Vakante Pfarrstelle Wenscht

……..aus gemeinde-jetzt (Ausgabe: März /April
2007)

Vakante Pfarrstelle im Wenscht

Nachdem es nicht gelungen ist, die freie Pfarrstelle
im Wenscht in der Kirchengemeinde Klafeld mit einem Bewerber oder
einer Bewerberin aus dem Kirchenkreis Siegen zu besetzen, darf die
Stelle nun in Absprache mit dem Kreissynodalvorstand in der westfälischen
Landeskirche ausgeschrieben werden. Die Ausschreibung erschien in
der Januar Ausgabe der Zeitung UNSERE KIRCHE.

Wundern Sie sich bitte nicht darüber, dass
dort die 1. Pfarrstelle ausgeschrieben ist. Nachdem die ehemalige
1. Pfarrstelle (Setzen, Hoher Rain) aufgehoben wurde, hat die Landeskirche
die Pfarrstellen in der Kirchengemeinde Klafeld neu nummeriert.
Die ehemalige 4. Pfarrstelle (Wenscht, Sohlbach, Buchen) wurde dadurch
zur 1. Pfarrstelle. Die Nummerierung der Bezirke bleibt unverändert.

Da unsere Gemeindenachrichten nur alle 2 Monate
erscheinen, ist es möglich, dass, wenn Sie diese Nachricht lesen,
bereits Bewerbungen auf die vakante Pfarrstelle eingegangen sind
und das Wahlverfahren nach geltendem Kirchenrecht eingeleitet werden
kann.

go

Reformierte Konferenz

Wie die Kirche wachsen kann

Reformierte Konferenz mit
Pfr. Dr. Peter Böhlemann

Am Samstag, 10. März 2007, findet von
9 bis 13 Uhr die Reformierte Konferenz Südwestfalen im Ev.
Gemeindezentrum Zinzendorfhaus, Gießener Straße 24, Siegen
,
statt.

Pfr. Dr. Peter Böhlemann referiert zu dem
Thema: „Wie die Kirche wachsen kann – Biblische Prinzipien des Wachstums,
die die Kirche aus der Krise führen können“.

Das kirchliche Leben ist derzeit vielfach
geprägt von Mitgliederschwund, Finanzknappheit und Selbstmarginalisierung.
Für Veränderungen braucht es Mut und Kraft. Ob und wie dies gelingen
kann, will Böhlemann in seinem Referat deutlich machen. Es sind
nicht nur gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen, die die Existenz
von Gemeinden bestimmen. Die Gemeinden selbst  können Wachstum
mehr oder weniger zulassen und es gibt auch deutliche Faktoren,
die Wachstum behindern.

Pfr. Dr. theol. Peter Böhlemann ist Dozent
am Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Evangelischen
Kirche in Westfalen und Leiter des Bereichs Pastoralkolleg. Der
Theologe promovierte in Bethel über die Theologie des Lukas. Danach
war er mehrere Jahre als Gemeindepfarrer im Siegerland tätig. Seine
Schwerpunkte sind theologische und pastorale Grundfragen, Homiletik,
Gemeindeleitung und Gemeindeaufbau.

Gemeindeorientiert

Eingeladen zur Reformierten Konferenz sind
alle Gemeindeglieder. Besonders für die Presbyteriumsmitglieder
und Mitarbeitenden in den evangelisch reformierten Kirchengemeinden
der Kirchenkreise Hagen, Iserlohn, Siegen, Soest und Wittgenstein
sind die reformierten Konferenzen ein Ort geistlicher und fachlicher
Zurüstung. Die Konferenz weiß sich dem reformierten Erbe und Bekenntnis
verpfichtet. Sie müht sich um Vertiefung der geistlichen Erkenntnisse
und um Hilfen für den praktischen Dienst in den Gemeinden.

kp

Paul Gerhardt Jahr

PAUL- GERHARDT- JAHR

Der Lieddichter Paul Gerhardt gehört bis heute
zu den bedeutendsten Lieddichtern des Evangelischen Gesangbuches
(EG). Ein gutes Dutzend seiner Lieder sind zu Klassikern geworden.

 

Von den mit Paul Gerhardts Namen verbundenen
genau 139 deutschen Dichtungen sind im deutschsprachigen Raum noch
rund dreißig in Gebrauch. Der Stammteil des Evangelischen Gesangbuches
(EG) zählt deren 26. Auch im Stammteil des katholischen Gotteslobs
sind 4 Lieder des protestantischen Poeten verzeichnet.

Im Unterschied zu Gerhardts weltweiter Ausstrahlung
bis heute war sein geographischer Radius zu Lebzeiten begrenzt.
Über die beiden Nachbarterritorien Kursachsen und Kurbrandenburg
ist er nicht hinausgekommen. Sein Leben spielte sich in den verhältnismäßig
nah bei einander gelegenen Orten Gräfenhainichen, Grimma, Wittenberg,
Berlin, Mittenwalde und Lübben ab.


Überblick zur Bedeutung von Paul Gerhardt

Deutschland vor 350 Jahren: Der Dreißigjährige
Krieg ist gerade erst zu Ende. Das Land liegt in Trümmern, ganze
Landstriche sind entvölkert und verwüstet. Die Überlebenden werden
von Hunger und Not geplagt. Epidemien und Seuchen raffen weiterhin
Tausende Menschen hin. Marodierende Banden ziehen umher und verbreiten
Angst und Schrecken. Versprengte Reste jener Söldnerheere, die Mitteleuropa
in ein riesiges Schlachtfeld verwandelt hatten.

Da erscheint im Jahre 1653 ein Gedicht des
Pfarrers Paul Gerhardt aus Mittenwalde bei Berlin: Geh aus, mein
Herz, / und suche Freud / In dieser lieben Sommerzeit / An deines
Gottes Gaben; / Schau an der schönen Gärten Zier / Und siehe, wie
sie mir und dir / Sich -ausgeschmücket haben.

Zeilen eines weltfremden Traumtänzers oder
blanker Zynismus? Schöpferlob in Zeiten der Apokalypse nach dem
Motto „Hurra, wir leben noch“? Oder tatsächlich Trost für geschundene
Seelen, Trotz gegen jede Resignation? Die Hoffnung, dass doch noch
alles gut wird? Ach, denk ich, bist du hier so schön / Und lässt
du uns so lieblich gehn / Auf dieser armen Erden, / Was will doch
wohl nach dieser Welt / Dort in dem reichen Himmelszelt / Und güldnen
Schlosse werden!

Hoffnung auf einen Gott, der den Menschen
zwar kein irdisches Leid erspart, sie aber letztlich erlöst – das
ist der Glauben, in dem Paul Gerhardt gegen die Depression anschreibt.
Der Dichter, dessen 400. Geburtstags die Evangelische Kirche in
Deutschland (EKD) im Jahr 2007 gedenkt, hat dem Leid und der Sehnsucht
seiner Zeitgenossen in einer Weise Ausdruck gegeben, die ihn überdauert
hat.

Lieder für alle

Die bedeutendsten Kirchenmusiker seiner Zeit
haben seine Verse vertont, und seine Kirchenlieder verbreiteten
sich in Windeseile im deutschsprachigen Raum. Man sang sie in Straßburg
und Zürich, in Kopenhagen und Amsterdam, in Breslau und Leipzig.
Es gab keine Radiostationen, keine CDs, keine Videoclips. Notenblätter
kursierten. Die Menschen lernten die Lieder kennen, indem sie selbst
die Strophen sangen und bald auswendig wussten. Gesungen wurde gemeinsam
in den Familien und in den Kirchen. Die Gotteshäuser waren neben
den Marktplätzen die Orte der Popkultur, weil sich dort entschied,
ob etwas populär wurde und jedes Kind es kannte. So darf man Paul
Gerhardts Lieder getrost Popsongs nennen, nicht geschrieben für
höfische Zirkel oder eine intellektuelle Avantgarde – es sind Lieder
für alle.

Vergleiche mit der Gegenwart sind schwierig.
Aber es ist nicht übertrieben, wenn man die Texte Gerhardts in ihrer
Bedeutung neben „We Shall Overcome“, neben „Let It Be“ oder „Yesterday“
von den Beatles, Bob Dylans „Blowin’ in the Wind“ oder Bob Marleys
„No Woman, No Cry“ stellt. Ja, es ist zweifelhaft, ob diese Songs
auch nach 300 Jahren noch standhalten werden, wie es Paul Gerhardts
„O Haupt voll Blut und Wunden“, „Geh aus, mein Herz“ und „Ich steh
an deiner Krippen hier“ vermögen.

WIRKUNG

Paul Gerhardts ewige Ballade vom guten Ende
– allen Widrigkeiten zum Trotz – klingt alterslos frisch aus den
Chorälen, auch wenn einige seiner leidensverliebten Passionsstrophen
heutige Menschen verwirren. Die Kraft seiner Sprachbilder trägt
auch im Zeitalter des Rap. Gerhardts fromme Verse frömmeln nicht,
weil sie existenziell bedeutsam sind.

Gerhardts Lieder, die schon zu seinen Lebzeiten
dank seiner musikalischen Freunde Johann Crüger und Johann Georg
Ebeling vollständig mit Melodie erschienen, behaupteten sich widerspenstig,
als sich Mitte des 18. Jahrhunderts, fast hundert Jahre nach Gerhardts
Tod, Theologen der Aufklärung daran machten, die angeblich antiquierten
Texte zu verbessern. Bei der Einführung neuer Gesangbücher in Preußen
protestierte das Volk. An einigen Orten kam es sogar zu tumultartigen
Szenen.

Paul Gerhardts Lieder haben sich über die
ganze Welt verbreitet, sie wurden in viele Sprachen übersetzt. Der
berühmte Theologe und Arzt Albert Schweitzer (1875-1965) schrieb
einmal, dass Gerhardts Lieder in Afrika sehr gern gesungen würden.
Der Grund dafür sei, dass in ihnen von den elementaren Erfahrungen
des menschlichen Lebens die Rede sei: "Das Christentum ist
für den Eingeborenen das Licht, das in die Finsternis der Angst
scheint. Es versichert ihm, dass er nicht der Gewalt von Naturgeistern,
Ahnengeistern und Fetischen ausgeliefert ist." Ich lag in schweren
Banden, / Du kommst und machst mich los – dieses Wort aus Gerhardts
Adventslied "Wie soll ich dich empfangen" spreche wie
kein anderes aus, was das Christentum für den Afrikaner darstelle.

Auch Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), der
Theologe und Widerstandskämpfer, liebte die Choräle Paul Gerhardts
ebenfalls. Nach seiner Verhaftung durch die Gestapo schrieb er im
April 1943 an seine Eltern, es sei "gut, Paul-Gerhardt-Lieder
zu lesen und auswendig zu lernen, wie ich es jetzt tue. Übrigens
habe ich meine Bibel und Lesestoff aus der hiesigen Bibliothek,
auch Schreibpapier jetzt genug." Bemerkenswert, dass Bonhoeffer
Paul Gerhardt und seine Lieder noch vor der Bibel und vor seiner
übrigen Lektüre nennt!

go
(Quelle: www.paul-gerhardt-jahr.de)

Oekumene im Wenscht

Treffen des PGR und des Presbyterium der Wenscht
Gemeinden

Am 22.01.2007 haben wir uns vom PGR St.-Marien
mit dem Presbyterium der Wenscht Kirche zum Austausch getroffen.
Es war ein arbeitsreicher Abend mit dem Ergebnis einer Terminplanung
für das ganze Jahr. Wir sprachen weiterhin über den Stand der Denkmalschutzdiskussion
und die Personalsituation in den Gemeinden.

Anbei finden Sie die Terminplanung für das
Jahr 2007

29.01.

18.00 Uhr

1. Vorbereitungstreffen Kinderfest

02.03.

19.00 Uhr

Weltgebetstag der Frauen

25.03.

13.00 Uhr

Hungermarsch

22.04.

10.00 Uhr

Konfirmation

06.05.

10.00 Uhr

Konfirmation

17.05.

10.00 Uhr

Erstkommunion

28.05.

11.15 Uhr

Pfingstmontag, ökumenischer Gottesdienst
St. Marien

03.06.

 09.30 Uhr

ökumenischer Gottesdienst zum
Siedlerfest

19.08.

11.00 Uhr

ökumenischer Gottesdienst zum Kinderfest,
 St. Marien

11.11.

17.00 Uhr

Martinszug

21.11.

20.00 Uhr

Buß- und Bettag, Talkirche

02.12.

10.30 Uhr

ökumenischer Gottesdienst zum 1. Advent,
Wenscht Kirche

15.12.

 

ökumenische Nacht der Lichter

Taizefahrt: 29.07-05.08. (Infos folgen)

M. Geitzhaus 

Allianz Gebetswoche

Allianz-Gebetswoche 2007

“Jesus Christus – gestern,
heute und ewig”

Christen aus allen Konfessionen
treffen sich Beginn des neuen Jahres
zum gemeinsamen Gebet in
der Allianz-Gebetswoche.
In diesem Jahr wird die Allianzgebetswoche
für den ganzen Bereich der Stadt Siegen mit einem Gottesdienst in
der Talkirche am Sonntag, 7. Januar, um 17 Uhr eröffnet.

Die Verkündigung übernimmt Reisesekretär Ulrich Materne,
der
Bläserkreis der Freien ev. Gemeinde Geisweid wirkt mit.

Im Bereich unserer Kirchengemeinde
finden
von Sonntag, 11. Januar, bis Sonntag, 18. Januar, folgende
Gebetsstunden statt:

  • Montag, 8. Januar, 19.30 Uhr,
    Gemeindezentrum
    Birlenbach (mit Pfr. Hoffmann-Petzold)
  • Dienstag, 9. Januar, 15.00 Uhr,
    Blaues
    Kreuz, Bergstraße (mit D. Karstädter von der Mission für Süd-Ost-Europa)
  • Dienstag, 9. Januar, 19.30 Uhr,
    Kirche
    Setzen (mit P. W. Jung von der Freien ev. Gemeinde)
  • Mittwoch, 10. Januar, 19.30 Uhr,
    Ev.-freikirchl.
    Gemeinde (Baptisten), Diesterwegstr. (mit Pfr. Schäfer)
  • Donnerstag, 11. Januar, 19.30 Uhr,
    Freie
    evang. Gemeinde, Im Wiesental (mit P. Tischler von der Ev.-freikirchl.
    Gemeinde)
  • Freitag, 12. Januar, 19.30 Uhr,
    Vereinshaus
    Ruhrstgarten (mit F. Wunderlich von der Mission für Süd-Ost-Europa)

Der Abschlussgottesdienst findet
am

Sonntag, 14. Januar, um
17 Uhr
in der Freien ev. Gemeinde, Im Wiesental,
statt.

Es predigt Pfr. Lauer von der Deutschen Zeltmission.

Zu den jeweiligen Veranstaltungen
sind alle Gemeindeglieder herzlich eingeladen.