Text: Ez 37,24-28
Der Prophet Ezechiel war im Exil gestorben. Man hatte ihn nach Babel verschleppt, als König Nebukadnezar Juda unterworfen hatte. Elf Jahre später war Jerusalem endgültig zerstört worden und Juda von der Landkarte verschwunden. Ezechiel hatte es kommen sehen. Immer wieder hatte er seinen Landsleuten das Gericht Gottes angekündigt – als Strafe dafür, dass sie Gottes Bund missachtet hatten. Sie hatten seine Gebote nicht gehalten, fremden Göttern gedient, die Armen ausgebeutet, den Fremden Gewalt angetan – nun hatten sie die Quittung dafür. Aber trotzdem war Ezechiel überzeugt gewesen, dass Gott sein Volk immer noch liebte. Und er hatte die Hoffnung nie aufgegeben. Eines Tages würde Gott sich Israel wieder zuwenden und ihm neues Leben einhauchen. Aber jetzt war der Prophet tot. War mit ihm auch die Hoffnung gestorben?
„Predigt Wenschtkirche, Christvesper für den Heiligen Abend, 24. Dezember 2025“ weiterlesen