Diamantene Konfirmation 2006

 

Diamantene Konfirmation in
der Talkirche

Als die heutigen Diamant – Konfirmandinnen
und -Konfirmanden vor 10 Jahren ihre Goldene Konfirmation in der
Talkirche feierten (damals noch mit ihrem Konfirmator Pastor Schmidt,
der inzwischen verstorben ist), hatten sie den festen Vorsatz gefasst,
auch noch das nächste Jubiläum gemeinsam zu feiern. Den meisten
von ihnen wurde dieser Wunsch erfüllt, und alle nahmen diesen Tag
als besonderes Geschenk an. Für einige war es sicher beschwerlich,
sich auf den Weg zu machen, aber die Spannung der Wiedersehensfreude
trieb sie an. Und so kamen zu diesem Diamant-Jubiläum 44 Konfirmandinnen
und Konfirmanden des Jahres 1946 (von ehemals 102) mit ihren Angehörigen
oder Freunden, um gemeinsam zu feiern. Es war bewegend zu sehen,
wie sie aufeinander zugingen, sich freuten, manchmal auch Schwierigkeiten
mit dem Erkennen hatten.

Alle waren heute festlich gekleidet, und man
erinnerte sich wehmütig an die Konfirmation 1946, als es noch schwierig
und manchmal unmöglich war, einen Anzug, ein Kleid oder wenigstens
den Stoff für ein Kleid zu ergattern. Es war die Armut, die die
Menschen verband. Der Krieg war gerade zu Ende, und die Not und
Trauer war durch den Verlust von Angehörigen – meistens die Väter
– sehr groß.

Und doch dachte man heute ein wenig belustigt
an zu große oder zu kleine Schuhe oder viel zu hohe Absätze zurück,
die das Laufen zur Qual werden ließen. Mit den Möglichkeiten, die
man hatte, versuchte man dennoch, einen besonders schönen Tag zu
gestalten, der auch bei allen bis heute in der Erinnerung geblieben
ist. Vieles, vieles hatte man sich zu erzählen. Da war es gut, dass
man sich schon l Stunde vor dem Gottesdienst zu einer Tasse Kaffee
im Kindergarten getroffen hat. So konnten schon die ersten Kontakte
geknüpft werden. Frau Pfarrerin Schwichow begleitete die Jubilare
durch diesen besonderen Tag.

Nachdem nach einigem Hin- und Herrücken das
Erinnerungsfoto gemacht war (zum Glück schien die Sonne), begann
der feierliche Teil des Tages. Unter Posaunenklang des CVJM-Bläserkreises
zog Frau Schwichow mit den Jubilaren in die Kirche ein. Außerdem
wurde der Gottesdienst vom Gemischten Chor Birlenbach und Florian
Engert an der Orgel mit gestaltet. Der Predigttext aus Josua 1,1-9
umfasste die Jahreslosung: Ich lasse dich nicht fallen und ich verlasse
dich nicht. Mit diesem Mut machenden Text und dem besonderen Anlass
des Tages kehrte echte Freude ein, die auch durch das kräftige „Großer
Gott, wir loben dich …“ beim Auszug der Konfirmandinnen und Konfirmanden
aus der Kirche deutlich wurde. Von Dank an den großen und barmherzigen
Gott waren viele erfüllt. Das gemeinsame Mittagessen und Kaffeetrinken
im Gasthof zum Wiesental wurde zu einem weiteren Höhepunkt des Tages.
Es war ein wenig eng, aber das Essen war köstlich. Die Stimmung
war perfekt, das ließ sich an dem großen Stimmengewirr erkennen.
Und als „Kirschs Emmy“ sich dann noch ans Klavier setzte, war bei
etlichen die Erinnerung an alte Zeiten auf den Gesichtern abzulesen.
Natürlich gehörte auch noch ein „süßer Abschluss“ zu dem Tag in
Form von verlockendem Kuchen.

Am späten Nachmittag trennte man sich mit
dem festen Plan: „Mir wonn doch och noch de Iserne Konfermation
fiern“

Alfred Sünkel


 

Ökum. Kinderfest 2006

27. August: Ökumenisches Kinderfest
im Wenscht

„Wir fangen an fröhlich zu sein. Wir dürfen
uns von Herzen freu´n …“ Mit diesem Liedvers begann in St. Marien
der muntere Familiengottesdienst zum diesjährigen Kinderfest. Und
in der Tat, es gab viele Gründe sich zu freuen. Darauf wiesen Pfarrer
Jörg Hoffman-Petzold und Vikar Michael Melcher im Verlauf des Gottesdienstes
immer wieder hin:

  • Der Regen hatte aufgehört, und die Sonne
    durchbrach immer öfter die grauen Wolken.
  • Das Kinderfest hat schon eine lange Tradition
    und auch nach 36 Jahren noch nichts von seiner Attraktivität
    eingebüßt.
  • Viele Erwachsene kümmern sich um die
    Planung und die Durchführung, und die Kinder erleben jedes Mal
    einen schönen und ereignisreichen Tag.
  • Das Kinderfest wird seit jeher ökumenisch
    gefeiert und zeigt, dass „wir im Wenscht zusammengehören!“
  • Der gemeinsame Glaube und unser Gottvertrauen
    stärken und helfen uns auch weiterhin.

Der Gottesdienst, in dem viel gesungen, gebetet
und geklatscht wurde, in dem fünf Kinder und ein Vater Streichhölzer
zerbrachen (ein Nagel aber ihren Kräften standhielt) und in dem
die Heilung des Gichtbrüchigen (Luk. 5) verlesen und besprochen
wurde, endete mit einem Dank an Rosel Joppich für das Verlesen der
Gebete und Fürbitten und an Katrin und Holger Schollmeyer für die
eindrucksvolle musikalische Gestaltung.

Der Kirchplatz des ev. Gemeindezentrums war
zur Spiel- und Festwiese  umfunktioniert. Nach dem gemeinsamen
Mittagessen begann ein buntes Treiben. Ponyreiten, Tombola, Dosenwerfen,
Rollenrutsche, Glücksrad, Hüpfburg, Basteln, Kicker, Jugendfeuerwehr,
Carrerabahn, Nagelbalken, Torwandschiessen und vieles mehr stand
auf dem Programm.

Erwähnenswert ist das Bobbycar Rennen, welches
auch manchen Erwachsenen noch mal zum Kind werden ließ. Außer Konkurrenz
lieferten sich der katholische und evangelische Klerus mit unserem
Landrat Paul Breuer ein heißes Rennen. Auf der Zielgerade konnte
die Kirchenmannschaft von der Politik noch knapp überholt werden.

Auch das Puppenspiel mit großen Handpuppen,
aufgeführt von Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte Jasminweg,
begeisterte jung und alt.


Bobbycar-Rennen : Politik gegen Kirche
Am Start: Pastor Köhle, Pfr. Hoffmann-Petzold
und Landrat Paul Breuer

 
Während die Kleinen bastelten, hüpften
oder spielten, wurden Mutter, Vater und die Großeltern von den vielen
ehrenamtlichen Helfern bestens mit Kaffee, Kuchen, oder Waffeln,
versorgt. Rundherum war es ein gelungenes und erfolgreiches Fest.
Der Erlös von 3000 € geht in gleichen Teilen, wie in den Vorjahren
auch, an ein von der kath. Gemeinde getragenes Projekt nach Peru,
ein von der ev. Gemeinde mitfinanziertes in Tansania und verbleibt
zu einem Drittel vor Ort zur Unterstützung einer in Not geratenen
Familie.

vom
Kinderfest ? (bitte Button anklicken)

Goldene Konfirmation 2006

Goldene Konfirmation am 11.
Juni in der Talkirche

Eine Woche nach dem unsere Kirche ihren 100.
Geburtstag feierte, feierten wir, die Konfirmandinnen und Konfirmanden
des Jahres 1956, unsere Goldene Konfirmation. Nach und nach trafen
92 der ehemals 219 Konfirmanden aus der Nähe und Ferne ein, um gemeinsam
mit Ihren Angehörigen diesen Tag zu feiern. Die weiteste Anreise
hatte Hans Ludwig Hauck auf sich genommen. Er kam mit Gattin und
Tochter aus Toronto, Kanada. Bei strahlendem Sonnenschein konnte
man sich, bevor der Gottesdienst um 10 Uhr begann, begrüßen. „Wer
bist Du?“, „Dich hätte ich nicht mehr erkannt“, „Du hast Dich aber
nicht verändert“. Diese und ähnliche Worte hörte man bei der Begrüßung
öfter.
 

 Pfarrer
Schäfer mit dem Vorbereitungsteam und dem Ehepaar Hauck aus Kanada

 

Begleitet von den Klängen der Orgel zogen
wir mit Pfarrer Schäfer in die Kirche ein. „Lobe den Herrn, meine
Seele, und vergiss nicht, was er Dir Gutes getan hat“. Unter diese
Worte aus Psalm 103.2 stellte Pfarrer Schäfer seine beeindruckende
Predigt, in der er uns ermutigte, Gott zu danken und in dieses Lob
einzustimmen. Während des Gottesdienstes gedachten wir der schon
36 verstorbenen Mitkonfirmandinnen und Mitkonfirmanden und feierten
anschließend gemeinsam das Heilige Abendmahl. Festlich mitgestaltet
wurde der Gottesdienst vom Gesangverein „Concordia Frohsinn 1868
Klafeld“. Anschließend trafen wir uns in der festlich geschmückten
Bismarck-Halle in Weidenau.

Dort war auch für das leibliche Wohl bestens
gesorgt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde viel erzählt, Kontakte
geknüpft, gelacht und Erinnerungen ausgetauscht. Außerdem erfreuten
uns die bekannten „Vielharmoniker“ aus Langenholdinghausen mit einigen
Vorträgen. Nach dem Kaffeetrinken klang der Festtag, an den wir
uns dankbar und gerne erinnern, aus.

Ilse Otto und Werner Bahr

von
der Goldenen Konfirmation ? (bitte Button anklicken)

Sommerfreizeit in Mözen


MITTENDRIN STATT NUR DABEI

Sommerfreizeit vom 26.06. – 07.07. in Mözen,
Schleswig – Holstein.

Statistik:

26 Mädchen und 14 Jungen zwischen
9 und 15 Jahren,
8.30 Uhr Frühstück, 12.00 Uhr Mittagessen,
18.00 Uhr Abendessen,
ca. 21. 00 Uhr gemeinsamer Tagesabschluss,
ca. 22.30 Uhr offizielle Nachtruhe
2 großartige Deutschlandspiele,
1 x grillen, 1 Spontankurzdisco vor der Tür,
1 bunter Abend,
1 Großspiele Abend, 1 Abschluss-abend mit Sketchen und Disco,
1
Kanufahrt, 2 lange Busfahrten, 1 Wasserschlacht,
ca. 1.322.0002
Mückenstiche, ca. 22 aufgeschürfte Knie, ein paar blaue Flecke.

Am 1. offiziellen Ferientag sind wir mit 40
Kindern und Jugendlichen und der Fußball – WM im Gepäck losgefahren.
Wir, das sind 6 ehrenamtliche und 2 hauptamtliche MitarbeiterInnen
aus Klafeld und dem Jugendreferat des Kirchenkreises Siegen (Viktoria
Behm Anja Hillebrand, Dipl. Sozialpädagogin beim Jugendreferat,
Wolfgang Hofheinz, Gemeindepädagoge, Jessica Look, Matthias Lorsbach,
Lukas Neef ,Gunnar Pickhan und Silke Wittich).

In diesem Jahr führte uns die Fahrt in den
hohen Norden, bis in die Nähe von Hamburg, an den Mözener See. Nach
einer 7,5 Stunden langen Fahrt wurden, nach der Ankunft, die Zim-mer
und Betten belegt, dann das Haus und die Umgebung besichtigt. Kennenlernspiele
sorgten am ersten Abend für eine lockere und entspannte Atmosphäre
und ein gemeinsamer Tagesabschluss hat unseren ersten Ferientag
abgerundet.

Die nächsten Tage waren ausgefüllt mit:

  • Kennenlernen der anderen TeilnehmerInnen
  • Schnuppernachmittag zum ausprobieren:

    Jonglage, Zeitungsredaktion, Wasserschloß oder Burg bauen, selber
    Musik machen mit dem PC oder Body Perkussion, Fußball spielen,
    Einrad fahren, Geschichten erzählen
  • Basteln, Jonglage, Wahl, Wahrheit oder
    Pflicht…….

Es wurden aus Speckstein wunderschöne Kerzenhalter,
Kunstgegenstände uvm hergestellt. Im T-Shirt – Workshop entwarfen
die Kinder und Jugendlichen im Sinne der Fußball – WM ihre eigenen
Aufdrucke für ihre Shirts. Aber auch der eigenen kreativen Gestaltung
der Shirts waren keine Grenzen gesetzt. Beim Bemalen von Porzellantassen
konnten ebenfalls künstlerische Begabungen bewundert werden, hier
wurde aber auch des öfteren an die Eltern gedacht, so z. B. mit
der Aufschrift  „für die beste Mama der Welt“ oder auch „Papa´s
Kaffeetasse“ uvm.

Wie in jedem Jahr befassten wir uns auch diesmal
mit einem Buch:  „Ein Zwilling kickt selten allein“.
Es ging um die Geschichte von Pia und Paul, diese sind Zwillinge
und lieben nichts so sehr wie Fußballspielen. Als Paul zu einem
Probetraining bei einem sehr guten Verein eingeladen wird, ist er
total aus dem Häuschen und setzt alles daran, auch gegen den Willen
seiner Eltern in diesem Verein mitspielen zu können. Doch das hat
ungeahnte Folgen – auch für Pia…..

Zur Einstimmung auf das Buch haben wir ein
Fußballspiel mit vorherigem Training, Einstimmung aufs Team veranstaltet.
Als SpielerInnen, Torwart, Schiedsrichter, Trainer, Fans, Cheerleader
haben wir alle mitgemacht.

Bei Paul und Pia ging es um Teamgeist, Fairplay,
Mannschaften, Spielregeln. Was würde ich alles tun, wenn mir etwas
wirklich wichtig ist? In verschiedenen Gruppenarbeiten, Spielaktionen
wurden diese Themen angepackt und mit den Kindern und Jugendlichen
gemeinsam umgesetzt.

Bei unseren abendlichen Tagesabschlüssen haben
wir manchmal etwas von Paul und Pia oder auch Geschichten aus der
Bibel (der sinkende Petrus) gehört. Diese fanden meist im Sonnenuntergang
auf der Rasenfläche hinter dem Speisehaus mit Blick auf den See
statt ….war schon schön !!!!

Beim WM Spiel Deutschland gegen Argentinien
herrschte eine dermaßen begeisterte und laute Stimmung, dass die
nächsten Tage einige Personen stimmenlos waren. Das Spiel enthielt
für manchen von uns eine Spannung, die kaum auszuhalten war. Beim
anschließenden Grillen im Sonnenuntergang mit Blick auf den See
konnten wir dann alle wieder entspannen.

Bei der gemeinsamen Sonntagmorgenfeier konnten
die Kinder – und Jugendlichen den Glücksmarkt besuchen. Auf dem
„Marktplatz“ vor unserem Speisehaus wurden an verschie-denen Ständen
„Masken“ zum …..“Zeit“ zum……“Träume“ lautstark angepriesen.

Die Badenachmittage am See mit Wasserbällen,
grüner Luftmatratze, Mini – Wasserpistolen und vielen Wasserschlachten
haben hoffentlich allen Spaß gemacht. Ein Ausflug zur anderen Seite
des Sees wurde ganz in der Natur der Sache mit dem Kanu unternommen.
Mittels eigener Muskelkraft und den kursangebenden Steuermännern
wurde der See umrundet und an einem Strand

Wenn eine schöne Freizeit zu schnell vergangen
ist, freu dich einfach auf die nächste….
In diesem Sinne hoffe
ich, dass auch im nächsten Jahr, trotz der vielen anstehenden Veränderungen
innerhalb unserer Kirchengemeinde, wieder eine Kinder- und Jugendfreizeit
stattfinden kann.

Zum Abschluss noch eins von unseren „Fußball
– Gebeten“

Fair geht vor:
Wer
fair ist,
mit  dem spielt man gerne.
Wer andere austrickst
und unfair ist,
wird zum Spielverderber.
Er schadet sich damit
auch selbst.
Manchmal reizt es ja,
andere übers Ohr zu hauen
und ungerecht zu sein.
Aber du, Gott, erinnerst mich daran,
dass
es besser ist, fair zu bleiben.
Dann macht das Spiel auch allen
Spaß.
Gut, dass du so ein toller Mitspieler bist.

Silke Wittich

von
der Freizeit ? (bitte Button anklicken)