Neues aus Gemeinde und Presbyterium

 

Neues aus Gemeinde und Presbyterium

von Peter – Christian Rose
und Almuth Schwichow

  • Biblische
    Geschichten  

Im Oktober 2011
starb Jutta Klappert, die vielen aus unserer Kirchengemeinde als
„Tante Jutta“ in guter Erinnerung ist. Von 1958 bis 1984 leitete
und prägte sie den Kindergarten Schießberg mit ihrem fröhlichen,
temperamentvollen Wesen. Noch heute erinnern sich ehemalige Kindergartenkinder
und deren Eltern gerne an Feste und Aufführungen, Ausflüge und Übernachtungen
in Tante Juttas Hütte, an biblische Geschichten und Lieder, die
sie von ihr gelernt haben, und daran, wie spannend und phantasievoll
sie erzählen konnte. Auch das Presbyterium erinnert sich dankbar
an den langjährigen Dienst von Jutta Klappert, den sie selbst immer
als Auftrag verstand, der in den Worten Jesu gründet: „Lasset die
Kinder zu mir kommen.“ Diesem Herrn, dem sie im Leben vertraute,
befehlen wir sie und alle an, die um sie trauern.

 

  • Reger
    Besucherandrang

„Mittendrin“
soll nicht nur unser neues Gemeindezentrum an der Talkirche heißen,
nein, mittendrin war unsere Kirchengemeinde auch beim Bürgerfest
am 9. Oktober. Zwischen dem Schuhhaus mit der Nr. 2, dem Bürgerbrunnen
und dem Möbelhaus Busch hatten unser Kirchenchor und der Förderverein
für die Kinder- und Jugendarbeit „ihre Zelte aufgeschlagen“.
Seit 15 Jahren erfreut sich das Fest großer Beliebtheit, jedes Mal
kommen viele tausend Besucher. Neben einem bunten Unterhaltungsprogramm
und der Herbstkirmes bietet es auch die Möglichkeit zu einem ausgiebigen
Einkaufsbummel. Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder rund
30 örtliche Vereine und Organisationen mit vielen Aktionen und Attraktionen.
Unser Kirchenchor hatte ein reichhaltiges Kuchenbüfett zusammengestellt,
dazu gab es heißen Kaffee zum Aufwärmen. Das Geschäft florierte,
und „schon kurz nach 16 Uhr waren alle 25 Torten und sonstigen
Backwaren verkauft“, so Edith Groos, die Vorsitzende des Chores.
Auch unser Förderverein für die Kinder- und Jugendarbeit, der übrigens
in Kürze sein 100. Mitglied erwartet (Vielleicht werden Sie es ja!?),
konnte über regen Besucherandrang nicht klagen. Hier der Basteltisch,
dort die bekannten Großspiele. Der immer wieder wachsende Jenga-Turm
zog so manchen Jüngeren und auch Älteren in seinen Bann. Daneben
der Waffelstand. Er war stets dicht umlagert. Kein Wunder, denn
die Qualität der Waffeln hat sich inzwischen überall herumgesprochen.
Nicht zu vergessen der Luftballon-Wettbewerb! Vorsitzender Matthias
Hess zeigte sich zufrieden: „Gut 200 bunte Ballons wurden bezahlt
und dann mit Karte auf eine hoffentlich lange Reise geschickt.“
Immer wieder interessant, wie man „seinem“ Ballon hinterher
schaute, bis er immer kleiner wurde und schließlich nicht mehr zu
sehen war! Das Wetter spielte mit, es war kalt und windig und teilweise
ließ sich sogar die Sonne blicken; der angekündigte Regen machte
um Geisweid einen großen Bogen, jedenfalls am Nachmittag. Und das
war auch gut so!

 

  • Interessanter
    Eintrag

Bei den allerersten
Vorbereitungen für den Umzug der ehemaligen Waldschule im Wenscht
zur Pestalozzischule auf dem Siegener Lindenberg am Ende des Schuljahres
tauchte jetzt ein altes, verstaubtes Heft aus dem Jahr 1949 auf:
„Aus der Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Weidenau
(Sieg) – Herausgegeben zur 75 – Jahrfeier der Gemeindegründung“.
Im Kapitel über die Entwicklung der Gemeinde von 1874 bis 1933 findet
sich auf Seite 45 ein interessanter Eintrag. „1898: Die Orte
Klafeld, Geisweid, Dillnhütten und Birlenbach werden von der evangelischen
Kirchengemeinde Weidenau abgetrennt und bilden fortan die selbständige
Kirchengemeinde Klafeld.“ Dies ist ja sicherlich allseits bekannt,
nicht aber der folgende Satz, der auch nicht in unserer Festschrift
zum 100-jährigen Jubiläum zu finden ist: „Als Mitgift erhält
Klafeld von der Muttergemeinde Weidenau 10.375,– Mark, die Weidenau
als Darlehen bei der Amtssparkasse aufnehmen muß.“ Die Gründung
unserer Kirchengemeinde erfolgte zum 1. Mai 1898; Pfarrer war damals
Heinrich Bergmann, er amtierte bis zu seinem Tod am 14. Januar 1922.
Am 19. Juli 1898 fand dann die erste Presbyterwahl statt. Die Orte
Klafeld und Geisweid stellten jeweils vier, Birlenbach und Dillnhütten
jeweils einen Presbyter. Pfarrer Heinrich Bergmann würdigte ausdrücklich
„die Bereitschaft zur Mitarbeit und Übernahme von Verantwortung
dieser Gemeindevertreter.“ Ähnliches werden wir auch jetzt
– 114 Jahre später – im Gottesdienst zur Einführung der neuen Presbyterinnen
und Presbyter hören.

 

  • Tolle
    Spendenbereitschaft

Unsere Kirchennachrichten
„Gemeinde jetzt“, die Sie gerade durchblättern und lesen,
erscheinen alle zwei Monate. Jedes Mal sind die Mitglieder des Ausschusses
für Öffentlichkeitsarbeit bemüht, interessant, umfassend und informativ
zu berichten. Nach der Redaktionssitzung, dem Layout und dem Korrekturlesen
wird „Gemeinde jetzt“ von einer hier ansässigen Firma
gedruckt und geheftet. Im Anschluss an die Auslieferung übernehmen
wieder Ehrenamtliche die noch anfallenden Tätigkeiten. Die Hefte
werden eingetütet und zu den Verteilerinnen und Verteilern gebracht.
Sie opfern Zeit und Kraft und bringen die kostenlosen Kirchennachrichten
in alle evangelischen Haushalte in Klafeld. In vielen Kirchengemeinden
wird der Haushalt durch den Gemeindebrief belastet. Nicht bei uns!
Durch die Werbeeinnahmen und vor allem durch Ihre Spenden, liebe
Leserinnen und Leser, sind die Druck- und Herstellungskosten von
„Gemeinde jetzt“ bisher in jedem Jahr voll und ganz gedeckt
worden. Auch in 2011: In den ersten acht Monaten gingen bei uns
1.025,00 € an Spenden ein, im Rahmen des Projektes (September/Oktober)
weitere 3.994,00 €. Toll! Für alle Gelder ein aufrichtiges Dankeschön!
Herzlich bedanken möchten wir uns auch für die Unterstützung beim
Bauvorhaben „mittendrin“. Hier ein erstes Zwischenergebnis:
Für das neue Gemeindezentrum zwischen Talkirche, altem Pfarrhaus
und Kindergarten sind vom 2. Oktober bis 10. November bereits 5.930,00
€ im Gemeindebüro bei Christine Albertin und Brigitte Veltzke durch
Einzahlungen und Überweisungen eingegangen. Dazu kommen noch die
beiden Kollekten der Seniorennachmittage am 5. und 6. Oktober in
Höhe von 458,44 € sowie die Kollekte bei der Eisernen Konfirmation
in Höhe von 506,24 €. Ergibt summa summarum 6.894,68 Euro! Nicht
unerwähnt bleiben sollen die 20,00 € für die Partnerschaftsarbeit
und die 20,00 € für die Orgel in der Talkirche. Denn wir freuen
uns auch über kleinere Spenden, über jeden Euro und über jeden Cent.


  • Informatives
    Erlebnis

Der „Männerkreis
Hoher Rain“, der am 14. Januar 2012 seinen 20. Geburtstag feiern
kann, war wieder unterwegs. Diesmal stand die Besichtigung der Abellio
– Zentralwerkstatt in Hagen auf dem Programm. Insgesamt 30 Teilnehmer,
darunter auch mehrere interessierte Ehefrauen, trafen sich am 11.
Oktober am Kreuztaler Bahnhof; dort wurde man von Ottmar Haardt,
dem Verbindungsmann und Organisator der Besichtigungstour, willkommen
geheißen. Er sprach über die Entwicklung der Firma und erläuterte
die derzeitigen Besitzverhältnisse. Die Abellio GmbH ist ein Verkehrsunternehmen
mit Sitz in Essen, das 2004 gegründet wurde und in verschiedenen
Regionen Deutschlands öffentlichen Personalnahverkehr anbietet.
„Darauf starteten wir mit einem fahrplanmäßigen Zug in Richtung
Hagen. Da es sich um einen Zug von Abellio handelte, hatten wir
Gelegenheit, dem Lokführer in seinem Führerstand über die Schulter
zu sehen“, so Erich Glaser, der auch an der Exkursion teilnahm.
Nach einem Umstieg am Hauptbahnhof ging es direkt zu den Werkshallen,
in denen die Lokomotiven und Wagen repariert und gewartet werden.
Bei einer Führung durch das gesamte Werk informierte man die Klafelder
sehr ausführlich und kompetent über viele technische Details, aber
auch über organisatorische Probleme im Unternehmen. Nach einem tollen
Stehimbiss erfolgte dann die Heimfahrt nach Geisweid. Das Resümee
von Erich Glaser: „Insgesamt war es ein sehr gut organisiertes
und informatives Erlebnis für uns alle!“ Mit der Besichtigung
in Hagen war aber das Programm unseres Männerkreises für das Jahr
2011 noch nicht abgearbeitet: Am 8. November begab man sich noch
auf die „Spuren der Bibel“, und am 13. Dezember erfolgte
dann der obligatorische Jahresausklang. Uns bleiben nur drei Dinge
zu sagen: „Herzlichen Glückwunsch zum 20. Geburtstag!“,
„Ein aufrichtiges Dankeschön an Elmar Friemann, Dieter Kaltschmidt,
Gerhard Hermann und Burkhard Leidel!“ Und: „Weiter so
im Jahr 2012!“       

  

  • Ehrenamtlicher
    Dienst

Seit 1982 ist
Winfried Krahl aus Dillnhütten Mitglied in unserem Presbyterium,
und schon elf Jahre kümmert er sich zusätzlich um Spendengelder
für die Vereinigte Evangelische Mission in Wuppertal. Dazu gehört
in erster Linie das Ausgeben und Einsammeln der Dankopferbüchsen.
Jetzt konnte er 923,26 Euro im Gemeindebüro hinter der Talkirche
abliefern; von dort wurde das Geld sofort an die VEM überwiesen.
Die Mission ist eine internationale Gemeinschaft von 34 Kirchen
unterschiedlicher Tradition in Afrika, Asien und Deutschland und
den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Sie unterstützt weltweit
viele Projekte in den Bereichen Armutsbekämpfung, Diakonie, Nothilfe
bei Naturkatastrophen,  Bildungsförderung und Evangelisation.
Wir danken Winfried Krahl für seinen ehrenamtlichen Dienst und allen
Missionsfreunden in der Kirchengemeinde Klafeld für ihre Spendenbereitschaft!
Leider scheidet unser Ältester jetzt wegen Erreichens der Altersgrenze
aus unserem Presbyterium aus. Ob er sich trotzdem weiterhin um die
Dankopferbüchsen der VEM kümmern wird?

 

  • Herzliches
    Dankeschön

Für eine „sehr
großzügige Spende“ bedankte sich Dominik Engel, Vorsitzender des
Vereins der  Freunde und Förderer der Grundschule Birlenbach
e.V., bei der Kirchengemeinde Klafeld. Beim ökumenischen Festgottesdienst
zum 550-jährigen Bestehen Birlenbachs, das im Juni 2011 gefeiert
wurde, kamen 770,36 € zusammen. Auf Anregung von Pastor Daniel Kliemt,
Pfarrer Karl-Hans Köhle und Pfarrerin Almuth Schwichow, die den
Gottesdienst gemeinsam gestalteten, wurde die Kollekte an den Förderverein
weitergeleitet, um bedürftige Familien zu unterstützen. Der Förderverein
konnte, wie Dominik Engel schreibt, „auch schon Zuschüsse für Klassenfahrten
gewähren und damit den Kindern einen unbeschwerten Schulalltag ohne
Einschränkungen bescheren. Den Schülerinnen  und Schülern und
natürlich der gesamten Schulgemeinde wird dies ein Vorbild an christlicher
Nächstenliebe sein.“ Ein herzliches Dankeschön an alle, die dazu
beigetragen haben, dass wir den Förderverein unterstützen konnten!

 

  • Buntes
    Programm

„Ein jegliches
hat seine Zeit“ – unter diesem Thema stand das Presbyteriumswochenende
vom 14. bis 16. Oktober in Nordhelle unter der Leitung und Moderation
von Superintendent i. R. Gerhard Etzien. So kam neben den Arbeitseinheiten
(Plenum, alleine „Zeit erfahren“, Gruppenarbeit, „Zeit
zum Bauen“/Gemeindezentrum „mittendrin“, Gottesdienst
und Abschlussgespräch „Zeit der Ernte“) auch der Spaß
nicht zu kurz. Zum Beispiel am Samstag ab 20 Uhr. Beim „bunten
Abend“. Denn auch „… lachen hat seine Zeit …“;
das schrieb schon der Prediger Salomo (Kap. 3,4). Und es wurde oft
gelacht und herzhaft. Schon gleich beim Eingangsgedicht, das über
eine sehr lustige Begebenheit im Oktober 1988 berichtete. Die Hauptpersonen
waren die damaligen Presbyterinnen Lore Schneider, Gertrud Jung,
Waltraud Harth und ein heute noch amtierender „Kirchenältester“.
Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten! Danach die Geschichte
von einem Pfarrer und seiner ersten Predigt, anschließend ein Bibelquiz
à la „Wer wird Millionär“. Ganz professionell aufgezogen.
Und es gab einen Sieger mit dem Hauptgewinn von 1.000.000 Euro.
Wer? Unser Pfarrer aus der Ziegeleistraße. Respekt! Und lang anhaltender
Applaus. Darauf das „Affenspiel“, ein tolles Blumen- und
Pflanzenquiz und die Geschichte von Hanns Dieter Hüsch über eine
Kirchentoilette. Köstlich! Auch bei der letzten Vorführung blieb
keine Auge trocken. Sechs Akteure: Ein Polizist, ein Anstreicher,
eine Fitness-Trainerin, eine Waschfrau, eine Ballerina und ein Bahnbeamter.
Alle mussten bestimmte Bewegungen ausführen und einen Text aufsagen.
Erst jeder allein, dann alle und alles gleichzeitig! Nebenbei ein
gutes Beispiel für funktionierende Zusammenarbeit. Und die ist ja
in jedem Presbyterium gefragt. Auch hier bei uns in Klafeld. Gut,
dass wir uns diesbezüglich nicht (mehr) beklagen können!

 

  • Größte
    Altstadtkirmes
     

Die „Gemeindefahrt“
zur Allerheiligen – Kirmes in Soest, die immer fünf Tage dauert,
war „rundum gelungen“, so das Urteil aller Teilnehmer.
Ungefähr 200.000 Besucher vergnügten sich am 3. November bei schönstem
Wetter auf der größten Altstadtkirmes Europas. Darunter die Klafelder.
Vertreten waren das Bauteam, der Partnerschaftsausschuss, der Kirchenchor,
der Frauentreff Wenscht, das Presbyterium, der Diakonieausschuss,
der Theologische Ausschuss, die Frauenhilfe Tal, der Chor Wegweiser,
der Abendkreis Gerberstraße, der Finanz-, Personal- und Bauausschuss,
der Förderverein, die Verteiler der Gemeindenachrichten, die Frauenhilfe
Gerberstraße, der Öffentlichkeitsausschuss, die Vorbereitungskreise
Kinderfest und Weihnachtsmarkt und, um dem Ganzen auch einen ökumenischen
„touch“ zu geben, eine katholische Mitchristin. Alle waren
von der tollen Kirmesstimmung begeistert und vom „Bellevue
– Riesenrad“, vom historischen Jahrmarkt, von der Geisterbahn
und allen anderen Fahrgeschäften sowie den unzähligen Schau- und
Verkaufsbuden. Zwischen Busbahnhof, St. Maria zur Wiese, St. Petri,
dem alten Rathaus und St. Patrokli. Gleich zu Beginn wagte unsere
Pfarrerin die Fahrt auf den „Power Tower 2“; beherzt und
tollkühn ließ sie sich mit anderen Wagemutigen mehrere Male 66 Meter
in die Tiefe stürzen! Das schmackhafte Mittagessen nahmen die Klafelder
im Restaurant „Der Mönchshof“ ein, dem Geburtshaus des
bekannten Malers Otto Modersohn. Zum Schluss die Quizfrage: Wie
viele Frauen und Männer nahmen an der „Gemeindefahrt“
teil? Bevor Sie nachdenken, überlegen und evtl. auch nachfragen
noch eine gute Nachricht: Eine Wiederholung der Fahrt im November
2012 ist schon angedacht! Dann findet in der alten und schönen Hansestadt
die 675. Allerheiligen – Kirmes statt.

 

  • Eindrucksvoller
    Gottesdienst

Sie alle, liebe
Leserinnen und Leser, kennen die Geschichte vom barmherzigen Samariter
im Lukas – Evangelium. Sie stand im Mittelpunkt des Diakonie – Gottesdienstes
am 23. Oktober in der Talkirche. Mit dabei Erika Nöll, Marga Kölsch,
Edith Kunze und Friedhelm Bäcker vom zuständigen Fachausschuss,
elf Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie Pfarrerin Almuth Schwichow
und Christoph Greis, die die Konfi – Projektgruppe „Diakonie
– Dienst für den Nächsten“ leiten. Und um es schon vorweg zu
sagen: Der Gottesdienst war gut vorbereitet und informativ und sehr
eindrucksvoll. Die beiden Konfirmanden Jannik Lübke und Johannes
Klein berichteten über den Besuch in der Diakoniestation Siegen-Geisweid:
Derzeit werden ungefähr 150 Patienten betreut; den schweren Dienst,
der mit vielen Belastungen verbunden ist, verrichten etwa 40 Krankenschwestern,
Altenpfleger und hauswirtschaftliche Kräfte. „Früher gab es
Gemeindeschwestern, die die Alten und Kranken in der Gemeinde betreut
haben. Diese Aufgabe hat die Diakoniestation übernommen. Die Diakonie
ist ´der tätige Arm der Kirche´.“ Danach traten Marina Günther
und Marina Ingwald ans Mikrofon, sie informierten die Gottesdienstbesucher
in Form eines Interviews über den Besuch im Bodelschwinghhaus in
der Wilhelm-Raabe-Straße. „Es ist ein Haus für wohnungslose
Männer. Wir haben mit dem Leiter und zwei Bewohnern gesprochen.
Sie haben uns erzählt, wie sie obdachlos geworden sind und wie man
ihnen jetzt hilft.“ Sie sollen wieder ein geregeltes Leben
führen, Arbeit finden, Geld verdienen und lernen, im Alltag zurechtzukommen.
Die Lesung zu Lukas 10,25-37 übernahmen neben Christoph Greis die
Konfis Laura Brach, Celine Klein, Henning Ochel, Lisa Marie Titze,
Julia Grall, Dennis Wilmes und Lena Greis. Aber es war keine übliche
Lesung, nein, zwischendurch kamen die Akteure zusätzlich zu Wort,
die beiden Räuber, der Priester, der Levit, der Verletzte, sogar
der Esel, und natürlich auch der Samariter: „Es ist mir egal,
aus welchem Volk dieser Mann kommt. Er braucht dringend Hilfe, und
die bekommt er auch!“ Herzlichen Dank an die Projektgruppe!
Und: Welch ein Unterschied zu meinem Konfirmandenunterricht in den
Jahren 1963 und 1964! In der tollen Predigt, ja, im gesamten Gottesdienst
wurde noch einmal deutlich: Von Anfang an machten sich christliche
Gemeinden stark für Menschen, die Hilfe und Unterstützung brauchten.
Der Dienst für den Nächsten ist dadurch zu einem Markenzeichen der
Kirche geworden.

        

  • Stimmungsvolle
    Atmosphäre

Sie alle kennen
die bekannte Geschichte von St. Martin, als er seinen Mantel teilte
und die eine Hälfte an den Bettler übergab. Aber kennen Sie auch
die Legende „Martin im Gänsestall“ aus dem Jahr 371? Die
Besucher in der voll besetzten Kirche St. Marien im Wenscht und
auch Gemeindereferentin Ulrike Weber bekamen sie am 13. November
präsentiert. In Form eines Schattenspiels mit dem Erzähler, mit
Martin und einigen Leuten aus der Stadt Tours. Aufgeführt von einigen
Schülerinnen und Schülern aus dem 3. und 4. Schuljahr der Albert-Schweitzer-Schule
und ihrer Lehrerin Bianca Schumacher. Toll! Jetzt wissend, wie Martin
zum Bischof gewählt worden war und warum die Gänse anschließend
gebraten und gegessen wurden und es heute noch „Martinsgänse“
gibt, machten sich die Kleinen und die Großen auf den Weg hinauf
zur Wenschtkirche, musikalisch begleitet von Mitgliedern des Siegener
Blasorchesters. Bunte Laternen und flammende Fackeln erhellten die
Siedlung. Vorne weg ritt St. Martin, und niemand störte es, dass
er nicht Martin hieß, sondern Kathrin Krämer, und dass das Pferd
„Maya“ aus Elben im Olper Land kam. Eine besonders stimmungsvolle
Atmosphäre dann auf dem Platz vor der Kirche. In der Mitte das riesige
und wärmende Feuer, dessen Funken kerzengrade in den dunklen Abendhimmel
stoben. Und „St. Martin“ auf seinem rassigen Schimmel.
Und die Musiker. Und der Duft von Glühwein und Kinderpunsch. Und
das große Plakat mit dem Motto „Teilen will gelernt sein“.
Und viele hundert Kinder und Erwachsene mit unzähligen Laternen-
und Fackellichtern. Pfarrer Dr. Martin Klein begrüßte alle mit einem
Gedicht, bevor einige Konfirmandinnen und Konfirmanden die wohl
riechenden und noch besser schmeckenden Wecken verteilten. Nun konnte
jeder das Motto des Zuges beherzigen. Zum Teilen aufgefordert wurde
auch mit den Sammelbüchsen, der Erlös kommt wie im letzten Jahr
Straßenkindern auf Haiti zugute. Vielen Dank allen, die geteilt
und gespendet haben! Auch den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern
hinter den Kulissen sei herzlich gedankt; denn ohne ihren ehrenamtlichen
Einsatz – angefangen bei Helmut Hammer und Lutz Allamode, die den
Holzhaufen aufschichten und das Feuer entzündeten, bis hin zu Kevin,
der die Mikrofonanlage bestens bediente, und den Frauen des Frauentreffs
im Verkaufsstand – ist eine solche Veranstaltung nicht möglich.
Ein aufrichtiges Dankeschön auch an die Feuerwehr, die Polizei und
die Sponsoren, die hier ganz bewusst genannt werden sollen: Bäckerei
Fischbach, Sparkasse Siegen, Malerwerkstatt Kottmann, Förderverein
für die Kinder- und Jugendarbeit in unserer Kirchengemeinde, Raumausstattung
Mackenbach und Heizungs- und Sanitärbetrieb Willmeroth. Übrigens:
Im nächsten Jahr findet der Martinszug am 11. 11. statt. Sie können
sich den Termin ja schon einmal vormerken!   

 

Rückblick: Seniorennachmittag

 

Seniorennachmittag im Herbst

Traumflieger und Glitzerschuppen

Es wäre sicherlich einmal interessant gewesen,
mitzuzählen, wie oft die Wörter „danke“, „bedanken“,
„Dank“ und „dankbar“ während und nach der Seniorenfeier
am 5. Oktober im Gemeindezentrum Wenscht ausgesprochen wurden. Nein,
es begann ja sogar schon vorher, als die vielen „Taxen“
vor der Kirche anhielten und sich die Mitfahrerinnen und Mitfahrer
bei den Chauffeuren herzlich bedankten. Weiter ging es im Gottesdienst,
sein Thema „Danken“. Zuerst die Geschichte von den zehn
Aussätzigen (Lukas 17,11-19), die von Jesus geheilt wurden; aber
nur einer kam ja bekanntlich zurück, um sich zu bedanken. Dann die
Predigt. Pfarrerin Almuth Schwichow stellte das Lied „Danke
für diesen guten Morgen“ (eg 334) in den Mittelpunkt. Es wurde
1961 von Martin Gotthard Schneider gedichtet; feierte 2011 also
seinen 50. Geburtstag, ist aber als Kirchenlied „noch ausgesprochen
jung“. Das Lied ist inzwischen „ein kirchlicher Schlager“
geworden. Die sechs Strophen drücken aus, was wir denken und empfinden,
wofür wir uns bei Gott bedanken können und bedanken sollten; es
endet mit „Danke, ach Herr, ich will dir danken, dass ich danken
kann.“ Am Schluss des feierlichen Gottesdienstes das Abendmahl,
rund hundert Seniorinnen und Senioren nahmen daran teil.

Anschließend
das gemütliche Kaffeetrinken im großen Saal. Der Frauentreff Wenscht
hatte diverse Kuchen gebacken und alle Tische gedeckt und festlich
dekoriert. Pfarrer Dr. Martin Klein lobte das Engagement der Frauen
und dankte ihnen ganz herzlich; viele Seniorinnen und Senioren stimmten
da mit ein.

Der dritte Teil des kurzweiligen Nachmittags
fand wieder in der Kirche statt. Ein Höhepunkt gleich zu Beginn:
Mädchen und Jungen des Kindergartens in Setzen unter der Leitung
von Eva-K. Berg und Sonja Ising brillierten mit Lied- und Tanzvorführungen.
Sie waren ganz bei der Sache und wuchsen förmlich über sich hinaus.
Die Kinder erhielten immer wieder Zwischenapplaus, besonders bei
„Ich streck mich aus und mach mich krumm“. Und so wollte
der Beifall am Ende der Vorführung gar nicht enden. Auch Pfarrer
Klein war ganz angetan: „Wir danken euch. Ihr habt hier richtig
Stimmung gemacht!“ Er stieg dann selber „in die Bütt“
und las „Alt werden ist ja auch nix“ von Elke Heidenreich
alias Else Stratmann. Gekonnt und überzeugend sein „Ruhrpott
– Slang“, er hatte die Lacher auf seiner Seite. Ein weiterer
Höhepunkt war zweifelsohne der Auftritt unseres Kinderchores „Singsalabim“
unter der Leitung von Andrea Stötzel, noch verstärkt durch Sängerinnen
und Sänger der „Liederstrolche“ aus Wilnsdorf. Toll die
Freude der Mädchen und Jungen, bemerkenswert ihr Einsatz, ansprechend
ihr Gesang. Ein echter Genuss! Besonders viel Beifall gab es für
„Wir sind Kinder dieser Erde“, „Schalalala“
und „Piraten, Piraten“, bei dem die über 70-Jährigen eifrig
mitmachten. Sie forderten noch Zugaben. Pfarrer Klein: „Der
Gottschalk überzieht ja auch immer!“ Zum Schluss also noch
die beiden Lieder „Ein Huhn fliegt um die Welt“ und „Der
Traumflieger“. Als man gegen 17.20 Uhr auseinander ging, hörte
man von allen Seiten nur Worte der Anerkennung und des Dankes. Auch
von Edith und Hans Lenkeit, von Waltraud Ressel, Otto Strack und
Irmgard Thiede auf der Heimfahrt in meinen Auto. „Es war wunderschön,
alle haben sich für uns so viel Mühe gegeben!“ Und Irmgard
Thiede fügte hinzu: „Ich freue mich schon auf das Herbstfest
im nächsten Jahr, das können Sie auch ruhig schreiben.“ Gesagt,
getan. – Am Tag darauf Seniorennachmittag Teil 2: Nach dem Gottesdienst
das Kaffeetrinken. Diesmal aber sorgten die anderen Frauenkreise
unserer Gemeinde für den Kuchen und die Bewirtung. Auch sie bekamen
für ihren tollen Einsatz gedankt. Anschließend wurden viele Lieder
gesungen, und Pfarrer Frank Boes las die Geschichte „So fand
ich das Leben“ von Mark Twain. Das „Highlight“ bei
den Vorführungen dann „Der Regenbogenfisch“. Mädchen und
Jungen der Hüttentalschule unter der Regie von Lehrerin Monika Becker
hatten das zuerst inszenierte Stück lange und fleißig eingeübt und
gaben es nun zum Besten: Der schöne Fisch  wird von allen anderen
wegen seiner Glitzerschuppen bewundert. Ein kleiner, blauer Fisch
will eine Glitzerschuppe haben, aber der „Schöne“ ist
zu stolz und will keine Schuppe abgeben. Zunächst. Denn schließlich,
nach vielem Hin und Her, gibt es doch ein „Happy End“,
und der Regenbogenfisch wird mit jeder abgegebenen Schuppe glücklicher
und zufriedener. Glücklich und zufrieden und überaus dankbar begaben
sich dann auch die rund 80 Seniorinnen und Senioren des zweiten
Herbstfestes auf den Heimweg nach Setzten, nach Birlenbach, auf
den Hohen Rain, ins Tal, nach Sohlbach und Buchen, auf den Schießberg
und in die Straßen des Wenscht. Gott befohlen!

Peter – Christian Rose

 

Dem Glauben auf der Spur

 

Dem Glauben auf der Spur

Gespräche über Gott und die
Welt – und was sie verbindet

Wir
wollen unseren ureigenen christlichen Glauben wieder ernster und
wichtiger nehmen – angesichts der Herausforderungen unserer Zeit,
angesichts eines starken Bedürfnisses nach Religion in unserer Gesellschaft.
Wir wollen Menschen die Erfahrung ermöglichen, dass unser Glaube
besser und dauerhafter Halt bietet als all die religiösen und esoterischen
Patchwork-Produkte, die heutzutage auf dem Markt sind.“

Mit diesem Vorsatz
haben wir vor einem Jahr erstmals einen Glaubenskurs nach dem „Emmaus“-Konzept
angeboten. Und wir haben gute Erfahrungen gemacht: Menschen aus
unserer Gemeinde haben ganz neu über Grundfragen des Glaubens nachgedacht
und sich ausgetauscht, sind sich dabei näher gekommen und wollen
auch nach Abschluss des Kurses am Thema dranbleiben.

Das hat uns Mut
gemacht, in die zweite Runde zu gehen. Auch in diesem Jahr wollen
wir uns an einer Reihe von Abenden zu einem Glaubenskurs treffen
– mit den gleichen Themen, aber mit anderen Leuten. Die Abende finden
immer mittwochs von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr im Gemeindehaus Tal
(Koomansstraße 8)
statt.
Folgendes steht wieder auf dem
Plan:

      • 18.01.
        2012: Kann man Glauben lernen?
      • 25.01.
        2012: Gott kennen lernen
      • 01.02.
        2012: Jesus von Nazareth – Ein faszinierendes Leben
      • 08.02.
        2012: Der Mann am Kreuz – Was soll dieser Tod bedeuten?
      • 15.02.
        2012: Wie der Stein ins Rollen kam – Jesus ist auferstanden
      • 22.02.
        2012: Sie werden begeistert sein – Der Heilige Geist
      • 29.02.
        2012: Wie man den ersten Schritt tut – Vom Christ werden

Eingeladen sind
alle, die neugierig auf diese Fragen sind

  • weil sie
    immer schon mal wissen wollten, was Christen eigentlich glauben,
  • weil diese
    Fragen sie schon lange beschäftigen, aber sie nie Gelegenheit
    hatten, sich darüber auszutauschen und gemeinsam mit anderen
    nach Antworten zu suchen
  • oder weil
    sie zwar in der Gemeinde aktiv dabei sind, aber sich nun endlich
    mal (wieder) mit den „Basics“ des Glaubens beschäftigen wollen.

Wenn Sie mitmachen
möchten, richten Sie es bitte möglichst so ein, dass Sie an allen
sieben Abenden Zeit haben, denn die Themen bauen aufeinander auf.
Außerdem kann so am besten das gegenseitige Vertrauen wachsen, das
wir für eine gute Gesprächsatmosphäre brauchen. Sonst müssen Sie
nichts mitbringen, und auch eine schriftliche Anmeldung ist nicht
notwendig. Für Rückfragen stehen wir Ihnen natürlich gern zur Verfügung.

Das „Emmaus“-Team
Martina
Hofheinz, Manuela Klanke, Volker Mackenbach, Pfr. Martin Klein

 

Neues vom Bibelgesprächskreis

 

Die Bibel ins Gespräch bringen

Neues vom Bibelgesprächskreis

Austausch über
die Bibel, Hören auf Gott, der uns dabei begegnet – das gehört eigentlich
dazu, wenn unser Glaube nicht verkümmern soll. Bibelgesprächskreise
gehörten deshalb über lange Jahre zur „Standardausstattung“ jeder
Kirchengemeinde. Auch bei uns gab es einmal mehrere davon. Jetzt
ist nur noch einer übrig, und der ist klein geworden. Das mag man
bedauern und dem Zeitgeist zuschreiben. Aber man muss sich natürlich
auch Gedanken machen, ob das Angebot an der geringen Nachfrage mit
schuld ist. Für Menschen, die das klassische Bibelgespräch noch
zu schätzen wissen, mögen Zeit und Ort nicht mehr passen. Und andere
brauchen vielleicht andere Formen, um sich mit der Bibel zu beschäftigen.
Glaubenskurse sind dafür eine Möglichkeit, aber weil sie zeitlich
begrenzt sind, ist es die Frage, wie es danach weitergehen kann.

Das Nachdenken
darüber an verschiedenen Stellen hat nun zu folgenden Ergebnissen
geführt:

  • Der bisherige
    Bibelgesprächskreis wird sich in Zukunft einmal im Monat treffen,
    und zwar in der Regel an jedem dritten Montag im Monat um 18.00
    Uhr im Gemeindezentrum Wenscht. Die Termine im ersten Halbjahr
    2012 sind der 16.1., 20.2., 21.3., 16.4., 21.5. und 18.6. Damit
    kommen wir denen entgegen, die mittwochs nicht können und abends
    nicht mehr so gern aus dem Haus gehen. Und natürlich sind alle
    herzlich eingeladen, die noch dazu stoßen möchten.
  • Für Neueinsteiger
    bieten wir im Januar und Februar 2012 wieder den Emmaus-Glaubenskurs
    an (dazu s. den eigenen Artikel).
  • Ab März 2012
    soll es einmal im Monat, und zwar in der Regel am ersten Mittwoch
    um 19.30 Uhr, im Gemeindehaus Tal einen Offenen Bibelabend geben.
    Herzlich willkommen sind alle Mitglieder des Bibelgesprächskreises,
    alle „alten“ und „neuen“ Emmaus-Absolventen, aber auch alle
    anderen, die sich interessieren. Diese Abende sollen jeweils
    an ein aktuelles Thema anknüpfen und dazu Denkanstöße aus der
    Bibel aufspüren. Jeder Abend steht für sich, verpflichtet also
    nicht zu einer regelmäßigen Teilnahme.

Der erste Abend
ist für Mittwoch, den 7. März, geplant und steht unter dem Thema:
„Schuldenkrise – Was sagt eigentlich die Bibel dazu?“ Weitere Termine
im ersten Halbjahr 2012 sind der 4.4., 2.5., 6.6. und 4.7. Näheres
zu den Themen steht in der nächsten Ausgabe von „Gemeinde jetzt“.

  • Teilnehmer
    des ersten Emmaus-Kurses sind gerade dabei einen Hauskreis zu
    gründen. Wer sich dafür interessiert, kann sich an Manuela Klanke
    wenden (Tel.: 488 97 43).

Da müsste nun
eigentlich für jede und jeden was dabei sein!
Auf viele lohnende
Begegnungen mit der Bibel freuen sich:

Der Bibelgesprächskreis
Das
Emmaus-Team und Pastor Klein

 

Rückblick: Familienfreizeit 2011

 

„Ein feste Burg ist unser
Gott“

Familienfreizeit auf der Burg
Bilstein 29.10. bis 1.11. 2011

Wer hätte gedacht,
dass der Herbst so schön wird? Da hatten wir unter anderem wegen
Regen und Wind, die jahreszeitlich zu erwarten gewesen wären, unsere
Familienfreizeit in diesem Jahr auf drei Tage verkürzt, und dann
das: strahlender Sonnenschein und wärmer als an manchem Sommertag!
Aber natürlich kann einem Schlimmeres passieren, und so haben wir
(6 Familien, 14 Kinder und Jugendliche, 12 Erwachsene) unsere Zeit
in Bilstein sehr genossen: beim Erkunden der Burg bis in die letzten
Winkel (einschließlich Folterkammer), auf Spaziergängen durch den
bunten Herbstwald, bei Spiel und Spaß und bei den traditionellen
„Mitmachgeschichten“, die sich in diesem Jahr –  passend zum
Reformationstag – mit Martin Luther beschäftigten. Zwar ist Bilstein
nicht Wittenberg und die Burg nicht die Wartburg, aber trotzdem
passten Umgebung und Geschichten gut zusammen, und es kam etwas
rüber von dem, was Luther mit seinem Lied „Ein feste Burg ist unser
Gott“ ausdrücken wollte (auch wenn aus Luther-Chorälen wohl doch
keine Familienfreizeit-Hits mehr werden).

Kurz gesagt: Wir
hatten wieder eine gute Zeit miteinander, und nächstes Jahr soll
es
weiter gehen – dann wieder eine ganze Woche.