Rückblick: Oekumenisches Kinderfest

Am 10. August im Wenscht:

„Wir feiern heut´ ein Fest
…“

„… und kommen
hier zusammen.“ Mit diesem Liedvers begann diesmal der Familiengottesdienst
zum 38. ökumenischen Kinderfest in St. Marien. Das Thema hieß „Unter
Gottes weitem Schirm“. Aber nicht nur in der Kirche drehte sich
alles um Schirme, nein, sie sollten weite Teile des Festtages bestimmen.
Denn „pünktlich“ um 9.30 Uhr hatte es zu regnen begonnen. Gut, dass
es dann gegen 13.00 Uhr aufklarte und trocken blieb und der Himmel
erst wieder um 19.00 Uhr seine Schleusen öffnete. Da war das Fest
glücklicherweise bereits zu Ende.

Aber zurück zum
Gottesdienst: Im Mittelpunkt stand der 91. Psalm: „Wer unter dem
Schirm des Höchsten sitzt …“. In den Lesungen der Kinder, in allen
Aktionen und in den Gebeten, vorgetragen von Presbyterin Rosel Joppich
und Gem.-Ass. Katharina Pokrzywa, immer wurde verdeutlicht, dass
Gott uns beschirmt, dass uns seine Liebe begleitet. „Aber Gott schützt
uns nicht vor allem Übel, aber er gibt uns Gewissheit, Sicherheit
und Hoffnung.“ So Pfr. Martin Klein in seiner Predigt. Auch alle
Lieder, begleitet von Kathrin und Holger Schollmeyer, vertieften
die Thematik. „Wir feiern heut´ ein Fest und singen miteinander.“

Pünktlich
zur Mittagszeit konnten sich die vielen hundert Festbesucher
am ev. Gemeindezentrum mit einer deftigen Erbsensuppe
und leckeren Grillwürstchen stärken. Unter Langeweile
hatte dann bis zum späten Nachmittag niemand zu leiden.
Viele Großspiele, das Kistenklettern der TG Friesen,
schnelle Fahrten auf der Rollenrutsche, das Kasperle-Theater,
das Glücksrad, die unzähligen Rennen auf der Carrera-Bahn
und das Hufeisenwerfen sorgten für Abwechslung und Spannung.
Am Maltisch und beim Basteln von Holzraben und afrikanischen
Rasseln waren vor allem Phantasie, Kreativität und Geschicklichkeit
gefragt. Und wer Lust hatte, konnte sich schminken und
verschönern lassen.

Großen Beifall
erhielten der Zauberer Raselli und die Hip-Hop-Tanzgruppe des TV
Gosenbach; die jungen Damen zeigten Ausschnitte aus dem Showprogramm
der Tanz-WM 2008. Vertreten waren auch die Kindernothilfe,  der
Schachverein Weidenau/Geisweid e.V., der Imkerverein Siegen-Nord
sowie der Malteser-Hilfsdienst. Bei der Tombola warteten genau 600
Preise auf die glücklichen Gewinner. Erfrischen konnten sich die
kleinen und großen Gäste mit kühlen Getränken. Und eine überaus
reichhaltige Kuchentafel und ein Waffelstand luden im Gemeindezentrum
zum gemütlichen Kaffeetrinken ein.

Zusammen mit dem
diesjährigen Erlös von 3.240 Euro konnte das traditionelle Kinderfest
im Wenscht in den letzten 38 Jahren schon ca. 70.000 € einspielen:
„Wir feiern heut´ ein Fest und danken für die Gaben.“ Seit 1999
wird der jeweilige Reingewinn gedrittelt. Ein Teil kommt diesmal
dem von der katholischen Gemeinde getragenen Projekt in Trujillo
(Peru) zugute, ein Drittel ist für das Waisenhaus in Bagamoyo (Tansania)
bestimmt, und ein Drittel geht an eine in Not geratene Familie hier
in Geisweid: „Wir feiern heut´ ein fest und teilen miteinander.“
So heißt es im vierten und letzten Vers des schönen Kinderliedes.

„Das Fest war
wieder ein Erfolg“ – dieses Resümee konnte man nicht nur von den
Mitgliedern des Vorbereitungskreises  vernehmen. Auch die Besucher
sparten nicht mit Lob. Ein Junger Familienvater sagte: „Wenn es
dieses Kinderfest nicht gäbe, müsste es umgehend erfunden werden!“
Zum Schluss allen Mitarbeitern und Helfern und dem Moderator ein
„ganz dickes Lob“, ein herzliches Dankeschön an alle privaten Spender
und an „unsere“ Sponsoren, voran die Bäckereien Elter, Fischbach
und Frank sowie die Metzgerei Weber, aber auch an alle anderen Firmen,
Banken und Geschäfte hier vor Ort und im gesamten Kreisgebiet!

Peter – Christian Rose  

Rückblick: Familienfreizeit

Von Seen, Pilzen und „kleinen
Slawen“ –
Familienfreizeit an der Müritz in den Herbstferien

Morgens von Kranichrufen
geweckt werden, Fischadlern bei der Arbeit zuschauen, Pilze sammeln
bis zum Abwinken und unter leuchtenden Sternen Stockbrot am Lagerfeuer
rösten – das alles und noch viel mehr kann man erleben, wenn man
mitten im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg Urlaub macht. Neun
Familien waren mit dabei und haben trotz herbstlichem Wetter eine
schöne Woche erlebt. Eine Kanufahrt durch Seen und Kanäle bis hin
zum großen Müritzsee war einer der Höhepunkte, ebenso ein Besuch
im slawischen Dorf in Neustrelitz. Dort konnte man sich in alten
Handwerkstechniken wie Flechten, Schmieden und Specksteinschleifen
üben und sich in einem nachgebauten Ruderboot fast wie die Wikinger
fühlen. Zum täglichen Programm gehörten auch biblische Mitmachgeschichten
über den Propheten Elia. Beim Nachspielen seiner Erlebnisse ließ
sich entdecken, was es heißt, zu tun und anderen zu sagen, was Gott
will.

Sowohl die Kinder
als auch die Erwachsenen genossen dabei die Ruhe und die gute Gemeinschaft
abseits des Alltagstrotts und hatten viel Spaß miteinander Am Ende
waren sich alle einig: nächstes Jahr muss es wieder eine Familienfreizeit
geben. Wann die sein wird und wo’s dann hingeht, dazu mehr in der
nächsten Ausgabe von „Gemeinde jetzt“!  

Vorstellung Ev. Familienzentrum

Sechs Ev. Kindertageseinrichtungen
auf
dem Weg zum Ev. Familienzentrum Klafeld

Im
Januar 2008 haben sich alle sechs evangelischen Kindertageseinrichtungen
unserer Kirchengemeinde zusammengeschlossen, um sich
im Verbund zum Familienzentrum zu bewerben. Überraschenderweise
wurde die Bewerbung schon wenige Wochen später positiv
von der Stadt Siegen beantwortet.

Seit Beginn des
neuen Kindergartenjahres befinden wir uns in der einjährigen so
genannten Pilotphase, mit dem Ziel, im nächsten Jahr als „Evangelisches
Familienzentrum Klafeld“ das Gütesiegel „Familienzentrum NRW“ zu
erhalten.

Unser Ziel als
Familienzentrum ist es, vielfältige familienfreundliche Angebote
und Unterstützungen zu schaffen. Bildung, Beratung, Kinderbetreuung
und Familienförderung stehen dabei im Vordergrund. Eltern sollen
bei uns Hilfe und Unterstützung in ihrer Erziehungsarbeit erfahren.
Unser Familienzentrum soll ein Ort der Begegnung und des Austauschs
miteinander sein und verschiedene Angebote vorhalten. So wollen
wir ein Zeichen für mehr Familienfreundlichkeit setzen.

Wir werden unsere
vorhandenen Schwerpunkte und Profile in den einzelnen Kitas weiterentwickeln
und in guter Zusammenarbeit miteinander ergänzen und bereichern.
Die Angebote sollen jeweils über die eigene Einrichtung hinaus auch
den Familien der übrigen Einrichtungen zur Verfügung stehen. Bestehende
Strukturen und Kompetenzen sollen sinnvoll vernetzt werden.

Vier der sechs
Kindertageseinrichtungen liegen im Stadtkern von Geisweid – das
sind die Standorte an der Talkirche, Gerberstraße, Jasminweg und
Schießberg. Die beiden anderen gehören zu den Stadtteilen Setzen
und Sohlbach und liegen in ländlicher Umgebung. Bei uns ist die
Religionspädagogik ein wichtiger Bestandteil im Alltag mit den Kindern.
Offenheit und Gastfreundschaft im interreligiösen Zusammenleben
sind Qualitätsmerkmale unserer Arbeit. Dadurch erfahren wir seit
vielen Jahren einen großen Zuspruch von Familien aller Religionen
und Kulturen aus unserem Einzugsgebiet. Wir arbeiten bereits jetzt
nach dem Qualitätsmanagement (QM) DIN EN ISO 9001 und nach der Bildungsvereinbarung
NRW.

Die Vielfältigkeit
der pädagogischen Fachkräfte in unseren Kindertageseinrichtungen
(z. B. Erzieherinnen, pädagogische Fachwirtinnen, Fachkräfte für
Sprachförderung, Heilpädagogin, Kinderpflegerinnen, Sozialpädagogin,
Übungsleiter …) sichert eine qualifizierte pädagogische Arbeit auf
gutem fachlichem Niveau. Darüber hinaus werden wir mit anderen Institutionen
und Fachkräften kooperieren (z.B. mit Kinderärzten, Therapeuten,
Beratungsstellen, Musikschule…), um das Angebot über unsere Kompetenzen
hinaus zu erweitern.

Zur Zeit bieten wir in den verschiedenen Einrichtungen:

  • Betreuung
    von Kindern im Alter von zwei bis zehn Jahren
  • Gemeinsame
    Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderungen
  • Interkulturelle
    Arbeit
  • Unterschiedliche
    Öffnungszeiten in den Standorten z. B. ab 6:45 Uhr oder bis
    16:30 Uhr
  • Ganztagesbetreuung
  • Sprachförderangebote
  • Zusammenarbeit
    mit verschiedenen Institutionen und Kooperationspartnern wie
    Beratungsstellen, Familienbüro, Kindertagespflege, Vereine,
    Kirche, Schulen, Gruppen…
  • Und vieles
    mehr

Wir werden auch
im Gemeindebrief über die kommenden konkreten Angebote informieren.

Übrigens haben
wir seit August 2008 in den Einrichtungen Setzen, Jasminweg und
Sohlbach-Buchen auch Plätze für Kinder unter drei Jahren. Wenn Sie
für das nächste Kindergartenjahr, also ab August 2009, einen Betreuungsplatz
für Ihr Kind benötigen, sollten Sie bereits jetzt Kontakt zu einer
der Einrichtungen aufnehmen.

WICHTIG!

Anmeldeschluss für das Kindergartenjahr
2009/2010 ist der 31.12.2008 in allen Kindertageseinrichtungen der
Ev. Kirchengemeinde Klafeld

Folgende Kindertageseinrichtungen gehören
zu unserem Familienzentrum:

Ev. Kita Setzen
Sonnenstraße
33A
57078 Siegen
Tel. 0271/81538
ev.tfk.setzen@kirche-klafeld.de
Leitung:
Katrin Osterburg

Ev. Kita Sohlbach-Buchen
Bruchwiese
15
57078 Siegen
Tel. 0271/86215
ev.kita.buchen@kk-si.de
Leitung:
Juliane Nies

Ev. Kita Ortsmitte
An
der Talkirche 4
57078 Siegen
Tel. 0271/85883
ev.kita.ortsmitte@kk-si.de
Leitung:
Ulrike Blechert

Ev. Kita Jasminweg (Wenscht)
Jasminweg
1
57078 Siegen
Tel. 0271/81355
ev.kita-jasminweg@kk-si.de
Leitung:
Ines Löwenthal

Ev. Kita Schießberg
Am
Kindergarten 1
57078 Siegen
Tel. 0271/81696
ev.kita-schiessberg@kk-si.de
Leitung:
Ingrid Drews

Ev. Kita Hüttental
Gerberstraße
2
57078 Siegen
Tel. 0271/85321
Leitung: Eva Berg

Kontaktadresse des Familienzentrums:
Ev.
Familienzentrum Klafeld

ev.familienzentrum@kirche-klafeld.de
Sonnenstraße
33 A
57078 Siegen
Telefon:0271/81538
Leitung: Katrin Osterburg
(Kita Setzen)
Stellvertretung: Juliane Nies (Kita Sohlbach-Buchen)

Katrin Osterburg, Juliane Nies
im Namen aller Kindertageseinrichtungen

Rückblick: Einführung Pfr. Boes

„Ihr Tun möge hier zum Segen
werden!“

Nur ein halbes Jahr war die
2. Pfarrstelle in unserer Kirchengemeinde vakant,
am 17. August
konnte sie mit Pfarrer Frank Boes wieder besetzt werden.

In einem Festgottesdienst
in der Talkirche wurde der neue Seelsorger von Superintendentin
Annette Kurschus in sein Amt eingeführt. Sie gab ihm in Anlehnung
an Psalm 36 folgendes mit auf den Weg: „Für Ihre vornehmste Aufgabe
hier in Klafeld halte ich, dass Sie mit den Ihnen gegebenen Gaben
helfen, dass Menschenkinder im Schatten der Güte Gottes Zuflucht
suchen und finden.“ Und: „Ihr Tun möge hier zum Segen werden!“ Dann
berichtete sie dem „Neuen“, dass sie selbst sechs Jahre lang – von
1993 bis 1999 – in Klafeld gelebt und gearbeitet habe. Während dieser
Zeit sei es zu vielen guten Begegnungen gekommen, auch habe sie
kostbare Erfahrungen gemacht. „Hier in Geisweid ist ´gut´ sein!“

Pfrn. Almuth Schwichow,
Pfr. Dr. Martin Klein, Pfr. Berthold Heiermann (Weidenau) und einige
Presbyterinnen und Presbyter sprachen Pfarrer Frank Boes verschiedene
Segensworte zu. Nach der Einführung gab die Gottesdienstgemeinde
das Versprechen, den Dienst ihres neuen Pfarrers zu achten, ihm
beizustehen und für ihn zu beten.

In seiner Predigt
führte der neue Seelsorger aus, welche Tätigkeiten für ihn besonders
wichtig sind, nämlich die Wortverkündigung und das diakonische Handeln.
Auch wolle er mit allen Haupt- und Ehrenamtlichen in der Gemeinde
auf gleicher Ebene arbeiten: „Kein Amt soll höher gestellt sein!“

Musikalisch gestaltet
wurde der Festgottesdienst von der Bläser-Spielgemeinschaft Geisweid-Birlenbach,
dem Kirchenchor mit einigen Instrumentalisten und den Mädchen und
Jungen der Kindertagesstätte Ortsmitte.

Nach der Einführung
in der Talkirche hatte das Presbyterium zum Empfang im Gemeindezentrum
an der Ziegeleistraße geladen. Pfrn. Almuth Schwichow konnte über
150 Gäste begrüßen, darunter viele aus den Kirchengemeinden Iserlohn
und Hemer, in denen Pfr. Boes vorher tätig war. Landrat Paul Breuer
und der stellvertretende Bürgermeister Jens Kamieth, beide wohnhaft
im Wenscht, überbrachten die Grüße des Kreises und der Stadt Siegen.
Pfr. Berthold Heiermann von der Weidenauer „Muttergemeinde“ wünschte
seinem neuen Amtskollegen, dass die Gemeinde hinter ihm stehe. Pfr.
Karl-Hans Köhle sprach ein Grußwort für St. Joseph und St. Marien,
und Pastor Werner Jung von der FeG für die Allianz hier vor Ort.

Ursula Stutte
vom Mütterkreis, die Mitglieder des Bezirkspresbyteriums und Renate
Höfer vom Frauenkreis wünschten Pfarrer Boes Gottes Segen und viel
Kraft für seinen Dienst. Die Grüße aller 270 Kinder und aller 50
Erzieherinnen in unseren sechs Tageseinrichtungen überbrachte Katrin
Osterburg, Leiterin im Kindergarten Setzen. Die Frauenhilfe und
die Seniorenrunde aus Hemer bedauerten den Weggang „ihres“ Pfarrers,
der Kirchenchor aus Iserlohn wartete mit mehreren Liedvorträgen
auf.

Als letzter ging
Pfr. Frank Boes ans Mikrofon. Er dankte für die herzliche Aufnahme,
die guten Wünsche und die vielen Aufmerksamkeiten und Geschenke,
die er erhalten habe: Gutscheine, eine Radwanderkarte, typische
Mitbringsel aus dem Siegerland, viele Blumen, einen Natur- und Landschaftsführer,
zwei Heidelbeersträucher, eine Figur des Heiligen Joseph und diverse
Bücher. Er freue sich auf Klafeld und die Zusammenarbeit mit allen
Gruppen und Kreisen in der Gemeinde. Auch wir freuen uns auf ihn!
Und wiederholen, was die Kinder im Gottesdienst gesungen haben:
„Möge der Segen Gottes mit dir sein!“ Gleichzeitig sind wir froh,
dass die Zeit der Vakanzen vorbei ist und dass alle Pfarrstellen
wieder besetzt sind!

Peter – Christian Rose

Neues von der Orgel

Von der Orgel ist nur noch
das Gehäuse geblieben !!!

Die Orgel der Talkirche gibt’s
nicht mehr!!

Am 30. August
war es soweit. Zwar lange angekündigt, aber kaum vorstellbar: Die
Orgel wurde abgebaut. Was geblieben ist: das denkmalgeschützte Orgelgehäuse.
Der Blick zur Orgelempore ist – wie viele Gottesdienstbesucher bereits
gemerkt haben – schon etwas gewöhnungsbedürftig. Das leere Orgelgehäuse
gleicht einer Ruine.

Leider muss die
Gottesdienstgemeinde nun leider vorerst mit dem Klavier vorlieb
nehmen.

Und trotzdem wird’s
nun erst richtig spannend: Der Bau der neuen Talkirchen-Orgel hat
in der Orgelbauwerkstatt Mebold (Siegen-Breitenbach) bereits begonnen.
Ab Anfang Januar lohnt es sich auch, den fleißigen Orgelbauern in
der Werkstatt einmal über die Schultern zu schauen. Von diesem Angebot
sollten wir alle regen Gebrauch machen, denn kaum eine Gemeinde
hat die Möglichkeit, die Entstehung ihrer Orgel so hautnah in der
Orgelbauwerkstatt verfolgen zu können.

Hier aber noch
einmal eine Kurzzusammenfassung für alle, die die „Orgelgeschichte“
nicht so intensiv verfolgt haben: mit der Einweihung der Kirche
1906 wurde fast zeitgleich eine Orgel der Orgelbaufirma Link aus
Giengen a.d. Brenz fertig gestellt. Dieses, mehr durch romantische
Klangfarben geprägte Instrument entsprach in der Nachkriegszeit
nicht mehr dem schon etablierten neobarocken Klangideal. In den
fünfziger und sechziger Jahren führte die Firma Kemper zwei gravierende
Eingriffe an der alten Link-Orgel durch, die letztendlich dazu führten,
dass das Instrument klanglich seine Geschlossenheit einbüßte und
auch in der Technik ein permanenter Sorgenfall wurde.

Nach eingehender
Beratung mit verschiedenen Orgelsachverständigen – auch die Denkmalpflege
wurde eingeschaltet – konnte es für uns als Gemeinde nur eine Lösung
geben:
„Eine neue Orgel im alten Gehäuse“ unter partieller Verwendung
historischen Pfeifen-Materials. Besonderer Wert wird darauf gelegt,
dem Instrument auch wieder seine alten romantischen Farben zurückzugeben.
Dies schlägt sich in Registernamen wie Geigenprinzipal, Gambe, Salicional,
Vox coelestis (Stimme des Himmels), Violon und Cello nieder. Aber
auch die klassische Orgelmusik soll in dem neuen Instrument ihr
Zuhause finden.

Für
die Orgellandschaft des Siegerlandes und darüber hinaus
wird die neue Talkirchen-Orgel in ihrer Individualität
eine große Bereicherung darstellen. Und für unsere Kirchengemeinde
wird sie mit ihren vielfältigen Möglichkeiten zur lebendigen
Gottesdienstgestaltung beitragen können.

Dank
vieler Initiativen und der enormen Spendenbereitschaft
in unserer Gemeinde und darüber hinaus konnte in verhältnismäßig
kurzer Zeit immerhin so viel Geld gesammelt werden,
dass der Bau nun beginnen konnte. Bis zur Fertigstellung
im nächsten Jahr ist allerdings noch – auch in finanzieller
Hinsicht – ein engagierter Endspurt angesagt.

Pfeifenversteigerung
auf dem Bürgerfest am 12. Oktober und der traditionelle Weihnachtsmarkt
rund um die Talkirche am 2. Advent sollen ein Stück weiter zum Ziel
bringen. Auf Pfeifenpatenschaften können nach wie vor übernommen
werden.

Falls jemand Interesse
an einem Besuch in der Orgelbauwerkstatt hat, so möge er sich doch
mit mir oder den drei Pfarrern unserer Gemeinde in Verbindung setzen.

Andrea Stötzel