Bericht des Finanzkirchmeisters September / Oktober 2026

Liebe Gemeindeglieder,

Ende Juli haben die Arbeiten an der Talkirche begonnen. Endlich geht es los. Nach langer Vorarbeit und vielen Überlegungen über Erfordernis wird nun als erster Bauabschnitt die Dachkonstruktion saniert und diverse Zimmerarbeiten erledigt. Wir hoffen sehr, dass es keine ungeplanten Überraschungen gibt, und die Arbeiten im vorgesehenen Zeitrahmen bis Mitte Oktober erledigt werden.

Das Presbyterium ist sehr dankbar über jede Spende, die eingeht, und auf das Benefizkonzert unserer Chöre am Sonntag, 04.10. für unsere denkmalgeschützte Talkirche freuen wir uns sehr.

Jasminweg

Die evangelische Kindertagesstätte Jasminweg ist endgültig Geschichte. Denn auch die Unterbringung in einer Containeranlage seit dem 01.08.2025 ist im Juli beendet worden.

Die Planungen im vergangenen Frühjahr und Sommer sahen einen wünschenswerten Neubau am bisherigen Standort vor. Um dieses Vorhaben zu ermöglichen, hat unsere Kirchengemeinde ihre vorgegebenen Aufgaben so schnell wie möglich umgesetzt. Dazu gehörten insbesondere:

  • Unterstützung des Mieters bei der Wohnungssuche (der Auszug erfolgte bereits im Frühjahr),
  • Zusammenlegung der Grundstücke,
  • Räumung des Gebäudes zur Vorbereitung des Abrisses,
  • Gespräche mit dem Investor, der Fa. Quast,
  • Gespräch mit dem zukünftigen Träger, der Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Inzwischen liegt der Entwurf eines Erbbaurechtsvertrages beim Notar vor. Da die Abrisskosten von der Stadt nicht getragen werden können, hat die Kirchengemeinde hierfür eine Lösung in Aussicht gestellt. Nach unserem Kenntnisstand hat die Firma Quast einen Neubau für vier Gruppen geplant und dieses Konzept bereits mit der Arbeiterwohlfahrt abgestimmt.

Die Kirchengemeinde hat somit ihre Hausaufgaben gemacht. Aber wie geht es weiter? Hat sich die Einschätzung der Entwicklung der Kinderzahl verändert? Um eine Antwort zu bekommen, habe ich die Politiker unserer Stadt Siegen mit der Frage nach Umsetzung des Projektes angeschrieben. Laut unserem Sozialdezernenten bleibt der Neubau wünschenswert. Aus Sicht der Kirchengemeinde und vieler Bürgerinnen und Bürger ist eine Kindertagesstätte an diesem Standort nicht nur wünschenswert, sondern für die Menschen in den Mietwohnungen notwendig und weiterhin von großer Bedeutung.

Wir hoffen sehr, dass bald der Abriss und dann der Neubau erfolgen kann. Selbstverständlich werde ich Sie / Euch weiter informieren.

Demokratie

Der Präsident der Diakonie Deutschland und Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung, Rüdiger Schuch, hat in einem Interview zum Rechtsruck in Deutschland folgenden Satz gesagt:

Wenn sich Familien finanziell und menschlich überfordert fühlen, leidet ihr Vertrauen in die Demokratie“

In der Corona Zeit hat der Staat Probleme mit viel Geld zu lösen versucht. Daraus ist eine Erwartungshaltung erwachsen, er könne das immer und überall so machen. Und da die Politik diese Erwartungsdemokratie nicht dauerhaft erfüllen kann, wird das System infrage gestellt. Dies nutzen populistische Parteien zunehmend mit einfachen Antworten aus. Deshalb ist neben innerer und äußerer Sicherheit auch die soziale Sicherheit wichtig. Menschen wollen gesehen und gehört werden. Denn wer Hilfe braucht und sie bekommt, fasst Vertrauen in die Demokratie. Deshalb ist der Sozialstaat das Fundament der Demokratie.

Ich wünsche mir auch für unsere Kirche den Blick für Menschen in Bedrängnis und Not. Wir sollten und müssen als Christen immer wieder die große Menschlichkeit, die uns Jesus vorgelebt hat, deutlich machen.

Mitarbeiterfest

Auch in diesem Jahr sind knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Mitarbeiterfest ins Gemeindezentrum Wenscht gekommen. Das Fest wurde von unserem Vorsitzenden Lukas Hermeling eröffnet. In seiner Rede brachte er die unterschiedlichen Gruppen, z.B. Frauenkreise, Mittagstisch, Reparaturtreff, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Chöre u.v.m. und deren Bedeutung zum Ausdruck. Er bedankte sich für die geleistete Arbeit und zeigte sich sehr erfreut über den großen Zusammenhalt innerhalb unserer Kirchengemeinde.

Des Weiteren verabschiedet Lukas Hermeling Martin Schnutz als Presbyter. Dabei erwähnte er seine regelmäßigen Dienste bei Gottesdiensten, die Arbeit im Presbyterium, im Finanz-, Bau- und Personalausschuss (4 Jahre) und zuletzt im Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung. Martin Schnutz bedankte sich seinerseits für die gute und segensreiche Zeit.

Unsere Vikarin Hanna Schlüter hatte zum besseren Kennenlernen für alle Mitarbeitenden in unserer Gemeinde verschiedenartige Karten mit der Aufgabe, ein gemeinsames Foto mit einer Person zu machen, die sie und er noch nicht kannte, ausgeteilt. Dies brachte viel Spaß, interessante Gespräche und viele schöne Fotos.

Danach konnten alle bei bestem Wetter, leckerem Essen, und kühlen Getränken einige kurzweilige Stunden genießen.

Vielen herzlichen Dank für die Vorbereitung an Jörn Ackerstaff und unsere Presbyterinnen und Presbyter sowie alle, die einen Salat oder einen Nachtisch mitgebracht haben.

Herzliche Grüße
Hartmut Heinbach – Finanzkirchmeister