Redaktionsmitglied
und Presbyter Günter Gollos Anfang Dezember aus beruflichen und
persönlichen Gründen aus dem Presbyterium und aus dem Ausschuss
für Öffentlichkeitsarbeit zurückgetreten.
Günter Gollos war seit
1996 Mitglied des Presbyteriums und davon viele Jahre auch Mitglied
im Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit. Sein großes Hobby war gleichzeitig
unser großes Glück: Er hat die Homepage der Kirchengemeinde und
auch die Kirchengemeinde-Homepage innerhalb der Homepage des Kirchenkreises
Siegen initiiert und ständig – und dies meine ich im wörtlichen
Sinne – mit Leben gefüllt. Bis spät in die Nacht oder mal eben in
der Mittagspause hat er wichtige Berichte für die Gemeinde im Internet
veröffentlicht. Auch hat er großen Anteil am Layout und Inhalt der
Gemeindenachrichten „Gemeinde jetzt“. Vorbildlich hat der das Layout
der Gemeindenachrichten ausgearbeitet, die technische Nacharbeit
war somit schnell erledigt.
Auch auf vielen anderen Tätigkeitsfeldern
war stets Verlass auf Günter Gollos, z. B. bei der technischen Vorbereitung
und der Moderation des Kinderfestes und des Martinszugs im Wenscht.
Wir
danken Günter Gollos für seinen treuen Dienst an der Gemeinde, im
Presbyterium sowie im Redaktionskreis und wünschen ihm alles Gute
und Gottes Segen.
Das Loch in der Ausschussarbeit, welches durch
Günter Gollos Rücktritt entstanden ist, wird jetzt beim Layout richtig
deutlich. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn wir aus der Mitte
der Gemeinde jemanden finden würden, der großen Spaß an der Internetgestaltung
hat und diese verantwortungsvolle und spannende Arbeit für den Ausschuss
übernehmen könnte. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei Marc
Höchst, Tel. 87 00 88, gemeinde.jetzt@kirche-klafeld.de

Marc Höchst
Vors. Ausschuss
für Öffentlichkeitsarbeit